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Künstliche Intelligenz

Top 10: Der beste Wischsauger im Test – Testsieger Dreame vor Roborock & Dyson


Akku-Wischsauger saugen und wischen Hartböden in einem Schritt – schnell, bequem und gründlich. Wir zeigen die zehn besten Modelle.

Die Müslischale mit Milch ist übergeschwappt und die Hälfte ist auf den Küchenfliesen gelandet? Der Hund ist nach dem Gassigehen im Regen schön durch Schlammpfützen und anschließend über den Laminatboden gejagt? Oder sieht der Flur im Eingangsbereich im Herbst und Winter dank eingetrockneter Schmutzreste mal wieder furchtbar aus? Dann ist wohl Wischen angesagt.

Also Eimer, Wischlappen und Schrubber herausholen, dann Wasser in den Eimer, den Lappen auswringen, über den Schrubberkopf legen und wischen, was das Zeug hält – da kommt man schon beim Lesen ins Schwitzen. Aber es gibt eine wesentlich einfachere und deutlich weniger anstrengende Alternative: den Wischsauger mit Akku. Dieser vereinfacht dank moderner Technik und nützlicher Funktionen die sonst sehr mühselige Arbeit ungemein und kombiniert Staubsaugen und Wischen in einem Arbeitsschritt. In unserer Bestenliste zeigen wir die Top-Modelle aus über 20 Tests und erklären, worauf es bei Wischsaugern ankommt.

Welcher ist der beste Akku-Wischsauger?

Unser Testsieger ist der Dreame H15 Pro Heat für 599 Euro. Er überzeugt mit seiner Heißwasser-Bodenreinigung, seiner starken Saugkraft von 22.000 Pa und der Abziehlippe, die für eine perfekte Kantenreinigung sorgt.

Als neuer Technologiesieger hat sich der Roborock F25 Ace Pro für 520 Euro herauskristallisiert. Mit seiner Schaumdüse kann er auch mit äußerst hartnäckigen Flecken und Verschmutzungen umgehen.

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist der Mova X4 Pro für 349 Euro aus dem Hause Dreame. Per Knopfdruck sprüht er im Heißwasser-Modus 80 °C heißes Wasser vor sich auf den Boden, um hartnäckige Flecken zu entfernen. Zudem liefert er eine grundsolide Saug- und Wischleistung zu einem angenehmen Preis.

KURZÜBERSICHT

Der Dreame H15 Pro Heat für 599 Euro bietet zwei Alleinstellungsmerkmale: Die automatische Abziehlippe reinigt Kanten und Ecken perfekt, während 85 °C heißes Wischwasser selbst hartnäckige Verschmutzungen löst. Die Saugkraft von 22.000 Pa und das Tangle-Cut-System gegen verhedderte Haare machen ihn zum Kraftpaket. Wer maximale Reinigungsleistung und innovative Technik sucht, findet hier das aktuell beste Gesamtpaket am Markt.

VORTEILE

  • Heißwasser-Bodenreinigung mit bis zu 100 °C
  • automatische Abziehlippe für perfekte Kantenreinigung
  • starke Saugkraft von 22.000 Pa
  • Tangle-Cut-System mit Messereinsatz gegen Haare

NACHTEILE

  • teilweise billig wirkende Kunststoffteile
  • sehr laute Selbstreinigung mit 77 dB(A)
  • holprige App-Einrichtung mit Update-Problemen
  • hoher Preis

Der Roborock F25 Ace Pro kann dank einer Schaumdüse auf Knopfdruck Reinigungskonzentrat in dichten Schaum verwandeln, um so auch hartnäckigere Flecken gründlicher entfernen zu können. Er ist zwar keine Wunderwaffe, erleichtert das Wischen in unserem Test aber durchaus. Der Wischsauger kostet 520 Euro.

VORTEILE

  • Schaumdüse nützlich, um hartnäckigere Flecken zu lösen
  • zuverlässige Saugleistung
  • unkomplizierte Handhabung

NACHTEILE

  • kaum Neuerungen zu Vorgängermodellen
  • Schmutzwassersieb wirkt etwas fragil

Der Mova X4 Pro vereint schlaues und hochwertig wirkendes Design mit einer soliden Saug- und Wischleistung zu einem guten Preis. Funktionen wie der Heißwassermodus sind nützlich, um hartnäckige Flecken zu entfernen. Die 100 °C heiße Selbstreinigung mit anschließender Trocknung überzeugt ebenfalls. Im Alltag weiß der Mova X4 Pro für 349 Euro größtenteils zu überzeugen, während ein etwas schwächelnder Saugmodus sowie die Schmutzansammlung an den Walzenseiten den Eindruck etwas schmälern.

VORTEILE

  • Sprühfunktion nützlich, um härtere Verschmutzungen zu lösen
  • 100 °C heiße Selbstreinigung
  • schlaues Design erleichtert Reinigung des Schmutzwassertanks
  • solide Verarbeitung

NACHTEILE

  • Sauger hat Schwierigkeiten mit größeren Objekten
  • Wischwalze hinterlässt manchmal Staubfäden am Boden
  • kein separates Fach für Reinigungskonzentrat

Ratgeber

Was ist ein Wischsauger?

Grundsätzlich gibt es Wischsauger mit Kabel zum Anschluss an die 230-Volt-Steckdose und mit Akku. Sie ersetzen Wassereimer, Schrubber und Wischtuch. Mit Akku ähneln sie vom Aufbau her Akkusaugern wie dem Dyson V15 Detect oder dem Samsung Bespoke Jet, doch es gibt entscheidende Unterschiede.

Statt eines klassischen Staubbehälters setzen Wischsauger auf ein praktisches Zwei-Tank-System – der Wischeimer ist also immer an Bord. Aus dem Frischwassertank wird die weiche Bürstenrolle kontinuierlich befeuchtet. Im exakt selben Arbeitsschritt saugt das Gerät den nassen Mix aus Schmutzwasser, Krümeln und Staub wieder auf und leitet ihn in den separaten Abwassertank. Weil auf dem Boden nur ein hauchdünner Feuchtigkeitsfilm zurückbleibt, der extrem schnell trocknet, ist diese Methode in der Regel auch für versiegelte Holzböden wie Parkett völlig unbedenklich.

Was bringen Wischsauger?

Dadurch, dass Frischwasser normalerweise in einem Schritt auf den Boden gegeben und direkt wieder als Abwasser abgesaugt wird, entfällt das lästige, regelmäßige Auswaschen und anschließende Auswringen des Wischtuches, wie man es beim manuellen Wischen hat. Das schont den Rücken und spart Zeit. Gleiches gilt für die Wischvorbereitung: Einfach den Akku-Wischsauger von der Ladestation nehmen und loslegen.

Minimaler Reinigungsaufwand entsteht nur nach dem Wischen, hier sollte der Abwassertank ausgespült und der Frischwassertank wieder aufgefüllt werden. Manche Wischsauger verlangen zudem den Ausbau der Wischrolle zum Trocknen. Die meisten aktuellen Modelle nehmen diesen Arbeitsschritt ab. Die Selbstreinigung geht schnell und mit nur einem Knopfdruck. Eine dafür nötige Dockingstation ist bei vielen Wischsaugern im Lieferumfang enthalten. Ist das Gerät angedockt, erhitzt es das Wasser aus dem Frischwassertank, um die Wischwalze damit gründlich zu reinigen. Viele Wischsauger haben zudem eine Trocknungsfunktion, die die gereinigte Wischwalze anschließend mit heißer Luft trocknet.

Wischsauger mit Heißwasser vs. ohne: Tineco Floor One S9 Artist und Dreame H15 Pro Heat

Die schnell rotierende Bürstenwalze übernimmt das Schrubben – Wischen wird damit zum Kinderspiel. Bei den meisten Modellen zieht die Walze das Gerät spürbar nach vorn, sodass man kaum Kraft aufwenden muss. Top-Modelle gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sensoren erkennen, ob man das Gerät schiebt oder zieht. Kleine Elektromotoren unterstützen dann die Bewegung aktiv. Das fühlt sich fast so an, als würde der Wischsauger von allein laufen.

Selbst eingetrockneter Schmutz stellt normalerweise kein Problem dar, eventuell muss man mehrfach oder besonders langsam über hartnäckigen Schmutz wischen. Was dem Wischsauger an Anpressdruck fehlt, macht er durch die schnelle Drehung der Wischrolle wett. Top-Modelle sind auch in der Lage, das Wasser zum Wischen zu erhitzen oder per Dampf noch gründlicher zu reinigen.

Alternative: Wischsauger mit Stromkabel

Sind Wischsauger zu empfehlen?

Wischsauger kosten deutlich mehr als die herkömmliche Eimer-Schrubber-Lappen-Kombi. Die Zeitersparnis und die deutlich geringere Anstrengung während der Vor- und Nachbereitung sowie während des Putzens lohnen sich aber allemal.

Wer schon einmal über die Anschaffung von Saugroboter (Bestenliste) oder Akkusauger (Bestenliste) nachgedacht hat, hat eigentlich bereits den ersten richtigen Schritt gemacht und denkt über eine Vereinfachung der täglichen Arbeiten nach. Denn sowohl Saugroboter als auch Akkusauger erledigen die Bodenreinigung nicht ganz so gut wie ein herkömmlicher, kabelgebundener Sauger; sie bieten für sich betrachtet dennoch deutliche Vorteile. Genauso ist das mit Wischsaugern: Sie lösen ein Problem nicht vollständig, aber sie vereinfachen es enorm. Wischen wird damit zum Kinderspiel. Eine tolle Ergänzung sind Saugroboter mit ordentlicher Wischfunktion. Die fahren regelmäßig, der Wischsauger kommt dann nur sporadisch zum Einsatz.

Sauberes Wasser kommt aus dem Frischwassertank

Was sind die Nachteile von Wischsaugern?

Neben dem bereits erwähnten höheren Preis ist hauptsächlich die relative Unhandlichkeit ein Problem bei Wischsaugern. Sie müssen ausreichend große Frisch- und Abwassertanks aufnehmen. Dadurch entfällt ein frei stehendes, schlankes Saugrohr wie beim Akkusauger, mit dem man bequem unter die Möbel käme.

Der vergleichsweise klobige Korpus eines Wischsaugers verhindert daher häufig einfaches Wischen unter Möbeln, zumal bei den meisten Modellen der Wischkopf nicht bis 180 Grad gestreckt werden kann, sondern eher bis 140 Grad. Geht man mit dem Griff doch weiter runter, um etwa unter die Couch zu kommen, hebt sich der Wischkopf einfach ab und verliert dann seine Reinigungswirkung. Im Extremfall kann bei manchem Modell Wasser aus den Tanks auslaufen und sogar den Motor zerstören, beim normalen Wischen muss man davor aber keine Sorge haben. Mittlerweile gibt es jedoch auch diverse Modelle wie den Roborock F25 Ace oder den Mova X4 Pro, die sich komplett waagerecht auf den Boden legen und so problem- und gefahrlos unter Möbeln wischen und saugen können.

Wischsauger wiegen größtenteils 4 bis 5 Kilogramm und fühlen sich beim ersten Ausprobieren viel steifer an als ein Schrubber. Daran gewöhnt man sich aber schnell. Das Gewicht fällt im Betrieb kaum auf, da die Rotation der Walze das Gerät fast von allein nach vorn zieht. Ein weiterer Nachteil von Wischsaugern: Sie sind laut wie ein Akkusauger und verbrauchen Strom. Beides ist beim manuellen Wischen anders.

Manche Modelle wie der Jashen F16 haben Wechselakkus, die bei Nichtgebrauch in der Ladestation geladen werden

Können Wischsauger bis zum Rand wischen?

Es gibt noch einen Nachteil: Aktuell können viele Wischsauger nicht ganz bis an den Rand wischen. Wegen der Aufhängevorrichtungen, der Wischrolle und der Kunststoffabdeckung des Wischkopfes bleiben dann normalerweise 1 bis 2 Zentimeter bis zum Rand ungewischt. Es gibt aber auch Modelle wie den Roborock Dyad Pro und andere, die bis auf wenige Millimeter am Rand wischen können.

Der Roborock Dyad (Pro) kann als eines von wenigen Modellen fast bis an den Rand wischen

Kann man mit einem Wischsauger auch Teppich saugen?

Wischsauger sind primär für die Reinigung von Hartböden wie Fliesen, Beton, Laminat oder Parkett ausgelegt. Wie bei manuellem Wischen mit Eimer, Schrubber und Wischlappen ist von einem Reinigungsversuch auf dem Teppich abzusehen. Wer Teppiche reinigen möchte, sollte zu speziellen Teppich-Nasssaugern oder herkömmlichen (Akku‑)Staubsaugern greifen. Generell gilt: Kleine Krümelansammlungen oder etwas Sand kann ein Wischsauger aufnehmen, er ersetzt aber keinen Sauger. Dafür kommt er aber auch mit dem Haferflocken-Müsli oder Joghurt klar.

Für mehr trockenen Schmutz gibt es Kombimodelle wie den Dreame H12 Dual. Diese Modelle erlauben den einfachen Umbau vom Wischsauger zum Akkusauger. Das funktioniert schnell und unkompliziert mit wenigen Handgriffen. Alle benötigten Komponenten dafür sind im Lieferumfang enthalten. Allerdings sind diese Modelle teils mangels echter Borstenbürste dann trotzdem nur bedingt etwas für hochflorige Teppiche. Inzwischen gibt es aber auch Geräte mit solchen Motorbürsten.

Wie hygienisch sind Wischsauger?

Wischsauger verfügen normalerweise über HEPA-Filter, die die aufgesaugte Luft reinigen. Zudem geben viele Hersteller ihren Produkten spezielle Reinigungszusätze mit, die nicht nur gut riechen, sondern auch antibakteriell wirken. Erste Modelle ermöglichen zudem eine Sterilisierung des Wischwassers per Elektrolyse. Da in den meisten Varianten aber nur kaltes oder leicht warmes Wasser eingesetzt wird, kann eine Keimbildung letztlich nicht ganz ausgeschlossen werden – wie beim normalen Wischen von Hand auch. Im Gegensatz dazu wird bei Wischsaugern allerdings schmutziges Wasser nicht mehrfach oder über einen längeren Zeitraum verwendet, da es sofort wieder in den Abwassertank abgesaugt wird. Das sorgt für einen gleichbleibend hohen Sauberkeitslevel.

Der Jashen F16 pustet Luft zum Trocknen auf die nasse Wischrolle - das minimiert Bakterien- und Geruchsbildung

Am kritischsten ist die Wischwalze. Nach dem Wischen erledigen die meisten aktuellen Modelle die Reinigung automatisch in ihrer Lade- und Reinigungsstation – das funktioniert im Alltag gut, aber nicht perfekt. Gerade bei feinen Fasern, Haaren oder klebrigen Rückständen stößt die Selbstreinigung an ihre Grenzen. Deshalb empfehlen wir, die Walze alle paar Wochen von Hand unter fließendem Wasser gründlich auszuspülen. Das dauert keine zwei Minuten, beugt aber Gerüchen und Bakterienbildung effektiv vor.

Bei einfacheren Modellen ohne automatische Trocknung heißt es aufpassen: Bleibt die nasse Walze nach dem Wischen einfach im Gerät stecken, trocknet sie nur langsam – und wird zum Nährboden für Bakterien und unangenehme Gerüche. Wer schon mal eine Waschmaschinenladung in der Trommel vergessen hat, kennt das Ergebnis. Hier hilft nur eins: Walze herausnehmen und separat trocknen lassen.

Inzwischen gibt es aber immer mehr Varianten, die zur Selbstreinigung auch zur anschließenden Trocknung durch Heißluft in der Lage sind. Das verhindert unserer Erfahrung nach Geruchs- und Bakterienbildung effektiv. Beides geht aber nicht geräuschlos vonstatten, es ist ein kontinuierliches Lüftergeräusch bis zum Abschluss der Trocknung zu hören. Weiterer Schwerpunkt: Der Abwassertank sollte nach jeder Verwendung des Wischsaugers geleert und gereinigt werden, um üble Gerüche zu vermeiden. Wir machen das bei unseren Modellen aber nicht jedes Mal sofort und haben damit bislang keine negativen Erfahrungen gemacht.

Wie lange hält der Akku bei einem Wischsauger?

Die meisten Hersteller geben Wischzeiten von 30 Minuten mit einer Ladung bei Akku-Wischsaugern an. Durch die Zeitersparnis der Geräte reicht das unserer Erfahrung nach locker für eine Etage eines normalen Einfamilienhauses oder einer Wohnung. Wer mehr benötigt, sollte auf die Möglichkeit zum Akkuwechsel achten und darauf, ob ein Ersatzakku im Lieferumfang enthalten ist. Das hilft außerdem, wenn es später zu Ermüdungserscheinungen beim Akku oder gar zu einem Defekt kommen sollte. Dann können die Energiespender einfach ausgetauscht werden. Die Akkus selbst sollten dank Lithium-Ionen-Technologie mehrere Jahre ohne spürbar nachlassende Leistung halten.

Fazit

Wischsauger lösen das Problem Wischen nicht komplett. Sie machen die Arbeit aber deutlich einfacher. Mit ihnen geht Wischen fast so schnell und bequem wie Staubsaugen. Die Frage nach einem weiteren Gerät für mehrere hundert Euro ist dennoch berechtigt. Wer jedoch bereits über einen Saugroboter oder einen Akkusauger nachgedacht hat, kennt den Wunsch nach mehr Komfort.

Genau hier setzen Wischsauger an. Sie sorgen spürbar für Entlastung im Alltag. Die Unterschiede zwischen den Modellen liegen primär im Funktionsumfang sowie in der Saug- und Wischleistung. Selbstreinigungsstationen mit anschließender Trocknung werden zunehmend zum Standard. Geräte wie der Tineco Floor One S9 Artist, der Dreame H15 Pro Heat, der Mova X4 Pro oder der Roborock F25 Ace Pro reinigen inzwischen sogar mit heißem Wasser und Schaum für bessere Ergebnisse.

BESTENLISTE

Dreame H15 Pro Heat im Test: Wischsauger reinigt klasse mit heißem Wasser

Der Dreame H15 Pro Heat reinigt mit bis zu 85 °C heißem Wasser und automatischer Abziehlippe. Ob die Innovationen den Preis rechtfertigen, zeigt der Test.

VORTEILE

  • Heißwasser-Bodenreinigung mit bis zu 100 °C
  • automatische Abziehlippe für perfekte Kantenreinigung
  • starke Saugkraft von 22.000 Pa
  • Tangle-Cut-System mit Messereinsatz gegen Haare

NACHTEILE

  • teilweise billig wirkende Kunststoffteile
  • sehr laute Selbstreinigung mit 77 dB(A)
  • holprige App-Einrichtung mit Update-Problemen
  • hoher Preis

Der Dreame H15 Pro Heat reinigt mit bis zu 85 °C heißem Wasser und automatischer Abziehlippe. Ob die Innovationen den Preis rechtfertigen, zeigt der Test.

Dreame setzt beim H15 Pro Heat auf zwei echte Innovationen: Als einer der ersten Wischsauger erhitzt er das Wischwasser auf bis zu 85 °C und nutzt es direkt zur Bodenreinigung. Die Konkurrenz verwendet heißes Wasser nur zum Auswaschen der Walze in der Station. Noch spannender ist die automatische Abziehlippe. Sie hebt und senkt sich automatisch, um Kanten und Ecken besonders gründlich zu reinigen. Beim Zurückziehen verhindert sie, dass Schmutz zurückbleibt. Diese Technologie gibt es aktuell bei keinem anderen Gerät.

Mit 22.000 Pa Saugkraft und verbesserter Gewichtsverteilung verspricht der Nachfolger des hervorragenden H14 Pro (Testbericht) deutliche Verbesserungen. Ob die Neuerungen den Aufpreis rechtfertigen, zeigt unser Test.

Achtung: Nur der Dreame H15 Pro Heat erhitzt das Wasser so stark – das Modell H15 Pro hingegen bietet dieses Feature nicht.

Lieferumfang: Welches Zubehör liegt beim Dreame H15 Pro Heat bei?

Im Karton finden sich neben dem Wischsauger die Lade- und Reinigungsstation, eine Reinigungsbürste für die Wartung, ein Fläschchen Reinigungsmittel-Konzentrat, ein Ersatz-HEPA-Filter und eine Ersatzwalze. Die Verpackung ist durchdacht, alle Teile sind sicher verstaut. Eine bebilderte Anleitung führt durch die erste Inbetriebnahme. Für die optionale App-Steuerung gibt es einen QR-Code. Der Lieferumfang ist komplett, weitere Anschaffungen sind nicht nötig.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Dreame H15 Heat Pro?

Die Verarbeitung des H15 Heat Pro zeigt sich zwiespältig. Während die Technik hochwertig ist, wirken manche Kunststoffteile etwas billig. Der zweiteilige Schmutzwassertank mit getrennten Kammern für Wasser und feste Partikel ist clever konstruiert, zusätzlich gibt es einen Luftfilter. Allerdings erweist sich die Handhabung als tückisch: Beim Auseinandernehmen muss man das untere Teil festhalten, sonst schüttet man sich voll – was uns im Test prompt passierte.

Die Gewichtsverteilung wurde verbessert: Der Frischwassertank sitzt jetzt im Bodenelement, was den Bedienwiderstand verringert. Mit 6,2 kg ist das Gerät schwer, liegt aber besser in der Hand als der Vorgänger. Die Station wirkt solide, nimmt aber mit ihren Maßen einigen Platz ein. Das schwarze Design ist zeitlos, allerdings auch unspektakulär. Die automatische Abziehlippe am Kopf ist das optische Highlight und macht einen robusten Eindruck. Im direkten Vergleich wirkt der Tineco Floor One S9 Artist (Testbericht) hochwertiger verarbeitet.

Einrichtung: Wie schnell ist der Dreame H15 Pro Heat betriebsbereit?

Die Inbetriebnahme des H15 Pro Heat gelingt insgesamt schnell: Haupteinheit und Griff werden zusammengesteckt, die Station mit Strom versorgt und der 800-ml-Frischwassertank befüllt sowie eingesetzt. Optional lässt sich die zugehörige App nutzen – sie ermöglicht Firmware-Updates und bietet zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten, ist im Alltag jedoch nicht zwingend erforderlich. Viele Funktionen lassen sich direkt über die Tasten am Gerät steuern.

Zur Einrichtung der App dient ein versteckter Knopf auf der Rückseite des Wischsaugers, über den auch die Lautstärke der Sprachansagen angepasst werden kann. Die Dreamehome-App (Account erforderlich) erkennt das Gerät per Umgebungssuche. Nach Verbindung mit dem Geräte-Hotspot kann das WLAN eingerichtet werden.

