Künstliche Intelligenz
Geld durch Spaziergänge – Bonusprogramme von Krankenkassen
Bis zu 60 Euro können Versicherte bei der AOK jährlich durch regelmäßige Spaziergänge bekommen – mehr ist durch andere gesundheitsfördernde Maßnahmen möglich. Das geht aus einem Vergleich der Bonusprogramme der fünf mitgliederstärksten Krankenkassen durch die IFA hervor, der heise online vorliegt. Als gesundheitsfördernde Aktivitäten zählen etwa Schutzimpfungen, besuchte Vorsorgeuntersuchungen, Mitgliedschaften in Sportvereinen oder Fitnessstudios und erreichte Schrittziele.
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Mit etwa 27 Millionen Versicherten in allen Bundesländern gilt die AOK als größte Krankenkasse in Deutschland, wie das Informationsportal krankenkassen.de belegt. Bis zu 225 Euro könnten sich Versicherte laut der IFA jährlich für gesundheitsfördernde Aktivitäten von der AOK sichern, davon 60 Euro durch das Erreichen von Schrittzielen. Für jeden Tag, an dem Versicherte die 10.000 Schritte erreichen, bekämen sie 25 Cent – bis zu 240 Mal im Jahr.
Das niedrigste Schrittziel hätte hingegen die BARMER. Dort bekämen Versicherte 15 Euro, wenn sie einmal im Jahr in vier konsekutiven Wochen jeweils mindestens 50.000 Schritte machen. Die DAK-Gesundheit zahle Versicherten bis zu zweimal im Jahr 15 Euro aus, wenn sie an sieben aufeinanderfolgenden Tagen 10.000 Schritte gemacht haben. Die Techniker Krankenkasse (TK) zahle Versicherten zweimal im Jahr zehn Euro, wenn diese in einem zwölfwöchigen Zeitraum in mindestens zehn Wochen 60.000 Schritte laufen. Die IKK classic biete laut der IFA keine Bonuszahlungen für Schritte an.
Krankenkassen bezahlen Fitnesstracker
Das Geld verdienen die Versicherten in den Bonusprogrammen nicht direkt, sondern meist in Form von Prämienpunkten. Diese lassen sich nicht nur für direkte Geldauszahlungen verwenden, sondern auch zur Bezuschussung der Anschaffungskosten für Fitnesstracker, Smartwatches oder Sport-Apps.
Oftmals sind Bonuspunkte mehr Geld wert, wenn sie für die Finanzierung von Gesundheitsmaßnahmen genutzt werden, wie die Untersuchung der IFA zeigt. Während sich Versicherte bei der TK zum Beispiel bis zu 200 Euro jährlich direkt auszahlen lassen können, erstattet die Krankenkasse bis zu 400 Euro für Fitnesstracker und andere Gesundheitsausgaben.
Die Bonusprogramme lassen sich in vielen Fällen in den Apps der Krankenkassen abrufen. Auch die Elektronische Patientenakte (ePA) und elektronische Rezepte sind oft in den Krankenkassen-Apps verfügbar.
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(mho)
Künstliche Intelligenz
Delta setzt auf Amazon Leo statt Starlink für Satelliten-Internet in Flugzeugen
Amazon hat einen mehrjährigen Vertrag mit Delta Air Lines über die Internetversorgung von 500 Flugzeugen über den Satellitendienst Leo geschlossen. Das Satelliten-Internet Leo befindet sich weiterhin im Aufbau und ist bislang nur eingeschränkt und für einzelne Organisationen verfügbar. Allerdings sieht sich Amazon für dieses Jahr mit weiteren Raketenstarts im Plan. Es gibt zwar noch offene Fragen zur offiziellen Genehmigung des Satellitennetzwerks, aber offenbar ist Delta zuversichtlich genug, Amazon Leo Elon Musks Marktführer Starlink vorzuziehen.
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Denn eigentlich hätte Amazon laut 2020 erteilter Genehmigung der US-Telekommunikationsbehörde FCC bis Ende Juli dieses Jahres 1618 Satelliten in den Orbit bringen sollen, rund die Hälfte der für das komplette Netz vorgesehenen Satelliten. Das wird der Konzern nicht schaffen, bislang sind es erst etwas mehr als 200. Deshalb wurde kürzlich ein Aufschub von 24 Monaten beantragt, denn Amazon benötigt mehr Zeit für den Aufbau seines Satellitennetzwerks. Das Unternehmen versprach deshalb erst letzte Woche, Satellitenproduktion und Startkadenz für Leo zu steigern. Dieses Jahr sind elf Starts geplant, in Zukunft soll die Zahl auf 20 Starts pro Jahr steigen. Jede Rakete bringt etwa 20 bis 30 Satelliten ins Weltall.
