Social Media
Feed und Fudder 78 – Content über den niemand spricht
Psst, wir wagen uns in die dunklen Ecken von Social Media. Klingt gruselig, ist aber ganz harmlos und doch wenig bekannt. Dark Social bezeichnet Plattformen und Funktionen, die wie soziale Netzwerke aufgebaut sind oder innerhalb von Social Plattformen, wie Gruppen, existieren, aber nicht öffentlich zugänglich sind.
Der Clou an Dark Social: die große Menge an User-Generated-Content! Nirgends reden die User*innen so frei und offen, wie in geschlossenen Räumen. Dark Social Kanäle sind zahlreich, denkt an Whatsapp-Chats, Facebook-Gruppen oder auch Bewertungen in Google Maps.
Viele Marken und Unternehmen haben das Potenzial von Dark Social noch gar nicht erkannt. Auch weil der Zugang natürlich nicht so leicht ist. Wir sprechen im Podcast, wie Marken das Potenzial von Dark Social nutzen können und welche Kanäle ihr nicht verpassen dürft!
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Die Macht des privaten Teilens: Warum Dark Social der nächste große Wettbewerbsvorteil ist
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Transkript Feed und Fudder Podcast Folge 78 – Content über den niemand spricht
Du bist grad irgendwo, wo es still sein muss, schmöckerst lieber in Texten oder möchtest unsere Folge barrierefrei mit deinem Screenreader lesen? Kein Problem!
Hier gibt es das Transkript zu Folge 78 – Content über den niemand spricht
Transkript
Nicola
Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed & Fudder mit Alex und mir, der Nici. Hallo Alex.
Alexander
Hallo, herzlich willkommen. Darf ich die heutige Folge mit einem Sprichwort starten?
Nicola
Ja, von mir aus, komm, hau raus.
Alexander
Im Dunkeln ist gut munkeln.
Nicola
Wow, aus welcher Kiste hast du das rausgeholt? Ich dachte, wir machen heute unsere Karma-Punkte, weil wir über Content reden, über den niemand spricht. Das sind unsere Karma-Punkte, dass man auch mal dem Content eine Chance gibt, über den eigentlich niemand sprechen möchte oder den niemand sieht.
Alexander
Und teilweise haben diese Orte sogar einen Namen, deswegen auch mein Sprichwort. Da kommen wir gleich dazu, was das bedeutet: Dark Social.
Nicola
Witzigerweise denke ich bei Dark Social immer an Darknet, so böse. Aber es ist gar nicht so böse, es wird heute nicht so böse.
Alexander
Genau.
Nicola
Und vielleicht darf ich ein Zitat einwerfen von Lara Daniel, die einen Gastbeitrag auf allsocial.de geschrieben hat, schon etwas länger her, über Dark Social. Schaut gerne nochmal nach, vielleicht verlinkst du das in den Shownotes. Sie ist Co-Founderin und CEO der Social-Media-Agentur Pulse Advertising.
Sie hat den Artikel damit begonnen, dass sie schreibt: Es ist eine unbequeme Wahrheit für alle, die im Social Media Marketing arbeiten. Der Großteil des Content-Sharings und der Gen Z findet an Orten statt, die nicht sichtbar sind. So, was heißt das eigentlich?
Alexander
Ich würde sagen, wir trennen das. Wir reden zuerst über Content, der enorme Reichweite hat, aber von Marken nicht wahrgenommen wird, der an sichtbaren Orten stattfindet, wie Google Maps oder TripAdvisor. Und das Zweite sind diese Dark-Social-Geschichten. Die kann man schlichtweg nicht einsehen, weil sie nicht einsehbar sind, wie Direct Messages, private WhatsApp-Gruppen oder Facebook-Gruppen.
Nicola
Das ist eine gute Idee. Eine meiner meistfrequentierten Apps ist Google Maps, bin ich ehrlich. Das ist echt traurig, aber ich liebe diese App. Ich schaue mir so gerne Orte an. Und wenn ich irgendwo hinfahre, recherchiere ich und markiere mir Orte. Ich schreibe Rezensionen und es ist unfassbar, welche Reichweiten man über Google-Rezensionen bekommen kann.
Es gibt so viele tolle Orte. Ich glaube, ich habe es schon mal erwähnt: In Heidelberg ist eine der berührendsten Sehenswürdigkeiten der Spongebob-Schwammkopf-Elektrokasten, wenn man reinfährt. Diese Rezensionen sind Content-Gold. Auch Stadien sind Content-Gold. Eine meiner Lieblingsrezensionen war bei der Allianz Arena: tolles Stadion, zu weit weg.
Alexander
Ich habe leider den Namen der Stadt vergessen, aber es war eine Stadt in Baden-Württemberg. Die hatten mitten in der Stadt eine Baugrube. Dann ist das Geld ausgegangen oder man wusste nicht, was man damit macht. Irgendwann wurde das bekannt als „das Loch“ und hat hervorragende Bewertungen als Fünf-Sterne-Reiseziel bekommen, auf Google Maps oder TripAdvisor.
