Apps & Mobile Entwicklung
Im Interview: CachyOS-Chefentwickler Peter Jung

Die Linux-Distribution CachyOS auf Basis von Arch wird insbesondere im Gaming-Umfeld immer beliebter. Ein Grund ist der vergleichsweise leichte Einstieg mit automatischem GUI-Installer und Hilfsprogrammen, aber auch Leistungs-Optimierungen. ComputerBase hat mit Co-Chefentwickler Peter Jung über den Status quo gesprochen.
Der neue SternLinux (Mesa 26) vs. Windows 11 im Test: Aktuelle Gaming-Benchmarks mit Radeon RX & GeForce RTX am Distro-Himmel?
CachyOS hat einen Lauf. Im Jahr 2025 haben 1,9 Millionen Nutzer die Seite des CachyOS-Projekts aufgerufen. DistroWatch reiht CachyOS auf Platz 1 aller Distributionen nach Seitenaufruf. Zahlreiche Berichte, Benchmarks und auch Videos rund um CachyOS rücken die Distribution immer mehr in den Fokus von Linux-Nutzern und jenen, die es noch werden wollen.
Zuletzt auch auf ComputerBase im Einsatz
Auch ComputerBase hat im letzten großen Linux- vs. Windows-Gaming-Vergleichstest erstmals auf CachyOS gesetzt.
- Linux (Mesa 26) vs. Windows 11 im Test: Aktuelle Gaming-Benchmarks mit Radeon RX & GeForce RTX
Denn nicht nur bietet CachyOS eine schnelle Installation auf neuen Systemen, es optimiert Linux auch in puncto Gaming-Leistung. Selbst experimentelle Features wie FSR4 lassen sich in CachyOS auch ohne Linux-Kenntnisse leicht aktivieren. Ein umfangreiches Wiki und ein Community-Discord-Server bieten schnelle Hilfe.
Was macht CachyOS besonders?
CachyOS basiert auf Arch Linux. Entsprechend finden sich typische Anwendungen wie pacman bei CachyOS wieder und auch das Veröffentlichungsmodell eines Rolling Release bleibt gleich.
Doch CachyOS übernimmt nicht einfach fertige Anwendungen von Arch Linux, sondern baut ausgewählte Pakete neu – und optimiert dabei gezielt auf moderne Hardware-Architekturen (Stichwort Befehlssatzerweiterungen wie x86-64-v4).
Auch der Kernel selbst wird optimiert und bietet umfangreiche Scheduler-Wahl. Doch auch der Installationsprozess selbst ist vereinfacht, übersichtlich und mit vielen Optionen ausgestattet – darunter 17 Desktop-Umgebungen wie KDE, GNOME und weitere. Selbst eine spezielle Handheld-Version steht zur Verfügung.
11 Fragen an Peter Jung
Eine zentrale Figur des Projekts ist Peter Jung. Der Co-Chefentwickler von CachyOS findet sich auch als Community-Mitglied im Forum von ComputerBase wieder. Die Redaktion hat die Gelegenheit genutzt, um einen tieferen Einblick in CachyOS zu gewinnen und konnte Peter zu einem Interview bewegen. Nicht unerwähnt bleiben sollte allerdings: Das Team hinter CachyOS ist viel größer.
- CachyOS – wie kam’s?
Peter Jung, CachyOS: Ich habe erst vor „kurzem“ mit Linux angefangen, etwa 2019, durch ein Schulprojekt. Zwischen 2020 und 2021 habe ich begonnen, einen Custom-Kernel zu pflegen, der einen anderen CPU-Scheduler nutzt.Nachdem ich recht viel mit dem Maintainer des CPU-Schedulers zusammengearbeitet hatte, kam er auf die Idee, eine Distribution zu erstellen. Zu der Zeit wurde auch in Arch Linux der x86-64-v3-Befehlssatz diskutiert, und wir begannen, diesen in CachyOS zu implementieren. CachyOS war und ist ein Hobby- und Lernprojekt.