Im Test war direkt ein App-Update verfügbar, dessen Installation jedoch auffällig lange dauerte und zunächst mit einer Fehlermeldung abbrach – obwohl es offenbar dennoch korrekt installiert wurde. Die App bietet weiterführende Optionen wie die Anpassung der Radunterstützung oder der Wasserzufuhr. Nach dem ersten Ladevorgang von etwa vier Stunden ist der H15 Pro vollständig einsatzbereit.

Steuerung: Wie ist das Handling des Dreame H15 Pro Heat?

Die Bedienung erfolgt über Tasten am Griff: Power, Modus-Wahl und Selbstreinigung. Die 4-stufige Leistungsregelung passt sich dem Verschmutzungsgrad an. Im Auto-Modus erkennt die Schmutzerkennung Verunreinigungen und regelt die Saugkraft sowie Wassermenge automatisch. Das Handling profitiert von der verbesserten Gewichtsverteilung, auch wenn der Tineco S9 Artist noch etwas besser in der Hand liegt.

Die angetriebenen Lenkrollen erleichtern die Bewegung trotz des hohen Gewichts. Das Flat-Reach-Design mit auf 180 Grad neigbarem Handteil ermöglicht flaches Wischen unter Möbeln. Die fehlende Front-LED des Vorgängers vermissen wir bei schlechten Lichtverhältnissen.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Dreame H15 Pro Heat?

Die Reinigungsleistung des H15 Pro Heat überzeugt auf ganzer Linie. Das Thermo-Rinse-System mit bis zu 85 °C heißem Wischwasser ist ein echter Gamechanger. Während die Konkurrenz nur lauwarmes oder kaltes Wasser nutzt, löst der H15 Pro selbst hartnäckige Verschmutzungen. Im Test entfernte er eingetrocknete Kaffeeflecken, Ketchup und Cola meist mit einer Überfahrt. Die Saugkraft von 22.000 Pa (Unterdruck) packt groben Schmutz mühelos.

Das absolute Highlight ist die Gap-Free-Abziehlippe. Sie senkt sich automatisch an Kanten ab und reinigt bis in die Ecken. Beim Zurückziehen hebt sie sich und verhindert, dass Schmutz zurückbleibt. Auf Hartböden bleibt nichts zurück – genial!

Bei der Selbstreinigung in der Station arbeitet er mit 100 °C heißem Wasser statt der üblichen 60 °C. Das ist hygienischer und entfernt Bakterien zuverlässiger. Mit 77 dB(A) ist die Walzenwäsche sehr laut, die Heißlufttrocknung aber effektiv. Der zweiteilige Schmutzwassertank mit getrennten Kammern für Wasser und feste Partikel erleichtert die Reinigung. Dennoch sollte er schnell geleert werden – nach zwei Tagen entwickeln sich bereits unangenehme Gerüche. Die fehlende automatische Reinigungsmitteldosierung des Vorgängers vermissen wir nicht wirklich.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Dreame H15 Pro?

Mit seinem 21,6V Li-Ionen-Akku (5.0Ah) schafft der H15 Pro bis zu 72 Minuten Laufzeit. Das reicht für etwa 200 m² Wohnfläche. Die tatsächliche Laufzeit hängt vom gewählten Modus ab: Im Auto-Modus mit variabler Leistung hält er länger durch als bei maximaler Stufe. Die Ladezeit von 4 Stunden ist marktüblich. Der Akkustand wird permanent am Display angezeigt. Für die meisten Haushalte reicht eine Akkuladung locker aus.

Preis

Der Dreame H15 Pro Heat kostet in der UVP 699 Euro. Seit dem Marktstart ist der Straßenpreis aber etwas gefallen und liegt inzwischen bei 599 Euro. Angesichts der einzigartigen Features wie Heißwasser-Bodenreinigung und automatischer Abziehlippe ist der Preis gerechtfertigt.

Vergleichbare Premiummodelle, wie etwa der Tineco Floor One S9 Artist (Testbericht), liegen in ähnlichen Preisregionen, bieten jedoch keine vergleichbaren Innovationen. Wer auf die Heißwasserfunktion verzichten kann, findet bereits günstigere Alternativen ab 400 Euro.

Fazit

Der Dreame H15 Pro Heat setzt neue Maßstäbe im Bereich der Wischsauger. Die Heißwasser-Bodenreinigung mit bis zu 85 °C warmem Wasser sowie die automatische, lückenlose Abziehlippe („Gap-Free“) sind echte Alleinstellungsmerkmale. Die Reinigungsleistung überzeugt auf ganzer Linie: Auf Hartböden bleibt nichts zurück, selbst Kanten und Ecken werden gründlich gesäubert. Dazu kommen die gesteigerte Saugleistung von 22.000 Pa und das Tangle-Cut-System zur Vermeidung von Haarverwicklungen.

Schwächen zeigt das Gerät bei der Verarbeitung: Einige Kunststoffteile wirken wenig hochwertig, und der Schmutzwassertank ist trotz durchdachter Kammertrennung unpraktisch zu entleeren. Die App-Einrichtung verlief holprig – inklusive fehlschlagender Updates. Dass die LED-Beleuchtung und automatische Reinigungsmitteldosierung des Vorgängers fehlen, ist verschmerzbar. Mit 77 dB(A) fällt die Selbstreinigung allerdings sehr laut aus.

Dennoch: Wer maximale Reinigungsleistung und innovative Technik sucht, kommt am H15 Pro Heat kaum vorbei. Er rechtfertigt seinen Premium-Preis durch echte Alleinstellungsmerkmale.

Roborock F25 Ace Pro im Test: Wischsauger, der auf Knopfdruck Schaum versprüht

Der F25 Ace Pro ist der neueste Wischsauger aus dem Hause Roborock. Er saugt mit 25.000 Pa und wischt mit Schaum.

VORTEILE

  • Schaumdüse nützlich, um hartnäckigere Flecken zu lösen
  • zuverlässige Saugleistung
  • unkomplizierte Handhabung

NACHTEILE

  • kaum Neuerungen zu Vorgängermodellen
  • Schmutzwassersieb wirkt etwas fragil

Der F25 Ace Pro ist der neueste Wischsauger aus dem Hause Roborock. Er saugt mit 25.000 Pa und wischt mit Schaum.

Die neueste Iteration der Wischsauger aus dem Hause Roborock, der F25 Ace Pro, versprüht auf Knopfdruck gezielt Schaum für eine bessere Fleckenreinigung. Alles andere bleibt größtenteils beim Alten: Selbstreinigung und Trocknung per Ladestation, Einrichtung per App. Lohnt sich das Upgrade für den Schaum oder bleibt man besser beim Vorgängermodell? Wir haben den Roborock F25 Ace Pro getestet und klären auf. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Zum Roborock F25 Ace Pro gibt es die Ladestation samt Stromkabel, die Wischwalze, ein Reinigungskonzentrat, einen Ersatz-HEPA-Filter und eine Handbürste für die Wartung. Selbstverständlich liegen auch ein Quick-Start-Guide sowie eine ausführlichere Betriebsanleitung bei. Alle Einzelteile sind dank Styroporeinlagen sicher verstaut. Der Quick-Start-Guide zeigt zudem visuell die Anordnung der einzelnen Komponenten innerhalb der Box, was für ein späteres Verstauen extrem hilfreich ist.

Design

Hier ändert sich nicht wirklich etwas. Wie bisher setzt Roborock mit dem F25 Ace Pro auf schlichtes Schwarz und viel Plastik. Der Wischsauger kommt mit den Maßen 265 x 1100 x 250 mm und wirkt äußerst robust. Alle Einzelteile klicken problemlos ineinander und sitzen fest. Das Auffangsieb aus Kunststoff wirkt allerdings etwas fragil. Das liegt hauptsächlich an den Verbindungsstücken, die sich durch Drücken an beiden Seiten vom Rest des Schmutzwasserfiltersystems lösen.

Die Ladestation ist kompakt und ebenfalls in unspektakulärem Schwarz gehalten. Das Stromkabel ist hingegen grau und bricht mit der sonst sehr einheitlichen Optik. Auch hier wirkt alles top verarbeitet.

Einrichtung

Die Einrichtung des Wischsaugers ist gewohnt einfach und schnell erledigt. Für die erste Inbetriebnahme muss man sämtliche Schutzfolien vom Gehäuse entfernen, die Wischwalze anbringen und den Griff in die dafür vorgesehene Öffnung stecken, bis er einrastet. Anschließend stellt man den F25 Ace Pro an die angeschlossene Ladestation, um den Akku aufzuladen. Zeitgleich kann die Koppelung mit der Roborock-App starten. Hinter dem Schmutzwassertank ist ein QR-Code versteckt, den man mit der Roborock-App einscannt, anschließend verbindet das Gerät mit dem heimischen WLAN. Etwaige anstehende Firmware-Updates können jetzt gestartet werden.

Für den ersten Einsatz steht zum Schluss noch das Auffüllen des Frischwassertanks und des Reinigungsmittelfachs an. Alles in allem ist die Einrichtung auch beim F25 Ace Pro super schnell und einfach erledigt.

Steuerung

Die Steuerung per App funktioniert erneut super. Man wechselt schnell zwischen den einzelnen Modi hin und her, justiert die Saugstärke und Wassermenge oder passt die Stärke der motorisierten Räder an. Auch die anschließende Selbstreinigung und Trocknung startet man bequem per App. Selbstverständlich steuert sich der Wischsauger auch über die Knöpfe am Gerät selbst.

Das LCD gibt Aufschluss über den gerade aktiven Modus sowie den derzeitigen Akkustand, wobei die Prozentanzeige der App aufschlussreicher ist als die Batterieanzeige auf dem Display.

Fester Bestandteil des Roborock F25 Ace Pro ist die Ansagerstimme, die jeden Moduswechsel und generell jede Zustandsänderung des Wischsaugers vertont. Uns stört das während des Tests nicht, auch wenn sie relativ laut ist. Das relativiert sich jedoch, sobald der Wischsauger in Betrieb ist. Die vertonten Informationen beschränken sich wirklich nur auf das Nötigste. Etwa der Wechsel in einen anderen Modus, die Information, dass der Ladevorgang beginnt oder die Aufforderung, dass man die Selbstreinigung starten soll. Man kann sie aber, wenn gewünscht, jederzeit leiser stellen oder auch ganz verstummen lassen. Es stehen neben Englisch und Deutsch auch viele andere Sprachausgaben, wie etwa Japanisch, Spanisch und Polnisch zur Auswahl. Beim

Über den Trigger am Griffinneren aktiviert sich die Düse am Bürstenkopf und verwandelt einen Teil des Reinigungskonzentrats in Schaum, der vor dem Wischsauger verteilt wird. Die motorisierten Räder fahren mit einer angenehmen Beschleunigung, die in Kombination mit der 70-Grad-Schwenkung des Wischsaugers für eine super präzise und komfortable Steuerung sorgt.

Auch den Roborock F25 Ace Pro kann man für die Reinigung senkrecht auf den Boden legen. Die App dient dann als Fernbedienung, mit der man den Wischsauger auch unter Möbel fahren kann, ohne sich dabei verrenken zu müssen. Eine Kamera, um unter den Möbeln sehen zu können, wo der Sauger gerade lang fährt, fehlt leider. Generell bietet sich die Fernsteuerung per App nur für punktuelle Bewegungen an, da sie sehr verzögert und grob auf die Eingaben reagiert.

Reinigung

Bei der täglichen Reinigung macht der F25 Ace Pro eine durchaus gute Figur. Mit 25.000 Pa saugt er gröbere Schmutzpartikel problemlos auf, während die Wischfunktion im Automatikmodus ideal das Parkett befeuchtet. Wir beseitigen mit ihm problemlos eingetrocknete Kakaoflecken, aber auch Flüssigkeiten wie verschüttete Hafermilch sind keine Herausforderung.

Mit der Schaumfunktion bearbeiten wir hartnäckigere Flecken und zum Großteil bemerken wir, dass sich die Verschmutzung im Anschluss tatsächlich leichter löst. Ein Allheilmittel ist das allerdings nicht, denn auch der F25 Ace Pro kommt an seine Grenzen. Eine besonders hartnäckige und festgetretene Verschmutzung auf dem Parkettboden bekommt er auch mit Schaum und mehrmaligem Darüberfahren nicht ohne weiteres gelöst. Hier müssen wir von Hand reinigen.

Auf Fliesen kann er verhältnismäßig gut sauber machen, auch wenn er in erster Linie für Parkettböden gedacht ist. Er muss sich aber deutlich schneller mit Flecken geschlagen geben als auf dem Holzboden. Hier hilft ebenso der zusätzliche Schaum beim Lösen der Verschmutzungen. Mit dem Schaum die gewünschte Stelle zu treffen, erfordert ein, zwei Versuche, bis man den Sprühradius raus hat. Die Düse beginnt nämlich unmittelbar vor dem Bürstenkopf zu sprühen und verteilt den Schaum dann in etwa bis zu 15 cm nach vorne.

Die Selbstreinigung mit der Ladestation erfolgt mit 95 °C heißem Wasser und reinigt die Wischwalze während unseres Tests rundum zufriedenstellend innerhalb von fünf Minuten. Auch die anschließende Lufttrocknung findet bei 95 °C statt, wahlweise in fünfminütiger Schnelltrocknung oder in der deutlich entspannteren dreißigminütigen Trocknung. Wir entscheiden uns für letztere und begrüßen das leise, angenehme Surren während des Vorgangs.

Was die Lautstärke angeht, ist der Roborock F25 Ace Pro im Betrieb vollkommen in Ordnung. Im Automatik-Modus und Max-Modus arbeitet er mit 50 bis 60 dB(A), die wir per Smartphone-App direkt am Gerät messen. 60 dB(A) waren aber tatsächlich auch die Obergrenze, die wir hier feststellen konnten. Die Werte dienen selbstverständlich nur als Richtwert und sind nicht mit Messwerten von professionellem Equipment zu vergleichen.

Die Lautstärke der Selbstreinigung fährt ebenfalls bis auf 60 dB(A) hoch, bewegt sich aber überwiegend bei etwa 55 dB(A). Das leise Surren der dreißigminütigen Selbsttrocknung pegelt sich bei etwa 35 dB(A) unmittelbar an der Station ein, ist aber bei laufendem Fernseher oder Musik nicht mehr wirklich zu hören.

Die anschließende Reinigung des Schmutzwassertanks findet nach wie vor von Hand statt. Hier gibt es nichts zu beanstanden, denn das Auffangsieb löst sich mit nur einem Handgriff vom Tank und hinterlässt größtenteils nur Plörre. Der feste Schmutz bleibt am Sieb hängen und kann einfach in den Mülleimer verfrachtet werden. Anschließend noch den HEPA-Filter, das Sieb und den Tank durchspülen, abtrocknen und wieder einsetzen, und der F25 Ace Pro ist erneut einsatzbereit.

Akkulaufzeit

Roborock verspricht bis zu 60 Minuten Betrieb im Eco-Modus, 40 Minuten im Auto-Modus und 30 Minuten im Max-Modus mit dem F25 Ace Pro. Die Werte decken sich mit unseren Beobachtungen, denn nach etwa 15 Minuten im Auto-Modus mit mehrmaligem Wechsel in den Max-Modus verbleiben noch gut 60 Prozent Akkuladung. Das sollte ausreichen, um die meisten Wohnungen problemlos durchzuwischsaugen.

Preis

Die UVP des Roborock F25 Ace Pro liegt bei 649 Euro. Aktuell gibt es den Wischsauger für 520 Euro.

Fazit

Für 520 Euro reinigt der Roborock F25 Ace Pro zuverlässig die meisten Verschmutzungen – sowohl durch Wischen als auch Saugen. Unterstützt wird er hierbei durch die neu hinzugekommene Schaumdüse, die in unserem Test einen guten Job macht und tatsächlich eine nützliche Ergänzung für die regelmäßige Putzaktion ist.

Mit 25.000 Pa hat er zwar auf dem Papier eine höhere Saugleistung als noch der F25 Ace, saugt für uns aber nicht merklich besser oder schlechter. Auch die restlichen Funktionen gleichen sich mehr oder weniger mit denen älterer Modelle. Für Besitzer eines aktuelleren Roborock-Saugwischers lohnt sich also ein Upgrade auf den F25 Ace Pro nicht wirklich, da hier die Schaumdüse die einzige tatsächliche Neuerung darstellt.

Wer noch keinen Wischsauger hat, bekommt mit dem Roborock F25 Ace Pro aber ein kompetentes Modell, das im Hinblick auf Reinigung, Verarbeitung und Handhabung überzeugt.

Mova X4 Pro im Test: Wischsauger, der 80 °C heißes Wasser auf Knopfdruck sprüht

Der Wischsauger Mova X4 Pro versprüht heißes Wasser auf Knopfdruck und entfernt damit stärkere Verschmutzungen. Sich selbst reinigt er mit 100 °C heißem Wasser.

VORTEILE

  • Sprühfunktion nützlich, um härtere Verschmutzungen zu lösen
  • 100 °C heiße Selbstreinigung
  • schlaues Design erleichtert Reinigung des Schmutzwassertanks
  • solide Verarbeitung

NACHTEILE

  • Sauger hat Schwierigkeiten mit größeren Objekten
  • Wischwalze hinterlässt manchmal Staubfäden am Boden
  • kein separates Fach für Reinigungskonzentrat

Der Wischsauger Mova X4 Pro versprüht heißes Wasser auf Knopfdruck und entfernt damit stärkere Verschmutzungen. Sich selbst reinigt er mit 100 °C heißem Wasser.

Der Wischsauger Mova X4 Pro liefert einen Heißwassermodus, mit dem man auf Knopfdruck zusätzlich Wasser versprühen kann, um hartnäckige Flecken zu entfernen. Außerdem erleichtert ein gut durchdachtes Design die Reinigung des Geräts ungemein. Wie es um seine Saug- und Wischleistung bestellt ist, zeigt der Test.

Lieferumfang

Zusammen mit dem Wischsauger erhält man eine Ersatzwischwalze, eine Flasche Reinigungskonzentrat, einen Ersatz-HEPA-Filter sowie eine Handbürste. Zudem liegt dem Paket auch eine Betriebsanleitung bei.

Design

Der Mova X4 Pro kommt im schlanken Design in silbern-schwarzer Optik daher. Das LCD ist zum Ende des Griffs hin platziert, wodurch eine einwandfreie Lesbarkeit während des Saugens garantiert ist. Es zeigt den Akkustand sowie den derzeit ausgewählten Modus an. An den Seiten des Rumpfs befinden sich zwei Lautsprecher, über die das Gerät verschiedene Statusmeldungen von sich gibt.

Der Wassertank ist unten am Fuß des Saugwischers auf der Rückseite angebracht. Diesen löst man durch Anheben eines Griffs. Schade: Der Wassertank ist nicht zweigeteilt. Das bedeutet, eine separate Zufuhr des Reinigungskonzentrats gibt es nicht. Stattdessen kippt man es zum Wischwasser dazu, wodurch etwa bei der Selbstreinigung auch das Konzentrat mit ausgeschüttet wird. Das lösen andere Hersteller besser und verzichten so auf eine unnötige Verschwendung.

Am Griff befinden sich mehrere Knöpfe. Ein An-/Aus-Schalter, ein Button, um den Reinigungsmodus zu wechseln, sowie ein Knopf auf der Innenseite des Griffs. Dieser sorgt für eine gezielte Zufuhr von heißem Wasser, wenn man den entsprechenden Modus verwendet. Die Öffnung dafür befindet sich vorn am Fuß. Unterstützend arbeitet hier eine grüne LED, die permanent leuchtet, wenn der Wischsauger in Betrieb ist. Sie zeigt den Bereich an, in welchem das heiße Wasser verteilt wird.

Der Schmutzwassertank löst sich problemlos vom Saugwischer und offenbart den runden HEPA-Filter, welcher oben auf dem Tank thront. Durch Hochziehen eines Griffs trennt man nun Auffangbehälter vom Schmutzwassertank. Das Ganze funktioniert unkompliziert und ist leicht verständlich. Das Herausnehmen des Filters erfordert jedoch etwas Kraft. Praktisch ist das herausfahrbare Sieb, welches die Reinigung im Anschluss an den Saugvorgang erheblich erleichtert.

Die Reinigungsstation ist so konzipiert, dass man mit dem Saugwischer einfach in sie hineinfährt und das Gerät dabei nicht anheben muss.

Einrichtung

Da es für den Mova X4 Pro keine App gibt, ist die Einrichtung superschnell erledigt. Nach dem Auspacken muss man die Plastikfolien am Gerät entfernen, den Griff mit dem Rumpf des X4 Pro verbinden sowie die Reinigungsstation mit der Steckdose verbinden. Während der Mova X4 Pro lädt, kann man schon einmal den Wassertank auffüllen und das Reinigungskonzentrat hinzugeben. Die Wischwalze ist bei der Lieferung bereits vorinstalliert.

Steuerung

Die Steuerung des Mova X4 Pro erfolgt ausschließlich über die Buttons am Saugwischer selbst. Das ist entspannt und unkompliziert. Man hat allerdings aufgrund einer fehlenden App keine Möglichkeit, das Saug- und Wischverhalten gezielt an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Hier müssen die vier vorprogrammierten Reinigungsmodi ausreichen.

Dank der motorisierten Räder fährt sich der Mova X4 Pro angenehm leicht und ohne großen Kraftaufwand. Da er um 60 Grad nach links und rechts schwenkbar ist, fährt er mit flüssigen Bewegungen um Gegenstände herum. Er ist zudem in der Lage, auch komplett flach auf dem Boden zu saugwischen und kommt somit gut unter Möbel. Hier muss man allerdings beachten, dass sich die maximale Füllmenge des Schmutzwassertanks ändert. Im Idealfall sollte man demnach zu Beginn der Putzaktion unter den Möbeln saugwischen.

Über einen Trigger auf der Innenseite des Griffs sprüht man im Heißwassermodus zusätzlich das auf 80 Grad aufgeheizte Wasser vor den Saugwischer auf den Boden. Der Trigger ist dabei gut verarbeitet und bietet genügend Widerstand, um nicht aus Versehen zu sprühen.

Reinigung

Der Mova X4 Pro arbeitet mit bis zu 20.000 Pa und hat vier verschiedene Reinigungsmodi zur Auswahl: Smart-, Ultra-, Suction- und Hot-Water-Mode. Im Smart-Mode reguliert das Gerät die Saugkraft von selbst in Abhängigkeit von der Verschmutzung am Boden. Der Modus ist für die tägliche Reinigung gedacht. Ultra-Mode dreht den X4 Pro komplett auf und ist für die Tiefenreinigung gedacht. Die hinzugeschaltete Leistung wirkt sich logischerweise auch stärker auf die Akkulaufzeit aus. Suction-Mode ist rein zum Aufsaugen von Wasser gedacht, da weder die Bürste vom Gerät befeuchtet noch frisches Wasser auf dem Boden verteilt wird. Der Hot-Water-Mode ist das für uns spannendste Reinigungsprofil. Das liegt primär daran, dass man punktuell durch die Düse am Bürstenkopf 80 °C heißes Wasser auf den Boden sprühen kann, um eingetrocknete Flecken besser zu beseitigen.

