Apps & Mobile Entwicklung
ChatGPT-Superapp und Agenten: Wie sich OpenAI aus der (öffentlichen) Misere befreien will
OpenAI hat jetzt offiziell die letzte Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt sammelt der ChatGPT-Entwickler 122 Milliarden US-Dollar ein und kommt damit auf eine Bewertung von 852 Milliarden US-Dollar. Was eigentlich ein Erfolg ist, geht in dem chaotischen Bild unter, das OpenAI derzeit abgibt.
Chaos trotz des Erfolgs
Was man sich bei allen Fehleranalysen immer noch vor Augen halten muss: OpenAI hat mit ChatGPT einen Dienst, der laut der aktuellen Meldung zur Finanzierungsrunde vom 31. März auf mittlerweile mehr als 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer kommt und 50 Millionen zahlende Abonnenten hat. Die Finanzierungsrunde ist ein neuer Rekord. Rasant wächst auch der Umsatz, der derzeit bei 2 Milliarden US-Dollar pro Monat liegt.
Überschattet wird all das aber von der Unruhe rund um OpenAI. Eine Auswahl der Ereignisse aus den letzten sechs Wochen:
- OpenAI hat kurzfristig das Ende des KI-Videogenerators Sora verkündet, eine 1-Milliarde-Dollar-Partnerschaft endete damit ebenfalls.
- Chef Sam Altman soll laut einem Bericht von Reuters großen Finanzinvestoren eine Mindestrendite von 17,5 Prozent in Aussicht gestellt haben, was außergewöhnlich hoch ist. Als Hintergrund gilt der Wettstreit mit Anthropic.
- Im Rahmen der Finanzierungsrunde intensivierte OpenAI die Partnerschaft mit Amazon. Das Ziel ist, mehr Cloud-Ressourcen zu erhalten. Microsoft als bisheriger Premium- und Exklusivpartner soll aber verärgert sein und eine Klage prüfen.
- Erst wollte OpenAI keine Erotikinhalte für ChatGPT, dann sollte ein entsprechender Modus kommen, inzwischen wurde dieser nach mehrfachen Verzögerungen auf unbestimmte Zeit verschoben.
- Der Pentagon-Deal entwickelte sich zum Debakel. Auch wenn Sam Altman versprach, bei KI-Massenüberwachung und autonomer Waffensteuerung vergleichbare Sicherheitsgarantien wie Anthropic durchzusetzen, wirkte es öffentlich eher, als wollte OpenAI auf die Schnelle ein verfügbares Abkommen abgreifen.
- Das Stargate-Projekt schwächelt, beim Infrastruktur-Ausbau hinkt OpenAI den eigenen Zielen hinterher. Innerhalb des Projekts soll es laut The Information zudem Missstimmung zwischen OpenAI und Softbank geben.
Nervosität innerhalb von OpenAI stammt wohl vor allem aus dem intensiver werdenden AI-Wettrüsten. Im Dezember 2025 erklärte Sam Altman intern den Code Red, weil Googles Assistent Gemini aufholte. Aktuell ist Anthropic mit dem KI-Agenten Claude Code und Cowork der Rivale, der OpenAI vor sich hertreibt.
Noch in diesem Jahr sollen sowohl OpenAI als auch Anthropic an die Börse gehen. Es ist ein Wettlauf, bei dem ein neuer Rekord erwartet wird. Neben dem Prestige geht es also vor allem um Investorengelder, die nötig sind, um die Infrastruktur für den Betrieb der KI-Dienste und die Weiterentwicklung der Modelle zu finanzieren.
ChatGPT x Agent x Web-Browsing: Superapp offiziell bestätigt
Der Lösungsansatz soll nun eine AI-Superapp sein, die man im aktuellen Blog-Beitrag offiziell ankündigt. Vereinen soll diese Superapp ChatGPT, den Agenten Codex, das Web-Browsing und weitere Agenten-Fähigkeiten.
