Künstliche Intelligenz
Top 10: Der beste Fensterputzroboter im Test – okay ab 200 Euro, gut ab 300 Euro
Ecovacs Winbot Mini
Der Ecovacs Winbot Mini ist ein kompakter Fensterputzroboter mit strukturierter Navigation zu einem attraktiven Preis. Wir haben getestet, wie gut er verschmutzte Fenster reinigt und ob er eine echte Alternative zur Handarbeit ist.
- kompakt
- fairer Preis
- solide Reinigungsleistung
- Bluetooth-Verbindung gelegentlich instabil
- kein Akku (aktive Stromverbindung mit festem Kabel nötig)
- bei stärkeren Verschmutzungen Nacharbeit erforderlich
Ecovacs Winbot Mini im Test: Fensterputzroboter für 199 € erstaunlich gut & klug
Der Ecovacs Winbot Mini ist ein kompakter Fensterputzroboter mit strukturierter Navigation zu einem attraktiven Preis. Wir haben getestet, wie gut er verschmutzte Fenster reinigt und ob er eine echte Alternative zur Handarbeit ist.
Der Ecovacs Winbot Mini positioniert sich mit einem Preis von 199 Euro im unteren Preissegment, verspricht aber dennoch eine intelligente Navigation und gründliche Reinigung. Anders als sein großer Bruder, der Winbot W2 Pro Omni, kommt er ohne Station daher und setzt auf ein kompakteres Design. Ob der kleine Helfer überzeugen kann und welche Kompromisse man für den günstigeren Preis in Kauf nehmen muss, zeigt unser Test.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs Winbot Mini?
Der Ecovacs Winbot Mini präsentiert sich in einem schlichten, funktionalen Design in weiß-beiger oder weiß-grauer Farbkombination, wobei das Gehäuse immer weiß gefärbt und nur die lederartige Handgriff-Applikation einen Farbklecks abbekommt. Mit Abmessungen von 215 x 215 x 55 mm ist er deutlich kompakter als das Topmodell Winbot W2 Pro Omni, was ihn besonders für kleinere Fensterflächen prädestiniert. Trotz seiner geringen Größe wirkt der Roboter solide verarbeitet und macht einen robusten Eindruck.
An der Unterseite befindet sich der Klettverschluss für das Wischpad, das sich einfach anbringen und nach der Reinigung abnehmen lässt. Die Oberseite ist minimalistisch gestaltet, mit lediglich einem Hauptschalter, der durch längeres Drücken die Ansaugung aktiviert. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen verzichtet der Winbot Mini auf zusätzliche Bedienelemente oder ein Display, was die Bedienung einerseits vereinfacht, andererseits aber auch die direkte Kontrolle am Gerät einschränkt.
Das nominelle Gewicht ist trotz des kompakten Designs mit 3,9 kg relativ hoch. In der Praxis ist das aber kein Nachteil, zumal man den Roboter ohnehin nur während der Arretierung am Fenster in die Hand nimmt sowie beim Abnehmen.
Ecovacs Winbot Mini – Bilderstrecke
Die Verarbeitung der Kabel – sowohl des 5,60 m langen Stromkabels als auch des 3,20 m langen Sicherungsseils mit Karabiner – ist hochwertig. Das Sicherungsseil lässt sich einfach an einem festen Gegenstand befestigen und gibt zusätzliche Sicherheit, falls die Saugkraft einmal nachlassen sollte. Der integrierte 60 ml Wassertank für das Reinigungsmittel ist leicht zugänglich und unkompliziert zu befüllen.
Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs Winbot Mini betriebsbereit?
Die Inbetriebnahme des Ecovacs Winbot Mini erfolgt über die Ecovacs Home App, die für Android und iOS verfügbar ist. Der Einrichtungsprozess beginnt mit dem Einschalten des Roboters per Knopfdruck, woraufhin eine charakteristische – wenn auch etwas schrille – Begrüßungsmelodie ertönt. Anschließend muss man mit der App den QR-Code scannen, der sich an der Unterseite des Geräts befindet.