- Hat dich der Erfolg der letzten Jahre überrascht?
Peter Jung, CachyOS: 2024 war ein richtig starkes Jahr für uns! Mitte 2024 hat der Traffic stark zugenommen, da CachyOS immer bekannter wurde und die Leute Vertrauen zu uns aufgebaut haben. Wir waren sehr überrascht! 2025 hat das Ganze dann nochmal übertroffen: Die Community hat sich verdreifacht, wir haben über 11 Petabyte an Daten ausgeliefert, hatten 1,9 Millionen Unique Visitors und bis zu 133.000 ISO-Downloads pro Monat. Das hätten wir uns nie vorstellen können. - Was glaubst du, ist das Geheimnis eures Erfolgs?
Peter Jung, CachyOS: Generell denken wir, dass es an der Community-Arbeit liegt und daran, dass wir Technologien und Projekte sehr schnell in CachyOS integrieren und diese auf einfache Weise bereitstellen. Viele Linux-User sind sehr experimentierfreudig und lieben es, Neues auszuprobieren.Das Team ist auch sehr aktiv in der Community. Wir haben 2025 neue Teammitglieder gewonnen und arbeiten eng zusammen — es macht einfach Spaß.
- Ihr habt inzwischen auch Sponsoren gefunden, wie hat sich das auf das Projekt ausgewirkt?
Peter Jung, CachyOS: Ja, das war ein riesiger Meilenstein! Framework sponsert uns seit Dezember 2025 mit einer monatlichen Spende und hat uns ein Framework-16-Laptop zur Verfügung gestellt, damit wir unseren Kernel und unsere Pakete auf moderner Hardware optimieren können.Dazu kommt CDN77, die über 65 % unseres weltweiten Traffics abdecken. Und dank der Community-Spenden konnten wir 2025 zum ersten Mal alle Server- und Wartungskosten decken — insgesamt rund 13.500 Euro. Voll- oder Teilzeitarbeit ist daraus leider noch nicht möglich, aber es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
- Was steht für 2026 an?
Peter Jung, CachyOS: Wir arbeiten weiterhin an einem eigenen Installationsframework. Calamares haben wir bereits massiv verbessert — mit animierten Desktop-Vorschauen, besserer Bootloader-Auswahl und vielem mehr — aber langfristig wollen wir etwas Eigenes. Außerdem entwickeln wir eine Server-Edition für NAS, Workstations und Serverumgebungen. Und Merchandise ist auch endlich geplant — wir versuchen, das 2026 hinzubekommen. - Und wie sieht es mit AVX10 aus?
Peter Jung, CachyOS: Da warten wir noch auf die Hardware. Anfang 2027 soll Nova Lake kommen, dann wird das richtig spannend. Bis dahin bereiten wir uns vor. - Wird 2026 das Jahr des Linux?
Peter Jung, CachyOS: Absolut! Das Support-Ende von Windows 10 im Oktober 2025 war genau der Katalysator, den wir erwartet hatten. Viele Leute haben SteamOS und Linux ausprobiert, und die Zahlen sprechen für sich: Linux Gaming hat im Dezember 2025 einen Rekord-Marktanteil in der Steam Hardware Survey erreicht.Valve hat außerdem die neue Steam Machine angekündigt — ein kompaktes konsolenähnliches Gerät, das SteamOS nutzt und 2026 erscheinen soll [Anm.d.Red.: Na mal sehen)]. Dazu kommen das Steam Frame VR-Headset und der neue Steam Controller. Valve investiert massiv in Linux, und das zieht die ganze Plattform mit.
- Was gefällt dir an der (Linux-) Community?
Peter Jung, CachyOS: Die Linux-Community ist generell sehr aufgeschlossen, man hilft sich gegenseitig, und Bugs werden schnell „bisected“, sodass Entwickler Unterstützung erhalten. Außerdem liebt es die Community, Neues zu testen, und bringt Linux damit voran. - … und was stört dich?