Während unseres Tests haben wir tatsächlich mit diesem Reinigungsprofil die beste Erfahrung gemacht, als es um die Entfernung hartnäckiger Flecken ging. Obwohl der Ultra-Mode auf dem Papier verspricht, die intensivste Reinigung hinzulegen, konnten die härtesten Flecken auf unserem Fliesenboden in der Küche nur durch den Hot-Water-Mode beseitigt werden. Im Laufe des Tests alternieren wir so zwischen Smart- und Heißwassermodus, um sowohl Parkett- als auch Fliesenböden zu säubern. Eine Möglichkeit, gänzlich ohne Wasser zu saugen, gibt es leider nicht.

Was die Saugleistung betrifft, überzeugt der Mova X4 Pro nicht auf ganzer Linie. Während er Haare, Krümel und Staub im Laufe des Tests problemlos aufsaugt, kämpft er mit größerem Dreck wie ungekochten Penne, die er nur nach mehrmaligem Drüberfahren aufsaugt.

Die anschließende Säuberung des Wischsaugers erfolgt über die Reinigungsstation. Dank der Auffahrrampe fährt man den Mova X4 Pro einfach in die Station, mit der er sich über die Kontakte auf der Unterseite des Rumpfs verbindet. Der Button oben am Griff startet den Reinigungsprozess. Drückt man ihn erneut unmittelbar nach der Sprachansage, startet indes der Intensivmodus. Dieser ist lauter, dafür aber auch deutlich schneller als der reguläre. Gereinigt wird mit 100 °C heißem Wasser. Die anschließende Trocknung findet mit 90 °C Heißluft statt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Bürste ist frei von Haaren, Fusseln oder sonstigem Schmutz und zudem trocken.

Dank des schlau designten Auffangbehälters mit herausklappbarem Sieb ist auch die Reinigung des Schmutzwassertanks superschnell erledigt. Es gibt wenige Verwinkelungen und Spalten, in denen sich Schmutz festsetzen kann. So reicht ein einfaches Durchspülen mit heißem Wasser in unserem Fall aus, um sichtbaren Schmutz restlos zu entfernen. Mit Schwamm und Spüli schrubbt man einmal kurz drüber, um Gerüche zu vermeiden. Auch der Tank an sich ist schnell durchgespült und abgetrocknet.

Akkuleistung

Wie auch bei anderen Wischsaugern ist die Akkuleistung abhängig vom gewählten Modus. Am meisten holt man mit dem Smart-Mode heraus. Hier schafft der Akku bis zu 45 Minuten Laufzeit, bevor der X4 Pro wieder an die Station muss. Maximal 25 Minuten hält er im Hot-Water-Mode durch. Vorgesehen ist er für einen Einsatz auf bis zu 350 m². Während des Tests kommen wir mit der Akkukapazität gut aus, bemerken aber definitiv die unterschiedlich starke Beanspruchung der einzelnen Modi. Für die meisten täglichen Einsätze ist der Smart-Mode vollkommen ausreichend und bietet mit bis zu 45 Minuten genügend Ausdauer, um mehrere Räume zu saugwischen. Bedenkt man, dass der Hot-Water-Mode für den punktuellen Einsatz gedacht ist, sind auch die maximalen 25 Minuten Einsatzzeit komplett in Ordnung.

Preis

Die UVP des Mova X4 Pro liegt bei 499 Euro. Derzeit kostet er 349 Euro.

Fazit

Der Mova X4 Pro überzeugt durch einige gut durchdachte Funktionen in der Ausstattung und ein schickes Design. Neben nützlichen Funktionen wie dem Heißwassermodus mit Sprühfunktion und der 100 °C heißen Selbstreinigung stechen eine sinnvoll designte Ladestation und das praktische Auffangsieb hervor. Die Saug- und Wischleistung überzeugt größtenteils, weist aber auch Schwächen auf: Mit 20.000 Pa saugt der X4 Pro zwar kräftig, kämpft aber mit größeren Objekten. Die Wischwalze verteilt das Wasser gleichmäßig und größtenteils schlierenfrei, an den Seiten sammeln sich jedoch immer mal wieder Staubfäden. Diese lösen sich gelegentlich und bleiben dann auf dem ansonsten sauberen Boden liegen. Zusammenfassend bekommt man mit dem Mova X4 Pro einen soliden Wischsauger zu einem kompetitiven Preis, der im Alltag seinen Job gut erledigt, allerdings in bestimmten Situationen schwächelt.

Gutes Handling und Top-Reinigung: Wischsauger Tineco Floor One S9 Artist im Test

Der Tineco Floor One S9 Artist kombiniert Saugen und Wischen in einem eleganten Design. Wir haben getestet, ob der Premium-Wischsauger für 599 Euro sein Geld wert ist.

VORTEILE

  • hervorragende Saug- und Wischleistung
  • angenehmes Handling
  • automatische Selbstreinigung mit Warmwasser und Heißlufttrocknung
  • hochwertig & ungewöhnliches Design mit Leuchteffekten

NACHTEILE

  • relativ hoher Preis
  • hohe Lautstärke bei Selbstreinigung

Der Tineco Floor One S9 Artist kombiniert Saugen und Wischen in einem eleganten Design. Wir haben getestet, ob der Premium-Wischsauger für 599 Euro sein Geld wert ist.

Der Tineco Floor One S9 Artist spielt mit 469 Euro im oberen Preissegment der Wischsauger mit, bietet dafür aber auch einige Besonderheiten. Neben einer motorisierten Rollunterstützung für leichteres Handling verfügt er über eine Reinigungsstation, die die Wischwalze mit erwärmtem Wasser durchspült und anschließend mit heißer Luft trocknet. Wir haben getestet, wie gut der Wischsauger im Alltag funktioniert und ob er mit der Konkurrenz mithalten kann.

Lieferumfang: Welches Zubehör liegt dem Tineco Floor One S9 Artist bei?

Im Lieferumfang des Tineco Floor One S9 Artist befinden sich neben dem Wischsauger selbst die kombinierte Lade- und Reinigungsstation, ein Filter sowie zwei Bürstenrollen für die Wischfunktion. Zusätzlich liegt eine Flasche der wohlriechenden Reinigungslösung bei, die dem Frischwasser beigemischt werden kann. Zur einfachen Pflege des Geräts ist außerdem ein spezielles Reinigungswerkzeug enthalten, mit dem sich Haare und andere Verschmutzungen leicht aus der Bürstenrolle entfernen lassen. Die Ausstattung ist damit komplett und enthält alles, was für den sofortigen Einsatz und die regelmäßige Wartung des Wischsaugers benötigt wird.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Tineco Floor One S9 Artist?

Der Tineco Floor One S9 Artist überzeugt mit einer hochwertigen Optik, die klar auf Design ausgerichtet ist. Besonders auffällig ist die schillernde Kunststofffront, über der je nach Betriebsstatus verschiedene Leuchteffekte erscheinen. Trotz der Verwendung von Kunststoff wirkt das Gerät hochwertig verarbeitet und macht einen soliden Eindruck. Die Optik ist dabei durchaus diskutabel und sorgt in der Redaktion für ein gespaltenes Meinungsbild.

Mit Abmessungen von 266 x 1100 x 233 mm und einem Gewicht von 5,3 kg ist der S9 Artist zwar kein Fliegengewicht. Der im Wischkopf integrierte Frischwassertank fasst 1 Liter und ermöglicht damit längere Reinigungszyklen ohne Nachfüllen. Besonders praktisch ist das Zwei-Kammer-System des Schmutzbehälters, das groben Schmutz und Schmutzwasser voneinander trennt. Das vereinfacht die Reinigung und verhindert Verstopfungen. Die Entleerung sollte allerdings zügig nach der Reinigung erfolgen, da sich sonst in Verbindung mit der Feuchtigkeit Gerüche und Schimmel bilden können.

Das hochauflösende Farbdisplay im Handgriff zeigt wichtige Informationen wie den Akkustand, den aktuell verwendeten Modus sowie Statusmeldungen übersichtlich an. Insgesamt präsentiert sich der Tineco Floor One S9 Artist als durchdachtes Gerät mit einem gelungenen Mix aus Funktionalität und ansprechendem Design.

Einrichtung: Wie schnell ist der Tineco Floor One S9 Artist betriebsbereit?

Die Inbetriebnahme des Tineco Floor One S9 Artist gestaltet sich unkompliziert. Nach dem Auspacken muss man lediglich den Handgriff in die Basiseinheit stecken und den Akku vollständig aufladen, wobei er in unserem Fall bereits fast vollständig aufgeladen kommt. Abschließend muss man noch den Frischwassertank mit Leitungswasser befüllen; bei Bedarf kann man die mitgelieferte Reinigungslösung hinzufügen.

Für die Nutzung der App ist eine Installation auf dem Smartphone erforderlich. Dazu lädt man die App Tineco Life herunter und meldet sich mit seinem Tineco-Account an oder erstellt einen neuen. Anschließend muss man der App einige Berechtigungen erteilen. Alsdann kann man nach dem Wischsauger suchen und ihn in der App hinzufügen. Nach Angabe des WLAN-Netzwerks mit Passwort ist die Einrichtung abgeschlossen. Hier gab es im Test zunächst Probleme mit Android-Geräten, wo sich die App beim Download der Produktressourcen aufhing. Ein aktuelles App-Update hat dieses Problem jedoch behoben. Unter iOS funktioniert die App von Anfang an einwandfrei. Die App-Nutzung ist abgesehen davon optional, da alle wichtigen Funktionen auch direkt am Gerät gesteuert werden können.

Die Lade- und Reinigungsstation sollte an einem gut zugänglichen Ort mit Stromanschluss platziert werden. Nach der Reinigung wird der S9 Artist dort abgestellt, wo er automatisch auflädt und bei Bedarf die Selbstreinigungsfunktion durchführt.

Steuerung: Wie ist das Handling des Tineco Floor One S9 Artist?

Das Handling des Tineco Floor One S9 Artist gestaltet sich im Test ausgesprochen angenehm und übertrifft in diesem Punkt nach unserem Gefühl sogar den Dreame H15 Pro (Test folgt in Kürze). Auch hier erweist sich die motorisierte Rollunterstützung als große Erleichterung, da sie das Schieben des 5,3 kg schweren Geräts deutlich angenehmer macht. Der Wischsauger gleitet fast von selbst über den Boden, was die Reinigung auch in größeren Räumen weniger anstrengend macht.

Die Bedienung erfolgt hauptsächlich über das hochauflösende Farbdisplay im Handgriff, das alle wichtigen Informationen übersichtlich anzeigt. Praktisch sind auch die Statusmeldungen, die auf dem Display angezeigt werden, wenn etwa der Frischwassertank leer ist oder der Schmutzbehälter geleert werden sollte. So behält man während der Reinigung stets den Überblick über den Zustand des Geräts.

Mit einem Knopfdruck kann zwischen den drei Reinigungsmodi Auto, Max und Leise (62 dB(A)) gewechselt werden. Der Auto-Modus passt die Saugleistung automatisch an den erkannten Verschmutzungsgrad an, was in den meisten Fällen die beste Wahl darstellt.

Die App bietet zwar zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten, ist aber für den täglichen Gebrauch nicht zwingend erforderlich. Hier lassen sich neben den auch am Gerät wählbaren Betriebs-Modi auch die Selbstreinigung auslösen sowie die Laufgeschwindigkeit je nachdem, ob der Wischsauger gekippt ist oder flachliegt. Ebenso kann man seine Reinigungshäufigkeit sowie die durchschnittliche Verschmutzung der letzten sieben Tage einsehen.

Wen die durchaus penetranten Sprachansagen des S9 Artist stören, der kann diese sowohl per App als auch am Gerät selbst über einen eigens dafür vorhandenen Knopf deaktivieren. So ist insbesondere die Betonung der Aufforderung „Stellen Sie das Gerät auf die Ladestation“ in eindrücklicher Erinnerung geblieben.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Tineco Floor One S9 Artist?

Der Tineco Floor One S9 Artist überzeugt im Test mit einer hohen Saugleistung von 22.000 Pa sowie einer guten Wischleistung durch die Wischwalze. Er bewältigt verschiedene Verschmutzungen wie Kaffeeflecken, Vogelfutter mit Haferflocken oder Mehl mühelos. Bei einem einzigen Durchgang werden bereits etwa 95 Prozent des Schmutzes entfernt – lediglich beim Mehl bleiben vereinzelt klumpig-klebrige Rückstände zurück, die einen zweiten Durchgang erfordern.

Tineco Floor One S9 Artist – Reinigung

Die Lautstärke im Auto-Modus beträgt moderate 65 dB(A), in der höchsten Stufe erreicht sie 69 dB(A). Der leise Modus arbeitet mit angenehmeren 62 dB(A).

Nach der Reinigung empfiehlt sich die Nutzung der automatischen Selbstreinigungsfunktion in der Station. Dabei wird die Wischwalze mit erwärmtem Wasser durchgespült und anschließend mit 85 Grad heißer Luft getrocknet. Dieser Vorgang dauert etwa 5 Minuten und erreicht eine Lautstärke von 77 dB(A). Im Test zeigte sich, dass die Walze nach einem Durchgang noch nicht vollständig trocken war, weshalb ein zweiter Trocknungsvorgang sinnvoll sein kann. Ausgelöst wird die Selbstreinigung über einen eigens dafür im Handgriff integrierten Knopf.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Tineco Floor One S9 Artist?

Der Tineco Floor One S9 Artist ist mit einem 3900-mAh-Akku ausgestattet. Damit erreicht er je nach Modus eine Betriebsdauer von bis zu 50 Minuten, was für die gründliche Reinigung auch größerer Wohnflächen ausreichend ist.

Das Aufladen des vollständig entleerten Akkus dauert etwa 4 bis 5 Stunden in der Ladestation. Eine praktische Ladezustandsanzeige im Display informiert jederzeit über die verbleibende Akkulaufzeit, sodass man die Reinigung entsprechend planen kann.

Preis: Was kostet der Tineco Floor One S9 Artist?

Der Tineco Floor One S9 Artist ist mit seinem Normalpreis von 699 Euro im oberen Preissegment der Wischsauger angesiedelt. Aktuell bekommt man den Premium-Wischsauger 100 Euro günstiger für 469 Euro.

Fazit: Lohnt sich der Kauf des Tineco Floor One S9 Artist?

Der Tineco Floor One S9 Artist überzeugt im Test als leistungsstarker und komfortabler Wischsauger. Mit seiner hervorragenden Saug- und Wischleistung entfernt er nahezu alle Arten von Verschmutzungen effektiv und gründlich. Besonders die motorisierte Rollunterstützung macht das Handling angenehm und hebt den S9 Artist positiv von manchen Konkurrenzprodukten ab.

Die Selbstreinigungsfunktion mit Warmwasser und Heißlufttrocknung sorgt für Hygiene und verlängert die Lebensdauer der Bürstenrollen, auch wenn ein zweiter Trocknungsvorgang manchmal notwendig sein kann. Das durchdachte Zwei-Kammer-System des Schmutzbehälters erleichtert die Entleerung und Reinigung.

Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 50 Minuten ist der S9 Artist für die meisten Haushalte ausreichend dimensioniert. Die intuitive Bedienung direkt am Gerät macht die App zwar nicht zwingend erforderlich, bietet aber zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten.

Zum Preis von 599 Euro ist der Tineco Floor One S9 Artist zwar kein Schnäppchen, bietet aber im Vergleich zur ähnlich positionierten Konkurrenz ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für alle, die einen leistungsstarken Wischsauger mit komfortabler Handhabung und ansprechendem Design suchen, ist der S9 Artist eine empfehlenswerte Wahl.

Dreame H14 Pro im Test: Das ist der beste Saugwischer

Der Dreame H14 Pro vereint alle Features, die bislang in einem Top-Saugwischer denkbar sind. Das prädestiniert ihn für den Titel „bester Saugwischer“ – aber ist er das auch wirklich? Wir haben das Modell ausführlich getestet.

VORTEILE

  • Elektrolyse zur Frischwasser-Desinfektion
  • Heißwasserwäsche
  • Schnelltrocknung
  • sinnvolle App-Steuerung
  • fast vollständige Randreinigung
  • hervorragende Reinigungswirkung
  • Auto-Dosierung von Reinigungskonzentrat
  • angetriebene Räder

NACHTEILE

  • recht teuer
  • Schnelltrocknung sehr laut

Der Dreame H14 Pro vereint alle Features, die bislang in einem Top-Saugwischer denkbar sind. Das prädestiniert ihn für den Titel „bester Saugwischer“ – aber ist er das auch wirklich? Wir haben das Modell ausführlich getestet.

Dreame baut nicht nur tolle Saugroboter wie den L40 Ultra (Testbericht) oder gar den X40 Ultra (Testbericht), sondern auch hervorragende Wischsauger. Das zuletzt getestete Modell H13 Pro (Testbericht) überzeugte weitgehend, bei der neuesten H14-Generation will der Hersteller aber noch einmal eine Schippe nachlegen. So vereint der getestete H14 Pro alles, was derzeit in einem perfekten Saugwischer denkbar ist – zumindest auf dem Papier. Wir haben im Test überprüft, wie sich die überzeugenden technischen Daten auf den Alltag auswirken.

Highlights: Welche Stärken bietet der Dreame H14 Pro?

  • beidseitige Kantenreinigung
  • informatives Display
  • starke Saugkraft von bis zu 18.000 Pa
  • verschiedene Leistungsmodi inkl. DIY-Modus (per App)
  • automatische Schmutzerkennung mit Leistungsanpassung 
  • bis auf den Boden absenkbar für Reinigung unter Möbeln
  • automatische Reinigungsmitteldosierung
  • Moppwäsche mit bis zu 60 °C heißem Wasser
  • 5-minütige Schnelltrocknung der Wischwalze per Heißluft
  • elektrolytische Desinfektion des Frischwassers
  • praktische LED-Beleuchtung der Bodendüse
  • angetriebene Räder für leichte Manövrierbarkeit
  • App-Support

Aktuell ist der Dreame H14 Pro zum Bestpreis von 299 Euro erhältlich (UVP 699 Euro).

Lieferumfang: Was ist beim Dreame H14 Pro dabei?

Bereits beim Zusammenbau macht der Dreame H14 Pro einen robusten Eindruck. Das Gerät ist hochwertig verarbeitet, die einzelnen Komponenten lassen sich einfach zusammenstecken. Mit einem Gewicht von 5,7 kg ist der H14 Pro allerdings kein Leichtgewicht. Umso wichtiger, dass Dreame hier mit den angetriebenen „Glide-Wheel“-Rädern vorgesorgt hat.

Diese sorgen dank eines intelligenten Algorithmus für eine flüssige Vor- und Rückwärtsbewegung, sodass sich der H14 Pro trotz des hohen Gewichts überraschend leicht manövrieren lässt. Das macht die Reinigung wirklich komfortabel, zumal diese Unterstützung kaum merklich abläuft und sich daher nicht künstlich anfühlt. Auch die praktische Freistehfunktion erweist sich als sehr nützlich im Alltag, um den Sauger mal eben für eine kurze Pause abstellen zu können, ohne dass er umfällt. Dabei saugt der Wischer einige Sekunden lang noch einmal verstärkt Feuchtigkeit ab, um die Gefahr von Feuchtigkeitsschäden am Standort zu minimieren.

Eines der Highlights ist sicherlich die Möglichkeit, den H14 Pro so weit abzusenken, dass er komplett flach auf dem Boden liegt. Das können nur wenige Konkurrenten, da die Gefahr besteht, dass der Saugwischer ausläuft. Das sorgt dann unter Umständen nicht nur für eine ungebetene Sauerei, sondern kann auch zur Beschädigung der Technik führen. Mit einer Gesamthöhe von nur 14 cm im liegenden Zustand kommt man damit einwandfrei unter die meisten Möbelstücke und kann auch diese Bereiche mühelos reinigen. Damit der Korpus des Gerätes dabei nicht verkratzt und auch empfindliche Holzböden nicht beschädigt werden, verfügt der H14 Pro auf der Rückseite über eine kleine Laufrolle. So kratzt der Saugwischer nicht über den Boden, sondern rollt auch liegend.

Der Dreame H14 Pro kommt gut geschützt in einem Karton zum Kunden. Zum Lieferumfang gehören neben der Sauger-Haupteinheit mit Wischwalze eine Ersatzwalze, Ladestation, Netzteil, Reinigungsbürste, Ersatzfilter, Reinigungsmittel-Konzentrat und eine Bedienungsanleitung.

Steuerung: Wie ist das Handling des Dreame H14 Pro?

Gesteuert wird der Dreame H14 Pro über vier Tasten und einen Schalter am Griff: Power-Taste zum Ein- und Ausschalten, Modus-Taste zum Wechseln der Reinigungsmodi, Reinigungs-Taste für Walzenreinigung auf der Station und den Schalter für Reinigungsmittelzufuhr. Auf der Oberseite des Korpus befindet sich ein schickes Display, das neben dem Akkustand und dem gewählten Reinigungsmodus auch per Farbindikatoren Auskunft über den Verschmutzungsgrad des Bodens gibt. Der Inhalt des Screens dreht sich in Abhängigkeit davon, ob das Gerät ladend in der Station steht oder in Gebrauch ist. So müssen sich Nutzer nie den Hals verrenken, um den Inhalt richtig herum ablesen zu können.

Der Auto-Modus erkennt Verschmutzung und passt die Saugleistung automatisch an. Im Ultra-Modus wird die elektrolytische Desinfektion des Frischwassers aktiviert, um Bakterien weitestgehend zu eliminieren. Der Nur-Saugen-Modus stoppt den Wasserzufluss und saugt Flüssigkeiten auf – etwa, um die Dusche trocken zu bekommen. Der DIY-Modus ist in der App individuell einstellbar und erlaubt so direkten Eingriff auf Parameter wie Saugleistung, Wasserzuführung und Elektrolyse.

App: Was kann man alles einstellen?

Bislang waren Apps für Saugwischer eher nettes Gimmick als sinnvolles Feature. Beim Dreame H14 Pro ist das etwas anders. Eine tolle Neuerung ist etwa die automatische Dosierung des Reinigungsmittels. Über eine kleine Klappe auf der Vorderseite lässt sich der Dosierer mit jeglicher Art von Reinigungsflüssigkeit-Konzentrat befüllen. Diese wird dann je nach Verschmutzungsgrad des Bodens automatisch dem Wischwasser in einem Mischverhältnis von 1:200 bis 1:30 zugegeben. Eine wirklich praktische Funktion, die dem Nutzer Arbeit abnimmt und in der App auf „kraftvolle Fleckentfernung“ umgestellt werden kann.

