Künstliche Intelligenz
Russland verabschiedet Gesetz zur Mobilfunkabschaltung
Russland weitet die Kontrolle über das Internet erheblich aus und erlaubt nun auf Forderung des Inlandsgeheimdienstes FSB die Abschaltung des Mobilfunks. Die Staatsduma in Moskau verabschiedete in einem Eilverfahren in zweiter und dritter Lesung eine Änderung des Kommunikationsgesetzes, das Mobilfunkbetreiber verpflichtet, auf Verlangen des FSB Mobilfunkverbindungen und stationäres Internet zu sperren.
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Mobilfunkanbieter aus der Verantwortung genommen
Medien zufolge verschwand im letztlich verabschiedeten Text unter anderem eine Formulierung, nach der solche Entscheidungen zum Schutz der Bürger und des Staates vor Sicherheitsbedrohungen getroffen werden. Vielmehr lege die Führung nun selbst die Gründe fest. Damit könnte etwa Präsident Wladimir Putin selbst die Abschaltung des Internets im ganzen Land oder einer Region verfügen, berichteten Medien.
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete, dass mit den Änderungen vor allem auch Mobilfunkanbieter aus der Verantwortung genommen werden, wenn etwa Kunden sich über die Sperren beklagen. Schon bisher wird der Mobilfunk zum Beispiel bei Drohnengefahr durch ukrainische Gegenangriffe im russischen Angriffskrieg etwa in der Nähe von Flughäfen immer wieder abgeschaltet.
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Kremlchef Putin muss das Gesetz noch unterzeichnen, was als Formalie gilt – dann tritt es laut Tass zehn Tage nach Veröffentlichung in Kraft. Unter Putin, der selbst einmal Geheimdienstchef war, sind die Vollmachten des FSB stark ausgeweitet worden. Besonders gefürchtet bei Bürgern ist die Überwachung durch den Geheimdienst im Internet – etwa bei kriegskritischen Posts in sozialen Netzwerken. Die russischen Behörden haben Tausende Internetseiten gesperrt.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Donnerstag: NASA-Astronauten auf Mondreise, SpaceX auf geheimem Börsengang
Mit Artemis-2 wurden zum ersten Mal seit Apollo 17 im Jahr 1972 wieder Menschen zum Mond gestartet. Die vierköpfige Crew soll ihn zu Ostern umrunden. Es ist immer noch ein Testflug, aber die Astronauten werden sich weiter von der Erde entfernen und schneller fliegen als je ein Mensch zuvor, sagt die NASA. Um Geschäfte im Weltraum kümmert sich SpaceX und hat jetzt seinen Börsengang beantragt. Offiziell darf das niemand wissen, denn ein GröBaZ will gut vorbereitet sein. Es könnte der größte Börsengang aller Zeiten (GröBaZ) werden, denn der Konzern von Elon Musk könnte mit zwei Billionen US-Dollar bewertet werden. Derweil konnten Angreifer nach der Supply-Chain-Attacke auf LiteLLM auf interne Cisco-Daten zugreifen, wie jetzt berichtet wird. Sourcecode von Cisco und Kunden wurde demnach gestohlen. Denn durch den früheren Angriff auf eine Open-Source-Bibliothek konnten sich die Cyberkriminellen offenbar Anmeldeinformationen auch von Cisco aneignen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Mit Artemis-2 ist die erste bemannte Mission zum Mond seit mehr als 50 Jahren gestartet. Mittwochabend (Ortszeit in Florida) hat die riesige Mondrakete SLS mit der Raumkapsel Orion vom Kennedy Space Center in Florida abgehoben. An Bord fliegen Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch von der NASA sowie der Kanadier Jeremy Hansen. Für das Space Launch System ist es überhaupt erst der zweite Start und der erste mit Menschen. Bei Artemis-2 handelt es sich um einen Testflug, mit dem die Rückkehr von Menschen auf den Mond vorbereitet werden soll. Wenn jetzt alles nach Plan läuft, werden die drei Raumfahrer und die Raumfahrerin in den kommenden Tagen um den Mond fliegen. Dabei werden sie sich weiter von der Erde entfernen als je ein Mensch zuvor: Bilderbuchstart für bemannte NASA-Mondmission Artemis-2.
Eine private Weltraumorganisation kümmert sich hingegen um Geschäfte: Elon Musks Konglomerat SpaceX hat den lange erwarteten Börsengang formal eingeleitet, allerdings unter strikter Geheimhaltung. Dahinter steckt wohl kein finsteres Ansinnen, sondern die Hoffnung auf offene und ungestörte Kommunikation zwischen den Vertretern des Unternehmens und der US-Kapitalmarktbehörde SEC. Schließlich geht es um den größten Börsengang aller Zeiten (GröBaZ). Der von Musk kontrollierte Konzern dürfte mit größenordnungsmäßig zwei Billionen US-Dollar bewertet werden. Davon soll zwar nur ein kleiner Teil verkauft werden, aber auch mit 50 oder 75 Milliarden US-Dollar wäre es der größte Börsengang der Geschichte: SpaceX beantragt Börsengang unter Verschluss.
