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UltraGear 25G590B: Erster nativer 1000-Hz-Monitor kommt von LG

LG hat mit dem UltraGear 25G590B den nach eigenen Angaben ersten Full-HD-Gaming-Monitor mit nativen 1.000 Hz angekündigt. Während andere lediglich einen 1.000-Hz-Modus bei reduzierter Auflösung bieten, gibt es die extrem hohe Bildwiederholrate bei nativen 1.920 × 1.080 Pixeln.
UltraGear 25G590B liefert Full HD mit 1.000 Hz
Vor allem für schnelle und kompetitive Spiele wie First-Person-Shooter hat LG den UltraGear 25G590B vorgesehen, schreibt das Unternehmen in der knappen Pressemitteilung. Der 1000-Hz-Monitor soll Spielern „in Hochgeschwindigkeitsszenarien einen entscheidenden Vorteil“ verschaffen.
Im Gegensatz zu Dual-Mode-Monitoren liefert der 25G590B seine Spitzenleistung von 1.000 Hz standardmäßig in nativer Full-HD-Auflösung. Die Technologie sorgt für ultra-schnelle Bildaktualisierungen, bei denen selbst in extremen Bewegungen In-Game-Menüs und Objekte gestochen scharf bleiben.
LG
Unter den angesprochenen Dual-Mode-Monitoren befinden sich der AOC AGON Pro AGP277QK sowie der Acer Predator XB273U F6. Beide arbeiten nativ mit 2.560 × 1.440 Pixeln und 500 respektive 540 Hz und bieten einen alternativen Modus mit 1.280 × 720 Pixeln bei 1.000 Hz.
Beim neuen LG-Monitor gibt es die 1.000 Hz wiederum nativ bei 1.920 × 1.080 Pixeln.
Was bisher zur Ausstattung bekannt ist
Noch liegt kein vollständiges Datenblatt zum 25G590B vor. LG hat zumindest verraten, dass es sich um ein IPS-Display mit 24,5 Zoll Diagonale handelt – das klassische Format für eSport-Monitore. Bei der besagten Full-HD-Auflösung ergibt sich eine relativ niedrige Bildpunktdichte von rund 90 ppi.
Zusätzlich zur bisher in diesem Bereich höchsten Bildwiederholfrequenz soll die „Motion Blur Reduction Pro“-Technologie insbesondere schnelle seitliche Bewegungen klarer darstellen. Die Antireflexionsbeschichtung soll wiederum Spiegelungen mindern und für eine konsistente Farbwiedergabe sorgen.
Die bisher einzige Abbildung des Monitors zeigt einen kleinen und flachen Standfuß, wie er bei Gaming-Monitoren inzwischen häufiger anzutreffen ist. Die Idee dahinter ist, möglichst viel Platz auf dem Tisch für Maus und Tastatur zu haben. Höhe, Neigung und Schwenkwinkel seien anpassbar.
Irgendetwas mit „AI“ (Künstliche Intelligenz) darf im Jahr 2026 nicht fehlen und so wirbt LG mit der „AI Scene Optimization“, über die Bildeinstellungen dem jeweiligen Spielegenre angepasst werden. Die Funktion „AI Sound“ soll hingegen in Kombination mit kompatiblen Headsets für räumlichen Klang und klare Kommunikation sorgen.
Preis und Verfügbarkeit
Der LG UltraGear 25G590B soll in der zweiten Jahreshälfte erscheinen und ist ab dem 30. Juli 2026 zum UVP von 999 Euro vorbestellbar.
Windows 11 ist jetzt darauf vorbereitet
Die Marke von 1.000 Hz ist selbst für Microsoft Neuland. Erst mit dem optionalen März-Update und später mit dem regulären April-Patch unterstützt Windows 11 überhaupt Monitore mit 1.000 Hz.
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Standort vor dem Aus: Apple trennt sich von VARTA als Batterie-Lieferant

Apple will den bestehenden Batterie-Vertrag mit VARTA auslaufen lassen und künftig nicht mehr verlängern. Durch die kurzfristige Entscheidung gerät das Werk im schwäbischen Nördlingen wirtschaftlich unter Druck, wo bislang ausschließlich Batteriezellen für Apples AirPods gefertigt wurden.
Darüber berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Demnach soll Apple bereits ab kommenden Oktober keine Coin-Power-Zellen mehr von VARTA beziehen und den bestehenden Liefervertrag auslaufen lassen. Die Batterieform kam bislang in den AirPods des US-Unternehmens zum Einsatz.
