Künstliche Intelligenz
Hannover Messe verspricht mehr künstliche Intelligenz und KI-gesteuerte Roboter
Wie künstliche Intelligenz die Fähigkeiten von Robotern und die industrielle Fertigung verbessern kann, soll die kommende Hannover Messe zeigen. Ob es dabei bereits um humanoide Roboter gehen wird, die sich in der Produktionshalle frei bewegen, Teile sortieren und autonom das passende Werkzeug und Material besorgen, ist fraglich. Aber: „Die KI ist an einem Wendepunkt und steht vor dem Einzug in die Werkhalle. Und mit ihr kommt die physische KI, flexibel reagierende Roboter mit zunehmend autonomen Funktionen“, sagte Messechef Jochen Köckler auf der Hannover-Messe-Preview.
Der weitaus überwiegende Teil der Messehallen sei daher dem Thema „Automation & Digitalisierung“ zugeordnet. Industrielle KI biete die Chance, Produktionsdaten in Echtzeit zu analysieren, beispielsweise in Form von Bild- oder Geräuschanalysen. Dadurch ist es möglich, Herstellungsabläufe flexibel an Störungen anzupassen. Zudem schaffen die gesammelten Produktionsdaten und steigende Automation die Voraussetzungen dafür, Herstellungszyklen zu verkürzen, also Produkte schneller zu verändern, zu variieren, und neue Funktionen einzuführen.
KI beschleunigt darüber hinaus viele weitere Prozesse. Eine Roboterküche kann Gerichte frisch zubereiten, auch wenn kein Personal zugegen ist. Ein Roboter an einer Fräsmaschine kann auf überraschend auftretende Schwingungen reagieren. Und der Firmenchef „höchstselbst“ kann künftig zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Besuchern online reden und sogar diskutieren, wenn er einen KI-Avatar mit seinem Aussehen, seinen Eigenheiten und seiner Art zu sprechen aufbauen lässt.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Hannover Messe verspricht mehr künstliche Intelligenz und KI-gesteuerte Roboter“.
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Künstliche Intelligenz
Porsche Cayenne Electric Coupé: Kurz mal mehr als 1100 PS
Porsche erweitert die Baureihe des Cayenne Electric um das, was in der Industrie als SUV Coupé bezeichnet wird. Das wird sicher seine Fans haben und bringt nebenbei noch etwas mehr Reichweite. Motor- und Ladeleistung unterstreichen, in welchem Segment das SUV unterwegs ist.
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Nochmals größer als der Macan
Bis auf eine etwas geringere Höhe gleichen sich die Abmessungen von SUV und Coupé-Darsteller. Mit knapp fünf Metern Länge übertrifft der Cayenne den Macan (Test) nochmals deutlich. Der Radstand misst 3,02 m, das Platzangebot sollte demzufolge fürstlich sein. Der Kofferraum fasst 534 bis 1347 Liter, im Spitzenmodell Turbo sind es 500 bis 1313 Liter. Hinzu kommt in allen Modellen ein Fach vorn mit immerhin 90 Litern.

Im Konfigurator finden sich unzählige Möglichkeiten, den Cayenne innen individuell auszukleiden.
(Bild: Porsche)
Flott geladen
Ebenso gemein ist allen Ausführungen die Speicherausstattung. Die Batterie hat 113 kWh brutto, eine Nettoangabe macht Porsche nicht. Auch dank einer Spannungsebene von 800 Volt kann mit bis zu 390 kW geladen werden, unter besonderen Voraussetzungen sogar mit 400. Porsche verspricht, das Fenster zwischen 10 und 80 Prozent unter optimalen Bedingungen in 16 Minuten schließen zu können. Bezogen auf den Brutto-Energiegehalt würde das einer durchschnittlichen Ladeleistung von knapp 297 kW entsprechen. An Wechselstrom kann serienmäßig mit 11 kW geladen werden. 22 kW reicht auch Porsche nur gegen Aufpreis, der immerhin 1666 Euro beträgt. Im Konfigurator findet sich auch eine Vorrüstung für kabelloses Laden am Stellplatz.
Antriebe
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Drei Antriebe sind geplant. Wie bei Porsche üblich, ist schon das Einstiegsmodell recht üppig motorisiert. Das Topmodell mobilisiert im Boostmodus kurzzeitig 850 kW, was 1156 PS entspricht. Allradantrieb ist stets Serie, das Fließheck bringt im WLTP noch ein paar Kilometer mehr Reichweite als die konventionelle SUV-Form bietet.
Auf Wunsch weniger schwer
Aus der langen Aufpreisliste greifen wir an dieser Stelle nur zwei bemerkenswerte Extras heraus. Mit dem „Leichtbau Sport-Paket“ sinke das Gewicht, so bewirbt es Porsche, um bis zu 17,6 kg. Angesichts eines Leergewichts von mindestens 2,6 Tonnen sollte der Glaube an einen wie auch immer gearteten Vorteil solide verankert sein. Denn je nach Modell kostet das zwischen 8985 und 17.410 Euro Aufpreis.

