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DRAM-Ausbaupläne im Detail: Viel zusätzliche Kapazität bis 2030 ist dennoch nicht genug


Die DRAM-Hersteller rüsten massiv auf. Geplant sind umfangreiche Kapazitäts­erweiterungen bis 2030, aber selbst diese werden wohl nicht ausreichen. Laut Aussagen von SK Hynix frage die Kundschaft aktuell effektiv nach der fünffachen Menge des heutigen Stands, aber bis 2030 wird man sie maximal verdoppeln können. Die Details.

Zusätzliche DRAM-Kapazität kommt nicht über Nacht

Kaum ein Thema ist aktuell so präsent wie Speicher. Überall wird er benötigt, aber wenn man ihn denn überhaupt bekommen kann, ist er teuer. Das Angebot ist viel zu gering für die Nachfrage, entsprechend hoch sind die Preise. Und das wird sich auch auf absehbare Zeit nicht ändern, sodass einige Analysten aktuell raten, lieber jetzt noch zuzugreifen, statt zu warten, denn im kommenden Jahr und vermutlich auch noch Anfang 2028 wird die Situation wohl noch schlimmer sein als jetzt. Erste zusätzliche Kapazität wird frühestens 2028 online gehen. Ehe diese jedoch im Markt spürbar ankommt, vergeht noch einmal viel Zeit. Ohnehin hängt vieles davon ab, wie viele zehntausend Wafer pro Monat es werden, um nicht nur den sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein darzustellen.

Genau so, gefühlt kleckerweise, wird der Ausbau vonstatten gehen. Kein Speicherhersteller verdoppelt seine Kapazität innerhalb von ein bis zwei Jahren, dafür braucht es eher vier bis fünf Jahre. Genau diese Marschrichtung hatten Samsung und SK Hynix als Marktführer zuletzt noch einmal klargestellt. Ein Analyst von Citrini hat versucht, die Entwicklung zusammenzufassen.

Gemäß den vorliegenden Daten haben die großen Speicherhersteller Samsung, SK Hynix, Micron und CXMT zum Ende dieses Jahres eine Kapazität von insgesamt rund 2 Millionen Wafern im Monat für die DRAM-Fertigung. Bis Ende 2030 könnte diese Zahl auf 4,8 Millionen Wafer im Monat anwachsen. Diese Zahl inkludiert alle Fertigungsstufen von D1a, D1b, D1c bis D1d und stellt nur die theoretische maximale Kapazität vor Yield und Zuweisung dar. Gerade durch diese Faktoren kann das, was letztlich als Chip mit einer gewissen Kapazität im Markt ankommt, als Menge deutlich abweichen.

CXMT hat viel Kapazität, aber …

Dass CXMT bereits fast zu Micron aufgeholt hat, ist auf den ersten Blick überraschend, doch das eine Unternehmen (CXMT) fertigt nur DRAM, während Micron auch alle anderen Speicherarten produziert. Mit einer auf den ersten Blick vergleichsweise geringen DRAM-Kapazität sowie den anderen Bereichen hat Micron zuletzt eine Quartalsgewinn von 26 Milliarden US-Dollar erzielt.

CXMT wiederum steht laut aktuellem Bericht der Financial Times bei bestenfalls 4,8 Milliarden US-Dollar, Module mit CXMT-Chips sind dabei im Handel aber kaum günstiger*.

Zwischen theoretischen Kapazitäten, Technologien, Ausbeute und letztlich Verkäufen mit Gewinn klafft im Vergleich zu den westlichen Herstellern noch eine große Lücke. Ein Börsengang von CXMT könnte laut Reuters aber bereits am 15. Juli erfolgen und zusätzliches Geld in die Kasse spülen.

