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Elektromotorroller Die Schwalbe kehrt zurück nach Suhl


Sie ist elektrisch und kommt aus Thüringen: Der Elektrorollerhersteller Emco E-Roller lässt das traditionsreiche Kleinkraftrad Schwalbe wieder aufleben. Es soll am historischen Ort produziert werden.

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Das Unternehmen aus Lingen im Emsland hat nach eigenen Angaben „eine Absichtserklärung zur Lizenzübernahme“ der Marke Schwalbe unterzeichnet. Zudem sei eine Produktionshalle in Suhl angemietet worden. Die steht im Stadtteil Heinrichs auf dem historischen Gelände des Herstellers Simson, der die Schwalbe ab Mitte der 1960er Jahre baute.

Die Produktion der historischen Schwalbe endete 1986. 30 Jahre später brachte das Münchener Unternehmen Govecs die Schwalbe in einer elektrischen Version wieder zurück. Das Zweirad, dessen Design deutliche Anklänge an das Original hatte, wurde in Polen produziert. Ende vergangenen Jahres musste Govecs jedoch Insolvenz anmelden, und die Fertigung wurde eingestellt.

Jetzt will Emco sie wieder starten. „Die Schwalbe muss wieder Luft unter die Flügel bekommen – und zwar in Suhl“, sagte Yasmin von Schweinitz, Mitinhaberin von Emco. „Unser Ziel ist es, eine Ikone nicht nur neu zu beleben, sondern sie konsequent in die Zukunft zu führen.“

Emco E-Roller hat in den vergangenen Jahren von mehreren insolventen Herstellern Marken von Elektro-Motorrollern übernommen. Darunter sind unter anderem Unu des gleichnamigen Berliner Unternehmens oder Kumpan, bekannt für Elektro-Motorroller im Retro-Look.

Ob Emco das Design der Elektro-Schwalbe von Govecs übernimmt, ist nicht bekannt. Details zum Produktionsstart und zu den Stückzahlen wollte Emco noch nicht nennen. Die Produktion in Suhl soll noch in diesem Jahr anlaufen.

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(wpl)



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Künstliche Intelligenz

Noyb: „LinkedIn sperrt DSGVO-Rechte hinter Bezahlschranke”


Die Microsoft-Tochter Linkedin verfolgt und speichert, wer welche Nutzerprofile abruft. Das wird für Reklamezwecke ausgewertet. Gegen Gebühr von rund 30 Euro monatlich kann zudem jeder Nutzer die Liste der Besucher seines eigenen Profils einsehen. Soll Linkedin dieselbe Information allerdings im Rahmen einer DSVGO-Auskunft herausrücken, geht das angeblich nicht. Diesen Widerspruch möchte ein österreichischer Linkedin-Nutzer nicht länger hinnehmen.

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Er hat bei der Datenschutzbehörde des Landes Beschwerde gegen Linkedin Ireland erhoben. Die für Linkedins Europageschäft zuständige Konzernabteilung solle zur umfassenden Auskunft verpflichtet und zudem bestraft werden. Die Datenschutz-Organisation Noyb (None of your business) unterstützt den Beschwerdeführer.

Er gibt an, von Linkedin Datenauskunft gemäß Artikel 15 DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) beantragt, aber nur unvollständig erhalten zu haben. Gefehlt habe die Liste jener Nutzer, die sein Profil abgerufen haben. Linkedin habe dieses Manko dadurch erklärt, dass es nur die personenbezogenen Daten des Antragstellers selbst beauskunfte, nicht Daten anderer Mitglieder.

Dies ist aus Sicht Noybs jedoch eine Verkürzung des Auskunftsrechts: Artikel 15 Absatz 1 Litera c gewährt das Recht, über „die Empfänger … gegenüber denen die personenbezogenen Daten offengelegt worden sind” unterrichtet zu werden. Und Profilbesucher seien eben Empfänger von Daten über die im Profil vorgestellte Person.

Tatsächlich hat jeder hat das Recht, zu erfahren, an wen seine personenbezogenen Daten weitergegeben wurden: Sind konkrete Empfänger bekannt, sind sie laut einem Erkenntnis des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahr 2023 zu benennen (EuGH C-154/21). Damals wollte die Österreichische Post nicht verraten, an welche Werbetreibende sie Kundendaten verkauft. Doch der EuGH hat erkannt, dass für Datenverarbeitung Verantwortliche sehr wohl verpflichtet sind, Betroffenen auf Anfrage die Identität der Empfänger offenzulegen. Darauf beruft sich Noyb auch gegenüber Linkedin.

Zwar sei ungeklärt, ob Linkedins Protokollierung der Profilbesucher überhaupt rechtlich zulässig sei, meint Noyb. Doch da die Daten vorhanden seien, müsse Linkedin Auskunft erteilen. heise online hat die Tochter des Microsoft-Konzerns zwecks Stellungnahme kontaktiert.

Übrigens kann jeder Linkedin-Nutzer verhindern, dass er in den Listen der Besucher anderer Profile auftaucht. Die entsprechende Option ist in den Einstellungen unter „Sichtbarkeit” zu finden.

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(ds)



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Künstliche Intelligenz

Top 10: Der beste Mini-PC mit Windows 11 im Test – bezahlbar trotz Speicherkrise


Mini-PCs sind kompakt, sparsam und leistungsstark – ideal für Office bis Gaming. Wir zeigen die besten Modelle aus über 80 Tests über alle Preisbereiche hinweg.

Wenn Laptops zu sperrig sind und klassische Desktop-PCs zu viel Strom verbrauchen, schlägt die Stunde der Mini-PCs. Im meist rechteckigen Design finden sich in den kompakten Gehäusen inzwischen leistungsstarke Laptop-Prozessoren und ordentlich Arbeitsspeicher (RAM). Dieser ist in der Regel nicht fest verlötet und lässt sich austauschen und erweitern – meist bis 96 GB. Zudem kann man die kompakten Computer aufgrund ihrer Größe leicht verstecken, etwa hinter einem Monitor mit Vesa-Halterung.

Für diese Bestenliste haben wir zehn besonders empfehlenswerte Modelle über alle Preisbereiche hinweg aus unseren über 80 Einzeltests herausgesucht und vergleichen sie miteinander. Das Spektrum reicht dabei von Einsteiger- bis Gaming-Mini-PC, die beste Lösung für den eigenen Bedarf sollte dementsprechend dabei sein. Die kompakten PCs setzen hier auf AMD- oder Intel-Prozessoren der Reihen Ryzen oder Core. Zudem beschränken wir uns auf Mini-PCs mit Windows 11. Computer von Apple oder Google zeigen wir weiter unten.

Welcher ist der beste Mini-PC?

Unser Testsieger Minisforum UM890 Pro ist besonders leise und dennoch sehr leistungsstark. Selbst unter Volllast bleibt der Mini-PC mit Ryzen 9 8945HS bürotauglich. Zudem bietet er ein gutes Anschlussangebot sowie gute Aufrüstbarkeit. Aktuell kostet er knapp 939 Euro.

Unser Technologiesieger Khaddas Mind 2s sprengt als Workstation im Mini-Format alle Grenzen. Das System besteht aus einem ultradünnen Mini-PC mit integriertem Akku sowie einem optionalen Dock mit einer dedizierten Grafikkarte – in unserem Falle der Nvidia Geforce RTX 4060 Ti. Der Computer selbst bietet mit dem Intel Core Ultra 7 255H und 64 GB RAM viel Rechenleistung. Diese extreme Performance hat jedoch auch einen hohen Preis von rund 1799 Euro.

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die GMKtec Nucbox K12 mit einem leistungsstarken Ryzen 7 255 H, die für ihren Preispunkt eine geradezu unverschämt gute Ausstattung liefert. Das im Betrieb angenehm leise System bietet neben starker Gaming-Performance nämlich Features wie Oculink, Platz für drei SSDs und einen USB4-Port mit direkter Stromversorgung, die in dieser Preisklasse absolut untypisch sind. Damit ist der Preis von rund 660 Euro (Code: clearance20) für die Vollausstattung mit 32 GB RAM und 1 TB Speicher eine echte Kampfansage.

Minisforum UM870 Slim – Bilderstrecke

Die Platzierungen der Top 10 im Überblick setzen sich wie folgt zusammen:

Die hier benannten Preise beziehen sich auf den Zeitpunkt des letzten Artikel-Updates. Leider können sich Gutschein-Codes und Klick-Coupons innerhalb kurzer Zeit ändern, die Gültigkeit ist mitunter zeitlich begrenzt, weshalb die Preise sich minütlich verändern können.

KURZÜBERSICHT

Der Minisforum UM890 Pro richtet sich an alle, die einen hochwertigen, leistungsstarken und selbst unter Volllast leisen Mini-PC suchen. Zudem bietet er dank seiner bemerkenswerten Aufrüstbarkeit auf 96 GB RAM und bis 8 TB Speicher eine gute Zukunftsfähigkeit; in Verbindung mit dem Ryzen 9 dürfte er so noch viele Jahre Freude bereiten. Preislich ist der Mini-PC mit 939 Euro zwar deutlich angestiegen, aber nach wie vor eine hervorragende Wahl. Ohne Speicher kostet er 469 Euro.

VORTEILE

  • Lüfter selbst unter Volllast bei max. 30 dB
  • starke Leistung des Ryzen 9
  • RAM auf 96 GB, SSD auf 8 TB erweiterbar
  • gute Kühlung, kein Thermal Throtteling
  • hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • kein USB-C zur Stromversorgung
  • Lüfterkabel bei der Wartung im Weg

Der Khadas Mind 2s präsentiert ein faszinierendes Workstation-Konzept, das einen ultraflachen Mini-PC mit einem magnetisch ankoppelbaren eGPU-Dock vereint. Während im daumendicken Premium-Aluminiumgehäuse ein starker Intel Core Ultra 7 mit 64 GB RAM arbeitet, liefert das Dock eine vollwertige Desktop-RTX 4060 Ti für extreme Grafik- und KI-Leistung. Ein integrierter Notfall-Akku sichert die laufende Sitzung bei plötzlichem Stromverlust ab. Diese einmalige Modularität hat jedoch ihren Preis: Mit 1799 Euro für den versiegelten PC und weiteren 999 Euro für das Dock ist das System extrem kostspielig.

VORTEILE

  • sehr hochwertiges Aluminiumgehäuse
  • daumendickes, flaches Mini-PC-Gehäuse
  • starke GPU im Dock
  • eingängiger Kopplungsmechanismus mit Dock

NACHTEILE

  • sehr teuer
  • Lautstärke durchschnittlich
  • Gehäuse versiegelt (kein Komponenten-Wechsel möglich)

VORTEILE

  • gute Leistung
  • schickes Design
  • USB4 mit Eingangsstromversorgung
  • Oculink
  • 2x LAN

NACHTEILE

  • Lüfter nicht einstellbar
  • Verarbeitung teils ausbaufähig

Ratgeber

Performance: Wie ist die Leistung der Mini-PCs einzuordnen?

Um die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Mini-PCs besser einordnen zu können, haben wir die Ergebnisse relevanter Benchmarks in der nachfolgenden Tabelle zusammengetragen. Diese Werte ermöglichen einen direkten Vergleich der Rechenleistung und Grafikeignung der getesteten Geräte, sodass man auf einen Blick erkennen kann, welches Modell in puncto Performance überzeugt.

Minisforum UM890 Pro AMD Ryzen 9 8945HS 7562 3437 (CPU: 11218; GPU: 3063)
Khadas Mind 2s Intel Core 7 255H 8195 4651 (CPU: 11.538; GPU: 4208)
Mit Dock: 13.086 (CPU: 11.215; GPU: 13.483)
GMKtec Nucbox K12 AMD Ryzen 7 H 255 7136 3264 (CPU: 10844; GPU: 2906)
Minisforum UM870 Slim AMD Ryzen 7 8745H 7480 3365 (CPU: 11075; GPU: 2997)
Minisforum UM760 Slim AMD Ryzen 5 7640HS 7000 2575 (CPU: 8006; GPU: 2300)
Geekom A7 Max AMD Ryzen 9 7940HS 7201 1925 (CPU: 8898; GPU: 1692)
Minisforum M1 Pro Intel Core Ultra 9 285H 8097 4100 (CPU: 11.114; GPU: 3690)
Asus Expert Center PN54 AMD Ryzen AI 7 350 7648 3108 (CPU: 10.487; GPU: 2765)
Geekom A9 Max AMD Ryzen AI 9 HX 370 7684 3868 (CPU: 11.305; GPU: 3466)
Minisforum AI X1 Pro AMD Ryzen AI 9 HX 370 7728 3622 (CPU: 11187; GPU: 3236)

Die Leistung von Mini-PCs für Gaming kann objektiv über Benchmarks wie 3DMark bewertet werden, die speziell die Grafikleistung messen. Mini-PCs mit leistungsfähigen AMD Ryzen und integrierten Radeon Grafikeinheiten oder neueren Intel Core Ultra Prozessoren erreichen in Benchmarks wie 3DMark deutlich höhere Werte als klassische Office-Systeme und sind für 1080p Gaming mit 60+ FPS geeignet.

Preissteigerung bei Mini-PCs

Noch sind Mini-PCs zu attraktiven Preisen erhältlich. Allerdings haben einige Hersteller wie Minisforum aufgrund der durch den KI-Boom ausgelösten Kostenexplosion bei DDR5-Speicher Preiserhöhungen vorgenommen. So kostete zum Beispiel der Minisforum UM870 Anfang 2025 knapp 520 Euro, jetzt sind es 729 Euro – eine Preissteigerung um 40 Prozent. Steigt der DRAM-Preis weiter, könnten sich Mini-PCs im Jahresverlauf insgesamt noch einmal deutlich verteuern. Eine Preisreduktion ist kaum absehbar.

Wie viel kostet ein guter Mini-PC?

Die Preisspanne für Mini-PCs variiert stark. Einfache Modelle sind bereits ab 300 bis 400 Euro erhältlich, während leistungsstärkere Systeme oft über 800 Euro kosten. Im Sweetspot zwischen 500 und 700 Euro bekommt man bereits Geräte mit aktuellem AMD Ryzen 7 oder Intel Core i7, 32 GB Arbeitsspeicher und 1 TB M.2 SSD. Wer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, kann auch einen gebrauchten Mini-PC in Betracht ziehen – diese sind mitunter erheblich günstiger als Neugeräte.

Im Shop des jeweiligen Herstellers oder im Sortiment großer Händler findet man häufig die besten Konditionen. Beim Versand sollte man auf Versandkosten und Lieferzeiten achten, ebenso wie auf die mitgelieferte Garantie – meist ein bis zwei Jahre.

Wann lohnt sich ein Mini-PC?

Mini-PCs zeichnen sich vorwiegend durch den Formfaktor aus – ein kompaktes Design mit handlichen Maßen. Damit kommen sie dort infrage, wo klassische Computer oder Laptops zu viel Platz einnehmen. Der Schreibtisch wirkt so ordentlicher und auch in Empfangsbereichen macht ein freier Tisch mehr her.

Mini-PCs eignen sich hervorragend für platzsparende Homeoffice-Lösungen und als energieeffiziente Heimserver. Sie sind ideal für alltägliche Anwendungen wie Web-Browsing, E-Mails, Textverarbeitung und Videokonferenzen. Mini-PCs können unauffällig hinter Monitoren montiert werden und nehmen kaum Schreibtischplatz ein.

Neben diesen rein optischen Vorteilen sind die kompakten PCs aber auch deutlich sparsamer. Mini-PCs verbrauchen im Vergleich zu klassischen Desktop-PCs deutlich weniger Energie, was sie langfristig kosteneffizienter macht. Nimmt ein Gaming-PC (Ratgeber) mitunter über 200 W auf, sind es beim Mini-PC häufig nur 20 W. Dadurch entsteht auch weniger Hitze beim Betrieb, was die Lautstärke reduziert und gerade im Sommer das Aufheizen des Raumes vermindert. Ein passiv gekühlter Mini-PC kann sogar vollständig lautlos arbeiten, was ihn besonders attraktiv für ruhige Arbeitsumgebungen macht.

Klassische Desktop-PCs punkten dagegen mit maximaler Erweiterbarkeit und Top-Leistung. Für viele Büro-, Business- und Multimedia-Anwendungen reicht ein Mini-PC heute aber mehr als aus.

Was kann man mit einem Mini-PC machen?

Mit einem Mini-PC kann man alle Dinge tun, die auch mit einem Laptop möglich sind. Von Homeoffice bis Full-HD-Gaming ist inzwischen echt viel drin. Für klassische Office-Arbeiten mit Word und Browsern genügen selbst die günstigen Mini-PC-Modelle. Mini-PCs haben sich von reinen Office-Lösungen zu vielseitigen Desktop-Alternativen entwickelt, die für verschiedene Anwendungen wie Büroarbeit, Multimedia und sogar Gaming geeignet sind. Neben diesen recht gewöhnlichen Aufgaben eignen sich die Systeme je nach Ausstattung auch als Smart-Home-Zentrale, Homeserver oder für den Einsatz als Firewall-Appliance.

So vielseitig wie ihre Anwendungsbereiche ist auch das Preisspektrum der Mini-PCs. So reicht die Ausstattung vom Einsteiger-Modell für rund 84 Euro hin zur gehobenen Konfiguration weit über 700 Euro. Die Leistung ist dabei hoch genug, um Desktop-PCs bei Office-Arbeiten vollkommen ersetzen zu können. Ist man Hardcore-Gamer, kommt man an einem echten Gaming-PC aber nach wie vor nicht vorbei.

Wer einen gebrauchten Business-Mini-PC ins Auge fasst, trifft häufig auf ältere Intel-Prozessoren der T-Serie. Modelle mit Intel Core i7 8700T oder Intel Core i7 9700T bieten auch heute noch genug Leistung für Office und Multimedia. Ein Intel Core i5 8500T, Intel Core i5 10500T oder Intel Core i5 11500T reicht für klassische Büroaufgaben aus. Beim Intel Core i3 9100T sollte die Erwartung an parallele Anwendungen geringer sein – für E-Mail, Browser und Textverarbeitung genügt der Vier-Kerner aber. Im Vergleich dazu ist ein Celeron-System der älteren Generation nur noch eingeschränkt empfehlenswert; mit modernem Celeron N5105 oder N97 ist hingegen flüssiges Arbeiten in Windows 11 Pro möglich.

Was ist besser, Mini-PC oder Laptop?

Mini-PCs sind häufig eine günstigere Alternative für Homeoffice und Büro. Denn verglichen mit einem ähnlich ausgestatteten Laptop sind Modelle wie der U58 oder der Minisforum UM760 Slim teils knapp 500 Euro günstiger. Und auch unter 200 Euro gibt es noch gute Konfigurationen – bei Laptops mit Windows 11 ist in der Regel schon unter 400 Euro Schluss mit sinnvollen Lösungen.

Was die Hardware angeht, setzen Mini-PC und Laptop auf die gleichen Mobile-Chips, die sich durch Sparsamkeit und geringere Wärmeentwicklung auszeichnen. Die Leistung ist also vergleichbar. Der wesentliche Unterschied besteht im Fehlen von Tastatur, Trackpad und Monitor, den sich der Mini-PC spart. Damit steht bei den kleinen Würfelrechnern mehr finanzieller Spielraum für die Prozessor- und Grafik-Hardware bereit, wodurch man fürs gleiche Geld mehr beim Mini-PC bekommt. Zudem benötigt jemand, der bereits einen externen Monitor sowie Tastatur und Maus besitzt, ohnehin keinen Bildschirm am Laptop, womit man getrost darauf verzichten kann. Weiterhin ist ein Mini-PC deutlich weniger sperrig als ein Laptop oder ein klassischer Computer mit Tower und lässt sich so platzsparend auf dem Schreibtisch unterbringen.

Ob ein Mini-PC nun besser ist als ein Laptop, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es gibt aber Fälle, in denen man keinen Laptop benötigt, bisher jedoch nur diese auf dem Schirm hatte. Für solche Situationen kann man jetzt besser zum kompakten & leisen Mini-Rechner greifen.

Mindestausstattung: Wie lange hält ein Mini-PC?

Bei Mini-PCs ist, wie bei allen Computern, wichtig, ein gewisses Mindestmaß an Ausstattung vorauszusetzen. So finden sich im Preisvergleich zahlreiche Modelle unter 300 Euro. Die wenigsten davon setzen mehr als 4 GB RAM ein. Diese kommen mitunter von namhaften Herstellern, wie Asus, Lenovo oder HP. Mit Windows sind aber inzwischen selbst 8 GB RAM das absolut unterste Minimum. Für einen flüssigen Betrieb sind mindestens 16 GB Arbeitsspeicher empfehlenswert, insbesondere bei Multitasking oder professionellen Anwendungen. Auch SSD-Speicher mit weniger als 256 GB sollte man meiden, da Windows 11 Pro dann bereits mehr als die Hälfte des Speichers belegt. Zudem sollte man darauf achten, dass ein halbwegs aktueller Prozessor mit mindestens vier Kernen zum Einsatz kommt.

Bei AMD genügt die 5000er-Serie der Ryzen-CPUs für Homeoffice, wobei entsprechende Mini-PCs im Preissegment zwischen 240 und 450 Euro liegen. Bei Intel gibt es auch darunter CPUs für noch günstigere Konfigurationen, wie Intel N100, Celeron N4000/N5000 oder Intel N95/N97 – diese sind dann aber deutlich schwächer. Für Full-HD-Gaming sollte es dann schon eher die AMD Ryzen 7000er-Serie oder 8000er-Serie sein, wobei letztere einfach ein Refresh der siebten Generation ist – technisch sind die CPUs teils nur 50 MHz schneller und haben eine neue NPU für KI-Anwendungen.

Bei Intel gehören die 12. und 13. Generation bereits zum alten Eisen, denn sie setzen im Vergleich zur integrierten AMD-Grafik „Radeon 780M“ auf die nicht annähernd so starke Iris Xe Graphics, der Nachfolger der Intel UHD Graphics. Die neueste Generation setzt hier auf die Intel Arc Graphics, die in unseren Tests AMD deutlich unterliegt. Intel nennt seine Chips seitdem nicht mehr Core-i, sondern Core Ultra und verwendet eine neue, dreistellige Nomenklatur. Die Mini-PCs mit AMD-Chips der siebten Generation liegen preislich deutlich unter solchen mit Core-Ultra zwischen 400 und 650 Euro (Ausreißer mit 800 bis 900 Euro), Intel hingegen ab 750 Euro.

Hat man einen aktuellen Chip, genügend RAM oder rüstet diesen nach, kommt man mit einem Mini-PC über viele Jahre gut aus. Ein moderner Mini-PC mit aktuellem Intel Core i5, Intel Core i7 oder AMD Ryzen 5 hält bei normalem Office-Einsatz problemlos sechs bis zehn Jahre. Die Hardware selbst altert kaum – meist setzen Software-Anforderungen das Ende. Viele Mini-PCs lassen sich flexibel konfigurieren und später aufrüsten, sodass sie langfristig an neue Anforderungen angepasst werden können. Wer den RAM oder die SSD durch eine Konfiguration mit mehr Speicher austauscht, verlängert die Nutzungsdauer deutlich. Geräte mit verlöteten Komponenten haben dagegen eine kürzere Lebensdauer.

Wichtig ist, sich vor dem Kauf im Klaren darüber zu sein, was man damit absehbar machen möchte und wie hoch das Budget ist.

NPUs: Was hat es mit den KI-Chips auf sich?

Ganz grundsätzlich, ob Intel oder AMD, ist ebendiese NPU im Moment eher eine Wette auf die Zukunft, konkrete Anwendungsfelder sind extrem rar. So nutzen selbst lokale KI-Modelle per LM-Studio nicht die NPU, sondern nach wie vor die GPU. Zudem ist die Leistung dieser integrierten NPUs, angegeben in TOPS (Terra Operations per Second) im Vergleich zu großen AI-PCs, etwa von Nvidia, eher gering. Während klassische Mini-PC-CPUs etwa 40 TOPS und im gesamten System bis zu 100 TOPS aufbieten können, erreichen solche speziellen AI-Systeme teils über 1000 TOPS.

Mini-PCs mit dedizierter Grafikkarte

Mini-PC Minisforum Atomman G7 Pt im Test

Eine Klasse für sich sind Mini-PCs mit dedizierter Grafikkarte, wie der Minisforum Atomman G7 Pt. Die Mischlinge aus Mini-PC und Gaming-PC vereinen die Vorteile von sparsamen Mobilprozessoren und der geballten Leistung von dedizierten Grafikkarten. Sie sind die perfekte Symbiose aus klobigem, selbst im Büroalltag stromhungrigem Gaming-PC und einem leistungsschwächeren, dafür kompakten und stromsparendem Mini-PC.