Langsamer Netzaufbau für schnelles Flugzeug-WLAN
Das hat Delta offenbar überzeugt, dass Amazons Satelliten-Internet ab 2028 großflächig verfügbar sein wird. Denn ab dem Jahr sollen 500 Flugzeuge damit ausgestattet werden, um den Passagieren WLAN per Satellitenzugang zu bieten. Nutzer werden mit Leo Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbps und Uploads von maximal 400 Mbps bekommen, heißt es in der Amazon-Mitteilung. Die beiden Unternehmen verweisen aber auch auf die bisher gute Zusammenarbeit von Delta und Amazon Web Services (AWS), den Cloud-Diensten des Konzerns, die Delta auf Amazon vertrauen lassen.
Mit den bislang rund 200 Leo-Satelliten hinkt Amazon beim Ausbau des Satellitennetzwerks nicht nur den eigenen Plänen und den Vorgaben der US-Behörden massiv hinterher, sondern auch der Konkurrenz. Das zu Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX gehörende Starlink zählt bereits etwas mehr als 10.000 Satelliten im Orbit und ist damit der mit Abstand größte Satellitenbetreiber weltweit. Der Marktführer bei Satelliten-Internet profitiert dabei nicht nur von einem früheren Beginn der Aussetzung der Satelliten (seit 2019), sondern auch von der Wiederverwendbarkeit der unternehmenseigenen Falcon-9-Raketen. Amazon muss dagegen externe Partner mit Raketenstarts beauftragen, wobei dazu neben Blue Origin und der United Launch Alliance (ULA) auch SpaceX gehört.
Zweiter Leo-Vertrag mit einer Fluglinie
Die Vereinbarung mit Delta ist Amazons zweiter Auftrag einer Fluglinie für das Satelliten-Internet Leo, denn im Herbst 2025 konnte der Konzern bereits die US-Fluggesellschaft JetBlue dafür gewinnen. Ab 2027 soll ein Viertel der JetBlue-Flotte mit Internetzugängen per Satellit ausgestattet werden. Starlink zählt hingegen schon mehrere Fluglinien zu seinen Partnern. Der Dienst von SpaceX hat letzten Monat erst Southwest Airlines dafür gewinnen können, nachdem zuvor bereits Starlink-Verträge mit United Airlines, Alaska Airlines und Hawaiian Airlines abgeschlossen wurden, berichtet Reuters.
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Bedingungen und finanzielle Einzelheiten des Vertrags zwischen Amazon und Delta Air Lines wurden nicht veröffentlicht, aber die Fluglinie verspricht, dass Amazons Satelliten-Internet Mitgliedern des Delta-Vielfliegerprogramms SkyMiles während der Flüge kostenlos zur Verfügung stehen wird.
(fds)
Künstliche Intelligenz
Die inszenierte Anwesenheit: Büropräsenz wichtiger als die Leistung?
Büroangestellte setzen laut einer Umfrage mehrheitlich darauf, produktiver und engagierter zu wirken, als sie tatsächlich sind. Rund zwei Drittel gaben laut der Befragung des Jobportals Indeed und des Marktforschungsinstituts Appinio an, zu entsprechenden Maßnahmen zu greifen. Dazu gehören ein künstlich auf anwesend gehaltener Online-Status im Homeoffice (27 Prozent), längeres Verbleiben im Büro, weil die Führungskraft noch anwesend ist (25 Prozent), bewusst zu ungewöhnlichen Zeiten versendete E-Mails (23 Prozent) oder Wortmeldungen in Meetings ohne inhaltlichen Mehrwert, um Präsenz zu zeigen (22 Prozent).
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Das Verhalten ist laut Indeed einerseits der Unternehmenskultur, andererseits der wirtschaftlichen Lage geschuldet. 32,5 Prozent sehen demnach ihr Unternehmen durch Präsenzkontrolle geprägt. 31,6 Prozent begründeten ihr Verhalten mit Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz. Rund ein Fünftel führte auch Druck oder Mikromanagement durch Vorgesetzte als Auslöser an.
Zu Gehaltseinbußen bereit, wenn nur Ergebnisse zählen
Lediglich 33,3 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie ausschließlich ihre Arbeitsergebnisse für sich sprechen lassen. Generell zeigte sich auch die Mehrheit (55,9 Prozent) überzeugt, dass ihr Arbeitgeber Anwesenheit höher bewertet als messbare Ergebnisse. 66,2 Prozent würden sogar auf fünf Prozent oder mehr ihres Gehalts verzichten, wenn ihre Leistung ausschließlich an Ergebnissen gemessen würde. Befragt wurden den Angaben nach 1.000 hybrid arbeitende Büroangestellte.
