Geekom ist bekannt für Mini-PCs, aber seit Ende 2025 bietet der Hersteller auch Notebooks an. Mit dem GeekBook X14 Pro wirft ComputerBase einen ausführlichen Blick auf das kompakte Einstiegsmodell, das anders als noch zur IFA geplant auf den Markt gekommen ist. Was es leistet, klärt der ausführliche Test.
Das GeekBook X14 Pro im Überblick
Geekom hat GeekBook X14 Pro und GeekBook X16 Pro zur IFA im September 2025 präsentiert.
Mit Core Ultra 100H „Meteor Lake“
Damals hieß es, die ersten Notebooks des Herstellers würden mit Core Ultra 200H (Arrow Lake-H) auf den Markt kommen, am Ende ist es aber Core Ultra 100H (Meteor Lake-H) geworden. Die Entscheidung sei nach weiteren Tests und mit dem Ziel, die beiden GeekBooks mit ausgereifter Technik zum attraktiven Preis anbieten zu können, getroffen worden.
Die anderen damals in Aussicht gestellten Eckdaten sind hingegen im Wesentlichen unverändert geblieben:
Technische Daten Geekom GeekBook X14 Pro
Anschlüsse: Links zweimal USB-C (4.0) und HDMI, rechts USB-A (3.0), Klinke und ein physischer Webcam-Dip-Switch
UVP und Rabatt-Preise
Preislich ruft Geekom einen UVP von 1.399 Euro für die Variante mit Core Ultra 5 125H, 32 GB RAM und 1 TB großer SSD auf, für den Core Ultra 9 185H mit 32 GB RAM und 2 TB großer SSD werden 1.599 Euro fällig. Doch Geekom wäre nicht Geekom, wenn der UVP im eigenen Shop nicht unterboten werden würde – und mit Rabattcode noch mehr möglich ist.
Sowohl im Geekom-Store* als auch über Amazon* sind bis Ende März Preise weit unterhalb des „UVP“ möglich.
Das X14 Pro gibt es auf diesem Weg mit kleinerer CPU bereits für unter 1.000 Euro. Das Testmuster mit Core Ultra 9, 32 GB Speicher und 2 TB großer SSD ist für unter 1.200 Euro zu bekommen. Kein Notebook mit 14-Zoll-OLED und gleichem Speicherausbau ist derzeit günstiger, viele sind teurer (Preisvergleich).
Wie von Geekom zu erwarten war, wird auch das GeekBook X14 Pro also massiv über den Preis beworben und der Blick auf diesen Preis nach Anwendung des Rabatt-Codes (10 Prozent über diesen Artikel, im Store selber werden nur 5 Prozent beworben) weckt erst einmal Hoffnung, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich gut ausfällt. Wie sieht es in der Praxis aus?
Einrichtung & Installation
Auch der erste Eindruck überzeugt: Das GeekBook X14 Pro ist mit Windows 11 Pro schnell eingerichtet, eine Registrierung ist nicht notwendig und Bloatware Fehlanzeige.
Nach der ersten Einrichtung präsentiert sich Windows 11 ohne Bloatware, Treiber-Updates und Windows 11 25H2 stehen direkt über Windows Update bereit
Einzig und allein der Geekom PC Manager (Download unter
nach Auswahl des X14 Pro oder X16 Pro über die FAQ), der drei Leistungsprofile und die Installation von Treiber- und Firmware-Updates bietet, findet sich auf dem Desktop wieder. Dessen wesentlichen Stellschrauben sind:
Drei Leistungsprofile (TDP + Kühlung)
Verschiedene Mikrofon-Effekte
Treiber- und BIOS-Updates
Im Testzeitraum konnte der BIOS-Update-Prozess direkt erlebt werden: Das Update (von BIOS 2.11 auf BIOS 2.12) wird nach Anstoß im Geekom-Tool vollautomatisch über das Terminal aktualisiert, nach einem Neustart steht die neue Firmware direkt zur Verfügung. Auf einer Linux-Shell über einen USB-Stick booten braucht man also auch beim Erstlingswerk von Geekom nicht mehr.
