Apps & Mobile Entwicklung
Gemini Spark: Neuer KI-Agent soll selbstständig arbeiten können

Google startet mit Gemini Spark einen neuen KI-Agenten, der Aufgaben eigenständig über verschiedene Apps und Dienste hinweg erledigen soll. Der Dienst markiert einen weiteren Schritt weg von klassischen Chatbots hin zu KI-Systemen, die digitale Abläufe aktiv übernehmen und koordinieren können.
Google hatte Gemini Spark bereits auf der diesjährigen Google I/O angekündigt und führt den neuen Agenten nun schrittweise für alle US-Abonnenten des kostenpflichtigen Angebots „Google AI Ultra“ ein. Wann der Dienst Europa beziehungsweise Deutschland erreichen wird, ist bislang nicht bekannt.
Vermittler zwischen virtueller und realer Welt
Das Unternehmen beschreibt Gemini Spark in seiner Ankündigung als Cloud-basierten KI-Agenten, der Aufgaben auch dann im Hintergrund ausführen können soll, wenn das jeweilige Smartphone oder der Computer ausgeschaltet sind. Nutzer erhalten dabei die Möglichkeit, die Ausführung der Aufgaben in Echtzeit zu verfolgen. Ebenso gehört das automatisierte Erledigen von Arbeiten im Hintergrund zum vorgesehenen Funktionsumfang des neuen Agenten. Die Kontrolle soll laut Google dennoch grundsätzlich beim Nutzer verbleiben. Bei wichtigen Aktionen oder Entscheidungen würde der Agent etwa zunächst eine Bestätigung einholen. Auf diese Weise will Google mögliche Vorbehalte gegenüber autonom handelnden KI-Systemen abschwächen.
Tief in Googles Infrastruktur verwurzelt
Gemini Spark basiert auf Gemini 3.5 und nutzt das sogenannte Antigravity-Harness, wodurch der Dienst tief in die Workspace-Werkzeuge von Google integriert ist. Mit der neuen Plattform verfolgt Google offenbar die Strategie, Gemini selbst als zentrale Schnittstelle zwischen Nutzern und ihren Anwendungen zu etablieren. Statt einzelne Dienste direkt zu bedienen, soll die KI künftig als koordinierende Ebene fungieren und unterschiedliche Anwendungen miteinander verknüpfen. Der Dienst verdeutlicht damit zugleich einen größeren Trend innerhalb der KI-Branche, bei dem Unternehmen ihre Systeme zunehmend von klassischen Chat-Oberflächen hin zu sogenannten KI-Agenten weiterentwickeln, die eigenständig Handlungen ausführen können. Ziel ist es, dass die KI nicht nur Informationen liefert, sondern komplette Abläufe selbst organisiert und umsetzt.
Als Beispiele für die Fähigkeiten des Agenten nennt Google unter anderem die wiederkehrende Analyse von Kreditkartenabrechnungen, um versteckte Abbuchungen zu erkennen, oder das Extrahieren von Terminen aus dem eigenen E-Mail-Posteingang, um daraus automatisch einen zusammengefassten Tagesüberblick zu erstellen.
Nutzer müssen noch überzeugt werden
Als größte Herausforderung gilt allerdings weniger die technische Umsetzung als vielmehr die Frage des Nutzervertrauens. Während viele Anwender KI bereits für Zusammenfassungen oder Informationsabfragen einsetzen, dürfte die Bereitschaft deutlich geringer ausfallen, einer KI eigenständige Entscheidungen und Aktionen zu überlassen. Microsoft versucht in diesem Bereich beispielsweise über Zertifizierungen Vertrauen aufzubauen, die die Sicherheit von Copilot und dessen Infrastruktur gewährleisten sollen.
Bereits weitere Funktionen in der Pipeline
Gemini Spark könnte einen frühen Ausblick auf eine Zukunft liefern, in der KI nicht mehr nur reagiert, sondern aktiv Teile des digitalen Alltags verwaltet. Offen bleibt allerdings, wie schnell Nutzer bereit sind, ein solches Maß an Automatisierung zu akzeptieren.
Laut Google stellen die bereits in Gemini Spark integrierten Möglichkeiten erst einen Anfang dar, es soll bereits eine umfangreiche Roadmap mit geplanten Funktionen vorliegen, die noch im Laufe des Sommers veröffentlicht werden sollen.
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Valheim Survival-Multiplayer: Neues Biom und Version 1.0 auf der Zielgeraden

Das Survival-Multiplayerspiel Valheim steuert auf die Version 1.0 inklusive Fertigstellung des finalen Bioms Deep North zu. Schon am 7. Juni 2026 könnten „ziemlich spannende Sachen bezüglich Valheim“ auf der PC Gaming Show an diesem Tag passieren, wie die Entwickler in einem aktuellen Blogbeitrag auf Steam erklären.
Wer also die anstehenden Neuigkeiten zu Valheim nicht verpassen möchte, sollte am Sonntag, 7. Juni um 21 Uhr deutscher Zeit beim Livestream der PC Gaming Show dabei sein. Welche Details zum Survival-Basebuilder des schwedischen Indie-Entwicklers Iron Gate dabei bekannt gegeben werden, steht aktuell nicht mit Sicherheit fest.