Fertigungsstelle erst vor kurzem massiv erweitert
Laut dem Bericht will Apple seine Batterien künftig von asiatischen Herstellern beziehen, die deutlich günstigere Preise anbieten sollen. Aus dem Umfeld von VARTA heißt es allerdings, dass ausschließlich der Preis für das Ende der Zusammenarbeit verantwortlich gewesen sei – qualitativ hätten die Produkte des schwäbischen Herstellers mindestens auf Augenhöhe gelegen und wären in vielen Fällen sogar besser gewesen. Besonders problematisch ist die Entwicklung deshalb, weil VARTA die wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Knopfzellen über lange Zeit exklusiv für Apple fertigt und das Werk in Nördlingen erst 2022 massiv ausgebaut worden war, um die hohe Nachfrage des US-Unternehmens bedienen zu können.
Trennung lässt komplette Auslastung wegbrechen
Nachdem Apple aufgrund sinkender Nachfrage sowie der Umstellung auf mehrere Zulieferer seine Bestellungen bereits zuvor reduziert hatte, sank die Auslastung der Fertigungsstätte laut Bericht auf weniger als 50 Prozent. Nun will der Konzern seine Aufträge ab Herbst vollständig einstellen, rund ein Jahr nach dem Produktionsstart der aktuellen AirPods-Generation droht damit auch die verbleibende Auslastung wegzubrechen.
Der lediglich rund 40 Kilometer vom Firmensitz in Ellwangen entfernten Fabrik stehen damit schwierige Zeiten bevor. Das Unternehmen sieht nach eigener Einschätzung durch die neuen Umstände die wirtschaftliche Grundlage des Standorts gefährdet, was das Aus für rund 350 Arbeitsplätze bedeuten könnte. VARTA kündigte bereits weitere Schritte an, die in Kürze „verantwortungsvoll und im engen Dialog mit dem Betriebsrat“ vorbereitet werden sollen. „Leidtragende sind allen voran unsere Mitarbeiter vor Ort, die diese Entwicklung nicht zu vertreten haben“, erklärte VARTA-Chef Michael Ostermann gegenüber der F.A.Z. Umso wichtiger sei es nun, die nächsten Schritte gemeinsam, fair und verantwortungsvoll zu gestalten, wird Ostermann weiter zitiert.
Führung sieht VARTA generell gut aufgestellt
Ostermann hatte die Führung bei VARTA vor zwei Jahren übernommen und versucht seitdem, das Unternehmen wieder wirtschaftlich in ruhigere Fahrwasser zu führen. Dazu gehöre auch, Abhängigkeiten wie jene von Apple zu reduzieren. Trotz der aktuellen Entwicklung sieht er den Bereich der Lithium-Ionen-Technologie weiterhin als entscheidenden Faktor für die Zukunft des Unternehmens, das notwendige Wissen dafür sei vorhanden. Zwar konzentriere sich der Hersteller derzeit auf kleinere Zellen, letztlich sei die Größe jedoch vor allem eine Frage der Skalierung. Laut Ostermann sei VARTA der größte Hersteller von Lithium-Ionen-Zellen in Deutschland, perspektivisch seien auch größere Zellformate für Energiespeicher denkbar.
Gleichzeitig betont VARTA, dass außerhalb der unmittelbar mit der Produktion in Nördlingen verbundenen Stellen am Firmensitz in Ellwangen derzeit keine weiteren Entlassungen zu erwarten seien. Die Geschäftsbereiche für Konsumenten-Batterien sowie Batteriespeicher würden sich weiterhin zufriedenstellend entwickeln.
Wir danken Foren-Teilnehmer Chismon für den Hinweis!
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Sony WH-1000X The Collexion im Test
Mit dem 1000X The Collexion bringt Sony zum 10-jährigen Jubiläum der 1000X-Kopfhörer-Serie keinen Nachfolger zum WH-1000XM6, sondern einen Premium-Over-Ear-Ableger, der neben dem XM6 auf den Markt kommt. Mit neuem Design mit viel Edelstahl und Kunstleder platziert er sich auch preislich deutlich über dem XM6.
Preis, Varianten und Marktstart
Der Sony 1000X The Collexion startet ab heute für 630 Euro in den Vorverkauf und wird noch im Mai ausgeliefert. Er ist wahlweise in Platin Weiß oder Schwarz erhältlich. Zu weiteren Farbvarianten, die später folgen könnten, ist bislang nichts bekannt. Der WH-1000XM6 verfügt zum Vergleich über eine UVP von 449 Euro und ist aktuell ab 359 Euro erhältlich. Teil des Lieferumfangs des 1000X The Collexion ist neben dem Kopfhörer selbst auch ein neues Reiseetui mit magnetischem Verschluss, in das der Kopfhörer mit gedrehten Ohrmuscheln gelegt wird. Es beherbergt auch ein 3,5-mm-Audiokabel und ist als kleine Tasche mit einem Griff gestaltet, wobei das Kopfband innen im Griff verläuft. Auch hier zeigt sich, der 1000X möchte gesehen werden.
