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Datenschutz & Sicherheit

Anonymisierendes Linux Tails: Notfallupdate 7.7.3 fixt DirtyFrag-Lücke


Die zum anonymen Surfen im Netz konzipierte Linux-Distribution Tails hat ein weiteres Notfallupdate erhalten. Es schließt vor allem die DirtyFrag-Rechteausweitungslücke im Linux-Kernel. NAS-Hersteller wie Qnap und Synology haben ebenfalls geprüft und arbeiten teils an ebensolchen Aktualisierungen.

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Wer Tails etwa auf einem USB-Stick nutzt, um damit in der Fremde Rechner zu starten und sich anonym im Netz zu bewegen, sollte rasch die nun verfügbare Aktualisierung anwenden. Laut der Versionsankündigung schließt das Update auf Tails 7.7.3 insbesondere die in der vergangenen Woche bekannt gewordene Linux-Kernel-Schwachstelle mit dem Codenamen „DirtyFrag“. Durch die können sich lokale Angreifer oder auch Apps root-Rechte verschaffen. Wenn Angreifer eine andere, bislang nicht bekannte Sicherheitslücke in Tails missbrauchen, können sie „Copy Fail“ missbrauchen, um die Kontrolle über Tails zu erlangen und Nutzer zu deanonymisieren, führen sie aus – „Copy Fail“ war eine ähnlich gelagerte Rechteausweitungslücke, die auch zum Auffinden von „DirtyFrag“ geführt hatte.

Die Tails-Maintainer weisen explizit darauf hin, dass ihnen bislang kein Missbrauch der Schwachstelle in Tails in freier Wildbahn bekannt ist. Bei der Gelegenheit bringen sie auch Kernkomponenten auf den aktuellen Stand: Der Tor Browser ist in Version 15.0.12 dabei, der Tor Client in Fassung 0.4.9.8 und Thunderbird auf Stand 140.10.1. Wie immer stehen Abbilder für USB-Sticks und ISO-Images für DVDs oder zur Nutzung in VMs zum Herunterladen bereit.

Nicht nur Tails liefert eine Aktualisierung zum Schließen der jüngst bekannt gewordenen Linux-Kernel-Lücken. Der NAS-Anbieter Qnap untersucht derzeit, welche Geräte und Softwarestände verwundbar sind und kündigt Updates an. Demnach sind die meisten Qnap-Betriebssysteme anfällig für den einen Teil von „DirtyFrag“ (CVE-2026-43284), nicht jedoch für den zweiten, der inzwischen eine eigene CVE-ID erhalten hat (CVE-2026-43500). In der Mitteilung schreibt Qnap, dass es keinen offiziellen Kernel-Patch gebe. Das ist nicht ganz richtig, für den ersten Teil gibt es Commits im Quellcode zum Beseitigen des Problems. Bis Updates von Qnap kommen, sollen Admins die Shell-Zugriffe beschränken, nur vertrauenswürdige Container installieren und etwa ungenutzte Dienste deaktivieren.

Auch Synology hat untersucht, welche Geräte anfällig für „DirtyFrag“ sind und daher Updates benötigen. Die Synology-Entwickler schreiben, dass kein Produkt aus dem Hause von den Linux-Kernel-Schwachstellen CVE-2026-43284 oder CVE-2026-43500 betroffen ist.


(dmk)



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Datenschutz & Sicherheit

Polymarket: Kriminelle sollen Kryptowerte in Millionenhöhe gestohlen haben


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English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Polymarket bestätigte am Donnerstag, dass ein kompromittierter Drittanbieter für einige Nutzer Schadcode in die Website eingeschleust habe. Der Vorfall sei eingedämmt und die betroffene Komponente entfernt worden. Betroffene Nutzer würden kontaktiert und vollständig entschädigt, schreibt das Unternehmen auf X.

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Weitere Details nannte Polymarket zunächst nicht. Unklar bleibt, welcher Dienstleister kompromittiert wurde, wie der Angriff im Einzelnen ablief, wie viele Nutzer betroffen waren und wie hoch der Schaden ist. Gegenüber TechCrunch bestätigte ein Polymarket-Sprecher lediglich, dass bei dem Vorfall Geld von Nutzern gestohlen wurde.

Die Blockchain-Sicherheitsfirma PeckShield meldete auf X, dass es sich offenbar um eine Phishing-Kampagne gegen Polymarket-Nutzer handelt. Dabei sollen Kryptowerte im Wert von rund 3 Millionen US-Dollar gestohlen worden sein, konkret PUSD. PUSD ist der an den US-Dollar gekoppelte interne Dollar-Token, mit dem Polymarket Wetten abrechnet. Der Angreifer habe die gestohlenen Werte über eine Bridge vom Polygon-Netzwerk ins Ethereum-Netzwerk verschoben und dort in Ether getauscht.

Polymarket war erst wenige Tage zuvor wegen mutmaßlich manipulativer Influencer-Werbung in die Kritik geraten. Laut Wall Street Journal soll das Unternehmen Influencer für Videos bezahlt haben, in denen angebliche Wetten und Gewinne gezeigt wurden, die tatsächlich auf nachgebauten Seiten oder internen Testumgebungen entstanden.

Prognosemärkte wie Polymarket und Kalshi verzeichnen starkes Wachstum, sind rechtlich und politisch aber stark umstritten. In den USA laufen derzeit mehr als 30 Verfahren zur Zulässigkeit solcher Plattformen. Kritiker befürchten, dass Prognosemärkte Grenzen verschieben: Informationen aus erster Hand könnten zu Wettvorteilen werden, Krisen und Unglücke zu Anlageobjekten. Besonders problematisch wäre es, wenn finanzielle Interessen nicht nur auf den Ausgang eines Ereignisses setzen, sondern diesen selbst beeinflussen.

