Künstliche Intelligenz
PayPal im stationären Handel: 7,6 Millionen registrierte Nutzer in Deutschland
PayPal hatte im Mai vergangenen Jahres sein Angebot in Deutschland ausgeweitet und das kontaktlose Bezahlen an der Ladenkasse eingeführt. Damit positionierte sich das Unternehmen gegen Dienste wie Apple oder Google Pay. Das Angebot, das PayPal bislang nur in Deutschland vorhält, scheint anzukommen.
Weiterlesen nach der Anzeige
„Enorme Dynamik“
Laut Alexander Bellabarba, SVP Global Product Solutions bei PayPal, haben sich etwa ein Dreivierteljahr nach Angebotsstart 7,6 Millionen Nutzerinnen und Nutzer der PayPal-App in Deutschland für das Bezahlen per Smartphone-App an der Ladenkasse registriert. Diese Zahl nannte er im Zuge der Digital Finance Conference in Frankfurt und in einem LinkedIn-Beitrag. Wie das Handelsblatt weiter berichtet, sagte Bellabarba, dass PayPal in dem Bereich „eine enorme Dynamik“ beobachtet. Konkrete Transaktionszahlen gab der Manager jedoch nicht preis. Doch genau diese Zahl wäre deutlich interessanter, da Registrierungen nicht unbedingt auch Nutzung bedeuten.
Lesen Sie auch
PayPals Bezahloption für stationäre Läden ist im Mai 2025 angelaufen. Für diesen Dienst ist lediglich die PayPal-App erforderlich, die ohnehin schon viele Nutzerinnen und Nutzer für das Bezahlen im Internet verwenden. Die Zahlungen in Ladenlokalen erfolgen über eine virtuelle Debit-Mastercard von PayPal, die Verbraucher in der App anlegen können. Nutzer können damit überall dort bezahlen, wo kontaktlose Mastercard-Zahlungen akzeptiert werden.
PayPal hat eigenen Angaben zufolge 35 Millionen aktive Kundenkonten in Deutschland. Die genannten 7,6 Millionen entsprechen einem Anteil von etwa 22 Prozent.
Europäischer Nachzügler
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Funktionsausweitung PayPals und das damit zusammenhängende Wachstum kommen zu einem recht ungünstigen Zeitpunkt für die europäische Alternative Wero. Die Antwort auf die US-Dienste ist im Sommer 2024 gestartet, aber erst seit etwa Mitte 2025 aktiv nutzbar. Zuletzt hatte Wero die Commerzbank, die zweitgrößte Privatbank in Deutschland, als Partner an Bord geholt und damit auf einen Schlag elf Millionen potenzielle Kunden dazugewonnen. Es wird allerdings noch dauern, bis Commerzbank-Kunden Wero wirklich nutzen können – wie lange, ist derzeit unklar. Ebenfalls angekündigt hat N26 den Beitritt zu Wero ab der zweiten Jahreshälfte 2026.
Zu weiteren Wero-Anbietern gehören die deutschen Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken sowie Deutsche Bank, Postbank, ING Deutschland und Revolut. Insgesamt ist die Rede von um die 47 Millionen Nutzerinnen und Bankkunden, die Wero verwenden können.
Was PayPals Zahlen genau über die Konkurrenz zu Wero aussagen, lässt sich nur schwer einschätzen, weil die eigentlich wichtige Zahl fehlt. Hinzu kommt, dass PayPal innerhalb der Wero-Zone nur in Deutschland stark ist. In Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg spielt PayPal nur eine nachrangige Rolle im Zahlungsverkehr. Der Wettbewerb mit Wero wird erst in dem Moment interessant, wenn Wero bei einer signifikanten Zahl von Onlinehändlern verfügbar ist und an die Ladenkassen kommt. Letzteres soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 passieren, so der Plan. Die von Bellabarba beobachtete „enorme Dynamik“ könnte gegebenenfalls noch Wero zugutekommen.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Proton Meet: Ende-zu-Ende verschlüsselte Videokonferenzen
Proton hat mit Meet einen Videokonferenzdienst vorgestellt, der alle Gespräche Ende-zu-Ende verschlüsselt. Der Dienst richtet sich an Unternehmensnutzer, die vertraulich kommunizieren wollen, ohne dass der Anbieter oder Dritte auf Inhalte zugreifen können. Meetings lassen sich ohne Konto per Link starten. In der kostenlosen Variante können bis zu 50 Personen maximal eine Stunde lang teilnehmen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Proton ist ein Schweizer Anbieter datenschutzorientierter Online-Dienste. Zum Portfolio gehören unter anderem Proton Mail, VPN, Drive und Pass. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 100 Millionen Menschen und Unternehmen die Dienste.