Zudem darf der Nutzer in der App die Antriebsstärke der Räder wählen, das LED-Licht des Wischkopfes deaktivieren und die Sprache sowie Lautstärke bestimmen. Außerdem gibt es hier Einblick auf Reinigungsverläufe, den Zustand der Verbrauchsmaterialien und Firmware-Updates können angestoßen werden – sofern Updates nicht automatisch bezogen werden sollen. Auch gibt es Schnellzugriffe für Reinigung und Trocknung: Von 5 Minuten Schnelltrocknung können Nutzer auf die deutlich leisere 1-Stunden-Trocknung wechseln. Dann gibt es auch noch den bereits erwähnten DIY-Modus, der in der App eingerichtet werden kann. Auch wenn längst nicht alle Funktionen wirklich eine App rechtfertigen, sind doch einige dabei, die den Umgang mit dem Dreame H14 Pro erleichtern.

Reinigung: Wie gut wischt der Dreame H14 Pro?

Dreame H14 Pro

Doch kommen wir zum wichtigsten Punkt: Wie gut reinigt der Dreame H14 Pro? Um das herauszufinden, haben wir ihn diversen Härtetests unterzogen – mit beeindruckenden Ergebnissen. In unserem Test entfernte der Saugwischer Kaffeeflecken, Ketchup, verschüttete Haferflocken mit Milch und eingetrocknetem Schlamm bereits nach wenigen, meist schon nach nur einer Überfahrt rückstandslos. Hartnäckige Verunreinigungen wie eingetrockneter Ketchup benötigen zwar mehrere Überfahrten, das ist aber bei der Konkurrenz genauso.

Auch hinsichtlich der Randreinigung macht der H14 Pro eine ausgezeichnete, wenn auch keine perfekte Figur. Mit der beidseitigen Kantenreinigung kommt er bis auf wenige Millimeter, aber eben nicht ganz an Sockelleisten und Ecken heran. Ein Nacharbeiten ist hier aber insgesamt kaum nötig.

Absolut überzeugend schneidet der Dreame H14 Pro auch beim Thema Wischwalzenreinigung ab. Mit bis zu 60 °C heißem Wasser und rotierenden Vor- und Rückwärtsbewegungen der Walze entfernt die Selbstreinigung der Basisstation selbst festsitzende Verschmutzungen effektiv. Nach der Reinigung wird die Walze dank eines speziellen Heißluftverfahrens innerhalb von nur 5 Minuten nahezu komplett getrocknet. Das ist allerdings sehr laut, wir haben in einem Meter Abstand satte 64 dB gemessen. Das entspricht in etwa dem Akkustaubsauger Dyson V15 Detect (Testbericht) im Normalbetrieb. Dafür ist das eben schnell wieder vorbei. Die deutlich leisere Trocknungsmethode kam im Test auf etwa 39 dB, dauert dafür aber eine Stunde.

Heißwasserwäsche, Heißlufttrocknung und die Elektrolyse des Frischwassers sind ein echter Komfort-, Hygiene- und Zeitgewinn. Damit hebt sich der Dreame H14 Pro positiv von der Konkurrenz ab, denn die meisten Modelle bieten eine oder zwei dieser Funktionen, selten aber alle drei.

Preis: Was kostet der Dreame H14 Pro?

Aktuell ist der Dreame H14 Pro zum Bestpreis von 299 Euro erhältlich (UVP 699 Euro).

Fazit: Lohnt sich der Kauf des Dreame H14 Pro?

Der Dreame H14 Pro bietet ein echtes Rundum-sorglos-Paket. Exzellente Reinigungsleistung, ausgereifte Funktionen zur Selbstreinigung und Trocknung der Walzen, hohe Flexibilität dank flachem Wischen und leichte Handhabung durch die angetriebenen Räder machen den H14 Pro zum neuen Spitzenreiter unter den Saugwischern. Das Gerät lässt kaum Wünsche offen und setzt in vielen Bereichen Maßstäbe. Das hat natürlich mit stolzen 699 Euro in der UVP des Herstellers seinen Preis, in Relation zu ähnlich teuren Modellen ist er das aber auch wert.

Dreame H12 Dual im Test: Sehr guter Saugwischer und Akkusauger in einem

Ein Saugwischer wischt primär, ein Akkusauger saugt – warum nicht beides in Einem? Geht – und zwar beim Dreame H12 Dual. Er ist beides: vollwertiger Wischer und Sauger. Wie das klappt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • wischt sehr gut
  • saugt auf Hartboden ebenfalls sehr gut
  • Motorbürste bleibt auch auf Teppich nicht stehen
  • 2 Geräte in einem: Saugwischer und Akkusauger
  • Trocknung mit Warmluft

NACHTEILE

  • Filter als Akkusauger umständlich zu entleeren

Ein Saugwischer wischt primär, ein Akkusauger saugt – warum nicht beides in Einem? Geht – und zwar beim Dreame H12 Dual. Er ist beides: vollwertiger Wischer und Sauger. Wie das klappt, zeigt der Test.

Ein Saugwischer kostet locker 300 Euro, ein ordentlicher Akkusauger auch. Anschließend kann man zwar gut Wischen und Saugen, allerdings stehen auch immer zwei Geräte rum. Dreame findet das offenbar auch überflüssig und bringt mit dem Dreame H12 Dual ein Modell auf den Markt, das wie der Roborock Dyad pro Combo (Testbericht) beides in Einem ist: vollwertiger Saugwischer und Akkusauger. Wir haben im Test überprüft, wie gut das tatsächlich klappt. Alle Saugwischer-Tests findet man in unserer Themenwelt Saugwischer.

Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt beim Dreame H12 Dual zwangsläufig etwas umfangreicher als bei einem „einfachen“ Saugwischer aus. Denn zusätzlich zum Gerät selbst und der passenden Lade- und Reinigungsstation befinden sich darin zusätzlich ein Aufbewahrungsständer sowie das darauf zu lagernde Zubehör, das aus dem Saugwischer einen reinrassigen Akkusauger macht. Dazu gehört ein zusätzlicher Staubbehälter, Saugrohr, Bürstenkopf, eine kleine Motorbürste für Polster und ein Reinigungszusatz zum Wischen. Hinzu kommen eine zweite Wischrolle mit Stoffbezug sowie eine Fugendüse, mit der man etwa in Sofaritzen kommt. Aufbewahrung für Saugwischer und Akkusauger-Zubehör sind nicht miteinander verbunden und können daher theoretisch auch separat aufgestellt werden.

Design

Beim Design setzt Dreame auf den nahezu gleichen monolithischen Korpus wie beim Dreame H11 Max (Testbericht) oder dem Nachfolger H12 Pro. Entsprechend wirkt der H12 Dual wieder ziemlich wuchtig und ist das genaue Gegenteil des filigranen Jimmy HW9 (Testbericht). Trotzdem hat das Design des Dreame-Modells seinen Reiz und uns gefällt der Mix aus grauem und schwarzem Kunststoff sowie durchsichtigen Elementen gut. Oben installiert der Hersteller wieder ein Display, das sich um 180 Grad dreht. So können Nutzer sowohl beim Laden in der Station als auch während des Betriebs Inhalte ablesen, ohne sich den Hals verrenken zu müssen. Abweichend vom Vorgänger verfügt der HW12 Dual nun über einen zusätzlichen Tragegriff am oberen Bereich des Korpus, direkt unter dem Display.

Er dient als Griff, wenn der Saugwischer zum reinen Akkusauger umgebaut wird. Dafür lässt sich dieser Teil samt Motor, Display und Akku abnehmen, der Staubbehälter für den Akkusauger andocken und Saugrohr samt Bürstenkopf anschließen. Praktisch: Das Zubehör findet zusammen wie bereits angedeutet auf einem eigenen Aufbewahrungsständer Platz, nur die Reinigungsflüssigkeit zum Wischen passt nirgendwo hin und muss daher komplett separat aufbewahrt werden. Gut gefallen hat uns übrigens auch die Verarbeitung des HW12 Dual, hier klappert oder wackelt nichts.

Im Betrieb

Eine App gibt es für den Dreame H12 Dual nicht, entsprechend entfällt ein Abschnitt dazu. Schlimm ist das nicht, denn beim Roborock Dyad Pro Combo (Testbericht) lassen sich darin zwar durchaus sinnvolle Dinge einstellen, zwingend nötig ist aber auch dort die App nicht. Auch so wirkt das Dreame-Modell ausreichend „digital“: Das gut ablesbare Display informiert umfassend über Modi, Akkustand und Fehler, hinzu kommt eine (auf Wunsch deaktivierbare) Sprachausgabe, die auch auf Deutsch verfügbar ist. Im Betrieb wirkt der Saugwischer wie die meisten Modelle leicht steif, wenn es um Richtungswechsel geht. Das sorgt im Gegenzug für einen guten Geradeauslauf, außerdem ist der Kraftaufwand, um Kurven zu fahren, minimal. Für die Bewegung nach vorn muss überhaupt keine Kraft aufgewendet werden, da der H12 Dual durch die drehende Wischrolle selbst für Vortrieb sorgt. Das Roborock-Modell ist hier dank der beiden gegenläufigen Rollen neutral, trotzdem aber mit genauso wenig Kraft zu bewegen.

Außerdem hat der Dyad Pro (Combo) beim Randwischen leicht die Nase vorn. Während beim Dreame-Modell an der Fußleiste trotz angepriesenem randlosem Wischen etwa ein halber Zentimeter trocken bleibt, ist es beim Dyad Pro (Combo) noch etwas weniger. Schlussendlich schneidet hier der H12 Dual aber auch nicht schlecht ab. Der Rest ist in etwa wie bei der Oberklasse-Konkurrenz. Vollständiges Ablegen, um unter flache Möbel zu kommen, ist mit dem Saugwischer H12 Dual nicht möglich, da er sonst auslaufen könnte. Beim Wischen sorgt der Saugwischer nach kurzer Anfangsphase für einen gleichmäßigen, feuchten Flüssigkeitsfilm, der schnell abtrocknet. Sorge um teuren Parkettfußboden muss man sich da nicht machen. Dennoch ist die Reinigungsleistung gut, das oft in der Werbung verschüttete Müsli mit Haferflocken nimmt der H12 Dual im Wischmodus tatsächlich nach wenigen Wischbewegungen restlos auf. Gleiches gilt für sonstige Flüssigkeiten und meist auch eingetrockneten Schmutz wie Kaffee. Dabei regelt der H12 Dual die Saugleistung zuverlässig selbst. Den Ultra-Modus der neuen H12-Reihe, bei dem vor der Reinigung auf Knopfdruck das Wischwasser per Elektrolyse sterilisiert wird, gibt es beim H12 Dual nicht.

Nach der Reinigung wird der H12 Dual zur Selbstreinigung auf die Ladestation gestellt. Dabei spült der Saugwischer die Stoffrolle ordentlich durch und säubert sie, anschließend trocknet die Station sie für 20 Minuten mit 55 Grad warmer Luft. Dabei dreht der Sauger die Wischrolle kontinuierlich, damit sie von allen Seiten gleichmäßig getrocknet wird. Das geht mit einer gewissen Lautstärke einher, da die Drehzahl der Rolle für unseren Geschmack einfach zu hoch angesetzt ist. Im Schrank im Hauswirtschaftsraum stehend ist davon nebenan aber nichts mehr zu hören.

Zum Akkusauger umgebaut zeigen sich im Wesentlichen die gleichen Vor- und Nachteile wie beim Roborock Dyad Pro Combo. Der Zusammenbau geht schnell vonstatten, nachdem man sich anfangs kurz damit beschäftigt hat. Ohne Umbau geht es aber auch hier nicht, entsprechend braucht es einige Handgriffe und etwas Zeit vor dem Saugen. Danach klappt alles ordentlich. Der Bürstenkopf mit der stoffbesetzten Rolle für Hartböden wirkt anfangs etwas labil, sodass ein ordentlicher Geradeauslauf schwerfällt. Nach kurzer Eingewöhnungszeit macht das aber keine Probleme mehr und stattdessen kommt ein großer Vorteil im Vergleich zum Roborock-Modell zum Tragen: Die motorbetriebene Rolle kommt auch auf hohen Teppichen nicht zum Stillstand. Zwar dreht sie dort sicht- und hörbar langsamer, allerdings kämpft sie sich tapfer weiter. Damit schlägt sich das Kombi-Modell Dreame H12 Dual zumindest in diesem Punkt beim Saugen sogar besser als teilweise sehr hochpreisige Akkusauger. Klar ist aber auch, dass die Stoffbürste eigentlich eher für kurze Auslegeware und Hartböden gedacht ist. Für eine echte Tiefenwirkung fehlt es an längeren Borsten und die ansonsten gute Saugkraft von bis zu 16.000 Pa reicht nicht aus, um tief sitzenden Schmutz aus hochflorigen Teppichen zu entfernen.

Der Akku hält beim Wischen bis zu 35 Minuten, beim Saugen sind es im Normalmodus sogar bis zu 60 Minuten. Im Test konnten wir damit das Erdgeschoss des Testhauses mit rund 140 m² problemlos komplett reinigen. Anschließend lädt der H12 Dual in rund 4 – 5 Stunden wieder komplett auf.

Preis

Die UVP des Dreame H12 Dual liegt bei 299 Euro, günstiger war das Modell zum Testzeitpunkt nicht zu bekommen.

Fazit

Mit einem Saugwischer kann man auch nur saugen, entsprechend verfügt der Dreame H12 Dual ebenfalls über einen „nur-saugen-Modus“. Als Saugwischer ist das Modell aber insgesamt mit etwas über 5 kg recht schwer und unhandlich, außerdem bietet ein Akkusauger situativ auch weitere Aufsätze wie eine Polsterbürste oder Fugendüse. Daher sind sowohl Saugwischer als auch Akkusauger absolut sinnvoll. Oder man kauft ein Kombi-Gerät wie den H12 Dual.

Denn der bietet für 500 Euro Saugwischer und Akkusauger in einem und in beiden Funktionen liefert er gute Leistung. Nur, wer viele hochflorige Teppiche hat, wird mit dem H12 Dual nicht glücklich. Denn dort kämpft sich die Motorbürste zwar im Gegensatz zum direkten Konkurrenten Roborock Dyad Pro Combo (Testbericht) tapfer durch und bleibt nicht stecken. Aufgrund der Beschaffenheit der Hauptbürste bleibt die Teppichreinigung aber eher oberflächlich.

Kernaufgabe ist entsprechend das Wischen und Saugen von Hartboden. Wer ohnehin mehr Wert aufs Wischen legt, sollte sich den Roborock Dyad Pro (Testbericht) ohne „Combo“ im Namen oder den von uns noch nicht getesteten, aber weitgehend baugleichen Dreame H12 Pro anschauen. Die Wischfunktion finden wir ansonsten beim Roborock-Combo-Gerät minimal besser, die Saugfunktion bei Dreame.

Dreame H12 Pro Ultra im Test: Überzeugender Saugwischer für 450 Euro

Der Dreame H12 Pro Ultra präsentiert sich als vielseitiger Nass- und Trockensauger, der mit einer beeindruckenden Reinigungsleistung und praktischen Funktionen aufwartet. Wir beleuchten die Stärken und Schwächen des Geräts und klären, für wen sich die Investition lohnt.

VORTEILE

  • Selbstreinigung mit heißem Wasser
  • Trocknung mit warmer Luft (30 Minuten)
  • gute Reinigungsleistung
  • starker Akku
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

NACHTEILE

  • kein LED-Licht
  • nicht flach ablegbar

Der Dreame H12 Pro Ultra präsentiert sich als vielseitiger Nass- und Trockensauger, der mit einer beeindruckenden Reinigungsleistung und praktischen Funktionen aufwartet. Wir beleuchten die Stärken und Schwächen des Geräts und klären, für wen sich die Investition lohnt.

Aktuell ist die H14-Serie von Dreame, gerade erst haben wir den H14 Pro (Testbericht) einem ausführlichen Test unterzogen. Und doch bringt der Hersteller ein neues Modell der H12-Reihe an Wischsaugern auf den Markt? Tatsache: Das neue Pro-Ultra-Modell dürfte allerdings auch das letzte Modell der Reihe sein und markiert damit die Krönung der H12-Modelle. Grund dürfte die Preispolitik sein: Die H12-Serie ist schon älter, da kann man als Hersteller selbst solche nachgeschobenen neuen Modelle wie den H12 Pro Ultra im Vergleich deutlich günstiger anbieten und so Kunden ansprechen, die keine 800 Euro für ein Gerät ausgeben wollen. Ob sich der Kauf lohnt, haben wir im Test überprüft.

Highlights

  • Selbstreinigungsfunktion mit 60 Grad heißem Wasser
  • beidseitige Kantenreinigung
  • Anti-Haaraufwicklung
  • Heißlufttrocknung in 30 Minuten

Wie ist das Design des Dreame H12 Pro Ultra?

Der Dreame H12 Pro Ultra bietet das typische durchdachte Design der Dreame-Saugwischer, das sowohl funktional als auch durch sein monolithisches Äußeres ästhetisch ansprechend ist. Der Aufbau des Geräts ist unkompliziert: Die Führungsstange wird einfach mit dem Handgriff in den Korpus gesteckt, die Basisstation aufgestellt und mit dem Stromnetz verbunden. Rollenbürste und Filter sind bereits installiert, was den Start erleichtert. Ersatzrolle, Ersatzfilter, Reinigungsbürste und eine Flasche mit Reinigungsmittel sind im Lieferumfang enthalten.

Zwar besteht das Gerät wie fast alle Wettbewerber aus Kunststoff, der fühlt sich aber ausreichend hochwertig an und ist außerdem tadellos verarbeitet. Angst vor vorzeitigem Ausfall muss man beim H14 Pro Ultra wohl nicht haben. Der Griff mit den Steuertasten liegt gut in der Hand und ermöglicht eine intuitive Bedienung.

Ein Merkmal des Dreame H12 Pro Ultra ist der große Wassertank, der 900 ml fasst. Dieser wird mit 10 ml Reinigungsflüssigkeit befüllt, um die Reinigungsleistung zu optimieren. Der Tank sitzt schlank am Gerät und lässt sich leicht entnehmen und wieder einsetzen. Es wird empfohlen, keine handelsüblichen Bodenreiniger zu verwenden, da diese angeblich den Motor beschädigen könnten.

Wie gut ist das Handling beim Dreame H14 Pro Ultra?

Alle Bedienelemente des Dreame H12 Pro Ultra sind am Handgriff angebracht, was eine einfache Steuerung ermöglicht. Der Ein-/Ausschalter aktiviert den Automatikmodus, der für die meisten Reinigungsaufgaben geeignet ist. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen kann in den Ultra-Modus gewechselt werden, der die maximale Saugleistung von 16.000 Pa bereitstellt. Ein reiner Saugmodus steht ebenfalls zur Verfügung, um größere Flüssigkeitsmengen aufzunehmen. Damit bekommt man etwa die Dusche trocken, zum reinen Saugen ist das eigentlich nicht gedacht.

Die vorwärts drehende Rolle zieht den 4,9 kg schweren Sauger automatisch nach vorn, was die Handhabung erleichtert. Der Dreame H12 Pro Ultra lässt sich mühelos an Kanten entlangführen und erfordert nur minimalen Kraftaufwand. Im Gegensatz zu teureren Modellen wie dem Dreame H14 Pro (Testbericht) verfügt er jedoch nicht über motorisierte Räder zum Zurückziehen und kann nicht flach auf den Boden gelegt werden, um unter Möbel zu gelangen. Auch das LED-Licht, mit dem man Verschmutzungen vor dem Wischkopf besser erkennt, haben wir vermisst.

Das große, gut ablesbare Display des Dreame H12 Pro Ultra informiert über die Restlaufzeit des Akkus, den eingestellten Modus und den Verschmutzungsgrad des Bodens. Zusätzlich gibt es Sprachansagen, die den Nutzer über den Status des Geräts informieren. Ab Werk ist die Sprache auf Englisch eingestellt, kann jedoch über einen Knopf hinten am Gehäuse auf Deutsch umgestellt werden.

Wie gut wischt der Dreame H14 Pro Ultra?

Dreame H12 Pro Ultra

Der Dreame H12 Pro Ultra bietet ordentliche Reinigungsleistung, die sowohl nasse als auch trockene Verschmutzungen effektiv beseitigt. Im Automatikmodus erkennt ein Sensor den Verschmutzungsgrad des Bodens und passt die Leistung entsprechend an. Dies funktionierte im Test zuverlässig. Die Randreinigung ist zwar nicht ganz randlos, es bleiben noch einige Millimeter ungewischt. Für die meisten Nutzer dürfte dies aber kein Problem darstellen. Die Flüssigkeitszufuhr ist gleichmäßig und stark. Da direkt nach dem Aufbringen das Wasser in einem Schritt wieder angesaugt wird, sind hier trotzdem keine Beschädigungen von empfindlichem Boden zu befürchten. Wir nutzen ähnlich funktionierende Saugwischer schon seit Jahren bei Laminat und hatten bislang keinerlei Probleme damit.

Wie immer bei einem ordentlichen Saugwischer mit dabei: die Selbstreinigungsfunktion. Nach der Reinigung wird die Rollenbürste mit bis zu 60 Grad heißem Wasser gespült, wobei sich zwischendurch die Drehrichtung ändert und die Bürste am Ende hochtourig läuft, um möglichst viel Wasser herauszuschleudern. Anschließend wird die Bürste mit warmer Luft getrocknet, dieser Vorgang ist nach rund 30 Minuten erfolgreich abgeschlossen. Diese Funktion sorgt dafür, dass die Bürste stets sauber bleibt und keine Bakterien und dadurch unangenehmen Gerüche entstehen.

Wie lange hält der Akku des Dreame H12 Pro Ultra?

Der Akku des H12 Pro Ultra benötigt etwa vier Stunden, um vollständig aufgeladen zu werden, und bietet im Automatikmodus eine Laufzeit von bis zu 30 Minuten. Diese Ausdauer reicht aus, um eine beträchtliche Fläche am Stück zu reinigen – bei uns rund 140 m² (brutto). Zeit- und kraftraubende Zwischenschritte wie Erneuern des Wassers, Schrubben und Auswringen entfallen schließlich. Bei Bedarf kann das Gerät in den Stand-by-Modus versetzt werden, indem die Führungsstange aufrecht gestellt wird. Ein einfaches Kippen des Griffs aktiviert den Sauger erneut.

Preis: Wie viel kostet der Dreame H12 Pro Ultra?

Der Dreame H12 Pro Ultra kostet 449 Euro laut der UVP. Im Online-Handel bekommt man das Modell schon ab 179 Euro.

Fazit

Der Dreame H12 Pro Ultra überzeugt mit starker Reinigungsleistung, durchdachter Selbstreinigungsfunktion und benutzerfreundlicher Handhabung. Der große Wassertank und die gute Akkulaufzeit machen ihn zu einem zuverlässigen Partner im Kampf gegen verschmutzte Böden. Auch die Heiß-Wasser-Reinigung und die schnelle Trocknung mit heißer Luft sind wichtige Punkte. Wer auf der Suche nach einem vielseitigen Nass- und Trockensauger ist, der sowohl nasse als auch trockene Verschmutzungen effektiv beseitigt, wird mit dem Dreame H12 Pro Ultra zufrieden sein.