Bislang nicht offiziell bestätigt ist auch, dass Cisco Systems Opfer eines Cyberangriffs geworden ist. Dabei konnten Kriminelle angeblich auf Geräte der Entwicklungsabteilung zugreifen und Quellcode des US-Netzwerkspezialisten sowie von Kunden stehlen, berichten anonyme Quellen. Die Angreifer konnten sich demnach Zugriff auf interne Cisco-Daten und -Geräte verschaffen, nachdem sie entsprechende Anmeldeinformationen aus einem kürzlichen Angriff auf eine Open-Source-Bibliothek erlangt hatten. Dabei wurden mehr als 300 GitHub-Repositories kopiert, heißt es. Das betrifft Quellcode für Produkte künstlicher Intelligenz wie KI-Assistenten, KI-Sicherheitslösungen und bislang unveröffentlichte Produkte, so der Bericht: Cyberkriminelle stehlen Quellcode von Cisco und dessen Kunden.
Um KI geht es auch beim Projekt Spark des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Damit will der Bund gegen lahme Prozesse und dicke Aktenstapel wirken, bisher Sinnbild deutscher Verwaltung. Nun veröffentlicht das BMDS eine Reihe von KI-Modulen, die die Arbeitsweise in Behörden grundlegend verändern könnten. Eine Besonderheit ist der Ansatz der Veröffentlichung: Unter dem Leitsatz Public Money, Public Code stehen die Anwendungen für jeden auf der Plattform OpenCode zur Verfügung. Damit folgt das BMDS dem Ruf nach digitaler Souveränität und ermöglicht es Kommunen, Firmen und der Zivilgesellschaft, die Werkzeuge ohne Lizenzgebühren zu nutzen und weiterzuentwickeln. Ziel ist die Beschleunigung komplexer Planungs- und Genehmigungsverfahren: Bund veröffentlicht lizenzfreie KI-Werkzeuge.
In der heutigen Ausgabe der #heiseshow besprechen wir die NASA-Mission Artemis 2, die in der vergangenen Nacht Menschen Richtung Mond geschickt hat, mit dem Ziel der Mondumrundung. Wie genau läuft die Mondmission ab? Ist das der Startschuss für eine neue Ära der bemannten Mond- und Raumfahrt? In Deutschland planen mehrere Bundesländer Einschränkung der Informationsfreiheit – trotz Widerstand der Zivilgesellschaft. Wie begründet die Politik die Einschränkungen der Auskunftspflicht? Welche Rolle spielen Plattformen und Tools dabei? Zudem feiern wir Apples 50. Geburtstag und schauen uns an, wie sich das Unternehmen und seine Produkte im vergangenen halben Jahrhundert verändert haben. Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: Mondmission, Einschränkung der Informationsfreiheit, 50 Jahre Apple.
Auch noch wichtig:
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- Für nur 5 Euro bietet Ikea die Bluetooth-Lautsprecher mit Namen „Kallsup“ an. Wir haben ihn kurz ausprobiert: Ikeas Brüllwürfel Kallsup ausprobiert.
- Der Schritt wurde seit Anfang März erwartet: Oracle entlässt tausende Mitarbeiter. Hintergrund sind offenbar hohe Ausgaben für KI: Oracle startet offenbar Entlassungswelle.
- Ein Tarifwechsel klingt nach Vorteil – kann aber die Laufzeit verlängern. Unser Fall zeigt diesmal, mit welchen Tricks gesetzliche Grenzen umgangen werden, bei Vorsicht, Kunde: 1&1-Tarifwechsel mit Nebenwirkung.
- Der Raspberry-Pi-Hersteller wächst in fast allen Metriken und malt einen rosigen Ausblick. Die Börse zeigt sich ekstatisch: Raspi-Aktie schießt nach Geschäftsbericht um 60 Prozent hoch.
- Google hat ein Update für Chrome veröffentlicht. Es stopft 21 Sicherheitslücken. Angriffe laufen auf eine Codeschmuggel-Lücke. Nutzer sollten jetzt aktualisieren: Chrome-Sicherheitslücke wird angegriffen.
- Mitte März machte die Runde, dass PayPal-Verknüpfungen mit der Google Wallet aufgelöst werden. PayPal korrigiert die Aussagen nun: Bei den Google-Wallet-Verknüpfungen PayPals ändert sich doch nichts.
- Der Krieg im Iran treibt weltweit die Energiepreise in die Höhe. Nun appelliert die EU-Kommission an die Mitgliedstaaten sowie die Bürgerinnen und Bürger für Tempolimits und mehr Homeoffice: Brüssel appelliert an die Mitgliedstaaten.
- Maximos Roboter installiert automatisiert Solarmodule. Das klappt schneller, als Menschen es allein können: Maximo-Roboter installiert Solarmodule fast doppelt so schnell wie ein Mensch.