Nicola
Ja, ich liebe es. Es gibt auch bei uns im Ort Markierungen von lustigen Locations. Die Insider wissen, was das ist. Es sind keine offiziellen Orte. Aber ich liebe Google-Rezensionen, sie machen unfassbar Freude. Ich lese sie auch gerne, einmal weil ich etwas wissen will, aber auch weil sie unterhaltsam sind. Das findet nicht so richtig in der Öffentlichkeit statt. Niemand spricht darüber.
Das sind die User unter sich. Es findet aus User-Sicht statt und sehr aktiv. Der Anteil an User-Generated-Content auf Google Maps, Rezensionsportalen, TripAdvisor, Kununu oder Arztbewertungsportalen ist extrem hoch. Aber in Marketingabteilungen denkt man nur in Plattformlogiken: Wie ist das Sentiment auf Facebook? Wie ist es auf TikTok? Aber mal zu schauen, wie stehen wir auf Google Maps da, daran denkt niemand.
Manche schon, gerade Local Stores. Wenn ich lokale Rezensionen schreibe und wieder in den Laden gehe, wurde ich schon angesprochen. Eine Ladenbesitzerin hat mir gedankt. Sie hat gesagt, das war wertvoll und hat ihrem kleinen Laden geholfen. Das ist total schön.
Ich habe mal nachgeschaut: Ich mache das aus Spaß, nicht professionell, aber ich habe inzwischen 806 Rezensionsbeiträge. Da war ich selbst überrascht.
Alexander
Krass, du bist ja voll die Google-Maps-Influencerin.
Nicola
Und manche Beiträge haben unfassbare Reichweiten, gerade ältere. Ich habe inzwischen fast 500.000 Views in Google-Rezensionen. Und was ich mache, ist harmlos. Es gibt Leute, die machen das professionell und haben unfassbare Reichweiten. Gerade bei lokalen Locations mit schönen Bildern.
Alexander
Also alle Läden da draußen: Wenn ihr bisher keine Rezension von Nicola habt, strengt euch mal an.
Nicola
Ich mache nur positive. Ich mache kein Bashing. Ich schreibe nur, wenn ich finde, dass es wirklich gut ist und sie es verdient haben.
Es ist erstaunlich. 1000 Views auf einen Beitrag sind nicht selten. Und seien wir ehrlich: Wenn du Instagram machst, ist es als Privatperson schwer, Views zu bekommen. Und das sind Evergreens. Wenn sie einmal drin sind, werden sie immer wieder gesehen.
Ich hatte bei einem Restaurant in Heidelberg 7500 Views, der Beitrag ist zwei Jahre alt. Es ist erstaunlich, wie viel Reichweite da entsteht. Google Maps ist für mich Content, über den niemand spricht, der aber wirklich Reichweite bringt, unterhaltsam ist und sich lohnt.
Alexander
Sie sind auch manchmal total amüsant. Ich finde es lustig, wenn Leute sich beschweren, weil sie etwas völlig anderes erwartet haben. Zum Beispiel gehen sie in ein Fitnessstudio und erwarten einen Supermarkt.
Nicola
Oder wirklich Stadien. Schaut euch Stadionrezensionen an. Da steht dann: schönes Stadion, gute Stimmung, aber nicht mein Verein, nur ein Stern. Leute, echt jetzt? Das geht nicht.
Alexander
Aber du hast gerade etwas Entscheidendes gesagt: Die Ladenbesitzerin hat sich bei dir bedankt. Die Awareness ist ganz unten, aber die meisten Ladenbesitzer sind keine Marketingexperten. Trotzdem ist ihnen bewusst, wie wichtig das ist.
Nicola
Weil sie den direkten Effekt sehen. Für sie ist es wertvoll.
Alexander
Wir kommen gleich zu Dark Social. Aber es ist interessant, dass im professionellen Marketing das kaum jemand auf dem Schirm ist. Man kann es nicht direkt kontrollieren, man kann keinen Google-Maps-Account wie einen Facebook-Account anlegen. Aber man kann extrem viele Learnings daraus ziehen: Wie entsteht User-Generated-Content? Welchen Humor hat die Zielgruppe? Welche Gefühle? Welche Vorerfahrungen?
Nicola
Darf ich reingrätschen? Das stimmt nicht ganz. Es gibt Unternehmensaccounts. Wenn ich eine Rezension schreibe, kann das Unternehmen antworten. Jedes Hotel macht das. Gute Restaurants, gute Hotels, engagierte Menschen sagen auch: Wenn es dir gefallen hat, kannst du uns auf Google bewerten. Wenn man das charmant macht, mache ich das auch.
