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Datenschutz & Sicherheit

Angriffe auf Chrome, Zimbra, ThreatSonar und ActiveX-Modul beobachtet


Trotz Notbetrieb hat die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA eine Warnung vor laufenden Angriffen auf Sicherheitslücken in Chrome, Zimbra, ThreatSonar und einem ActiveX-Modul herausgegeben. Eine der Schwachstellen ist bereits volljährig: Sie wurde vor 18 Jahren entdeckt.

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Der derzeitige Shutdown der US-Behörde scheint jedoch bereits Verzögerungen zu verursachen, vor denen der CISA-Direktor Gottumukkala jüngst in einer Anhörung vor dem US-Repräsentantenhaus warnte. Erst in der Nacht zum Mittwoch kam nun etwa der Hinweis der CISA auf den Missbrauch der Chrome-Schwachstelle in der CSS-Verarbeitung, für die Google in der Nacht zum Samstag bereits ein Notfall-Update bereitgestellt hat (CVE-2026-2441, CVSS 8.8, Risiko „hoch“).

Außerdem haben die IT-Sicherheitsexperten offenbar Belege für Attacken auf eine Sicherheitslücke in der ThreatSonar Anti-Ransomware. Aufgrund unzureichender Prüfung von hochgeladenen Dateien können User mit Admin-Rechten auf der Plattform bösartige Dateien hochladen, die sie zum Ausführen beliebiger Systembefehle auf dem Server nutzen können (CVE-2024-7694, CVSS 7.2, Risiko „hoch“). Unter Beschuss ist auch eine ältere Lücke in der Groupware Zimbra. Es handelt sich um eine Server-Side Request Forgery (SSRF) bei installiertem WebEx-Zimlet und aktivem JSP-Zimlet. Derartige SSRF-Lecks erlauben in der Regel durch Umleitungen Zugriffe auf eigentlich abgeschottete Ressourcen (CVE-2020-7796, CVSS 9.8, Risiko „kritisch“).

Der Oldie unter den aktuell angegriffenen Schwachstellen ist jedoch ein unerwarteter Wiedergänger: eine Sicherheitslücke in Microsofts Video ActiveX Control. Die war zum damaligen Zeitpunkt in Windows 2000 SP4, XP SP2 und SP3, Vista Gold, SP1 und SP2, Server 2003 SP2 sowie Server 2008 Gold und SP2 enthalten und ermöglichte Angreifern aus dem Netz, mit manipulierten Webseiten Schadcode einzuschleusen (CVE-2008-0015, CVSS [2.0] 9.3, Risiko „hoch“).

IT-Verantwortliche sollten prüfen, ob sie die verwundbare Software einsetzen und sie auf den aktuellen Stand bringen.


(dmk)



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Datenschutz & Sicherheit

Mozilla kappt Firefox-Support für Windows 7, 8 und 8.1 endgültig


Firefox 115 hat noch Windows 7, 8 und 8.1 unterstützt. Nachdem Nutzer und Nutzerinnen mit diesen Betriebssystemen auf die Version Firefox ESR 115 gelenkt wurden, erfährt nun auch diese ihr Support-Ende. Damit endet nun auch im Februar die Unterstützung für die veralteten Betriebssysteme.

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Das erklären die Mozilla-Entwickler in einem aktuellen Support-Beitrag. „Microsoft hat die offizielle Unterstützung für Windows 7, 8 und 8.1 im Januar 2023 beendet. Nicht unterstützte Betriebssysteme erhalten keine Sicherheitsupdates und enthalten bekannte Schwachstellen. Ohne offizielle Unterstützung von Microsoft wird die Wartung von Firefox für veraltete Betriebssysteme kostspielig und riskant für Nutzerinnen und Nutzer“, führen sie dort aus.