Das Toolkit Geekom PC Manager hält Treiber und Firmware aktuell und bietet verschiedene Einstellungen wie etwa für das Leistungsprofil an
Display
Und wie steht es um das OLED? Geekom bewirbt das spiegelnde Display mit bis zu 450 Nits, das Muster erreichte diese maximale Helligkeit im SDR-Betrieb aber nicht. Bei einer Homogenität von 93 Prozent lag die höchste gemessene Helligkeit bei vollweißem Hintergrund bei 420 cd/m². Die gemessene minimale Helligkeit liegt bei 10 cd/m². Erst wenn HDR in Windows aktiviert wird, sind sogar knapp 500 Nits messbar.
Displayhelligkeit in verschiedenen Zonen (SDR)
Da es sich um ein OLED handelt, das perfektes Schwarz darstellt (LED aus), lässt sich der Kontrast nicht ermitteln. Die Farben sind satt, die Blickwinkel sehr gut. Die Bildwiederholrate lässt sich in Windows zwischen 60 und 120 Hertz wählen.
Leistung
Das GeekBook X14 Pro kommt mit drei Leistungsprofilen zum Kunden: Energiesparen, Gleichgewicht und Leistung. Durchdacht wirken die Profile allerdings noch nicht.
Leistung nach Profilen
Doch zuerst bleibt festzuhalten: Vor dem inzwischen erfolgten Firmware-Update war das GeekBook in allen drei Profilen noch circa 10 Prozent schneller als mit der im Testzeitraum installierten Version 2.12.
Dokumentiert hat ComputerBase das nur im Cinebench 2026 (Multi-Core), denn die Gaming-Benchmarks wurden erst nach dem Update erstellt. Was sich in Cinebench mit dem Update nicht geändert hat: „Gleichgewicht“ ist schneller als „Leistung“ und „Energiesparen“, die beide gleich auf liegen. Das sollte eigentlich nicht so sein.
Leistungs nach Profil
Leistung (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Leistung (BIOS 2.11) Geekbook X14 Pro, 185H
Gleichgewicht (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Gleichgewicht (BIOS 2.11) Geekbook X14 Pro, 185H
Energiesparen (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Energiesparen (BIOS 2.11) Geekbook X14 Pro, 185H
Leistung (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Gleichgewicht (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Energiesparen (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Einheit: Punkte
Die Log-Dateien zeigen, dass die TDP unter Last beim Wechsel von BIOS 2.11 auf 2.12 in allen drei Profilen leicht gesunken ist. Die Ziel-Temperatur des Kühlsystems scheint aber unverändert geblieben zu sein.
Im 3DMark Steel Nomad Light ergibt die Reihenfolge der Profile mehr Sinn als im Cinebench 2026: Leistung liegt vor Gleichgewicht und Energiesparen und dazu passt auch die TDP.
Gaming-Leistung
Kann man mit dem GeekBook X14 Pro mit Core Ultra 9 185H auch spielen? Ja, durchaus, wenngleich das System mit dem zur IFA 2025 angekündigten Core Ultra 9 285H in dieser Disziplin noch etwas schneller gewesen wäre und die Leistung alles andere als „State of the Art“ ist. Ein aktueller Core Ultra 300 „Panther Lake“ der X-Klasse (Test) liegt meilenweit in Front. Doch diese Serie ist mit Intel Arc B390 bisher a) kaum zu bekommen und b) nur zum (viel) höheren Preis am Markt platziert.
Leistungsrating Full HD
AMD Ryzen AI Max+ 395 II Beelink GTR9 Pro, 120 W, 8000
AMD Ryzen AI Max+ 395 I Beelink GTR9 Pro, 65 W, 8000
AMD Ryzen AI 9 HX 370 II Zenbook S16, „24 W“, 7500
Intel Core Ultra 9 185H X14 Pro, „65 W“, 7500
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel
Mehr als Casual Gaming ist mit der iGPU des Core Ultra 9 185H am Ende nicht drin, sei es in älteren Spielen oder mit extrem reduzierten Details und aggressivem Upscaling in neueren Titeln – AAA mit hoher Grafikpracht ist aber raus. Auch Shadow of the Tomb Raider erreicht „nur“ 44 FPS in Full HD mit Hoch-Preset und XeSS Quality.