Insgesamt verliert das Büro aus Sicht der Befragten seine Rolle als produktiver Ort. Etwas über 50 Prozent berichten, dass sie zwar ins Büro fahren, dort dann aber häufig in Videocalls mit Kollegen sitzen. Fast 70 Prozent beklagten, im Büro regelmäßig durch Lärm, Smalltalk oder spontane Unterbrechungen aus der Konzentration gerissen zu werden. 56,6 Prozent sprachen davon, vor allem ins Büro zu kommen, um „Gesicht zu zeigen“, obwohl sie im Homeoffice effizienter arbeiten könnten. Rund 70 Prozent würden für dauerhaftes Homeoffice finanzielle Einbußen in Kauf nehmen.
„Die Debatte um Büropräsenz hat in vielen Unternehmen ein problematisches Signal hinterlassen: Nicht die Qualität der Arbeit entscheidet, sondern ihre Sichtbarkeit“, kommentiert Indeeds Managing Director DACH Frank Hensgens die Ergebnisse. Inszenierte Anwesenheit statt Konzentration auf Ergebnisse sei aber weder für Unternehmen noch Angestellte nachhaltig.
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(axk)
Künstliche Intelligenz
Kalifornien wird zum Vorreiter der KI-Regulierung
Kalifornien will Künstliche Intelligenz in Zukunft stärker regulieren. Ein entsprechendes Dekret unterzeichnete der demokratische Gouverneur des US-Bundesstaats Gavin Newsom am Montag. Damit widersetzt sich die kalifornische Regierung der Forderung Trumps, die KI-Branche so weit wie möglich zu deregulieren.
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Dem Dekret zufolge haben die kalifornischen Behörden rund vier Monate Zeit, um Empfehlungen für KI-Richtlinien vorzulegen. Ziel der neuen Standards für KI-Unternehmen soll es sein, die öffentliche Sicherheit zu priorisieren und die Rechte und die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger zu schützen.
Missbrauch von KI verhindern
Kalifornien gilt als das globale Zentrum der KI-Innovation. In dem US-Bundesstaat sind 33 der weltweit 50 führenden KI-Unternehmen ansässig. Der Erlass von Newsom betrifft nun diejenigen KI-Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen mit dem Bundesstaat Kalifornien pflegen.
In Zukunft sollen sie nachweisen müssen, dass sie über Richtlinien und Sicherheitsvorkehrungen verfügen, die einen Missbrauch ihrer Technologien verhindern. Der Erlass nennt dabei explizit die Verbreitung illegaler Inhalte, beispielsweise nicht einvernehmlicher intimer Aufnahmen oder Darstellungen von Kindesmissbrauch. Außerdem müssen KI-Unternehmen künftig darlegen, wie sie den Bias ihrer KI-Modelle verringern. Zudem werden sie verpflichtet, Richtlinien zu entwickeln, die die Bürgerrechte schützen und „eine rechtswidrige Diskriminierung, Inhaftierung und Überwachung“ verhindern.
Der Erlass sieht des Weiteren vor, dass der Bundesstaat Kalifornien Verfahren entwickelt, mit denen KI-generierte oder -bearbeitete Bilder und Videos eindeutig gekennzeichnet werden können.
Klares Signal an Trump
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Der aktuelle Erlass des kalifornischen Gouverneurs Newsom widersetzt sich klar dem Willen Trumps. Der US-Präsident will eine Regulierung von KI-Anwendungen auf der Ebene der Bundesstaaten eigentlich verhindern. Erst im Dezember vergangenen Jahres hatte Trump ein Dekret erlassen, in dem er ein nationales politisches Rahmenwerk für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz formulierte.
„Um erfolgreich zu sein, müssen US-amerikanische KI-Unternehmen die Freiheit haben, ohne lästige Vorschriften innovativ zu sein“, heißt es in Trumps Dekret. Übermäßige staatliche Regulierung stehe diesem Gebot im Weg.
Trumps Erlass von vergangenem Dezember wies das Justizministerium zudem an, eine „Taskforce für KI-Rechtsstreitigkeiten“ einzurichten. Die seit vergangenem Januar bestehende Taskforce soll Regulierungsbestrebungen der US-Bundesstaaten im Bereich KI anfechten.
(rah)
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