Künstliche Intelligenz
Android Auto: Mehr Gemini-KI und immersive Navigation kommen
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Im Zuge der Android Show: I/O Edition hat Google viele Neuerungen rund um Android Auto und Android Automotive angekündigt. Nachdem Google im vergangenen Jahr den Wechsel vom Google Assistant zu Gemini verkündete, bringt das diesjährige Update erneut mehr KI ins Auto, allerdings hat Google noch mehr in petto.
Neuer Anstrich
Android Auto erhält in diesem Jahr zunächst den Material-3-Expressive-Anstrich, den Google mit Android 16 QPR1 auf Smartphones und Wear-OS-Uhren losgelassen hatte. Dazu gehören neue Schriftarten, flüssigere Animationen und neue Hintergrundbilder.

Android Auto erhält die Designsprache Material 3 Expressive.
(Bild: Google)
Zudem hat Google Android Auto so konzipiert, dass Nutzerinnen und Nutzer es stärker personalisieren können. Das Update bringt unter anderem Widgets und Google Maps im Vollbildmodus auf das Armaturenbrett. Überdies ist Android Auto endlich so flexibel anpassbar, dass es auf jeden Fahrzeugbildschirm passt – „egal ob es sich um ein ultrabreites Rechteck, einen Kreis oder eine Sonderform handelt“.

Android Auto passt sich nun an verschiedene Bildschirmformen an.
(Bild: Google)
Neu ist Google zufolge auch die Möglichkeit, Verknüpfungen zu den Lieblingskontakten, einen Garagentoröffner, eine Wetterübersicht und vieles mehr auf den Bildschirm zu bringen.
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Android Auto: Das Update bringt immersive Navigation in Google Maps. Unklar ist, ob sie auch nach Deutschland kommt.
(Bild: Google)
Darüber hinaus hält die Anfang dieses Jahres angekündigte immersive Navigation für Google Maps Einzug ins Auto. Damit lässt sich Kartenmaterial mitsamt Gebäuden, Überführungen und Gelände in einer 3D-Ansicht anzeigen. Laut Google werden mit der Ansicht wichtige Details wie Fahrspuren, Ampeln und Stoppschilder hervorgehoben. Dies soll dabei helfen, einfacher durch schwierige Strecken zu navigieren.
Gemini Intelligence
Wie Google erklärt, ist der neue Assistent Gemini in Android Auto mittlerweile weit verbreitet. Künftig könne zudem der im Zuge der Android Show angekündigte proaktive Assistent Gemini Intelligence auch im Auto verwendet werden, sofern das Smartphone über diese Funktion verfüge.
So könne man etwa während der Fahrt das Abendessen bestellen, etwa mit DoorDash. Sage man etwa: „Bestelle meine üblichen Fisch-Tacos bei DoorDash zum Abholen, aber verdoppele die Bestellung“, könne die KI den Befehl ausführen. Der Nutzer muss die Bestellung abschließend bestätigen. Laut Google soll Gemini Intelligence auch in Deutschland verfügbar sein, einen konkreten Zeitraum hat das Unternehmen jedoch noch nicht genannt.
Entertainment
Auch im Entertainment-Bereich schickt Google neue Features ins Rennen: Bei Fahrzeugen mit entsprechender Ausstattung können Inhalte in Full-HD-Auflösung mit 60 fps wiedergegeben werden. Laut Google sind nicht näher spezifizierte Modelle von BMW, Ford, Genesis, Hyundai, Kia, Mahindra, Mercedes-Benz, Renault, Škoda, Tata und Volvo dabei.
Zudem sollen Videos beim Beenden des Parkmodus zur Rückkehr in den Fahrmodus nicht einfach unterbrochen werden. Stattdessen wechseln sie künftig nahtlos in einen Audio-Modus – zumindest in Apps, die Hintergrundaudio unterstützen. Für Filme oder Serien sicher nicht sinnvoll, aber für Video-Podcasts. Des Weiteren erhält Android Auto Unterstützung für räumlichen Klang per Dolby Atmos in unterstützten Apps. Laut Unternehmen sind Fahrzeuge von BMW, Genesis, Mahindra, Mercedes-Benz, Renault, Škoda, Tata und Volvo an Bord.

Google verpasst Android Auto aktualisierte Mediaplayer.
(Bild: Google)
Zudem frischt Google die Medien-Apps wie YouTube Music und Spotify mit neuen Designs auf. Damit sollen sie im Auto benutzerfreundlicher sein.