Tastatur und Touchpad
Auf der Rubberdome-Tastatur des X14 Pro lässt sich gut tippen, wenngleich auch mit deutschem Layout die US-Eingabetaste hingenommen werden muss. Der Druckpunkt der Tasten ist relativ hart, das zum Vergleich herangezogene Zenbook S16 verlangt nach weniger Kraft. Aber summa summarum tippt es sich auf dem GeekBook gut und leise.
Tastatur und Touchpad des GeekBook X14 Pro
Das relativ kleine Touchpad, das nur in den unteren beiden Ecken auch wirklich eingedrückt werden kann, erfüllt seinen Zweck. Es gibt im Windows-Umfeld schlechtere Touchpads, aber ein Aushängeschild ist die Version des X14 Pro nicht.
Akkulaufzeit
Nicht per se schlecht, aber mit Blick auf das nur 14 Zoll große Display und den 71-Wattstunden-Akku dennoch enttäuschend fallen die Akkulaufzeiten aus: Achteinhalb Stunden im Streaming- und im Office-Productivity-Benchmark sind mit Blick auf aktuelle Plattformen vergleichsweise schwach, aber der Core Ultra 9 185H kommt eben auch noch aus einer anderen Generation. Core Ultra 200H wäre in diesem Punkt stärker aufgestellt gewesen.
Lautstärke
Das GeekBook X14 Pro verhält sich auf dem Windows-Desktop angenehm leise bis lautlos, wenn die kleineren beiden Profile aktiv sind. „Gleichgewicht“ lässt sich dabei schneller aus der Ruhe bringen als „Energiesparen“, das den Lüfter länger stilllegt. Im Profil „Leistung“ ist das Kühlsystem hingegen dauerhaft wahrnehmbar und reagiert nervös auf kurze Lastspitzen.
Blick auf den Boden des Geekom GeekBook X14 Pro
Unter Dauerlast verhalten sich alle drei Profile hingegen sehr ähnlich, wenngleich es auch hier Unterschiede gibt.
Ähnlich ist, dass alle drei Profile unter Last in Cinebench 2026 (Multi-Core) zwischen 33 und 40 Dezibel schwanken (gemessen 40 cm vor dem Display). Den Unterschied macht, wie langsam dieser Wechsel vonstatten geht: Im höchsten Profil wechselt das GeekBook quasi ununterbrochen zwischen „laut“ und „leise“, im kleinsten verharrt es länger an den beiden Extremen. Auf die Temperaturen (siehe oben) hat das interessanterweise quasi keinen Einfluss. Im 3DMark Steel Nomad Light ist das Verhalten dasselbe.
Lautstärke unter Last (CB 2026 MC)
Leistung (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Gleichgewicht (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Energiesparen (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Leistung (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Gleichgewicht (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Energiesparen (BIOS 2.12) Geekbook X14 Pro, 185H
Besser wäre es am Ende aber zweifelsfrei, wenn kein Wechsel der Drehzahl stattfindet – ganz egal wie schnell oder langsam dieser Wechsel erfolgt.
Geekom GeekBook X14 Pro: Kühlsystem im Modus Leistung (CB 2026 MC) Geekom GeekBook X14 Pro: Kühlsystem im Modus Gleichgewicht (CB 2026 MC) Geekom GeekBook X14 Pro: Kühlsystem im Modus Energiesparen (CB 2026 MC)
Linux-Support
Geekom bewirbt das X14 Pro mit Linux-Support und ein Test mit der Live-Version von Fedora KDE Plasma Desktop 43 bestätigt das: WLAN, Bluetooth, die Kamera, Audio- und Display-Einstellungen via Tastatur und selbst die Power-Profile werden unter Linux wie unter Windows angeboten.