Die Frage, ob Firefox noch sicheres Surfen unter den genannten Windows-Versionen ermöglicht, schreiben die Programmierer sehr klar: „Mozilla stellt bis zum Ende der ESR-Version 115 im Februar 2026 wichtige Sicherheitsupdates über den Firefox-ESR-Kanal bereit. Danach kommen keine weiteren Sicherheitsupdates mehr, und es empfiehlt sich dringend, auf eine noch unterstützte Microsoft Windows-Version zu aktualisieren.“ Sie geben aber auch den Tipp, gegebenenfalls alternative Betriebssysteme in Betracht zu ziehen: „Wenn Ihre aktuelle Hardware aus irgendeinem Grund Windows 10 oder höher nicht unterstützt, können Sie auf ein Linux-basiertes Betriebssystem umsteigen. Die überwiegende Mehrheit der Linux-Distributionen wird mit Firefox als Standardbrowser ausgeliefert.“

Der Wechsel auf einen anderen Webbrowser sei auch keine Option, da etwa Google Chrome den Support für Windows 7, 8 und 8.1 bereits eingestellt hat. Selbiges gelte für Microsoft Edge.

Dass Firefox die Unterstützung für die alten Windows-Versionen einstellt, war schon länger klar. Ursprüngliche Planungen sahen sogar den September 2024 als Schlusspunkt dafür vor – da sollten auch die alten macOS-Versionen 10.12, 10.13 und 10.14 aus dem Support fallen. Dort kündigte die Mozilla-Foundation auch an, dass betroffene Firefox-Installationen automatisch auf den Firefox-ESR-115-Zweig umgestellt werden.


(dmk)



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Datenschutz & Sicherheit

Microsoft: Warnung vor kritischer Sicherheitslücke in Windows Admin Center


Microsoft warnt vor einer Sicherheitslücke im Windows Admin Center. Angreifer können dadurch ihre Rechte ausweiten. IT-Verantwortliche müssen zum Schließen der Lücke aktiv werden und ein Software-Update installieren.

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Die Schwachstellenbeschreibung mit der Bezeichnung CVE-2026-26119 hat Microsoft in der Nacht zum Mittwoch veröffentlicht. Es handelt sich um eine unzureichende Authentifizierung (CWE-287), schreibt Microsoft lediglich. Zu den Auswirkungen bei einem erfolgreichen Missbrauch führen die Entwickler noch aus: „Angreifende würden die Rechte der Benutzenden erlangen, die die betroffene Anwendung ausführen.“ (CVE-2026-26119, CVSS 8.8, Risiko „hoch“). Abweichend von der Risikoeinstufung gemäß CVSS3-Wert schätzen die Redmonder das Risiko jedoch sogar als „kritisch“ ein.

Zwar wurden die Details zur Schwachstelle bislang nicht veröffentlicht und Microsoft weiß auch noch von keinem verfügbaren Exploit. Jedoch schätzt das Unternehmen, dass Angreifer in absehbarer Zeit die Sicherheitslücke mit höherer Wahrscheinlichkeit ausnutzen werden.

Für das Windows Admin Center steht die Software-Version 2511 bereit. Die ist bereits im Dezember vergangenen Jahres erschienen und korrigiert das nun gemeldete Sicherheitsproblem. Vor einer Woche haben Microsofts Entwickler jedoch noch ein Verteilungsskript sowie die zugehörige Dokumentation aktualisiert. Wer die Softwareaktualisierung bereits installiert hat, muss nicht erneut handeln; wer noch ältere Fassungen einsetzt, sollte zügig auf den neuen Stand wechseln.

Das Windows Admin Center ist eine kostenlose Zusatzsoftware, die zur Verwaltung von Windows-Geräten ab Windows 10 und Windows Server 2012 in Netzwerken mit einer webbasierten Bedienoberfläche dient. Sie stellt übersichtlich Informationen zu Server-Performance, Voraussagen für benötigte Kapazitäten sowie Funktionen zur Verwaltung von Windows-Systemen und zur Lösung von auftretenden Problemen etwa mittels Fernwartung bereit. Sie fußt technisch auf der Microsoft Management Console (MMC).


(dmk)



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EU eröffnet Verfahren gegen Shein



Mit dem Digital Services Act (DSA) verpflichtet die EU sehr große Online-Plattformen, Risiken ihrer Angebote zu identifizieren und zu beheben. Weil der chinesische Fast-Fashion-Händler Shein diesen Vorgaben möglicherweise nicht ausreichend nachgekommen ist, hat die EU-Kommission nun ein Verfahren gegen das Unternehmen eröffnet. Das teilte sie am heutigen zweijährigen Geburtstag der EU-Verordnung über digitale Dienste mit.