Für flüssiges Gaming sind dedizierte GPUs wie die Geforce RTX 4060 oder Geforce RTX 4070 von Nvidia. Auch eine Geforce RTX 4060 Ti findet sich – etwa im optionalen Dock des Khadas Mind 2s. Wer die volle Leistung will, greift zur Geforce RTX 4070 oder höher. Gute integrierte Grafiken reichen für E-Sports-Titel in 1080p aus.

Mini-PC zum Spielen: Was ist möglich?

Moderne Mini-PCs bieten oft genug Leistung für viele Spiele, besonders im E-Sports-Bereich. Ein Mini-PC eignet sich für Casual Games, E-Sports-Titel und ältere Spiele. Für anspruchsvolles AAA-Gaming ist hingegen leistungsstarke integrierte Grafik wie die AMD Radeon 890M oder eine dedizierte GPU erforderlich. Mini-PCs sind dabei im Alltag sogar oft leiser als klassische Tower-PCs, können jedoch bei Volllast laut werden.

Mini-PCs sind weniger für High-End-Gaming oder extrem rechenintensive Aufgaben geeignet, bieten jedoch für 90 Prozent der täglichen Anwendungen eine kompakte und effiziente Alternative. Mit Mini-PCs auf Basis von AMD Ryzen 7 oder höher inklusive Radeon-Grafik lassen sich zudem viele Multimedia-Aufgaben wie 4K-Streaming flüssig meistern. Auch bei der Aufrüstbarkeit der Grafikkarte sind Mini-PCs jedoch eingeschränkt.

Welche Anschlüsse sind wichtig?

Ein moderner Mini-PC sollte mindestens vier USB-Ports bieten. Für Peripherie benötigt man in den meisten Fällen den klassischen USB-A-Port. Hier bieten die meisten Mini-PCs wenigstens zwei Stück, oft aber auch mehr. idealerweise mit USB4 oder Thunderbolt 4. Ebenso praktisch ist USB-C, der Tausendsassa unter den Anschlüssen – der idealerweise als USB4 oder Thunderbolt-4-Port vorhanden ist. Dieser Anschluss ermöglicht nicht nur schnelle Datenübertragung, sondern auch die Bildübertragung an Monitore oder Beamer. So kann man mit nur einem Anschluss alle Geräte, einschließlich Bildschirm, zeitgleich verbinden. USB-Typ-C bietet gegenüber dem klassischen USB-A-Stecker den Vorteil, dass er verdrehsicher ist und Daten, Bild sowie Strom über eine einzige Leitung übertragen kann.

Für Audio-Peripherie, ob Lautsprecher, Kopfhörer oder Mikrofone, gibt es häufig einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Für den Anschluss von Bildschirmen ist HDMI weitverbreitet. Die meisten Laptops und Mini-PCs verwenden allerdings den schon in die Jahre gekommenen HDMI-2.0-Standard (aus 2013). Gegenüber dem konkurrierenden Anschlusstyp Displayport ist HDMI 2.0 deutlich unterlegen, sobald es um hohe Auflösungen und Bildwiederholraten geht. Maximal sind hier 4K bei 60 Hz möglich. Displayport ist insbesondere in Version 1.4 verbreitet, die mit 4K bei 120 Hz schon deutlich leistungsfähiger ist. Für Gamer ist dieser Anschluss also vorzuziehen.

Umso besser ist es, wenn Mini-PCs auf die neuen Displayport- oder HDMI-Schnittstellen setzen. HDMI 2.1 schafft ebenso 4K bei 120 Hz oder 8K bei 60 Hz, findet aber nur schleppend Verbreitung, obwohl er bereits seit 2017 auf dem Markt ist. Displayport 2.0 erreicht allerdings schon 16K bei 60 Hz oder 4K mit 144 Hz.

Auch beim Stromanschluss gibt es Unterschiede: Während viele Mini-PCs noch auf proprietäre, also herstellereigene Netzteile mit einem Rundstecker setzen, stellen mehr und mehr Hersteller auf USB-C um. Das schafft Flexibilität, denn dank Power Delivery kann man nicht nur beliebige 100-W-Ladegeräte anschließen, sondern auch starke Powerbanks verwenden. So lässt sich der Mini-PC fernab der Steckdose betreiben.

Bei den Drahtlosstandards sollte ein moderner Mini-PC mindestens Bluetooth 5.2, besser Bluetooth 5.3 oder Bluetooth 5.4 mitbringen. Bluetooth 5.2 ermöglicht stabile Verbindungen zu Mäusen, Tastaturen und Kopfhörern und reicht für die meisten Büro-Szenarien völlig aus. Wer Multipoint-Headsets nutzt, profitiert von Bluetooth 5.3 oder höher. Für eine WLAN-Verbindung sollte es mindestens Wi-Fi 6, besser Wi-Fi 6E oder gar Wi-Fi 7 sein.

Sicherheit: Kensington-Schloss und mehr

Gerade in Büro-Umgebungen ist auch die physische Sicherheit eines Mini-PCs wichtig. Viele Modelle bieten daher ein Kensington Schloss als Diebstahlsicherung. Über das Kensington Schloss lässt sich der Mini-PC mit einem Stahlseil am Schreibtisch befestigen. Das ist besonders praktisch, da Mini-PCs durch ihre kompakten Maße deutlich leichter zu entwenden sind als ein klassischer Tower PC. Wer den Mini-PC zudem geschäftlich einsetzt, sollte auf TPM-Modul und Fingerabdrucksensor achten – diese erhöhen die Datensicherheit deutlich.

Mini-PC-Hersteller: Welche Marken gibt es und was unterscheidet sie?

Die Herstellerlandschaft im Bereich der Mini-PCs ist heutzutage breiter aufgestellt als je zuvor. Neben den traditionell dominierenden Akteuren wie HP, Lenovo und Asus treten vermehrt spezialisierte Anbieter in Erscheinung, darunter Minisforum, Geekom, Nipogi, Acemagic, Ninkear und GMKtec. Auffallend ist hierbei insbesondere, dass eine Vielzahl dieser chinesischen Hersteller ein signifikant besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Während man bei etablierten Marken für rund 300 Euro oft lediglich ein System mit einem Intel N100 Prozessor und 4 GB Arbeitsspeicher erhält, bieten chinesische Produzenten in derselben Preisklasse häufig bereits einen Ryzen 7 mit 32 GB RAM. Dieser beachtliche preisliche Vorteil ist zwar attraktiv, geht jedoch mit potenziellen Nachteilen einher, insbesondere im Hinblick auf den Kundenservice und die Verbraucherrechte – mehr dazu unten.

Die bekannten Hersteller punkten mit einem verlässlichen Support, regelmäßigen BIOS-Aktualisierungen und einer langjährigen Expertise. Bei den chinesischen Anbietern können hingegen Herausforderungen oder Einschränkungen bei der Produktpflege auftreten: BIOS-Updates sind oftmals schwer zu finden oder gar nicht vorhanden, Produktspezifikationen erweisen sich mitunter als ungenau, und die Produktlebenszyklen sind sehr kurz. Das kann dazu führen, dass Produkte, die erst kürzlich von uns getestet wurden, bereits nicht mehr auf dem Markt sind und die bereitgestellten Angebotslinks auf völlig andere Geräte verweisen.

Im Business-Segment dominieren HP, Lenovo und Dell. HP bietet mit den Reihen HP ProDesk Mini, HP EliteDesk Mini und HP Z2 Mini eine breite Palette für Büro und Workstation-Einsatz. HP ProDesk-Modelle mit Intel Core i5 oder Intel Core i7 sind häufig auch gebraucht zu finden – ein HP ProDesk 600 G4 mit Intel Core i5 8500T kostet refurbished oft unter 200 Euro. HP-Geräte punkten mit drei Jahren Garantie, regelmäßigen BIOS-Updates und Kensington Schloss als Standard. Im direkten Vergleich zu chinesischen Anbietern bietet HP weniger Leistung für den gleichen Preis, dafür aber eine deutlich höhere Service-Qualität. Wer einen Mini-PC für den professionellen Dauerbetrieb sucht, ist bei HP gut aufgehoben.

Testverfahren: Wie testen wir Mini-PCs?

In unserem Praxistest stellen wir jeden Mini-PC in den Benchmarks PCmark 10, 3DMark Time Spy, Cinebench und Geekbench auf den Prüfstand. Diese Ergebnisse sind ein grundlegender Anhaltspunkt, um die Leistung unter den Modellen vergleichen zu können. Bei Modellen mit starker Grafik testen wir zudem Spiele – üblicherweise Anno 1800 und das anspruchsvollere Cities Skylines 2. Zudem bewerten wir die Performance im Alltag mit Windows 11 und einigen Programmen sowie die Gehäuseverarbeitung und das Anschlussangebot.

Ebenfalls testen wir die integrierte SSD mittels Crystaldiskmark auf ihre Geschwindigkeit hin und geben die Ergebnisse in jedem Test an. Wie gut das System mit Last zurechtkommt und wie die Kühlung arbeitet, prüfen wir über den Volllast-Workflow von Aida64. Mit diesem Tool lesen wir auch Komponenten, wie den WLAN-Chipsatz, aus.

Wesentlich in unsere Einstufung fließt das Preis-Leistungs-Verhältnis ein, denn diese Top 10 dient dazu, das Bestmögliche zum jeweiligen Preis zu empfehlen. Folglich landen Modelle, die eine gute Ausstattung haben, aber verglichen mit anderen Modellen zu teuer sind, auf den hinteren Plätzen. Da wir inzwischen mehr als 80 Mini-PCs getestet haben, finden sich weitere Modelle unter dieser Bestenliste. Bemerkenswert ist, dass die zehn Plätze mehrheitlich von AMD-Mini-PCs besetzt werden – die bessere integrierte Grafik ist hier häufig ein wesentlicher Unterscheidungspunkt zur Intel-Konkurrenz. Die Modelle mit Minisforum M1 Pro, Intel Geekom GT1 Mega und Geekom Mini IT15 setzen nicht etwa auf einen i5 oder i7, sondern auf einen neueren Core-Ultra-Chip.

Was ist der Nachteil von Mini-PCs?

Trotz vieler Stärken haben Mini-PCs auch klare Schwächen. Der größte Nachteil: Mini-PCs sind in der Aufrüstbarkeit der Grafikkarte eingeschränkt. Eine echte Grafikkarte wie die Geforce RTX 4070 lässt sich nicht einfach nachrüsten – auch wenn die Verwendung einer externen Grafikkarte (eGPU) mittels schnellem Oculink-Anschluss bei immer mehr Geräten möglich ist. Wer hier flexibel bleiben möchte, ist mit einem klassischen Tower-PC besser bedient.

Ein weiterer Punkt ist die thermische Belastung: Im engen Gehäuse wird die Abwärme von CPU und Chip auf engstem Raum produziert, was die Kühlung herausfordert. Unter Volllast können Mini-PCs daher hörbar werden. Auch das Anschluss-Angebot ist gegenüber einem Desktop Computer manchmal begrenzt – nicht jedes Modell bietet ausreichend USB-Typ-C Ports oder zwei LAN-Buchsen.

Alternativen: Günstige Laptops & Chromebooks

Raspberry Pi oder Mini-PC?

Die Einplatinenrechner Raspberry Pi sind vielfältige, handliche und günstige Lösungen, gerade als Server für ein Smart-Home mit Iobroker und ETS oder als ein einfacher Server zur Steuerung mehrerer Ubiquiti-Access-Points. Wer tatsächlich nur eine einzige Aufgabe lösen will, der ist mit einem Raspberry Pi meist gut bedient. Die Leistung könnte auch als Desktop-Ersatz ausreichend sein, der Prozess zur Einrichtung als Office-System ist aber eher was für Menschen mit Vorkenntnissen, denn für Laien. Eine Plug-and-play-Lösung darf man hier nicht erwarten, hier sind fertige Mini-PCs deutlich besser.

Mini-PC-Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux oder Chrome OS?

Die Mini-PCs in dieser Bestenliste bringen allesamt Windows 11 mit. Windows 11 Pro ist das mit Abstand verbreitetste Betriebssystem auf Mini-PCs. Für die meisten Anwender ist das optimal, weil gewohnt. Im Vergleich zu Windows 11 Home bietet Windows 11 Pro Funktionen wie Bitlocker-Festplattenverschlüsselung, Hyper-V-Virtualisierung und Remotedesktop. Für den Heimanwender reicht Windows 11 Home aus, im Büro ist Windows 11 Pro erste Wahl. Eine Windows 11 Pro Lizenz ist bei den meisten Mini-PCs bereits enthalten und im UEFI hinterlegt – ein verlorener Lizenzaufkleber ist somit kein Problem.

Gerade bei den preiswerten Geräten erreicht man damit aber schnell die Grenzen des Geräts. Eine Alternative ist die Installation einer schlanken Linux-Distribution auf den Geräten. Wer den PC als Router oder Smart-Home-Zentrale nutzen möchte, kommt damit im Zweifel ohnehin weiter als mit Windows.

Es gibt aber auch fertige Mini-PCs mit dem Google-Betriebssystem Chrome OS, das sich gerade für den einfachen Office-Einsatz hervorragend eignet und vor allem sehr flüssig läuft auf günstiger Hardware, wie sie in solchen Mini-PCs oft verbaut ist. Sie werden unter anderem von HP, Acer oder Lenovo angeboten. Unter Chrome OS laufen dann sowohl Webseiten über den Chrome-Browser als auch Android-Apps und Linux-Programme. Das erweitert die Programmauswahl deutlich, wer aber spezifische Software benötigt, sollte bei Windows bleiben. Das System unterstützt Prozessoren mit ARM-Technologie gleichermaßen wie x86-CPUs von Intel oder AMD. Eine weitere Alternative sind Mac Minis mit macOS, die aber – wie bei Apple gewohnt – deutlich teurer sind. Früher kamen diese noch mit Chips von Intel, inzwischen entwickelt Apple aber eigene Prozessoren. Wir haben etwa den Mac Mini mit M4-Chip von Apple getestet und waren von der rohen Leistung und dennoch starken Effizienz des Systems beeindruckt. Während die Hardware unbestritten Maßstäbe setzt, ist die Vorliebe fürs Betriebssystem noch einmal deutlich individueller. Den ganzen Test gibt es hier: Apple Mac Mini M4 im Test: Mini-PC mit viel Power, Top-Qualität & fairem Preis.

Fazit

Mini-PCs haben sich inzwischen als echte Alternative zu Laptop und Desktop-PC gemausert. Dabei sind sie leistungsstärker, günstiger und sparsamer – letzteres sowohl was den Verbrauch angeht als auch den benötigten Platz. Der klassische Computer hat vor allem für Gelegenheitsnutzer ausgedient.

Unser Mini-PC-Vergleich zeigt die Vielfalt an Modellen, die allesamt klassische Desktop-Computer ersetzen können. Besonders empfehlenswert sind unser Testsieger Minisforum UM890 Pro, die GMKtec Nucbox K12 und der Khadas Mind 2s. Minisforum und GMKtec setzen hier durch die starken AMD-Prozessoren in ihren Preisbereichen ein Ausrufezeichen. Der Ryzen hat den Core von Intel im mobilen Einsatzbereich überholt, aber Intel kämpft sich langsam wieder heran. Inzwischen sind selbst auf integrierten Grafikkarten Spiele-Sessions in aufwendigen Spielen möglich, die Lautstärke muss (siehe Minisforum UM870 Slim) dabei aber nicht hoch sein.

Praktisch und schick, wie der Minisforum UM760 Slim oder dessen großer Bruder UM870 Slim, sind die Mini-Computer ebenfalls – immer öfter finden wir einen USB-C-Anschluss, der mitunter sogar für die Stromversorgung Verwendung findet. Bei USB-Anschlüssen sind die kleinen PCs eigentlich immer gut ausgestattet.

Daneben zeigt unsere Bestenliste, dass 4 GB beim RAM in keinem Preisbereich zu rechtfertigen sind. Stattdessen sollte jeder moderne Computer mit Windows eher auf 16 GB RAM setzen, 8 GB sind inzwischen das unterste Minimum. Die etablierten Hersteller um Asus, Acer und Lenovo sollten sich warm anziehen, denn Fernost-PCs sind nicht nur günstig, sondern auch verdammt gut. Dabei gar nicht nur was die Leistung angeht, sondern tatsächlich auch bei neuen, unüblichen Features.

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BESTENLISTE

Minisforum UM890 Pro im Test: Der leiseste Mini-PC mit Ryzen 9

Leise unter Volllast und bis zu 96 GB RAM und 8 TB SSD aufrüstbar: Der Minisforum UM890 Pro gehört zu den Top-Mini-PCs am Markt. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • Lüfter selbst unter Volllast bei max. 30 dB
  • starke Leistung des Ryzen 9
  • RAM auf 96 GB, SSD auf 8 TB erweiterbar
  • gute Kühlung, kein Thermal Throtteling
  • hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • kein USB-C zur Stromversorgung
  • Lüfterkabel bei der Wartung im Weg

Leise unter Volllast und bis zu 96 GB RAM und 8 TB SSD aufrüstbar: Der Minisforum UM890 Pro gehört zu den Top-Mini-PCs am Markt. Wir haben ihn getestet.

Minisforum hat es wieder getan: Der Hersteller aus Hongkong hat uns schon mit dem Minisforum UM780 XTX überzeugt; bot der Mini-PC doch eine ausgesprochen gute Leistung bei erstaunlich geringer Lautstärke. Mit dem UM890 Pro haben wir nun den quasi-Nachfolger bekommen. Das Datenblatt um AMD Ryzen 9 8945HS sowie 32 oder 64 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 1 TB SSD liest sich schon einmal gut. Ob der Minisforum UM890 Pro in die großen Fußstapfen passt, haben wir getestet.

Den Mini-PC hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt. Aktuell kostet der Minisforum UM890 Pro 939 Euro.

Update (06. Mai 2025): Infolge der Kostenexplosion bei DDR5-Speicher ist auch der Minisforum UM890 Pro teurer geworden. Der Hersteller schlägt in der Basisversion nun 200 Euro zum vorherigen Preis auf. Ohne Speicher kostet der PC 469 Euro.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum UM890 Pro?

Im Minisforum UM890 Pro arbeitet AMDs aktuelle Speerspitze in Form des Ryzen 9 8945HS. Der Achtkerner kann dank SMT (Simultanes Multi Threading) auf 16 Threads zurückgreifen, sein Boost-Takt liegt bei bis zu 5,2 GHz, die TDP bei bis zu 70 Watt.

Zur Seite stehen in unserem Fall 32 GB an DDR5-5600-RAM, aufgeteilt über zwei SO-DIMM-Module von Crucial. Besonders an diesem System ist die Möglichkeit, den RAM auf bis zu 96 GB nachzurüsten, indem man die vorhandenen Module austauscht. Viele andere Mini-PCs lassen – wenn überhaupt – maximal 64 GB zu. Auch bei der 1 TB großen M.2-2280-SSD von Kingston ist eine gewaltige Nachrüstbarkeit gegeben; statt der üblichen 2 TB (wenn überhaupt) sind hier bis zu 8 TB möglich. Die vorhandene SSD ist von der Geschwindigkeit vollkommen solide, sie erreicht ausweislich des Speicher-Benchmarks Crystaldiskmark 3921 MB/s im Schreiben und 4807 MB/s beim Lesen. Das ist kein Spitzenwert, aber auch nicht langsam – im Alltag sind höhere Werte ohnehin fast nicht zu bemerken.

Die Auswahl an Anschlüssen deckt alles Notwendige und Moderne ab: 1x HDMI steht in Version 2.1 bereit, Displayport ist in Version 1.4 nicht ganz auf dem neuesten Stand. Weiterhin gibt es zweimal USB-C 4.0 sowie zwei 2,5-G-Ethernet-Ports. Es lassen sich folglich bis zu vier Monitore anschließen. Schade ist, dass ein proprietäres Netzteil mit Rundstecker zum Einsatz kommt anstelle von USB-C, so wie beim Aoostar God 78 – der damit zeigt, dass USB-C zur Stromversorgung auch in der hohen Leistungsklasse möglich ist.

Drahtlos spricht der Mini-PC mit Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 über einigermaßen neue, wenn auch nicht taufrische Standards. Im Gehäuse finden sich außerdem ein Button zum BIOS-Reset sowie eine Kopfhörerbuchse. Für Gamer und Grafiker spannend ist darüber hinaus der Oculink-Port – ein schneller Anschluss für externe Grafikkarten, womit man also die Grafikleistung des Rechners nachträglich erhöht. Die Platine des Anschlusses muss man aber selbst einsetzen – die Buchse ist gewissermaßen nur im Gehäuse ausgeschnitten.

Performance: Wie schnell ist Minisforum UM890 Pro?

In Anbetracht des Datenblatts überrascht es kaum mehr, dass der Ryzen 9 wirklich abliefert. Der Benchmark PCmark 10 attestiert dem UM890 Pro ein Ergebnis zwischen 7495 und 7630 Punkten. Neben diesem vorrangig für Office-Aufgaben interessanten Testlauf ist vor allem 3Dmark Time Spy spannend, das neben der Systemleistung von 3437 Punkten auch die Grafikperformance mit 3063 Punkten bebildert: Die iGPU Radeon 780M weiß auch hier wieder zu überzeugen. Die CPU-Punkte liegen mit 11218 Punkten sogar weit über dem Ergebnis unserer Desktop-CPU im Gaming-PC; der dort eingesetzte Ryzen 7 5800X3D kommt nur auf etwas über 8000 Punkte.

Auch die Werte aus Geekbench mit 2684 Punkten (Single Core) und 13587 Punkten (Multi Core) sind gut, wie auch Cinebench, wo der Mini-PC mit 985 Punkten (Multi Core) und 107 Punkten (Single Core) deutlich vor der Intel-Konkurrenz abschneidet. Insgesamt legt der UM890 Pro gegenüber der „nur“ mit Ryzen 7 ausgestatteten CSL Venom Box noch nach und erreicht etwas höhere Punktzahlen.

Der Disziplin Gaming ist die Radeon 780M ebenfalls mächtig, wir hatten sie bereits vielfach im Prüfstand. Auch hier können wir bei Full-HD wieder Counter Strike bei bis zu 80 FPS in hohen Einstellungen spielen. Anno 1800 läuft mit aktiviertem FSR (Fidelity FX Super Resolution) unter hohen Qualitätseinstellungen mit bis zu 50 FPS. Das noch immer nicht gut optimierte und damit grafisch anspruchsvolle Cities Skylines 2 schafft die Hardware immerhin mit etwa 35 FPS – bei hohen Einstellungen. Reduziert man die Optionen, verliert das Spiel etwas an optischen Reiz, läuft dafür aber flüssiger. Insgesamt sind unsere Erwartungen damit absolut erfüllt.

Auf dem Rechner läuft Windows 11 Pro. Bei der Einrichtung kann man sich um die Verwendung eines Microsoft Accounts drücken, indem man die Internetverbindung deaktiviert lässt – unter Windows 11 Home wäre das Einrichten ohne Internet gar nicht mehr möglich. Auf dem System findet sich keine zusätzliche Bloatware, unser standardmäßiger Virentest mit Windows Defender verläuft ohne Negativbefund.

Löblich ist, dass Minisforum für nahezu jeden ihrer Mini-PCs eine Support-Seite bereitstellt, worüber man auch Treiber beziehen kann – wichtig, wenn man das System neu aufsetzt, um alle Funktionen zu garantieren. Andere Hersteller aus Fernost bieten dies gar nicht oder nutzen dafür dubios anmutende Cloud-Seiten. Treiber, aber nicht Dateien für ein neues BIOS sind auch für den UM890 Pro bei Minisforum verfügbar.

Stromverbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des UM890 Pro?

Der Verbrauch des Mini-PCs liegt ohne Last bei etwa 20 Watt. Reizen wir den Ryzen 9 mittels Stresstest von Prime95 aus, steigt er in der Spitze auf etwa 86 Watt. Diese Werte sind üblich bis leicht höher als anderswo.

Lüfter: Wie laut ist der UM890 Pro?