Fedora KDA Plasma Desktop 43 auf dem Geekom GeekBook X14 Pro
Fazit
Das kleinere der beiden ersten Geekom-Notebooks, das GeekBook X14 Pro, erweist sich als grundsätzlich technisch solide, wenn auch definitiv noch nicht perfekt – und es gibt einiges zu beachten, Stichwort Core Ultra 100 Meteor Lake. Der UVP liegt mit 1.399 (125H, 32 GB, 1 TB) respektive 1.599 Euro (185H, 32 GB, 2 TB) für das Geboten allerdings – auch in der Speicherkrise – erst einmal zu hoch.
Das Geekom GeekBook X14 Pro im Test
Doch wie von Geekom gewohnt, ist die Preisempfehlung eigentlich nur der Preispunkt, den der Hersteller vom Start weg werbewirksam deutlich unterbietet – und mit 10 Prozent Rabatt noch bis 30. März 2026 sind 944,10 respektive 1.169,10 Euro dann schon wieder eine ganz andere Hausnummer. Was bekommen Kunden dafür?
Insgesamt kann sich das GeekBook X14 Pro mit Core Ultra 9 185H, 32 GB RAM und 2 TB großer SSD erst einmal sehen lassen. Es ist hochwertig verarbeitet, bietet ein helles, hochauflösendes OLED mit 120 Hertz, eine gute Tastatur und ein annehmbares Trackpad. Zweimal USB-C (USB 4.0), einmal USB-A und HDMI lassen auch bei den Anschlüssen wenig missen. Einen Fingerabdrucksensor im An/Aus-Schalter gibt es ebenfalls. Windows 11 Pro ebenfalls. Und Bloatware? Fehlanzeige!
Im An/Aus-Schalter findet sich ein Fingerabdrucksensor
Was hingegen noch nicht passt, sind die im Geekom PC Manager angebotenen Profile. Wenn sie schon angeboten werden, sollten sie auch einen deutlicheren Unterschied bei Leistung und Lautstärke machen, aktuell tun sie das nicht.
Definitiv besser ausgelegt werden muss das Kühlsystem: Nicht, dass es die CPU nicht im Zaum hält, kritische Temperaturen gab es keine zu sehen. Aber das dauerhafte An- und Absteigen der Lüfterdrehzahl und Lautstärke unter Last nervt und sollte 2026 einfach nicht mehr sein. Dass die versprochenen 450 Nits nur mit HDR-Content erreicht werden, sollte transparenter kommuniziert werden.
In Ordnung gehen die Laufzeiten mit Blick auf Akku und Plattform, aktuelle CPU-Architekturen können hier aber noch einmal wesentlich bessere Werte erzielen. Das ist eine echte Kehrseiten der am Ende getroffenen CPU-Wahl, während die Leistung des Core Ultra 9 185H auch nach heutigen Maßstäben noch sehr hoch ist.
Das GeekBook X14 Pro wird mit 65-W-GaN-Netzteil und USB-C-Dock ausgeliefert (2 x USB-A, HDMI, 1 x USB C, Ethernet)
So lässt sich am Ende festhalten: Zum aktuell aufgerufenen Preis ist das Geekom X14 Pro durchaus einen Blick wert, wenn man denn weiß, mit welchen Einschränkungen, dafür aber auch mit welchen Vorzügen man zum inklusive Rabatten aufgerufenen Preis zu leben hat. Ein technischer Überflieger, wie mancherorts vermittelt, ist das X14 Pro nicht. Geekom gewährt auf die Notebooks zwei Jahre Garantie.