Voraussetzung für die Kopplung ist, dass Bluetooth am Smartphone aktiviert ist und die entsprechenden Berechtigungen zur Gerätesuche erteilt wurden. Hat die App den Winbot Mini gefunden, wählt man ihn aus und kann theoretisch direkt mit der Nutzung beginnen. In der Praxis wird der Einrichtungsprozess jedoch häufig durch ein Firmware-Update unterbrochen, das sich mitten in der Sprach- und Zeitzoneneinstellung aufdrängt. Diese Unterbrechung ist nicht besonders nutzerfreundlich, die betroffenen Einstellungen können aber auch später vorgenommen werden.
Nach erfolgter Einrichtung bedankt sich die Roboterstimme, dass man sich für „ein Gerät von Ecovacs entschieden hat“. Die Betonung mancher Namen und Worte wirkt dabei ähnlich ulkig und hölzern, wie bei dem Topmodell und den Saugrobotern. Vor allem hat der Mini auch enorm viel zu erzählen, die Ansagen vor dem Abschalten der Ansaugung sind das exakte Gegenteil von kurz und prägnant.
Die Verbindung zwischen Smartphone und Winbot Mini erfolgt per Bluetooth, was einerseits die Einrichtung vereinfacht, da keine WLAN-Konfiguration notwendig ist, andererseits aber zu längeren Ladezeiten der Benutzeroberfläche und gelegentlichen Verbindungsabbrüchen führen kann. Eine Kartierung der Fensterfläche ist weder nötig noch möglich.
Vor dem ersten Einsatz muss man noch den 60 ml fassenden Wassertank mit dem mitgelieferten Reinigungsmittel befüllen. Alternativ kann man auch einfaches Frischwasser verwenden. Das Wischpad wird per Klettverschluss an der Unterseite befestigt. Anschließend verbindet man den Roboter mit dem Stromnetz, befestigt das Sicherungsseil an einem stabilen Gegenstand und setzt den Winbot Mini auf die zu reinigende Scheibe. Durch langes Drücken des Hauptschalters aktiviert man die Ansaugung, und der Roboter haftet an der Scheibe.
Ecovacs Winbot Mini – App & Praxiseinsatz
Insgesamt ist der Einrichtungsprozess recht unkompliziert, wenn auch die Bluetooth-Verbindung und die Unterbrechung durch das Firmware-Update kleine Stolpersteine darstellen können. Die Bedienung über die App ist intuitiv, und nach kurzer Eingewöhnungszeit kann der Roboter problemlos eingesetzt werden.
Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs Winbot Mini Ecken & Kanten?
Der Ecovacs Winbot Mini überzeugt mit einer für seine Preisklasse bemerkenswert strukturierten Navigation. Im Gegensatz zu vielen günstigen Konkurrenzmodellen, die nach dem Chaos-Prinzip arbeiten und planlos über die Scheibe fahren, zieht der Winbot Mini systematisch seine Bahnen von links nach rechts und arbeitet sich dabei nach unten vor.
Zur Kantenerkennung setzt Ecovacs auf Kugelsensoren, die zuverlässig den Rand des Fensters erkennen und ein Abstürzen des Roboters verhindern. Zusätzlich verfügt der Winbot Mini über Stoßsensoren, die Hindernisse auf der Scheibe wie Fenstergriffe oder Dekorationen ab einer Höhe von 4 mm erkennen und umfahren können.
Die Fortbewegung erfolgt über ein raupenähnliches System mit Gummirollen, das eine präzise Steuerung ermöglicht. Im Test navigierte der Roboter zuverlässig über die Scheibe, ohne zu verrutschen oder die Haftung zu verlieren. Besonders positiv fällt auf, dass der Winbot Mini nach Abschluss der Reinigung wieder zu seiner Ausgangsposition zurückkehrt – ein Feature, das bei vielen günstigen Modellen fehlt, die ihre Arbeit oft an einer beliebigen Stelle auf der Scheibe beenden und dann vom Nutzer, notfalls von der Leiter aus, entfernt werden müssen.