Laut OpenAI will man damit vor allem die Benutzeroberfläche vereinfachen. Fortschritte bei den Modellfunktionen sollen damit schneller die Nutzer erreichen. Ebenso soll das Firmengeschäft profitieren, wenn Nutzer eine im privaten Bereich vertraute Oberfläche auch im Unternehmen verwenden können.
Mangel an Computing-Power fordert Tribut
Begrenzender Faktor ist derzeit vor allem Computing-Power. Das merkt derzeit auch Anthropic. Zuletzt musste das Unternehmen die Nutzungslimits für den populären Agenten Claude Code zumindest in Stoßzeiten reduzieren. Bei der Anpassung gab es offenbar einen Bug. Nutzer berichteten, dass man mit einem Claude-Max-Abo für 200 Dollar im Monat teils weniger Kapazitäten habe als mit einem kostenfreien Plan. Anthropic prüft den Vorfall nun mit Hochdruck.
Eine Entwicklung, die zeigt: Nicht nur OpenAI hat Wachstumsschmerzen. Und es wirkt naheliegend, dass man einen KI-Videogenerator wie Sora beendet. Der sorgte zwar für virale Hypes, darüber hinaus wirkte es wie eine Entwicklung, die bei OpenAI ins Nirgendwo führte.
So lassen sich zumindest jüngste Äußerungen von OpenAI-Präsident Greg Brockman interpretieren. Er sagte im Interview mit Alex Kantrowitz, die GPT-Modelle wären der Weg zu einer Allgemeinen Künstlichen Intelligenz (engl. AGI). Sora war vielversprechend, aber technologisch ein anderer Weg. Angesichts knapper Computing-Kapazitäten war die Entscheidung daher nötig.
Ob GPT-Modelle tatsächlich der Weg zu AGI sind, ist in der Branche äußerst umstritten, berichtet The Decoder. Der Fokus auf weniger Apps soll bei OpenAI aber so oder so wieder die Qualität steigern. „Wir haben unsere Bemühungen auf zu viele Apps verteilt“, erklärte die für Anwendungen verantwortliche Direktorin Fidji Simo in der letzten Woche. Diese Fragmentierung will man nun aufheben.
Neue Top-Modelle sollen großen Sprung bringen
Spannend ist derzeit daher vor allem, wie der Wettkampf mit Anthropic im Bereich der Agenten weiter verläuft. Bei beiden Unternehmen werden in nächster Zeit neue und besonders leistungsstarke Modelle erwartet. Bei OpenAI trägt es den Codenamen Spud, laut The Informationen sollen die Trainingsläufe bereits abgeschlossen sein.
Ebenso interessant wird, wie sich die Fortschritte bei der Infrastruktur-Entwicklung auswirken. Bloomberg berichtet aktuell, die Hälfte der für 2026 erwarteten Rechenzentren-Projekte verzögern sich und wurden komplett gestrichen. Einer der Gründe ist der Mangel an elektronischen Komponenten wie Transformatoren. Hohe Energiepreise aufgrund des Iran-Kriegs sind ebenfalls ein Damoklesschwert für die Branche.
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Grafikkarten mit viel VRAM: RTX Pro 6000 und RTX 5090 kosten aktuell deutlich mehr

Nvidias Profi-Grafikkarte RTX Pro 6000 Blackwell mit 96 GB VRAM kostet auf dem Marketplace des Herstellers jetzt 55 Prozent mehr als zur Ankündigung vor über einem Jahr: 13.250 US-Dollar. Unterdessen ist aber auch der Preis von Nvidias Consumer-Flaggschiff, der GeForce RTX 5090, wieder weit entfernt von dem Tal im Sommer 2025.