Peter Jung, CachyOS: Als Entwickler bekommt man oft mit, dass Nutzer recht viele Support-Anfragen stellen und dabei denken: „Wir würden ihnen ein Produkt verkaufen.“ In gewisser Weise tun wir das, aber es ist auch kostenlose Arbeit, und kaum jemand verlangt Geld für Open-Source-Projekte. Oftmals hat man es mit der Einstellung zu tun: „Wenn du mir nicht sofort hilfst, dann nutze ich dich nicht.“ Das mag ich nicht so gerne.Ebenfalls werden neue Linux-User in manchen Foren oder Communities oft eingeschüchtert mit Aussagen wie „Lies die Doku oder nutze kein Linux.“ Einerseits ist das verständlich, andererseits bringt man damit keine neuen Nutzer zu Linux. „The Linux (Community) is its own enemy“ passt in vielen Fällen recht gut.
- Du bist ja auch Arch-Linux-Maintainer, profitieren beide Projekte von den in CachyOS gesammelten Erfahrungen?
Peter Jung, CachyOS: Ja! Die Projekte profitieren gegenseitig sehr stark. Wir bringen unsere Erfahrungen, etwa bei Umstellungen, die wir schon durchgeführt haben, in Arch Linux ein. Umgekehrt bekomme ich in Arch Linux viele Einblicke in deren Prozesse und Updates. Das hilft uns enorm, und es ist keine Überraschung, wenn Pakete aus Testing in die Stable-Repositories verschoben werden. Außerdem kann ich Änderungen an PKGBUILDs upstreamen, wodurch keine „doppelte“ Arbeit entsteht. - Treiber der Linux-Verbreitung auf dem Desktop war in letzter Zeit Gaming und damit insbesondere Valve. Was hältst du von Linux als (zukünftige) Gaming-Plattform?
Peter Jung, CachyOS: Linux kann eine großartige Gaming-Plattform werden — aber es braucht Zeit, Geld, Entwicklungs- und Testing-Power. In den letzten Jahren haben wir schon massive Fortschritte gesehen, und mit Valves neuer Hardware-Offensive 2026 bin ich sehr optimistisch, dass sich dieser Trend weiter beschleunigt.
Redaktioneller Transparenzhinweis: Das Interview mit Peter ist bereits vor einigen Monaten entstanden, ist aber bisher nicht als Bericht erschienen. Im Zuge der finalen Veröffentlichungen hat die Redaktion Peter erneut kontaktiert, um das Interview auf den neuesten Stand zu bringen.
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CachyOS ist eine auf Arch Linux basierende Distribution mit Optimierungen für moderne Prozessoren.
- Version March 2026 Deutsch
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Apple: Der Mac Pro ist Geschichte, kein Nachfolger geplant

Der Mac Pro ist Geschichte. Apple hat den Desktop-Mac global von der Website des Unternehmens entfernt und gegenüber US-Medien bestätigt, dass das Produkt eingestellt wurde und es keine Pläne für zukünftige Hardware gebe. Das bis zuletzt verfügbare Modelle hatte Apple 2019 noch mit Intel-Prozessoren eingeführt.
Im Mac-Bereich der Apple-Website reicht das Portfolio jetzt noch vom neuen MacBook Neo bis hoch zum Mac Studio. Der noch gestern kurzzeitig gelistete Mac Pro ist dort nicht mehr zu finden. Auch die im Rack montierbare Server-Edition des Mac Pro ist von der Website verschwunden. Nachdem dies zuerst mehreren Nutzern in sozialen Medien aufgefallen war, hat Apple auf Nachfrage mehrerer US-Medien die Einstellung des Produkts bestätigt, wie unter anderem 9to5mac berichtet. Apple hat den Mac Pro auch nicht offline genommen, um damit Platz für einen Nachfolger zu machen. Ganz im Gegenteil: Es gibt keine Pläne für zukünftige Mac-Pro-Hardware, bestätigt Apple.