Neben der schieren Leistung ist allen voran die Kühlung des UM890 Pro bemerkenswert – was eine vollkommene Untertreibung ist. Wir haben das System, wie jedes andere, einem längeren Stresstest unter Volllast ausgesetzt. Nicht nur war der Mini-PC leise, die Lüfter waren nur mit am Gehäuse angelegten Ohr wahrnehmbar. Maximal ist ein leises Rauschen zu hören, das wir aber nicht in Dezibel beziffern können; es ist schlicht nicht von den Umgebungsgeräuschen zu differenzieren. Angesichts der hier verwendeten Hardware eine wirkliche Glanzleistung, die ihresgleichen sucht – Hut ab.

Minisforum UM890 Pro – Volllast-Test

Eine gute Kühlung sorgt aber nicht nur für eine geringe Lautstärke, sondern auch für eine gute Performance, da die CPU länger einen höheren Takt halten kann. Im Test mit Prime95 taktet der Ryzen 9 auch nach über 30 Minuten Volllast ausweislich Aida64 immer noch mit über 4,3 GHz. Das ist wirklich großes Kino, stürzen viele Chips doch nach kurzer Zeit auf etwa 3,0 bis 3,5 GHz ab.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum UM890 Pro?

Das Gehäuse ähnelt sehr dem des Minisforum UM780 XTX. Die Verarbeitung kann sich in jedem Fall, wie schon zuvor, sehen lassen. Das Metallgehäuse ist zeitlos schick, die Beleuchtung im Deckel vermissen wir nicht.

Der Deckel ist ebenfalls wieder dank magnetischer Befestigung leicht abzunehmen. Nach dem Lösen der vier darunterliegenden Schrauben erreicht man das Gehäuseinnere für Wartung oder Aufrüstung – wäre da nicht das Lüfterkabel. Da der Lüfter an der Platte zwischen Platine und Deckel montiert ist, muss man den 4-Pin-Stecker vorsichtig abziehen. Ihn hinterher wieder reinzubekommen, erweist sich als noch fummeliger.

Mit Maßen von 130 × 127 × 60,6 Millimeter ist der Mini-PC deutlich höher als vergleichbare Modelle. Der Geekom AX8 Pro ist mit einer Höhe von nur 36 Millimeter deutlich flacher – Geekom opfert hierfür aber Platz für Kühlkörper, was mit einer höheren Lautstärke einhergeht. Nachdem der PC ohnehin irgendwo auf dem Tisch verschwindet, nehmen wir ein höheres Gehäuse immer viel lieber als einen lauten Lüfter. Das Gewicht liegt bei knapp 700 Gramm.

Was kostet der Minisforum UM890 Pro?

Aktuell bekommt man den Minisforum UM890 Pro mit 32 GB RAM und 1 TB SSD für 939 Euro im Shop des Herstellers, bei Amazon sind es 999 Euro. Für Selbstausrüster gibt es eine Barebone-Ausführung, also ohne RAM, SSD & Windows für 469 Euro.

Fazit

Minisforum trifft wieder einmal ins Schwarze: Auch der Nachfolger des UM780 XTX kann uns mit einer astreinen Leistung und bemerkenswerten Kühlung überzeugen. Nicht nur ist das System leistungsstark und dabei unhörbar, es kann die Leistung auch über längere Zeiträume aufrechterhalten. Die Verarbeitungsqualität ist nach wie vor hervorragend und der Mini-PC in seiner Schlichtheit dennoch schick.

Bei den Anschlüssen fehlt uns fast nichts; fast alle Schnittstellen setzen auf die neueste Version. Zwei USB-4-Ports sowie zwei Ethernet-Anschlüsse sind richtig praktisch, wir vermissen eigentlich nur einen USB-C-Port zur Stromversorgung. Das ist aber Mäkeln auf hohem Niveau. Insgesamt ein richtig guter Mini-PC, der sich mit der unhörbaren Kühlung trotz brachialer Ryzen-9-Power im Test volle fünf Sterne sichert.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Extrem flacher Top-Mini-PC mit optionalem eGPU-Dock: Khadas Mind 2s im Test

Ein Mini-PC wie kein anderer: Der Khadas Mind 2s ist ultraflach, leistungsstark und haftet magnetisch am optionalen eGPU-Dock mit Nvidia Geforce RTX 4060 Ti.

VORTEILE

  • sehr hochwertiges Aluminiumgehäuse
  • daumendickes, flaches Mini-PC-Gehäuse
  • starke GPU im Dock
  • eingängiger Kopplungsmechanismus mit Dock

NACHTEILE

  • sehr teuer
  • Lautstärke durchschnittlich
  • Gehäuse versiegelt (kein Komponenten-Wechsel möglich)

Ein Mini-PC wie kein anderer: Der Khadas Mind 2s ist ultraflach, leistungsstark und haftet magnetisch am optionalen eGPU-Dock mit Nvidia Geforce RTX 4060 Ti.

Flache Mini-PCs hatten wir schon einige – und auch eGPUs als Zubehör sind nicht völlig außergewöhnlich. Doch das Konzept des chinesischen Herstellers Khadas ist in jeder Hinsicht einmalig und besonders durchdacht: Anwender können den nur daumendicken Mini-PC per magnetischem Schnellanschluss mit einem optionalen eGPU-Dock verbinden.

Darin steckt eine waschechte Desktop-Grafikkarte – die Nvidia Geforce RTX 4060 Ti. Der PC selbst ist auch nicht von schlechten Eltern: Im extrem hochwertigen Aluminiumgehäuse werkelt ein Intel Core Ultra 7 255H gepaart mit 64 GB Arbeitsspeicher (RAM) sowie 2 TB SSD-Speicher. Zudem verfügt er über einen Notfallakku, der dem System erlaubt, bei voreiligem Abstecken die aktuelle Sitzung zu speichern und den PC noch sicher in den Standby-Modus zu versetzen.

Diese Hardware ist zweifelsfrei etwas Besonderes und auf Top-Niveau angesiedelt. Doch eine solche Workstation hat ihren Preis: Allein für den Mini-PC ohne Dock werden schon 1799 Euro fällig. Ob seine Fähigkeiten solch hohe Ausgaben rechtfertigen, zeigt sich im Test. Der Hersteller hat uns den Mind 2s inklusive GPU-Dockingstation für den Test zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Khadas Mind 2s?

Der seit 2016 bestehende Hersteller Khadas Technology aus China war bislang primär für kompakte Single-Board-Computer (SBCs) wie die VIM- und Edge-Serien sowie Hi-Fi-Audio-Produkte wie DACs und Verstärker bekannt. Seit 2023 hat man nun auch mit der Mind-Serie den Bereich der Mini-PCs betreten. Der uns vorliegende Mind 2s ist dabei bereits die dritte Iteration der Reihe.

Er setzt auf einen modernen Intel Core Ultra 7 255H, den wir erst kürzlich im Asus Nuc 15 Pro (Testbericht) unter die Lupe genommen haben. Diese CPU wurde Anfang Januar 2025 vorgestellt und verfügt über 16 Kerne bei 16 Threads. Diese setzen sich aus verschiedenen Kern-Typen zusammen, wobei es sechs Performance-Kerne (Lion Cove P), acht Effizienz-Kerne (Skymont E) und zwei Low-Power-Kerne (Crestmont E) gibt. Die P-Kerne takten mit bis zu 5,1 GHz, die E-Kerne mit 4,4 GHz und die Low-Power-Kerne mit 2,5 GHz.

Während die standardmäßige TDP (Thermal Design Power) 28 W beträgt, liegt sie im PL2-Turbo bei bis zu 115 W. Die maximale Betriebstemperatur ist bei 110 Grad. Der CPU-Teil des Chips ist bei TSMC im modernen N3B-Prozess mit 3 nm gefertigt. Die integrierte GPU hört auf den Namen Intel Arc Graphics 140T mit einem Takt von 2250 MHz. TSMC fertigt diese im N5P-Prozess. Ihre maximale AI-Berechnungsleistung liegt bei 74 TOPS (Terra Operations per Second). Sie greift auf den Arbeitsspeicher des Systems zurück, wovon sie in unserer Ausstattung Last-abhängig bis zu 32 GB beanspruchen darf.

Zusätzlich verfügt der Intel Core Ultra 7 255H über eine integrierte NPU (Neural Processing Unit) für KI-Anwendungen mit 13 TOPS (Int8). Insgesamt kommt der Chip mit den 9 TOPS der CPU folglich auf eine kombinierte Berechnungsleistung von 96 TOPS (Int8).

Der Khadas Mind 2s kommt in unserer Testausstattung mit satten 64 GB an fest verlötetem LPDDR5X-RAM. Entsprechend ist er nicht aufrüstbar, kann in LP-Bauweise aber dafür höhere Geschwindigkeiten erreichen, als SO-DIMM-RAM, was Khadas mit starken 8400 MT/s auch ausnutzt. An die SSD kommt man ebenfalls nicht ohne weiteres. Sie stammt von Western Digital, wobei es sich um die WD SN740 mit 2 TB im Format M.2-2230 handelt. Ausweislich Crystaldiskmark schreibt sie mit 4836 MB/s und liest mit 5242 MB/s. Das sind sehr solide Werte für eine PCIe-4.0-SSD.

Khadas Mind 2s: Crystaldiskmark

Anschlussseitig ist der Khadas Mind 2s durch die geringe Bauhöhe begrenzt und kann nur für fünf Anschlüsse Platz bieten. Diese sind dafür allerdings in Top-Besetzung vertreten, es gibt zweimal USB-A 3.2 Gen2 sowie je einmal HDMI 2.1, Thunderbolt 4 und USB4. Die beiden letzteren sind auch die für die Stromversorgung zuständigen Ports. Hierbei können wir neben dem beiliegenden USB-Netzteil auch solche von Drittherstellern nutzen, wie wir sie in unserer Bestenliste der USB-C-Ladegeräte testen.

Drahtlos funkt der Khadas Mind 2 mittels Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3. Als WLAN-Chipsatz arbeitet dabei der Intel AX211.

Weiterhin ist ein 5,55 Wh großer Akku im Mini-PC enthalten, was ausgesprochen ungewöhnlich ist. Dieser sorgt allerdings nur dafür, dass das System die laufende Sitzung bei Verlust der Stromzufuhr oder zu frühzeitigem Abstecken sichern und den PC in den Standby-Modus versetzen kann. Normal arbeiten kann man über den Akku hingegen nicht, er dient nur als Notfallabsicherung. Der automatische Standby wird nach unter fünf Sekunden ausgelöst.

Über die Software Khadas Mind kann man dieses Verhalten aber auf Wunsch auch anpassen, sodass der Akku aktiv als Stromquelle zum Betrieb genutzt werden kann.

Was nutzt das optionale Khadas Mind Dock?

Nutzt man das Dock, erhält man eine richtige Desktop-Grafikkarte: die Nvidia Geforce RTX 4060 Ti – wahlweise mit 8 oder 16 GB GDDR6-VRAM (Videospeicher). Die Karte setzt auf einen AD106-Chip der Ada-Lovelace-Architektur und taktet zwischen 2310 und 2535 MHz. Sie verfügt über 4352 CUDA-Kerne, 136 Tensor-Kerne und 34 Raytracing-Kerne. Ihre Performance entspricht 22,06 TFLOPS (FP32), für KI-Berechnungen kann sie 353 TOPS (Int8) bewältigen. Die Speicherbandbreite beträgt 128 Bit, womit Übertragungen von 288 GB/s möglich sind.

Auch anschlussseitig erweitert das Dock den Mini-PC: Hinzu kommen zweimal HDMI 2.1a, Displayport 1.4a, 2,5-Gigabit-LAN, USB-C und ein SD-4.0-Kartenslot. Zusätzlich bietet die Station einen Kopfhöreranschluss sowie einen im Powerknopf integrierten Fingerabdrucksensor zur Authentifizierung via Windows Hello.

Zudem gibt es einen integrierten Lautsprecher, der erstaunlich basslastig ist, jedoch gerade bei mittlerer bis hoher Lautstärke bereits matschig klingt. Räumlichkeit, Details oder differenzierte Frequenzbereiche sind hier nicht auszumachen – für einen integrierten Speaker aber dennoch ordentlich. Die Stromversorgung für Station und PC wird bei aktiver Verbindung über den Dreipol-Stromanschluss des Docks hergestellt.

Die Verbindung zwischen PC und Station geschieht über den als Khadas Mind Link bezeichneten Anschluss. Der PC ist dabei dank Magneten kinderleicht in richtiger Position eingesetzt und hält sicher. Der Anschluss arbeitet laut Hersteller nach PCIe 5.0 x8 und bietet eine maximale Transfergeschwindigkeit von 256 GT/s.

Performance: Wie schnell ist der Khadas Mind 2s?

Bei unserem klassischen Office-Benchmark PCMark 10 hat es mit dem Sprung auf Versionsstand 2.x größere Veränderungen gegeben. Entwickler UL Solutions weist im Changelog des Updates ausdrücklich darauf hin, dass die Ergebnisse zwischen neuer und alter Version nicht mehr miteinander vergleichbar sind. Wir haben beim Khadas Mind 2s zuerst die letzte Version des Workflows der Version 1.x ausgiebig getestet und haben anschließend auf den neuesten Stand mit dem neuen Workflow der Version 2.0 aktualisiert.

In der alten Version des Benchmarks erreicht das System durchschnittlich 8195 Punkte mit Dock. Ohne Dock sind es 8010 Punkte. Die Version 2.x führt zu einem Anstieg auf 9333 Punkte (ohne Dock) sowie 9697 Punkte (mit Dock).

Bei 3DMark Time Spy gibt es zusammen mit dem Dock satte 13.086 Punkte für das Gesamtsystem, welche sich aus 13.483 GPU-Punkten und 11.215 CPU-Punkten zusammensetzen. Ohne Station sind es insgesamt 4651 Punkte, welche aus 4208 GPU-Punkten und 11.538 CPU-Punkten zusammengesetzt sind.

Der CPU-Benchmark-Klassiker Cinebench R24 attestiert dem Intel Core Ultra 7 im Mind 2s 126 Punkte im Single-Core-Durchlauf und 880 Multi-Core-Punkte. Beim plattformübergreifenden Benchmark Geekbench 6 erreichen wir 2777 Punkte (Single-Core) und 13.228 Punkte (Multi-Core).

Bei einem Mini-PC, der mit einer echten Desktop-Grafikkarte im Dock kommt, drängt sich selbstredend auch das Thema Gaming auf. Entsprechend haben wir den Mini-PC zunächst mit und dann ohne seine Station getestet.

Fangen wir mit der reinen Leistung des Mini-PCs an sich an: Anno 1800 läuft in Full-HD auf niedrigen Einstellungen auf der Intel Arc 140T mit 60 FPS (ohne FSR-Upsampler). In hohen Einstellungen sind es 25 bis 30 FPS, mit FSR (Fidelity FX Super-Resolution; ausgewogen) stabil 30 FPS. Das auch oft als Toaster-Test bezeichnete Counter-Strike 2 flitzt mit 100 bis 120 FPS in hohen Settings über den Bildschirm. Cities Skylines läuft in mittleren Einstellungen mit 13 bis 15 FPS, in niedrigen Optionen mit bis zu 19 FPS.

Mit verbundenem eGPU-Dock klettern die Bildwiederholraten in Anno 1800 auch beim Preset Hoch auf 60 FPS. Bei Counter-Strike 2 sind es in hohen Optionen 180 bis 220 FPS. Cities Skylines 2 läuft auf Mittel mit 23 FPS, auf Niedrig mit bis zu 45 FPS.

Nachdem die Leistung der iGPU in Full-HD bereits ordentlich ist, dreht das System mit der dGPU des Docks erst richtig auf und wird zu einem richtigen Mini-Gaming-PC. Zwar dürfte der Hersteller angesichts des schlichten Designs weniger Spieler, als den Einsatz als Workstation im Blick gehabt haben – aber warum denn nicht auch darauf zocken?

KI: Wie gut ist die NPU des Khadas Mind 2s?

Um die KI-Leistung des Systems mit einem echten Benchmark bewerten zu können, verwenden wir Procyon. Dabei handelt es sich um eine weitere Software des Entwicklers UL Solutions, die gewissermaßen der Nachfolger von PCMark 10 ist – auch wenn dieses vorerst unterstützt bleibt. Dieser bietet drei verschiedene Tests für die KI-Leistung in verschiedenen Aufgaben: Image Generation, Text Generation und Computer Vision.

Hier können wir wahlweise die iGPU, dGPU oder NPU, gelegentlich auch die CPU auswählen. Welche Optionen bereitstehen, ist abhängig vom verwendeten „Toolkit“, welches für jeden Grafikkartenhersteller unterschiedlich ist. Unter Windows bietet sich das allgemeine Toolkit Microsoft ONNX-Runtime DirectML an – das kann aber nicht die NPU ansteuern.

Den Anfang macht ein Bildgenerierungstest, basierend auf Stable Diffusion 1.5 Light: Hier erhalten wir mit der NPU 795 Punkte (Intel OpenVINO). Nutzen wir hier die iGPU und OpenVINO, springt das Gesamtergebnis auf 3711 Punkte. Die dedizierte Nvidia-Grafik erreicht hier 23.268 Punkte.

Kommen wir zum Bereich der Textgenerierung mit LLMs (Large Language Models). Hier nutzt Procyon die Modelle Phi 3.5, Mistral 7B, Llama 3.1 und Llama 2. Wir wählen zuerst nur die NPU mit OpenVINO und erhalten 299 (Phi), 271 (Mistral), 248 (Llama 3.1) und 246 Punkte (Llama 2). Bei der iGPU sind es 1006 Punkte mit Phi, 986 mit Mistral, 976 mit Llama 3.1 und 933 mit Llama 2.

Mit der dedizierten Grafik des Docks erreichen wir mit OpenVINO in Phi 1355 Punkte, mit Mistral 1336 und mit Llama 3.1 sind es 1190 Punkte. Llama 2 macht beim Durchlauf Probleme, sodass ein Score von 0 angegeben wird. Danach testen wir die iGPU noch mit Microsofts ONNX-Runtime, wobei wir 573 Punkte mit Phi und 499 Punkte mit Mistral erzielen. Mit Llama 3.1 sind es 495 und mit Llama 2 551 Punkte.

Abschließend betrachten wir noch Computer Vision: Hier schafft es die NPU auf 376 Punkte bei Float16-Präzision mit OpenVINO. Die iGPU erreicht bei Float32 333 Punkte mit OpenVINO und 261 Punkte mit Microsofts Windows ML. Mit der dedizierten Grafik sind es 1137 Punkte mit TensorRT Float32.

Daraus leiten wir ab, dass die NPU bei gleicher CPU im Khadas Mind 2s etwas mehr Spielraum als beim Asus Nuc 15 Pro (Testbericht) hat, der uns leistungsseitig insgesamt etwas festgekettet vorkam. Im Vergleich zu den beiden GPUs sind die Resultate der NPU deutlich niedriger.

Eine höhere NPU-Leistung ist für das derzeitige Einsatzgebiet des KI-Chips in solchen Systemen aber ohnehin nicht notwendig. Denn dieser kommt primär für kleine alltägliche KI-Anwendungen wie Autokorrektur, Text-to-Speech, Gesichtserkennung oder auch Microsofts Recall zum Einsatz. Dabei soll er das System entlasten und solche Aufgaben möglichst effizient und unbemerkt im Hintergrund erledigen.

Lüfter: Wie laut ist der Khadas Mind 2s?

Der Khadas Mind 2s gehört weder zu den leisesten noch zu den lautesten Mini-PCs. Mit 35 dB(A) unter Last und unter 30 dB(A) im Idle lärmt er nicht übermäßig, insbesondere wenn man seine hohe Leistung bedenkt. In Kombination mit dem eGPU-Dock sind es dann knapp 40 dB(A) in der Spitze, was für eine derart starke Hardware absolut im Rahmen ist.

Weiterhin ist das enorm flache Gehäuse bei der Bewertung der Lautstärke zu bedenken, das für die Kühlung zusätzliche Schwierigkeiten birgt. Dennoch übersteigt der Mini-PC unter Volllast mittels Aida64-Stresstest die 84-Grad-Marke nicht. Im Schnitt sind es 74 Grad Celsius.

Nachdem der Chip-Takt zu Beginn des Stresstests knapp 5,08 GHz erreicht, pendelt er sich im Verlauf bei 1,7 bis 1,8 GHz ein. Ohne Last bezieht der Khadas Mind 2s meist 25 bis 35 W. Unter Volllast sind es dann schnell bis zu 80 W. Bei aktiver Nutzung des eGPU-Docks steigt der Gesamtverbrauch auf bis zu 220 W an.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Khadas Mind 2s installiert?

Auf dem Khadas Mind 2s ist Windows 11 in der Home-Edition und Stand 24H2 vorinstalliert. Die Installation weist nach vollständigem Systemscan per Windows Defender keine Auffälligkeiten auf. Das System kommt ohne zusätzliche Software, lediglich das kleine Tool des Herstellers Khadas Mind zur Veränderung einiger Einstellungen ist vorinstalliert.

Auch der Betrieb von Linux ist möglich. Dazu sollte man zuvor ins BIOS gehen, um Secure Boot zu deaktivieren. Im Test wählen wir dafür den Weg über die erweiterten Wiederherstellungsoptionen von Windows. Darüber gelangen wir in das ziemlich altbacken aussehende AMI-BIOS und können Secure Boot und Bootreihenfolge einstellen.

Über einen mit Ventoy ausgerüsteten USB-Stick booten wir dann in das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS. Nach kurzer Einrichtung können wir WLAN, Bluetooth und das Audio problemlos verwenden. Auch die Auflösung wird richtig erkannt und der PC wacht aus dem Standby zuverlässig wieder auf.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Khadas Mind 2s?

Das Gehäuse des Khadas Mind 2s gehört zu den absoluten Highlights des Produkts. Die Oberfläche fühlt sich extrem hochwertig an. Das liegt nicht nur an der Materialwahl Aluminium, sondern insbesondere an der extrem hohen Verarbeitungsqualität.

Das gilt auch für das optionale Dock, das auf das gleiche Material setzt. Seien es die Öffnungen zur Luftzufuhr, die hochwertig und ansprechend gearbeitet sind, die Bedienelemente, Anschlüsse oder der magnetische Konnektor zwischen Dock und PC. Die Qualität ist nach unserem Empfinden mehr als ebenbürtig mit großen Markenherstellern, wobei sich auch der Name Apple in puncto Design und Verarbeitung aufdrängt.

Neben Optik und Verarbeitung fällt vornehmlich das flache Gehäuse auf. Der Mini-PC misst aberwitzig flache 146 × 20 × 105 mm und ist damit in etwa so dick wie ein Daumen. Das Gewicht von 435 g ist trotz integriertem Akku vergleichsweise niedrig. Dafür schlägt die Station richtig zu Buche: Das Gehäuse der Station hat ein Volumen von 2,5 Litern. Das Gewicht beträgt stattliche 2,7 kg. In Kombination trägt man so also über 3 kg mit sich herum, sollte man das System mal transportieren wollen.

Vorn im Lüftergitter des Docks ist weiterhin eine LED eingearbeitet, die bei Betrieb leuchtet und im Standby pulsierend blinkt. Am Mini-PC befindet sich diese im Powerbutton.

Öffnen und damit erweitern oder warten lässt sich der Khadas Mind 2s nicht. Das Gehäuse ist versiegelt und bietet auf gewaltfreiem Weg keine Möglichkeit, geöffnet zu werden. Ohnehin ist der RAM wie angesprochen verlötet – bei der Kompaktheit aber auch nachvollziehbar.

Preis: Was kostet der Khadas Mind 2s?

Der Preis des Khadas Mind 2s gehört zum Testzeitpunkt definitiv zu den Wermutstropfen. Denn allein der Mini-PC kostet ohne Dock bereits in unserer Testausstattung (Ultra 7, 64 GB RAM, 2 TB SSD) satte 1799 Euro. Das Dock mit Nvidia Geforce RTX 4060 Ti (Desktop-Variante mit 16 GB GDDR6) frisst dann abermals 999 Euro. Die kleinere Variante der RTX 4060 Ti mit nur 8 GB GDDR6 liegt bei 852 Euro.

Die günstigste Basis-Variante mit Intel Core Ultra 5 125H, 16 GB RAM und 512 GB SSD beginnt bei 850 Euro. Der Vorgänger Khadas Mind 2 kostet mit Intel Core Ultra 7 155H, 64 GB RAM und 2 TB SSD derzeit 1192 Euro.