Grafikkarten und Systeme mit viel RAM sind stark gefragt
Leistungsfähige Desktop-Grafikkarten wie die RTX Pro 6000 Blackwell passen aufgrund ihrer großzügigen Speicherbestückung perfekt in das Beuteschema von KI-Entwicklern, die ihre Modelle und Apps lokal ausführen wollen. Aus diesem Grund erleben auch Systeme mit großem Unified Memory eine besonders hohe Nachfrage, wie etwa Apples Mac Studio zeigt. Apple hat dessen RAM bereits auf von 512 GB auf 256 GB und zuletzt 96 GB beschränkt, dennoch verkauft sich das System wie geschnitten Brot, sodass aktuell mit mindestens 13 Wochen Lieferzeit (Ende September) gerechnet werden muss.
Während bei Apple das Portfolio eingeschränkt wird und die Lieferzeiten stark zugenommen haben, bleiben die Preise stabil. Nvidia wiederum geht die gestiegene Nachfrage nach dedizierten Grafikkarten mit viel Speicher mit deutlich höheren Preisen an.
RTX Pro 6000 Blackwell klettert auf 13.250 US-Dollar
Das beste Beispiel dafür ist derzeit das Workstation-Flaggschiff RTX Pro 6000 Blackwell mit 96 GB GDDR7. Nvidia hatte die Grafikkarte vor über einem Jahr zur GTC 2025 vorgestellt und ursprünglich 8.565 US-Dollar vor Steuern dafür verlangt. Auf dem Marketplace von Nvidia ist die Grafikkarte seit kurzem aber erst für 13.250 US-Dollar gelistet – 55 Prozent mehr als zum Start.
5.000 Euro mehr als zu Weihnachten
Ein deutsches Pendant für den US-Marketplace von Nvidia gibt es für die RTX Pro 6000 Blackwell nicht, doch der Blick in den Preisvergleich offenbart eine ähnlich dramatische Preisentwicklung. Dort ist die Retail-Version der Grafikkarte aktuell ab 12.942 Euro zu finden. Vor rund einem Monat waren es noch 3.000 Euro, zur Weihnachtszeit sogar 5.000 Euro weniger.
RTX 5090 ist aktuell fast 50 Prozent teurer
Aber auch Consumer-Grafikkarten von Nvidia, die mit viel Speicher bestückt sind, zeigen sich großer Beliebtheit bei KI-Entwicklern und treiben damit den Preis für Spieler nach oben. Exemplarisch muss dafür die GeForce RTX 5090 mit 32 GB GDDR7 herhalten, andere Nvidia-Modelle und AMD-Grafikkarten sind hingegen weniger respektive kaum vom Preisanstieg betroffen.
Im Median liegt die GeForce RTX 5090 im ComputerBase-Preisvergleich mit Stand 12. Juni bei 3.925 Euro. Das sind 48 Prozent mehr als noch Mitte August 2025, als der Median für die Grafikkarte ermittelt werden konnte. Damals lag der Preis im Mittelwert bei 2.650 Euro. Die „Preiserholung“ des Topmodells scheint definitiv vorbei zu sein.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Gothic Remake: Linux-Benchmarks – ComputerBase
Dem Technik-Test zum Gothic Remake unter Windows folgt der Test unter Linux. Wie die Windows-Version für Steam dank Proton mit AMD Radeon RX 9000, GeForce RTX 5000 und Intel Arc B580 läuft, klärt der nachfolgende Test. Spoiler: Gut, aber Leistung auf „Windows-Niveau“ liefert mal wieder nur AMD.
Gothic Remake unter Linux
Testsystem und Testmethodik
Getestet wurde das Gothic Remake unter Linux auf einem CachyOS-System auf Basis eines Ryzen 7 7700X mit 32 GB DDR5-6000 (Dual Channel) in einem MSI B650 Gaming Plus WiFi. Als Grafikkarte von AMD kam eine Radeon RX 9070 zum Einsatz. Für Nvidia trat eine GeForce RTX 5070 an, und Intel wurde durch eine aktuelle Arc B580 vertreten. Als Auflösung wurde 2.560 × 1.440 gewählt. Die Software-Basis war die folgende:
- CachyOS-Linux-Kernel 7.0.11
- Mesa 26.1.2
- Nvidia 610.43.02
- KDE Plasma 6.6.5
- Proton-CachyOS 20260521
Da sich die Hardware vom Gothic-Remake-Technik-Test unter Windows unterscheidet, wurden Windows-11-Testergebnisse auf dem Linux-Testsystem ebenfalls neu ermittelt. Als Treiberversionen dienten Adrenalin 26.6.1, GeForce 610.47 und Intel 8826.