Einführung 2019 mit Intel Cascade Lake
Der bis zuletzt verfügbare Mac Pro war der Nachfolger der 2013 eingeführten „Tonne“, des zylindrischen Mac Pro, der bei Fans eines Desktop-Mac allerdings weniger gut ankam. Upgrades waren mühsam und das thermische Design stieß früh an Einschränkungen für neue Hardware. 2019 folgte die Rückkehr zu einem klassischen Tower, der sich wieder einfacher aufrüsten ließ. Zur Markteinführung im Dezember 2019 setzte Apple noch auf Intel-Prozessoren, genauer gesagt Cascade-Lake-CPUs aus der Serie Xeon W-3200, die sich mit bis zu 1,5 TB DDR4-RAM und maximal zwei AMD Radeon Pro W6900X kombinieren ließen.
Umstellung auf den Apple M2 Ultra
Apple Silicon spielte beim Mac Pro nur einmalig eine Rolle, als 2023 die Umstellung auf den M2 Ultra mit 24 CPU-Kernen, bis zu 76-Kern-GPU und maximal 192 GB LPDDR5-RAM erfolgte. Diese Ausführung stand bis zuletzt zum Verkauf, die neueren Apple-Silicon-Prozessoren der M3-, M4- oder aktuellen M5-Generation standen nie zur Auswahl.
Mac Studio ist das neue Flaggschiff
Nach drei Jahren ohne weitere Upgrades ist der Mac Pro somit nun an seinem Ende angekommen und der Mac Studio (Test mit M2 Ultra) nimmt die Position des Flaggschiffs im Portfolio ein. Dort gibt es mit dem M3 Ultra (oder M4 Max), bis zu 80 GPU-Kernen und bis zu 256 GB RAM ohnehin mehr Leistung als im nicht mehr aktualisierten Mac Pro. Gerüchten zufolge soll es für den Mac Studio auf Basis der aktuellen M5-Mikroarchitektur künftig auch wieder ein Modell mit M5 Ultra geben.
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Samsung Galaxy S26 Ultra mit Privacy Display im Test
Das Samsung Galaxy S26 Ultra bringt vor allem ein neues großes Feature mit: das Privacy Display, das Fremden den Blick auf den Bildschirm erschwert. Im Test erwies sich die Funktion als sinnvolle Ergänzung. Davon abgesehen gibt es einen abermals schnelleren Prozessor, kleinere Kamera-Upgrades und schnelleres Laden. Und mehr KI.
Preis und Verfügbarkeit
Von den drei Neuvorstellungen Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra (Hands-on) ist es dieses Jahr in erster Linie das Topmodell, dem Samsung neue Features spendiert hat. Mehr Leistung haben auch die anderen Modelle erhalten, abgesehen von neuer Software war es das dann aber auch schon fast. Mehr Fleiß zeigt Samsung beim Ultra, das zudem der einzige Neuzugang ist, dessen Basismodell den Preis des Vorgängers übernommen hat, wie nachfolgende Tabelle verdeutlicht. Mehr Speicher kostet aber auch hier mehr als noch beim Galaxy S25, S25+ und S25 Ultra im letzten Jahr.
Technische Daten der Galaxy-S26-Serie
Der Blick in die technischen Daten zeigt, welche Alleinstellungsmerkmale das Galaxy S26 Ultra besitzt. Über das Dropdown-Menü lässt sich die aktuelle Generation mit Modellen bis zurück zum Galaxy S20 vergleichen. Einzig das Galaxy S26 Ultra kommt mit Stylus, Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5, 200-Megapixel-Hauptkamera, zwei Teleobjektiven, dem größten Akku und 65-Watt-Laden. Aufgeführt sind auch die Preise im freien Online-Handel. Von den 1.449 Euro, die Samsung für das Galaxy S26 Ultra mit 256 GB aufruft, ist es dort ab 1.140 Euro zu erwerben.
Ein Ultra-Modell unter 8 mm
Das Galaxy S26 Ultra ist das erste „Ultra“ von Samsung mit einer Bautiefe von weniger als 8 mm. Es wiegt mit 214 g zudem weniger als das Galaxy S25 Ultra und deutlich weniger als die noch älteren Vorgänger. Das ist dem Wechsel von schwererem Titan zurück zu Aluminium zu verdanken, das Samsung somit nur für ein Jahr verwendet hat.