Valheim verlässt den Early Access
Valheim befindet sich seit dem 2. Februar 2021 im Early Access und mobilisierte unmittelbar nach der Veröffentlichung rund 500.000 Spieler auf Steam. Etwas mehr als 5 Jahre später nähert sich der Indie-Hit nun der Version 1.0 an, was das Ende des Early Access auf Steam bedeuten würde. Bislang schreibt Iron Gate, dass sie „bei den letzten Abschnitten der Entwicklung von Deep North und Valheim 1.0 angekommen sind“.
Zudem bestätigen die Entwickler, dass Version 1.0 endlich Achievements bieten wird, ein schon seit Langem von der Community gefordertes Feature. Demnach wird es insgesamt mehr als 50 Stück davon in der Release-Fassung von Valheim geben. Die Icons von fünf dieser Achievements hat Iron Gate bereits angeteasert: Zu erkennen sind darauf unter anderem ein Zelt, eine Hütte mit Strohdach sowie ein Segelschiff in Wikinger-Optik.
„Ein brutales 1-10 Spieler Multiplayer-Erkundungs- und Survivalspiel in einem prozedural generierten Fegefeuer inspiriert von der Kultur der Wikinger. Schreibe beim Kämpfen, Bauen und Erobern eine Saga, die Odins Gunst würdig ist.“
Steam-Beschreibung von Valheim
Neues Speichersystem steht zum Testen bereit
Auch interessant: Derzeit kann ein neuer Patch auf im Rahmen des Public Test Build (PTB) ausprobiert werden, der eine Überarbeitung des Speichersystems von Valheim beinhaltet. Hierbei beeinflusst das neue Speichersystem nur die World-Saves, während die Spielstände der eigenen Charaktere davon unberührt bleiben. Die Entwickler von Iron Gate bitten darum, dieses neue System auf dem PTB zu testen und Probleme mit Speicherständen und Netzwerkprobleme über ein Formular zu melden.
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Windows-Apps unter Linux: Wine in Version 11.10 erschienen – das sind die Neuerungen

Die neue Version 11.10 des Windows-Kompatibilitätslayers Wine ist jetzt verfügbar. Die wichtigste Änderung ist der Wechsel zu Version 2.0 des Direct3D-12-zu-Vulkan-Übersetzers VKD3D, aber es gibt auch andere interessante Neuerungen.
Wine ist ein Akronym, das für „Wine Is Not an Emulator“ steht, wobei diese Kompatibilitätsschicht es möglich macht, Windows-Anwendungen unter Linux und anderen Unix-artigen Betriebssystemen auszuführen. Nun ist Wine 11.10 erschienen, wobei es neben neuen Ergänzungen auch eine Reihe von Bugfixes in diese Version geschafft hat.
Wine 11.10 mit VKD3D 2.0 und mehr
Um Befehle der Windows-API Direct3D 12 in die unter Linux unterstützte Grafik-API Vulkan zu übersetzen, kommt Wine zusammen mit der Bibliothek VKD3D. Und das kürzlich veröffentlichte Wine 11.10 nutzt jetzt die aktuelle Version 2.0 von VKD3D, die unter anderem Aktualisierungen für die High-Level Shading Language (HLSL) und DirectX Intermediate Language (DXIL) mitbringt.
Darüber hinaus wurde XPath, eine Sprache für die Auswertung von XML-Dokumenten, neu implementiert und kommt dadurch ohne die XML-Verarbeitungsbibliothek libxml2 aus. Zudem wird mit Wine 11.10 die Kompatibilität von Microsofts Skriptsprache VBScript verbessert. Die Patchnotes weisen ferner auf „verschiedene Fehlerbehebungen“ hin, wobei insgesamt 17 Bugfixes in Wine 11.10 eingeflossen sind.
Dank der Fehlerbehebungen von Wine 11.10 werden beispielsweise die Videos im Spiel Star Wars Racer jetzt mit Ton wiedergegeben, Age of Empires III: The Asian Dynasties stürzt nicht mehr in der ersten Videosequenz ab und es kommt nicht mehr zu Renderingfehlern in Star Wars: Knights of the Old Republic. Ferner stürzt die App Photolemur 3 nicht mehr im Einstellungsmenü ab und der Stimmen-Synthesizer Vocaloid 6 sollte nun starten.
Weitere Korrekturen umfassen unter anderem einen Quellenauswahl-Dialog im Bildbetrachter IrfanView sowie bei den Installationsprogrammen von Kodak EasyShare, Family Tree Maker 2017 und Foxit PhantomPDF Business v10.0. Außerdem halten sich von Wine erstellte Desktopdateien jetzt an die Vorgaben unter Linux-Systemen. Zusätzliche Details können den Versionshinweisen von Wine 11.10 entnommen werden.
Downloads
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4,4 Sterne
Mit Wine können Linux-, BSD- und Mac-Benutzer Windows-Programme ausführen.