DRAM-Kapazität Ende dieses Jahres (Prognose)
DRAM-Kapazität Ende dieses Jahres (Prognose) (Bild: X)

Massiver Ausbau in den kommenden fünf Jahren

Samsung und SK Hynix fführen bei den westlichen Herstellern den Ausbau an. In China übernimmt die kombinierte Kraft von CXMT, YMTC, Swaysure, JHICC und eventuell noch weiteren Unternehmen. Der Staat zwingt CXMT und seine Partner dazu, die Grundlagen auch anderen Herstellern zur Verfügung zu stellen, damit schnell Speicher primär für die eigenen Bedürfnisse gebaut werden kann. Im besten Fall könnte diese kombinierte Kraftanstrengung die Menge Speicher hervorbringen, die Samsung Ende 2030 produziert. Bei Samsungs Ausbauplänen spielt wiederum mit hinein, dass vermutlich rund ein Drittel für NAND genutzt wird.

Samsungs DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose)
Samsungs DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose) (Bild: X)
SK Hynix' DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose)
SK Hynix‘ DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose) (Bild: X)
Microns DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose)
Microns DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose) (Bild: X)
Chinas DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose)
Chinas DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose) (Bild: X)

Viele Fragezeichen bei China bleiben – aber sie kommen

Ein großes Fragezeichen steht in China zudem über der verwendeten Technologie. Bisher wurden primär westliche Tools genutzt, nun müssen lokal gefertigte Maschinen übernehmen und sollen dies ab 2027 und 2028 auch verstärkt tun. Dies wiederum hat jedoch große Auswirkungen auf den tatsächlichen Durchsatz und die Ausbeute und lässt dementsprechend sehr viel Spielraum für die am Ende tatsächlich gelieferten Bits in den Markt. Da Geld bei derart wichtigen Projekten für das Land aber quasi keine Rolle spielt, dürften zusätzliche Anlagen dies ausgleichen.

HBM braucht eine viel größere Wafermenge

Viel hängt auch davon ab, wie sich der Markt für HBM entwickelt. HBM3 benötigt aufgrund größerer Dies, TSVs und eines breiteren Interfaces bereits dreimal so viel Silizium für die gleiche Menge an Bits wie DDR5. Bei HBM4E steigt das Verhältnis schon auf 4:1, erklärte Micron vor über einem Jahr. Mit HBM5 dürfte es noch weiter ansteigen, ein Teil der neuen Kapazität wird am Ende also bereits dafür gebraucht, um die gleiche Menge Bits nur für schnelleren HBM zu produzieren. Mehr Chips kommen so effektiv nicht in den Markt.

HBM3E consumes three times the amount of silicon compared to D5 to produce the same number of bits. Looking ahead, we expect the trade ratio to increase with HBM4, and then again with HBM4E when we expect it to exceed 4 to 1. This sustained and significant increase in silicon intensity for the foreseeable future contributes to tightness for industry leading edge node supply and constrains capacity for non-HBM products.

Micron

Selbst 2030 fehlt noch viel Kapazität

Am Ende sieht die Prognose für das Jahr 2030 nicht rosig aus. Denn selbst mit allen Ausbauten könnten nach bisherigen Daten nur 76 Prozent des prognostizierten Bedarfs gedeckt werden. Da zuletzt die Prognosen zudem eher noch schlechter wurden, könnte die Lücke noch größer werden. Ohnehin bleibt abzuwarten, ob all diese Prognosen zutreffen werden und wie sich der Markt tatsächlich entwickeln wird.

Die Kapazität deckt 2030 nur 76 Prozent des Bedarfs
Die Kapazität deckt 2030 nur 76 Prozent des Bedarfs (Bild: X)

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Huawei: Mit EMUI 16 erhalten Smartphones endlich Android 16


Huawei: Mit EMUI 16 erhalten Smartphones endlich Android 16

Bild: Huawei

Huawei setzt in Deutschland für seine Smartphones auf Android (AOSP) ohne Google-Dienste. Die derzeit genutzten Betriebssysteme EMUI 14 und EMUI 15 für Huawei-Smartphones basieren dabei noch auf Android 12 (AOSP). Mit der Vorstellungen der Huawei-Pura-90s-Serie wurde auch EMUI 16 angekündigt, das auf Android 16 setzt.