Trotzdem wächst der Markt inzwischen so stark, dass er neue Wettbewerber auf den Plan ruft: So soll Meta Berichten zufolge an einer Prognoseplattform namens „Arena“ arbeiten, bei der wohl aus rechtlichen Bedenken zunächst Spielgeld statt Echtgeld eingesetzt würde.

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(tobe)



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Netzwerkbetriebssystem Arista EOS: Angreifer können Systemdaten manipulieren


Wenn Admins in Cloud-Infrastrukturen oder Rechenzentren Router und Switches mit Arista EOS nutzen, können Angreifer an mehreren Schwachstellen ansetzen. Stimmen die Voraussetzungen, sind Systeme kompromittierbar. Bislang gibt es keine Hinweise auf bereits laufende Attacken.

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In einer Warnmeldung finden sich unter anderem Informationen zu einer „kritischen“ Lücke (CVE-2026-11705). Daran können Angreifer aber nur ansetzen, wenn im Kontext von Streaming Telemetry Agent die TerminAttrRW-Option aktiv ist. Den Entwicklern zufolge ist das aber keine Standardeinstellung, sodass Geräte nicht per se angreifbar sind.

Ist die Voraussetzung erfüllt, können Angreifer durch das Versenden von präparierten Paketen Fehler auslösen und danach Systemdaten modifizieren. Aufgrund der kritischen Einstufung ist davon auszugehen, dass Geräte danach als kompromittiert gelten.

Bislang ist dagegen nur die EOS-Version 4.36.1F erschienen. Für ältere Ausgaben sind bislang nur Fixes verfügbar, die Arista in der Warnmeldung auflistet. Weitere Sicherheitspatches sollen folgen. Um Netzwerke vor solchen Attacken zu schützen, können Admins den Streaming-Telemetry-Agenten (TerminAttr) deaktivieren.

Durch das erfolgreiche Ausnutzen weiterer Lücken werden etwa manipulierte Zertifikate akzeptiert (CVE-2026-52896 „hoch“) oder Angreifer können Zugangsdaten einsehen (CVE-202652895 „mittel“).

In einer weiteren Warnmeldung führen die Entwickler noch eine Lücke (CVE-2026-12546 „mittel“) auf. Darüber ist die Authentifizierung umgehbar. In den verlinkten Warnmeldungen finden Admins weiterführende Hinweise zu den Schwachstellen und konkret bedrohten EOS-Versionen.

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(des)



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Datenschutz & Sicherheit

Chrome: Zwei Updates in einer Woche


Google hat den Webbrowser Chrome zum Freitag ein zweites Mal in dieser Woche aktualisiert. Damit stopft der Hersteller insgesamt 21 Sicherheitslücken. Der Grund für das zweite ungeplante Update ist jedoch unklar. Aber der Reihe nach.

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In der Nacht zum Mittwoch hat Google das übliche wöchentliche Browser-Update für Chrome herausgegeben. Das behandelt 18 Sicherheitslücken, von denen vier sogar die Risikobewertung als „kritisch“ erhalten haben. Dazu gehören zwei Use-after-free-Schwachstellen in WebGL (CVE-2026-13028, CVE-2026-13032), eine weitere in Autofill (CVE-2026-13038) sowie potenzielle Lesezugriffe außerhalb vorgesehener Speichergrenzen in der Komponente „Blink>InterestGroups“ (CVE-2026-13033). Bei Use-after-free-Sicherheitslücken greift der Programmcode auf bereits freigegebene Ressourcen zu, deren Inhalte daher nicht definiert sind. Angreifer können das oftmals sogar zum Ausführen von Schadcode missbrauchen, etwa bei der Anzeige sorgsam präparierter Webseiten.

Zum Freitag haben Googles Entwickler nun eine Aktualisierung nachgelegt, die außerhalb des üblichen Zeitplans erfolgt. Das passiert normalerweise etwa, wenn Schwachstellen bereits attackiert werden. Davon schreibt Google jedoch nichts. Lediglich drei Schwachstellen bessert das Update demnach aus, und die schätzen die Programmierer auch „nur“ als ein hohes Risiko ein. Darunter sind erneut zwei Use-after-free-Schwachstellen, einmal in Payments (CVE-2026-13282) und einmal in AdFilter (CVE-2026-13283). Außerdem korrigiert das Update einen Integer-Überlauf in der Mojo-Komponente (CVE-2026-13281).

Üblicherweise schreibt Google in den Versionsankündigungen, wenn das Unternehmen davon weiß, dass Sicherheitslücken bereits im Internet angegriffen werden. In beiden Versionsankündigungen finden sich jedoch keine derartigen Hinweise. Dennoch sollten Nutzer von Chromium-basierten Webbrowsern etwaige verfügbare Aktualisierungen zügig anwenden. Das reduziert die potenzielle Angriffsfläche auf jeden Fall.

Aktuell sind ab Freitag nun die Versionen Chrome 149.0.7827.200 für Android und Linux sowie 149.0.7827.200/201 für Mac und Windows. Die lassen sich über den Versionsdialog direkt im Browser installieren (Einstellungsmenü, dort „Hilfe“ – „Über “). Unter Linux muss in der Regel die Softwareverwaltung der Distribution aufgerufen werden. Auf Smartphones bringen die App-Stores die Updates auf die Geräte – allerdings oft mit größeren Verzögerungen; eine Beschleunigung lässt sich dort nicht erzwingen. Auch Nutzer von Browsern wie Microsofts Edge, die auf Chromium basieren, sollten nach Updates Ausschau halten.

Vor zweieinhalb Wochen musste Google mit einem Update außer der Reihe eine bereits angegriffene Schwachstelle im Webbrowser Chrome schließen.

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(dmk)



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