Entwicklung & Code
Vite 8.0: Rust-basierter Bundler Rolldown ist der neue Standard
Vite 8.0 ist erschienen. Unter der Haube bringt das Frontend-Build-Tool nun Rolldown mit – einen Rust-basierten Bundler, der für eine höhere Build-Geschwindigkeit sorgt. Für die Suche nach Plug-ins steht darüber hinaus eine neue Registry bereit.
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Erst kürzlich zeigte die aktuelle Umfrage State of JavaScript, dass Vite zum wiederholten Mal das beliebteste Tool unter JavaScript-Entwicklern ist und bei der Nutzungshäufigkeit nur noch knapp hinter webpack liegt.
(Bild: jaboy/123rf.com)

Tools und Trends in der JavaScript-Welt: Die enterJS 2026 wird am 16. und 17. Juni in Mannheim stattfinden. Das Programm dreht sich rund um JavaScript und TypeScript, Frameworks, Tools und Bibliotheken, Security, UX und mehr. Frühbuchertickets sind im Online-Ticketshop erhältlich.
Rolldown ersetzt Rollup und esbuild
Vite startete einst mit den beiden Bundlern esbuild und Rollup. Dabei kam esbuild während der Entwicklung zum Einsatz, Rollup für optimierte Produktions-Builds. Mit Vite 8.0 erfolgt nun der Wechsel zu Rolldown als einheitlichem Bundler, der die beiden Vorgänger ablöst. Hierbei soll es sich um die bedeutendste Änderung seit Vite 2.0 handeln.
Rolldown stammt ebenso wie Vite aus dem Hause VoidZero. Der Bundler besitzt eine Rollup-kompatible API, basiert auf der Programmiersprache Rust und soll 10- bis 30-mal schnellere Builds ermöglichen. Beispielsweise seien die Produktions-Build-Zeiten während der Beta-Phase von rolldown-vite bei Mercedes-Benz.io um 38 Prozent gesunken, bei der Newsletter-Plattform Beehiiv sogar um 64 Prozent.
Eine weitere Neuerung ist die Website registry.vite.dev, ein durchsuchbares Verzeichnis von Plug-ins für Vite, Rolldown und Rollup. Als Datenquelle dienen npm und die von Plug-in-Autoren hinterlegten Metadaten. Diese Daten werden täglich aktualisiert. Plug-in-Autoren können zusätzliche Metadaten hinterlegen, indem sie das Feld compatiblePackages in der JSON-Datei des Pakets hinzufügen.
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Update auf das neue Release
Der Umstieg auf Vite 8.0 soll für die meisten Entwicklerinnen und Entwickler problemlos vonstattengehen. Für komplexe Projekte empfiehlt das Vite-Team jedoch eine schrittweise Migration: zuerst den Wechsel vom vite-Package zum rolldown-vite-Package in Vite 7, und erst anschließend den Wechsel zu Vite 8. Auf diese Weise lässt sich einfacher feststellen, ob mögliche Schwierigkeiten vom neuen Bundler herrühren. Weitere Hinweise finden Entwickler in der Migrationsanleitung.
Wie das Vite-Team einräumt, ist die Installationsgröße von Vite 8 etwa 15 MB größer als Vite 7. Das liegt hauptsächlich daran, dass lightningcss nun keine optionale Dependency mehr ist und dass die Rolldown-Binärdatei größer ist als esbuild und Rollup. Eine Verringerung der Installationsgröße steht jedoch auf dem Plan.
Alle weiteren Details zu Vite 8.0 finden sich im Vite-Blog und im Changelog.
(mai)
Entwicklung & Code
Databricks legt Genie Code vor: Ein KI-Agent soll Datenteams die Arbeit abnehmen
Databricks hat mit Genie Code einen KI-Agenten vorgestellt, der die Arbeit von Datenteams grundlegend verändern soll. Statt Entwicklern lediglich beim Schreiben von Code zu assistieren, übernimmt der Agent der Ankündigung zufolge eigenständig komplexe Aufgaben: den Aufbau von Datenpipelines, die Fehlerbehebung in Produktionssystemen, die Erstellung von Dashboards und die Wartung laufender Systeme. Laut Ali Ghodsi, Mitbegründer und CEO von Databricks, weist Genie Code den Weg hin zu „agentenbasierter Datenarbeit“.
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Am 7. und 8. Oktober 2026 lädt die data2day Data Scientists, Data Engineers und Data Teams zur mittlerweile 13. Auflage der Konferenz ein. Bis zum 15. April können Expertinnen und Experten beim Call for Proposals noch ihre Vorschläge für Talks und Workshops einreichen.