Die fehlende Möglichkeit, das Gerät flach auf den Boden zu legen, und das Fehlen von LED-Licht sind jedoch Punkte, die bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden sollten. Dafür ist das Modell aber auch deutlich günstiger als Geräte mit diesen Features. Insgesamt bietet der Dreame H12 Pro Ultra gute Leistung zu einem fairen Preis und ist eine empfehlenswerte Wahl für alle, die Wert auf gründliche und einfache feuchte Reinigung legen.

Roborock F25 Ace im Test: Per App unter Möbeln fernsteuerbarer Wischsauger

Als Wischsauger wartet der Roborock F25 Ace mit einer Fernsteuerung per App auf, um auch unter Möbeln zu kommen. Er saugt dabei mit 20.000 Pa.

VORTEILE

  • Fernsteuerung praktisch für schwer erreichbare Stellen
  • solide Verarbeitung
  • Selbstreinigungsprozess ist zügig und gründlich
  • Saugt zuverlässig groben und feinen Schmutz restlos auf
  • Reinigungskonzentrat ist sehr ergiebig

NACHTEILE

  • Schwierigkeiten mit hartnäckigen Flecken
  • Akku je nach Modus relativ schnell leer
  • Fehlende Kameraansicht bei Fernsteuerung

Als Wischsauger wartet der Roborock F25 Ace mit einer Fernsteuerung per App auf, um auch unter Möbeln zu kommen. Er saugt dabei mit 20.000 Pa.

Der Roborock F25 Ace hat neben den für Wischsauger mittlerweile zum Standard gehörenden Funktionen auch eine manuelle Fernsteuerung per App. Vergleichbares kennt man bislang nur von Saugrobotern. Wie sinnvoll das ist und welche Figur der Roborock F25 Ace sowohl beim Saugen als auch beim Wischen macht, zeigen wir im Test.

Lieferumfang

Zum Saugwischer gibt es die Lade- und Selbstreinigungsstation, eine Handbürste, um etwa den Schmutzwassertank zu säubern, ein Fläschchen Reinigungsmittel-Konzentrat, einen HEPA-Ersatzfilter sowie eine Kurzanleitung für die erste Inbetriebnahme des Geräts.

Design

Der Roborock F25 Ace wirkt direkt beim Auspacken hochwertig und gut verarbeitet. Alle Einzelteile klicken sauber ineinander und lassen sich ebenso sauber wieder voneinander trennen. Der zweigeteilte Schmutzwassertank, der Flüssigkeiten und festen Schmutz voneinander trennt, ist praktisch. Auch die Reinigungsstation wirkt einwandfrei verarbeitet und robust.

Alles sitzt fest und wackelt nicht. Der Wassertank am Fuß des Geräts ist zweigeteilt, wobei auf der linken Seite das Reinigungskonzentrat eingefüllt wird und auf der rechten das frische Wasser. Eine Markierung für die Füllgrenze gibt es allerdings nicht.

Am Griff befinden sich mehrere Buttons zur Steuerung des Geräts sowie ein Rädchen, um den Wischsauger auch flach am Boden zu verwenden. Die Bedienung erfolgt dann über die Smartphone-App.

Das LCD befindet sich oben am Wischsauger, sodass man problemlos darauf schauen kann, wenn man ihn am Griff hält. In gut beleuchteten Räumen ist die Anzeige problemlos sichtbar. Eine Möglichkeit, die Helligkeit des Displays anzupassen, gibt es jedoch nicht.

Einrichtung

Die Einrichtung ist dankbar unkompliziert. Neben dem Griff, den man mit dem Rumpf des Geräts verbindet, müssen die Wischrolle eingesetzt und das Stromkabel an der Reinigungsstation angebracht werden. Anschließend stellt man den Saugwischer auf die Reinigungsstation, damit dieser auflädt. Über den QR-Code des Quickstart-Guides lässt sich die App des Wischsaugers auf das Smartphone laden. Das sollte man im Idealfall auch tun, da diese prompt ein Firmware-Update für das Gerät bereithält. Der Update-Prozess dauert ein paar Minuten. Dessen Beendigung verkündet der Roborock F25 Ace dann lautstark durch die integrierte Stimmbenachrichtigung. Diese kann man übrigens in der App leiser stellen.

Steuerung

Steuerbar ist der Roborock F25 Ace entweder über die Buttons am Griff oder über die Smartphone-App. Im Hub der App gibt es Einstellungen zu den Reinigungsmodi sowie zur Selbstreinigung des Wischsaugers. Insgesamt gibt es vier verschiedene Reinigungsprofile: Auto, Floor Drying, Eco und Sponge. Wobei Auto der einzige Modus ist, bei dem man manuell Saugkraft und Wasserzufuhr regulieren kann. Einen Modus gänzlich ohne Wasser gibt es nicht.

Die Motoren am Fuß des Roborock F25 Ace sorgen für eine durchgehende Zugkraft, der Saugwischer fährt also permanent nach vorn, wenn er saugt. Das ist, wenn man bisher nur mit regulären Staubsaugern hantiert hat, etwas gewöhnungsbedürftig. Im Gegensatz zu normalen Staubsaugern ohne motorisierte Räder entsteht der Kraftaufwand hier nur beim Zurückziehen des Saugers. Die Stärke des Motors legt man über die Einstellung Adaptive Drive Wheel fest.

Spannend ist zudem die Steuerung per Fernbedienung. Dabei legt man den Wischsauger horizontal auf den Boden. Anschließend steuert man ihn manuell über die App. Hauptsächlich ist der Modus für schwer zu erreichende Stellen gedacht, etwa unter der Couch oder unter Schränken, bei denen man sich ansonsten verrenken oder die Möbel verschieben müsste. Für die reguläre Bodenreinigung ist die Steuerung allerdings nicht zu gebrauchen. Das liegt unter anderem an der Verzögerung zwischen gesendetem Signal und Reaktion des Wischsaugers sowie der sehr grobmotorischen Bewegung des F25 Ace.

Reinigung

Der Wischsauger Roborock F25 Ace reinigt mit 20.000 Pa und ist vom Hersteller für eine Fläche von bis zu 410 m² ausgelegt. In unserem Test saugen wir sowohl auf Parkettboden als auch auf Fliesen. In beiden Fällen saugt er Schmutz wie Krümel, Katzenstreu und Staub problemlos und restlos auf. Dank der Wischrolle entstehen auch keine Schlieren auf dem Boden. Auch Weinflecken bekommt er restlos von Fliesen entfernt. Bei stärkeren Verschmutzungen wie eingetrockneten Flecken kommt der F25 Ace jedoch an seine Grenzen. Egal, welchen Modus wir anwenden – die hartnäckigen Flecken bleiben bestehen. Diese muss man gegebenenfalls vorbehandeln oder direkt zu einem vollwertigen Nasswischer greifen. Er ist zwar hauptsächlich für harte Böden wie Parkett und Fliesen ausgelegt, wir lassen ihn dennoch testweise über unseren kurzflor Polypropylen-Teppich fahren. Feine Katzenhaare sowie Krümel vom Frühstück nimmt er hier problemlos mit.

Der Wechsel zur Fernsteuerung per App klappt gut. Hat man den Wischsauger waagerecht auf den Boden gelegt und per App bestätigt, wechselt die App in die Steuerungsansicht. Dank des schlau platzierten Stützrads am Griffende gleitet der Roborock F25 Ace problemlos auf dem Boden hin und her. Wie bereits erwähnt, funktioniert die Steuerung so zwar, ist aber alles andere als präzise und responsiv. Für die punktuelle Reinigung an schwer zugänglichen Stellen ist sie vollkommen ausreichend. Für eine flächendeckende Reinigung der ganzen Wohnung würde sie uns aber auf Dauer in den Wahnsinn treiben. Eine fehlende Kameraansicht sorgt zudem dafür, dass man mehr oder weniger blind unter den Möbeln hin- und herfährt.

Die anschließende Selbstreinigung liefert zufriedenstellende Ergebnisse. Der Prozess ist dabei in zwei Schritte unterteilt. Zuerst erfolgt die Reinigung, dann die Trocknung von Wischwalze und Sauger. Die Intensität der Reinigung ist über die App konfigurierbar, genauso wie die Wassertemperatur. Auch eine automatische Selbstreinigung ist möglich. Dann entweder, sobald der Sauger zurück in die Station gestellt wird, oder zu festen Zeiten, die man im Vorfeld einrichtet. Für die anschließende Trocknung hat man die Wahl, einen etwa fünf Minuten langen, dafür mit ungefähr 60 dB(A) etwas lauteren Trocknungsvorgang zu starten, oder auf eine leise Trocknung mit rund 40 dB(A) umzusteigen. Diese dauert dann ungefähr 20 Minuten. Die Lautstärke ist mit maximal 60 dB(A) allerdings noch völlig im Rahmen des Erträglichen.

Nach der Selbstreinigung mit heißem Wasser und anschließender schneller Trocknung (beides bei 90° C) sind die Wischwalze sauber und der Wassertank nur noch minimal gefüllt. Diesen sollte man entleeren, wenn man den Wischsauger fürs Erste nicht mehr benutzt. Anschließend muss noch der Schmutzwassertank gereinigt werden. Dank des zweigeteilten Designs gießt man problemlos den Großteil der schmutzigen Plörre ab, während feste Bestandteile im Tank bleiben. Nachdem man die zwei Kammern voneinander gelöst und den HEPA-Filter herausgenommen hat, lassen sich die groben Schmutzpartikel einfach in den Mülleimer verfrachten – zur Not hilft man mit der inkludierten Handbürste nach. Schlussendlich reinigt man noch den Auffangbehälter und den Filter, bevor man sie wieder zusammensetzt. Eine Erkenntnis, die wir durch unseren Test gewonnen haben: Man sollte mit einem Wischsauger wie dem Roborock F25 Ace kein Katzenstreu aufsaugen. Dieses verklumpt, setzt sich in Ecken ab und verstopft zudem die Rohre des Tanks, wodurch die Handreinigung deutlich länger dauert.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist abhängig vom gewählten Modus, wobei der Eco-Mode aufgrund reduzierter Leistung sparsamer im Stromverbrauch ist. Wir saugwischen überwiegend im Auto-Modus, der den Akku relativ zügig entleert. Nach gut zehn Minuten Saugen attestiert uns die App rund 70 Prozent Akkuladung, nach weiteren fünf Minuten zeigt sie uns 60 Prozent an. Je nach Modus schätzen wir so die Laufzeit im Schnitt auf 35 bis 45 Minuten, bis man das Gerät zurück zur Ladestation bringen muss. Etwas nervig ist, dass das Display keine Prozentzahl anzeigt, sondern den Akkustand in Form von Strichen abbildet.

Preis

Die UVP des Roborock F25 Ace liegt bei 549 Euro. Aktuell gibt es ihn für 357 Euro.

Fazit

Der Roborock F25 Ace überzeugt durch eine gute Saugleistung, die sowohl kleinteiligem als auch gröberem Schmutz gewachsen ist. Er wischt dabei gleichmäßig und je nach Modus unterschiedlich stark den Boden mit Wasser. Mit den meisten Verschmutzungen, darunter etwa Weinflecken, kommt er klar, macht allerdings bei angetrockneten, hartnäckigen Flecken schlapp. Die Selbstreinigung überzeugt mit Gründlichkeit und Effizienz. Die Wischwalze ist nach wenigen Minuten sauber und trocken. Für 357 Euro bekommt man mit dem Roborock F25 Ace einen grundsoliden Wischsauger, der in den meisten Fällen eine gute Figur macht und durch seine Reinigungsleistung überzeugt.

Dyson Clean+Wash Hygiene im Test: Schicker Wischsauger läuft 70 Minuten am Stück

Der Dyson Clean+Wash Hygiene kommt als filterloser Wischsauger mit starkem Akku, der ihm 70 Minuten Einsatzzeit verschafft.

VORTEILE

  • schnelle & einfache Einrichtung
  • gute Reinigungsleistung
  • entnehmbarer Akku mit herausragender Akkulaufzeit
  • kompaktes Design

NACHTEILE

  • laute Trocknung
  • Schmutzwassertank ist relativ klein & tropft beim Transport
  • Entleerung des Auffangsiebs ist umständlich
  • wenige Einstellungsmöglichkeiten

Der Dyson Clean+Wash Hygiene kommt als filterloser Wischsauger mit starkem Akku, der ihm 70 Minuten Einsatzzeit verschafft.

Im Vergleich zu den meisten aktuellen Wischsaugern auf dem Markt kommt der Dyson Clean+Wash Hygiene mit einem filterlosen Reinigungssystem. Hier wird der Schmutz nicht angesaugt, sondern über die Filamente der Wischrolle aufgesammelt. Der Schmutzwassertank liegt direkt am Fuß, wodurch der aufgesaugte Schmutz direkt beim Aufsammeln vom Wasser getrennt wird. Auf dem Papier heißt das, dass keine festen Partikel im Schmutzwassertank landen und so auch die anschließende Reinigung deutlich unkomplizierter abläuft.

Wie sich der Dyson Clean+Wash Hygiene beim Saubermachen schlägt, zeigen wir im Test. Der Hersteller stellte uns das Gerät für diesen Test bereit.

Lieferumfang

Der Dyson Clean+Wash Hygiene kommt mit Ladestation und einer Flasche Reinigungsmittel. Für die Ersteinrichtung liegt ein Quick-Start-Guide bei. Ein Filter gehört nicht zum Lieferumfang, da der Wischsauger keine Luft ausstößt und somit ohne Filtersystem arbeitet.

Design

Farblich dominieren Blau und Kupfer den Look des Clean+Wash Hygiene. Das Gros des Wischsaugers besteht aus Kunststoff, einzige Ausnahme ist der Arm. Dieser ist aus Aluminium. Ganz unkonventionell befindet sich der Schmutzwassertank im Fuß des Saugers, während der Frischwassertank am Korpus angebracht ist. Bei den meisten von uns getesteten Wischsaugern ist das genau andersherum.

In den Griff ist ein rundes LCD eingelassen, das je nach Situation unterschiedliche Informationen abbildet. Ein dedizierter Button dient zur Steuerung des Bildschirms. Am Griff befindet sich neben dem Power-Button auch noch die Max-Taste. Sie fährt die Wasserzufuhr so lange auf die höchste Stufe, wie man die Taste gedrückt hält.

Das Design ist Dyson-typisch aufgeräumt und erweckt einen hochwertigen Eindruck – trotz des hohen Kunststoffanteils. Der Frischwassertank hat ein Fassungsvermögen von 750 ml, der Schmutzwassertank bietet hingegen nur 520 ml. Insgesamt fasst der Wischsauger also 1,27 l Wasser, etwas weniger als viele Konkurrenzmodelle. Die Einsparungen beim Tank tragen aber zum kompakten Formfaktor des Clean+Wash Hygiene bei und reduzieren so auch sein Gewicht. Mit etwa 3,82 kg ist er nämlich angenehm leicht. Zum Vergleich: Der Mova X4 Pro (Testbericht) bringt gut 5,3 kg auf die Waage.

Einrichtung

Der Dyson Clean+Wash Hygiene ist ziemlich schnell zusammengebaut. Man muss lediglich den Arm in den Wischsauger klicken, die Station aufstellen und den Sauger darin zum Laden platzieren. Die beigefügte Kurzanleitung bebildert den Prozess verständlich. Extrem praktisch ist zudem, dass der LCD-Bildschirm für verschiedene Prozesse, etwa die anschließende Reinigung des Wischsaugers, kurze Animationen abspielt.

Per QR-Code kann man die My-Dyson-App für Android oder iOS herunterladen, anders als beim Dyson V16 Piston Animal bietet sie allerdings keine zusätzlichen Funktionen für den Wischsauger. Dieser hat ohnehin keine Bluetooth-Funktion, um sich verbinden zu können. Die App dient hier hauptsächlich dazu, das Produkt für den eigenen Account zu registrieren und wartet mit einer Auswahl an Tipps rund um die Nutzung des Clean+Wash Hygiene auf.

Steuerung

Gesteuert wird der Dyson gänzlich über die Tasten am Griff. Diese sind leicht erreichbar und bieten – mit Ausnahme des Bildschirm-Buttons – ein direktes Feedback. Die Display-Taste wirkt im Vergleich leider etwas schwammig: Drückt man sie nicht mittig genug, erfasst sie die Eingabe schlichtweg nicht. Das ist zwar ein kleiner Minuspunkt in der B-Note, nach ein paar Durchgängen hat man den Dreh aber raus und drückt automatisch ‚korrekt‘.

Wie so ziemlich alle aktuellen Wischsauger arbeitet auch der Dyson Clean+Wash Hygiene mit motorisierten Rädern, die ihn von allein nach vorn fahren lassen. Das bedeutet weniger Anstrengung beim Saugen. Die Antriebskraft ist hervorragend austariert und das ist auch gut so, denn manuell anpassen kann man sie nicht.

Generell bietet der Wash+Clean Hygiene so gut wie keine Anpassungsmöglichkeiten. Einzig zwischen den verschiedenen Saugmodi kann man wechseln. Wer hier einen Funktionsumfang ähnlich der chinesischen Konkurrenz erwartet, wird enttäuscht.

Reinigung

Der Clean+Wash Hygiene arbeitet mit einem filterlosen System, bei dem der Schmutz nicht angesaugt, sondern ausschließlich über die Filamente der Rolle aufgenommen wird. Das sorgt vorrangig dafür, dass der Wischsauger im Betrieb äußerst leise ist. Schmutz und Wasser werden direkt am Bürstenkopf voneinander getrennt und nicht wie bei vielen anderen Modellen zuerst in den Schmutzwassertank gesaugt. Das erleichtert die anschließende Entleerung tatsächlich ungemein.

Wir testen den Wischsauger sowohl auf Parkettboden als auch auf Fliesen und sind mit der Reinigungsleistung insgesamt ziemlich zufrieden. Er befeuchtet die Böden gleichmäßig und arbeitet während unseres Tests schlierenfrei. Er lässt sich zudem komplett waagerecht auf den Boden legen und kommt so mit einer Höhe von 113 mm gut unter Möbel. Bei besonders hartnäckigen eingetrockneten Flecken muss man Vorarbeit leisten oder direkt per Hand mit dem Schwamm ran – das ist aber bei den meisten aktuellen Wischsaugern der Fall.

Krümel, Staub und Haare stellen für den Clean+Wash Hygiene kein Problem dar und werden anstandslos über die Rolle aufgenommen. Auch Flüssigkeiten wie verschüttete Hafermilch und Cola beseitigt der Sauger restlos. Zum Frischwassertank geben wir vor dem Einsatz wie vom Hersteller empfohlen 20 ml der mitgelieferten Reinigungslösung hinzu. Diese riecht in konzentrierter Form äußerst angenehm und überhaupt nicht künstlich, beim Verteilen auf dem Boden riecht man sie dann aber ohnehin kaum noch.

Dyson Clean+Wash Hygiene Reinigungskonzentrat

Auf den Fliesen poltert der Wischsauger leider etwas unsanft über den Boden. Das liegt an den winzigen Rädern des Bürstenkopfs, die aufgrund ihrer Form perfekt in der Fuge versinken. Dadurch entsteht beim Darüberfahren jedes Mal ein hör- und spürbares Klackern.

Der kleinere Schmutzwassertank macht sich nach etwa 10 Minuten im Einsatz bemerkbar: Die Maschine quittiert dann nämlich den Dienst und fordert die Entleerung, bevor es weitergehen kann. Da man hier allerdings wirklich nur das Wasser entleeren und nicht auch das Auffangsieb säubern muss, ist der Spaß zum Glück schnell erledigt. Ungünstigerweise tropft der Schmutzwassertank beim Transport vom Sauger zum Waschbecken in unserem Fall ganz schön, was sehr ärgerlich ist.

Für die anschließende Selbstreinigung auf der Ladestation muss man den Frischwassertank erneut füllen sowie den Schmutzwassertank leeren und das dort integrierte Auffangsieb entnehmen und sauber machen. Das Entfernen des Siebs ist nicht ganz so einfach, da es etwas Kraft erfordert und keine wirklich gute Griffmöglichkeit gibt. Hat man das Sieb erfolgreich vom Tank getrennt, kann man es unkompliziert unter Wasser abspülen.

Die Selbstreinigung dauert etwa 145 Sekunden, die anschließende Trocknung mit 85 °C heißer Luft nimmt 30 Minuten in Anspruch. Mit etwa 56 dB(A) gemessen per Smartphone-App an der Station ist der Trocknungsvorgang verhältnismäßig laut und sollte daher, wenn möglich, nicht gerade abends gestartet werden.

Akkulaufzeit

Der Akku hat uns im Test mehr als überrascht. Beim ersten Anwerfen des Wischsaugers zeigt uns die Anzeige eine verbleibende Einsatzdauer von 77 Minuten. So viel Akkulaufzeit haben wir bisher bei keinem anderen von uns getesteten Wischsauger erlebt. Zugegebenermaßen dürfte die fehlende Saugeinheit hier bei der Performance eine Rolle spielen, beeindruckend ist es aber dennoch. Ein weiteres Plus: Der Akku ist abnehmbar, was bedeutet, dass man ihn jederzeit ersetzen kann, sollte er irgendwann einmal den Geist aufgeben.

Ein vollständiger Ladevorgang über die Station dauert laut Dyson in etwa 4,5 Stunden. Wir bekommen den Akku pro Saugvorgang aber nicht annähernd so leer, um das verifizieren zu können.

Preis

Auf der Herstellerseite gibt es den Dyson Clean+Wash Hygiene zur UVP von 449 Euro. Alternativ ist er bei Alza mit knapp 422 Euro etwas günstiger zu haben.

Fazit

Mit seinem filterlosen Reinigungssystem überzeugt der Dyson Clean+Wash Hygiene da, wo es drauf ankommt: bei der täglichen Reinigung. Sowohl trockenen als auch flüssigen Schmutz nimmt der Wischsauger in unserem Test problemlos auf und hinterlässt einen sauberen Boden. Vor allem der ergiebige Akku mit über 70 Minuten Laufzeit sticht hier positiv hervor. Die anschließende Reinigung des Schmutzwassertanks ist zwar nicht ideal, da im Tank aber keine festen Partikel vorhanden sind, dafür deutlich praktischer als bei vielen anderen Modellen.

Bedingt durch den kompakten Formfaktor fällt das Volumen des Schmutzwassertanks kleiner aus, weshalb er im Test für eine Zwischenentleerung unterbrochen werden musste. Der Dyson Clean+Wash Hygiene macht vieles richtig und überzeugt optisch durch den typisch hochwertigen Look. Er bietet jedoch kaum Alleinstellungsmerkmale gegenüber der Konkurrenz, die vieles ähnlich gut oder gar besser löst. Unter dem Strich bleibt er aber ein absolut solider Begleiter für den Haushalt.