Materialwahl (Alu-Chassis) und Verarbeitung
16:10-AMOLED mit 2.880×1.800 & 120 Hz
Niedriges Gewicht (999 g)
Windows 11 Pro ohne Bloatware
Lieferumfang (65 W GaN, USB-C-Dock)
Linux-Support
Kühlsystem unter Last unruhig
Leistungsprofile unausgereift
Akkulaufzeit auf Stand Anfang 2024
Maximale Display-Helligkeit nur mit HDR
ComputerBase wurde das GeekBook X14 Pro leihweise von Geekom für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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Trotz neuer „Super“-Kerne: M5 Max nur 14 % schneller als der Vorgänger im Geekbench
Noch warten die neuen MacBook Pro mit M5 Max auf ihre Auslieferung, doch schon jetzt tauchen im Geekbench 6 erste Benchmark-Ergebnisse auf. Die erzielten Werte stellen zwar neue Rekorde für Macs auf, doch kann sich der M5 Max mit 14 Prozent höheren Ergebnissen unter Volllast nicht mit viel Fortschritt rühmen. Wie kann das sein?
Nur 14 Prozent mehr Leistung bei der CPU
Die Ergebnisse sind nicht überraschend, denn Apple hat sie am Rande der Vorstellung bereits in der Pressemitteilung erwähnt. Es stellt sich dennoch die Frage, weshalb der Fortschritt im Multi-Core trotz gesteigerter Anzahl an Kernen (16 → 18) und neun Prozent mehr Leistung in den stärksten Kernen nur bei 14 Prozent liegt.
Geringster Anstieg in fünf Generationen
Der interaktive Vergleich zeigt zudem: Bei den Max-Chips macht die M5-Generation bisher den kleinsten Sprung seit dem Umstieg auf Apple Silicon. Sowohl die Leistung aller Kerne, als auch die Leistung des stärksten sind zwischen zwei Generationen noch nie so gering angestiegen.
Der M5 Max setzt weiterhin auf die aktuellste 3-nm-Fertigung von TSMC und nutzt wohl dieselbe CPU-, GPU- und NPU-Architektur, die bereits im A19 Pro des iPhone 17 Pro Max verwendet wird. Erstmals nutzt Apple auch unterhalb der Ultra-Modelle Dual-Die-SoCs und verbindet zwei Dies zu einem über TSMCs SoIC-Prozess. Gleichzeitig nennt Apple die stärksten Kerne nun „Super“-Kerne und verbaut im Gegenzug neue Performance-Kerne, die die bisherigen kleinen Effizienz-Kerne ersetzen. Unter der Haube hat sich also dennoch viel getan.
Die neue Kernaufteilung
Ganz neu ist auch die Aufteilung der Kerne: Erstmals hat Apple die Anzahl der leistungsstärksten Kerne (jetzt „Super“-Kerne) reduziert und im Gegenzug die schwächeren Kerne drastisch erhöht. Der M5 Max kann damit nur noch auf sechs Kerne mit höchster Leistung zurückgreifen, dafür aber auch auf zwölf neue, verbesserte Effizienz-Kerne, die Apple aber „Performance-Kerne“ nennt.
Bei den jüngsten Vorgängern verbaute Apple nur vier Effizienz-Kerne, dafür bis zu zwölf Performance-Kerne. Möglicherweise führt diese neue Aufteilung zu verschenktem Potenzial, da es schlicht weniger Kerne mit Spitzenleistung gibt, um die Leistung unter Volllast gegenüber dem Vorgänger zu erhöhen. Immerhin: Verschlechtert hat sich die Leistung durch die Umstellung wohl nicht.
Super-Core im M5 Max nicht schneller als im M5
Eine weitere Erkenntnis aus den Daten ergibt sich, wenn die Ergebnisse mit den M5-Benchmark-Werten verglichen werden: Die neuen Super-Kerne im M5 Max sind nicht schneller als die im M5. Das „Super“-Branding ist daher wie von Apple bereits angekündigt wirklich nur eine reine Umbenennung der bestehenden Performance-Kerne gewesen.
Ist „Super“ gar nicht so super?
Festhalten lässt sich daher: „Super“ hat nicht mehr Leistung als „Performance“, die neuen Performance-Kerne aber mehr Leistung als die bisherigen Effizienz-Kerne. Anders kann nicht erklärt werden, dass trotz Reduktion der bisherigen Performance-Kerne die gesamte Multi-Kern-Leistung steigt. Wie die neuen Performance-Kerne das erreichen, bleibt heute noch offen. Zur spannendsten Neuerung des M5 Pro und Max, den neuen P-Kernen, verliert der Konzern bisher kein Wort.