Als Benchmarkszene wurde dieselbe wie im Windows-Test gewählt. Sie zeigt einen 20 Sekunden andauernden Marsch durch einen Wald nördlich vom alten Lager. Vegetation, NPCs und das Wasser des Flusses stellen hohe Ansprüche an Hardware. Als Grafikoption diente das Preset „Sehr Hoch“ mit DLSS 4 respektive FSR 4.1 im „Ausgeglichen“-Modus. Für die Arc-Karte gab es XeSS Quality. Die Benchmarks wurden neu erstellt, entsprechend können sich die FPS im Vergleich zum Windows-Test unterscheiden.
Benchmarks mit AMD Radeon RX
Mit Blick auf die Durchschnitts-FPS spielt sich das Gothic Remake mit einer Radeon genauso gut wie unter Windows. Auch FSR 4 funktioniert. Positiv fallen auch die Low-FPS unter Linux auf. Diese liegen auf dem Testsystem 11 Prozent vor Windows.
Benchmarks mit Intel Arc
Gothic Remake funktioniert auch mit Intel-Arc-Karten unter Linux. Generell haben sich Mesa- und Kernel-Treiber in den vergangenen Monaten merklich verbessert. Die Auslastung der Hardware ist höher und die Kompatibilität besser.
Allerdings: Auch wenn das Spiel spielbar ist, erhält man unter Windows 27 Prozent höhere FPS. Da hilft schnell nur das Herunterstellen der Grafikoptionen. Die Low-FPS hingegen sind näher beisammen und weniger als 10 Prozent getrennt.
Benchmarks mit Nvidia GeForce RTX
Nvidias GeForce liefert spielbare Bildraten, doch leider wird bei RTX auch beim Gothic Remake die „Linux-Steuer“ fällig, die sich durch jahrelange Vernachlässigung der Treiber aufgebaut hat: 23 Prozent mehr FPS gibt es unter Windows. Auch die Lows sind um 17 Prozent besser auf dem System aus Redmond.
Nvidia hat zwar bereits den Grundstein für die Lösung der Leistungsprobleme im Treiber gelegt, doch bis die ganze Kette der involvierten Software die Besserungen umsetzt, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Dennoch ist Gothic gut auf einer GeForce spielbar. „Sehr Hohe Qualität“ ist aber bereits ab einer 5070 nicht mehr möglich für flüssiges Gameplay.
Fazit
Die gute Nachricht vorweg: Auch unter Linux lässt sich mit der Windows-Version von Gothic Remake Khorinis erkunden. Während man auf dem Testsystem mit AMD keinen Unterschied zu Windows merkt und auf dem Papier sogar leicht bessere Low-FPS hat, sieht es bei Intel und Nvidia nicht ganz so rosig aus.
Mit einer Nvidia-Grafikkarte hat man unter Windows um die 20 Prozent mehr FPS und Lows. Mit genügend Rohleistung bleibt das Spiel aber weiterhin spielbar. Ebenfalls lässt sich mit Intel ein Einbruch der Performance verzeichnen. Hier ist man mit Windows fast 30 Prozent schneller unterwegs. Die Lows hingegen unterscheiden sich nur um 10 Prozent zugunsten von Windows.
Alles in allem läuft das Gothic Remake aber gut unter Linux. Kompatibilitätsprobleme oder Grafikfehler traten während des Tests nicht auf.
