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Apps & Mobile Entwicklung

ISO/IEC 42001:2023: Microsoft 365 Copilot gilt erneut als sicher


ISO/IEC 42001:2023: Microsoft 365 Copilot gilt erneut als sicher

Bild: Microsoft

Microsofts Copilot hat erneut erfolgreich die Zertifizierung nach ISO/IEC 42001:2023 bestanden. Dies nutzt das Unternehmen, um abermals die Sicherheits- und Governance-Aspekte seines KI-Assistenten hervorzuheben und das Vertrauen von Unternehmen in die Plattform weiter zu stärken – oder zumindest zurückzugewinnen.

Microsoft erneut mit Bestnote

Bei ISO/IEC 42001:2023 handelt es sich um den ersten international anerkannten Standard für die Einrichtung, Umsetzung, Pflege und fortlaufende Verbesserung eines KI-Managementsystems. Die Ende 2023 eingeführte Norm soll Unternehmen und Behörden einen strategischen wie operativen Rahmen bieten, um künstliche Intelligenz sicher, transparent, verantwortungsvoll und unter Berücksichtigung ethischer Anforderungen zu entwickeln, bereitzustellen und einzusetzen.

Die Zertifizierung hatte Microsoft bereits im vergangenen März erfolgreich durchlaufen. Der externe Audit soll dabei ohne sogenannte „Non-Conformities“, also ohne Verstöße gegen Anforderungen, und zudem ohne Verbesserungshinweise abgeschlossen worden sein. Bereits damals gehörte Microsofts Copilot zu den ersten KI-Systemen, die eine externe Überprüfung ohne Beanstandungen bestanden hatten. Die ISO-42001-Zertifizierung gilt insbesondere für Unternehmenskunden als relevant, da sie unter anderem Governance-Strukturen, Risikobewertung, Daten-Management, Transparenz, menschliche Aufsicht sowie das Lieferanten-Management von KI-Systemen bewertet. Dabei fließt nicht nur die bestehende Infrastruktur in die Prüfung ein, sondern auch die Weiterentwicklung der jeweiligen Systeme.

Bedingungen haben sich im vergangenen Jahr verschärft

Die Ausgangslage unterschied sich in diesem Jahr allerdings von jener im März 2025. Während Microsoft 365 Copilot damals ausschließlich auf Modelle von OpenAI setzte, unterstützt die Plattform inzwischen eine Multi-Model-Architektur, die auch Claude-Modelle von Anthropic integriert. Zusätzlich sollen laut einem Blog-Beitrag von Microsoft die Prozesse zur KI-Risikobewertung verschärft sowie Governance- und Qualitätsmechanismen erweitert worden sein, gleichzeitig umfasst die aktuelle Überprüfung inzwischen auch Microsoft Copilot Studio. Das aktuelle Ergebnis lässt sich daher nur eingeschränkt mit der vorherigen Zertifizierung vergleichen.

große Unternehmen sparen großes Geld

Microsoft nutzt die erneute Zertifizierung erwartungsgemäß werbewirksam und verweist dabei auf mehrere Unternehmen, darunter den britischen Vermögensverwalter Quilter, die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) sowie die internationale Kanzlei Clifford Chance. Letztere hätte die Einführung von Microsoft 365 Copilot ausdrücklich von den erfüllten Anforderungen an Governance, Datenschutz und Compliance abhängig gemacht. Erst nach entsprechender Prüfung sei die Plattform eingeführt worden. Laut Microsoft soll PwC hingegen inzwischen weltweit rund 200.000 Copilot-Lizenzen einsetzen, mehr als 40 Millionen Copilot-Aktionen sollen dort Zeitersparnisse im Gegenwert von rund 150 Millionen US-Dollar ermöglicht haben.

Insgesamt soll Microsoft 365 Copilot inzwischen auf mehr als 15 Millionen bezahlte Nutzerplätze kommen. Darüber hinaus verweist Microsoft auf eine Studie des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Forrester Research zum wirtschaftlichen Nutzen des KI-Assistenten. Dieser zufolge soll Copilot einen Return on Investment (ROI) von 116 Prozent erzielen. Zudem hätten 66 Prozent der befragten Unternehmen angegeben, dass Copilot ihre IT- und Datensicherheitslage verbessert oder vereinfacht habe.

Trotz dieser Erfolge sieht sich Microsoft weiterhin mit regulatorischen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählt auch der EU Artificial Intelligence Act (EU AI Act), dessen Vorgaben für Hochrisiko-KI-Systeme ab August 2026 verbindlich greifen sollen.