Fazit

Der Khadas Mind 2s ist zweifelsfrei ein hervorragender, sehr leistungsstarker Workstation-Mini-PC. Dank der optionalen Station mit Desktop-Grafikkarte lässt er sich neben KI-Anwendungen und grafisch anspruchsvollen Projekten auch zum Zocken verwenden. Die Leistung ist hier absolut beeindruckend und auf einem Spitzenniveau. Wärmeentwicklung und Lautstärke halten sich dabei in Grenzen – trotz des extrem kompakten Formfaktors des Mini-PCs.

Davon abgesehen befinden sich die Verarbeitungsqualität und das Anschlussangebot auf einem absoluten Top-Niveau. Das Design der Workstation ist insgesamt sehr ansprechend. Abseits dieser Messergebnisse mag die Einmaligkeit des Gesamtkonzepts mit einem derart flachen Mini-PC den Preis teilweise rechtfertigen, doch 1799 Euro oder sogar 3098 Euro mit Station sind dennoch sehr hoch angesetzt. Das ist im Wesentlichen auch das größte Gegenargument für den sonst überzeugenden Khadas Mind 2s.

Nachteilig könnte weiterhin das versiegelte Gehäuse sein, das somit Komponentenwartung und Erweiterung von RAM und SSD verwehrt. Die Lautstärke ist im Vergleich zu anderen Modellen weder hoch noch gering. Angesichts der gebotenen Leistung ist sie aber gerechtfertigt. Insgesamt ein hervorragender Mini-PC mit einem außergewöhnlichen, spannenden Konzept.

Starker Mini-PC mit Ryzen 7, 32 GB RAM & USB4: GMKtec Nucbox K12 im Test

Gute Ausstattung mit Ryzen 7, USB4 und Oculink zum fairen Preis: Das bietet der Mini-PC Nucbox K12 von GMKtec – die Barebone-Version gibt es schon ab 270 Euro.

VORTEILE

  • gute Leistung
  • schickes Design
  • USB4 mit Eingangsstromversorgung
  • Oculink
  • 2x LAN

NACHTEILE

  • Lüfter nicht einstellbar
  • Verarbeitung teils ausbaufähig

Gute Ausstattung mit Ryzen 7, USB4 und Oculink zum fairen Preis: Das bietet der Mini-PC Nucbox K12 von GMKtec – die Barebone-Version gibt es schon ab 270 Euro.

GMKtec ist ein aufstrebender Hersteller aus Fernost, der im Mini-PC-Nischenmarkt zu den größeren Marken gehört. Die Systeme, die wir zuvor getestet haben, überzeugten insbesondere mit einem Kampfpreis, hatten aber auch einige Schwächen.

Während es sich dabei meist um Mittelklasse-Rechner handelte, testen wir mit der Nucbox K12 nun einen Rechner, der der Oberklasse zuzuordnen ist. Dieser Mini-PC bietet ein interessantes Gesamtpaket zum fairen Preis: Mit einem Ryzen 7 255 H, 32 GB RAM und 1 TB Speicher kostet das System etwa 660 Euro (Code: clearance20). Zudem bietet es USB4, Oculink und Platz für insgesamt drei SSDs. Auch eine Barebone-Variante ist für attraktive 270 Euro zu haben.

Im Test haben wir das System bei Leistung, Kühlung und Stabilität auf den Prüfstand gestellt und zeigen, wie es sich geschlagen hat. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der GMKtec Nucbox K12?

In der GMKtec Nucbox K12 sitzt ein Ryzen 7 H 255, der im August 2025 vorgestellt wurde und nur in China erhältlich ist. Das kennen wir so schon vom Ryzen 7 8745H, den wir etwa im Minisforum UM870 Slim (Testbericht) getestet haben. Dieser ist zum H 255 nahezu identisch, beide verfügen über acht Kerne bei 16 Threads sowie Taktraten zwischen 3,8 GHz und 4,9 GHz. Beide Chips entspringen der Hawk-Point-H-Serie mit Zen-4-Architektur und sind in 4 nm gefertigt. Die TDP (Thermal Design Power) liegt bei 45 W, die maximale Betriebstemperatur bei 100 Grad Celsius.

Als integrierte Grafikeinheit geht die uns bereits gut bekannte Radeon 780M ans Werk, die über 12 CUs (Compute Units), 768 Shader-Einheiten und einen Takt von bis zu 2600 MHz verfügt. Diese hat in vergangenen Tests häufig sogar das Spielen von aufwendigeren Spielen in Full-HD erlaubt – doch ob sie das auch in diesem System schafft, dazu später mehr. Eine NPU (Neural Processing Unit) für KI-Beschleunigung ist nicht vorhanden oder aktiviert.

An RAM bietet der Hersteller die Nucbox K12 mit 32 GB oder 64 GB sowie als speicherlose Barebone-Variante an. Wir haben das Gerät mit 32 GB vorliegen, welche in zwei 16 GB großen SO-DIMM-Modulen mit 5600 MT/s aufgeteilt sind. Diese stammen vom chinesischen Hersteller TWSC (Shenzen Techwinsemi), hierzulande unbekannt und vor allem in günstigen Mini-PCs aus China zu finden.

GMKtec Nucbox K12 – SSD im Gehäuseinneren

Als SSD kommt eine CT1000E100SSD8 im Format M.2-2280 zum Einsatz, die sich nach kurzer Recherche als Crucial E100 herausstellt. Diese ist 1 TB (1000 GB; sichtbar im Produktnamen) groß und arbeitet über PCIe 4.0. Ausweislich Crystaldiskmark schreibt sie mit 4406 MB/s und liest mit 4402 MB/s. Das sind solide Werte, aber unter der Maximalangabe des Herstellers „bis 5.000 MB/s“. Daneben gibt es noch zwei weitere, freie SSD-Slots, die sich jeweils mit 8 TB bestücken lassen, sodass das System maximal 24 TB Speicher erreichen kann.

Bei den Anschlüssen zeigt sich die Nucbox K12 stark aufgestellt. Für die Bildausgabe stehen HDMI 2.1 und Displayport 1.4 zur Verfügung sowie USB-C auf der Vorderseite und USB4 auf der Rückseite. Letzterer kann sogar die Eingangsstromversorgung des Mini-PCs herstellen, womit sich der K12 auch über entsprechend starke USB-C-Netzteile (Bestenliste) betreiben lässt. Das ist löblich und bisweilen noch selten unter Mini-PCs, obwohl es bei Laptops bereits seit vielen Jahren üblich ist. Ansonsten kann man den PC auch über das beiliegende, angenehm kompakte 120-W-Netzteil mit Rundhohlstecker betreiben.

Weiterhin bietet die Nucbox K12 noch fünf USB-A-Buchsen (3x USB 3.2 Gen2, 2x USB 2.0) sowie zwei LAN-Buchsen mit 2,5 GBit/s. Überdies gibt es eine OcuLink-Schnittstelle (Optical Copper Link), die über PCIe 4×4 angebunden ist und somit etwa den Anschluss externer Grafikkarten unterstützt.

Drahtlos bietet das System Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2, wobei als Chipsatz der Mediatek MT7922 (AMD RZ616) eingesetzt wird. Für die LAN-Schnittstelle nutzt das System den Realtek 8125BG.

Performance: Wie schnell ist der GMKtec Nucbox K12?

GMKtec Nucbox K12 – Benchmark Time Spy

Der Ryzen 7 8745H hatte in der Vergangenheit bereits recht gut überzeugen können. Entsprechend gehen wir beim Ryzen 7 255 H von einem ähnlich positiven Ergebnis aus. Bevor wir mit den konkreten Benchmarks beginnen, ein kurzer Hinweis vorweg: Zuletzt gab es bei unserem Standard-Benchmark PCMark 10 ein größeres Update mit einem Versionssprung von Workflow 1.x zu 2.x. Entwickler UL Solutions wies dabei in den Changelogs explizit darauf hin, dass die Ergebnisse der beiden Versionen nicht mehr miteinander vergleichbar sind. Aus diesem Grund führen wir bis auf Weiteres Tests mit beiden Workflows durch und geben beide Ergebnisse an, um die Vergleichbarkeit zu allen zuvor getesteten Mini-PCs aufrechtzuerhalten.

Mit dem Workflow der Version 1.x erreicht die Nucbox K12 im Schnitt 7136 Punkte, mit Spitzen bei 6919 und 7225 Punkten. Damit liegt sie 344 Punkte unter dem Minisforum UM870 Slim. Beim Workflow von Version 2.x ist es dann eine deutlich höhere Punktzahl: 8082 Punkte sind es im Schnitt, mit Spitzen bei 8347 und 7499 Punkten. Der Gaming-Benchmark 3DMark Time Spy attestiert dem System ein Gesamtergebnis von 3264 Punkten, das sich aus 2906 Grafik-Punkten und 10.844 CPU-Punkten zusammensetzt. Auch dieses liegt damit etwas unter dem 870 Slim (Gesamt: 3365; GPU: 2997; CPU: 11.075).

Bei Cinebench R24 erreicht die Nucbox K12 101 Single-Core-Punkte und 928 Multi-Core-Punkte. Beim Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 sind es 2567 (Single-Core) und 12.874 Punkte (Multi-Core). Im OpenCL-Grafiktest erzielt die 780M 30.110 Punkte.

Kommen wir noch zu den Tests mit richtigen Spielen. Wir setzen hierbei auf Full-HD-Auflösung und versuchen die Games Anno 1800, Counter Strike 2, Cities Skylines 2 sowie The Witcher 3: Wild Life.

Bei Anno 1800 können wir das Spiel selbst in hohen Presets mit FSR-Upsampler (AMD Fidelity FX Super Resolution) auf Leistung mit stabilen 30 FPS spielen. Im mittleren Preset sind es meist 60 FPS. Das ist ein gutes Ergebnis. Weiter zu Counter Strike 2: Dieses können wir selbst in hohen Settings mit stabilen 60 FPS spielen, im Preset mittel sind es dann bis zu 117 FPS. Damit ist der Ego-Shooter absolut flüssig spielbar. Auch The Witcher 3 läuft überzeugend auf dem K12 mit 59 FPS im hohen Preset. Cities Skylines 2 hingegen ist unspielbar, das Spiel läuft selbst in niedrigen Optionen nur mit 17 FPS, bei mittel sind es 7 bis 14 FPS. Damit zeigt sich die Nucbox K12 erstaunlich potent und vielseitig für Spiele.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des GMKtec Nucbox K12?

Der Verbrauch des Mini-PCs liegt im Idle ohne Last bei 11 bis 13 W. Im normalen Alltag, etwa bei der Verwendung des Browsers, verbraucht er etwa 21 bis 41 W. Stellen wir das System unter Volllast durch den Stresstest von Aida64, bezieht der K12 in der Spitze 84 W.

GMKtec Nucbox K12 – Wärmebild

Unter Last erreicht das System maximal 83 Grad und taktet in der Spitze mit 4,9 GHz. Im weiteren Verlauf pendelt sich der Rechner bei einem über dreißigminütigen Stresstest bei durchschnittlich 3,5 GHz und 60 Grad ein.

Lüfter: Wie laut ist der GMKtec Nucbox K12?

Mini-PCs von GMKtec überzeugten in der Vergangenheit nicht immer mit der leisesten Kühlung, sondern setzten gerne mal Lautstärke-Rekorde. Bei der Nucbox K12 hat der Hersteller die Hardware aber gut abgestimmt und das System kommt selbst unter Volllast nicht über 36 dB(A). Ohne Last läuft der Lüfter meist bei 28 bis 32 dB(A). Einstellmöglichkeiten gibt es keine, über den Button „Fan-Mode“ auf dem Gehäuse lässt sich lediglich die Lüfterfarbe verstellen.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem GMKtec Nucbox K12 installiert?

Auf der GMKtec Nucbox K12 läuft Windows 11, zusätzliche Bloatware ist nicht vorinstalliert und unser routinemäßiger Systemscan mit Windows Defender findet keine Viren. Windows ist mit einer digitalen Lizenz aktiviert.

Auch der Betrieb von Linux auf dem System ist möglich. Ein Blick ins AMI-BIOS zeigt, dass Secure Boot bereits ab Werk deaktiviert ist. In der Bootauswahl wird unser USB-Stick zudem direkt priorisiert ausgewählt. Über Ventoy starten wir in das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS und können dort WLAN, Bluetooth und Audio verwenden. Auch die Auflösung wird richtig erkannt und der PC lässt sich ohne Probleme aus dem Stand-by-Modus aufwecken.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des GMKtec Nucbox K12?

Das Gehäuse der GMKtec Nucbox K12 besteht aus zwei Teilen: einem durchgehenden Basisgehäuse aus Kunststoff und einer übergeschobenen Aluminiumblende. Diese hat allerdings mehr optische Relevanz. Die Verarbeitung des dunkelgrauen Kunststoff-Cases ist ordentlich, wenn auch nicht überwältigend gut. Einzelne Übergänge könnten schöner ausgefräst sein. Die Aluminiumblende, die links, rückseitig und vorn zu sehen ist, verleiht dem PC ein insgesamt ansprechendes, schlichtes Design. Der Powerbutton auf der Vorderseite ist in einem für GMKtec charakteristischen Grünton gehalten.

GMKtec Nucbox K12 – Geöffnetes Gehäuse

Das Gehäuse lässt sich nach dem Entfernen von sechs Schrauben öffnen. Zwei davon befinden sich an der rechten Seite, vier zur Unterseite hin. Letztere fungieren gleichzeitig auch als Standfüße. Danach kann man zunächst die Aluminiumblende abnehmen und danach den Lüfter vorsichtig vom unteren Gehäuseteil abheben. Dabei sollte man auf das recht kurze Lüfterkabel achten, das man am Mainboard ausstecken kann. Bei unserem Testgerät hatte sich eine Schraube am Mainboard gelöst, die wir vor dem ersten Start zunächst wieder festgeschraubt haben – vermutlich ein Montagsgerät.

Die Maße des PCs betragen 154 × 151 × 73,6 mm, das Gewicht liegt bei 920 g.

Preis: Was kostet der GMKtec Nucbox K12?

Aktuell bekommt man die GMKtec Nucbox K12 mit 32/1000 GB für 660 Euro (Code: clearance20) direkt beim Hersteller. Für die Variante mit 64 GB RAM und 1 TB Speicher werden mit demselben Code 1010 Euro fällig.

Als Barebone ohne Speicher, RAM und Windows bekommt man das System ab 270 Euro bei Aliexpress, beim Hersteller sind es 320 Euro.

Fazit

Die GMKtec Nucbox K12 bietet ein breites Gesamtpaket. Positiv gefallen die ordentliche Oberklasse-Leistung des ungewöhnlichen Prozessors, die breite Anschlussauswahl mit Highlights wie Oculink und USB4 mit PD-in sowie der faire Preis. Auch der Platz für insgesamt drei SSDs ist ordentlich und kann sich sehen lassen. Während die bereits integrierte SSD immerhin von Markenhersteller Crucial stammt, kommt der RAM vom hierzulande unbekannten Unternehmen TWSC.

Die Kühlung hat GMKtec im Vergleich zu früheren Systemen deutlich besser im Griff. Leider kann man den Lüfter aber – wie bei vielen Mini-PCs – nicht frei einstellen. Die Verarbeitung dürfte an einigen Stellen gerne noch etwas besser sein, zumal manche Hersteller deutlich günstigerer Systeme unter 300 Euro schon Vollaluminiumgehäuse verwenden. Insgesamt macht die Nucbox K12 aber sehr viel richtig und auch die Spieleleistung gefällt. Von uns erhält das System insgesamt viereinhalb von fünf Sternen.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Minisforum UM870 Slim ab 323 € im Test: Flotter & leiser Mini-PC ist Testsieger

Der Minisforum UM870 Slim mit Ryzen 7 und Radeon-780M-Grafik ist leiser als der bisherige Testsieger Awow HA7. Er unterstützt die gleichzeitige Stromversorgung und Bildausgabe über einen USB-C-Port. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • USB4 Typ-C mit PD
  • viel Leistung
  • attraktiver Preis

NACHTEILE

  • nur einmal USB-C & Ethernet

Der Minisforum UM870 Slim mit Ryzen 7 und Radeon-780M-Grafik ist leiser als der bisherige Testsieger Awow HA7. Er unterstützt die gleichzeitige Stromversorgung und Bildausgabe über einen USB-C-Port. Wir haben ihn getestet.

Minisforum ist ein etablierter Hersteller von Mini-PCs und hat sich in der Vergangenheit vor allem mit seiner starken Preis-Leistung einen Namen gemacht. Mit dem UM870 Slim, dem großen Bruder des günstigeren UM760 Slim, greift man in der gehobenen Mittelklasse im Preisbereich um 600 Euro an. Der Mini-PC bietet dabei einen modernen Ryzen 7 8745H, 32 GB RAM und 1 TB SSD-Speicher, was auf dem Papier nach einer außerordentlich guten Ausstattung aussieht. Mit der starken integrierten Grafikeinheit Radeon 780M reicht die Leistung auch schon für modernere Spiele wie Anno 1800 oder Cities Skylines 2. Ob der Mini-PC hält, was das Datenblatt verspricht, zeigt unser Test.

Update (06. Mai 2026): Infolge der Kostenexplosion bei DDR5-Speicher ist auch der Preis des UM870 Slim um knapp 120 Euro im Vergleich zum letzten Update gestiegen. Im Sommer war das Gerät zwischenzeitlich hingegen schon für 520 Euro erhältlich.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum UM870 Slim?

Der Elitemini UM870 Slim kommt mit dem Ryzen 7 8745H, der acht Zen4-Kerne und 16 Threads bietet. Der Grundtakt liegt bei 3,8 GHz, in der Spitze sind bis zu 4,9 GHz möglich. Die TDP ist dabei typisch bei 45 Watt, Minisforum verspricht aber sogar 54 bis 65 Watt mit den eigenen Leistungsprofilen. Laut AMD ist die CPU für den chinesischen Raum gedacht, weshalb es auch keine deutsche oder englische Übersichtsseite der Spezifikationen gibt.

Die verbauten 32 GB DDR5 RAM sind auf zwei Module von Corsair mit 5600 MT/s aufgeteilt. Diese laufen im Dual-Channel und können nachträglich auf bis zu 96 GB aufgerüstet werden. Der Speicherplatz geht mit 1 TB in Ordnung, beim Speicher-Benchmark Crystaldiskmark erreicht die M.2-SSD von Kingston 4061 MB/s im Lesen und 3287 MB/s im Schreiben. Auch hier kann nachträglich aufgerüstet werden, offiziell auf jeweils 4 TB bei beiden verfügbaren Steckplätzen im Formfaktor M.2-2280. Sowohl RAM als auch SSD werden von einem zusätzlichen Lüfter aktiv gekühlt.

Der UM870 Slim bietet die gleichen Anschlüsse wie sein kleinerer Bruder, dazu gehören einmal HDMI 2.1, einmal Displayport 1.4 und ebenfalls einmal USB-4-Typ-C. Dieser unterstützt auch wie der UM760 Slim PD-in, also die Stromversorgung des Rechners, sowie gleichzeitig Bildausgabe – über denselben Port. Man kann also einen externen Monitor mit nur einem Kabel anschließen und den PC direkt problemlos nutzen, ohne diesen separat mit einem zusätzlichen Netzteil verbinden zu müssen. Zudem kann der Mini-PC auch über den USB-C-Anschluss, statt der DC-Buchse, mit Strom versorgt werden und gleichzeitig einen Monitor ansteuern – das ist eine absolute Seltenheit bei Mini-PCs.

Außerdem gibt es 2,5-Gigabit-LAN, jedoch nur einfach, weshalb sich das System nicht ohne zusätzliche Hardware als Firewall-Lösung einsetzen lässt. Die Drahtlosschnittstellen gehen mit Wifi 6E und Bluetooth 5.3 ebenfalls in Ordnung. Dabei kommen die Chipsätze Mediatek MT7902 für WLAN und Bluetooth sowie Realtek RTL8125 Gaming 2.5GbE für Ethernet zum Einsatz. Für unseren Geschmack könnte der Mini-PC auf der Rückseite noch zwei weitere USB-A-Schnittstellen oder zumindest einen zweiten USB-C-Anschluss vertragen.

Performance: Wie schnell ist der Minisforum UM870 Slim?

Gegenüber dem schwächeren Ryzen 5 der Vorgänger-Generation im UM760 Slim mit nur sechs statt acht Kernen ist ein deutlicher Leistungszuwachs zu erwarten.

Der neuere Ryzen 7 erzielt im PCmark 10 durchschnittlich 7480 Punkte – ein Plus von nur etwa 6 Prozent. In Cinebench R24 sind die CPUs im Single-Core mit 105 (Ryzen 7) zu 104 Punkten (Ryzen 5) identisch, im Multicore hat der Achtkerner die Nase mit 957 zu 739 Punkten erwartbar deutlich vorne. Der Open-Platform-Benchmark Geekbench 6 attestiert dem UM 870 Slim 2599 Punkte im Single- und 13071 Punkte im Multicore. Im OpenCL-Grafikbenchmark gibt es 31122 Punkte für die Radeon 780M und mit diesen gut 33 Prozent Leistungszuwachs den wohl größten Unterschied zur Radeon 760M im Ryzen 5 des Minisforum UM760. Zuletzt zeichnet das Ergebnis von 3365 Punkten im 3Dmark Time Spy ein ähnliches Bild. Mit 2997 Grafik- und 11075 CPU-Punkten bleibt man hier nur knapp hinter der Leistung des Ryzen 9 im UM890 Pro von Minisforum.

Auf dem UM870 Slim läuft Anno 1800 in Full-HD bei hohen Einstellungen und aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) im Modus „Qualität“ mit durchschnittlich 33 FPS. Dabei sind wir im üblichen fortgeschrittenen Endlosspiel und schauen größtenteils auf unsere 50.000-Einwohner-Metropole.

Cities Skylines 2 spielen wir ebenfalls in Full-HD, jedoch nur bei mittleren Einstellungen und dynamischer Auflösungsskalierung im Modus „Automatisch“. So erreichen wir mit unserer 12.000-Einwohner-Stadt im Schnitt 23 FPS. All diese Ergebnisse und auch die Durchläufe in den Spielen sind nahezu identisch zu denen, die wir beim Awow HA7 gemacht haben – unserem bisherigen Testsieger der Mini-PCs. Zwar fallen die Benchmark-Resultate minimal geringer aus, das hat aber augenscheinlich wenig zu sagen.

Über Wifi erreichen wir im 5-GHz-Band einen Durchsatz von 605 MBit/s im Download und 712 MBit/s im Upload.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Minisforum UM870 Slim?

Im Idle verbraucht der Mini-PC nur etwa 13 Watt, während des Spielens von Cities Skylines 2 steigt der Verbrauch auf konstante 80 Watt an. Im Teillast-Betrieb, also der üblichen Nutzung mit ein paar geöffneten Programmen, liegen wir bei durchschnittlich 15 Watt. Der maximale Verbrauch bei voller Auslastung des Systems liegt kurzzeitig bei 95 Watt und fällt dann ein wenig auf 89 Watt. Dabei taktet die CPU erst mit maximal 4,8 GHz und danach konstant mit 3,9 bis 4,0 GHz. Bei der iGPU sind es maximal 2,175 GHz und im Schnitt 2 GHz. Erst nach über 15 Minuten unter Volllast fällt der Verbrauch erneut auf knapp 83 Watt. Dabei liegt der CPU-Takt nur noch bei 3,8 GHz und GPU-Takt weiterhin bei 2 GHz. Die Temperatur der CPU liegt nie über 89 Grad, bei der GPU sind es sogar nur 77 Grad unter Volllast. Im Idle liegt die CPU um die 35 Grad und die GPU bei etwa 34 Grad.

Lüfter: Wie laut ist der Minisforum UM870 Slim?

Trotz starker Leistung und hoher Stromaufnahme bleibt der UM870 Slim auch unter Last erstaunlich leise. Wir messen mit dem Smartphone im Schnitt 30 dB(A) am Gehäuse und etwa 19 dB(A) in einem Meter Entfernung. Die Umgebungslautstärke liegt bei etwa 17 dB(A). Im Idle ist der Mini-PC dann nahezu lautlos, da der Lüfter nur mit sehr niedriger Drehzahl arbeitet. Das ist noch geringer als beim ehemaligen Testsieger Awow HA7, den der UM870 Slim damit unterbietet – gut gemacht!

Das BIOS ist wie gewohnt etwa über den erweiterten Start von Windows erreichbar, einstellbare Lüfter und Leistungsmodi gibt es dort jedoch nicht.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Minisforum UM870 Slim installiert?