Was Genie Code leisten soll
Genie Code ergänzt laut Ankündigung im Databricks-Blog die bestehende Genie-Produktfamilie, mit der Nutzer bereits per Chat-Interface auf ihre Unternehmensdaten zugreifen können. Im Vergleich mit herkömmlichen Coding-Agenten soll sich Genie Code vor allem durch seine tiefe Integration in die unternehmenseigene Dateninfrastruktur auszeichnen. Über den Unity Catalog von Databricks greift der Agent auf Metadaten, Datenherkunft, Nutzungsmuster und Governance-Richtlinien zu. Herkömmliche Coding-Agenten scheitern laut Databricks häufig an Datenaufgaben, weil ihnen genau dieser Kontext fehlt.
Genie Code ist dabei kein einzelnes Sprachmodell, sondern ein agentenbasiertes System, das Aufgaben über mehrere Modelle und Werkzeuge hinweg verteilt. Je nach Anforderung wählt das System der Ankündigung zufolge automatisch das passende Modell aus – ob proprietäres Frontier-Modell, Open-Source-Modell oder ein auf Databricks gehostetes Custom-Modell.
Die Funktionen erstrecken sich über den gesamten Daten- und ML-Lebenszyklus: Der Agent soll vollständige Machine-Learning-Workflows abwickeln können – vom Feature-Engineering über das Training und den Vergleich mehrerer Modelltypen bis hin zum Deployment auf Databricks Model Serving. Experimente werden dabei in MLflow protokolliert. Im Bereich Data Engineering erstellt Genie Code laut Hersteller produktionsreife Spark-Pipelines, berücksichtigt Unterschiede zwischen Staging- und Produktionsumgebungen und wendet automatisch Datenqualitätsprüfungen an. Darüber hinaus soll der Agent Dashboards mit wiederverwendbaren semantischen Definitionen generieren und mehrstufige Aufgaben autonom planen und ausführen können.

Genie Code soll Visualisierungen erstellen, Filter konfigurieren und Dashboard-Layouts organisieren – mit wiederverwendbaren semantischen Definitionen.
(Bild: Databricks)
Ein weiterer Aspekt ist die proaktive Überwachung: Genie Code soll Lakeflow-Pipelines und KI-Modelle im Hintergrund überwachen, Fehler triagieren und Anomalien untersuchen, bevor ein Mensch eingreifen muss. Sogenannte „Background Agents“ Agents“, die diese Überwachung dauerhaft im Hintergrund übernehmen, sind laut Databricks allerdings noch nicht verfügbar – sollen aber bald nachgereicht werden.
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Der Agent verfügt über einen persistenten Speicher, der interne Anweisungen auf Basis vergangener Interaktionen und Coding-Präferenzen automatisch aktualisiert. So soll er mit der Zeit „besser werden“.
Übernahme von Quotient AI
Parallel zur Vorstellung von Genie Code gab Databricks die Übernahme von Quotient AI bekannt. Das Unternehmen ist auf die Bewertung und das verstärkende Lernen für KI-Agenten spezialisiert und war zuvor bereits an der Qualitätsverbesserung für GitHub Copilot beteiligt. Durch die Integration soll eine kontinuierliche Leistungsüberwachung direkt in Genie Code eingebettet werden: Quotient misst laut Databricks die Antwortqualität, erkennt Regressionen frühzeitig und lokalisiert Fehler – und speist diese Erkenntnisse in einen Verbesserungsprozess ein.
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Verfügbarkeit und Erweiterbarkeit
Genie Code ist laut Databricks ab sofort allgemein verfügbar und direkt in Databricks-Workspaces integriert – in Notebooks, im SQL-Editor und im Lakeflow-Pipelines-Editor. Eine aufwendige Konfiguration sei nicht erforderlich.
Der Agent lässt sich über drei Wege erweitern: Über das Model Context Protocol (MCP) kann Genie Code mit externen Tools wie Jira, Confluence oder GitHub interagieren. Über sogenannte Agent Skills lassen sich domänenspezifische Fähigkeiten definieren, etwa für den Umgang mit personenbezogenen Daten oder unternehmensspezifische Validierungsframeworks. Und über den persistenten Speicher lernt der Agent aus vergangenen Interaktionen und passt sich an die Arbeitsweise des jeweiligen Teams an.
Die neuen Funktionen von Databricks reihen sich in einen branchenweiten Trend ein. Nahezu alle großen Anbieter setzen inzwischen auf agentenbasierte KI-Systeme, die komplexe Aufgaben autonom lösen sollen. Doch wie weit die tatsächlichen Fähigkeiten reichen, ist umstritten – insbesondere auch im Hinblick auf nicht-funktionale Anforderungen.
(map)
Entwicklung & Code
Neu in .NET 10.0 [14]: Starten einzelner C#-Dateien unter Linux und macOS
In meinem vorangegangenen Beitrag in dieser Serie zu .NET 10 habe ich beschrieben, wie man eine C#-Datei als File-based App unter Windows startet. Das geht auch unter Linux und macOS – sogar ohne dotnet voranstellen zu müssen.