Und es gibt Branchen, da ist das ein volles Business-Ding, gerade im Tourismus. Da hätte ich auch noch ein Beispiel für Content, über den niemand spricht.
In anderen Branchen ist es schwierig. Wenn ich ein großes Pharmaunternehmen bin, sind Rezensionen extrem aktuellkeitsgebunden. Da ist es schwierig. Aber im Tourismus bietet es sich extrem an, da wirklich dahinter zu sein.
Zum Thema Content, über den niemand spricht: Webcams. Webcams von Städten, Webcams in Bergdestinationen. Ich liebe Webcams. Kennst du das? Zum Beispiel Bergfex. Ich will Schneehöhen sehen, gehe ins Skigebiet und schaue mir die Webcam an. Das ist Content, der da ist.
Früher gab es diese Panorama-TV-Sender, wo du morgens das Wetter aus jedem Skigebiet gesehen hast. Und manchmal entstehen aus Webcam-Material Geschichten. Wenn es krass schneit oder etwas passiert, kann man das als Content nutzen.
Alexander
Oder wenn man Sentimentanalysen machen will: YouTube-Kommentare sind extrem unterschätzt. Die Leute sind dort unglaublich aktiv. Ich sehe nirgendwo so viele Kommentare wie auf YouTube. Die Bereitschaft zu kommentieren, ist dort extrem hoch.
Nicola
Ja, und auch da: Webcams sind vielleicht ein Nerd-Thema, aber spannend für Destinationen. Da gibt es viel Content. Die streamen 24 Stunden. Ein Skigebiet hat acht oder zehn verschiedene Webcam-Perspektiven. Das ist Content, der immer da ist. Manchmal langweilig, aber die Frage ist: Was machst du daraus? Und es gibt viele Leute, die sich das anschauen.
Alexander
Jetzt mal etwas Ernstes. Bisher war es humorvoll, aber einer spricht über diesen Content: die KI. Noch ist es eine Anekdote, diese User-Generated-Kommentare auf Google Maps. Aber KI-Modelle, die das ganze Internet abgrasen, suchen immer mehr Informationen. Reddit geht in eine ähnliche Richtung. Und du siehst in KI-Antworten immer mehr solche Quellen: Reddit, Google Maps, solche Dinge werden zitiert.
Die Relevanz von diesem Nicht-Content-Content wird durch KI steigen, weil die Modelle nach neuen Trainingsdaten suchen.
Nicola
Ja, und abgesehen davon gehe ich davon aus, dass Gemini Plattformen wie ChatGPT stark vom Markt fegen wird, weil Google seine eigenen Daten nutzt. Google hat alle Google-Rezensionen. Diese Trainingsdaten sind Google-Daten.
Wenn man nur bei Google-Rezensionen bleibt: Das wird mega spannend. Da bin ich voll bei dir. Das kann ein Meinungsbild verändern.
Aber auch Amazon-Bewertungen. Unfassbar viel Content.
Und eine Nische, die es rausgeschafft hat: eBay Kleinanzeigen. Der Content dort ist ein Running Gag, wie früher die Twitter-Perlen. Das hat es geschafft, aus Nicht-Content neuen Content zu machen. Und es ist unfassbar unterhaltsam.
Alexander
Mittlerweile werden auch oft Memes im eBay‑Kleinanzeigen‑Stil produziert, als Grafik oder ähnliches.
Nicola
Ja, es ist ein eigenes Genre. Rezensionen und eBay‑Kleinanzeigen haben es wirklich geschafft, aus Nicht‑Content Content zu machen.
Aber der Schwenk zur Dunkelheit, wobei dunkel… ich finde auch das Thema Direct Messaging spannend. Jetzt gehen wir mal kurz ins Private. Es ist unglaublich, wie viel Content in WhatsApp‑Gruppen geteilt, geschrieben und produziert wird. Das ist unfassbar viel.
Es schafft es natürlich nur bedingt aus dieser Bubble raus. Soll es vielleicht auch gar nicht. Es soll in dieser Bubble bleiben.
Ein Beispiel: Ich bin in einer lokalen Ortsgruppe. Da ist jeden Tag so viel Engagement, weil es sehr spezifisch ist. Nur Menschen aus diesem Ort. Da war letztes Jahr eine Mondfinsternis. Ohne Aufforderung teilen die Leute Bilder aus ihrer Perspektive und so viele reagieren darauf. Da dachte ich mir: Was für ein Potenzial da drin steckt. Unfassbar.
Alexander
Genau. Dark Social ist ein Begriff aus dem Marketing, der genau das beschreibt. Wie kann eine Marke herausfinden, wie in diesen Bereichen über sie gesprochen wird? Und was kann sie tun, um positiv wahrgenommen zu werden?
Das erste ist verdammt schwer. Ich weiß nicht, wie man als Marke in so eine Dorfgruppe reinkommt. Und es kommt oft nicht gut an. Ich kenne das aus Facebook‑Gruppen. Ich liebe Facebook‑Gruppen. Da gibt es alles: Kochen, Hobbys, historische Bilder von Mannheim. Ich bin überall drin.