Auf dem UM870 Slim ist Windows 11 Pro mit allen Standardprogrammen vorinstalliert, die Einrichtung erfolgt mit dem Microsoft-Konto. Ein vollständiger Systemscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund.

Die Installation von Ubuntu 24.01 klappt problemlos über das Booten auf das externe Speichermedium. Das System findet die richtige Bildschirmauflösung, und Audio sowie kabelgebundenes Internet funktionieren ebenfalls. Nur bei den Drahtlosschnittstellen findet das System selbst nicht den richtigen Treiber, weshalb diese außer Betrieb sind.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum UM870 Slim?

Das silberne Kunststoffgehäuse des UM870 ist identisch zu dem des UM760 Slim. Somit liegen die Abmessungen ebenfalls bei 130 x 127 x 54,5 mm, nur ist er mit 605 g minimal schwerer. Das Gehäuse selbst ist gut verarbeitet und fühlt sich dafür hochwertig an, ein Metallgehäuse würde die Wertigkeit noch einmal verbessern und ist in dieser Preisklasse längst keine Seltenheit. Zum Aufrüsten der Hardware müssen vier Schrauben unter den verklebten Gummifüßen gelöst werden. Anzumerken ist ebenfalls der CMOS-Reset-Knopf auf der Vorderseite des Mini-PCs, mit dem das BIOS im Notfall zurückgesetzt werden kann.

Preis: Was kostet der Minisforum UM870 Slim?

Der Minisforum UM870 Slim mit Ryzen 7, 32 GB RAM und 1 TB Speicher ist aktuell bei Amazon für 729 Euro erhältlich und damit etwa 120 Euro teurer als zuletzt. Beim Hersteller ist diese Variante ausverkauft.

Der UM870 Slim als Barebone-Variante kostet bei Amazon 323 Euro (letzter Bestpreis: 376 Euro), beim Hersteller selbst werden 329 Euro fällig.

Fazit

Der UM870 Slim ist die Verbesserung des UM760 Slim, vor allem in puncto Grafikleistung. Damit eignet sich der Mini-PC jetzt noch besser für Gaming und ist weiterhin angenehm leise. Doch unsere Kritik zum Kunststoffgehäuse und zur geringen Anzahl an USB-Anschlüssen, vor allem USB-C-Ports, bleibt die gleiche. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt mit dem Minisforum UM870 einen starken und zukunftstauglichen Mini-PC – der zudem über den besonderen USB-C-Port sowohl Strom bekommen als auch Bild ausgeben kann. Das ist unter den Mini-PCs eine absolute Seltenheit. Auch die enorm geringe Lautstärke kann Pluspunkte einsammeln.

Insgesamt handelt es sich um ein richtig gutes Gesamtpaket – mit genannten kleineren Kritikpunkten. Damit schiebt sich das System sogar vor unseren bisherigen Testsieger – den Awow HA7. Im Vergleich zu diesem sind die Benchmark-Ergebnisse zwar minimal geringer, unsere Spieldurchläufe liefern aber die gleichen Resultate. Zwar kann der Awow mit mehr Anschlüssen punkten, doch in der Gesamtschau zieht der UM870 Slim vorbei. Ausschlaggebend ist neben dem etwas niedrigeren Preis die abermals geringere Lautstärke. Daher gibt es im Test fünf von fünf Sternen.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Mini-PC Minisforum UM760 Slim mit Ryzen 5 im Test: Weniger Kerne, mehr Leistung

Mit dem UM760 Slim bietet Minisforum einen preiswerten Mini-PC mit einem bis zu 5 GHz schnellen Ryzen 5 7640HS. Der Test zeigt, ob das 520 Euro teure Gerät überzeugen kann.

VORTEILE

  • Gute Leistungswerte
  • leiser Betrieb
  • Stromversorgung und Bildausgabe über USB-C parallel möglich
  • HDMI-Port mit besserem 2.1-Standard

NACHTEILE

  • Nur ein USB-C-Port
  • Nur ein Ethernet-Port

Mit dem UM760 Slim bietet Minisforum einen preiswerten Mini-PC mit einem bis zu 5 GHz schnellen Ryzen 5 7640HS. Der Test zeigt, ob das 520 Euro teure Gerät überzeugen kann.

Minisforum gehört zweifellos zu den etablierten Herstellern von Mini-PCs, wie unsere zahlreichen Tests beweisen. Mit dem UM760 Slim bietet der Hersteller einen Mini-PC, der mit einem bis zu 5 GHz schnellen Ryzen 5 7640HS, 16 GB RAM und einer 1 TB großen SSD ausgestattet ist. Damit kann der UM760 Slim zwar nicht mit den High-Performance-Lösungen der neuesten Ryzen 7- oder Ryzen AI-Generation mithalten, doch für den Einsatz als Office-PC sollte die Leistung des Sechskerners dennoch mehr als ausreichen. Ob der für rund 520 Euro erhältliche UM760 Slim dafür optimal geeignet ist, zeigt unser Test.

Mit HDMI 2.1, Displayport 1.4 und USB4 kann der UM760 Slim bis zu drei Monitore bei einer 4K-Auflösung mit bis zu 120/140/240 Hz ansteuern. Sollte ein per USB-C angebundener Monitor eine Leistung von 90 Watt bereitstellen, kann er sogar die Stromversorgung des Mini-PCs übernehmen.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum UM760 Slim?

Der Mini-PC kommt mit einem Ryzen 5 7640HS, der nicht nur einen hohen Turbo-Takt von bis zu 5 GHz bietet, sondern auch einen schnellen Grundtakt mit 4,3 GHz. Dem Sechs-Kern-Prozessor stehen 16 GB RAM vom Typ DDR4-4800 und eine schnelle NVMe-SSD mit 1 TB Speicherplatz zur Seite. Letztere liefert im Test mit Crystaldiskmark eine Lese-/Schreibperformance von etwa 4600 MB/s. Der maximale Speicherausbau kann mit bis zu 96 GB und DDR5-5600 erfolgen. Dafür muss man die beiden SO-DIMM-Module aber ersetzen. Für den Ausbau von Speicherkapazität steht ein zweiter M.2-NVMe-Slot parat. Beide M.2-Slots werden durch im unteren Gehäusedeckel eingearbeitete Kühlbleche mit Wärmeleitpads gekühlt.

Die verfügbaren Anschlüsse sind eine Mischung aus Überraschung und Enttäuschung. So bietet der Mini-PC nur einen USB-C-Port. Dieser sitzt an der Rückseite und unterstützt USB 4.0 inklusive Display Port 2.0 Alt-Mode. Doch damit nicht genug, denn als einer von wenigen von uns getesteten Mini-PCs unterstützt derselbe USB-C-Port gleichzeitig auch PD-in, kann also Bild ausgeben und Strom aufnehmen zugleich – eine absolute Seltenheit. Die meisten anderen Mini-PCs mit USB-C können entweder nur Bild ausgeben oder ausschließlich Strom aufnehmen. Selbst die alleinige USB-C-Stromversorgung ist jedoch eine Seltenheit, da auch 2025 noch die überwiegende Mehrheit auf DC-Rundstecker für den Strom setzt.

Den UM760 Slim kann dagegen eine aktive Dockingstation (Bestenliste) oder ein entsprechend ausgestatteter Monitor mit Strom versorgen und dabei parallel das Bild übertragen – über einen Port. Im Test hat das mit dem Samsung View Finity S60UD einwandfrei funktioniert. Damit kann man sich den Anschluss des mitgelieferten 120-Watt-Netzteils sparen.

Generell wäre aber ein zweiter USB-C-Port wünschenswert, da zusätzliche USB-Geräte, die über die am Mini-PC verfügbaren Ports hinausgehen, nur per Dock verbunden werden können. Ansonsten muss man sich in puncto USB-Schnittstellen mit den zwei USB-2.0-Ports an der Rückseite und den zwei USB-3.2-Gen2-Steckplätzen an der Vorderseite begnügen – das ist etwas dürftig. Außerdem gibt es dort noch auf der linken Seite den Einschaltknopf, der von einer blauen LED hintergrundbeleuchtet wird, wenn der Mini-PC eingeschaltet ist. An der rechten Seite sitzt überdies noch ein Audioanschluss und rechts daneben ein versenkter Druckknopf, um das CMOS zu resetten.

An der Rückseite gibt es zudem noch einen modernen HDMI-2.1- sowie einen Display-Port-1.4-Anschluss. Insgesamt kann der UM760 Slim damit drei Monitore ansteuern, wobei bei 4K-Auflösung Wiederholraten von 120 Hz (HDMI), 144 Hz (DP) und 240 Hz (USB4) unterstützt werden. Mit 8K-Monitoren beträgt die maximale Wiederholrate 60 Hz. Üblicherweise setzen viele Geräte noch auf den älteren Standard HDMI 2.0, insofern ist HDMI 2.1 durchaus bemerkenswert – vor allem für ein System unter 420 Euro.

Des Weiteren bietet der Mini-PC an der Rückseite einen 2,5 Gbit/s schnellen Ethernet-Port, der vom Netzwerkchip Realtek RTL8125 angesteuert wird – einen zweiten davon gibt es aber nicht, womit sich der Mini-PC nicht ohne Zutun als Firewall-Appliance nutzen lässt.

Bei den Drahtlosschnittstellen setzt der UM760 Slim auf einen Mediatek MT7902, der Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2 bietet. Damit verfügt der Mini-PC über halbwegs aktuelle Funk-Schnittstellen, gerade in diesem Preisbereich sind auch diese etwas älteren Standards aber noch gut. In preislich vergleichbaren Mini-PCs gibt es dagegen oft sogar nur Wi-Fi 5 – insofern gehört der UM760 Slim hier zu den besseren Modellen.

Im Lieferumfang befindet sich außerdem noch ein HDMI-Kabel sowie eine Adapterplatte, um den UM760 Slim an einer Wand oder einem VESA-Monitorarm montieren zu können.

Mit Werten um die 7000 Punkten im PCMark 10 überflügelt der UM760 Slim sogar Mini-PCs mit älteren Ryzen-7-Prozessoren wie den 5800U, der zwei Rechenkerne mehr bietet.

Performance: Wie schnell ist der UM760 Slim?

Dass mehr Rechenkerne nicht immer für eine höhere Leistung sorgen, zeigt der UM760 Slim mit seinem schnellen Sechs-Kerner Ryzen 5 7640HS. So erzielt der Mini-PC im Test mit PCmark um die 7000 Punkte, während etwa der Nipogi AM06 Pro (Bestenliste) mit dem 8-Kern-Prozessor Ryzen 7 5800U weniger als 6000 Punkte erreicht.

Die reine CPU-Leistung ist mit 739 Punkten (Nipogi: 502) im Multi- und 104 Punkten (Nipogi: 85) im Single-Core-Benchmark in Cinebench R24 ebenfalls stark. Geekbench 6 attestiert dem UM760 Slim 2608 Punkte (Nipogi: 1933) im Single- und 10795 Punkte (Nipogi: 6928) im Multi-Core sowie 23368 (Nipogi: 16682) Punkte im Grafikbenchmark (siehe auch Bildergalerie).

Auch im 3Dmark kann der UM760 Slim im Test Time Spy mit 2575 Punkten den Nipogi AM06 Pro mit 1287 Punkten klar zurückweisen. Dabei liegt der Score der CPU bei 8006 Punkten und der der integrierten Grafikeinheit bei glatten 2300 Punkten. Der UM760 Slim erreicht damit nicht die 3D-Performance, die Mini-PCs mit Ryzen 9 und iGPU Radeon 780M, etwa der Minisforum UM890 Pro (Bestenliste) mit 3430 Punkten bieten. Kein Wunder: Schließlich bieten diese mit 12 2800 MHz schnellen GPU-Einheiten auch mehr Potenzial als die im Ryzen 5 7640HS verbaute Grafiklösung Radeon 760M mit 8 Grafikkernen und 2600 MHz. Ein Spiele-Wunder ist der UM760 Slim also nicht. Wer aktuelle 3D-Games halbwegs flott spielen möchte, sollte daher zu einem Prozessor mit Radeon 780M oder besser greifen.

Über Wi-Fi erreicht der Mini-PC im 5-GHz-Band Durchsatzraten von 543 MBit/s im Download sowie 888 MBit/s im Upload und im 2,4-GHz-Netz 72 MBit/s im Download und 86 MBit/s im Upload (siehe auch Bildergalerie).

Minisforum UM760 Slim: Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei knapp 90 Watt. Im Stand-by sind es unter 1 Watt und im normalen Office-Betrieb in der Regel zwischen 24 und etwa 45 Watt. Bei ruhendem Desktop fließen weniger als 9 Watt aus der Steckdose.

Lüfter: Wie laut ist der UM760 Slim und wie hoch ist die Leistungsaufnahme?

Im normalen Office-Betrieb ist der UM760 Slim mit etwa 30 dB kaum zu hören. Die CPU-Temperatur liegt dabei zwischen 35° und 50° Celsius. Erst bei maximaler Belastung machen sich die integrierten Lüfter mit 42 dB(A) bemerkbar. Man kann sie dann zwar hören, doch ist das Geräusch erstens nicht sonderlich laut und zweitens auch nicht nervig, anders als etwa beim Mini-PC H56. Bei Höchstlast beträgt die Temperatur maximal 85° Celsius und liegt damit deutlich unterhalb der Spezifikation von 100° Celsius. Das Kühlsystem arbeitet also leise und effizient. Auch das Netzteil gibt anders als bei manch billigem Mini-PC keinen Laut von sich.

Eine Lüftersteuerung mit Tools wie Fan Control ist nicht möglich. Auch das Auslesen der Lüfterdrehzahl gelingt mit Tools wie AIDA64 (Heise Download) bedauerlicherweise nicht. Diese sind nur im BIOS ersichtlich. Eine Optimierung der Lüftersteuerung bietet auch das BIOS nicht.

Bei ruhendem Desktop genehmigt sich der UM760 Slim lediglich eine Leistungsaufnahme von knapp 9 Watt. Sind Browser und Office-Programmen im Einsatz, erhöht sich die Leistungsaufnahme auf etwa 24 bis 45 Watt und bei maximaler Belastung mit Prime95 (Heise Download) oder dem Stability Test von AIDA64 (Heise Download) sind es knapp 90 Watt.

Mit welchen Betriebssystemen arbeitet der Mini-PC UM760 Slim?

Ausgeliefert wird der Minisforum UM760 Slim mit Windows 11 Pro. Bei unserem Testgerät war die Version 23H2 vorinstalliert. Da uns das langwierige Windows-Update auf Version 24H2 zu lange dauert, installieren wir die aktuelle Windows-Version einfach neu. Die meiste Hardware wird dabei erkannt. Allerdings müssen wir die AMD-Treiber für Chipsatz, Grafik und ACP-Bus sowie für den WLAN-Chip Mediatek MT7902 installieren, damit sämtliche gelben Ausrufezeichen im Gerätemanager verschwinden. Wer die Treiber nicht einzeln suchen möchte, kann sie bei Minisforum komplett herunterladen. Da wie üblich der Lizenzkey im EFI hinterlegt ist, aktiviert sich Windows automatisch.

Linux hat mit der Hardwareerkennung weniger Probleme und unterstützt auf Anhieb fast alle Komponenten. Leider gibt es derzeit keinen funktionierenden Treiber für den WLAN-Chip MT7902 von Mediatek, sodass man zu einer anderen Variante greifen muss. Das Mediatek-Modell MT7922 und der Intel AX210 arbeiten hingegen auf Anhieb*.

Im Test mit Tuxedo OS funktioniert auch der Stand-by-Modus problemlos. Auch Benchmarks laufen tadellos, wobei die Performance, etwa mit Geekbench etwas höher ausfällt als unter Windows. Und auch Blender liefert höhere Performance-Werte als unter Windows (siehe auch Bildergalerie).

Mit Linux in Form von Tuxedos OS auf Basis von Ubuntu 24.04 funktioniert der Minisforum UM760 Slim einwandfrei. Eine manuelle Treiberinstallation ist anders als unter Windows nicht nötig.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des UM760 Slim?

Das Gehäuse aus Plastik fällt mit Abmessungen von 13 × 12,7 × 5,4 cm für einen Mini-PC typisch kompakt aus. An den Seiten, hinten und unten bietet es Luftauslässe. Das schwarze Gehäuse ist etwas anfällig für Fingerabdrücke, die man allerdings nur bemerkt, wenn man ganz genau hinsieht. Mit einem Gewicht von 600 Gramm zählt der Mini-PC nicht zu den Leichtgewichten, was vermutlich auf den massiven Prozessor-Kühlkörper zurückzuführen ist. Insgesamt ist die Verarbeitung ausgezeichnet: Das Gehäuse ist stabil, die Schnittstellen schließen nahezu bündig ab und sind leicht zugänglich.

Preis: Was kostet der Minisforum UM760 Slim?

Der Minisforum UM760 Slim kostet regulär 449 Euro, aktuell liegt der Preis allerdings bei 520 Euro bei Amazon oder 609 Euro beim Hersteller direkt. Hintergrund dürfte weiterhin die Kostenexplosion bei DDR5-Speicher sein. Eine Barebone-Variante des UM760 Slim bietet Minisforum nicht.

Fazit

Der Minisforum UM760 Slim für knapp 520 Euro überzeugt im Test mit guten Leistungswerten, einem leisen Betrieb sowie der Möglichkeit, ihn über einen geeigneten Monitor mit Strom zu versorgen. Somit ist er für Anwender geeignet, die einen kompakten und leisen Mini-PC für typische Office- und Multimedia-Anwendungen suchen. Weniger gut gefallen hat uns, dass der UM760 Slim nur jeweils einen USB-C- und Netzwerk-Port bietet. Umso praktischer ist aber, dass ebenjener USB-C-Anschluss nicht nur Bild ausgeben, sondern gleichzeitig auch Strom aufnehmen kann. Das ist eine absolute Seltenheit am Markt und für viele Nutzer, die einen Monitor mit Stromausgabe oder eine aktive Dockingstation besitzen, enorm praktisch. Wer auf einen zweiten USB-C-Port verzichten kann, trifft mit dem UM760 Slim eine gute Wahl.

*Hinweis 27.2.2025: Anders als zuvor im Artikel beschrieben, funktionieren unter Linux nicht alle Komponenten. Für den WLAN-Chip MT7902 von Mediatek gibt es derzeit keinen funktionierenden Treiber. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Starker & leiser Mini-PC mit Ryzen 9, 2x LAN und 2x USB4: Geekom A7 Max im Test

Der Geekom A7 Max ist ein starker Mini-PC mit Ryzen 9 7940HS, Eingangsstromversorgung per USB-C und einer Top-Ausstattung.

VORTEILE

  • leiser Betrieb
  • zweimal 2,5-Gigabit-LAN
  • zweimal USB4, auch mit PD-in

Der Geekom A7 Max ist ein starker Mini-PC mit Ryzen 9 7940HS, Eingangsstromversorgung per USB-C und einer Top-Ausstattung.

Der Geekom A7 Max ist der größere, aber leistungstechnisch nahezu unveränderte Bruder des Geekom A7 (Testbericht). Beide setzen auf den Ryzen 9 7940HS, wobei die neue Max-Variante ein deutlich größeres Gehäuse und auch mehr Anschlüsse bietet. Die 2026er-Version des normalen A7 hat aber mittlerweile ein Downgrade auf den schwächeren Ryzen 5 7535 erfahren, womit der A7 Max fast als Ersatz für den von uns getesteten A7 zu sehen ist. Bei RAM und SSD gibt es aufgrund der aktuell schwierigen Marktlage nur noch 16 GB und 1 TB. Ein erstes Highlight ist die Eingangsstromversorgung (PD-in) via USB-C. Ob sich ein Kauf lohnt, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Update (06. Mai 2026): Aktuell bekommt man den Geekom A7 Max schon für 654 Euro und damit günstiger, als zum Testzeitpunkt am 04. März 2026. Der Minisforum UM870 Slim, den wir vor dem A7 Max gesehen haben, kostet jedoch inzwischen über 700 Euro, womit der Geekom A7 Max aktuell wiederum die preislich günstigere Wahl ist.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Geekom A7 Max?

Der Geekom A7 Max liefert mit dem AMD Ryzen 9 7940 HS jede Menge Leistung. Der Achtkerner bietet dank SMT (Simultaneous Multithreading) 16 Threads bei einem Basistakt von 4 GHz und in der Spitze bis zu 5,2 GHz auf einem Kern. Das SoC nutzt die Zen4-Architektur, ohne jegliche Art von speziellen Effizienz-Kernen, und wird im 4-Nm-Prozess gefertigt. Die TDP wird mit 35 W angegeben, hierauf kann Geekom aber mit der Kühllösung Einfluss nehmen und dementsprechend mehr Leistung aus dem Chip holen – einen konkreten Wert für den A7 Max gibt es aber nicht.

Als Grafikeinheit ist die Radeon 780M integriert, die mit 12 CUs (Compute Units) ausgestattet ist und bis zu 2800 MHz taktet. Das macht sie zwar noch lange nicht zu einem Ersatz für Gaming-Grafikkarten, sie ist aber dennoch eine starke und vor allem effiziente GPU für alle alltäglichen Aufgaben wie Office oder auch Bildbearbeitung. Als KI-Beschleuniger kommt, obwohl die CPU schon 2023 vorgestellt wurde, bereits eine NPU, basierend auf der XDNA-Architektur von Xilinx, mit bis zu 10 TOPS (Tera Operations/s) zum Einsatz.

Geekom A7 Max – RAM

Beim RAM spart Geekom leider, aber auch verständlicherweise, wegen der aktuellen RAM-Krise. So gibt es nur 16 GB im DDR5-Standard und mit einer Übertragungsrate von 5600 MT/s (Megatransfers/s). Der Arbeitsspeicher kommt in Form eines LPDDR5-Moduls von Crucial – die Vorteile von Dual-Channel werden also erst mit einem Upgrade auf 32 GB voll ausgenutzt. Gerade weil das System stark auf die integrierte Grafikeinheit setzt und diese den RAM mitbenutzt, sind 16 GB unter Windows aus unserer Sicht das absolute Minimum. Offiziell lässt sich der RAM nur auf 64 GB aufrüsten, unser Testkit von Corsair mit 96 GB aus zwei Modulen bei ebenfalls 5600 MT/s funktioniert allerdings problemlos.

An Systemspeicher gibt es 1 TB mit einer M.2-NVMe-SSD im Formfaktor 2280 von „Wodposit“. Diese überträgt Daten via PCIe 4.0×4 und erreicht so Geschwindigkeiten von 7077 MB/s im Lesen und 6181 MB/s im Schreiben in Crystaldiskmark. Der Anschluss der M.2-SSD unterstützt offiziell Festplatten bis zu einer Kapazität von 2 TB. Weitere Steckplätze gibt es nicht, trotz des großen Gehäuses.

Bei den Anschlüssen hat der A7 Max sehr viel zu bieten. So lassen sich bis zu vier Monitore verbinden, davon zwei über USB4 Typ-C mit Displayport-Alt-mode und zwei über HDMI 2.0. Einer der USB4-Ports unterstützt zudem PD-in, sodass der Mini-PC darüber mit Strom versorgt werden kann. Das ist zwar bei Laptops der absolute Standard, bei Mini-PCs allerdings noch immer eine Seltenheit und damit ein echtes Highlight. Ansonsten erfolgt die Stromversorgung wie gewohnt über das mitgelieferte 120-W-Netzteil mit DC-Rundhohlstecker. Zudem verfügt der A7 Max über zwei LAN-Anschlüsse mit 2,5 Gigabit.

Drahtlos funkt der A7 Max mit Wifi 6E und Bluetooth 5.2 – nicht das allerneuste, aber dennoch mehr als ausreichend für viele Jahre. Hier kommen die Chipsätze Realtek RTL8125 Gaming 2.5 GbE für Ethernet und Mediatek MT7922 für die Drahtlosschnittstellen zum Einsatz.

Performance: Wie schnell ist der Geekom A7 Max?

Beim Produktivitätsbenchmark PCmark 10 schlägt sich der Ryzen 9 7940HS solide, bleibt aber hinter dem moderneren Klassiker Ryzen 7 8745HS oder 8745H, etwa im Minisforum UM870 Slim, zurück. Wir messen im Schnitt 7201 Punkte mit dem Workflow der Version 1 und durchschnittlich 8263 Punkte in der neuen, Version 2 des Workflows (870 Slim: 7480 Punkte in Workflow V1).