Einschränkend ist, dass der Winbot Mini nicht über Kopf arbeiten kann. Der zulässige Neigungswinkel liegt zwischen 60 und 120 Grad, was für die meisten Fenster ausreichend ist, aber beispielsweise Dachfenster ausschließt. Insgesamt bietet der Winbot Mini für seinen Preis eine überzeugende Navigationstechnik, die deutlich über dem Niveau vergleichbar teurer Konkurrenzprodukte liegt.
Reinigung: Wie gut wischt der Ecovacs Winbot Mini?
Die Reinigungsleistung des Ecovacs Winbot Mini kann im Test überzeugen, wenn man sie im Kontext seines Preissegments betrachtet. Der Roboter arbeitet mit einem Ultraschall-Zerstäuber, der das Reinigungsmittel in winzige Wassernebel-Teilchen von etwa 10 Mikrometern Größe zerlegt und gleichmäßig auf der Scheibe verteilt. Während der Reinigung stößt er mindestens zweimal Reinigungsmittel aus, was für eine gründliche Befeuchtung der Scheibe sorgt.
Das mitgelieferte Wischpad aus Mikrofaser nimmt den gelösten Schmutz effektiv auf und hinterlässt die Scheibe in den meisten Fällen streifenfrei. Bei leichten bis mittleren Verschmutzungen wie Staub, Fingerabdrücken oder Pollen erzielt der Winbot Mini sehr gute Ergebnisse. Die Scheibe wirkt nach der Reinigung sauber und klar, ohne dass Schlieren zurückbleiben.
Bei hartnäckigeren Verschmutzungen wie eingetrocknetem Vogelkot, Verkrustungen oder stark fetthaltigen Flecken stößt der Roboter allerdings an seine Grenzen. Hier ist in der Regel eine manuelle Nachbearbeitung erforderlich. Dies ist jedoch ein Problem, das alle Fensterputzroboter in dieser Preisklasse betrifft und nicht spezifisch für den Winbot Mini gilt.
Die App bietet drei verschiedene Reinigungsmodi:
- Die Standardreinigung für normale Verschmutzungen
- Eine segmentierte Reinigung für bestimmte Bereiche
- Eine Intensivreinigung mit enger gesetzten Bahnen für hartnäckigere Verschmutzungen
Im Vergleich zum teureren Topmodell von Ecovacs fällt die Reinigungsleistung erwartungsgemäß etwas geringer aus, aber der Preisunterschied rechtfertigt diesen kleinen Qualitätsabstrich. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass der Winbot Mini den Schmutz nicht auf der Scheibe verschmiert, wie es bei vielen anderen günstigen Modellen der Fall ist.
Mit einer Lautstärke von 63 dB(A) arbeitet der Winbot Mini in einem akzeptablen Geräuschbereich, ist aber etwas lauter als das Topmodell W2 Pro Omni. Das Fassungsvermögen des Wassertanks beträgt 60 ml, was für mehrere Reinigungsdurchgänge ausreicht. Zum Lieferumfang gehört eine 230-ml-Flasche Reinigungsmittel, die für zahlreiche Anwendungen genügt.
Die empfohlene maximale Fensterfläche liegt bei 20 m², was für die meisten Haushalte ausreichend sein dürfte. Bei größeren Flächen muss der Roboter zwischendurch umgesetzt werden. Dank der hohen Saugleistung von 7500 Pa haftet der Winbot Mini sicher an der Scheibe und kann auch auf glatten Oberflächen zuverlässig arbeiten.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs Winbot Mini?
Der Ecovacs Winbot Mini verfügt über keinen integrierten Akku und benötigt für den Betrieb eine permanente Stromversorgung über das mitgelieferte 5,60 m lange Kabel. Dies stellt einen der größten Unterschiede zu einigen anderen Modellen dar und bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich.
Der offensichtliche Nachteil ist die eingeschränkte Reichweite. Der Winbot Mini kann nur dort eingesetzt werden, wo eine Steckdose in angemessener Entfernung verfügbar ist. Dies kann besonders bei der Reinigung von Außenfenstern in höheren Stockwerken problematisch sein. Zwar bietet Ecovacs ein Verlängerungskabel im eigenen Shop an, dennoch bleibt diese Einschränkung bestehen.