Für ein 6,9-Zoll-Flaggschiff hinterlässt das Galaxy S26 Ultra aufgrund des neuen Designs einen etwas weniger aufdringlichen Fußabdruck in der Hosentasche, die Fläche macht die Zweihandbedienung aber unabdinglich. Das matte Design von Rahmen und Rückseite sorgt dafür, dass Fingerabdrücke kaum Spuren hinterlassen. Gleichzeitig sorgt die geschmeidige Oberfläche dafür, dass das Telefon gerne mal aus den Fingern gleiten will. Eine Schutzhülle ist ratsam, den Test hat das Smartphone aber ohne unfreiwilligen Droptest überstanden.
Designmerkmale des Galaxy S25 Edge
Optisch gibt sich das Smartphone eher unauffällig, neu sind neben den Farben die Einfassungen der Kameras, die sich am Galaxy S25 Edge (Test) orientieren. Die aufgeklebten schwarzen Kameraringe sind nach entsprechender Kritik Geschichte. An Materialwahl und Verarbeitung gibt es auch dieses Jahr nichts auszusetzen. Die IP68-Zertifizierung schützt abermals vor Staub und Wasser, auch wenn mancher Konkurrent bereits IP69 bietet oder tieferes Untertauchen erlaubt.
OLED-Bildschirm mit neuem Privacy Display
Star der Show ist dieses Mal der Bildschirm, den es so nur beim Galaxy S26 Ultra gibt. Das gilt übrigens auch weiterhin für das Reflexionen minimierende Gorilla Armor 2, das Samsung abermals nicht auf die kleineren Modelle portiert hat. Das zeigt ein weiteres Mal Samsungs Ausrichtung auf das Premiumsegment weit oberhalb von 1.000 Euro.
Privacy Display lässt sich selektiv nutzen
Neu ist das Privacy Display, das in Deutschland mit der sperrigen Bezeichnung Datenschutzanzeige gesegnet wurde. Dahinter verbirgt sich eine von Samsung Display entwickelte Technologie, die vereinfacht ausgedrückt schmale und breite Pixel miteinander kombiniert, die einen unterschiedlichen Abstrahlwinkel des Lichts haben. Werden diese Pixel entsprechend angesteuert, lässt sich beeinflussen, aus welchem Blickwinkel Inhalte auf dem Bildschirm sichtbar sind – oder nicht. Das soll neugierige Blicke Dritter auf das Display unterbinden oder zumindest etwas einschränken.
Das Feature lässt sich selektiv und zweistufig aktivieren. Denn: Es gehen auch Nachteile damit einher, die man nicht permanent hinnehmen möchte. Die Blickwinkelstabilität nimmt ab und bei maximalem Schutz verliert das OLED-Panel deutlich an Bildqualität. Samsung sorgt mit Einstellungen im Betriebssystem deshalb dafür, dass sich das Privacy Display nur bei bestimmten Apps, nur bei bestimmten Benachrichtigungen, nur auf dem Sperrbildschirm oder nur bei anderen sicherheitsrelevanten Aktionen aktiviert.
Für die selektive Aktivierung hat sich auch ComputerBase während des Tests entschieden. Zum Einsatz kam das Feature bei Banking- und Trading-Apps, bei Airline-Apps und auf dem Sperrbildschirm. Es muss ja nicht jeder mitbekommen, wie es um die persönlichen Finanzen bestellt ist oder wann und wohin die nächste Flugreise geht.