Im Gaming-Benchmark 3Dmark Time Spy erhält der Mini-PC eine Bewertung von 1925 Punkten, die sich aus 8898 CPU- und sehr mageren 1692 Grafik-Punkten zusammensetzt. Der modernere Ryzen 7 8745 hat hier vor allem bei der Grafik die Nase vorn – und das trotz gleicher Grafikeinheit Radeon 780M. Geekbench 6 vergibt 2629 Punkte für die Leistung im Single- und 10.155 Punkte im Multicore, wobei auch hier ein sehr deutliches Defizit zum moderneren Achtkerner 8745H festzustellen ist. Die Grafik schafft es im OpenCL-Benchmark auch nur auf 27.142 Punkte, liegt also knapp 4000 Punkte hinter der Konkurrenz von Minisforum. Zuletzt gibt es in Cinebench R24 102 Punkte im Single- und 856 Punkte im Multicore für die CPU.

Obwohl das System nicht primär auf Gaming ausgelegt ist, testen wir unsere üblichen Spiele: Anno 1800 und Cities Skylines 2. Wir spielen beides in Full-HD-Auflösung.

In Anno laden wir unser fortgeschrittenes Endlosspiel mit einer 50.000-Einwohner-Stadt und nutzen zuerst die niedrigen Voreinstellungen mit aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) im Modus „Ausgewogen“. So erhalten wir flüssige 47 FPS im Durchschnitt, ohne größere Einbrüche. Im Grafik-Preset „Mittel“ und FSR im Modus „Ausgewogen“ sind es noch immer 35 FPS, was für ein derartiges Strategiespiel noch gut ausreicht. Erst bei hohen Grafikeinstellungen und FSR im Modus „Ausgewogen“ stößt das System mit nur 22 FPS an seine Grenzen. Die RAM-Auslastung liegt so auch bei 96 Prozent – ein paar Programme im Hintergrund können hier also schon zu Problemen führen.

Cities Skylines 2 ist weitaus schlechter optimiert und leistungshungriger. Hier spielen wir in unserem noch jungen Endlosspiel mit knapp 12.000 Einwohnern. Wir wählen zunächst die sehr niedrigen Einstellungen für die Grafik und damit auch „konstant“ für die dynamische Auflösungsskalierung. So gibt es nur 14 FPS, womit das Spiel kaum spielbar ist und auch schlecht aussieht. Mit niedrigen Einstellungen sind es 11 FPS und auf mittleren Einstellungen dann noch 7 FPS. Für dieses Spiel ist der Mini-PC primär durch seine Grafik limitiert, wobei die CPU-Auslastung bei 10 bis 25 Prozent liegt.

Obwohl das System über eine NPU verfügt, können wir leider keine Benchmarkergebnisse hierzu liefern. Das liegt daran, dass unser Benchmark Procyon die NPU einfach nicht erkennt, trotz neuester AMD-Treiber. Da die NPU vorwiegend im Hintergrund agiert und nur in Sonderfällen aktiv vom Nutzer verwendet wird, dürften Ergebnisse weniger interessant und Leistungsunterschiede im Alltag auch nicht groß spürbar sein.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Geekom A7 Max?

Im Idle verbraucht das System 7 bis 12 W. Bei voller Systemauslastung steigt der Verbrauch auf bis zu 92 W, fällt dann erst auf 80 W und anschließend auf dauerhafte 69 W ab. Dabei liegen die Taktraten bei maximal 4,5 GHz, dann nur noch 4,0 GHz und im Anschluss konstant bei 3,7 GHz. Die GPU taktet maximal mit 2,37 GHz und über längere Dauer konstant mit 2,0 GHz. Der Verbrauch ist dabei üblich, wobei moderne Systeme eben noch einmal eine höhere Leistung bei diesen Verbrauchswerten erzielen.

Lüfter: Wie laut ist der Geekom A7 Max?

Ohne Last ist der Mini-PC lautlos und der Lüfter steht oder dreht nur sehr langsam. Unter Volllast nimmt er dann aber Fahrt auf, wobei wir mit dem Smartphone bis zu 34 dB(A) direkt am Gehäuse und 20 dB(A) in einem Meter Entfernung messen. Damit ist das System dennoch erstaunlich leise – insbesondere gemessen an der Leistung.

Geekom A7 Max – Wärmeverteilung am Gehäuse

Auch die Temperatur bleibt völlig im Rahmen: Bei längerer Volllast messen wir maximal 79 Grad bei der CPU und 67 Grad an der GPU. Das sind sehr gute Werte, hier haben wir gerade bei der kleineren Version dieses Metallgehäuses von Geekom auch schon große Negativ-Überraschungen erlebt. Die etwas geringere Leistung kompensiert der Mini-PC offenbar durch niedrige Betriebsgeräusche und -temperaturen.

Im BIOS gibt es eine Einstellung für den Leistungsmodus, womit indirekt auch das Lüfterprofil beeinflusst wird. Es sind die Werte „Quiet“, „Normal“ und „Performance“ verfügbar, wobei standardmäßig „Normal“ eingestellt ist.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Geekom A7 Max installiert?

Auf dem Geekom A7 Max ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt auch bei diesem Mini-PC ohne Befund.

Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste.

Zur Installation von Linux, genauer Ubuntu 24.04.3, müssen wir zuerst über das erweiterte Startmenü von Windows in das BIOS gelangen. Dort deaktivieren wir Secureboot und booten auf unseren USB-Stick mit Ventoy, von dem wir Ubuntu starten. In Ubuntu angelangt, sehen wir direkt, dass die Bildschirmauflösung korrekt erkannt wurde. Des Weiteren funktionieren Audio, Bluetooth, WLAN und Ethernet problemlos. Auch das Aufwecken funktioniert auf Anhieb, womit sich das Gerät also sehr gut für den Betrieb mit Linux eignet.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Geekom A7 Max?

Das Gehäuse des Geekom A7 Max misst 135 × 133 × 45,9 mm und ist nahezu vollständig aus Metall gefertigt. Nur auf der Unterseite gibt es eine Abdeckung aus Kunststoff. Seitlich hat das Gehäuse Aussparungen für einen besseren Luftaustausch, die warme Abluft wird auf der Rückseite abgeführt. Die Verarbeitung ist tadellos und das Gerät macht einen hochwertigen Eindruck. Jeder Anschluss ist klar mit Logos und/oder möglicher Geschwindigkeit gekennzeichnet, was die Nutzung im Alltag noch einmal erleichtert.

Geekom A7 Max – Geöffnetes Gehäuse

Zum Öffnen des Gehäuses nehmen wir die vier Gummifüße auf der Unterseite aus ihren Verankerungen heraus und lösen die darunterliegenden Kreuzschlitzschrauben. Anschließend können wir den Deckel entfernen und sehen eine Metallplatte mit Antennen für die Drahtloskommunikation. Diese Zwischenplatte ist wieder mit vier Schrauben befestigt, allerdings müssen wir beim Herausnehmen sehr darauf achten, nicht an den sehr kurz gehaltenen Kabeln zu ziehen. Andernfalls lösen sich die Stecker auf der PCIe-Steckkarte ungewollt, was im Zweifel auch zu einem Defekt führen kann.

Diesen Aufbau des Gehäuses halten wir für sehr wartungsunfreundlich, und die meisten anderen Hersteller machen es dem Nutzer deutlich leichter, die Komponenten zu warten. Erst dann haben wir Zugriff auf den RAM und den M.2-Steckplatz. Etwa für eine Reinigung des CPU-Lüfters müssen wir das gesamte Mainboard aus dem Gehäuse herausnehmen.

Preis: Was kostet der Geekom A7 Max?

Der Geekom A7 Max mit 16 GB RAM und 1 TB SSD kostet derzeit 654 Euro bei Amazon. Zum Testzeitpunkt (04. März 2026) lag der Preis mit 769 Euro noch höher.

Fazit

Der Geekom A7 Max ist ein rundum solider Mini-PC. Er bietet mit zweimal USB4 Typ-C, zweimal 2,5-Gigabit-Ethernet und zahlreichen USB-A-Anschlüssen eine sehr gute Konnektivität. Zudem ist er auch unter Volllast nicht übermäßig laut oder heiß. Dafür ist er aber bei der Leistung, vor allem gegen den moderneren Standard-Chip Ryzen 7 8745HS oder auch 8745H, deutlich unterlegen – und das im gleichen Preissegment. Der A7 Max bietet zwar zusätzlich eine Eingangsstromversorgung via USB-C, das haben wir bei seinem wohl größten Konkurrenten Minisforum UM870 Slim aber auch schon gesehen.

Zum Preis von 769 Euro zum Testzeitpunkt (04. März 2026) war der A7 Max aus unserer Sicht einfach zu teuer. Hier war der Minisforum UM870 Slim schlicht die bessere Wahl. Da dieser jedoch inzwischen über 700 Euro kostet, ist der Geekom A7 Max zum aktuellen Stand (06. Mai 2026) mit 654 Euro wiederum die preislich günstigere Wahl.

Leiser Premium Mini-PC mit Intel Ultra 9 überzeugt: Minisforum M1 Pro im Test

Der Minisforum M1 Pro ist ein starker Mini-PC mit Intel-CPU. Zudem bietet er Oculink, zweimal USB4, davon einer mit PD-in, und einen integrierten Lautsprecher.

VORTEILE

  • zweimal USB4 Typ-C
  • integrierter Lautsprecher
  • Oculink-Anschluss
  • Eingangsstromversorgung über USB-C möglich
  • enorm leise
  • Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4

NACHTEILE

  • nur dreimal USB-A
  • nur ein Ethernet-Anschluss

Der Minisforum M1 Pro ist ein starker Mini-PC mit Intel-CPU. Zudem bietet er Oculink, zweimal USB4, davon einer mit PD-in, und einen integrierten Lautsprecher.

Minisforum hat es wieder getan: Der M1 Pro ist ein hervorragend ausgestatteter Mini-PC mit Intel Core Ultra 9 285H – und im Test dennoch schweigsam. Das hatten wir in der Vergangenheit etwa bereits mit dem Minisforum UM890 Pro (Testbericht), der trotz brachialer Leistung absolut leise blieb. Minisforum zählt neben Geekom zu den bekanntesten Mini-PC-Herstellern und konnte oft durch starke Preise und viele Zusatzfeatures, wie der Eingangsstromversorgung über USB-C, überzeugen. Bei unserem System handelt es sich gewissermaßen um die neue Variante des M1 Pro-125H, also um die Premium-Ausstattung mit Spitzenleistung. Das System runden 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und eine SSD mit 1 TB ab. Ob der Mini-PC zu einem Startpreis von 656 Euro (als Barebone) und 1049 Euro für die ausgestattete Variante im Spitzensegment mitmischen kann, zeigt unser Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum M1 Pro?

Der Minisforum M1 Pro-285H ist, wie man bereits erahnen kann, mit dem Intel Core Ultra 9 285H ausgestattet. Dieser 16-Kerner setzt neben Intels big.Little-Architektur nun auch auf ein Chiplet-Design. Das SoC verfügt über 6 Performance-Kerne (Lion Cove), die mit bis zu 5,4 GHz die maximale Leistung aus der Architektur bereitstellen. Die 8 kleineren Effizienzkerne takten mit 4,5 GHz und setzen auf die ältere Skylake-Architektur. Zudem gibt es noch zwei Low-Power-Effizienzkerne mit bis zu 2,5 GHz, die ebenfalls auf Skylake basieren. Die 16 Kerne unterstützen kein Hyperthreading und haben Zugriff auf 24 MB Cache. Der Chip ist mit einer TDP (Thermal Design Power) von 45 W spezifiziert.

Die integrierte Grafikeinheit hört auf den Namen Arc 140T und soll das bisherige Leistungsdefizit zur AMD-Konkurrenz deutlich reduzieren. Dazu hat die iGPU acht Kerne, die mit bis zu 2,35 GHz takten können.

Die integrierte NPU ist mit 13 TOPS eher schwach. Wegen bisher größtenteils fehlender Unterstützung der Programme ist das zum aktuellen Zeitpunkt jedoch auch kein allzu großer Verlust. Insgesamt bietet das System bis 99 TOPS an KI-Leistung.

Zur weiteren Ausstattung gehören 32 GB RAM in Form von zwei SO-DIMM-Modulen im DDR5-Standard. Die Übertragungsrate der Riegel von Adata liegt bei den üblichen 5600 MT/s. Nach Herstellerangaben kann der RAM auf eine Gesamtkapazität von 128 GB mit 6400 MT/s aufgerüstet werden. Der Speichercontroller der CPU unterstützt offiziell sogar bis zu 192 GB mit 6400 MT/s für SO-DIMM-Module. Wir konnten unser 96-GB-Kit von Corsair mit 5600 MT/s problemlos nutzen, mehr Kapazität stand uns zum Testzeitpunkt nicht zur Verfügung.

Minisforum M1 Pro: RAM & SSD

Beim Speicher gibt es eine M.2-SSD im Formfaktor 2280 mit 1 TB Kapazität. Diese ist von Kingston über PCIe 4.0 angebunden und damit hervorragend schnell. Mit Crystaldiskmark messen wir 6120 MB/s im Lesen und 5265 MB/s im Schreiben. Zudem steht ein weiterer, noch freier M.2-Anschluss im Formfaktor 2280 zur Verfügung. Zur maximal unterstützten Kapazität macht der Hersteller keine Angaben, üblich sind 4 TB pro Steckplatz.

Der Mini-PC verfügt gleich über zwei USB4-Anschlüsse im Typ C, wobei nur der auf der Rückseite die Eingangsstromversorgung bis 100 W unterstützt. So stehen via Displayport-alt-mode (DP 1.4a) für Bildschirme eine Übertragungsrate bis 32 GBit/s bereit. Die gesamte USB-Schnittstelle überträgt mit maximal 40 GB/s. Zudem gibt es einen modernen HDMI-2.1- und einen älteren Displayport-1.4-Anschluss. Für die Kommunikation mit externen Grafikkarten, womit man den Mini-PC zum Gaming- oder Workstation-PC aufrüsten kann, gibt es zudem einmal Oculink. Die klassischen USB-A-Anschlüsse sind jedoch rar, hier gibt es insgesamt nur noch drei Stück. Der einzelne RJ45-Ethernet-Port kommuniziert über den Intel-Chipsatz I226-V mit maximal 2,5 Gigabit. Drahtlos funkt der Mini-PC mit den sehr aktuellen Standards Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Die Kommunikation erfolgt über den Chipsatz BE200, ebenfalls von Intel.

Der Mini-PC kommt zudem noch mit einem seltenen Feature: einem integrierten Lautsprecher. Die Qualität erinnert uns an einen im Monitor integrierten Speaker, der eher leise ist. Die Wiedergabequalität würden wir als okay bezeichnen, der Lautsprecher genügt zur Ausgabe von Benachrichtigungssounds. Ein Ersatz für Kopfhörer oder richtige Soundsysteme ist er aber definitiv nicht.

Performance: Wie schnell ist der Minisforum M1 Pro?

In den vergangenen Jahren konnte Intel im Mobilsektor sowohl preislich als auch leistungstechnisch nicht mit AMD mithalten. Mit der Ultra-200-Serie konnte Intel zumindest in den Benchmarks die Konkurrenz von AMD überholen, wie unser Test des Geekom Mini IT15 (Testbericht) zeigt. Allerdings: Bei der Vorgängergeneration Intel-Ultra-100 ist aufgefallen, dass ein gutes Benchmarkergebnis nicht unbedingt ein gutes Spieleergebnis zu bedeuten hat.

Im PCmark 10 erzielt das System durchschnittlich 8097 Punkte – ein ausgezeichnetes Ergebnis, jedoch über 200 Punkte hinter dem Geekom IT 15. Die 4100 Punkte im 3Dmark Time Spy, zusammengesetzt aus 11.114 CPU- und 3690 Grafik-Punkten, sind ebenfalls auf Top-Niveau. Der IT15 holt 100 Punkte mehr, allerdings nur durch eine stärkere Grafik. Der CPU-Score ist sogar leicht schwächer (10.056 Punkte). Cinebench R24 attestiert dem System 128 Punkte im Single- und 981 Punkte im Multicore (IT15: 126 und 860 Punkte). Damit bestätigt sich die erste Beobachtung einer leicht stärkeren CPU-Leistung im M1 Pro. Zuletzt erreicht das System im Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 2980 Punkte im Single- und 15.115 Punkte im Multicore. Der integrierte OpenCL-Grafikbenchmark vergibt 41.087 Punkte.

Nun aber zur tatsächlichen Leistung mit unseren Spieltests. Wir spielen Anno 1800 in Full-HD bei hohen Einstellungen und zunächst deaktiviertem FSR (Fidelity FX Super Resolution). In unserem fortgeschrittenen Endlosspiel erhalten wir beim Blick auf die 50.000-Einwohner-Metropole durchschnittlich 22 FPS. Damit fühlt sich alles sehr ruckelig an und unsere Aktionen werden nur mit deutlicher Verzögerung ausgeführt. Aktivieren wir FSR im Modus „Leistung“ erhalten wir im Schnitt 47 FPS bei hohen Einstellungen. Das Ruckeln wird dadurch allerdings kaum besser.

Ebenfalls in Full-HD spielen wir Cities Skylines. Das Spiel ist ein wenig leistungshungriger, weshalb wir mittlere Einstellungen mit dynamischer Auflösungsskalierung wählen. Bei unserem Spielstand mit 11.000 Einwohnern erhalten wir durchschnittlich 14 FPS. Schrauben wir die Einstellungen auf das niedrige Preset herunter, sind es 22 FPS, bei „sehr niedrig“ schließlich 30 FPS. Damit ist es nur schlecht spielbar und die Grafik ungenießbar. So zeigt dieses System, dass Intel auf einem guten Weg ist, wieder konkurrenzfähig zu sein. Wirklich spiele-tauglich ist der Mini-PC allerdings nur bei „leichten“ Titeln wie eben Anno 1800.

KI: Wie gut laufen lokale LLMs?

Wie üblich bei modernen, leistungsstarken Mini-PCs wirbt auch dieser mit KI. So besitzt das System eine NPU, welche von nahezu keinen Programmen wirklich verwendet wird. Um den KI-Features gerecht zu werden, haben wir lokale LLMs (Large Language Models) mit LM Studio auf dem System laufen lassen. Das Programm kann aktuell ebenfalls nicht die Rechenleistung der NPUs nutzen. Stattdessen erfolgt die Berechnung primär auf der Grafikeinheit und im Zweifel auch auf der CPU. Wir nutzen das MoE-Modell (Mixture of Experts) gpt-oss-20b von OpenAI. Dieses kann vollständig in den Grafikspeicher geladen und von der GPU verarbeitet werden. Auf unseren Prompt „Schreibe mir eine spannende Geschichte mit mindestens 1000 Wörtern“ antwortet das System mit 15,47 Tokens/s. Die Geschichte ist am Ende knapp 1200 Wörter lang, die Qualität lassen wir in diesem Fall unbeachtet.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Minisforum M1 Pro?

Im Idle verbraucht der Mini-PC durchschnittlich 15 Watt. Unter Volllast steigt der Verbrauch dann zunächst auf bis zu 78 Watt an. Dabei liegt die durchschnittliche Taktraten über alle Kerne der CPU bei 3,2 GHz. Erst nach knapp 2 Minuten sinkt der durchschnittliche Takt auf 2,8 GHz. Der Verbrauch beträgt dann im Mittel 70 Watt. Im weiteren Verlauf bleiben sowohl Takt als auch Verbrauch annähernd konstant. Den Stresstest in Aida64 besteht das System ohne weitere Auffälligkeiten.

Lüfter: Wie laut ist der Minisforum M1 Pro?

Minisforum M1 Pro: Wärmeverteilung am Gehäuse

Unter Last bleibt der Lüfter erstaunlich leise, ohne dass die CPU überhitzt. Im Stresstest messen wir eine maximale CPU-Temperatur von 82 Grad und eine GPU-Temperatur von 70 Grad. Das sind beides gute Werte, gerade für mobile Prozessoren, die generell zu höheren Temperaturen neigen. Das Erstaunliche dabei: Wir messen mit dem Smartphone nur 26 dB(A) am Gehäuse und 20 dB(A) in einem Meter Entfernung. Die Umgebungslautstärke beträgt dabei 17 dB(A). Damit ist das System enorm leise, ähnlich starke Mini-PC überschreiten gut und gerne die 30-dB-Marke. Das BIOS bietet, wie üblich für Minisforum, enorm viele Einstellungen, darunter auch Lüfter- und sehr detaillierte Leistungsmodi.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Minisforum M1 Pro installiert?

Auf dem Minisforum M1 Pro ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund.

Minisforum M1 Pro: Übersichtliches BIOS

Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste. Auch Linux, bei uns am Beispiel von Ubuntu 24.04.3 LTS getestet, funktioniert problemlos auf dem M1 Pro. Beim Booten wird direkt die richtige Displayauflösung gefunden, WLAN und Bluetooth sind ebenfalls bereit. Auch der integrierte Lautsprecher wird korrekt erkannt und angesteuert, und sogar das Aufwecken aus dem Ruhemodus ist kein Problem – besser geht es nicht.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum M1 Pro?

Optisch erinnert das hellgraue Gehäuse des M1 Pro stark an die Mini-PCs A9 Max und GT1 Mega von Geekom. Allerdings unterscheidet sich der M1 Pro mit Außenmaßen von 128 × 126 × 59 mm. Sein Gewicht beläuft sich dabei auf 657 g. Seitlich hat das Gehäuse jeweils eine große Mesh-Front für den Luftaustausch. Die Oberseite ziert nur der Schriftzug des Herstellers. Auf der Rückseite gibt es ein wenig Kunststoff, in dem die zahlreichen Anschlüsse ihren Platz finden. Auch die Bodenplatte ist aus Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitung ist rundum tadellos, wie man es auch für einen Mini-PC dieser Preisklasse erwartet.

Minisforum M1 Pro: Geöffnetes Gehäuse mit Bodenplatte und Schrauben

Auf der Unterseite befinden sich vier lange Kreuzschlitzschrauben. Nach dem Lösen dieser muss die Abdeckung vorsichtig aufgehebelt werden – es gibt gleich zwei Kabel, die Mainboard und Bodenplatte verbinden. Nachdem die Platte entfernt ist, erhält man Zugriff auf RAM, beide M.2-Steckplätze, das Wi-Fi-Modul und die CMOS-Batterie. Leider kann das gesamte Mainboard nur herausgenommen werden, wenn man vorher beide Antennenkabel vom Wi-Fi-Modul löst – blöd nur, dass gerade diese Stecker sehr nervig zu lösen und gleichzeitig empfindlich sind.

Preis: Was kostet der Minisforum M1 Pro?

Zum Zeitpunkt des Tests suchen wir den Minisforum M1 Pro-285H auf der Herstellerseite vergeblich. Auf Amazon gibt es die Barbone-Variante, also ohne Arbeitsspeicher und SSD, für 656 Euro. Die von uns getestete Variante mit 32 GB RAM und 1 TB SSD kostet 1049 Euro.

Fazit

Der M1 Pro ist ein enorm leistungsstarker Premium-Mini-PC. Er bietet zudem moderne und vielfältige Anschlüsse mit USB4 Typ C, Oculink und Wi-Fi 7. Auch RAM und SSD stehen der Konkurrenz in nichts nach. Der M1 Pro ist mit seinem Preis von 1049 Euro definitiv nicht billig. Wer auf ein wenig Leistung verzichten kann, ist Preis-Leistungs-technisch im Bereich von 500 bis 700 Euro meist besser aufgehoben. Dafür bietet der M1 Pro mit die beste Leistung und eine der besten Ausstattungen, die man derzeit kaufen kann.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Mini-PC Asus Expert Center PN54 im Test: Gute Leistung, top reparierbar & flach

Das Asus Expert Center PN54 ist ein leistungsstarker Mini-PC mit Premium-Extras und extrem guter Reparierbarkeit: Das Gehäuse öffnet sich per Schiebeknopf.

VORTEILE

  • gute Leistung
  • extrem einfache Reparatur/Wartung
  • Fingerabdrucksensor
  • sehr flaches Gehäuse

NACHTEILE

  • sehr teuer
  • CPU bei Last teils über 95 Grad heiß

Das Asus Expert Center PN54 ist ein leistungsstarker Mini-PC mit Premium-Extras und extrem guter Reparierbarkeit: Das Gehäuse öffnet sich per Schiebeknopf.