Microsoft muss Vertrauen zurückgewinnen

Microsoft weiß die positiven Ergebnisse der Zertifizierung gezielt für seine Außendarstellung zu nutzen, was nicht zuletzt angesichts des Desasters rund um Microsofts Copilot+-Feature Recall, das immer noch in den Köpfen vieler Nutzer präsent sein dürfte, kaum überraschen sollte. Vor rund zwei Jahren wurde bekannt, dass die visuellen Schnappschüsse der Bildschirmaktivitäten der Nutzer sowie die daraus gewonnenen Informationen entgegen früherer Aussagen von Microsoft nicht verschlüsselt gespeichert wurden, sondern für jeden lokal auf der Festplatte einsehbar waren. Dieses Sicherheitsproblem sowie die allgemein kritisierte Datensammelpraxis des Unternehmens sorgen bis heute für Skepsis unter Windows-Nutzern, was sich weiterhin auch in der verbreiteten Ablehnung von Copilot unter Windows 11 widerspiegelt.



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Subnautica 2: Krafton muss 250 Millionen US-Dollar als Bonus an Entwickler zahlen


Subnautica 2: Krafton muss 250 Millionen US-Dollar als Bonus an Entwickler zahlen

Bild: Unknown Worlds Entertainment

Seit dem Early-Access-Start am 14. Mai hat sich Subnautica 2 so gut verkauft, dass Krafton den Entwicklern von Unknown Worlds einen Bonus von 250 Millionen US-Dollar zahlen muss. Zuvor führte die versuchte Umgehung dieser Bonuszahlung durch Krafton zu einem Rechtsstreit.

Das Unterwasser-Survival-Abenteuer Subnautica 2 hat eine turbulente Entwicklungsgeschichte hinter sich. So feuerte Publisher Krafton leitende Mitarbeiter von Unknown Worlds und soll zudem den Early-Access-Start verzögert haben, um eine vereinbarte Bonuszahlung zu umgehen. Doch ein Gericht entschied, dass CEO Ted Gill seinen Posten zurückerhalten muss und der an Umsatzziele gekoppelte Bonus von Krafton zu zahlen ist.

Und nur rund zwei Wochen nach der Veröffentlichung von Subnautica 2 wird die höchstmögliche Bonuszahlung in Höhe von 250 Millionen US-Dollar an Unknown Worlds fällig. Demnach muss Krafton für jeden US-Dollar, den Subnautica 2 aus Verkäufen erzielt, jeweils 3,12 US-Dollar zahlen, wenn in einem Monat mindestens ein Umsatz von 69,8 Millionen US-Dollar erreicht wird.

Subnautica 2 soll sich innerhalb einer Woche vier Millionen Mal verkauft haben

Demnach soll sich Subnautica bereits in der ersten Woche nach dem Early-Access-Release mehr als vier Millionen Mal verkauft und damit allein in diesem Zeitraum 100 Millionen US-Dollar Umsatz generiert haben. Das geht aus Statistiken von Alina Analytics hervor. Somit ist der Launch von Subnautica 2 auf Steam und Xbox-Series-Konsolen als Erfolg zu werten.

„Subnautica 2 ist ein Unterwasser-Überlebensabenteuer von Unknown Worlds, das dich auf eine neue außerirdische Welt führt. Spiele allein oder mit bis zu drei Freunden im Koop, baue Basen, stelle Werkzeuge her und passe dich an, um zu überleben. Erkunde die Tiefen und enthülle ihre Geheimnisse.“

Steam-Beschreibung von Subnautica 2

So wird Subnautica 2 aktuell auf Steam bewertet
Auf Steam liegen zum aktuellen Zeitpunkt bereits etwas mehr als 95.000 Nutzer-Rezensionen vor, rund 4.400 davon in deutscher Sprache. Dabei sind die Bewertungen der Steam-Spieler im Mittel „sehr positiv“, bei insgesamt 94 Prozent positiven Bewertungen bezogen auf deutsche Reviews. Zudem hat Unknown Worlds eine Early-Access-Roadmap mit den nächsten Entwicklungszielen veröffentlicht.



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007 First Light: IO Interactive freut sich über 1,5 Mio. Verkäufe in 24 Stunden


007 First Light: IO Interactive freut sich über 1,5 Mio. Verkäufe in 24 Stunden

Bild: IO Interactive

007 First Light ist laut Entwickler IO Interactive und Amazon MGM Studios der erfolgreichste Verkaufsstart der Studio-Geschichte. Das neue James-Bond-Spiel habe sich innerhalb von 24 Stunden bereits 1,5 Millionen Mal verkauft. Auch mit den Kritiker­wertungen und ersten Spieler-Rezensionen zeigen sich die Entwickler zufrieden.

Die Entwickler zeigen sich zufrieden

Wie IO Interactive gemeinsam mit Rechteinhaber Amazon MGM Studios bekanntgegeben hat, habe sich 007 First Light am ersten Tag nach Release weltweit über 1,5 Millionen Mal verkauft. Unklar bleibt dabei wiederum, auf welchen 24-Stunden-Zeitraum sich die Entwickler konkret beziehen. Das Action-Adventure rund um den noch jungen James Bond ist regulär am 27. Mai 2026 erschienen, war für Vorbesteller respektive Käufer der Deluxe Edition aber schon am 26. Mai spielbar. Jedenfalls handele es sich um den bislang schnellsten Verkaufsstart in der Geschichte des dänischen Studios, das zuvor vor allem durch die Hitman-Reihe bekannt geworden ist.