Marken versuchen oft reinzukommen und posten dann Promocodes. Das wird meistens von Admins unterbunden und kommt bei Usern nicht gut an. Diese Gruppen eignen sich nicht gut für plumpes Marketing.
Nicola
Ich glaube, da verprellt man sich eher.
Alexander
Was man aber machen kann: Auf den eigenen Profilen Inhalte erstellen, die zum Teilen einladen. Rabattcodes, die man tracken kann. Dann sieht man, wie oft etwas geteilt wurde, wie oft es sichtbar geteilt wurde und ob es funktioniert.
Um in Dark Social zu punkten, brauchst du Inhalte, die geteilt werden wollen.
Nicola
Spannend ist auch: Was sind das für Gruppen? Interessengruppen oder lokale Gruppen? Im Lokalen geht es eher. In meiner Ortsgruppe gibt es Unterbereiche wie Ankündigungen oder Einkaufen. Da können lokale Geschäfte posten, was es zum Mittagstisch gibt oder dass zur Kerwe verkaufsoffener Sonntag ist. Das ist okay, weil es in den Rahmen passt.
Man muss schauen: Welche Optionen gibt es? Gibt es Unterrubriken, in denen Werbung akzeptiert ist? Neueröffnungen funktionieren gut. Für den lokalen Markt ist das super.
Unangenehm wird es, wenn es random ist. Wenn die Leute das Gefühl haben: Das ist eine private Gruppe, wir unterhalten uns hier gut, und jetzt kommt eine Brand rein. Da sind die Leute sensibel.
Ich würde es nicht ausschließen, aber man muss prüfen: Habe ich Relevanz und Berechtigung? Oder bin ich Initiator der Gruppe?
In Tirol habe ich erlebt, dass Tourismusvereine Gruppen gegründet haben. Sie sind eher Hosts. Sie posten wenig, bieten aber die Plattform. Die Leute unterhalten sich, teilen Bilder, reagieren auf Wetter. Das funktioniert.
Alexander
Es hält dich ja nichts davon ab, selbst aktiv zu werden und eine Gruppe zu gründen. Oder einen WhatsApp‑Channel oder einen Instagram‑Broadcast‑Channel.
Nicola
Genau. Da gibt es viele Möglichkeiten. Interessant ist: Wo bin ich unterwegs und wo bringt es mir etwas? Und dieses Sharing: Instagram bewertet inzwischen Saves und Shares höher, weil genau das passiert. Ich sehe etwas, mache einen Screenshot und teile es. Das ist mega wertvoll. Und ich teile es meistens nicht öffentlich, sondern privat. Für Brands ist das extrem wertvoll.
Lara hat in ihrem Artikel erwähnt, dass häufiger über private als über öffentliche Kanäle geteilt wird. Das überrascht nicht, weil wir Social nicht mehr so privat nutzen. Studien zeigen: 63 Prozent teilen eher privat, 20 Prozent ausschließlich über Dark Social.
Das ist sehr relevant. Und Empfehlungsmarketing ist da riesig. Wenn ich dir privat etwas empfehle, hast du kaum Streuverluste.
Alexander
Das ist natürlich die Königsdisziplin: Empfehlungsmarketing.
Nicola
Genau. Und ich glaube, es lohnt sich für euch da draußen, je nachdem ob ihr auf Agenturseite oder Brandseite arbeitet, diesen Dark‑Social‑Bereich einmal bewusst anzuschauen und in diese Richtung zu brainstormen. Reddit ist da natürlich ein großes Thema, war es schon immer.
Alleine Social Listening zu machen und sich anzuschauen, wie die Stimmung ist, würde helfen, Angebote zu schaffen oder einzuschätzen, wie die Brand wahrgenommen wird, wenn sie überhaupt wahrgenommen wird. Das muss man ja auch dazu sagen, wenn es Sinn macht.
Alexander
Deswegen: Macht Content, der gut teilbar ist. Und natürlich auch die Produktqualität. Du musst halten, was du versprichst. Wenn du ein schlechtes Produkt hast, wird das auch geteilt. Dann wird schlecht über dich gesprochen.
Nicola
Aber Teilbarkeit kann ja unterschiedlich sein. Shareability im privaten Umfeld ist nochmal spezieller. Die Frage ist: Wie ist der Content gemacht? Ist das ein Design, das eher dafür geeignet ist, privat geteilt zu werden? Dann müssen andere Komponenten drauf sein.
Alexander
Genau. Du musst Content so erstellen, dass er die Leute animiert, ihn in Gruppen zu teilen. Zum Beispiel: jemand findet ein richtig gutes Angebot und teilt es.