- Version 11.0, Linux Deutsch
- Version 11.10 Beta, Linux Deutsch
- +2 weitere
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Süchtig machende Funktionen: Social-Media-Unternehmen wenden mit 27 Mio. US-Dollar Klage ab
Soziale Plattformen stehen wegen aus Sicht vieler Kritiker unzureichender Schutzmechanismen für Kinder und Jugendliche seit Jahren unter Druck. Mehrere Unternehmen konnten im US-Bundesstaat Kentucky nun mit einem Vergleich über 27 Millionen US-Dollar einen Musterprozess abwenden. Tausende Klagen stehen allerdings noch aus.
Klage durch Zahlung abgewendet
Nach einer Klage des Breathitt County School District in Kentucky haben mehrere Plattformbetreiber Vergleiche geschlossen, die Zahlungen in Höhe von insgesamt 27 Millionen US-Dollar vorsehen. Die Einigung soll dabei kurz vor dem geplanten Beginn eines richtungsweisenden Musterprozesses erfolgt sein. Laut Reuters übernimmt Meta Platforms mit 9 Millionen US-Dollar den größten Anteil. ByteDance als Betreiber von TikTok sowie Snap einigten sich jeweils auf Zahlungen von 8 Millionen US-Dollar, während Alphabet als Mutterkonzern von YouTube weitere 2,01 Millionen US-Dollar beisteuert. Meta hatte den vom Schulbezirk angestrengten Rechtsstreit am 21. Mai beigelegt, während sich die übrigen Parteien bereits zuvor geeinigt hatten. Darüber hinaus erklärte sich YouTube bereit, dem Bezirk spezielle Schulungen zu Google Classroom und weiteren Produkten zur Verfügung zu stellen.
Schulen müssen Folgen von sozialen Plattformen auffangen
In der Klageschrift wirft der Schulbezirk den Unternehmen vor, ihre Plattformen gezielt darauf ausgelegt zu haben, Jugendliche möglichst lange an diese zu binden. Der Klage zufolge hätten Angstzustände, Depressionen und Selbstverletzungen unter Schülern erkennbar zugenommen, die Schulen seien dadurch gezwungen gewesen, die sozialen und psychischen Folgen aufzufangen.
Ursprünglich hatte Breathitt County für einen Vergleich mehr als 60 Millionen US-Dollar gefordert. Mit dem Geld sollte unter anderem ein auf 15 Jahre angelegtes Programm zur psychischen Unterstützung von Schülern finanziert werden. Zusätzlich verlangte der Bezirk eine gerichtliche Anordnung, die suchtfördernde Funktionen der Plattformen einschränken sollte.
Breathitt County nicht alleine
Der Vergleich könnte als erster größerer finanzieller Präzedenzfall für Schulbezirke im Kampf gegen die psychischen Auswirkungen sozialer Netzwerke auf Jugendliche gelten. Dem Verfahren wird zudem besondere Bedeutung zugemessen, weil Breathitt County trotz seiner im Vergleich zu anderen Distrikten mit rund 1.600 Schülern eher kleinen Größe als erster Schulbezirksprozess dieser Art vor Gericht verhandelt werden sollte. Dennoch steht der Bezirk mit seinem Vorgehen nicht allein da: Laut dem Bericht sind derzeit mehr als 3.300 Klagen an kalifornischen Staatsgerichten sowie weitere rund 2.400 Verfahren vor Bundesgerichten anhängig. Darunter befinden sich auch Klagen von Einzelpersonen, Kommunen, Bundesstaaten und weiteren Schulbezirken.
Der Fall rund um den Breathitt County School District galt bislang als sogenannter „Bellwether“-Prozess und damit als richtungsweisender Musterfall innerhalb der umfangreichen US-Klagen gegen Social-Media-Konzerne. Solche Verfahren dienen häufig dazu, mögliche Schadenssummen und Vergleichsstrategien für weitere Prozesse besser abschätzen zu können. In einem parallel laufenden Verfahren hatte der deutlich größere Tucson Unified School District in Arizona mit mehr als 40.000 Schülern beispielsweise von mehreren Unternehmen mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar gefordert. Auch die Schulsysteme von Los Angeles und New York City mit zusammen mehr als 1,2 Millionen Schülern haben Klagen eingereicht.
Meta sieht sich erneut unschuldig
Die Unternehmen weisen die Vorwürfe wie gewohnt zurück und betonen zugleich, bereits umfangreiche Maßnahmen zum Schutz junger Nutzer umzusetzen. Die Vergleiche seien daher nicht als Schuldeingeständnisse zu verstehen. Ebenso verpflichten die getroffenen Einigungen die Plattformen weder zu Änderungen ihrer Dienste noch ihrer Algorithmen. Lediglich TikTok äußerte sich laut Reuters zunächst nicht zu den Vorwürfen.
Meta hatte Investoren bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass rechtliche und regulatorische Folgen im Zusammenhang mit Jugendschutz und sozialen Netzwerken das Geschäft sowie die Finanzergebnisse erheblich beeinträchtigen könnten.
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