Wischsauger Dyson Pencilwash im Test: so schmal, dass er überall Platz findet

Der Dyson Pencilwash ist als akkubetriebener Wischsauger extrem kompakt, einfach zu bedienen und verhältnismäßig leise.

VORTEILE

  • extrem platzsparendes Design
  • entnehmbarer Akku
  • sehr leicht
  • top Verarbeitung

NACHTEILE

  • keine Selbstreinigung & -trocknung
  • keine Einstellungsmöglichkeiten
  • verwendet viel Wasser
  • Frischwassertank relativ klein

Der Dyson Pencilwash ist als akkubetriebener Wischsauger extrem kompakt, einfach zu bedienen und verhältnismäßig leise.

Nach dem Akku-Staubsauger Pencilvac (Testbericht) kommt nun der Dyson Pencilwash: Ein Wischsauger, der sich ebenso schmal und leicht präsentiert. Ausgestattet mit dem gleichen Bürstenkopf, den auch der V16 Piston Animal Submarine hat, wischt der schicke Strich in der Landschaft fröhlich über den Boden und beseitigt sowohl flüssigen als auch festen Schmutz von Parkett und Fliesen. Ob sich der Griff zum Pencilwash lohnt und was die Unterschiede zum 100 Euro teureren Clean+Wash Hygiene sind, klären wir im Test. Das Testprodukt hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Der Dyson Pencilwash kommt mit einer Ladestation und einer Abtropfwanne für den Bürstenkopf. Eine bebilderte Kurzanleitung liegt ebenfalls bei.

Design

Optisch wirkt der Pencilwash aufgrund des fehlenden Griffs auf den ersten Blick eher wie ein Wischmopp oder Besen. Mit 267 x 1155 x 198 mm ist er äußerst kompakt und dank 2,2 kg Eigengewicht auch ausgesprochen leicht. Das Rohr des Wischsaugers ist kupferfarben und aus Aluminium, die Verkleidung des Akkus und das Gehäuse des Bürstenkopfs sind aus schwarzem Kunststoff.

Der Wischsauger wird via zwei Buttons bedient, die sich unmittelbar unter der Verbindungsstelle zwischen Akku und Rohr befinden. Über den roten Power-Button schaltet man das Gerät ein, während der blaue Button zwischen den Wasserleveln wechselt. Der Bürstenkopf ist identisch mit dem des V16 Piston Animal Submarine. Im Vergleich zum Pencilvac ist im Rohr des Wischsaugers kein Auffangbehältnis integriert. Schmutzwasser und Schmutzpartikel werden gänzlich im Bürstenkopf gesammelt.

Die Verarbeitung des Wischsaugers ist Dyson-typisch gewohnt herausragend und wirkt dem Preis entsprechend wertig.

Einrichtung

Mehr Plug-and-play geht fast nicht: ohne App-Anbindung, Firmware-Updates und Co. kann man mit dem Wischsaugen beinahe sofort nach dem Auspacken loslegen. Nachdem man den Akku und den Stab miteinander verbunden hat, steckt man den Stick in die mitgelieferte Ladestation, um ihn vollständig aufzuladen. In unserem Fall kam er bereits teilgeladen an.

Während er lädt, kann man bereits den Bürstenkopf mit Wasser befüllen und wahlweise ein Reinigungsmittelkonzentrat hinzugeben. Im Vergleich zum Dyson Clean+Wash Hygiene (Testbericht) liegt beim Pencilwash allerdings kein Reinigungsmittel bei. Dieses muss man separat bei Dyson für 25 Euro kaufen.

Steuerung

Die Bedienung des Dyson Pencilwash ist denkbar unkompliziert, denn er hat nur zwei Buttons. Der Power-Button startet den kompakten Wischsauger, während der blaue Wassertropfen-Button zwischen den beiden Saugmodi wechselt. Über eine LED am Rohr kommuniziert der Pencilwash Dinge wie den Akkuladestand, Saugmodus oder eine notwendige Wartung.

Drückt man den Power-Button, prescht der schlanke Sauger dank der motorisierten Räder auch prompt vorwärts. Er manövriert sich ausgesprochen leicht und ist dank des Gelenks am Bürstenkopf äußerst wendig. Wir hätten uns allerdings für etwas besseren Halt am Stiel eine stärker texturierte Oberfläche gewünscht.

Die My-Dyson-App dient beim Pencilwash nur dazu, das Produkt mit dem eigenen Account zu verknüpfen. Einstellungen am Gerät, wie es beim V16 Piston Animal Submarine möglich ist, kann man über die App hier nicht vornehmen. Stattdessen bietet sie Reinigungstipps und Informationen zu anderen Dyson-Produkten.

Reinigung

Wir testen den Dyson Pencilwash sowohl auf Parkett- als auch auf Fliesenboden. Direkt nach dem Start auf dem Parkett fällt uns die erstaunlich hohe Menge an Wasser auf, die der Pencilwash im Vergleich zu anderen Saugwischern bereits auf der ersten Stufe verteilt. Auf Fliesen ist das weniger problematisch, auf Hartholzböden ist es je nach Alter und Zustand des Bodens allerdings nicht ideal. Da der Pencilwash keine App-Anbindung hat oder sonstige Möglichkeiten bietet, die Saugmodi zu konfigurieren, muss man sich damit abfinden.

Der Frischwassertank ist mit 300 ml Fassungsvermögen relativ klein und während unseres Tests nach etwa 10 Minuten im Einsatz auch fast leer. Das Nervige daran ist, dass man zum Auffüllen des Wassertanks den kompletten Bürstenkopf auseinandernehmen muss. Wir verwenden den Wischsauger hauptsächlich in der ersten Saugstufe und wechseln punktuell in die zweite, um hartnäckigere Verschmutzungen anzugehen.

Sowohl auf dem Parkett als auch auf den Fliesen ist die Reinigungsleistung hier gut, aber nicht herausragend. Die Bürste kommt mit Krümeln, Haaren und Staub klar. Angetrocknete Verschmutzungen bearbeitet der Pencilwash überwiegend zufriedenstellend, stößt hier aber schneller an seine Grenzen als beispielsweise der Dyson Clean+Wash Hygiene. Verschüttete Hafermilch und Cola nimmt der Wischsauger anstandslos auf und hinterlässt einen sauberen, nicht klebrigen Boden.

Wie bereits erwähnt, ist der Pencilwash sehr wendig und steuert souverän um Möbel, Schrankkanten und andere Gegenstände herum. Er lässt sich um 170 Grad nach hinten neigen, wodurch man auch unter viele Möbel kommt. Dyson verwendet für den Pencilwash ebenfalls winzige, schmale Räder. Das führt bei Fliesen dazu, dass diese immer in die Fugen reinfahren und dadurch ein unangenehmes Klackern entsteht

Wie auch beim Clean+Wash Hygiene handelt es sich beim Pencilwash um ein filterloses System. Der Wischsauger saugt nämlich nicht wie andere Modelle Luft an, sondern arbeitet gänzlich über die Drehung der Bürste. Diese sammelt Schmutz und Wasser auf und trennt sie direkt am Bürstenkopf voneinander. Das Schmutzwasser landet im 340 ml fassenden Schmutzwasserbehälter, während die aufgenommenen Schmutzpartikel in einer Auffangrinne zurückbleiben. Durch das fehlende Ansaugen ist der Wischsauger deutlich leiser im Betrieb. Wir messen im Schnitt 51 dB(A) mit einer Smartphone-App.

Da der Pencilwash über keine Selbstreinigungsfunktion verfügt, erfolgt die anschließende Säuberung des Bürstenkopfs von Hand. Das Auseinandernehmen und wieder Zusammensetzen des Bürstenkopfs ist wie beim Dyson V16 Piston Animal Submarine etwas fummelig, da man die Wassertankeinheit über eine Schiene mit dem Rest verbinden muss. Trifft man die Schiene nicht, verbindet sich der Bürstenkopf nicht korrekt und muss wieder auseinandergenommen werden.

Die Bürste lässt sich alleine durch das Abspülen unter dem Wasserhahn angenehm leicht von etwaigen Rückständen befreien. Schmutz, der sich in der Auffangrinne gesammelt hat, kann man mit einem Handgriff in den Müll befördern. Die anschließende Trocknung muss beim Pencilwash auf traditionellem Weg erfolgen: mit dem Geschirrhandtuch. Schwieriger wird es mit der Rolle. Diese muss an der Luft trocknen und ist damit erst einmal für mehrere Stunden nicht einsatzbereit.

Akkulaufzeit

Der Akku des kompakten Wischsaugers schafft maximal 30 Minuten, bevor man ihn mitsamt Stab auf die Ladestation stellen muss. Das ist relativ kurz und den Einsparungen zugunsten des kompakten Formfaktors geschuldet. Während unseres Tests war jedoch der Frischwassertank deutlich vor dem Akku leer und die Party damit so oder so vorbei.

Preis

Bei Dyson gibt es den Pencilwash für knapp 349 Euro. Wer noch ein paar Euro sparen möchte, bekommt den Wischsauger aktuell für etwa 330 Euro bei anderen Händlern.

Fazit

Der Dyson Pencilwash wirft für uns vor allem die Frage auf, für wen das Produkt genau gedacht ist. Er macht das, was der Dyson Clean+Wash Hygiene bereits macht, nur eben nicht so gut. Der kompaktere Formfaktor ist zwar praktisch, wirklich viel weniger Platz als der bereits erwähnte große Bruder nimmt er aber auch nicht ein. Einsparungen zugunsten des schlanken Designs sorgen zudem für eine kürzere Akkulaufzeit. Auch die fehlende Selbstreinigung und Trocknungsfunktion vermissen wir schmerzlich. Dafür ist der Pencilwash ausgesprochen leicht und wendig.

Die Verarbeitung ist gewohnt auf höchstem Niveau, und auch, dass man den Akku problemlos entnehmen und bei Bedarf ersetzen kann, ist löblich. In Sachen Reinigungsleistung macht er einen überwiegend guten Job, muss sich aber auch hier dem 100 Euro teureren Clean+Wash Hygiene geschlagen geben.

Wer wirklich überhaupt keinen Platz in den eigenen vier Wänden für einen Wischsauger erübrigen kann, sollte beim Pencilwash zugreifen. Die Nachteile überwiegen für uns allerdings die Platz- und Geldersparnisse, weswegen wir hier zum 100 Euro teureren Clean+Wash Hygiene raten würden – wenn es zwingend ein Dyson-Wischsauger sein soll.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Dreame H11 Max

Proscenic Washvac F20

Jashen F16

Dyson V15s Detect Submarine

Tineco Floor One S5 Combo

Tineco Floor One S3

Tineco Floor One Switch S7

Jimmy HW9

Jimmy PowerWash HW8 Pro

Mova M50 Ultra

Roborock Dyad Air

Roborock F25 Ultra

Roborock Dyad Pro Combo

Roborock Dyad

Xiaomi Truclean W10 Pro

Dyson V16 Piston Animal Submarine 2.0

Jimmy PW11 Pro Max

Roborock Dyad Pro

Dreame H13 Pro



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Künstliche Intelligenz

Google I/O: Ankündigung von Modellen Gemini Flash 3.5 und Gemini Omni Flash


Google hat bei seiner Entwicklerkonferenz Google I/O 2026 unter anderem zwei neue KI-Modelle angekündigt: Gemini Flash 3.5 und Gemini Omni. Gemini Flash 3.5 ist eine Weiterentwicklung der Flash-Modellserie. Gemini Omni hingegen ist eine neue generative Modellreihe in der Gemini-Familie, die sich am Anfang vor allem auf die Generierung von möglichst realistischen Videos konzentrieren wird. Später soll Omni „alles aus allem“ generieren können, sagen die Google-Entwickler.

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Gemini Flash 3.5, das Nachfolgemodell von Gemini Flash 3.0, solle in fast allen Bereichen noch leistungsfähiger sein als Gemini 3.1 Pro, teilte Google mit. Besonders bei der Geschwindigkeit, auf die bei den Flash-Modellen besonders Wert gelegt wird, schneidet es wohl sehr gut ab: Laut eigener Aussage soll das neue Flash-Modell viermal mehr Token pro Sekunde ausgeben als andere Spitzenmodelle.


Vergleich Gemini Flash 3.5 mit Gemini Pro 3.1

Vergleich Gemini Flash 3.5 mit Gemini Pro 3.1

(Bild: Alphabet)

Google preist bei seiner Veröffentlichung, dass Gemini Flash 3.5 sich besonders gut für den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Agenten und die Ausführung von längeren Aufgaben eigne. Dank Verbesserungen bei der Programmierung und der Nutzung von Tools sei Gemini 3.5 Flash in der Lage, mehrstündige autonome Sitzungen durchzuführen.

Gemini Flash 3.5 wird das neue Standardmodell für die Gemini App und den AI Mode in Search. Auch die Agenten-Plattformen Google Antigravity, Gemini API, Google AI Studio und Android Studio sollen auf das neue Modell aufbauen, ebenso wie die Unternehmensanwendungen in Gemini Enterprise Agent Platform und Gemini Enterprise. Ein 3.5-Pendant aus der Gemini-Pro-Modellreihe ist laut Google bereits in Arbeit.

Ein weiteres KI-Modell, das bei der Google I/O vorgestellt wurde, ist Gemini Omni Flash, das erste Modell einer neuen Gemini-Linie. Die KI soll bald „alles aus allem“ generieren können; ab heute sind Videos als Output möglich, Audio und Bild sollen bald hinzukommen. Beim Input soll in Zukunft auch jede Form möglich sein.

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Im Gegensatz zu Veo, Googles bisherigem Videogenerator, soll Omni umfangreich mit dem Wissen der Gemini-Modelle gekoppelt sein. Dadurch soll es ein tiefergehendes Verständnis dafür haben, was im Video als nächstes geschehen sollte. Nicht nur physikalische Gesetze sollen berücksichtigt werden, wie es bei Veo schon der Fall ist, sondern auch zum Beispiel Geschichtswissen oder kulturelle Hintergründe.

Darüber hinaus soll Gemini Omni mit gesprochener Sprache bedienbar sein und, für Videos besonders wichtig, jeder Prompt soll auf die vorherigen aufbauen. Charaktere und Szenen sollen so möglichst konsistent bleiben, statt sich bei jeder Generierung leicht zu verändern. Omni soll auch in der Lage sein, reale Videoaufnahmen zu verändern – zum Beispiel, indem es Figuren hinzufügt oder bestehende anders handeln lässt. Auch Teil von Omni ist ein Avatar-Feature, mit dem man eine digitale Version von sich erstellen kann, die so klingt und spricht wie man selbst.

Google betont, dass es auch im Rahmen von Omni weiterhin an seinen Transparenzwerkzeugen zur Identifizierung von KI-generierten Inhalten arbeitet: In jedes Video, das mit dem neuen Modell generiert wurde, soll das Google Wasserzeichen SynthID integriert sein. So kann es mit diversen Google-Apps als AI-Video identifiziert werden.

Gemini Omni Flash soll zunächst für Plus, Pro und Ultra-Nutzer in der Gemini App und in Google Flow verfügbar sein. Nutzer ohne ein Abo sollen aber bereits jetzt über YouTube Shorts und die YouTube Create App darauf zugreifen können.

Das Nachfolgemodell Gemini Omni Pro ist wohl schon in der Entwicklung.


(rie)



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Künstliche Intelligenz

Top 5: USB-Adapter für den Zigarettenanzünder – Handy schnell im Auto laden


Um im Auto mehrere USB-Geräte gleichzeitig und schnell zu laden, hilft ein Adapter für den Zigarettenanzünder. Wir zeigen die besten Modelle aus unseren Tests.

In modernen Autos gehören USB-Anschlüsse zum Laden von Smartphones, Tablets und anderen Mobilgeräten inzwischen zur Standardausstattung. Allerdings liefern sie häufig nur wenig Leistung, zudem reicht die Anzahl der Anschlüsse gerade auf Familienfahrten oft nicht aus. Ältere Fahrzeuge bieten teilweise gar keine USB-Lademöglichkeit. In beiden Fällen hilft ein USB-Ladegerät für die 12-Volt-Steckdose.

Die kompakten Ladeadapter wandeln die 12-Volt-Bordspannung um und ermöglichen so das Laden von Smartphones, Tablets, Kameras oder sogar Notebooks während der Fahrt. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Modellen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick, denn nicht jedes Ladegerät eignet sich für jeden Einsatzzweck.

Entscheidend sind zunächst Art und Anzahl der Anschlüsse. Wie viele Geräte gleichzeitig geladen werden müssen, hängt vom individuellen Bedarf ab. Viele aktuelle Modelle bieten mindestens einen USB‑C‑Port, teilweise ergänzt durch ein integriertes oder ausziehbares USB‑C‑Kabel. Manche Hersteller statten ihre Ladegeräte zusätzlich mit einem klassischen USB‑A‑Anschluss oder einem Lightning-Kabel aus.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Leistung des Ladegeräts. Einige Hersteller werben zwar mit 75 Watt oder mehr, dabei handelt es sich jedoch meist um die maximale Gesamtleistung aller Anschlüsse zusammen. Wer sein Smartphone oder ein Notebook unterwegs laden möchte, sollte unbedingt auf die Leistung der einzelnen Ports achten. Häufig unterstützt nur ein Anschluss die höchsten Schnellladestandards, während die übrigen Ports deutlich weniger Leistung liefern.

Je nach Fahrzeug kann auch das Design eine Rolle spielen. Neben der Größe ist vor allem die Erreichbarkeit der Anschlüsse entscheidend. Ladegeräte mit schwenkbarem oder beweglichem Stecker sind hier flexibler.

Diese Bestenliste zeigt die besten USB-Ladegeräte für die 12-Volt-Steckdose aus unseren Tests. Außerdem erklärt der Ratgeber, worauf beim Kauf und der Nutzung geachtet werden sollte.

Welches ist das beste USB-Ladegerät für den Zigarettenanzünder?

Unser Testsieger ist das Kfz‑Schnellladegerät Lisen 57W für rund 15 Euro. Neben der sehr ordentlichen Verarbeitung punktet das Ladegerät mit abwinkelbarem Stecker, ausreichend Anschlüssen, alltagstauglicher Leistung von bis zu 30 Watt und niedriger Wärmeentwicklung.

Der Anker Nano Car Charger für knapp 18 Euro ist unser Technologie-Sieger. Neben der hohen Verarbeitungsqualität überzeugt hier die maximale Ladeleistung von bis zu 45 Watt, die für viele kompakte Notebooks und Ultrabooks ausreicht.

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist das No-Name-Ladegerät mit Sternenhimmelprojektion, das bereits für rund 10 Euro bei Amazon erhältlich ist. Die integrierte Laserprojektion dürfte in der Praxis zwar nicht für jeden relevant sein, dennoch überzeugt das Modell mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

  1. Kfz-Schnellladegerät Lisen 57W für 15 Euro
  2. Anker Nano Car Charger für 18 Euro 
  3. No-Name-Ladegerät für 10 Euro 
  4. Ugreen Nexode Fast Car Charger für 13 Euro
  5. Lisen 2E7130 4-in-1 für 18 Euro
KURZÜBERSICHT

Das Lisen 57 W für 13 Euro ist ein sehr kompaktes und trotzdem zuverlässiges USB-Ladegerät für die Nutzung im Auto. Neben der sehr ordentlichen Verarbeitung punktet das Ladegerät mit ausreichend Anschlüssen, alltagstauglicher Leistung und niedriger Wärmeentwicklung.

Einzig wer mit mehr als 30 Watt laden möchte, oder eine Gesamtleistung von mehr als 57 Watt benötigt, braucht eine Alternative.

VORTEILE

  • gute Verarbeitung
  • kompakte Abmessungen, fairer Preis
  • bis insgesamt 57 Watt aufladen ohne heiß zu werden

NACHTEILE

  • Leistungsgrenze bei 30 Watt
  • PD nur an einem Ausgang
  • Produktname verwirrend

Mit dem Anker Nano Car Charger bekommt man für unter 20 Euro ein zuverlässiges USB-C-Ladegerät, das mit hochwertiger Verarbeitung, kompakten Abmessungen und einer ordentlichen Gesamtleistung von 75 W überzeugt.

VORTEILE

  • gute Verarbeitung ohne Spaltmaße
  • kompakte Abmessungen, fairer Preis
  • zuverlässig bis 75 W ohne heiß zu werden

NACHTEILE

  • keine 21-Volt-Unterstützung
  • nur USB-C

Das AmazeFan 4-in-1 für rund 10 Euro ist ein günstiges Kfz-Ladegerät mit vier Anschlüssen, das im Alltag solide funktioniert. Die versprochene Leistung wird an fast allen Ports erreicht oder leicht übertroffen. Die einziehbaren Kabel für USB-C und Lightning sowie der abknickbare Stecker sind echte Pluspunkte, der beworbene Sternenhimmelprojektor ist hingegen unbrauchbar.

VORTEILE

  • vier Anschlüsse inklusive zwei einziehbarer Kabel
  • abknickbarer Stecker für bessere Erreichbarkeit
  • sehr günstiger Preis von rund 10 Euro

NACHTEILE

  • Sternenhimmel-Laser und LED-Beleuchtung am Gehäuse blenden
  • Kunststoffgehäuse wirkt billig
  • keine Leistungsangaben durch Hersteller

Ratgeber

Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

USB-Ladegeräte für die 12-Volt-Steckdose gehören heute fast zur Grundausstattung im Auto. Sie versorgen Smartphones, Tablets, Navigationsgeräte oder Notebooks unterwegs mit Strom. Beim Kauf zählt aber nicht nur die Anzahl der Anschlüsse. Entscheidend sind Leistung, Schnellladefunktionen, Kompatibilität und die Verarbeitungsqualität.

Damit Geräte zuverlässig und schnell laden, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden.

Die passenden Anschlüsse auswählen

Vor dem Kauf sollte geprüft werden, welche Anschlüsse die eigenen Geräte benötigen. Moderne Smartphones, Tablets und viele Notebooks laden über USB‑C. Ältere Geräte nutzen oft noch USB‑A oder Apples Lightning-Anschluss. Besonders praktisch sind Ladegeräte mit verschiedenen Anschlussarten. So lassen sich neue und ältere Geräte gleichzeitig laden und flexibel nutzen.

Das AmazeFan 4-in-1 USB-Ladegerät für den Zigarettenanzünder verfügt sogar über ein Lightning-Kabel

Auf die Ladeleistung achten

Die Leistung bestimmt, wie schnell Geräte geladen werden. Für Smartphones reichen oft 20 bis 30 Watt. Tablets und Notebooks benötigen deutlich mehr Leistung. Viele leistungsstärkere Geräte brauchen 45 Watt oder mehr, damit sie unterwegs sinnvoll geladen werden können.

Wird ein Smartphone nur langsam geladen, fällt das auf langen Fahrten kaum auf. Schnellladefunktionen ermöglichen dagegen oft schon nach wenigen Minuten deutlich mehr Akkulaufzeit, wodurch sich das Laden auch auf kürzeren Fahrten lohnt.