Android Automotive mit Google-Diensten
Abseits der Android-Auto-Neuerungen ziehen auch in Googles Infotainment-System Android Automotive mit Google-Diensten einige der oben genannten Neuerungen ein. So bringt Google unter anderem die überarbeiteten Medien-Apps und den nahtlosen Übergang von Video zu Audio in Fahrzeuge mit Android Automotive. Zudem soll das Infotainment-System Zugriff auf Konferenz-Apps wie Zoom erhalten.

Gemini soll mit dem Android Automotive Update hilfreicher in Sachen Fahrzeugwissen werden.
(Bild: Google)
Google erklärt weiter, dass Apps wie Gemini und Maps in Fahrzeugen mit Google-Play-Integration noch besser funktionieren, da man eng mit den Autoherstellern zusammenarbeite. Damit sei eine tiefere Integration in die Hardware von Fahrzeugen möglich. Daher könne Gemini künftig etwa Fragen beantworten, „die speziell auf Ihr aktuelles Fahrzeug zugeschnitten sind – beispielsweise die Identifizierung einer mysteriösen Kontrollleuchte auf dem Armaturenbrett oder die Auskunft, ob der Fernseher, den Sie abholen möchten, in Ihren Kofferraum passt“.
Ferner soll die immersive Navigation in Google Maps in kompatiblen Fahrzeugen mithilfe der Live-Spurführung präziser sein. Diese funktioniere vollständig im Fahrzeug und analysiere die Straße über die Frontkamera des Fahrzeugs. Die Live-Spurführung erkenne überdies, auf welcher Spur man sich befinde, und könne in Echtzeit Hinweise geben, wann man die Spur wechseln oder abfahren müsse.
Die Updates für Android Auto und für Fahrzeuge mit integriertem Google-System (Android Automotive) sollen im Laufe dieses Jahres freigegeben werden.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Ariane-6-Oberstufe im Detail: Warum Europas Raumfahrt auf Bremen setzt
Ariane 6, die jüngste europäische Schwerlastrakete, startet seit diesem Jahr mit vier Booster-Triebwerken und hoher Nutzlast. Damit spielt sie in einer Liga mit den großen amerikanischen, russischen und chinesischen Trägersystemen. Europa will dadurch speziell im Wettbewerb mit Unternehmen wie SpaceX wieder Anschluss finden.
Europas Trümpfe sind die Modulbauweise und die obere Raketenstufe, die sich durch einen mehrfach zündbaren Antrieb auszeichnet. Damit ist dieses Raumschiff zu flexibleren Missionen fähig als die amerikanische Konkurrenz und kann beispielsweise nacheinander unterschiedliche Orbits ansteuern.
- Europas neue Trägerrakete Ariane 6 soll häufiger starten und flexiblere Missionen ermöglichen als ihre Vorgängerin.
- Unser Besuch im Bremer Werk klärt, wie die Oberstufe, das eigentliche Raumschiff der Rakete, im schnelleren Takt gefertigt wird.
- Technische Fortschritte der Raketenstufe aus Bremen sollen die europäische Raumfahrt gegenüber Konkurrenten wie SpaceX aus den USA stärken.
Bei unserem Besuch in Bremen erfuhren wir, wie die Schlüsselkomponente entsteht, und wie die Zusammenarbeit aller 13 beteiligten Nationen organisiert ist. In der Hansestadt nimmt die Fertigung der Raketenoberstufe gerade Fahrt auf. Man plant Raketenstarts in einer bisher nicht gekannten Frequenz.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Ariane-6-Oberstufe im Detail: Warum Europas Raumfahrt auf Bremen setzt“.
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Künstliche Intelligenz
Staatliche Förderung für E-Autos startet am Montag
Wer sich ein neues Elektroauto kauft, kann ab dem kommenden Montag staatliche Förderung beantragen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) wolle das Förderportal am kommenden Montag freischalten, teilte sein Ministerium mit. Förderfähig sind Neuwagen, die ab dem 1. Januar neu zugelassen werden. Die Förderung kann rückwirkend beantragt werden. Geld gibt es für Kauf oder Leasing von Neuwagen.
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Die Basisförderung beträgt für reine Elektroautos 3000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1000 Euro. Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und für Fahrzeuge mit Range Extender liegt die Basisförderung bei 1500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.
(fpi)
Künstliche Intelligenz
Mikrobengestützte Energieversorgung erzeugt Strom für Unterwassersensoren
Ein Forschungsteam der Michigan Technological University (Michigan Tech) hat im Rahmen des Programms „Biological Undersea Energy“ (BLUE) der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) des US-Verteidigungsministeriums ein mikrobengestütztes Energieversorgungssystem zur Stromversorgung von Meeressensoren entwickelt. Das teilte die Michigan Tech am Montag mit. Das System wandelt gelöste organische Stoffe und Biomasse aus dem Meer in elektrischen Strom um. Durch die Zufuhr neuer Biomasse lädt sich die Batterie quasi selbst auf.