Auf der positiven Seite steht die unbegrenzte Betriebszeit. Da der Roboter direkt mit Strom versorgt wird, muss man sich keine Gedanken über eine nachlassende Akkuladung machen. Der Winbot Mini kann theoretisch beliebig lange arbeiten, ohne dass eine Unterbrechung zum Aufladen notwendig wäre. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Reinigung mehrerer Fenster hintereinander. Zu Unterbrechungen kommt es allerdings dennoch, da der Roboter meist nach schon zwei Anwendungen bittet, das Wischpad auszuwaschen.
Als Sicherheitsmaßnahme verfügt der Winbot Mini über ein 3,20 m langes Sicherungsseil mit Karabiner, das an einem stabilen Gegenstand befestigt werden kann. Dies verhindert einen Absturz des Roboters, falls die Stromversorgung unterbrochen werden sollte oder die Saugkraft aus anderen Gründen nachlässt.
Preis: Was kostet der Ecovacs Winbot Mini?
Mit einem aktuellen Preis von 199 Euro oder 249 Euro bei Amazon gehört der Ecovacs Winbot Mini zum unteren Preissegment der Fensterputzroboter. Verglichen mit dem Topmodell Winbot W2 Pro Omni, das deutlich teurer ist, bietet der Mini ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Roboter selbst ein Sicherungsseil mit Karabiner, ein Wischpad und eine 230-ml-Flasche Reinigungsmittel. Zusätzliche Wischpads und Reinigungsmittel kann man im Ecovacs Online-Shop nachkaufen. Auch ein Verlängerungskabel für das Stromkabel ist dort erhältlich, falls die standardmäßigen 5,60 m nicht ausreichen sollten.
Im Vergleich zu anderen Fensterputzrobotern in dieser Preisklasse, die oft nach dem Chaos-Prinzip arbeiten und keine strukturierte Navigation bieten, ist der Winbot Mini eine willkommen brauchbare Lösung.
Fazit
Der Ecovacs Winbot Mini überzeugt als kompakter und erschwinglicher Fensterputzroboter mit überraschend guter Leistung. Für 199 Euro erhält man ein Gerät, das strukturiert navigiert und Fenster effektiv reinigt – eine Seltenheit in dieser Preisklasse. Die hohe Saugleistung von 7500 Pa sorgt für sicheren Halt an der Scheibe, während der Ultraschall-Zerstäuber das Reinigungsmittel fein verteilt.
Besonders positiv fallen die systematische Navigation und die Rückkehr zur Ausgangsposition nach getaner Arbeit auf. Bei leichten bis mittleren Verschmutzungen liefert der Winbot Mini sehr gute Ergebnisse. Einschränkungen gibt es bei der Kabelgebundenheit, die die Reichweite begrenzt, sowie bei hartnäckigen Verschmutzungen, die eine manuelle Nachbearbeitung erfordern können.
Für Haushalte mit überschaubaren Fensterflächen und normalem Verschmutzungsgrad stellt der Ecovacs Winbot Mini eine empfehlenswerte Alternative zum manuellen Fensterputzen dar. Er ist einer der wenigen intelligenten Fensterputzroboter im Einstiegssegment und bietet ein überzeugendes Gesamtpaket zu einem attraktiven Preis.