Nicola
Ja, das ist spezieller. Da kann man eine eigene Folge draus machen: shareable Content. Es ist ein Unterschied, ob ein Post öffentlich geteilt werden soll oder ob er privat geteilt wird.
Der Klassiker: Neueröffnung. Oder ein Musikfest. Das würde ich niemals auf Instagram teilen, aber in WhatsApp schon. Das sind diese Mini‑Poster, die als Kachel funktionieren. Privat teile ich das, öffentlich nicht.
Alexander
Schade, dass ich nicht im selben Dorf bin. Ich würde gerne wissen, wann bei euch das Musikfest ist.
Nicola
Kann ich dir über WhatsApp schicken. Aber genau das meine ich: Das Design ist privat tauglich, aber nicht für Instagram. Ihr könnt uns ja gerne schreiben, wie wichtig euch das Thema Dark Social ist. Ich finde, das ist ein Gedanke wert.
Alexander
Oder habt ihr jetzt zum ersten Mal in dieser Folge von Dark Social gehört? Ich bin gespannt auf das Feedback. Überlegt euch, das in die Marketingstrategie aufzunehmen. Und dann können wir über shareable Content reden.
Nicola
Auf der AllSocial Marketing Conference wird es auch Themen zu Reddit geben. Das streift das Thema, weil Reddit und KI gerade sehr präsent sind. Ich persönlich finde diese nischigen Sachen spannend: Webcams, Rezensionen, WhatsApp‑Gruppen. Da steckt so viel Potenzial drin. Es ist nicht einfach, eine clevere Strategie zu haben. Manchmal macht es keinen Sinn, aktiv zu werden. Aber es lohnt sich, einmal darüber nachzudenken, Social Listening zu betreiben und zu schauen, was es da gibt und wie es stattfindet. Vielleicht gibt es Content, den man anders nutzen kann.
Alexander
Social Listening ist nie verkehrt.
Nicola
Ich glaube, wir bleiben da mal dran. Oder, Alex?
Alexander
So oder so ja nicht, nein.
Nicola
Wir sind ja alle Voyeuristen. Daher ist es okay. Wir sneaken überall rein und gucken. Das befriedigt unseren voyeuristischen Drang.
Alexander
Du schaust ja eigentlich nach, wie über dich auf Social Media gesprochen wird. Aber Social Listening heißt ja eigentlich hören.
Nicola
Ja, du hast recht, das ist eigentlich nicht korrekt.
Alexander
Ich werde es verkraften. Macht es gut.
Nicola
In dem Sinne wünsche ich dir eine schöne Woche. Schau doch mal nach, was über dich im Social gesprochen wird. Vielleicht gibt es ja auch ein paar Gruppen. In die Ortsgruppe darfst du leider nicht rein, weil du weder aus dem Ort kommst noch dort wohnst. Sorry, it’s a closed community. Es bleibt ein dunkler Fleck in deiner Content‑Landschaft. Wir hören uns. Ciao.
Social Media
Meta-Ads in Österreich und Italien werden teurer
Wie viel kosten eigentlich Anzeigen bei Meta? Anders als zum Beispiel beim Kauf eines Autos oder einer Marmelade, lässt sich diese Frage nicht so einfach beantworten, da die Anzeigenplätze auf Facebook, Instagram und Threads keine Festpreise haben, sondern in einem komplizierten Auktionsverfahren vergeben werden. Das Ganze ist also höchst intransparent.
Umso überraschender ist es da, dass Meta heute eine Nachricht an alle Werbetreibenden sendet, dass die Anzeigenpreise sich in Österreich, Italien, Frankreich, Spanien, der Türkei und dem Vereinigten Königreich erhöhen werden:

Worum geht es?
Digitale Geschäftsmodelle lassen sich auf Grund ihrer multinationalen Aufstellung bisher nur schwierig besteuern. Bereits seit 2019 versuchen deshalb die EU, aber auch die OSZE Regeln und Mechanismen zu finden, die hier greifen könnten. Bisher erfolglos. Deshalb haben einige Staaten begonnen, ihre eigenen „Digital Service Taxes“ (DST) zu implementieren. Darunter fallen auch die oben genannten.
Die Idee ist: Globale Digitalunternehmen wie Meta, aber auch Google und Amazon sollen ihre Gewinne aus digitalen Geschäftsmodellen in dem Land versteuern, in dem diese gemacht werden.
Hört sich gut und fair an.
Was macht nun aber Meta? Dort gibt man die Steuer 1:1 als Aufschlag an den Werbetreibenden weiter. Statt Meta zu besteuern, trifft das Ganze jetzt also den Werbetreibenden. Sicherlich nicht illegal, aber aber halt auch nicht so, wie geplant. Wer das Verhalten von Meta in den letzten Jahren verfolgt hat, hat aber fast auch nichts anderes erwartet. Amazon macht es übrigens genau so.
Wie wird das umgesetzt?