Gute Reparierbarkeit, flaches Gehäuse und trotzdem starke Hardware: Diesen Weg beschreitet das Asus Expert Center PN54. Es bietet neben einem aktuellen AMD Ryzen AI 7 350 ganze 32 GB an Arbeitsspeicher (RAM) und eine 512 GB große NVMe-SSD. Zudem gibt es Annehmlichkeiten, wie einen integrierten Fingerabdrucksensor. Besondere Kniffe hat sich Asus aber für die Komponentenwartung überlegt. Das allerdings hat auch seinen Preis: Satte 1210 Euro sind derzeit fällig für das System. Wie gut der Mini-PC sich schlägt, zeigen wir im Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet das Asus Expert Center PN54?

Im Asus Expert Center PN54 arbeitet ein im Januar 2025 vorgestellter AMD Ryzen AI 7 350 mit acht Kernen bei 16 Threads. Diese sind aufgeteilt in vier Performance-Kerne (Zen 5) mit bis zu 5,0 GHz Taktrate und vier Effizienz-Kerne (Zen 5c) mit maximal 3,5 GHz. Der Chip ist im 4-nm-Verfahren bei TSMC gefertigt und stammt aus der Krackan-Point-Serie. Seine TDP liegt bei 28 W, die TDP im Turbo PL2 bei 54 W und die maximale Betriebstemperatur bei 100 Grad. Als integrierte Grafikeinheit kommt eine Radeon 860M zum Einsatz. Sie verfügt über 8 Grafikkerne und taktet maximal mit 3000 MHz.

Der DDR5-RAM kommt in zwei 16 GB großen SO-DIMM-Modulen von Samsung mit 5600 MT/s. Das ist die Maximalgeschwindigkeit für DDR5-SO-DIMM-Module, mehr Tempo gibt es dann nur noch mit aufgelöteten Speicherchips. Die integrierte, 512 GB große SSD stammt von Western Digital (Modell: SN5000S) und schreibt laut Crystaldiskmark mit 5470 MB/s und liest mit 6383 MB/s. Das ist wirklich ordentlich und liegt sogar über der von WD angegebenen Leserate von 5150 MB/s.

Anschlussseitig lässt das Expert Center PN54 wenig Wünsche offen: Es gibt USB4 mit Displayport-2.1-Protokoll und PD-in – der Mini-PC kann also auch anstelle des DC-Rundhohlsteckers und dem klassischen Netzteil per USB-C mit Strom versorgt werden. Dazu gesellen sich gleich zweimal Displayport 1.4, HDMI 2.1 und zwei 2,5G-LAN-Buchsen. Auf der Vorderseite gibt es einen weiteren USB-C-Port (USB 3.1) sowie zweimal USB-A (insgesamt 3x USB-A 3.1). Obendrauf kommen noch ein Fingerabdrucksensor sowie ein integrierter Lautsprecher, der für das Abspielen von Benachrichtigungssounds ausreicht, für Videos, Musik oder gar Spiele aber viel zu dünn klingt – ein voluminöser Klang war aber auch nicht zwingend unsere Erwartung.

Drahtlos kommuniziert das System mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 auf modernsten Schnittstellen. Als WLAN-Chipsatz arbeitet der Mediatek MT7925, für LAN ein Realtek-Modul.

Performance: Wie schnell ist das Asus Expert Center PN54?

Der AMD Ryzen AI 7 350 im Expert Center PN54 beherrscht durch seinen aufgeteilten Aufbau aus Effizienz-Kernen und Performance-Kerne gut den Spagat zwischen Sparsamkeit und Leistung. Beim Büro-Benchmark PCmark 10 erreicht das System im Schnitt 7648 Punkte, mit Spitzen bei 7570 Punkten und 7709 Punkten. Das sind absolut ordentliche Werte, die im guten Schnitt für Oberklasse-Mini-PCs liegen.

Auch über die Resultate bei 3Dmark Time Spy können wir nicht klagen, das Expert Center erreicht hier gute 3108 Punkte. Diese setzen sich aus 2765 Grafik-Punkten und 10487 CPU-Punkten zusammen. Weiter geht es mit dem CPU-Benchmark Cinebench 2024, wo es im Single-Core 117 Punkte und im Multi-Core 882 Punkte gibt. Abschließend kommt das System beim plattformübergreifenden Benchmark Geekbench 6 auf 2868 Punkte (Single-Core) sowie auf 13599 Punkte (Multi-Core).

Auch die Spielleistung des Expert Center PN54 kann sich absolut sehen lassen. In Full-HD können wir mehrere Titel sehr gut spielen. So läuft Anno 1800 in niedrigen Grafikoptionen ohne FSR-Upsampler (AMD Fidelity FX Super Resolution) mit stabilen 50 FPS bei etwa 14400 Einwohnern. Stellen wir die Einstellungen ohne FSR auf „hoch“, fällt die Performance ab auf 20 FPS. In Hoch und mit FSR sind es dann etwa 24 FPS. Counter Strike 2 läuft in hohen Grafik-Settings bei knapp 70 FPS richtig gut. Cities Skylines 2 allerdings ist wieder eine harte Nuss, unter sehr niedrigen Einstellungen sind es immerhin bis zu 28 FPS, die Grafik ist dann aber sehr rauschig und detaillos. Mit höheren Einstellungen (niedrig bis mittel) sinkt die Performance unter 17 FPS. Das ist unspielbar.

Lüfter: Wie laut ist das Asus Expert Center PN54?

Die Lüfterlautstärke des Asus Expert Center PN54 ist im Test absolut angemessen. Im Idle steht der Lüfter entweder still oder säuselt mit 24 dB(A) vor sich hin. Lasten wir das System voll aus, können wir maximal 37 dB(A) aus dem Gehäuse entlocken. Der Verbrauch liegt dann bei maximal 68 W. Im normalen Anwendungsgebrauch sind es meist 24 W, mit kurzen Spitzen bei doch erstaunlich hohen 45 W, etwa beim Öffnen des Browsers. Ohne Last im Idle sind es hingegen nur 9 bis 12 W. Während eines Stresstests mit Aida64 heizt sich die CPU auf bis zu 97 Grad auf, was auf Dauer zu viel ist. Der Takt liegt dabei bei 3,8 GHz, nachdem es kurzzeitig 5,0 GHz waren. Nach etwa 10 Minuten fällt mit dem Takt auch die Temperatur, es geht auf 3,5 GHz und maximal 81 Grad, wobei es auch zwischenzeitlich nur noch 76 Grad sind. Außen am Gehäuse messen wir maximal 46 Grad.

Asus Expert Center PN54: Wärmeverteilung (von oben gesehen)

Software: Mit welchen Betriebssystemen arbeitet das Asus Expert Center PN54?

Das Expert Center PN54 kommt mit Windows 11 Pro. Neben den üblichen, vorinstallierten Tools bei der Windows-Installation hat Asus noch zusätzlich die MyAsus-Software hinterlegt. Hierüber lässt sich das System auslesen, Updates der Firmware aufspielen sowie kleinere Einstellungen vornehmen. Wie schon im Asus-UEFI gibt es auch in der MyAsus-Software drei auswählbare Lüfterprofile (Flüstermodus, Standard und Leistung). Ärgerlich ist hingegen die Vorinstallation von McAfee als klassische Bloatware. Dieses Antivirenprogramm belästigt zudem regelmäßig mit Pop-ups, die auf die ablaufende Lizenz oder Angebote hinweisen.

Der Betrieb von Linux gelingt ohne Probleme. Das übersichtliche und ansprechend gestaltete BIOS lässt sich über die F2-Taste abrufen. Dort muss man zunächst – je nach gewünschtem Betriebssystem/gewünschter Distribution – das Feature Secure Boot deaktivieren. Zugleich kann man die Bootreihenfolge verändern, sodass das Bootmedium (bei uns der USB-Stick) als Erstes abgerufen wird. Daraufhin startet das installierte OS, in unserem Fall das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS. Angekommen auf dem Desktop können wir auf Anhieb WLAN, Bluetooth und Audio nutzen. Auch die Bildschirmauflösung sowie die Helligkeitseinstellungen sind korrekt nutzbar. Und aus dem Standby wacht der PN54 ebenfalls auf – so muss das sein.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Asus Expert Center PN54?

Das Gehäuse des Asus Expert Center PN54 ist erstaunlich flach. Die Außenmaße betragen kompakte 130 × 34 × 130 mm. Mit 650 g ist er etwas schwerer als der Durchschnitt. Beim Material setzt der Hersteller auf teils matten, teils glänzenden Kunststoff, der an den Seitenkanten zudem eine geriffelte Struktur aufweist. Für die Wartung der Komponenten hat Asus ein besonderes Ass im Ärmel, denn der PN54 lässt sich ganz einfach per verstellbarem Knopf öffnen. Auf diese Weise bekommt man das Gehäuse ganz ohne Schrauben auf, indem man den gesamten Unterboden herausnehmen kann. Verriegelt wird er mit einem weiteren Schieberegler. Dieses Konzept ist an Durchdachtheit und Einfachheit kaum zu überbieten und darf gerne auch bei der Konkurrenz in gleicher oder ähnlicher Form Schule machen.

Im Gehäuse ist neben dem Powerknopf noch der Shortcut-Button zum Abruf vom Microsoft Copilot enthalten. Auf der Oberseite ist der Fingerabdrucksensor integriert. Auf der rechten und linken Seite, sowie der Rück- und Unterseite befinden sich zahlreiche Öffnungen zur Luftzufuhr.

Preis

Der Preis des Asus Expert Center PN54 ist dessen wunder Punkt, denn er kostet über 1100 Euro. Aktuell bekommt man ihn mit Windows 11 Home für 1210 Euro. Mit Windows 11 Pro und TPM-Modul liegt man 1830 Euro. Für die schwächere Ausführung mit Ryzen AI 5 340 werden 935 Euro fällig.

Fazit

Trotz des saftigen Preises hat es uns das Expert Center durchaus angetan. Die Leistung ist mehr als ordentlich und der Oberklasse absolut würdig, und der flache Aufbau macht ihn trotz der starken Hardware sehr kompakt. Premium-Extras, wie der integrierte Lautsprecher oder der Fingerabdrucksensor auf der Oberseite, sind willkommene Annehmlichkeiten. Die verwendete Hardware ist ebenfalls auf Top-Niveau und so gibt es Wi-Fi 7, 3x Displayport und einmal USB4 Typ-C mit Displayport-2.1-Protokoll sowie die Unterstützung von PD-in. Das heißt, der PC kann auch mit einem klassischen 100-W-Ladegerät vom Handy, mit einer entsprechend starken Dockingstation oder einem Monitor mit PD-Ausgang betrieben werden. Das ist enorm praktisch und noch immer verfügen viel zu wenige Mini-PCs über diese bei Laptops seit Jahren übliche Technik. Der Star der Show ist neben der Ausstattung aber vor allem die so gute Reparierbarkeit des Mini-PCs. Ein Schiebeknopf auf der Unterseite entriegelt die gesamte Bodenplatte, die man auf diese Weise einfach abnehmen kann und so direkten Zugang zu den Komponenten hat. Das darf so gerne Verbreitung finden.

Im Lasttest allerdings stellen wir kurzzeitig sehr hohe CPU-Temperaturen über 95 Grad fest, die auf Dauer nicht der Langlebigkeit zuträglich sind. Allerdings drosselt das System nach etwa 10 Minuten die Leistung, sodass die Werte absinken. Der größte Downer ist aber ganz klar der aufgerufene Preis: Satte 1210 Euro müssen Interessierte hinblättern. Die Konkurrenz bietet ähnliche Leistung für weniger Geld, dann aber ohne das gute Wartungskonzept und die Annehmlichkeiten der MyAsus-Software. Zudem ist bei Asus mit zuverlässigem Support zu rechnen. Insgesamt vergeben wir vier Sterne abzüglich der Kritikpunkte für das sehr gute Mini-PC-System.

Geekom A9 Max im Test: Starker KI-Mini-PC mit Ryzen AI 9 für unter 1000 Euro

Der Geekom A9 Max ist ein starker Premium-Mini-PC, der neben der Anschlussausstattung auch mit KI-Power überzeugt. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • Wi-Fi 7 & Bluetooth 5.4
  • starke CPU und KI-Leistung
  • hochwertige Verarbeitung
  • starke Grafikleistung
  • zweimal 2,5-Gbit-Ethernet

NACHTEILE

  • laut unter Last
  • Nachteile bei der Wartung: schwierig zu öffnen

Der Geekom A9 Max ist ein starker Premium-Mini-PC, der neben der Anschlussausstattung auch mit KI-Power überzeugt. Wir haben ihn getestet.

Der Geekom A9 Max schließt sich dem aktuellen KI-Hype an und will mit AMDs Ryzen AI 9 370 HX die dafür benötigte Leistung liefern. Eine kleine Besonderheit ist hier zudem der aufrüstbare, ab Werk 32 GB große Arbeitsspeicher (RAM), was für moderne CPUs mehr zur Seltenheit wird. Zusammen mit einer starken NPU ist das System für KI-Aufgaben gerüstet. Die gute Ausstattung wird mit einer 2 TB SSD, Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 abgerundet. Wie gut sich der A9 Max in der Praxis schlägt, zeigt unser Test. Der Geekom A9 Max ist mit einem Preis 1424 Euro (Code: GKAB5) eine starke wie kostspielige Option.

Update (06. Mai 2026): Nachdem der Geekom A9 Max zum Testzeitpunkt im Oktober 2025 noch bei 939 Euro lag, kostet er infolge der Kostenexplosion bei DDR5-Speicher inzwischen 1424 Euro (Code: GKAB5) – und liegt damit fast 500 Euro über der UVP.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Geekom A9 Max?

Der Geekom A9 Max mischt mit dem Ryzen AI 9 HX 370 an der Spitze der leistungsstarken und KI-fokussierten Mini-PCs mit. Der Zwölfkerner basiert auf der Strix-Point-Architektur, die der Philosophie von Intels bigLittle-Design folgt. Daher gibt es nur vier Zen-5-Kerne, die die volle Leistung bereitstellen und mit maximal 5,1 GHz takten. Die restlichen acht Zen-5c-Kerne sind vor allem sparsam und erreichen eine Taktrate von maximal 3,3 GHz. Dank Hyperthreading stehen insgesamt 24 Threads zur Verfügung.

Als Resultat des KI-Hypes verfügt der Chip auch über eine leistungsstarke NPU (Neural Processing Unit) mit maximal 50 TOPS (Trillion Operations per Second). Im Zusammenspiel mit der CPU sind bis zu 80 TOPS möglich – andere Systeme, wie der Geekom Mini IT15, schaffen sogar 99 TOPS. Damit kann etwa lokales Machine Learning deutlich effizienter vonstattengehen. Für lokale KI-Sprachmodelle via Ollama oder LM Studio werden NPUs derzeit noch nicht genutzt. Daher sind sie aktuell primär für die Zukunftssicherheit des Systems integriert.

Außerdem bietet der Prozessor die aktuell leistungsstärkste integrierte Grafikeinheit in Form der Radeon 890M. Deren 16 Grafikkerne takten mit bis zu 2900 MHz. Das SoC ist mit einer Standard-TDP von 28 W konfiguriert, maximal sind 54 W vorgesehen.

Dem zur Seite stehen zwei DDR5 SO-DIMM-Module mit 5600 MT/s – dem Maximum in puncto Geschwindigkeit für nicht verlöteten RAM. Die beiden je 16 GB großen Crucial-Module können nachträglich auf offiziell 128 GB, in der Theorie sogar 256 GB, aufgerüstet werden. Das ist etwa bei vielen Strix-Point-Mini-PCs mit verlötetem RAM nicht möglich und damit umso erfreulicher.

Die verbaute M.2-SSD im Formfaktor 2280 ist über vier der 16 PCIe-4.0-Lanes angebunden und dementsprechend flott. Im Crystaldiskmark erreicht die Wooposit-SSD 7090 Punkte im Lesen und 6319 Punkte im Schreiben. Die Kapazität von 2 TB ist ebenfalls großzügig. Zudem verfügt der Mini-PC über einen weiteren, noch ungenutzten M.2-Steckplatz im Formfaktor 2230. Beide Steckplätze sind mit einer Kapazität bis zu 4 TB spezifiziert. Der AI X1 Pro von Konkurrent Minisforum bietet diesbezüglich mehr und kann bis zu drei M.2-NVMe-SSDs aufnehmen.

Mit zwei HDMI-2.1- und zwei USB-4.0-Anschlüssen steuert der A9 Max problemlos bis zu vier Bildschirme mit 8K bei 60 Hz parallel an. Zudem kann die Stromversorgung neben dem beigelegten Netzteil mit DC-Buchse auch via USB-C erfolgen – die Funktion unterstützt allerdings nur einer der Anschlüsse (gekennzeichnet mit einem Netzsteckersymbol). Neben gleich sechs USB-A-Anschlüssen gibt es noch zweimal 2,5-Gigabit-Ethernet.

Drahtlos kommuniziert das System ebenfalls auf aktuellstem Stand mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Dazu kommt der Chipsatz MT7925 von Mediatek zum Einsatz. Bei LAN setzt man mit dem Realtek RTL8125 Gaming auf weitverbreitete Hardware.

Performance: Wie schnell ist der Geekom A9 Max?

Wie zu erwarten, liefert der Ryzen AI 9 370 HX eine hervorragende Leistung. Im Vergleich zum nahezu identischen Minisforum AI X1 Pro ergibt sich jedoch kein klarer Leistungs-Sieger.

In PCmark 10 schneidet der A9 Max mit durchschnittlich 7684 Punkten minimal schlechter ab, die Abweichung liegt jedoch unter 1 Prozent und fällt damit in die Messtoleranz. Im 3Dmark Time Spy ist der Unterschied deutlicher: Der A9 Max liegt mit 3868 Punkten fast 7 Prozent vor der Konkurrenz von Minisforum. Die Punktzahl setzt sich aus 3466 Grafik- und 11.305 CPU-Punkten zusammen. Der Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 attestiert dem Geekom-Mini-PC 2890 Punkte im Single- und 15342 Punkte im Multi-Core. Das Grafik-Ergebnis im OpenCL-Benchmark beläuft sich auf starke 39.670 Punkte. Zuletzt Cinebench R24: Hier liegen beide Systeme im Single-Core gleichauf mit 119 und 120 Punkten. Im Multi-Core erzielt der AI X1 Pro ein um 5,6 Prozent höheres Ergebnis als die 1176 Punkte des A9 Max.

Damit liegen beide Systeme größtenteils gleichauf – der Leistungsunterschied im 3Dmark Time Spy lässt jedoch vermuten, dass Spiele auf dem A9 Max noch einmal besser laufen.

Daher haben wir wieder Anno 1800 in unserem fortgeschrittenen Endlosspiel gestartet. In Full-HD erhalten wir bei ultrahohen Einstellungen und deaktiviertem FSR (Fidelity FX Super Resolution) im Schnitt 18 FPS. Mit FSR im Modus „Ausgewogen“ sind es bis zu 32 FPS bei Blick auf die 50.000-Einwohner-Stadt und 95 FPS beim Blick auf das offene Meer.

Im anspruchsvolleren Cities Skylines 2 erhalten wir bei mittleren Einstellungen, aktivierter dynamischer Auflösungsskalierung (Modus „Automatisch“) und Full-HD-Auflösung etwa 16 FPS.

KI: Wie gut laufen lokale LLMs?

Um dem KI-Fokus des Mini-PCs und der CPU gerecht zu werden, haben wir LLMs (Large Language Models) mittels LM Studio lokal auf dem System laufen lassen. Das MoE-Modell (Mixture of Experts) gpt-oss-20b von Openai kann bereits vollständig in den Arbeitsspeicher geladen werden. In unserem Geschwindigkeitstest schafft das Modell 24,3 Tokens/s – dabei sind alle Schichten auf die GPU ausgelagert. Die Qualität des Outputs lassen wir erst einmal unbetrachtet, da diese von vielen weiteren Faktoren abhängt. So geben größere Modelle üblicherweise bessere Antworten, die mit aufgerüsteten 96 GB RAM auch zum Großteil geladen werden können.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Geekom A9 Max?

Im Idle genehmigt sich der A9 Max nur zwischen 10 und 15 W. Bei voller Auslastung des gesamten Systems steigt der Gesamtverbrauch kurzzeitig auf bis zu 96 W an, fällt dann aber auf 82 W ab. Der CPU-Takt beträgt erst 4,3 GHz, dann etwa 3,3 GHz. Erst nach weiteren knapp 5 Minuten fallen Stromaufnahme und Taktrate erneut. Bei einem CPU-Takt von durchschnittlich 2,9 GHz verbraucht das System noch 70 W und hält dies konstant. Der zweite Abfall der Leistung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht temperaturbedingt, diese liegt durchweg unter 82 Grad.

Geekom A9 Max: Wärmeverteilung

Lüfter: Wie laut ist der Geekom A9 Max?

Im Idle ist das System quasi geräuschlos, und der Lüfter springt erst bei aufwendigeren Aufgaben an. Dafür ist das System unter Volllast wiederum relativ laut. Wir messen mit dem Smartphone 38 dB(A) am Gehäuse und 24 dB(A) in einem Meter Entfernung. Damit ähnelt das System auch hier stark dem Minisforum AI X1 Pro, nur dass dieser um abermals zehn Grad kühler bleibt – also effektiver kühlt.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Geekom A9 Max installiert?

Auf dem Geekom A9 Max ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund. Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste. Das Booten von Ubuntu 24.04.1 LTS funktionierte problemlos über das erweiterte Windows-Startmenü. In Ubuntu angekommen, wurden bereits alle Treiber korrekt geladen, sodass Bild, Audio, WLAN, Bluetooth und Ethernet direkt funktionierten – so muss das gehen. Aus dem Standby-Modus wacht das System aber leider nicht zuverlässig auf.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Geekom A9 Max?

Der Geekom A9 Max ist nahezu vollständig aus Metall gefertigt. Das graue Gehäuse mit Herstellernamen auf der Oberseite folgt dem üblichen Design der Marke. Nur die abnehmbare Abdeckung auf der Unterseite besteht aus schwarzem Kunststoff. Auf den Seiten gibt es jeweils Meshgitter-Öffnungen zur Frischluftzufuhr. Die erwärmte Luft strömt durch Aussparungen auf der Rückseite heraus. Damit ähnelt der Mini-PC stark dem Geekom GT1 Mega. Das Gehäuse misst 135,3 × 132,0 × 47,0 mm inklusive der verklebten Gummi-Standfüße.

Das Öffnen des Mini-PCs gestaltet sich bedauerlicherweise unnötig schwierig, denn die Kabel vom WLAN/Bluetooth-Chipsatz zu den Antennen sind enorm kurz. Beim Abnehmen der Zwischenplatte mit den Antennen passiert es also schnell, dass die Stecker vom Chipsatz abgesteckt werden. Hier ist also Vorsicht geboten, denn das Anstecken der Kabel ist sehr umständlich.

Preis: Was kostet der Geekom A9 Max?

Der Geekom A9 Max kostet normalerweise 999 Euro. Aktuell bekommt man ihn bei Amazon für 1699 Euro. Beim Hersteller liegt der Preis bei 1424 Euro (Code: GKAB5).

Bei den Ausstattungsoptionen hat der Minisforum AI X1 Pro klare Vorteile, da es ihn auch als gänzlich Speicher-lose Barebone-Variante gibt, aber auch mit deutlich mehr Speicher: Bis zu 96 GB RAM und 2 TB SSD kann bei Minisforum bestellen.

Fazit

Der Geekom A9 Max liefert enorm viel Leistung in einem kleinen Formfaktor. Mit aufrüstbarem RAM eignet er sich zudem so gut für lokale KI-Anwendungen, etwa LMMs, wie kaum ein anderer Mini-PC. Im Vergleich zu anderen Mini-PCs dieser Leistungs- und Ausstattungsklasse ist der A9 Max preislich stark aufgestellt und erfüllt alle Grundanforderungen. Wer auf der Suche nach einem leistungsstarken Mini-PC ist, sei es für Gaming oder KI, ist mit dem Geekom A9 Max gut beraten.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

Mini-PC Minisforum AI X1 Pro im Test: Genug Power für lokale KI, Gaming & Co.

Der Minisforum AI X1 Pro ist ein hervorragender Premium-Mini-PC, der neben der Anschlussausstattung auch mit KI-Power, etwa für lokale Sprachsteuerung mit Home Assistant überzeugt. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • Wi-Fi 7 & Bluetooth 5.4
  • starke CPU mit KI-Chip
  • hochwertige Verarbeitung
  • Fingerabdrucksensor
  • vergleichsweise leise

NACHTEILE

  • nur zwei schnelle USB-A-Ports
  • Gehäuseöffnung aufwendig, aber möglich
  • teuer

Der Minisforum AI X1 Pro ist ein hervorragender Premium-Mini-PC, der neben der Anschlussausstattung auch mit KI-Power, etwa für lokale Sprachsteuerung mit Home Assistant überzeugt. Wir haben ihn getestet.