Apple könnte die bisherigen P-Kerne mit weniger Takt betreiben und so eine höhere Effizienz erreichen, um mehr von ihnen verbauen zu können, oder aber Apple hat die bisherigen E-Kerne übertaktet und mehr Leistung aus ihnen herausgekitzelt, dabei logischerweise die Effizienz reduziert und nennt sie daher jetzt „Performance-Kerne“. Alternativ könnte der Konzern auch einen komplett neuen Kern designt haben. Alle drei Varianten bleiben heute noch spekulativ.
M5 Pro mit ähnlichen Werten erwartet
Aufgrund der neuen Dual-Die-Fertigung wird der Pro-Chip des M5 – zumindest im Vollausbau – auf dieselbe CPU wie der M5 Max setzen. Das letzte Mal, als sich Max und Pro denselben CPU-Ausbau geteilt haben, war übrigens beim M2 der Fall. Beim M3 Max hatte Apple dann erstmals auch die CPU zum Unterscheidungsfaktor zwischen Max und Pro erklärt. Dieser Marketingstrategie kehrt Apple nun wieder den Rücken: Nur noch der GPU-Ausbau unterscheidet Max und Pro in der M5-Generation.
Vom Kino direkt auf die Streaming-Plattform: Im März können sich Abonnenten von Disney+ auf einen absoluten Hit freuen. Dann landet der Kassenschlager schlechthin in der Mediathek. Es ist kein Geringerer als der erfolgreichste Film aus dem letzten Jahr. Na, hast du den Titel schon erraten?
Wer die aktuellen Entwicklungen in der Filmbranche verfolgt, dem dürfte dieser Streifen sicherlich nicht entgangen sein. Schließlich ist er bereits der zweite Teil einer wahnsinnig erfolgreichen Animationsreihe. Drumroll please: Es geht natürlich um „Zoomania 2“! Die Fortsetzung kam Ende November 2025 in die Kinos und ist in gut drei Monaten zum erfolgreichsten Film des Jahres (zumindest in den USA) avanciert. Doch jede Ära geht einmal zu Ende und so verschwindet der Titel nun langsam aus den Kinos. Wer ihn noch nicht gesehen hat, muss sich beeilen – oder die Augen auf Disney+ offenhalten. Denn ab Mitte März kommen Abonnenten auch hier auf ihre Kosten.
„Zoomania 2“ kommt zu Disney+
„Zoomania 2“ landet im März exklusiv auf Disney+ – ziemlich genau neun Jahre nach dem Kinostart des ersten Teils. Ja, es ist tatsächlich schon fast ein Jahrzehnt her, dass wir die langohrige Polizistin Judy Hopps und ihren verwegenen Partner Nick Wilde auf der großen Leinwand kennenlernen durften. Seitdem ist die sprichwörtliche Zoomania ausgebrochen. Eine Kurzfilmserie folgte, dann der zweite Kinofilm – und womöglich bald ein dritter?
Aber erst mal zu „Zoomania 2“: Ab dem 11. März können Disney+-Abonnenten auf den Animationsfilm der Walt Disney Animation Studios zugreifen. Sicherlich haben einige Nutzer diesen Moment bereits herbeigesehnt. Erfolgreichster Film des Jahres, achtbester Film aller Zeiten, ausgezeichnet mit dem BAFTA Award und erneut nominiert für einen Oscar – das kann sich sehen lassen. Und dann hat der Kino-Hit auch noch 1,85 Milliarden US-Dollar eingespielt (knapp 1,6 Millionen Euro). Holla die Waldfee!