- Nutzer in den USA können nun ihren Gmail-Nutzernamen ändern, also den Teil vor „@gmail.com“. Die alte Mail-Adresse bleibt dabei funktional, sagt Google: Gmail-Nutzername kann bald ausgetauscht werden.
- Der Maintainer-Account für das Paket axios auf npm wurde geknackt, um einen Remote-Access-Trojaner für Windows, macOS und Linux einzuschleusen. Nach Malware auf npm lädt HTTP-Client axios Backdoor für Windows, macOS und Linux.
- Am Wochenende hat Microsoft die Verteilung der Windows-Update-Vorschauen gestoppt. Nun stehen sie als ungeplantes Update bereit: Windows-Update-Vorschau jetzt als Update außer der Reihe verfügbar.
(fds)
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#heiseshow: Mondmission, Einschränkung der Informationsfreiheit, 50 Jahre Apple
Anna Bicker, Volker Zota und Alexander Spier sprechen in dieser Ausgabe der #heiseshow unter anderem über folgende Themen:
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- Jubiläum, olé: Apple feiert 50. Geburtstag und wir schauen uns an, wie sich das Unternehmen und seine Produkte im vergangenen halben Jahrhundert verändert haben.
Außerdem wieder mit dabei: ein Nerd-Geburtstag, das WTF der Woche und knifflige Quizfragen.
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Jeden Donnerstag ab 17 Uhr live
Fragen an die Moderatoren und Gäste können während der Sendung im YouTube-Chat und in unserem Twitch-Kanal (twitch.tv/heiseonline) sowie vorab per E-Mail und im heise-Forum gestellt werden. Die Redaktion freut sich bereits auf zahlreiche Zuschauer und auf reges Feedback.
Die #heiseshow wird jeden Donnerstag um 17 Uhr live auf heise online gestreamt. Nach der Live-Übertragung ist die Sendung zum Nachschauen und -hören auf YouTube und als Podcast verfügbar:
(anka)
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Valve überarbeitet Layout des Steam Stores
Valve hat im Beta-Client von Steam das Aussehen des Stores angepasst. Das neue Layout des Spiele-Clients bietet mehr Bereiche als bisher. Unter anderem zeigt Valve nun auch Rabatte auf Spiele und DLCs an, die sich auf der eigenen Wunschliste befinden. Zudem können Nutzer endlos nach unten scrollen, um mehr Spielvorschläge angezeigt zu bekommen.
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Über das neue Layout des Steam Stores, der praktisch auch Startseite des Steam-Clients ist, informiert Valve in einem Blog-Eintrag. Nutzer, die sich für den Beta-Client des Spiele-Stores entschieden haben, sehen die Änderungen bereits live. Alle anderen müssen warten, bis das Redesign zu einem späteren Zeitpunkt auch auf den Hauptzweig von Steam verteilt wird.
Warum wird mir das empfohlen?
Der neue Steam Store öffnet weiterhin mit einem großen Werbekarussell für Spiele, die aktuell angesagt sind („Featured and Recommended“ oder „Angesagt und empfohlen“). Neu ist, dass Steam darüber informiert, warum genau ein Spiel dort empfohlen wird. In der Regel passiert das auf Basis von verwandten Schlagwörtern bereits gespielter Titel oder guter Verkaufszahlen.
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Fährt man mit der Maus über das Vorschaubild eines vorgeschlagenen Spiels, läuft automatisch ein Trailer los. Das kann man in den Einstellungen aber deaktivieren, indem man in den Account-Einstellungen unter „Store Preferences“ die Option für Mikrotrailer abschaltet.
Unterhalb des Werbekarussels platziert Valve Hinweise auf aktuelle Sales-Events, bevor ein kleineres Karussell auf aktuelle Rabatte hinweist. Darunter zeigt Valve dann noch einmal Rabatte auf Spiele und DLCs an, die man sich auf die Wunschliste gesetzt hat. Es folgen weitere Empfehlungsboxen und Kacheln, mit denen man den Store auf bestimmte Genres filtern kann.
Endloses Scrollen
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Neu ist, dass sich der Steam Store endlos nach unten scrollen lässt, wobei immer mehr Spielvorschläge angezeigt werden. Um ganz nach oben zurückzukehren, muss man auf den „Store“-Reiter in der Menüleiste klicken.
Erst im vergangenen Herbst hat Valve ein größeres Redesign des Steam Stores für alle Nutzer des Clients veröffentlicht, nachdem Beta-Nutzer ihn bereits einige Monate lang testen konnten. Die aktuellen Neuerungen sind eher Verfeinerungen als eine komplette Runderneuerung.
Um den Beta-Client von Steam zu nutzen, muss man schlicht in den Einstellungen von Steam zu „Interface“ navigieren und das Beta-Update unter der Option „Client-Beta-Teilnahme“ auswählen. Anschließend muss Steam neu gestartet werden.
(dahe)
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