Schnellladen funktioniert nur, wenn Ladegerät und Endgerät denselben Standard unterstützen. Wichtige Technologien sind unter anderem USB Power Delivery (PD) und Quick Charge. Unterstützt das Ladegerät den passenden Standard nicht, lädt das Gerät meist trotzdem, allerdings langsamer. Wer häufig pendelt oder kurze Strecken fährt, sollte deshalb gezielt auf Schnellladefunktionen achten.

Gesamtleistung prüfen

Viele Kfz‑Ladegeräte bieten zwei, drei oder vier USB‑Ports. Das ist praktisch, kann aber auch Einschränkungen mit sich bringen. Hersteller geben häufig eine hohe Gesamtleistung an, diese verteilt sich jedoch meistens auf alle Anschlüsse zusammen. Ein Ladegerät mit insgesamt 60 Watt liefert also nicht automatisch 60 Watt pro Port. Werden mehrere Geräte gleichzeitig geladen, sinkt die Ladegeschwindigkeit häufig deutlich.

Kompatibilität mit dem Fahrzeug prüfen

Die meisten USB‑Adapter sind sowohl mit 12‑Volt‑Bordnetzen von Pkw als auch mit 24‑Volt‑Systemen in Transportern und Wohnmobilen kompatibel. Ein Blick in die Herstellerangaben ist dennoch ratsam – insbesondere bei älteren Fahrzeugen oder Sonderfahrzeugen.

Auf festen Sitz in der Steckdose achten

Ein gutes Ladegerät sitzt stabil in der 12‑Volt-Buchse. Wackelt der Adapter, kann die Stromversorgung abbrechen. Das führt zu Ladeunterbrechungen oder langsamerem Laden. Gerade auf schlechten Straßen fällt ein lockerer Sitz schnell auf. Ein fester Halt ist deshalb ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Der Anker Nano Car Charger sitzt zuverlässig und fest im Zigarettenanzünder.

Sicherheitsfunktionen ernst nehmen

Ein hochwertiges Ladegerät schützt sowohl die angeschlossenen Geräte als auch das Fahrzeugbordnetz.

Wichtige Schutzfunktionen sind:

  • Schutz vor Überhitzung
  • Schutz vor Überspannung
  • Schutz vor Überstrom
  • Schutz vor Kurzschluss

Diese Funktionen helfen dabei, Schäden am Ladegerät und an angeschlossenen Geräten zu vermeiden.

Verarbeitung und Material nicht unterschätzen

Auch die Bauqualität spielt eine wichtige Rolle. Hochwertige Materialien halten länger und helfen bei der Wärmeableitung. Modelle aus Aluminium oder hitzebeständigem Kunststoff sind zudem robuster als besonders günstige Kunststoffgehäuse.

Welches Kfz‑Ladegerät passt zu welchem Fahrprofil?

Je nach Nutzung eignen sich unterschiedliche Modelle. Auf kurzen Strecken zählt vor allem Schnellladen. Eine hohe Ladeleistung bringt in kurzer Zeit möglichst viel Energie in den Akku. Für lange Fahrten sind mehrere Anschlüsse und eine hohe Gesamtleistung sinnvoll. Nur so lassen sich mehrere Geräte gleichzeitig laden.

Eine Kombination aus USB‑A und USB‑C bietet die größte Flexibilität. So können ältere Geräte und moderne Smartphones gleichzeitig angeschlossen werden.

Kann ein USB-Ladegerät das Smartphone beschädigen?

Normalerweise nicht. Voraussetzung ist ein hochwertiges Ladegerät mit Schutz vor Überhitzung, Überspannung, Überstrom und Kurzschluss. Bei hochwertigen Ladegeräten regeln Smartphone und Ladegerät die Leistungsaufnahme automatisch.

Lädt ein Kfz‑Adapter schneller als ein USB‑Anschluss im Auto?

Oft ja. Viele fest verbaute USB‑Anschlüsse im Auto liefern nur wenig Leistung. Moderne Kfz‑Ladegeräte mit USB Power Delivery oder Quick Charge laden Smartphones und andere Geräte meist deutlich schneller.

Kann ein Kfz‑Ladegerät die Autobatterie entladen?

Ja. Das kann passieren, wenn der Adapter oder angeschlossene Geräte bei ausgeschaltetem Motor dauerhaft Strom ziehen. Geräte sollten deshalb möglichst nur während der Fahrt geladen und der Adapter bei längeren Standzeiten entfernt werden.

Fazit

Für Vielfahrer und Familien lohnt sich die Nachrüstung eines USB-Ladegeräts für die 12-Volt-Steckdose in den meisten Fällen. Der wichtigste Vorteil: Moderne Kfz‑Ladegeräte liefern in der Regel deutlich mehr Leistung als fest integrierte USB‑Anschlüsse. Zudem stehen häufig mehrere unterschiedliche Ports zur Verfügung. Integrierte Kabel reduzieren zudem den Kabelsalat im Cockpit.

Wie viele und welche Anschlüsse benötigt werden, hängt von den individuellen Anforderungen ab. Bei der Leistung sollte sowohl die maximale Leistung pro Port als auch die maximale Gesamtleistung berücksichtigt werden.

Weiteres KFZ-Zubehör zeigen wir hier:

BESTENLISTE

Kfz-Schnellladegerät Lisen 57W im Test: Drei USB-Geräte im Auto ab 13 € laden

Kompakt, günstig und zuverlässig: Das Ladegerät Lisen 57W mit integriertem USB-C-Kabel lädt bis zu drei Geräte am Zigarettenanzünder.

VORTEILE

  • gute Verarbeitung
  • kompakte Abmessungen, fairer Preis
  • bis insgesamt 57 Watt aufladen ohne heiß zu werden

NACHTEILE

  • Leistungsgrenze bei 30 Watt
  • PD nur an einem Ausgang
  • Produktname verwirrend

Kompakt, günstig und zuverlässig: Das Ladegerät Lisen 57W mit integriertem USB-C-Kabel lädt bis zu drei Geräte am Zigarettenanzünder.

Das kleine Ladegerät verfügt über einen USB-A- und einen USB-C-Port sowie ein ausziehbares USB-C-Kabel. Die maximale Ausgangsleistung liegt laut Hersteller bei 30 Watt, die Gesamtleistung bei 57 Watt. Die drei Anschlüsse beherrschen Power Delivery und PPS und eignen sich somit auch zum flotten Laden von Handy, Tablet & Co. Wie sich das günstige Ladegerät in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

Ausstattung & Verarbeitung

Das Ladegerät von Lisen hinterlässt trotz des niedrigen Preises einen hochwertigen Eindruck. Ein Grund hierfür sind sehr geringe Spaltmaße und das stabile graue Aluminiumgehäuse, welches für ein Gewicht von rund 83 Gramm sorgt. Die matte Oberfläche ist angenehm griffig und unempfindlich gegen Fingerabdrücke und Oberflächenkratzer. Der Rest des Ladegerätes besteht aus schwarzem Kunststoff mit einer schicken Vorderseite in Klavierlackoptik. Mit Außenabmessungen von rund 130 × 40 × 22 mm ist es trotz der insgesamt drei Anschlussmöglichkeiten angenehm kompakt.

Das integrierte, flache USB-C-Kabel ist auf eine Länge von bis zu 75 cm ausziehbar und rastet dann ein. Wird nochmals kurz daran gezogen, rollt es sich automatisch wieder im Gehäuse zusammen. Für die Nutzung im Fahrraum ist die Kabellänge ausreichend.

Der Stecker für den Zigarettenanzünder kann um etwa 85 Grad nach oben oder unten abgeknickt werden. Der Mechanismus ist dabei so stramm, dass sich der Winkel auch während der Fahrt nicht verändert. Abhängig von der Position der Steckdose ist dies ein sinnvolles Extra, um besser an die Anschlüsse zu kommen.

Ladestandards

Leider ist die Bezeichnung 57 W vom Hersteller etwas missverständlich. Denn das Ladegerät kann nur maximal 30 W über das integrierte USB-C-Kabel ausgeben. Die Gesamtleistung bei Nutzung aller drei Anschlüsse erreicht dann bis zu 57 Watt.

Der USB-C-Port mit ausziehbarem Kabel liefert laut Hersteller PD bis 30 W, Power Delivery 3.0 ist ebenfalls an Bord. Die technischen Spezifikationen lauten: 5 V bei 3 A (15 W), 9 V bei 3 A (27 W) und 12 V bei 2,5 A (30 W). PPS deckt 3,3 V bis 11 V mit bis zu 3 A ab. Das erfahren wir allerdings nur durch unseren PD-Tester, die Information zu PPS fehlen auf dem Produkt und der Produktseite auf Amazon.

Der USB-C-Steckplatz bietet eine Leistung von maximal 15 W (5 V, 3 A), der USB-A-Port liefert bis zu 12 W (5 V, 2,4A). Beides funktioniert zuverlässig.

Damit unterstützt das Ladegerät die gängigen Spannungsstufen bis maximal 30 Watt, was wir als alltagstauglich einschätzen. Einige Smartphones wie das Google Pixel 10 Pro XL benötigen für die maximale Ladegeschwindigkeit allerdings sogar 45 W. Für die meisten Notebooks ist die Leistung ebenfalls zu schwach, zum Nachladen von Tablet & Co. ist das Gerät aber gut geeignet.

Praxistest

Im Test schneidet das Netzteil von Lisen sehr ordentlich ab. Die Effizienz liegt bei 91 Prozent, ein sehr guter Wert. Die versprochene Leistung erreichen wir problemlos. Das ausziehbare USB-C-Kabel liefert im Test zuverlässig 31,4 Watt, bevor sich das Ladegerät abschaltet. Auch die beiden USB-Steckplätze liefern im Test minimal mehr Leistung als eigentlich versprochen.

Die vom Hersteller angegebene Gesamtleistung von 57 Watt erreicht das Ladegerät im Test ebenfalls, ohne dabei besonders warmzuwerden. Selbst nach über 30 Minuten bleibt die Gehäusetemperatur unter 50 Grad. Leistungseinbrüche wegen Überhitzung muss man hier nicht befürchten.

Preis

Das Lisen 57 W wird regulär für 20 Euro angeboten, der Straßenpreis liegt aber darunter. Bei Amazon kostet das Netzteil zum Testzeitpunkt knapp 13 Euro. Das ist günstig und so ist das Netzteil ein echter Preis-Tipp.

Fazit

Das Lisen 57 W ist ein sehr kompaktes, günstiges und trotzdem zuverlässiges USB-Ladegerät für die Nutzung im Auto. Neben der sehr ordentlichen Verarbeitung punktet das Ladegerät mit ausreichend Anschlüssen, alltagstauglicher Leistung und niedriger Wärmeentwicklung.

Die Effizienz beim Laden ist sehr hoch und die vorhandenen Ladestandards sind für die meisten Aufgaben ausreichend.

Einzig, wer mit mehr als 30 Watt laden möchte oder eine Gesamtleistung von mehr als 57 Watt benötigt, braucht eine Alternative.

Anker Nano Car Charger im Test: Handy-Schnellladegerät für Zigarettenanzünder

Klein, stark, zuverlässig: Der Anker Nano Car Charger mit integriertem USB-C-Kabel lädt zwei Geräte mit bis zu 45 W – für unter 20 Euro.

VORTEILE

  • gute Verarbeitung ohne Spaltmaße
  • kompakte Abmessungen, fairer Preis
  • zuverlässig bis 75 W ohne heiß zu werden

NACHTEILE

  • keine 21-Volt-Unterstützung
  • nur USB-C

Klein, stark, zuverlässig: Der Anker Nano Car Charger mit integriertem USB-C-Kabel lädt zwei Geräte mit bis zu 45 W – für unter 20 Euro.

Der Anker Nano Car Charger (Modell A2738) ist ein kompaktes USB-C-Ladegerät für den Zigarettenanzünder. Über das ausziehbare USB-C-Kabel lädt es ein einzelnes Gerät mit bis zu 45 Watt, der zusätzliche USB-C-Port liefert bis zu 30 Watt. Zusammen sind so bis zu 75 Watt für zwei Geräte möglich. Beide Anschlüsse beherrschen Power Delivery und PPS. Anker gilt seit Jahren als verlässlicher Hersteller von Ladegeräten – wie sich der Nano Car Charger im Alltag schlägt, zeigt unser Test.

Ausstattung & Verarbeitung

Das dunkelgraue Kunststoffgehäuse des Ladegerätes hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Verarbeitung und Haptik sind Anker-typisch auf hohem Niveau. Die Spaltmaße sind minimal und gleichmäßig. Die matte Oberfläche ist angenehm griffig und unempfindlich gegen Fingerabdrücke. Mit Außenabmessungen von 100 × 50 × 29 mm und einem Gewicht von nur 76 g bleibt das Ladegerät trotz integrierten Kabels kompakt.

An der kurzen Vorderseite des Gehäuses sitzen das ausziehbare USB-C-Kabel und der zusätzliche USB-C-Steckplatz direkt nebeneinander. Ausgezogen misst das flache USB-C-Kabel knapp 72 cm. Das ist zwar nicht besonders großzügig bemessen, reicht im vorderen Innenraum aber problemlos aus. Für die Nutzung auf der Rückbank wäre ein längeres Kabel wünschenswert.

Ladestandards

Der USB-C-Port mit ausziehbarem Kabel liefert 45 W. Die technischen Spezifikationen lauten: 5 V bei 3 A (15 W), 9 V bei 3 A (27 W), 12 V bei 3 A (36 W), 15 V bei 3 A (45 W) und 20 V bei 2,25 A (45 W). PPS deckt 5,0 V bis 11 V mit bis zu 3 A ab.

Der USB-C-Steckplatz bietet maximal 30 W. Die technischen Spezifikationen lauten: 5 V bei 3 A (15 W), 9 V bei 3 A (27 W), 12 V bei 2,5 A (30 W) und 15 V bei 2 A (30 W). PPS deckt 5,0 V bis 11 V mit bis zu 3 A ab. Damit unterstützt das Ladegerät viele, aber nicht alle gängigen Spannungsstufen. Die 21-V-Stufe, besonders wichtig für moderne High-End-Smartphones, wird nicht bedient. Smartphones wie das Google Pixel 10 Pro XL können mit diesem Netzteil also nicht mit ihrer maximalen Ladegeschwindigkeit von 45 W geladen werden. Power Delivery 3.0 ist selbstverständlich an Bord.

Erfreulich: Anker gibt die unterstützten PPS-Bereiche transparent direkt auf dem Gehäuse an – auf der Produktseite des Herstellers fehlen die Informationen leider.

Wärmeentwicklung des Anker Nano Car Charger

Praxistest

Im Test schneidet das Anker Nano Car Charger vorbildlich ab. Die Effizienz liegt bei 93 Prozent, ein hervorragender Wert. Auch die versprochene Leistung erreicht das Ladegerät problemlos. Das ausziehbare USB-C-Kabel liefert im Test zuverlässig bis zu 49 Watt, bevor sich das Netzteil abschaltet. Aus dem USB-C-Port können wir bis zur Abschaltung maximal 34 Watt entnehmen.

Bei dauerhafter Volllast über 20 Minuten erreicht das Gehäuse eine Außentemperatur von 52 bis 55 Grad Celsius, wobei die Oberseite etwas wärmer wird als die Unterseite. Das Netzteil wird zwar spürbar warm, bleibt aber im unkritischen Bereich. Die Ladeleistung bleibt auch bei längerer Nutzungsdauer am Lastenprüfer stabil. Im Test können wir keine Leistungseinbrüche durch Überhitzung feststellen. Die recht kompakte Bauweise geht also nicht zulasten der Kühlung.

Lediglich ein klassischer USB-A-Port fehlt uns im Test – alte Micro-USB-Kabel lassen sich so nicht ohne zusätzlichen Adapter anschließen.

Preis

Das Anker Nano Car Charger wird regulär für 30 Euro angeboten. Bei Amazon kostet das Netzteil zum Testzeitpunkt knapp 18 Euro. Damit bietet es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fazit

Das Anker Nano Car Charger ist ein zuverlässiges USB-C-Ladegerät zum fairen Preis. Neben hochwertiger Verarbeitung punktet das Gerät mit seinem kompakten Formfaktor und einer ordentlichen Gesamtleistung von 75 W verteilt auf 45 W am Kabel und 30 W am USB-Eingang.

Die Effizienz ist mit rund 93 Prozent hervorragend und die PPS-Unterstützung für sehr viele Anwendungen ausreichend. Einzig die nicht vorhandene 21-V-Unterstützung und der fehlende USB-A-Port trüben den sonst einwandfreien Gesamteindruck. Für wenig Geld gibt es hier ein zuverlässiges Markengerät, das Smartphones und Tablets mit hoher Geschwindigkeit lädt.

Ladegerät für den Zigarettenanzünder mit Laser für 10 €: AmazeFan 4-in-1 im Test

Vier Anschlüsse, einziehbare Kabel und ein Laser-Projektor: Das AmazeFan 4-in-1 lädt bis zu vier Geräte gleichzeitig im Auto – für unter 10 Euro.

VORTEILE

  • vier Anschlüsse inklusive zwei einziehbarer Kabel
  • abknickbarer Stecker für bessere Erreichbarkeit
  • sehr günstiger Preis von rund 10 Euro

NACHTEILE

  • Sternenhimmel-Laser und LED-Beleuchtung am Gehäuse blenden
  • Kunststoffgehäuse wirkt billig
  • keine Leistungsangaben durch Hersteller

Vier Anschlüsse, einziehbare Kabel und ein Laser-Projektor: Das AmazeFan 4-in-1 lädt bis zu vier Geräte gleichzeitig im Auto – für unter 10 Euro.

Das AmazeFan 4-in-1 ist ein USB-Ladegerät für den Zigarettenanzünder mit gleich vier Lademöglichkeiten: einem USB-A-Port, einem USB-C-Port, einem ausziehbaren USB-C-Kabel und einem ausziehbaren Lightning-Kabel für ältere iPhones. Die Gesamtleistung gibt der Hersteller mit 66 W an.

Eine Besonderheit ist der integrierte Mini-Laser-Projektor, der einen Sternenhimmel ins Auto zaubern soll. Wir haben das günstige Ladegerät getestet und zeigen, ob das Konzept im Alltag aufgeht.

Ausstattung & Verarbeitung

Im direkten Vergleich zu Konkurrenten wirkt das Modell von AmazeFan etwas billig. Das liegt vor allem am schlichten Kunststoffgehäuse, welches zwar zweckmäßig wirkt, aber im Vergleich zu Netzteilen mit Aluminiumgehäuse weniger hochwertig ist. Die Spaltmaße sind aber gleichmäßig und die Verarbeitung insgesamt in Ordnung. Nach dem Einstecken leuchtet ein Teil des Netzteils in blauem Licht, was den Anschluss erleichtern und modern aussehen soll.

An der Oberseite sitzen alle vier Anschlüsse: ein USB-A-Port, ein USB-C-Port sowie die beiden einziehbaren Kabel mit USB-C- und Lightning-Stecker. Das automatische Einziehen der Kabel funktioniert im Test zuverlässig. Wer das Kabel nutzen möchte, zieht es einfach heraus, nach Gebrauch rollt es sich automatisch wieder auf. So bleibt das Auto aufgeräumt und die Kabel sind vor Verschleiß geschützt.

Praktisch ist der um 90 Grad nach oben und unten abknickbare Stecker für den Zigarettenanzünder. Das Gelenk ist angenehm stramm, sodass sich der Winkel auch auf holprigen Strecken nicht von selbst verstellt. Je nach Position der Bordsteckdose lassen sich die Anschlüsse so deutlich besser erreichen. Das Ladegerät ist mit allen Fahrzeugen mit 12 V und 24 V Bordnetz kompatibel.

Ladestandards

Hier liegt einer der größten Kritikpunkte am günstigen Ladegerät: AmazeFan nennt die exakten Leistungsdaten weder in der Anleitung noch auf der Produktseite. Wir mussten die Werte daher selbst mit unserem PD-Listener ermitteln. Gerade bei der PD-Erweiterung PPS (Programmable Power Supply) ist das schade, da man so vor dem Kauf nicht prüfen kann ob das eigene Smartphone zu den Spezifikationen passt – also so schnell lädt, wie es könnte.

Das ausziehbare USB-C-Kabel liefert maximal 30 W. Die unterstützten Spannungsstufen lauten: 5 V bei 3 A (15 W), 9 V bei 3 A (27 W) und 12 V bei 2,5 A (30 W). PPS deckt die Bereiche 3,3 bis 5,9 V mit bis zu 3 A sowie 3,3 bis 11 V mit bis zu 3 A ab.

Damit unterstützt das Ladegerät die gängigen Spannungsstufen bis 30 Watt. Für die meisten Smartphones und Tablets ist das ausreichend. Wer ein Notebook oder ein modernes High-End-Smartphone wie das Google Pixel 10 Pro XL mit voller Geschwindigkeit (45 W) laden möchte, braucht aber eine stärkere Alternative.

Über das Lightning-Kabel ist das Laden mit bis zu 12 W möglich. Die beiden USB-Steckplätze liefern laut Aufdruck jeweils bis zu 15,5 W.

AmazeFan 4-in-1 USB-Ladegerät für den Zigarettenanzünder

Praxistest

Im Test schneidet das AmazeFan ordentlich ab. Die Effizienz liegt je nach Leistung zwischen knapp unter 90 und bis zu 93 Prozent – ein gutes Ergebnis. Die versprochenen Leistungswerte werden an drei der vier Anschlüsse sogar leicht übertroffen. Aus dem USB-C-Kabel können wir im Praxistest sogar bis zu 35,5 W ziehen, bevor sich das Netzteil abschaltet.

Das ausziehbare Lightning-Kabel für ältere iPhones liefert wie versprochen 5 V bei 2,4 A (12 W). Der feste USB-C-Anschluss bietet 15,5 W (5 V, 3,1 A) – im Test lassen sich hier sogar bis zu 16,5 W entnehmen, bevor das Netzteil abschaltet. Der USB-A-Anschluss soll ebenfalls 15,5 W (5 V, 3,1 A) liefern, bleibt im Test aber knapp hinter dem Versprechen: Bei mehr als 15,3 W schaltet sich das Netzteil ab.

Bei einer Gesamtlast von rund 60 W an drei der Anschlüsse erreicht das Gehäuse nach 25 Minuten rund 57 Grad Celsius. Das ist zwar deutlich warm, aber noch im unkritischen Bereich. Leistungseinbrüche durch Überhitzung können wir nicht feststellen.

Als störend empfinden wir die LED-Beleuchtung des Netzteils. Bei herausgezogenem USB-C-Kabel oder Lightning-Kabel kann die im Gehäuse sitzende LED sogar regelrecht blenden. Schade, dass man die LEDs nicht deaktivieren kann.