Nur der maximale Schutz ist wirklich effektiv
Aber bekommt mit dem Privacy Display wirklich niemand mehr mit, was der Bildschirm zeigt? Das Feature kann effektiv sein, aber es ist standardmäßig nicht so effektiv, wie es das ein oder andere Werbevideo von Samsung vermuten lässt. Es kommt zudem stark darauf an, wie das Smartphone gehalten wird, etwa weit weg vom Körper oder doch eher nah angelegt. Sitzt man im Bus oder Flugzeug eng bestuhlt nebeneinander und hält das Smartphone nicht gerade dicht an der Brust, lassen sich vom Sitznachbarn weiterhin Inhalte erspähen – wenn auch in schlechterer Qualität und nicht immer im Ganzen. Schaut man dem Nutzer jedoch von hinten über die Schulter, ist der vermeintliche Schutz annähernd nutzlos.
In Fällen wie diesen ist der Wechsel in den Modus für maximale Privatsphäre ratsam. Hier machen Nutzer den eingangs erwähnten Trade-off aus reduzierter Bildqualität und gesteigertem Sichtschutz. Die „breiten Pixel“, die im normalen Modus abgedunkelt werden, dienen hier als eine Art Lichtvorhang und sollen den Blick auf das Panel weiter erschweren. Das funktioniert in der Tat gut und war im Test letztlich der Modus, für den sich der Redakteur selektiv in Apps entschieden hat, um noch mehr Schutz zu erhalten. Die reguläre Ausführung erlaubte in zu vielen Situationen noch immer den Blick durch Fremde auf den Bildschirm. Den Grauschleier und reduzierten Kontrast muss man für die Nutzung der ausgewählten Apps temporär in Kauf nehmen.
Helligkeit bleibt unverändert hoch
Dass mit Sichtschutz schlichtweg weniger zu sehen ist, da auch die Helligkeit zurückgefahren wird, verdeutlichen die Messwerte. In Standardmodus kommt das 6,9 Zoll große, in 1440p auflösende und bis zu 120 Hz schnelle OLED-Panel auf die vom letzten Jahr mit dem Galaxy S25 Ultra bekannten Messwerte. 1.438 cd/m² in der Fläche stehen bis zu 2.696 cd/m² für ein 10-Prozent-Fenster gegenüber. Der Bildschirm ist in allen Lebenslagen hell genug, wie es die einwandfreie Nutzung selbst an den sonnigsten Tagen in Barcelona bewiesen hat. Auf die Gesamtfläche betrachtet bleibt Google zwar an der Spitze, Samsung schneidet in Summe aber ebenfalls sehr gut ab.
700 cd/m² bei aktiviertem Privacy Display
Bei aktiviertem Privacy Display muss man dann allerdings mit rund 700 cd/m² auskommen. Da macht es auch keinen Unterschied, ob das Umgebungslicht sehr hell ausfällt. Beim Messen ließ sich selbst mit einem extrem hellen Fotolicht kein höherer Wert auslösen. Das verwundert auch nicht, da die Helligkeit ein maßgeblicher Faktor für die Ablesbarkeit von der Seite ist, selbst wenn Samsung eigentlich nur ausgewählte Pixel reduziert. Im Modus mit maximaler Privatsphäre steigt der minimale Schwarzwert auf 18 cd/m², was den Grauschleier erklärt. Erneut gilt: Am besten nutzt man das Privacy Display selektiv in Apps, um die Nachteile stets nur für kurze Zeit hinnehmen zu müssen.
Blickwinkel sind beim Vorgänger etwas besser
Abseits von Privacy Display und Helligkeit punktet das Galaxy S26 Ultra wieder mit dem Gorilla Armor 2, dem exklusiven Glas von Corning für Samsung, das Reflexionen sichtbar gegenüber Standardglas desselben Herstellers reduziert. Nicht nur ist dieses Glas exklusiv für Samsung, es ist abermals exklusiv für das Ultra.
Bei ganz genauer Betrachtung schneidet das letztjährige Galaxy S25 Ultra in puncto Reflexionen und Blickwinkelstabilität aber einen Hauch besser ab als das neue Modell. Das neue Panel des Zulieferers Samsung Display wechselt bei Neigung leicht ins Bläuliche, das passiert beim Galaxy S25 Ultra nicht. Dort behält der Bildschirm selbst bei schräger Betrachtung noch eher seinen natürlichen Look ohne Farbverfälschungen. Will man das Privacy Display überhaupt nicht nutzen, hat das Galaxy S25 Ultra genau genommen den minimal besseren Bildschirm.