Das Basismodell kostet 109.000 Euro, in der Spitze sind mehr als 200.000 Euro möglich.
(Bild: Porsche)
Ein Offroadpaket für 1910 Euro vergrößert den Böschungswinkel, dürfte die Ausrichtung des Cayenne Coupé aber nur zart in Richtung Geländewagen verschieben. Denn im Kern hat Porsche hier einen Sportwagen in einem SUV-Look hingestellt und dürfte damit ziemlich genau das liefern, was die Mehrheit der Kunden erwartet. Ob das der Marke Porsche aus ihrer aktuellen Lage hilft, wird sich zeigen. Die Hoffnungen, die Porsche mit dem Cayenne verbindet, sind jedenfalls riesig.
Mehr zur Marke Porsche
(mfz)
Künstliche Intelligenz
Österreich-Modell für Spritpreis steigert Profit der Konzerne
Die 12-Uhr-Regel für Preiserhöhungen an Tankstellen hat der Mineralölindustrie einer Studie zufolge zusätzliche Gewinne verschafft. Bei Superbenzin lag die Gewinnmarge in den ersten zwei Wochen nach Einführung der Regel demnach im Schnitt um 6 Cent pro Liter höher als in den zwei Wochen davor. Für Diesel fanden die Forscher des ZEW Mannheim (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) und des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) keinen eindeutigen Effekt.
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„Das Maßnahmenpaket hat bisher nicht dazu geführt, das Preisniveau zu senken. Insbesondere bei Benzin stiegen die Gewinnmargen erheblich“, sagt Autorin Leona Jung vom DICE. Bei Diesel hätten die Margen im Beobachtungszeitraum stark geschwankt, sagt Mitautor Jacob Schildknecht vom ZEW. Daher lasse sich der Anstieg dort aktuell nicht belastbar quantifizieren. Es deute aber einiges darauf hin, dass es auch bei Diesel einen Effekt geben könnte.
Es kommt auf Größe und Region an
Wie stark die Effekte sind, kommt aber auf Region und Tankstellengröße an. Bei kleineren Ketten und unabhängigen Anbietern ermittelten die Forscher die größten Margenanstiege, bei großen Ketten die kleinsten. „Dieser Unterschied zeigt, dass die Reform nicht einheitlich wirkt, sondern stark von Marktstruktur und Wettbewerbsintensität abhängt“, sagt DICE-Direktor Justus Haucap. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass insbesondere größere Unternehmen ihre Margen weniger stark erhöhen, da sie als marktbeherrschende Akteure eher kartellrechtliche Prüfungen fürchten müssen.“
Regional waren die Effekte in Süddeutschland besonders stark. „Das höhere durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen im Süden könnte eine höhere Zahlungsbereitschaft und damit größere Margenanpassungen begünstigen“, heißt es von den Forschern. Allerdings könnten auch regionale Unterschiede in den Lieferketten und bei der Rohölbeschaffung zu Kostenunterschieden führen, welche die regionalen Unterschiede bei den Preisreaktionen weiter verstärkten.
Basis der Studie waren Preisdaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe in den 14 Tagen vor und nach der Reform, die am 1. April in Kraft getreten ist. Um die Gewinnmargen zu berechnen, verglichen die Forscher die Nettopreise mit den Großhandelspreisen aus der europäischen Handelsregion Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen.
Effekt war schon im Vorfeld befürchtet worden
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Schon im Vorfeld der Einführung der 12-Uhr-Regel hatte es Kritik und die Befürchtung gegeben, dass das aus Österreich übernommene Modell eher zu höheren Spritpreisen führen könne, weil die Preise auf Vorrat erhöht würden. Auch die Entwicklung der Preise im Vergleich zu den EU-Nachbarn hatte in den ersten Tagen nach Einführung bei Benzin einen besonders starken Anstieg in Deutschland gezeigt.
Der nächste Versuch, die Spritpreise zu senken, beginnt am nächsten Wochenende: Dann wird der sogenannte „Tankrabatt“ aktiv, bei dem die Steuern auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent gesenkt werden. Die Regelung gilt nur für die Monate Mai und Juni.
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(nie)
Künstliche Intelligenz
nebenan.de: „Wert entsteht durch die Nachbarschaft, nicht durch die Plattform“
nebenan.de ist mit über 4,3 Millionen Nutzerinnen und Nutzern Deutschlands größte Nachbarschaftsplattform. Ziel ist es, wie beispielsweise beim US-Konkurrenten Nextdoor oder Stadtland.Funk Menschen lokal zu vernetzen, Hilfe zu ermöglichen und Einsamkeit entgegenzuwirken – online wie offline. Nutzer fühlen sich weniger einsam, viele leisten Nachbarschaftshilfe und sparen durch Teilen und lokale Angebote Geld. Wir haben mit Geschäftsführer Philipp Witzmann über Community, Monetarisierung und den Unterschied zu klassischen sozialen Netzwerken gesprochen.