An jeder Ecke wird die große Werbetrommel für KI gerührt, alles hat heutzutage KI – und auch der Minisforum AI X1 Pro scheint in dieses Lied einzustimmen. AI (Artificial Intelligence) im Prozessornamen, AI im Produktnamen – und doch hier ist weit mehr dahinter. Denn der verwendete Ryzen AI 9 HX 370 setzt auf eine starke NPU (Neural Processing Unit), die die lokale Verwendung großer Sprachmodelle (LLAMs) sowie lokale Sprachsteuerung, etwa in Home Assistant erlaubt. Darüber hinaus bietet das System echte Premium-Ausstattung mit 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 512 GB SSD in der Basisversion für 1167 Euro, was aber beim Hersteller auch auf bis zu 96 GB RAM und 2 TB SSD angehoben werden kann. Dazu gesellen sich modernste Anschlüsse, Wi-Fi 7, ein internes Netzteil und ein Fingerabdrucksensor. Doch genug der Datenschlacht, wir zeigen im Test, ob das System die Versprechungen der Hardware einhält.

Das Testgerät haben wir von Minisforum zur Verfügung gestellt bekommen.

Update (06. Mai 2026): Infolge der Kostenexplosion bei DDR5-Speicher haben viele Mini-PC-Hersteller die Preise ihrer Produkte deutlich erhöht. Auch den Minisforum AI X1 Pro hat es getroffen und sein Preis steigt von 999 Euro auf 1167 Euro bei halbiertem SSD-Speicher.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Minisforum AI X1 Pro?

Der Minisforum AI X1 Pro setzt wie bereits angesprochen auf den noch kein Jahr alten Ryzen AI 9 HX 370, der 12 Prozessorkerne bei 24 Threads bietet und zwischen 2,0 und 5,1 GHz takten kann. Dabei setzt der Chip auf einen Aufbau nach dem Vorbild von Intels bigLittle-Architektur bestehend aus sparsamen und stärkeren Kernen. Beim HX 370 kommen so vier leistungsstarke Zen-5-Kerne zum Einsatz, die die vollen 5,1 GHz ausschöpfen dürfen, sowie acht sparsame Zen-5c-Kerne, die bei 3,3 GHz Schluss machen.

Namensgebender Vorteil ist aber die sogenannte NPU für KI-Anwendungen, die gerade im Smart Home oder bei großen Sprachmodellen zum Einsatz kommt. Während die Overall-TOPS (Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) bei 80 TOPS liegen, hat die NPU 50 TOPS. Der Konkurrenz-Chip Intel Ultra 9 185H hat hingegen in der kombinierten Overall-Berechnung aus CPU, iGPU und NPU schon nur 34 TOPS.

Apropos iGPU: Hier treffen wir auf die leistungsstarke AMD Radeon 890M. Mit 16 Grafikkernen und einem Takt von 2900 MHz lässt sie auf abermals mehr Leistung gegenüber der bereits begeisternden 780M hoffen – doch dazu später mehr. Die gesamte CPU hat eine Standard-TDP von 28 Watt, die zwischen 15 und 54 Watt konfigurierbar ist.

Kommen wir zum Speicher, wo von der CPU 16 PCIe-Lanes der Version 4.0 bereitstehen sowie DDR5-RAM mit bis zu 8000 MT/s verwendet werden kann – vorausgesetzt es handelt sich um verlöteten LPDDR5X-RAM. Hier kommt jedoch zur Freude aller Nachrüster klassischer SODIMM-RAM mit Steckmodulen von Crucial zum Einsatz, die mit 5600 MT/s arbeiten – dem Maximum. Konfigurierbar ist das System bis zu 96 GB, die CPU könnte sogar bis zu 256 GB, wir haben die Basisversion mit 32 GB bekommen.

Die SSD von Kingston im Formfaktor M.2-2280 ist bei unserem Testgerät 1 TB groß und schreibt ausweislich des Speicher-Benchmarks Crystaldiskmark mit 3844 MB/s und liest mit 4699 MB/s. Das sind gute, aber nicht herausragende Werte im Premium-Segment. Von Steigerungen der Geschwindigkeit ist abgesehen von der Übertragung großer Dateimengen im Alltag aber ohnehin kaum etwas zu bemerken. Insgesamt gibt es drei M.2-Slots im AI X1 Pro, die alle auf einen Steckplatz mit M-Key setzen. Maximal kann man 12 TB einsetzen, was enorm ist.

Anschlussseitig bietet der AI X1 Pro das Beste vom Besten. Neben Oculink für externe Grafikkarten (eGPUs), zweimal USB-C 4.0 mit DP-Alt-Mode gibt es zwei Ethernet-Ports mit 2,5-G-Anbindung sowie je einmal HDMI 2.1 und Displayport 2.0. Das sind die aktuellst-möglichen Standards, was ausgesprochen lobenswert ist – nachdem die Konkurrenz teilweise selbst bei vergleichbar bepreisten Systemen veraltete Schnittstellen verwendet. Nur bei den USB-A-Buchsen gibt es leichte Kritik, da drei Stück sehr wenig sind und einer zudem nur auf USB 2.0 setzt – für einen Premium-PC etwas unwürdig.

Weiterhin verfügt das System über einen SD-Kartenslot und einen auf der Oberseite integrierten Fingerabdrucksensor. Das finden wir für den alltäglichen Login ausgesprochen praktisch, leider handelt es sich dabei um eine absolute Seltenheit unter den Mini-PCs.

Ungewöhnlich ist bei diesem Mini-PC zudem das im Gehäuse integrierte 135-Watt-Netzteil. Man steckt also nur ein Zweipol-AC-Kabel an, der außerhalb herumliegende Ladeziegel entfällt. Das ist praktisch, allerdings kann man so bei Problemen mit der Stromzufuhr nicht einfach das Netzteil am Kabel austauschen, sondern muss das ganze interne Bauteil ersetzen. Dies könnte wiederum Nachteile für die langfristige Nutzung und Haltbarkeit haben.

Weiterhin selten sind die im Gehäuse eingelassenen Mikrofone sowie die integrierten Lautsprecher, die allerdings einen sehr dünnen Klang bieten. Für mehr als Systemsounds sind sie fast nicht zu gebrauchen, selbst das Zuhören bei einem Gespräch fällt schwer – zumindest wenn man den zur Unterseite gerichteten Speakern abgewandt sitzt.

Drahtlos spricht der Minisforum AI X1 Pro ebenfalls über die neuesten Standards, die gerade verfügbar sind: Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Gerade ersteres ist ungemein selten bei Mini-PCs und bisher, wenn nur bei Systemen mit Intel-CPUs vertreten. Das liegt daran, dass der Wi-Fi-7-Chipsatz von Intel bisher nur mit Intel-Chips funktioniert und es sonst nur einen von Mediatek gibt, der kaum zu bekommen ist. Hier kommt er nun zum Einsatz bei einem AMD-System – der Mediatek MT7925.

Performance: Wie schnell ist der Minisforum AI X1 Pro?

Die Performance des Minisforum AI X1 Pro ist so beeindruckend wie erwartbar. Bei PCmark 10 gibt es durchweg mehr als 7300 Punkte, um genau zu sein durchschnittlich 7728 Punkte. Ausreißer gibt es Richtung 7901 Punkte und 7374 Punkte, wobei nach einem neuen Windows-Update alle danach erzielten Ergebnisse bei über 7850 Punkten lagen. Der Benchmark Time Spy von 3Dmark fördert ein Ergebnis von 3622 Punkten bei 3236 Grafik-Punkten sowie 11187 CPU-Punkten zutage. Das gehört zu den Spitzenergebnissen unter den Mini-PCs und lässt sich im Alltag und bei Spielen merken – zu letzterem gleich mehr. Bei Cinebench 2024 gibt es im Single-Core-Durchlauf 120 Punkte und im 1242 Punkte im Multi Core.

Die Spieleleistung des Systems ist bei Full-HD-Auflösung hervorragend, die iGPU Radeon 890M bietet viel Power. In Anno 1800 können wir selbst mit ultrahohen Einstellungen etwa 20 FPS erzielen, mit aktiviertem FSR (Fidelity FX Super Resolution) sind es bis zu 40 FPS. Dabei blicken wir auf eine knapp 15.000 Einwohner große Stadt und können die volle Pracht und Detailtiefe des Spiels genießen. Auch Cities Skylines 2 läuft mit immerhin mittleren Einstellungen bei 25 FPS flüssig, wobei wir eine ausgebaute Stadt mit viel Gewusel haben.

Zum Test KI-Fähigkeiten haben wir uns das Large-Language-Model Deepseek R1. Dabei handelt es sich zwar in unserem Fall nur um ein kleineres Paket mit entsprechenden Schwächen und Halluzinationen. So erklärt unsere Deepseek-Instanz etwa, dass Olaf Scholz insbesondere als Youtuber und Streamer bekannt sei. Um die Fallstudie zu machen, dass es grundsätzlich technisch funktioniert, genügt aber auch dieses ulkige Ergebnis.

Ein anderer Einsatzzweck der KI-Fähigkeiten wäre als Sprachsteuerung im Smart Home. Wir haben hier die Voice-Preview-Edition von Home Assistant getestet, die jedoch als Basis für eine lokale Sprachverarbeitung einen leistungsstarken Rechner, wie ebendiesen Mini-PC benötigt. Je schwächer dessen Hardware, desto langwieriger ist die Verarbeitung von Spracheingaben, und die gewünschte Reaktion lässt auf sich warten. Daher empfiehlt sich die Verwendung eines Prozessors mit starker NPU. Für weitere Anwendungen ist die NPU aber bisher nicht zu gebrauchen und insofern eher als Wette auf die Zukunft zu verstehen.

Lüfter: Wie laut ist der Minisforum AI X1 Pro und wie hoch ist die Leistungsaufnahme?

Die Lautstärke der beiden Lüfter im Minisforum AI X1 Pro lässt sich nicht als leise, aber als moderat bezeichnen. Bei ruhendem Desktop schalten sie sich gänzlich ab, beim Browsen im Internet erreichen sie bei Messung direkt am Gehäuse subtile 27 dB(A). Starten wir aber einen Stresstest mit Aida64 und lasten den PC voll aus, steigt die Lautstärke auf 35 dB(A) am Gehäuse. Aus einem Meter sind davon nur noch knapp 20 bis 23 dB(A) zu messen.

Die Leistungsaufnahme beträgt im Idle etwa 15 bis 22 Watt. Bei höherer Auslastung sind es 35 bis 45 Watt, bei Vollauslastung schnellt der Wert auf bis zu 96 Watt. Die Temperaturen von CPU und restlicher Hardware sind allesamt im normalen Bereich und unauffällig – trotz des Umstandes, dass das Netzteil als Abwärme-produzierendes Bauteil nun mit im Gehäuse sitzt. Dennoch erreicht der Ryzen AI 9 HX 370 nie höhere Temperaturwerte als 70 Grad bei absoluter Vollauslastung. Das ist schon beachtlich, wenn man die Leistungsfähigkeit und die moderate Lüfterlautstärke im Kopf behält. Im BIOS sind außerdem vier Optionen für die Lüftergeschwindigkeit verfügbar (Auto, Quiet, Balance, Performance), wobei standardmäßig Auto eingestellt ist.

Software: Mit welchen Betriebssystemen arbeitet der Minisforum AI X1 Pro?

Minisforum AI X1 Pro – Bilderstrecke

Auf dem AI X1 Pro kommt Windows 11 Pro zum Einsatz. Stellt man bei der Einrichtung keine Internetverbindung her, lässt sich der PC mit lokalem Konto verwenden. Andernfalls ist die etwas langwierige Registrierung oder Einrichtung mittels Microsoft-Account vonnöten. Windows kommt mit den üblichen Applikationen vorinstalliert, Viren findet unser vollständiger Systemscan mit Windows Defender aber nicht. Auch die Nutzung von Linux ist möglich, wobei man zum Aufrufen des BIOS-Setups entweder über die Windows-Wiederherstellungsoptionen oder die Tabulator-Taste vorgehen muss. Die klassischen F-Tasten zeigten im Test keine Wirkung. Da es beim Start von unserem Testsystem Tuxedo OS (auf Basis von Ubuntu) Probleme gab, haben wir zudem Secure Boot deaktiviert. Alsdann gelang der Betrieb von Linux und alle USB-Geräte sowie Wi-Fi, Bluetooth und Audio funktionierten auf Anhieb problemfrei.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung des Minisforum AI X1 Pro?

Die Verarbeitungsqualität des Minisforum AI X1 Pro kann sich mehr als sehen lassen. Das Gehäuse aus hellgrauem Aluminium ist makellos hochwertig, wie wir es von einem Premium-Mini-PC auch erwarten. Die Antennenstreifen sind innenliegend am schwarz gefärbten Kunststoffbereich rund um die rückseitigen Anschlüsse angeklebt, um trotz Metallgehäuse einen guten Empfang zu ermöglichen. Neben dem bereits erwähnten, in der Oberseite eingelassenen Fingerabdrucksensor finden sich vorderseitig links noch der Ein-/Aus-Knopf sowie rechts der Button zum Aufrufen des Copilot-Assistenten unter Windows. Neben diesen beiden Buttons liegen die kleinen Öffnungen für die Mikrofone im System.

Für eine ästhetischere Platzierung auf dem Tisch sowie zur besseren Luftzufuhr legt Minisforum einen farblich passenden Standfuß mit gummierter Standfläche bei, in den man den AI X1 Pro einfach einsteckt. Dabei hält sie diesen sogar fest genug, um beim Anheben nicht direkt herunterzufallen. Mit Maßen von 195 x 195 x 47,5 mm ist der Mini-PC im Vergleich enorm groß, aber nicht so hoch. Das ist insbesondere dem integrierten Netzteil sowie der Kühllösung mit zwei Lüftern geschuldet. Das Gewicht von 1,5 kg ist ebenfalls gewaltig, aber auf die gleichen Begründungen wie die Ausmaße zurückzuführen.

Die Gehäuseöffnung erfordert etwas Geduld und viel Schrauberei. Zwar kommt man gut an alle Schrauben, aber es sind enorm viele, die es zu lösen gilt. Zudem sind die Schrauben im Unterboden zwar nicht unter den Gummifüßen verborgen, eine einzelne, aber unter einer kleinen Gummiabdeckung, die wir zunächst übersehen haben. Außerdem muss man vor angeklebten Kabeln Acht geben, um nichts abzureißen – von denen es beim AI X1 Pro innen einige gibt. Überdies muss man das Netzteil und dessen Lüfter ausbauen, um endlich an RAM, SSD und WLAN-Karte zu gelangen.

Preis: Was kostet der Minisforum AI X1 Pro?

Der Minisforum AI X1 Pro ist ein absoluter Premium-Mini-PC, was man nicht nur der Ausstattung, sondern auch dem Preis anmerkt. In der Basisausstattung mit 32 GB RAM und 512 GB SSD schlägt das System bereits mit 1167 Euro bei Amazon oder 1169 Euro beim Hersteller zu Buche. Weitere Konfigurationen gibt es in Form unserer Testausstattung mit 64/1000 GB sowie 96/2000 GB und 32/1000. Weiterhin ist eine günstigere Barebone-Variante (ohne RAM und SSD) für 739 Euro erhältlich.

Fazit

Der Minisforum AI X1 Pro ist ein absolutes Flaggschiff im Sortiment des Herstellers, abgesehen von den Modellen mit dedizierter Grafik, die dann aber noch einmal beträchtlich teurer sind. Im Falle des vorliegenden PCs lohnt sich der hohe Preis von über 1100 Euro, denn die Ausstattung ist auf absolutem Top-Niveau. Nicht nur bekommt man hier Wi-Fi 7 auf einer AMD-Plattform, sondern auch noch luxuriöse Annehmlichkeiten, wie einen Fingerabdrucksensor, integrierte Lautsprecher und ein internes Netzteil.

Neben der KI-Fähigkeiten dank einer starken NPU bietet das System auch für Gaming – wie von AMD gewohnt – viel Leistung. In Full-HD laufen viele aktuelle Titel mit mittleren bis hohen Einstellungen. Dabei bleibt der Minisforum AI X1 Pro bei moderater Lüfterlautstärke, und die CPU wird kaum wärmer als 70 Grad. Insgesamt ein hervorragendes Gesamtpaket, das hauptsächlich beim Preis nachdenklich macht.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Nipogi AM07

Ninkear N9

Bmax B6 Plus

Geekom AX8 Pro

Aoostar Gem12 Pro

CSL Narrow Box

Beelink SER8

Geekom A7

Geekom A8

Geekom AE7

Geekom AE8

Ouvis F1A

CSL Tiny Box

Acemagic AD08

MSI Cubi Nuc 1M

Chuwi UBox CWI604

Nipogi AM21 (8745HS)

Acemagician AM08 Pro

Geekom XT12 Pro

Nipogi AM21 (Ryzen 9 6900HX)

Nipogi AM06 Pro

Nipogi E3B

Nipogi AM21

Geekom XT13 Pro

Minisforum MS-S1 Max

Tuxedo Nano Pro 13

Minisforum UN100P

Geekom GT13 Pro

Asus ExpertCenter PN42

U58

Blackview MP100

Bmax B9 Power

Minisforum S100

Geekom Mini IT13 (2025-Edition)

CSL Venom Box

Nipogi AK2 Plus

Alliwava GH8

Minix Z100

Ninkear M8

Awow HA7

Ninkear M7

Minisforum UM750L Slim

Meenhong JX2

Geekom A5 Pro (2026)

Geekom A5

Minisforum Atomman X7 Ti

Bosgame P4 Plus

Gxmo N42

Minisforum UN150P

Peladn HA4

Aoostar Gem 12+ Pro

Gmktec Nucbox M6 Ultra

Minisforum Elitemini AI370

Ninkear Mbox 11

Geekom Mini IT15

Acemagic S3A

Acemagic V1

Ninkear N4

Nipogi H1

Chuwi Aubox 8745HS

Blackview MP80

Geekom A6

Geekom Air 12 Lite

Minisforum UM680 Slim

Alliwava GH9

Ouvis F1K

Geekom GT1 Mega

GMKtec Nucbox K6

Acemagic W1

Aoostar God57

Alliwava H90 Pro

T8 Plus

Acemagician TK11-A0

Acemagic M1

Aoostar God 78

H56

Aoostar N100

Minisforum MS-A1

Blitzwolf MPC3

GMKtec Nucbox M2

Aoostar R7

Blackview MP20

Geekom Mini IT12

Ouvis AMR5

Asus Nuc 15 Pro

Nipogi CK10

Apple Mac Mini M4

Nipogi H2 (i5-14450HX)

Acemagic F2A

Minisforum MS-A2

Minisforum AI X1

Acemagic M1 (i9-13900HK)

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.



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Künstliche Intelligenz

Stopp von Google-Strafe? Schwere Vorwürfe gegen von der Leyen


In den Fluren der EU-Kommission herrscht derzeit Unruhe. Auslöser ist die Frage, ob das schärfste Schwert Brüssels gegen die Übermacht der Big-Tech-Konzerne, der Digital Markets Act (DMA), bereits vor einem größeren Einsatz stumpf geworden ist. Berichte des Handelsblatts und von Capital Forum erschüttern die Glaubwürdigkeit der europäischen Digitalpolitik. Demnach soll Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen persönlich eingegriffen haben, um eine bereits fest eingeplante Milliardenstrafe gegen den US-Giganten Google in letzter Minute zu stoppen.

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Eigentlich schien der Fall klar: In zwei umfangreichen Verfahren hatten die EU-Wettbewerbshüter untersucht, ob Google systematisch gegen die Regeln des DMA verstößt, um seine marktbeherrschende Stellung weiter zu zementieren. Die Ermittlungen waren den Berichten zufolge bereits abgeschlossen, die Beweislast drückend und das Urteil gefällt: Eine Strafe in Milliardenhöhe sollte im März offiziell verkündet werden.

Doch statt des erwarteten Paukenschlags folgte – nichts. Die Kommissionspräsidentin soll die Sanktionen nun bis auf weiteres ausgesetzt haben. Das wirft einen langen Schatten auf die Unabhängigkeit der Brüsseler Regierungsinstitution.

Hintergrund der Auseinandersetzung sind die weitreichenden Pflichten, die Google seit 2023 als „Gatekeeper“ unter dem DMA erfüllen muss. Die Kommission setzte dem Konzern bereits im Januar eine Frist von sechs Monaten, um tiefgreifende Änderungen vorzunehmen. So muss Google technische Hürden für KI-Assistenten von Mitbewerbern auf dem Android-Betriebssystem abbauen und zentrale Suchdaten für konkurrierende Suchmaschinenanbieter zugänglich machen. Ziel ist es, die geschlossenen Ökosysteme aufzubrechen und echten Wettbewerb zu ermöglichen. Diese Verlangen setzen Google unter Zugzwang.

Die Reaktion der Zivilgesellschaft auf die Berichte über den Stopp der Strafe ließ nicht lange auf sich warten. In einem am Mittwoch publizierten offenen Brief fordern 34 Organisationen aus ganz Europa die Kommissionspräsidentin auf, den DMA wirksam zu vollziehen.

Sie sehen in dem Zögern nicht nur ein Versäumnis im Einzelfall, sondern eine Gefahr für das Prestigeprojekt der digitalen Souveränität. Unterstützung erhalten sie von über 20.000 Bürgern, die einen Online-Appell unterzeichnet haben. Die Sorge ist groß, dass das Gesetz zum zahnlosen Tiger verkommt, noch bevor es seine volle Wirkung entfalten kann.

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Erst vorige Woche schlug das EU-Parlament in einer Resolution ebenfalls Alarm. Die Abgeordneten warnen deutlich vor externem politischem Druck, der darauf abziele, die neuen Wettbewerbsregeln zu schwächen. Sie verlangen: Laufende DMA-Verfahren müssten unverzüglich und ohne politische Rücksichtnahmen abgeschlossen werden. Verhältnismäßige Geldstrafen seien unerlässlich, um eine Abschreckung gegen Regelverstöße zu gewährleisten. Damit wird die Lage für von der Leyen zunehmend ungemütlich.

Experten wie Felix Duffy von der Organisation LobbyControl sehen in dem Vorgang ein fatales Signal an die Tech-Branche. Wenn Konzerne lernten, dass Verstöße gegen europäisches Recht bei ausreichender Druckausübung auf Entscheider keine Konsequenzen haben, verliere die EU ihre wichtigste Handhabe.

Duffy spricht von einer digitalen Abhängigkeit der EU von den USA. Ihm drängt sich der Verdacht auf, dass Brüssel vor Washington eingeknickt ist, statt die eigenen demokratischen Grundprinzipien und den Schutz der Bürger zu verteidigen. Eine wirksame Durchsetzung des DMA sei die einzige Möglichkeit, den Einfluss von Big Tech einzudämmen.

Auch Max Bank von Rebalance Now kritisiert die bisherige Umsetzung scharf. Er beobachtet eine besorgniserregende Tendenz: Verfahren ziehen sich in die Länge, Entscheidungen werden hinausgezögert und Sanktionen kommen nur zögerlich zum Einsatz. Google beklagte indes im September 2025, der DMA richte Schaden bei europäischen Nutzern an.

Um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen, leitete die EU-Aufsicht Anfang des Jahres zusätzliche „Präzisierungsverfahren“ ein. Dabei handelt es sich zwar noch nicht um neue formelle Ermittlungen, aber um eine Formalisierung des Regulierungsdialogs. Die Behörden prüfen dabei konkret, ob Google konkurrierende KI-Software fair behandelt. Die Kommission schlug dem Konzern Mitte April vor, Such- und Gemini-Daten herauszugeben. Ende des Monats folgten Empfehlungen für mehr Interoperabilität bei Android.

Google-Anwältin Clare Kelly monierte dagegen, dass zusätzliche Vorschriften, die eher auf Wettbewerberbeschwerden als auf Verbraucherinteressen basieren, die Privatsphäre und Innovation gefährden könnten. Teresa Ribera, als Vizepräsidentin der EU-Kommission für Wettbewerb zuständig, griff die Trump-Regierung in den USA im November an. Diese setze die EU massiv unter Druck, ihre Tech-Regeln abzuschwächen.


(mki)



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