Mit Meet reagiert das Unternehmen nach eigener Darstellung auf Datenschutzprobleme gängiger Videokonferenzlösungen. Anbieter wie Zoom, Google und Microsoft könnten auf Metadaten, Chatverläufe und Gesprächsinhalte zugreifen, argumentiert Proton. Hinzu komme, dass Tech-Konzerne zunehmend Audio-, Video- und Chatdaten für das Training von KI-Modellen heranzögen. Auch den US CLOUD Act nennt Proton als Risiko: Er ermögliche US-Behörden den Zugriff auf gespeicherte Daten – selbst wenn die Server außerhalb der USA stehen. Das resultiere in Konflikten mit der DSGVO und ähnlichen Datenschutzgesetzen.
MLS als kryptografische Basis
Proton Meet verschlüsselt Audio, Video, Bildschirmfreigaben und Chatnachrichten Ende-zu-Ende. Selbst Proton habe keinen Zugriff auf die Inhalte, heißt es im Proton-Blog. Als kryptografisches Protokoll kommt Messaging Layer Security (MLS) zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um einen offenen Standard für die sichere Gruppenkommunikation, der laut Proton unabhängig geprüft wurde. MLS aktualisiert die Sitzungsschlüssel automatisch, wenn Teilnehmer einem laufenden Meeting beitreten, sodass vorherige Inhalte geschützt bleiben.
Funktionen und Preise
Neben verschlüsselten Video- und Audiogesprächen bietet der Dienst eine Bildschirmfreigabe und einen ebenfalls Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chat. Teilnehmer können über Desktop oder Mobilgerät beitreten, eine Anmeldung ist weder für den Gastgeber noch für die Teilnehmer nötig. Meetings lassen sich in Proton Calendar, Google Calendar und Microsoft-Kalender eintragen. Nutzer können Termine auch direkt in Proton Calendar anlegen und einen Meet-Link mit einem Klick einfügen. Zusätzlich bietet Proton eine Buchungsseite an, über die Dritte Termine im Kalender reservieren können.
Weiterlesen nach der Anzeige
Der kostenlose Zugang erlaubt Meetings mit bis zu 50 Teilnehmern für maximal eine Stunde. Wer mehr braucht, kann den Tarif „Meet Professional“ ab 7,99 US-Dollar pro Nutzer und Monat buchen oder Proton Meet über die Workspace-Pakete des Anbieters nutzen.
Lesen Sie auch
(fo)
Künstliche Intelligenz
Intel kauft alle Anteile seines irischen Halbleiterwerks zurück
Die sogenannte Fab 34 im irischen Leixlip wechselt zurück in den vollständigen Besitz von Intel. Die Firma will den 49-prozentigen Anteil des Investors Apollo zurückkaufen, mit dem sich Intel auf einen Kaufpreis von 14,2 Milliarden US-Dollar geeinigt hat. Die Rückabwicklung ist laut Ankündigung noch nicht abgeschlossen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das Joint-Venture zum Betrieb des Halbleiterwerks hat damit voraussichtlich schon nach zwei Jahren ein Ende. 2024 verkaufte Intel für 11,2 Milliarden US-Dollar 49 Prozent der Anteile für eine kurzfristige Geldspritze, damals noch unter dem Chef Pat Gelsinger. Intel benötigte zu dem Zeitpunkt dringend Geld, um seine Finanzen aufzubessern. Apollo wurde im Gegenzug am Umsatz beteiligt, den Intel mit Prozessoren aus seinem irischen Halbleiterwerk erzielt hat.

Die Fab 34 in Leixlip, Irland.
(Bild: Intel)
Neuverschuldung für mehr Umsatz
Intel steckt zwar immer noch in roten Zahlen, allerdings dürfte vor allem die Fab 34 lukrativ sein: Der Hersteller produziert dort Prozessoren mit den Fertigungsprozessen Intel 3 und 4, darunter Xeon-6-Prozessoren für Server und Rechenzentren. Die Nachfrage ist aktuell derart hoch, dass Intel Produktionslinien von Notebook- und Desktop-CPUs auf Xeon-Modelle umstellt. Sie sollten also gut Gewinn generieren. Für den Rückkauf nimmt Intel voraussichtlich 6,5 Milliarden US-Dollar neue Schulden auf.
Für Apollo war die Beteiligung eine erfolgreiche Investition: Die 3 Milliarden US-Dollar Plus entsprechen einer Rendite von fast 27 Prozent. Selbst inflationsbereinigt wären es noch rund 22 Prozent. Die Umsatzbeteiligung der vergangenen zwei Jahre kommt obendrauf, wobei deren Höhe unbekannt ist.
Die Börse reagierte zunächst positiv auf die Ankündigung. Intels Aktie stieg nach der Ankündigung um etwa acht Prozent. Aufgrund der Aussagen von US-Präsident Trump zum Iran-Krieg sind Intel und andere Techwerte im heutigen Handel allerdings wieder gefallen.