Über das Huawei Pura 90 Pro Max mit 5G, das heute als Pura 90s Pro Max für den internationalen Markt angekündigt wurde, hat ComputerBase bereits vor einigen Tagen berichtet. Die erwartete offizielle Ankündigung des Pura 90s Pro Max für Deutschland ist heute aber noch nicht erfolgt. Interessant an der Vorstellung heute ist neben dem Preis von 4.899 Malaysischer Ringgit für Malaysia (umgerechnet rund 1.056 Euro) für das Modell mit 512 Gigabyte internem Speicher und 12 Gigabyte RAM deshalb vor allem das Betriebssystem.

Huawei Pura 90s Pro Max
Huawei Pura 90s Pro Max (Bild: Huawei)

Android 16 statt Android 12

Denn mit EMUI 16 erhalten das Pura 90s Pro Max und das Pura 90s Pro nicht nur eine neue Versionsnummer bei Huaweis eigener Iteration des Betriebssystems, sondern vor allem eine neue Android-Basis. EMUI 16 setzt auf Android 16 (AOSP), während EMUI 14 und 15, die sich nur in wenigen angepassten Funktionen voneinander unterscheiden, beide noch auf Android 12 (AOSP) basieren. Für den internationalen Markt ist dies, selbst wenn sich die angebotenen Funktionen am Ende kaum unterscheiden sollten, ein wichtiger Schritt, da auch Nutzer außerhalb Chinas Wert auf ein aktuelles Betriebssystem legen. In China nutzt Huawei inzwischen bei neuen Produkten ausschließlich das eigene HarmonyOS, das nicht mehr auf Android basiert.

EMUI 16 (Bild: Huawei)

Erhalten auch aktuelle Smartphones EMUI 16?

EMUI 15 auf Basis von Android 12 kommt beispielsweise auf den beiden Foldables Huawei Mate X7 (Test) und Huawei Mate X6 (Test) sowie dem Huawei Pura 80 Ultra und 80 Pro (Test) zum Einsatz. Auf dem Huawei Pura 70 Ultra (Test) wurde bei Auslieferung hingegen EMUI 14.2 eingesetzt und ein Update auf EMUI 15 wurde bislang nicht veröffentlicht – was in diesem Fall allerdings aufgrund der wenigen Unterschiede zwischen EMUI 14 und EMUI 15 auch nicht notwendig war.

Wann und ob diese bereits im Handel erhältlichen Smartphones ebenfalls ein Update auf EMUI 16 und somit Android 16 erhalten, ist derzeit noch offen. Erfahrungsgemäß stellt Huawei Betriebssystem-Updates neuer Hauptversionen erst ein paar Monate nach dem Marktstart neuer Flaggschiffe auch älteren Modellen zur Verfügung.

Billboard März 2026



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Nintendo: Kommt 2028 eine Switch 2 OLED mit Samsung-Panel?


Nintendo: Kommt 2028 eine Switch 2 OLED mit Samsung-Panel?

Bild: Nintendo

Nintendo soll derzeit die Veröffentlichung einer Switch 2 OLED nachdenken. Das OLED-Panel könnte erneut von Samsung stammen, während ein Release im Jahr 2028 als möglich gilt. Die Herstellungskosten einer Switch 2 OLED dürften aber deutlich über denen des LCD-Modells liegen.

Die Nintendo Switch 2 erschien Anfang Juni 2025 und ist mit einem LCD-Panel mit 1080p-Auflösung ausgestattet. Jetzt berichtet ein Display-Analyst auf ZDNet Korea jedoch davon, dass Nintendo derzeit eine Switch 2 mit OLED-Panel in Erwägung zieht. Demnach könnte ein Entwicklungsstart Ende 2026 und eine Serienfertigung für Ende 2027 oder Anfang 2028 angedacht sein, was auf eine Veröffentlichung im Jahr 2028 hindeuten würde.

Switch 2 OLED mit höheren Kosten als LCD-Modell

Allerdings sollen die Kosten für das OLED-Panel, das wie schon bei der Switch OLED von Samsung stammen könnte, deutlich über den Kosten des aktuell verwendeten LCD-Panels liegen. Daher hat Nintendo den Entwicklungsstart der Switch 2 OLED laut ZDNet Korea noch nicht freigegeben. Zudem ist unklar, ob die höheren Kosten an die Käufer weitergegeben werden oder Nintendo diese auffängt.