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Was macht nebenan.de grundsätzlich anders als andere soziale Netzwerke?
Wir setzen komplett auf lokale Nachbarschaften. Bei uns geht es nicht um Reichweite oder virale Inhalte, sondern darum, was direkt vor der eigenen Haustür passiert. Das verändert die Dynamik enorm.
Inwiefern?
Die Menschen verhalten sich anders, wenn sie wissen, dass sie ihren Nachbarn auch im echten Leben begegnen können. Die Kommunikation ist weniger aggressiv, beispielsweise bei politischen Themen, und es entsteht eher ein echtes Miteinander. Politische Themen, außer sie haben einen konkreten nachbarschaftlichen Bezug, wollen wir auf der Plattform nicht – da sie schnell eskalieren.
Viele Plattformen versuchen, Nutzer möglichst lange zu binden. Wie ist das bei Ihnen?
Unser Ziel ist nicht, möglichst viel Zeit auf der Plattform zu erzeugen. Im Gegenteil: Die Leute kommen vielleicht einmal pro Woche, schauen, was es Neues gibt, und gehen dann wieder. Der eigentliche Mehrwert entsteht offline – wenn sich Menschen treffen oder helfen.
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Spiegelt sich das auch in Zahlen wider?
Ja, sehr deutlich. Laut unserem Wirkungsbericht fühlen sich aktive Nutzer etwa 24 Prozent weniger einsam. Über 80 Prozent haben im letzten Jahr Hilfe gegeben oder erhalten. Und jede dritte Person spart durch den Marktplatz oder gemeinschaftliche Nutzung Geld. Das zeigt: Der Wert entsteht durch die Nachbarschaft, nicht durch die Plattform selbst.
Welche Rolle spielt der Marktplatz dabei?
Eine große. Viele nutzen ihn, um Dinge zu verkaufen, zu verschenken oder auszuleihen. Das stärkt nicht nur die Nachbarschaft, sondern fördert auch nachhaltiges Verhalten.
Sie haben auch Werbung als Einnahmequelle. Wie funktioniert das bei Ihnen?
Wir haben den Vorteil, dass unsere Nutzer verifiziert sind und sich in klar definierten Nachbarschaften bewegen. Dadurch ist lokales Targeting sehr präzise. Gleichzeitig gibt es bei uns keine unendlichen Impressionen, weil wir kein endloses Scrollen fördern.

Geschäftsführer Philipp Witzmann von nebenan.de
(Bild: nebenan.de)
Wie gehen Sie mit Moderation und problematischen Inhalten um?
Wir arbeiten mit einem Moderationsteam und technischen Systemen, die problematische Inhalte schnell erkennen. Gleichzeitig hilft unser lokaler Ansatz: Inhalte verbreiten sich nicht unkontrolliert viral. Das reduziert viele Probleme, die andere Plattformen haben.
Ein großes Thema ist die Wirkung sozialer Medien auf junge Menschen. Wäre das nicht eine gute Möglichkeit, dass Jugendliche die Plattform als Alternative nutzen?
Wir beobachten die Entwicklungen sehr genau. Viele junge Menschen fühlen sich heute einsam, auch durch soziale Medien. Unser Ansatz ist ein anderer: weniger Suchtmechaniken, mehr echte Begegnung. nebenan.de richtet sich bewusst an eine ältere Zielgruppe, aktuell ab 18 Jahren.
Wo sehen Sie nebenan.de in Zukunft?
Wir wollen weiter wachsen und die Plattform sinnvoll weiterentwickeln – aber immer mit dem Fokus auf echte Nachbarschaft. Unser Ziel bleibt, Menschen zusammenzubringen und das Miteinander zu stärken.
Ist nebenan.de mit Kosten verbunden?
Nein, für Privatpersonen ist die Plattform kostenlos. Wer möchte, kann uns jedoch mit einem monatlichen oder jährlichen Förderbeitrag unterstützen. Auf unserem Marktplatz haben iOS-Nutzerinnen und -Nutzer seit letztem Jahr die Möglichkeit, ihre Inserate für 2,49 Euro über einen Zeitraum von fünf Tagen an die Top-Position in ihrer Nachbarschaft zu setzen. Diese werden dann zusätzlich hervorgehoben und mit „Greif zu“ markiert. Seit Kurzem steht diese Funktion auch für Android und Web zur Verfügung. Wichtig ist uns, dass das fair und transparent bleibt – auch für alle, die das Feature nicht nutzen.
Auch lokale Gewerbe wie der Bäcker oder die Schneiderei nebenan können sich über das sogenannte „Gewerbeprofil“ mit ihrer Nachbarschaft vernetzen und darüber Angebote schalten. Dieses Profil ist allerdings kostenpflichtig.
(mack)
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