Künstliche Intelligenz
Freitag: Ärztetag gegen Kassen-Kompetenzen, Inkognito-Chat mit KI bei WhatsApp
Der 130. Ärztetag setzt dem neuen Gesundheits-Digitalisierungsgesetz (GeDIG) klare Grenzen: Krankenkassen sollen nicht über medizinische Behandlung entscheiden. Zudem wird der mit der neuen Regulierung erweiterte Kassenzugriff auf Basis von Daten der elektronischen Patientenakte kritisiert. Derweil hat WhatsApp angekündigt, dass Konversationen mit der Meta-KI künftig geheim gehalten werden können. Der sogenannte Inkognito-Chat bei WhatsApp soll nicht gespeichert und sofort wieder gelöscht werden. Diese Funktion wird auch für die Meta-AI-App kommen. In Deutschland hat das BSI die IT-Sicherheit des öffentlichen Ladenetzes für Elektrofahrzeuge untersucht und dabei Probleme ausgemacht. Im schlimmsten Fall sei die Netzstabilität gefährdet, denn in den Systemen der Ladestationenbetreiber gebe es deutliche Schwachstellen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Der 130. Deutsche Ärztetag in Hannover hat mit großer Mehrheit mehrere Beschlüsse zum geplanten Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen gefasst. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte die Reformpläne bei der Eröffnung des Ärztetags verteidigt, aber dennoch Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Antwort des Ärztetags fiel dennoch deutlich aus: Digitalisierung ja, aber nicht auf Kosten von Patientenrechten, ärztlicher Unabhängigkeit und dem Zugang zur Versorgung. Ein zentrales Thema war die wachsende Rolle der gesetzlichen Krankenkassen in der medizinischen Versorgung. Die Ärzteschaft hält es für einen klaren Tabubruch, wenn sich Krankenkassen in die Behandlung einmischen: Klare Absage des Ärztetages an kassengesteuerte Digitalisierung im Gesundheitswesen.
Meta Platforms hat geschlossene und komplett private Konversationen mit dem eigenen KI-Chatbot innerhalb von WhatsApp und der eigenen Meta-AI-App angekündigt. Ein sogenannter „Inkognito-Chat“ wird laut Unternehmensangaben nicht protokolliert und nach Beendigung auch auf dem Endgerät gelöscht. Die wie üblich verschlüsselten Chats sind demnach auch vom Betreiber selbst nicht einsehbar. Solche Inkognito-Chats sind damit besonders geeignet für sensible Themen, wenn es etwa um Finanzen, Gesundheit oder persönliche Angelegenheiten geht. Zudem wurden Nebenchats angekündigt, nicht öffentliche Gespräche mit der Meta-KI im Rahmen anderer Chats. Beide Funktionen sollen in den nächsten Monaten verfügbar werden: WhatsApp führt „Inkognito-Chat“ für komplett private Gespräche mit Meta-KI ein.
Werden Elektroautos an öffentlichen Ladestellen geladen, kommt zur Strom- auch eine Datenverbindung. Diese kann Einfallstor für Angriffe auf die Ladestation, das Stromverteilnetz oder dessen Steuersysteme, aber auch das angeschlossene E-Auto sein. Daher hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die IT-Sicherheit öffentlich zugänglicher Ladenetze untersucht. Ergebnis: Zentrale Normen entsprechen in vielen Bereichen dem Stand der Technik, aber Entwarnung löst das nicht aus. Denn bei der praktischen Umsetzung der Datenprotokolle werden zahlreiche Sicherheitsmechanismen wie Transportverschlüsselung, Sperrlisten oder moderne kryptografische Verfahren laut BSI häufig nur eingeschränkt oder optional implementiert: Öffentliches Ladenetz zunehmend gefährlich.
Bun ist einst angetreten, um Node.js als JavaScript-Server, NPM als Paketmanager und Bundler wie esbuild mit einer Software zu ersetzen. Ende 2025 übernahm die KI-Firma Anthropic das Open-Source-Projekt und das Bun-Entwicklerteam. Die Begründung: Anthropic nutzt Bun bereits für Claude Code und das Claude Agent SDK. Jetzt wird klar, dass die Übernahme des Projekts durch die KI-Firma Anthropic nicht folgenlos bleibt: Ende April erschien ein Branch, in dem das Sprachmodell Claude auf Anweisung die gesamte Codebasis von Zig auf Rust umzieht. Am 14. Mai wurden nun 2188 Dateien geändert, eine Million Zeilen neu geschrieben, 4000 Zeilen gelöscht. Bun ist damit komplett in Rust geschrieben. Doch es gibt einige offene Fragen zu dieser KI-Portierung: Claude schreibt Bun-Codebasis in Rust neu.