Der vom Hersteller als Highlight gefeierte Sternenhimmel-Effekt entpuppt sich im Test als echtes Ärgernis: Der auf Wunsch einschaltbare Mini-Laser-Projektor wirft zwar viele kleine rote Punkte auf den Dachhimmel, schaut man aber Richtung Aschenbecher, blickt man direkt ins rote Laserlicht. Das ist extrem störend und potenziell gefährlich für die Augen. Für die Fahrt ist die Funktion aus unserer Sicht absolut ungeeignet.

Preis

Bei Amazon kostet das AmazeFan 4-in-1 zum Testzeitpunkt nur rund 10 Euro. Damit ist das Ladegerät ein echtes Schnäppchen. Trotz aller Kritikpunkte stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fazit

Das AmazeFan 4-in-1 ist ein günstiges Kfz-Ladegerät mit vier Anschlüssen, das im Alltag solide funktioniert. Die Effizienz ist gut, die versprochene Leistung wird an fast allen Ports erreicht oder leicht übertroffen. Die einziehbaren Kabel für USB-C und Lightning sowie der abknickbare Stecker sind echte Pluspunkte.

Auf der Negativseite stehen das eher billig wirkende Kunststoffgehäuse, die fehlenden Leistungsangaben des Herstellers und vor allem der Sternenhimmel-Effekt. Der Mini-Laser-Projektor ist nicht nur Spielerei, sondern bei direktem Hineinsehen sogar gefährlich für die Augen. Wer auf dieses Gimmick verzichten kann und ein günstiges Ladegerät mit vielen Anschlüssen sucht, bekommt für rund 10 Euro aber einen echten Preis-Tipp – mit Einschränkungen.

USB-Ladegerät für Pkw im Test: Ugreen Nexode Fast Car Charger lädt bis 30 W

Praktisch, vielseitig, fair bepreist: Das Auto-Ladegerät von Ugreen bringt zwei USB-Anschlüsse plus ausziehbares USB-C-Kabel an den Zigarettenanzünder.

VORTEILE

  • drei Anschlüsse & 60 W Gesamtleistung
  • transparente Leistungsangaben durch Ugreen
  • moderate Wärmeentwicklung
  • günstiger Straßenpreis

NACHTEILE

  • Kunststoffgehäuse anfällig für Kratzer
  • klobiger als Konkurrenzmodelle & Stecker nicht knickbar
  • keine 21-V-Unterstützung für Smartphones

Praktisch, vielseitig, fair bepreist: Das Auto-Ladegerät von Ugreen bringt zwei USB-Anschlüsse plus ausziehbares USB-C-Kabel an den Zigarettenanzünder.

Das Ugreen-Ladegerät steckt im Zigarettenanzünder und bietet ein 70 cm langes, ausziehbares USB-C-Kabel sowie je einen zusätzlichen USB-C- und USB-A-Port. Bis zu drei Geräte lassen sich gleichzeitig laden, die Gesamtleistung liegt bei 60 W. Beide USB-C-Ausgänge unterstützen Power Delivery 3.0 und PPS. Wie sich das günstige Ladegerät im Alltag schlägt, zeigt unser Test.

Ausstattung & Verarbeitung

Das Gehäuse besteht aus schwarzem Kunststoff und misst 104 × 55 × 54 mm. Damit fällt das Ladegerät spürbar klobiger aus als etwa der Anker Car Charger. In modernen Fahrzeugen mit gut zugänglichem Zigarettenanzünder ist das kein Problem, in beengten Mittelkonsolen kann die Bauform aber stören.

Die Verarbeitung wirkt für das Preissegment ordentlich. Spaltmaße sind sauber gearbeitet, das Gehäuse fühlt sich stabil an. Der Kunststoff hat allerdings einen Nachteil: Er ist anfällig für Kratzer und nimmt im Alltag schnell Gebrauchsspuren an. Eine Aluminiumhülle wie bei manchen Konkurrenten gibt es hier nicht.

An der Vorderseite sitzen das ausziehbare USB-C-Kabel sowie der zusätzliche USB-C- und USB-A-Port nebeneinander. Das integrierte Kabel lässt sich mit einem Zug auf bis zu 70 cm ausziehen und rastet dann ein. Für die Nutzung im vorderen Innenraum reicht das aus, für die Rückbank ist die Länge zu knapp bemessen.

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzmodellen ist der Stecker starr und kann nicht abgewinkelt werden. Je nach Einbaulage des Zigarettenanzünders kann das die Bedienung der Anschlüsse erschweren.

Ladestandards

Ugreen geht beim Thema Transparenz mit gutem Beispiel voran: Anders als die meisten Hersteller gibt der Anbieter auf der Produktseite exakte Leistungsdaten zu allen Anschlüssen an – inklusive PPS-Bereich und unterstützter Schnellladestandards.

Das ausziehbare USB-C-Kabel und der zusätzliche USB-C-Port liefern jeweils bis zu 30 W bei identischen Spezifikationen: 5 V/3 A (15 W), 9 V/3 A (27 W) und 12 V/2,5 A (30 W). PPS deckt 5 bis 11 V bei bis zu 3 A ab. Beide Anschlüsse unterstützen zudem PD 3.0, QC 3.0/2.0, FCP und ACP. Der USB-A-Port liefert ebenfalls bis zu 30 W (5 V/3 A, 9 V/3 A, 12 V/2,5 A, 20 V/1,5 A) – über die typischen QC-Standards lassen sich auch ältere Geräte zügig laden.

Beim gleichzeitigen Laden mehrerer Geräte gibt es Einschränkungen: Beide USB-Ports parallel liefern nur je 7,5 W. Kommt das ausziehbare Kabel mit einem USB-Port zum Einsatz, sind je 30 W möglich. Bei voller Belegung bleibt das Kabel bei 30 W, die USB-Ports drosseln auf je 7,5 W.

Als Eingang akzeptiert das Ladegerät DC 12 bis 24 V bei bis zu 9 A – damit ist es auch für 24-V-Bordnetze in Lkw oder Wohnmobilen geeignet. Die 21-V-Stufe für aktuelle High-End-Smartphones wie das Google Pixel 10 Pro XL fehlt, diese Geräte laden also nicht mit voller Geschwindigkeit. Schutzschaltungen gegen Kurzschluss, Überspannung, Überhitzung, Überstrom und Überladung sind an Bord.

Praxistest

Etwas schade: Der nicht abknickbare Stecker schränkt die Flexibilität ein. Im Test überzeugt das Ugreen-Ladegerät ansonsten mit zuverlässiger Leistung.

Die versprochenen 30 W werden problemlos an allen drei Anschlüssen erreicht – erst bei einer angeforderten Leistung von über 34 W aktiviert sich die Schutzschaltung. Bei Nutzung des ausziehbaren Kabels und einem zusätzlichen Port erreichen wir die versprochenen 60 W Gesamtleistung. Kommen beide USB-Anschlüsse gleichzeitig zum Einsatz, bricht die Leistung auf je 7,5 W ein.

Ugreens Versprechen, ein Smartphone in 30 Minuten von 0 auf 56 Prozent zu laden, lässt sich im Alltag nachvollziehen – schnellladefähige Geräte profitieren spürbar von PD und PPS. Die Wärmeentwicklung bleibt überschaubar und hält sich auch unter Volllast im Rahmen. Leistungseinbrüche durch Überhitzung treten im Test nicht auf. Die Ladeleistung ist stabil, Smartphones, Tablets und Bluetooth-Geräte lassen sich zuverlässig parallel versorgen – soll das Aufladen möglichst schnell gehen, würden wir aber nur zwei Geräte gleichzeitig anschließen und die maximale Ladeleistung nutzen.

Preis

Die UVP des Ugreen-Ladegeräts liegt bei rund 20 Euro, der Straßenpreis darunter: Bei Amazon ist es zum Testzeitpunkt für knapp 16 Euro erhältlich. Für drei Anschlüsse, ein integriertes Kabel und solide Schnellladeprotokolle ist das ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fazit

Das USB-Ladegerät von Ugreen ist ein vielseitiger und günstiger 3-in-1-Adapter für den Zigarettenanzünder. Mit ausziehbarem USB-C-Kabel, zusätzlichem USB-C- und USB-A-Port deckt es die wichtigsten Anschlussvarianten ab und liefert in Summe bis zu 60 W.

Die Verarbeitung ist für das Preissegment ordentlich, die Ladeleistung stabil und die Wärmeentwicklung unkritisch. Besonders positiv fällt die transparente Kommunikation der Spezifikationen durch Ugreen auf – inklusive PPS-Bereich und unterstützter Schnellladestandards.

Schwächen zeigt das Netzteil bei der Bauform: Das Kunststoffgehäuse ist anfällig für Kratzer, der Adapter fällt klobiger aus als etwa der Anker Nano Car Charger und der Stecker kann nicht abgeknickt werden. Auch die 30-W-Grenze pro Port und das fehlende 21-V-Profil setzen High-End-Geräten Grenzen. Wer mit den Einschränkungen leben kann, bekommt für rund 16 Euro ein zuverlässiges Ladegerät mit drei Anschlüssen.

Lisen 2E7130 4-in-1 Auto Ladegerät im Test: Ausziehbare USB-C- und Lightning-Kabel

Vier Anschlüsse, zwei ausziehbare Kabel und 69 W Gesamtleistung: Das Lisen 4-in-1 Auto Ladegerät versorgt iPhone, Android-Handy und Tablet gleichzeitig.

VORTEILE

  • vier Anschlüsse, zwei mit ausziehbaren Kabeln
  • robustes Aluminiumgehäuse
  • drehbares Gelenk für flexible Positionierung
  • moderate Wärmeentwicklung

NACHTEILE

  • Leistungsgrenze bei 30 W
  • PD nur an einem Ausgang
  • keine Angaben zu PPS und exakten Spannungsstufen

Vier Anschlüsse, zwei ausziehbare Kabel und 69 W Gesamtleistung: Das Lisen 4-in-1 Auto Ladegerät versorgt iPhone, Android-Handy und Tablet gleichzeitig.

Das Lisen 4-in-1 Auto Ladegerät bietet vier Anschlüsse am Zigarettenanzünder: ein ausziehbares USB-C-Kabel mit 30 W, ein ausziehbares Lightning-Kabel für iPhones mit 12 W sowie je einen USB-A- (12 W) und USB-C-Port (15 W). So lädt es bis zu vier Geräte parallel.

Wer viel im Auto sitzt, kommt mit nur einem einzelnen Ladeanschluss schnell an Grenzen. Smartphone, Tablet, Navigationsgerät und Kopfhörer wollen unterwegs versorgt werden. Der chinesische Hersteller Lisen verspricht mit seinem 4-in-1-Ladegerät eine Komplettlösung: Vier Anschlüsse stecken in einem kompakten Gehäuse, das im Zigarettenanzünder Platz findet.

Besonders praktisch sind die zwei ausziehbaren Kabel direkt im Gerät – einmal USB-C für moderne Smartphones, einmal Lightning für ältere iPhones. Beide Kabel ziehen sich nach Gebrauch automatisch wieder zurück und sorgen so für Ordnung im Innenraum. Zusätzlich stehen ein USB-A- und ein USB-C-Port für eigene Kabel bereit. Die Gesamtleistung beträgt 69 W, am ausziehbaren USB-C-Kabel sind bis zu 30 W möglich. Wie sich der Multi-Lader ab 17 Euro im Alltag schlägt, klären wir im Test.

Ausstattung & Verarbeitung

Das Ladegerät kombiniert ein Aluminiumgehäuse aus Recyclingmaterial mit einer Frontblende aus schwarzem ABS-Kunststoff. Lisen wirbt mit dem Blauer-Engel-Standard und einem Kunststoff, der bis 125 Grad Celsius thermisch stabil sein soll. TÜV-SÜD-GS-Prüfung und eine 24-monatige Garantie runden den auch haptisch positiven Materialeindruck ab.

Mit Abmessungen von 13,6 × 5,57 × 3,39 cm fällt das Ladegerät länger aus als reine Single-Port-Modelle, die zusätzliche Bauhöhe bleibt im Rahmen. Das Gewicht von knapp 140 g ist auf das solide Aluminium-Gehäuse zurückzuführen. Die Spaltmaße sind unauffällig, die Oberfläche fühlt sich rutschfest an und nimmt keine Fingerabdrücke auf.

An der Vorderseite sitzen die beiden ausziehbaren Kabel sowie der zusätzliche USB-A- und USB-C-Port. Das USB-C-Kabel und das Lightning-Kabel lassen sich auf bis zu 80 cm ausziehen und rasten ein. Ein kurzer Zug genügt, dann rollen sie sich automatisch wieder ein. Die Länge reicht im vorderen Innenraum problemlos, auch ein Reichen nach hinten zur Mittelkonsole klappt.

Praktisch ist das drehbare Gelenk am Stecker. Lisen wirbt mit einem um 180 Grad schwenkbaren Mechanismus, der nach Herstellerangabe jeweils 90 Grad nach oben und unten abknicken soll. In der Praxis sind es eher knapp 80 Grad in beide Richtungen – für die meisten Einbaupositionen des Zigarettenanzünders reicht das aber problemlos aus. Der Mechanismus sitzt stramm und verstellt sich auch bei holprigen Strecken nicht.

Ladestandards

Lisen gibt vier separate Leistungswerte an, die zusammen die beworbene Gesamtleistung von 69 W ergeben. Das ausziehbare USB-C-Kabel liefert bis zu 30 W nach USB Power Delivery 3.0. Zusätzlich beherrscht der Port Qualcomms Quick Charge. Ein iPhone 16 würde somit laut Hersteller in rund 30 Minuten auf über 85 Prozent laden.

Das ausziehbare Lightning-Kabel liefert bis zu 12 W und eignet sich vorwiegend für ältere iPhone-Modelle wie das iPhone 12. Der zusätzliche USB-C-Port kommt auf 15 W (5 V, 3 A), der USB-A-Anschluss auf 12 W (5 V, 2,4 A).

Hier liegt allerdings auch eine Schwachstelle: Die exakten Spannungsstufen und PPS-Bereiche nennt Lisen weder auf der Verpackung noch auf dem Gerät oder der Produktseite. Das ist ausgesprochen schade, da ohne die exakten PPS-Angaben für Kunden vor dem Kauf kaum möglich ist, herauszufinden, ob das eigene Gerät damit schnell lädt. Wer entsprechend auf moderne Schnellladestandards wie PPS angewiesen ist – etwa bei aktuellen Samsung-Galaxy-Modellen – muss diese Information selbst durch ausprobieren oder, wie wir, per PD-Listener ermitteln.

Lisen 4-in-1-Ladegerät für den Zigarettenanzünder

Dabei stellen wir fest: immerhin unterstützt das USB-C-Kabel die PD-Erweiterung PPS im Beich von 3,3 bis 11 V bei bis zu 3 A. Das ist generell eine solide bis gute PPS Range für ein Ladegerät mit 30 W. Die Stufen 15 V, 20 V und 21 V werden am 12-V-Zigarettenanzünder nicht erreicht – ein Pixel 10 Pro XL, das etwa die 21-V-Stufe benötigt, kann hier mangels höherer Ausgangsleistung aber ohnehin nicht schneller laden.

Für alltagstypische Aufgaben – iPhone, iPad, Bluetooth-Kopfhörer oder Navi laden – reicht die gebotene Leistung problemlos aus. Wer hingegen ein Notebook über USB-C versorgen will, stößt mit 30 W schnell an Grenzen.

Praxistest

Im Test erfüllt das Lisen 4-in-1 die vom Hersteller angegebenen Leistungswerte zuverlässig oder übertrifft sie sogar leicht. Aus dem ausziehbaren USB-C-Kabel können wir bis zu 30,8 W ziehen, bevor sich das Netzteil abschaltet – ein sauberer Wert, der die Herstellerangabe von 30 W minimal überschreitet.

Die übrigen Anschlüsse zeigen ein ähnliches Bild: Der USB-C-Port liefert bis zu 17,2 W (angegeben: 15 W), der USB-A-Anschluss bis zu 15,6 W (angegeben: 12 W). Auch das Lightning-Kabel erreicht zuverlässig die angegebenen 12 W.

Bei gleichzeitiger Nutzung aller vier Anschlüsse bleibt das Gehäuse auch nach 20 Minuten nur spürbar warm, übermäßig heiß wird es aber nicht – zumindest bei Raumtemperatur. Leistungseinbrüche durch Überhitzung können wir im Test nicht feststellen. Einzelne Nutzerbewertungen auf Amazon erwähnen jedoch eine deutliche Wärmeentwicklung im Volllast-Betrieb.

Die Effizienz wurde ebenfalls am USB-C-Kabel überprüft. Normalerweise haben KFZ Ladegeräte immer eine sehr gute Effizienz, da es sich hier um eine reine DC-zu-DC-Wandlung handelt. Wenig überraschend ist auch die Effizienz des Lisen 2E7130 nicht furchtbar, allerdings auch nicht fantastisch. Im Test erreichte dieses zwar bis zu gute 94 Prozent, bei hoher Last sank sie allerdings auf bis zu 86 Prozent ab.

Positiv fällt der Einrollmechanismus der beiden integrierten Kabel auf. Er funktioniert auch nach mehrfachem Gebrauch sauber und sorgt tatsächlich für Ordnung. Das drehbare Gelenk am Stecker hält seine Position auch auf schlechter Straße zuverlässig.

Preis

Aktuell bekommt man das Lisen 2E7130 4-in-1 Auto-Ladegerät zu einem Preis ab rund 17 Euro, was vergleichsweise günstig ist. Im Vergleich zu Marken-Ladegeräten mit ähnlicher Ausstattung bietet das Modell ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis – vor allem wegen der vier nutzbaren Anschlüsse und der zwei integrierten Kabel, die sowohl aktuelle Geräte als auch ältere iPhones versorgen.

Fazit

Das Lisen 2E7130 4-in-1 Auto Ladegerät punktet mit cleverem Konzept und fairem Preis. Vier Anschlüsse, zwei davon mit ausziehbaren Kabeln für USB-C und Lightning, decken nahezu jede Ladesituation im Auto ab. Familien profitieren genauso wie Berufspendler, die ständig zwischen Geräten wechseln.

Die Verarbeitung im Aluminiumgehäuse überzeugt und auch die Leistungswerte stimmen: Im Test übertrifft das Ladegerät an allen Ports die Herstellerangaben leicht.

Wermutstropfen bleiben die fehlenden Detailangaben zu den Ladestandards. Wer PPS oder die 21-V-Stufe braucht, bleibt im Unklaren oder muss selbst messen. Für Notebooks reichen die 30 W am Hauptkabel ebenfalls nicht aus. Auch das beworbene 90-Grad-Gelenk knickt in der Praxis nur knapp 80 Grad ab. Wer hingegen Smartphones, Tablets und Zubehör im Auto laden möchte, bekommt mit dem Lisen 4-in-1 ein durchdachtes, robustes Multi-Ladegerät mit echtem Mehrwert.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Bilderstrecke – Lisen 57 W



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Glasfaser-Ausbau: Minister fordert Tempo, Branche drängt auf Kupfer-Abschaltung


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Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) will den Glasfaserausbau „massiv“ beschleunigen. Derzeit steht etwa 55 Prozent der Haushalte ein Glasfaseranschluss zur Verfügung. Bis zum Ende der Legislaturperiode sollen es 75 Prozent „oder mehr“ sein, sagte Wildberger am Dienstag zum Auftakt der Breitbandmesse Anga Com in Köln.

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Die Herausforderungen seien zwar hoch, doch „die mittel- und langfristigen Perspektiven dieses Marktes werden derzeit unterschätzt“, so der Minister weiter. Doch Deutschland kranke an sich selbst: „Als hätte Deutschland eine Auto-Immunkrankheit entwickelt“.

Wildberger beklagt atomisierte Verantwortung: viele Zuständigkeiten, aber keine klaren Verantwortungen. Zugleich werde alles kommentiert, aber niemand liefere. „Wir richten uns gegen uns selbst und das lähmt“, resümierte der Bundesdigitalminister.

In Wildbergers Zielbild für 2029 sind Netze und Infrastrukturen die Fundamente, die Ziele wie Standardisierung, Verwaltungsdigitalisierung sowie KI und Souveränität tragen. Deshalb beginnt für Wildberger digitale Souveränität bei Netzen und Frequenzen: „Infrastrukturpolitik ist Wohlstandspolitik.“ Ohne leistungsfähige Infrastruktur keine Digitalisierung, ohne Digitalisierung kein Wachstum.

Ein großer Hebel für beschleunigten Glasfaserausbau ist der Wechsel von Kupfer- auf Glasfasernetze. Ein Migrationskonzept existiert bereits. Wildberger will im Rahmen der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) mehr Klarheit schaffen. Wichtig ist ihm dabei, dass Menschen und Unternehmen mitgenommen werden. „Die Versorgung muss jederzeit sichergestellt sein“, betonte Wildberger. Zudem plädierte er für gebietsweise Abschaltung der Kupfernetze. Bundesweite Abschaltung an einem konkreten Tag X sei mit ihm nicht zu machen.

Das fordert die Telekommunikationsbranche auch nicht, jedoch würde sie lieber heute als morgen mit der Abschaltung der Kupfernetze beginnen, um den Wechsel auf Glasfaser einzuleiten und zu forcieren. Auf dem Gigabit-Gipfel der Anga Com sprach sich Marcel de Groot, CEO von Vodafone Deutschland, dafür aus, die DSL-Netze bis 2028 abzuschalten und damit nicht bis 2035 zu warten. „Das ist zu spät“, sagte de Groot in Köln. „Ohne unsere Netze gibt es keine Digitalwende und ohne Digitalwende gibt es kein Wachstum.“

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Zumindest NetCologne könnte mit der Abschaltung der DSL-Netze sofort beginnen. Wie Geschäftsführer Timo von Lepel ausführte, stehen in Köln rund 3.600 Kabelverzweiger, von denen NetCologne schon heute 1.800 abschalten könnte, weil die darüber versorgten Gebäude allesamt mit Glasfaser angebunden sind. Die DSL-Abschaltung wäre laut von Lepel ein starkes Signal an den Markt. „Wir müssen den Prozess in der Praxis starten“, forderte der NetCologne-Chef.

Was ihm möglich ist, gilt allerdings nicht für alle Regionen in Deutschland. Ausgerechnet Mehrfamilienhäuser, durch deren Erschließung relativ schnell viele Kunden gewonnen werden können, sind kaum an Glasfasernetze angeschlossen. Laut einer Marktanalyse des Verbands der Anbieter im Digital- und Telekommunikationsmarkt (VATM) und des Breitbandverbands Anga verfügen von 30,5 Millionen Wohneinheiten, die es in Deutschland in Mehrfamilienhäusern gibt, nur 2,9 Millionen über einen Glasfaseranschluss. Für 90 Prozent dieser Wohnungen müsste die Glasfaser zunächst in die Häuser geführt werden, bevor man dort das Kupferkabel abschalten könnte.


(vbr)



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