>>> Deutschlandpremiere: Dieser packende Thriller ist der erste große Streaming-Geheimtipp im März <<<
Ein tierisches Wiedersehen
Der Film wartet wieder mit spannender Undercover-Action auf und nimmt Euch mit in die entlegensten Winkel der Tiermetropole. Dabei trefft Ihr auf neue Charaktere wie Gary De’Snake und den Biber Nibbles Maplestick. Disney bleibt sich hier bei der Namensgebung so treu wie schon im ersten Teil. Doch gibt es natürlich auch das ein oder andere Wiedersehen mit besonders beliebten Figuren. So zum Beispiel Gepard Benjamin Clawhauser, dem Ultra-Gazelle-Fan vom Empfang der Polizeistation sowie der Sängerin selbst, der Mega-Star Shakira ihre Stimme für den nächsten tierischen Hit „Zoo“ leiht.
Inhaltlich wollen wir Euch hier nicht spoilern. Doch eins sei gesagt: Wie auch schon beim Vorgänger könnt Ihr Euch auf einen optisch eindrucksvollen Blockbuster gefasst machen. Und wer den Film bereits gesehen hat, darf sich auf eine entspannte Wiederholung im Heimkino freuen.
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OpenWrt 25.12.0: Updates der freien Router-Software sind jetzt einfacher
Nachdem im Vorfeld bereits insgesamt fünf Release-Kandidaten auf das baldige Erscheinen der neuen Hauptversion hingedeutet hatten, war es gestern Abend schließlich so weit: Das freie Router-Betriebssystem auf Linux-Basis, OpenWRrt, wurde als sogenanntes Stable Release in Version 25.12.0 zum Download freigegeben.
OpenWrt gibt an, dass seit dem Erscheinen von Version 24.10 über 4.700 Commits eingereicht, also 4.700 Änderungen am Code von OpenWrt vorgenommen wurden.
Zu den Highlights der neuen Version zählt vor allem die Möglichkeit, OpenWrt nun standardmäßig direkt aus der grafischen Oberfläche „LuCI“ heraus zu aktualisieren.
Statt wie bisher das für das eigene Router-Modell korrekte Image über die OpenWrt-Webseite herunterzuladen und dieses dann wieder im LuCI-Webinterface hochzuladen, übernimmt die „Attended SysUpgrade“ genannte Funktion (ASU; deutsch: Beaufsichtigte Systemaktualisierung) jetzt alle diese Schritte und noch mehr auf Knopfdruck. Das bringt enorme Vorteile mit sich.
Bei der bisherigen Methode gingen nämlich sämtliche zusätzlich installierten Pakete verloren und mussten händisch wieder nachinstalliert werden. Die neue Aktualisierungsfunktion zieht nicht nur das korrekte Image, sondern schließt auch die installierten Pakete automatisch ein, sodass diese eben nicht mehr händisch nachinstalliert werden müssen. Für OpenWrt ist das ein großer Schritt nach vorn in der Benutzerfreundlichkeit, der gegebenenfalls auch neue Nutzer anlockt. Eben jene, die zwar gerne basteln und/oder mehr Freiheiten in der Konfiguration wünschen, aber dennoch nicht auf ein gewisses Mindestmaß an Benutzerfreundlichkeit verzichten möchten.
Die „Beaufsichtigte Systemaktualisierung“ ist optional auch schon für Version 24.10 verfügbar und kann zum Beispiel über LuCI nachinstalliert werden. So kann auch die Aktualisierung von 24.10 auf 25.12 schon direkt auf diesem Wege erfolgen. Die Pakete heißen „attendedsysupgrade-common“ und gegebenenfalls „luci-app-attendedsysupgrade“ für die Nutzung über LuCI.
Wichtig: Wird ein bestehendes System von 24.10 auf 25.12 ohne ASU aktualisiert, ist dieses auch nach dem Update nicht automatisch verfügbar und muss spätestens dann händisch nachinstalliert werden. Nur bei Neuinstallation von 25.12 gehört ASU zu den Standardpaketen.
Wechsel des Paketmanagers
Eine große Auswirkung für bestehende Nutzer hat auch der Wechsel des Paketmanagers. Bisher wurde der „Open Package Management System“ genutzt. Mit Version 25.12 erfolgt nun aber der Wechsel auf den „Alpine Package Keeper“ genannten Paketmanager. Bei einem Paketmanager handelt es sich vereinfacht gesagt um ein Programm, das Software auf einem Betriebssystem verwaltet. Der Paketmanager kümmert sich darum, Programme zu installieren, zu aktualisieren und zu entfernen. Durch den Wechsel des Paketmanagers ändert sich die Syntax für das Installieren von Paketen per Kommandozeile, sofern man dies händisch machen will oder muss.