Im c’t-Datenschutz-Podcast berichten wir von der Vorstellung des Tätigkeitsberichts der Bundesdatenschutzbeauftragten, bei der nur wenige Journalistinnen und Journalisten erschienen sind. Das ist ein bedenkliches Signal in Zeiten, in denen Vorhaben wie Vorratsdatenspeicherung oder Gesichtserkennung beim BKA auf der politischen Agenda stünden, der Datenschutz aber kaum noch Beachtung finde. Breiten Raum nimmt der sogenannte Signal-„Hack“ ein, bei dem hochrangige Politikerinnen und Politiker Ziel einer Phishing-Kampagne wurden. Zudem besprechen wir, dass Europol über Jahre mehr als zwei Petabyte Daten gesammelt hat, ohne saubere Rechtsgrundlage und am europäischen Datenschutzbeauftragten vorbei. Das sind die Themen der Auslegungssache 159: „Signal-Hack“ und Europol-Schatten-IT.
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(fds)
Künstliche Intelligenz
Commerzbank-Chefin: Großteil des Jobabbaus entfällt auf KI
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat präzisiert, wo sie im Übernahmeringen mit der Unicredit etwa 3000 Stellen abbauen will. Auf Künstliche Intelligenz (KI) entfalle dabei ein „sehr großer Teil“, sagte die Managerin der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. „KI ist sehr kraftvoll in verschiedenen Bereichen.“ Die Auswirkungen seien größer als man vor gut einem Jahr angenommen habe.
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Beim Jobabbau will sie die eigene Belegschaft so weit wie möglich schonen. „Wir gehen zum Beispiel an die Kapazitäten bei externen Call-Centern ran“, sagte Orlopp. „Das Gleiche gilt für das IT-Umfeld, wo wir noch viele Externe einsetzen.“
Mit dem Stellenabbau und ambitionierten Gewinn- und Renditezielen bis 2030 stemmt sich die Commerzbank gegen eine Übernahme. So versucht der Dax-Konzern seine Aktionäre zu überzeugen, ihre Anteile nicht an die italienische Großbank zu verkaufen.
Betriebsbedingte Kündigungen will die Commerzbank vermeiden. „So, wie unsere Demografie in der Bank ist, werden wir diesen Prozess maximal sozialverträglich gestalten“, bekräftigte Orlopp.
Übernahme-Poker spitzt sich zu
Die Unicredit, die bereits knapp 30 Prozent an der Commerzbank kontrolliert, hatte Anfang Mai ein Angebot für sämtliche Commerzbank-Anteile vorgelegt. Die Großbank mit Sitz in Mailand bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 neue Unicredit-Aktien. So will die Unicredit bis zum 16. Juni weitere Aktien einsammeln, ohne ein Pflichtangebot vorlegen zu müssen, was deutlich teurer wäre. Die Offerte kann bis zum 3. Juli verlängert werden.
Die Unicredit ist in Deutschland bereits mit der Hypovereinsbank (HVB) aktiv und sieht Potenzial für Milliarden-Einsparungen. Bei der Commerzbank wird das Vorgehen der Unicredit als feindlich bewertet. Dabei erhält das Institut Unterstützung vom Bund, der gut zwölf Prozent der Commerzbank-Anteile hält.
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„Was wir nicht gebrauchen können, ist eine Destabilisierung unserer Organisation“, betonte Orlopp. Die Unicredit war die Commerzbank unter anderem in einer Social-Media-Kampagne scharf angegangen und wurde dafür von der Finanzaufsicht Bafin gerügt. „Wir achten darauf, dass wir die Organisation stabil halten, trotz dieser unangemessenen Angriffe“, sagte Orlopp.
Äußerungen von EZB-Vize stoßen auf Kritik
Kritik äußerte Orlopp an Äußerungen aus der Europäischen Zentralbank (EZB), die als Bankenaufsicht den Einstieg der Unicredit prüft. EZB-Vizepräsident Luis de Guindos hatte kürzlich die Bundesregierung für ihren Widerstand gegen eine Commerzbank-Übernahme kritisiert. Das widerspreche dem Geist des europäischen Binnenmarktes und untergrabe die Bemühungen, vertiefte Kapitalmärkte in Europa zu schaffen, sagte de Guindos.