Meta nennt diese Umlage auf den Werbetreibenden „Location Fee“. Zahlen müssen alle Werbetreibenden, die in den oben genannten Zielländern werben. Unabhängig davon, wo der Werbetreibende seinen Sitz hat. Wenn ihr als deutsches Unternehmen eure Produkte also auch in Österreich und Südtirol bewerbt, seid ihr von dieser „Location Fee“ betroffen.
Meta selbst hat dazu ein Beispiel veröffentlicht:
If you deliver $100 in ads to Italy, where there is a 3% location fee, you will be charged $100 (ad delivery), plus $3 (location fee), for $103 total. Note that any applicable VAT will be calculated on top of the total amount.
Für viele deutsche Unternehmen ist das kein Randthema. Wer Kampagnen in mehreren europäischen Märkten ausspielt, muss damit rechnen, dass sich CPMs und CPCs regional stärker auseinanderentwickeln.
Achtung im Reporting
Der Aufschlag bei Meta tritt zum 1. Juli in Kraft. Das heißt, spätestens beim Reporting Ende Juli solltet ihr diesen Preissprung um zum Beispiel 5 % in Österreich im Blick haben und vielleicht auch entsprechend kenntlich machen. Je nachdem, wie knapp eure Margen sind, lohnt es sich dann auch noch einmal konkret, darüber nachzudenken, wie die Budgets in Zukunft verteilt werden und ob andere (neue) Märkte vielleicht für euch interessanter sein könnten.
Und was ist mit Deutschland?
In Deutschland hofft man, dass es zu einem globalen OSZE-Beschluss zu einer Mindestbesteuerung von Digitalunternehmen kommt, und hat deshalb noch keine eigenen Steuern eingeführt. Trotzdem kommt das Thema immer mal wieder als Forderung der CDU aber auch der Linken im Bundestag auf die Tagesordnung. Zuletzt hatte Bundestagspräsidentin Glöckner vor einer Woche für eine Digitalsteuer in Höhe von 10 % geworben. Konkrete Gesetzesentwürfe und Beschlussvorlagen gibt es aber noch nicht.
Social Media
Eine Strategie ohne Ressourcen ist keine Strategie
In vielen Unternehmen entsteht zuerst die Social-Media-Strategie und erst danach beginnt die Diskussion über das Budget. Eigentlich müsste es genau andersherum sein.
Eine gute Strategie zu entwickeln, kostet Zeit. Ziele müssen geklärt werden, Zielgruppen verstanden, Kanäle bewertet und Maßnahmen sinnvoll priorisiert werden. Wer diesen Prozess ernst nimmt, investiert oft viele Stunden oder Tage in Analyse, Workshops und Abstimmungen. Genau deshalb ist es problematisch, wenn die Frage nach den verfügbaren Ressourcen erst am Ende gestellt wird.
Die unsichtbare Budgetlücke
Das Problem liegt selten darin, dass Unternehmen grundsätzlich kein Geld für Social Media ausgeben wollen. Häufig fehlt vielmehr die Verbindung zwischen Strategie und Ressourcen. Eine Social-Media-Strategie muss nicht nur beschreiben, was erreicht werden soll und wie man dieses Ziel erreichen möchte. Sie sollte auch beantworten, womit die Umsetzung erfolgen soll.
Dabei geht es nicht nur um Media-Budgets. Mindestens genauso relevant sind andere Ressourcen.
Personal
Content entsteht nicht von selbst. Redaktion, Video, Grafik, Community-Management und Analyse benötigen Zeit und damit Kapazität im Team.
Produktion.
Viele Strategien arbeiten mit Formaten, die in der Praxis deutlich aufwendiger sind als angenommen. Serienformate, Creator-Kooperationen oder Videoproduktion lassen sich nicht nebenbei organisieren.
Distribution.
Reichweite entsteht heute selten organisch. Ohne Budget für Distribution bleiben viele Inhalte schlicht unsichtbar.
Tools.
Natürlich kann man die Redaktionsplanung auch in Excel abbilden. Komfortabler und besser geht es aber mit passenden Tools. Nicht zu vergessen die Tools für Community-Management und Produktion.
Wenn diese Faktoren nicht Teil der Strategie sind, entsteht kein realistischer Plan, sondern eher eine Sammlung von Ideen ohne Umsetzungsmöglichkeit.
Strategie entsteht nicht ohne das Management
Ein Teil des Problems liegt auch darin, wie Strategien entstehen. Social-Media-Verantwortliche entwickeln sie häufig innerhalb ihres eigenen Verantwortungsbereichs. Das Management wird erst eingebunden, wenn das Strategiepapier bereits fertig ist.
Dann beginnt eine zweite Diskussion: Nicht mehr über Ziele oder Maßnahmen, sondern über Ressourcen.