Weiterlesen nach der Anzeige
(mma)
Künstliche Intelligenz
Bericht: EU-Kommission will US-Seite bei Techregulierung enger einbinden
Die transatlantischen Dauerstreitigkeiten um die Regulierung großer Technologiekonzerne sollen eine neue Plattform bekommen: Ein gemeinsames Gremium zwischen der EU-Kommission und dem US-Handelsministerium oder dem Weißen Haus könnte die Vielzahl an Meinungsunterschieden künftig frühzeitig behandeln.
Weiterlesen nach der Anzeige
Dabei soll die US-Seite auch Informationen zu Verfahren unter europäischem Recht erhalten, berichtet das Handelsblatt und beruft sich dabei unter anderem auf Jacob Helberg, den Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten. Laut der Düsseldorfer Zeitung soll Andrew Puzder, der US-Botschafter bei der EU, für die US-Seite an dem Gremium teilnehmen.
Scharfe Kritik an dem Vorhaben kommt von Europaabgeordneten. „Unsere Befürchtung ist, dass die Umsetzung unserer Gesetze und Standards dadurch zur Disposition amerikanischer Unternehmen gestellt wird“, kritisiert etwa der Grünen-Europaparlamentarier Sergey Lagodinsky. „Sollte sich dies bestätigen, wäre das nichts weniger als eine Kapitulation vor Druck- und Einschüchterungsversuchen der Trump-Administration.“ Mit großer Regelmäßigkeit betont die EU-Kommission, dass sie ihre Regularien nicht aufgrund von US-Druck ändern wolle. Allerdings nützen einige der zuletzt vorgeschlagenen Änderungen in der Digitalgesetzgebung, insbesondere an der Verordnung über Künstliche Intelligenz und an der Datenschutzgrundverordnung, vor allem den bereits heute marktmächtigen US-Unternehmen.
EU: Keine Änderungen an Digitalgesetzen
Zugleich sind derzeit keine wesentlichen Änderungen an den besonders in der US-Kritik stehenden Gesetzeswerken wie dem Gesetz über Digitale Märkte (DMA) und dem über Digitale Dienste (DSA) vorgesehen. US-Techunternehmen wie Google, Meta oder Apple stehen schon durch ihre Größe bedingt regelmäßig besonders im Fokus der Gesetzgebung, insbesondere wenn es um wettbewerbsrechtliche Fragen geht. Verpflichtungen aus dem DMA trafen bislang unter anderem Google Maps, Apples AppStore-Ökosystem und Metas Whatsapp. Dazu kommen über die Jahre zahlreiche Untersuchungen zum möglichen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung. Daraus resultierende Entscheidungen greifen die Konzerne regelmäßig vor Gericht an – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.
Die US-Seite behauptet seit Beginn der zweiten Amtsperiode von Donald Trump immer wieder, dass die EU mit ihren Digitalgesetzen einseitig und unzulässig US-Techunternehmen in ihrem Wachstum behindern und mit Sonderabgaben belegen würde. Die EU-Seite weist das mit Verweis darauf zurück, dass alle Unternehmen unabhängig vom Firmenhauptsitz gleichermaßen EU-Recht unterliegen würden.
Unklar, ob Gremium Streitigkeiten verringern kann
Weiterlesen nach der Anzeige
Bei der Vorstellung eines Berichts im Auftrag des Justizausschusses des Repräsentantenhauses hatten US-Vertreter schwere Vorwürfe erhoben. In Brüssel hatte der Vorsitzende des US-Rechtsausschusses Jim Jordan zuvor für Irritationen gesorgt, als er bei einem Besuch eine Besserstellung der US-Unternehmen eingefordert hatte.
Jordan wirft der EU regelmäßig vor, die Meinungsfreiheit unzulässig zu beschneiden. Beobachter halten diese Argumente für vorgeschoben und werfen der Trump-Regierung Verdrehung der rechtlichen Realität vor, mit der die US-Seite verbündete Rechtsextreme in Europa zu stützen versuche. Ob ein gemeinsames Gremium, in dem die US-Regierung auch Einblicke in laufende Verfahren erhalten könnte, solche Auseinandersetzungen beruhigen könnte, ist daher offen.
(dahe)
-
Künstliche Intelligenzvor 1 Monat
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 1 MonatCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenAumovio: neue Displaykonzepte und Zentralrechner mit NXP‑Prozessor
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateneHealth: iOS‑App zeigt Störungen in der Telematikinfrastruktur
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenX3D² bestätigt: Der AMD Ryzen 9 9950X3D2 mit doppeltem 3D V-Cache kommt!
-
Entwicklung & Codevor 3 WochenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