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Dr. Holger Schwichtenberg ist technischer Leiter des Expertennetzwerks www.IT-Visions.de, das mit 53 renommierten Experten zahlreiche mittlere und große Unternehmen durch Beratungen und Schulungen sowie bei der Softwareentwicklung unterstützt. Durch seine Auftritte auf zahlreichen nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie mehr als 90 Fachbücher und mehr als 1500 Fachartikel gehört Holger Schwichtenberg zu den bekanntesten Experten für .NET und Webtechniken in Deutschland.
Dazu verwendet man eine sogenannte Hash-Bang-Zeile oder Shebang-Zeile am Anfang der C#-Datei:
#!/usr/bin/env dotnet
Folgender Kommandozeilenbefehl sorgt dafür, dass die Datei ausführbar ist:
chmod +x Dateiname.cs
Ein Start ist dann ohne Erwähnung von „dotnet“ möglich:
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./Dateiname.cs
Es ist unter Linux und macOS nicht einmal notwendig, dass die Datei auf .cs endet:

Unter Linux lässt sich eine C#-Datei ohne Erwähnung von dotnet starten (Abb. 1).
Ein solch direkter Start einer einzelnen C#-Datei, ohne „dotnet“ davor zu schreiben, ist unter Windows jedoch nicht möglich.
(rme)
Entwicklung & Code
Eclipse IDE 2026-03: Mehr Refactoring und individuelles Syntax-Highlighting
Eclipse, die Open-Source-IDE für Java, C/C++ und andere Programmiersprachen, ist in der Version 2026-03 erschienen. Sie ist nicht nur als eigenständige Entwicklungsumgebung verfügbar, sondern ihre Komponenten stecken auch in anderen Entwicklungswerkzeugen. So basieren etwa die Java-Sprachunterstützung in Visual Studio Code und dessen Forks wie Cursor auf Eclipse. Neben kleineren Verbesserungen bei der Bedienung gibt es eine neue Java-Refactoring-Funktion, um eine Klasse mit unveränderlichen Daten in einen Datentyp record umzuwandeln. Neu sind außerdem benutzerdefinierte Vorlagen für das Syntax-Highlighting, die die Eclipse IDE für gut 40 Programmiersprachen bietet.
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Java-Tooling
Das Release bietet noch keine Unterstützung für Java 26, das am 17. März erscheinen soll. Eine Vorabversion wird voraussichtlich zum offiziellen Start der kommenden Java-Version über den Eclipse-Marketplace verfügbar sein.
Neu ist die Java-Refactoring-Funktion „Convert Class to Record“. Sie lässt sich über das Haupt- oder Kontextmenü unter Refactor aufrufen und ist zudem als Quick-Assist-Vorschlag verfügbar Strg+1. Ebenfalls neu sind die beiden Quick-Assist-Vorschläge zum Deaktivieren und erneuten Aktivieren von JUnit-Testmethoden. Beim Debuggen gibt es zwei kleinere Verbesserungen, die die Bedienung betreffen. Hält der Debugger an einem der im vorherigen Release eingeführten Lambda Entry Breakpoints, markiert der Editor nun den Lambda-Ausdruck statt wie bisher die ganze Zeile. So lässt sich erkennen, an welchem Lambda-Ausdruck der Debugger gestoppt hat, wenn es mehrere verkettete Lambda-Ausdrücke in einer Zeile gibt. Neu ist zudem, dass man Variablen und Ausdrücke aus den Ansichten „Variables“ und „Expressions“ per Drag & Drop in die Debug Shell ziehen kann.
Plattform- und Git-Verbesserungen
In den Einstellungen lassen sich unter TextMate | Templates individuelle Vorlagen für das Syntax Highlighting erstellen. Anschließend sind sie bei der Codevervollständigung mit Strg+Leertaste verfügbar. Das Icon der Konsolenansicht ändert sich je nach aktuell aktiver Konsole. Das ist insbesondere hilfreich, wenn mehrere Konsolenansichten geöffnet sind.
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Da Tags bei Git üblicherweise für die Versionierung dienen und höhere Versionen meist interessanter sind, listet die IDE sie neuerdings absteigend statt aufsteigend auf. Für die Fetch-Operation gibt es eine neue Option, die das Ergebnis per Benachrichtigung statt per Dialog anzeigt.
Upgrade oder Download
Für Windows, Linux und macOS bietet die Eclipse Foundation jeweils zehn erweiterbare Basispakete der Entwicklungsumgebung für unterschiedliche Einsatzzwecke an. Die Pakete enthalten alles, was zum Ausführen von Eclipse und zum Entwickeln erforderlich ist: Java 21 und Git, sowie in den Java-IDE-Paketen zusätzlich Maven und Gradle. Die Eclipse-IDE-Pakete sind als Eclipse Installer und als ZIP-Dateien verfügbar.
Eine bestehende Eclipse IDE lässt sich über Help | Check for Updates aktualisieren. Weitere Informationen und die Neuerungen von den am Release beteiligten Eclipse-Projekten finden sich auf der Webseite zur Eclipse-IDE.
(rme)
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