Der S Pen darf weiterhin bleiben
Geboten wird auch weiterhin der S Pen, Samsungs Stylus, den man nur bei diesem Smartphone noch findet. Neue Funktionen gibt es dieses Jahr nicht, aber eine leicht veränderte Positionierung im Gehäuse, sodass eine kleine Ecke des Stifts jetzt hervorsteht, um ihn etwas besser greifen zu können. Nachdem seit der letzten Generation kein Bluetooth mehr für die Nutzung als Fernbedienung geboten wird, scheint Samsung den Stift nur noch mitzuschleppen, aber nicht mehr aufzuwerten. Aus Sicht der Redaktion könnte er Platz für eine größere Batterie machen, da er zumindest beim Redakteur überhaupt keine Alltagsrelevanz hatte.
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Star Wars: Zero Company: XCOM-Kämpfe bekommen Mass-Effect-Verkleidung

Star Wars: Zero Company ist mehr als nur ein Rundentaktik-Spiel. Sein Kern besteht zwar aus Kämpfen im XCOM-Format, dazu kommen aber auch Anteile von BioWares-Rollenspiel-Meisterwerk Mass Effect – und ein paar weitere Kniffe, die das Spiel spannend machen sollen.
Der erste Eindruck täuscht damit, das legt eine große Vorschau von PC Gamer nahe. Die Seite konnte das Spiel bereits etwa fünf Stunden lang spielen und Eindrücke gewinnen. Das Fazit: Zero Company erzeuge wie erwartet gekonnt kleine situative Geschichten, ganz wie XCOM. Überraschend sei alles andere.
XCOM meets Mass Effect
Ein Fokus der Entwicklung habe darauf gelegen, die taktischen Kämpfe aus der Vogelperspektive mit Erkundungen aus der Schulterperspektive zu kombinieren, bei denen Spieler den Protagonisten Hawks steuern. So komme deutlich größeres Star-Wars-Flair auf. Erkundet werden die Missionsumgebungen , aber auch das Hauptquartier, „The Den“, aus Rogue One, also alles außerhalb der Kämpfe selbst.
Dort stehen Mitglieder des Zero-Company-Trupps als Gesprächspartner zur Verfügung, aber auch Möglichkeiten zum Erwerb von Fähigkeiten und Ausrüstung. An diesen Stellen wirke das Spiel fast wie Respawns Fallen Order, schreibt PC Gamer. Ziel ist es laut den Entwicklern, das Gameplay im Zentrum elegant zu verpacken.
Dazu gehört es auch, mit unterschiedlichen Interessen und Vorlieben der rekrutierten Söldner umzugehen und sich um sie zu kümmern. Permadeath gehört fest zum Konzept, wobei vor dem Tod zunächst Verwundungen kommen, die sich behandeln lassen. Sofort stirbt dann doch niemand.
Alles geht nicht
Beim Missionsdesign versuchen die Entwickler, Geheimdienst-Feeling aufkommen zu lassen. Einige Aufgabenarten können laut der Vorschau auf verschiedene, auch kampflose Arten gelöst werden, andere dienen der Sabotage. Das Spiel kündige dabei an, dass ein Gegnertyp bald zwei Upgrades bekommen wird und überlasse es dem Spieler, mit einer Mission eines davon zu sabotieren. Wer die Mission nicht mache, müsse hingegen mit stärkeren Feinden rechnen, die beide Verbesserungen nutzen können. Jede Mission kann zeitlich allerdings nicht absolviert werden, es gilt also Entscheidungen zu treffen. Während der Einsätze schafft es das Spiel ebenfalls, den Druck mit überraschenden Wendungen hochzuhalten. Potentiell ist Zero Company für PC Gamer deshalb ein Spiele-Hit 2026.
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