Genau deshalb habe ich an anderer Stelle beschrieben, dass eine Social-Media-Strategie nicht ohne die Führungsebene entstehen sollte. Wenn Geschäftsführung oder Bereichsleitung frühzeitig eingebunden sind, entsteht ein gemeinsames Verständnis für Ziele, Prioritäten und Ressourcen. Gleichzeitig lernen beide Seiten voneinander. Social-Media-Verantwortliche bekommen Einblick in unternehmerische Zwänge, während das Management besser versteht, welche Anforderungen Social Media tatsächlich mit sich bringt.
Das erleichtert später auch die Budgetdiskussion erheblich.
Ressourcen brauchen ein Verhältnis zum Outcome
Ein weiterer Fehler in vielen Strategien ist, dass Ressourcen isoliert betrachtet werden. Es wird diskutiert, wie viel Personal oder Budget Social Media benötigt. Viel hilfreicher ist es, Ressourcen in ein Verhältnis zum erwarteten Ergebnis zu setzen.
Die entscheidende Frage lautet nicht nur, was Social Media kostet. Entscheidend ist, was mit bestimmten Ressourcen erreicht werden kann.
Wie viele Inhalte lassen sich mit einem kleinen Team realistisch produzieren? Welche Reichweite ist ohne Media-Budget zu erwarten? Welche Ergebnisse sind möglich, wenn zusätzliches Budget in Produktion oder Distribution fließt?
Wenn diese Zusammenhänge sichtbar werden, verändert sich die Diskussion. Statt über abstrakte Budgets zu sprechen, wird über Wirkung gesprochen. Das macht Entscheidungen oft einfacher und nachvollziehbarer.
Strategie braucht eine Kostenperspektive
Eine tragfähige Social-Media-Strategie sollte deshalb immer auch eine Kostenperspektive enthalten. Dabei geht es nicht um ein detailliertes Budget auf Controlling-Niveau, sondern um eine realistische Einschätzung der notwendigen Ressourcen und ihrer Wirkung.
- Welche Kapazitäten braucht die Umsetzung im Team?
- Welche Produktionskosten entstehen durch die geplanten Formate?
- Welche Rolle spielt Media-Budget für die Distribution der Inhalte?
Wer diese Fragen früh stellt, verändert oft den gesamten strategischen Prozess. Manche Ideen werden dadurch kleiner, andere klarer und umsetzbarer.
Die unbequeme Realität
Strategie ohne Budget wirkt zunächst unverbindlich. Sie lässt viele Optionen offen und vermeidet frühzeitige Konflikte über Ressourcen. Genau deshalb entsteht sie in vielen Organisationen.
Langfristig hilft das jedoch niemandem. Weder den Social-Media-Verantwortlichen noch den Unternehmen.
Eine Strategie, die nicht finanziert werden kann, bleibt eine Sammlung guter Ideen. Strategisch wird sie erst in dem Moment, in dem klar ist, welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden sollen, welche Ressourcen dafür zur Verfügung stehen und welches Ergebnis realistisch erwartet werden kann.
Social Media
Social Media nach dem Massenfeed: Was Micro-Communities für Marken verändern
Gastbeitrag von Lea Sindel
Die Wirkung von Social Media lässt sich immer weniger über Reichweite erklären. Sichtbarkeit allein erzeugt weder Vertrauen noch nachhaltige Interaktion. In überfüllten Feeds konkurrieren Inhalte permanent um Aufmerksamkeit, während Einordnung und Austausch zunehmend in den Hintergrund treten. Parallel dazu verlagert sich Nutzung in kleinere, thematisch klar definierte Räume. Dort entsteht Wirkung nicht durch maximale Ausspielung, sondern durch inhaltliche Passung und Kontext. Micro-Communities sind kein temporäres Phänomen, sondern Ausdruck eines strukturellen Wandels im Social Web.
Community Building auf Social Media: Noch mehr Tipps gibt es hier im AllSocial Newsletter!
Reichweite verliert ihre Steuerungsfunktion
Die Logik großer Plattformen ist auf Skalierung ausgerichtet. Algorithmen priorisieren Verbreitung, nicht Anschlussfähigkeit. Für Nutzer entsteht daraus eine paradoxe Situation: Das Volumen an Inhalten wächst stetig, während die Bereitschaft zur Interaktion sinkt. Gespräche bleiben oberflächlich, Inhalte ziehen vorbei, ohne nachhaltige Wirkung zu entfalten. Aufmerksamkeit wird verteilt, aber kaum noch gebunden. Damit verliert Reichweite ihre Rolle als verlässlicher Indikator für Relevanz.
Der Massenfeed produziert Sichtbarkeit, aber keinen Austausch
Massenfeeds funktionieren als Distributionsflächen, nicht als Gesprächsräume. Inhalte stehen in permanenter Konkurrenz, Reaktionen bleiben fragmentiert. Für viele Nutzer entsteht daraus eine Form digitaler Überlastung. Die Folge ist eine bewusste Abkehr vom unendlichen Scrollen hin zu überschaubaren Umfeldern, in denen Inhalte nicht permanent verdrängt werden und Austausch möglich bleibt. Sichtbarkeit allein reicht dort nicht aus, entscheidend ist Anschlussfähigkeit.