Diese Äußerungen hätten die Commerzbank „schon überrascht“, sagte Orlopp. Es mute „seltsam an, dass es von einzelnen Vertretern eine anscheinend offene Unterstützung für einen Angang gibt, der eine Destabilisierung zum Ziel hat“. Die Bundesregierung habe die Punkte klargemacht, die am Vorgehen der Unicredit schwierig seien. „Und als Aktionär hat sie dazu auch jedes Recht“, betonte die Commerzbank-Chefin.
„Haben uns nie Gesprächen verweigert“
Eine begründete Stellungnahme zum Angebot der Unicredit, das einen Abschlag auf den jüngsten Aktienkurs der Commerzbank vorsieht, will die Commerzbank Anfang nächster Woche vorlegen. „Das Übernahmeangebot der Unicredit ist de facto eine Schrumpfungs-Strategie für unser Geschäftsmodell“, kritisierte Orlopp. Die Commerzbank habe sich nie Gesprächen verweigert. Weitere Gespräche seien allerdings nur dann sinnvoll, „wenn die Unicredit ein Zeichen gibt, dass sie bereit sind, über die Höhe des Angebots an unsere Aktionäre nachzudenken und über das Geschäftsmodell“, sagte Orlopp.
(mho)
Künstliche Intelligenz
„Doom“-Soundtrack wird in den USA zum Kulturgut
Der von Bobby Prince geschriebene Soundtrack des Videospiels „Doom“ kommt in die US-Nationalbibliothek: Gemeinsam mit Musik von Taylor Swift, Beyoncé und Weezer gehört die „Doom“-Musik zu den Titeln, die in diesem Jahr in die National Recording Registry des US-Kongresses aufgenommen werden.
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Darüber informiert die Library of Congress in einer Pressemitteilung. Im National Recording Registry werden Tondokumente geführt, die „kulturell, historisch oder ästhetisch wichtig“ sind, schreibt die US-Nationalbibliothek. Die Liste umfasst zahlreiche Musikstücke und Alben, aber auch Tonaufnahmen von Reden wie „I Have a Dream“ von Martin Luther King oder die D-Day-Ansprache von Dwight Eisenhower.
Dritte Videospielmusik auf der National Recording Registry
Jeder US-Bürger darf Vorschläge für die National Recording Registry einreichen. Die Auswahl trifft der Librarian of Congress in Absprache mit Kuratoren und dem Vorstand des Instituts. Aktuell wird die Rolle des Librarian of Congress kommissarisch von Robert Newlen ausgeführt, nachdem US-Präsident Donald Trump seine Vorgängerin Carla Hayden im Mai 2025 entlassen hat.
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Es ist das dritte Mal, dass Videospielmusik in das National Recording Registry aufgenommen wird. Auf der Liste stehen bereits das „Super Mario“-Theme von Koji Kondo und der Soundtrack von „Minecraft“, die 2023 und 2025 aufgenommen wurden. Insgesamt umfasst die Liste 700 Tonaufnahmen.
„Schlüssel zur Beliebtheit“ von „Doom“
Der „Doom“-Soundtrack wurde gemeinsam mit dem Kult-Shooter im Jahr 1993 veröffentlicht und untermalte die für die damalige Zeit ausgesprochen brachiale Ballerei mit Heavy Metal. In ihrer Pressemitteilung schreibt die US-Nationalbibliothek, der Soundtrack sei ein Schlüssel zur Beliebtheit des Shooters gewesen. Komponist Bobby Prince habe sich von Bands wie Alice in Chains und Metallica inspirieren lassen.
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Die Bibliothek betont auch die technologische Herausforderung, die Prince angesichts der damals verfügbaren Soundkarten meistern musste. Durch gezielten Einsatz von MIDI-Frequenzen habe er sichergestellt, dass Musik und Soundeffekte sauber getrennt und klar hörbar bleiben. Mit seinem Soundtrack habe er Generationen von Videospielkomponisten inspiriert. Auch der Soundtrack moderner „Doom“-Spiele bleibt metal-lastig, Prince ist aber nicht mehr beteiligt.
(dahe)
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