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Unterwassersensoren werden für die zivile Meeresforschung, aber auch für militärische Zwecke zur Aufklärung benötigt. Da es sich meist um langfristige Missionen handelt, suchen Wissenschaftler nach Wegen, um die Stromversorgung der Sensorik möglichst lange aufrechtzuerhalten, ohne sie austauschen zu müssen. Denn der Austausch der Batterien ist aufwendig und entsprechend kostenintensiv.
Strom aus Biomasse aus dem Meer
Forscher der Michigan Tech haben deshalb ein System einer mikrobiellen Brennstoffzelle entwickelt, die sich selbst kontinuierlich aus der Biomasse des Meeres speist. Die dabei genutzten Mikroben lösen Stoffwechselprozesse aus, die Elektronen von einer Anode zu einer Kathode transportieren und so Strom erzeugen, der zur Versorgung von Umwelt- und Aufklärungssensoren genutzt werden kann.
Doch die Wissenschaftler stießen bei ihrer Arbeit auf ein Problem: In Ozeanen, in denen herkömmlicherweise diese Arten der Sensorik eingesetzt werden, reichen die vorhandenen benötigten organischen Stoffe nicht aus. Stattdessen herrscht dort eine hohe Sauerstoffkonzentration – keine optimalen Bedingungen, um eine mikrobielle Brennstoffzelle betreiben zu können. Hinzu kommt, dass es eine Obergrenze für die Energiemenge gibt, die aus einer mikrobiellen Brennstoffzelle gewonnen werden kann. Denn die Mikroben benötigen einen Großteil ihrer Energie selbst, um wachsen zu können. Lediglich der Rest, der übrig bleibt, könne zur Stromerzeugung genutzt werden. Entsprechend sei es eine Herausforderung, ein solches System mit Meerwasser effektiv betreiben zu wollen, sagen die Wissenschaftler.
Aktivkohle als Booster
Die Forscher der Michigan Tech setzen deshalb in ihrer mikrobiellen Brennstoffzelle auf granulierte Aktivkohle. Damit schlagen die Wissenschaftler gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen reichern sie damit das durch das System fließende organische Material aus dem Meereswasser passiv an. Zum anderen schaffen sie ideale Lebensbedingungen für die Mikroben. Dabei werden der Durchfluss des Meerwassers und der Austausch so gesteuert, dass die Mikroben genügend Zeit haben, um organische Substanzen abzubauen und Energie zu erzeugen.
„Diese Mikroben siedeln sich bevorzugt in Biofilmen an. Wenn sie auf der Aktivkohle einen Biofilm bilden – selbst wenn die Brennstoffzelle mit Sauerstoff versorgt wird –, finden die Mikroben dort sauerstofffreie Bedingungen vor. Unter diesen können sie jene Stoffwechselprozesse durchführen, die mit der Energiegewinnung in Zusammenhang stehen“, erklärte Amy Marcarelli, Professorin für Biowissenschaften und leitende Wissenschaftlerin des Projekts.
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Das Design haben die Wissenschaftler immer wieder optimiert, um eine möglichst kontinuierliche Stromerzeugung zu erzielen. Da das mikrobielle Brennstoffzellensystem weitgehend aus Standardkomponenten aufgebaut ist, mussten weitere Anstrengungen unternommen werden, um sie etwa vor dem Wasserdruck, Korrosion und anderen Umwelteinflüssen zu schützen.
Erprobung in Feldversuchen
Das Forschungsteam hat vier mehr als 225 kg schwere Prototypen der mikrobiellen Brennstoffzelle bereits in einem Feldversuch in der Galveston Bay vor der texanischen Küste in der Nähe von Houston in rund 9 m Wassertiefe getestet. Dabei erzeugten drei der vier Systeme Strom. Der Test wird nun ausgeweitet. Dann sollen zehn der mikrobiellen Brennstoffzellen in Chesapeake Bay vor der Küste Virginias bei Norfolk erprobt werden. Ziel dabei ist es, die Leistung der Systeme im ganzjährigen Langzeiteinsatz zu erforschen. Außerdem soll festgestellt werden, in welchen Seegebieten die mikrobielle Brennstoffzelle zur Unterwasserstromerzeugung effizient eingesetzt wird und wie sie verkleinert und leichter gemacht werden kann.
(olb)
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