Dabei könnten die Zusatzkosten für das OLED-Panel im zwei- oder dreistelligen Bereich liegen, wie TechPowerup schreibt. Zudem ist es wegen der Kostenexplosion von DRAM und NAND aufgrund der aktuellen Speicherkrise durchaus möglich, dass eine Switch 2 OLED finanziell für Nintendo nicht tragbar sein könnte. So muss das japanische Unternehmen bereits im September dieses Jahres die UVP der Switch 2 mit LCD-Panel um 30 Euro von rund 470 auf 500 Euro erhöhen. Eine Entscheidung über den Produktionsstart der Switch 2 OLED soll in den kommenden Monaten erfolgen.

Nintendo Switch 2 hinter Switch 1
Nintendo Switch 2 hinter Switch 1

Keine Änderung der Auflösung beim OLED-Modell

Die Displaygröße einer möglichen Switch 2 OLED könnte leicht steigen, da das LCD-Modell mit 7,9-Zoll-Bildschirm über einen verhältnismäßig großen Displayrahmen verfügt. Hierbei soll die Auflösung weiterhin bei 1.920 x 1.080 Pixeln liegen. Bereits bei der Switch 1 OLED erhöhte Nintendo die Displaygröße von 6,2 Zoll auf 7 Zoll, während es bei einer 720p-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) blieb.

Sollte die Switch 2 OLED tatsächlich schon Anfang 2028 auf den Markt kommen, würde dieses Modell mehr als zweieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung der Switch 2 mit LCD-Panel erfolgen. Zum Vergleich: Die ursprüngliche Nintendo Switch erschien Anfang März 2017, während die Switch OLED im Oktober 2021 folgte, was in etwa einem Release-Abstand von mehr als viereinhalb Jahren entspricht.



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Public Betas: Jedermann kann jetzt iOS 27 und mehr ausprobieren


Public Betas: Jedermann kann jetzt iOS 27 und mehr ausprobieren

Bild: Apple

Apple hat die Public Betas der zur WWDC vorgestellten neuen Betriebssysteme zum Testen freigegeben. Interessierte Nutzer können iOS 27, iPadOS 27, macOS 27, tvOS 27, watchOS 27 und visionOS 27 ab sofort vor dem finalen Herbst-Release ausprobieren. Der Fokus liegt auf Optimierungen, kleineren Designanpassungen und KI-Features.

Die öffentlichen Beta-Versionen geben Anwendern außerhalb der Entwickler-Community erstmals die Möglichkeit, Apples neue Betriebssysteme in einem weitgehend stabilen und fehlerfreien Zustand auszuprobieren. Fehler könnten potenziell noch enthalten sein, auch sollten vorab Backups erstellt werden, doch gelten die Public Betas als weitgehend stabil im Vergleich zu den ersten Developer Betas.

Optimierungen für mehr Leistung und Stabilität

Die 27er-Releases sollen den großen Umbruch für Apple Intelligence und die neue Siri AI bringen, auch wenn der neue KI-Assistent aufgrund von Streitigkeiten rund um den Digital Markets Act erst einmal nicht in Europa verfügbar ist. Von den vollständig neuen KI-Features einmal abgesehen bringen die neuen Betriebssysteme vor allem zahlreiche Optimierungen mit sich, die sie schneller und stabiler im Alltag machen sollen. Außerdem gibt Apple Nutzern eine neue Option in puncto Design zur Hand, mit der sich die Intensität der Liquid-Glass-Effekte einstellen lässt.

Die vollzogenen Veränderungen auch in Bereichen wie Kindersicherheit, Fotos oder Suche fassen mehrere zur WWDC von der Redaktion erstellte Artikel zusammen:

Wer die neuen Betriebssysteme ausprobieren möchte, kann diese auf einer Reihe aktueller und älterer Geräte von Apple installieren, wie nachfolgende Übersicht zeigt, die auch nicht länger unterstützte Produkte im Vergleich zu 2026 hervorhebt.



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