Micro-Communities bieten hier Orientierung in einer fragmentierten Informationslandschaft. Sie reduzieren Komplexität, bündeln Themen und ermöglichen bewusste Beteiligung. Nutzer entscheiden gezielter, welchen Themen sie folgen, welchen Stimmen sie vertrauen und wo sie Zeit investieren. Wirkung entsteht nicht durch Masse, sondern durch Passung zwischen Inhalt, Thema und Umfeld. Nähe wird damit zu einem zentralen Faktor für Relevanz.
Plattformen optimieren längst auf Bindung statt auf Viralität
Diese Entwicklung spiegelt sich zunehmend in der Plattformarchitektur wider. TikTok ergänzt seine Entdeckungslogik um stärker kuratierte Bereiche wie den Freunde-Feed und gibt Nutzern mehr Kontrolle über ihre Präferenzen. Instagram baut Formate aus, die auf Exklusivität und thematische Fokussierung setzen, etwa enge Freundeskreise, Broadcast-Kanäle oder Gruppenfunktionen. Gleichzeitig haben sich Plattformen etabliert, deren Grundlogik auf Community ausgerichtet ist. Discord funktioniert als dialogisches Ökosystem, Reddit als Netzwerk spezialisierter Diskussionsräume. Neue Angebote wie Threads oder Bluesky priorisieren Austausch und Nähe stärker als algorithmische Reichweitenmechaniken. Fragmentierung wird gezielt eingesetzt, um Bindung zu stärken.
Interaktion ersetzt Reichweite als zentrale Kennzahl
Mit der Fragmentierung verändern sich auch die Wirkungsmechaniken von Social Media. Entscheidend ist nicht mehr, wie viele Menschen einen Inhalt sehen, sondern ob er aufgegriffen, kommentiert und weitergeführt wird. Wirkung zeigt sich in wiederkehrender Beteiligung und Anschlusskommunikation, nicht in kurzfristigen Reichweitenimpulsen. Relevanz wird zur messbaren Größe, Reichweite verliert ihren Status als primäre Erfolgskennzahl.
Vom Senden zum Mitdiskutieren: Was sich für Marken ändert
Für Marken bedeutet diese Verschiebung vor allem eine operative Neuausrichtung. Die breite Ausspielung identischer Inhalte verliert in fragmentierten Umfeldern an Wirkung. Stattdessen müssen Marken klar entscheiden, in welchen thematischen Räumen sie relevant beitragen können. Social-Media-Strategien werden selektiver, Inhalte gezielter und stärker auf konkrete Gesprächskontexte zugeschnitten. Community-Management gewinnt gegenüber reiner Content-Produktion an Bedeutung. Marken agieren weniger als Absender vorbereiteter Botschaften und stärker als aktive Teilnehmer eines thematischen Austauschs. Persönlichkeit wird wichtiger als Perfektion, Konsistenz wichtiger als Frequenz.
Welche Inhalte in Micro-Communities Wirkung entfalten
Micro-Communities belohnen keine Kampagnenästhetik, sondern Beteiligung. Inhalte wirken dort, wenn sie einen klaren Standpunkt einnehmen, Anschluss ermöglichen und Reaktionen provozieren. Dazu gehören einordnende Beiträge, die Themen bewerten statt nur zu präsentieren, Wissensimpulse, die bewusst offen bleiben, sowie wiederkehrende Formate oder Serien, an die Communities anknüpfen können. Auch bewusst unpolierter Content, Einblicke in Entscheidungsprozesse oder exklusive Perspektiven für die Community stärken Vertrauen. Dialogische Formate wie Q&As oder AMAs funktionieren, weil sie Austausch ermöglichen, nicht weil sie Reichweite erzeugen.
2026 entscheidet sich Social Media außerhalb des klassischen Feeds
Mit Blick auf 2026 wird deutlich, dass relevante Interaktionen zunehmend außerhalb des Massenfeeds entstehen. Wirkung verlagert sich in klar umrissene, dialogorientierte Räume, sei es auf spezialisierten Plattformen, in Community-first-Umfeldern oder in thematischen Teilbereichen etablierter Netzwerke. Strategisch bedeutet das vor allem Fokussierung. Nicht jede Plattform muss bespielt werden, aber relevante Räume müssen verstanden werden. Wer Beteiligung ermöglicht statt zu senden, schafft die Grundlage für nachhaltige Interaktion und belastbare Beziehungen – Social Media entscheidet sich damit weniger über Reichweite als über Relevanz im richtigen Kontext.
Hinweis: Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag. Es besteht keine bezahlte Kooperation.
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