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Desinformation: Russland soll an Wikipedia-Klon für KI-Chatbots arbeiten
Eine russische Desinformationskampagne soll gezielt auf KI-Chatbots ausgerichtet sein. Nach geleakten Dokumenten arbeitet eine sogenannte Trollfabrik an einem deutschsprachigen Wikipedia-Klon, dessen Inhalte von KI-Systemen als vermeintlich seriöse Quellen übernommen werden könnten.
Desinformationen über Umwege
Nach Angaben von Wikimedia Deutschland geht es dabei nicht nur um die direkte Verbreitung von Falschinformationen über soziale Netzwerke oder gefälschte Nachrichtenseiten. Stattdessen soll offenbar ein Umweg über generative KI genutzt werden. Die manipulierten Texte sollen so im Netz platziert werden, dass Chatbots sie bei deutschsprachigen Anfragen finden, als vertrauenswürdig einstufen und in ihre Antworten übernehmen.
Im Zentrum steht demnach die russische Social Design Agency, kurz SDA. Die Organisation wird bereits mit früheren Desinformationskampagnen in Verbindung gebracht, darunter der sogenannten Doppelgänger-Kampagne. Dabei wurden Webseiten und Social-Media-Auftritte bekannter Medien nachgeahmt, um antiwestliche und prorussische Inhalte zu verbreiten. Nun soll die SDA laut geleakten Dokumenten an einer Art Fake-Wikipedia für den deutschsprachigen Raum arbeiten.
Wikipedia als (vermeintlich) vertrauenswürdige Vorlage
Besonders problematisch ist der Ansatz, weil Wikipedia bei vielen Nutzern als verlässliche Quelle gilt und auch von KI-Systemen häufig als Grundlage für Antworten genutzt wird. Wird diese Vertrauenswürdigkeit durch äußerlich ähnliche, aber manipulierte Seiten nachgeahmt, können falsche oder verzerrte Darstellungen leichter in KI-Antworten gelangen. Wikimedia nennt als mögliche Themen unter anderem den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine oder den verstorbenen Oppositionellen Alexei Nawalny.
Den Berichten zufolge soll die geplante Datenbank bereits rund 200.000 Seiten umfassen. Monatlich sollen etwa 500 manuell verfälschte Artikel in KI-Plattformen eingespeist werden. Zugleich schränkt Wikimedia ein, dass bislang kein konkreter Fall bekannt sei, in dem eine solche Klon-Seite der SDA tatsächlich öffentlich aufgetaucht ist.
Russische Wikipedia-Kopie existiert bereits
Dass Russland bereits Erfahrung mit Wikipedia-Kopien hat, zeigt Ruwiki. Der Klon der russischsprachigen Wikipedia existiert seit Januar 2024 und enthält Inhalte, die an die offizielle russische Sichtweise angepasst wurden. Kritische Einträge wurden dabei entfernt oder umformuliert. Auch wissenschaftliche Untersuchungen zu Ruwiki kamen zu dem Ergebnis, dass in dem Projekt Inhalte der russischsprachigen Wikipedia kopiert und anschließend verändert wurden.
Prüfen, prüfen, prüfen
Der Fall verdeutlicht ein grundsätzliches Problem generativer KI. Chatbots liefern Antworten oft in einem geschlossenen Text, ohne dass Nutzer die verwendeten Quellen unmittelbar prüfen können. Werden manipulierte Webseiten gezielt für solche Systeme optimiert, kann Desinformation nicht nur über klassische Suchmaschinen, sondern auch über KI-Antworten verbreitet werden.
Wikimedia verweist deshalb auf die Bedeutung überprüfbarer Quellen, transparenter Belege und menschlicher redaktioneller Kontrolle. Für Nutzer bedeutet das, dass Antworten von Chatbots gerade bei politischen und gesellschaftlich umstrittenen Themen nicht ungeprüft übernommen werden sollten.
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