Die Kontroverse rund um eine unzureichende und schlichtweg aus der Zeit gefallene FSR-Implementierung und damit einhergehende Bekenntnisse beziehungsweise Aufrufe, das Spiel – vorerst – nicht zu kaufen, haben dem Erfolg zum Verkaufsstart augenscheinlich keinen Abbruch getan.

The milestone of 1.5 million units sold in 24 hours reflects overwhelming global enthusiasm for 007 First Light and represents a significant achievement for IO Interactive. With an 88 OpenCritic rating and 87 Metacritic score, 007 First Light has been embraced by both critics and players alike, already establishing itself as one of 2026’s most successful gaming releases.

IO Interactive

Zufrieden zeigen sich die Entwickler auch bezüglich Wertungen und Rezensionen. Auf Metacritic wird 007 First Light mit 87/100 Punkten als eine der besten Neu­veröffentlichungen des Jahres gehandelt, Kritiker finden reichlich Lob und auch Spieler sind angetan. Auf Steam ist das Spiel mit aktuell schon über 8.000 Rezensionen und 91 Prozent Zustimmung „sehr positiv“ bewertet.

Die Entwickler zeigen sich mit der Rezeption des Spiels sehr zufrieden
Die Entwickler zeigen sich mit der Rezeption des Spiels sehr zufrieden (Bild: IO Interactive)

Eine Plattform und Pathtracing fehlen noch

007 First Light ist bereits für den PC auf Steam und im Epic Games Store, die PlayStation 5 und Xbox Series X|S erschienen. Auf der Nintendo Switch 2 soll der Release später im Sommer 2026 erfolgen.

Ebenfalls im Sommer wollen IO Interactive und Technik-Partner Nvidia Pathtracing und damit einhergehend RTX Ray Reconstruction nachreichen.

Wirst du 007: First Light kaufen?
  • Ja, sofort zum Vollpreis / habe vorbestellt bzw. es schon gekauft

  • Ich leihe es mir aus

  • Ja sofort, aber günstiger über Umwege

  • Ja nach Patches / beim ersten Sale

  • Ja, nach deutlichen Preissenkungen

  • Nein



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Euro-Office: Europäische Alternative zu Office365 startet am 09. Juni


Mit Euro-Office geht am 9. Juni eine europäische Office-Suite an den Start, die vor allem Behörden, Bildungs­einrichtungen und Unternehmen unabhängiger von US-amerikanischen Diensten wie Microsoft 365 und Google Workspace machen soll.

Europäische Tech-Allianz

Hinter dem Projekt steht eine europäische Tech-Allianz, zu der unter anderem Ionos, Nextcloud, EuroStack, XWiki, OpenProject und Proton zählen. Das Ziel ist nicht weniger als ein souveräneres Office-Paket für Europa: Dokumente, Tabellen und Präsentationen sollen gemeinsam im Browser bearbeitet werden können, ohne dass Anwender auf US-amerikanische Cloud-Plattformen angewiesen sind.

Der Start am 9. Juni markiert zunächst die erste stabile Version. Kunden von Ionos Managed Nextcloud sollen Euro-Office ab diesem Zeitpunkt installieren können. Die tiefere Integration in das Nextcloud-Workspace-Angebot von Ionos ist demnach für den Spätsommer vorgesehen. XWiki rechnet mit einer Einbindung im vierten Quartal. Damit wird Euro-Office nicht als isoliertes Einzelprodukt positioniert, sondern als Bestandteil bestehender Kollaborations­plattformen.

Eine klassische Desktop-Anwendung ist Euro-Office hingegen nämlich nicht. Die Office-Suite wird im Browser innerhalb unterstützter Plattformen genutzt und richtet sich damit eher an Organisationen, die Dokumenten­bearbeitung, Zusammenarbeit und Datenhaltung zentral bereitstellen wollen. Wer eine lokal installierbare Office-Suite für den Einzelplatz sucht, findet in Euro-Office daher keinen direkten Ersatz für LibreOffice oder Microsoft Office.

Digitale Souveränität soll vorangetrieben werden

Relevant ist das Projekt vor dem Hintergrund der Debatte um die digitale Souveränität. Viele öffentliche Einrichtungen und Unternehmen suchen nach Wegen, Datenverarbeitung, Dokumenten­bearbeitung und Zusammenarbeit stärker unter europäische Kontrolle zu bringen. Euro-Office verspricht hier einen pragmatischen Ansatz: Statt eine komplett neue Office-Welt aufzubauen, wird bestehende Open-Source-Technik aufgegriffen und in europäische Strukturen überführt.

Ob Euro-Office im Alltag tatsächlich eine ernsthafte Alternative zu Microsoft 365 wird, hängt allerdings nicht nur vom Funktions­umfang ab. Entscheidend werden Stabilität, Datei­kompatibilität und Support sein. Gerade in Verwaltungen und größeren Unternehmen reicht der politische Wille allein meist nicht aus. Die Software muss sich vielmehr im täglichen Einsatz bewähren.



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