Folgend ein Beispiel für die Installation eines neuen Pakets:
Alt:
opkg update && opkg install dnsmasq-full
Neu:
apk --update-cache add dnsmasq-full
Der Alpine Package Keeper bietet neue Möglichkeiten um Abläufe zusammenzufassen, ohne jeden Befehl einzeln einreihen zu müssen. Außerdem hat der APK-Paketmanager weitere Vorteile. Er wird als leichtgewichtig, schnell und sicher beschrieben, ist zudem optimiert für leistungsschwache Linux-Systeme, wie Router es in der Regel sind. Konkret belegt APK zum Beispiel besonders wenig Speicherplatz und die Pakete sind signiert, was die Sicherheit erhöht.
Historie der Kommandozeilen-Befehle
Bisher wurde keine Historie der ausgeführten Kommandozeilen-Befehle (Shell) gespeichert. Nach Verlassen der Sitzung waren diese nicht mehr einsehbar. Version 25.12 führt hier optional die Möglichkeit ein, eine Befehls-Historie abzuspeichern.
Integration des Video-Feeds
Die standardmäßige Integration des Video-Feeds in OpenWrt 25.12 ermöglicht es dem Router mit dem Video-Stream einer IP- oder USB-Kamera umzugehen. So lassen sich kostengünstige Videoüberwachungslösungen aufbauen oder auch der Video-Stream per sicherer VPN-Verbindung aus der Ferne abrufbar machen.
Wi-Fi-Optimierung
Die „Wi-Fi Management Scripts“, also die kleinen Programme, die das WLAN steuern, konfigurieren und überwachen, wurden in ucode neu geschrieben. Zuvor lagen diese als Shell-Skripte vor. Ucode soll schneller arbeiten, weniger Fehler verursachen und die zukünftige Wartbarkeit verbessern. Dass sich daraus Optimierungen der WLAN-Geschwindigkeit ergeben, darf bezweifelt werden, aber zum Beispiel das Neustarten der WLAN-Adapter oder auch Dinge wie die Übergabe von einem Access Point zum nächsten (Stichwort Fast Transition, WLAN Roaming) könnte in Zukunft einen Tick schneller vonstattengehen.
Erweiterte Hardwareunterstützung
OpenWrt gibt an, dass mit Version 25.12 ab sofort 180 zusätzliche Geräte unterstützt werden. Da sich die Anforderungen an die Hardware nur sehr moderat geändert haben, würden zudem die allermeisten Geräte, die 24.10 unterstützt haben, auch mit 25.12 laufen.
Hinzu kommen einige neue Chipsätze, die erstmals oder verbessert unterstützt werden, wie zum Beispiel 10-GbE-Switches mit Realtek-Chipsatz.
Supportende für Version 24.10
Der Wechsel auf Version 25.12 bringt noch eine Reihe weiterer kleinerer Änderungen mit sich, darunter auch die Aktualisierung des Linux-Kernels auf Version 6.12.71. Wichtig ist auch, dass Version 24.10.x ab September 2026 keine Sicherheitsupdates mehr erhält. Um den großen Vorteil des freien Router-Betriebssystems zu erhalten, sollten bestehende Geräte bis zu diesem Datum umgestellt werden. Die auf 24.10 nachträglich installierbare ASU-Funktion macht dies jetzt nun denkbar einfach.
In Gedenken an Dave Täht
OpenWrt 25.12 trägt den Codenamen „Dave’s Guitar“, im Andenken an den Netzwerk-Ingenieur Dave Täht, der am 1. April 2025 verstorben ist. Dave Täht hat maßgeblich an verschiedenen Projekten zur Senkung von Netzwerk-Latenzen mitgewirkt.