Die Shopping-Plattform soll monatlich etwa 126 Millionen aktive Nutzer*innen in der EU haben. Seit Juni 2024 hatte die Kommission mehrfach Informationen von Shein angefragt. Die Entscheidung, eine Untersuchung einzuleiten, basiert auf diesen Auskunftsersuchen, auf einer vorläufigen Analyse der von Shein vorgelegten Risikobewertungsberichte und auf Einschätzungen dritter Parteien.

In Frankreich hatte sich im letzten Jahr bereits Widerstand gegen den Online-Händler geregt, jedoch war die französische Regierung mit dem Versuch gescheitert, die Plattform für drei Monate zu sperren.

„Illegale Produkte sind verboten“

Die Kommission attestiert dem Konzern Handlungsbedarf in drei Bereichen. An erster Stelle steht der Verkauf illegaler Waren, wegen dem der Fast-Fashion-Händler in der Vergangenheit bereits in Kritik stand. Zum Beispiel konnten genehmigungspflichtigen Waffen oder kinderähnliche Sexpuppen auf dem Marktplatz erworben werden.

Bei der Untersuchung geht es jedoch nicht darum, dass die EU gezielt den Verkauf einzelner Produktgruppen kontrollieren will. Vielmehr will sie dafür sorgen, dass die Plattform selbst ihre Systeme so gestaltet, dass Risiken minimiert werden. Konkret muss Shein also dafür sorgen, dass auf dem Marktplatz keine illegalen Waren gehandelt werden können.

„In der EU sind illegale Produkte verboten – egal, ob sie im Ladenregal oder auf einem Online-Marktplatz angeboten werden“, so EU-Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen zu dem Verfahren. „Der Digital Services Act schützt die Sicherheit und das Wohlergehen von Käufern und versorgt sie mit Informationen über die Algorithmen, mit denen sie interagieren.“

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Ein zweiter Kritikpunkt betrifft mutmaßlich süchtig machendes Design des Online-Händlers. Er vergibt unter anderem Verbraucherpunkte oder Belohnungen für Engagement auf der Plattform. Das könne Suchtpotenzial entwickeln, welches sich negativ auf das Wohlbefinden der Nutzer*innen und den Verbraucherschutz im Internet auswirkt.

Außerdem kritisiert die Kommission mangelnde Transparenz des algorithmischen Empfehlungssystems von Shein. Dieses muss nach dem DSA zudem so gestaltet sein, dass sich Nutzer*innen optional für ein nicht-personalisiertes Empfehlungssystem entscheiden können.

EU ermittelt auch gegen Temu

Shein ist die zweite sehr große Plattform im Bereich Online-Handel, gegen die eine Untersuchung wegen süchtig machender Designpraktiken besteht. Bereits im Jahr 2024 hatte die EU-Kommission aus den gleichen Gründen ein Verfahren gegen Temu eröffnet.

Sollte die Kommission im Zuge der formalen Untersuchung zu einer Nichteinhaltungsentscheidung kommen, also einen tatsächlichen Verstoß gegen den DSA feststellen, kann sie zum Beispiel Bußgelder gegen das Unternehmen verhängen. Bis dahin ist es der Online-Plattform aber möglich, auf Forderungen zu reagieren und Anpassungen vorzunehmen. Wann es zu einer Entscheidung in dem Verfahren kommt, bleibt jedoch offen, denn der DSA schreibt hierfür keine Frist vor.

Der Online-Händler zeigt sich nach Angaben von Zeit.de bisher kooperationswillig: „Wir teilen das Ziel der Kommission, eine sichere und vertrauenswürdige Online-Umgebung zu gewährleisten, und werden uns weiterhin konstruktiv an diesem Verfahren beteiligen.“ Bei altersbeschränkten Produkten habe man bereits weitere Sicherheitsvorkehrungen ergriffen.



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