Neues Design mit Edelstahl und Kunstleder
Komplett in Kunstleder gehüllt
Mit dem 1000X, der viel vom XM6 erbt, überarbeitet Sony das Design des Kopfhörers noch einmal vollständig. Äußerlich besteht er quasi nur aus Kunstleder und Edelstahl. Denn das Kunstleder erstreckt sich nicht nur auf Ohrpolster und Kopfband, sondern umschließt nun auch die gesamte Ohrmuschel. Löcher für die Mikrofone und Tasten sind nahtlos in das Kunstleder eingearbeitet. Nahtstellen sucht man – anders als beim XM6 – am gesamten Kopfhörer nun ohnehin vergebens.
Edelstahl für Scharnier und Kopfband
Der Ohrbügel und das Kopfband sind nicht nur optisch mit einer zusätzlichen äußeren Schale neu gestaltet, sondern auch komplett aus Edelstahl gefertigt. Auch dieses erstreckt sich vom Drehgelenk an der Ohrmuschel über die stufenlose Verstellung des Kopfbandes bis über das gesamte Kopfband hinweg – mal hochglanzpoliert, mal mattiert. Auch die Tasten sind beim 1000X The Collexion aus Metall.
Einhergehend mit diesen Veränderungen ist aber auch, dass sich der 1000X nicht wie der XM6 zusammenfalten lässt. Die Scharnieren ermöglichen nur das Drehen der Ohrmuscheln.
Gewicht steigt auf 320 Gramm
Das sieht nicht nur auf Werbefotos deutlich hochwertiger aus als ein WH-1000XM6, es fühlt sich auch hochwertiger an. Einhergehend mit diesen Veränderungen erhöht sich aber auch das Gewicht. Statt rund 250 Gramm wie der XM6 bringt der 1000X rund 320 Gramm auf die Waage.
Eine IP-Zertifizierung gegen Wasser trägt der 1000X wie der XM6 weiterhin nicht. Sony nennt aber einen Temperaturbereich von 0 bis 40 °C für den Betrieb.
Die Ohrmuscheln werden dünner
Die in Kunstleder gehüllten Ohrmuscheln des 1000X The Collexion fallen dünner aus als beim XM6. Sie sind nur noch 40,1 mm dick, während sie beim XM6 noch 45,4 mm messen – jeweils mit zusammengedrückten Ohrpolstern. Mit entfalteten Ohrpolstern ist der XM6 rund 49,7 mm dick, der 1000X rund 44,2 m. Der Kopfhörer trägt also weniger auf, die Apple AirPods Max sind mit knapp 42 mm aber weiterhin etwas dünner. Das liegt auch daran, dass Sony nun die Platine nicht mehr hinter dem Audio-Treiber platziert, sondern in einem Halbkreis um den Treiber herum.
Die Ohrmuscheln selbst drehen sich um 90 Grad nach außen, anders als beim XM6, bei dem sie sich vollständig nach innen drehen lassen. Nach innen drehen sie beim 1000X ungefähr zu 75 Grad, sind also noch leicht gedreht, wenn man sie so um den Hals legt.
Mehr Platz für die Ohren
Gleichzeitig bietet der 1000X aber wieder mehr Platz für die Ohren. Im Inneren ist durch den veränderten Aufbau des Kopfhörers mehr Raum, so dass die Ohren nicht so schnell an die Innenseite stoßen. Die Stoffabdeckung in der Ohrmuschel liegt nun zudem flach an, während sie beim XM6 sehr viel lockerer sitzt. Die Aussparung der Ohrpolster selbst ist dabei kaum verändert. Sie misst beim 1000X circa 65 × 37 mm, beim XM6 sind es ungefähr 64 × 39 mm.
Die Ohrpolster sind erneut einfach geclipt und lassen sich innerhalb weniger Sekunden austauschen, sollte das Kunstleder verschlissen sein.
Mehr Tragekomfort
Zudem hat Sony den Tragekomfort auf einen möglichst angenehmen Sitz hin verändert. Der 1000X verfügt über weniger seitlichen Anpressdruck, ein breiteres Kopfband und weichere Ohrpolster als der XM6. Vor allem der Unterschied beim seitlichen Anpressdruck ist sofort spürbar. Der 1000X The Collexion drückt sehr viel weniger auf die Ohren. Das führt wiederum dazu, dass man ihm sein doch deutlich höheres Gewicht gar nicht sofort anmerkt.
Und auch rechts und links hat Sony beim 1000X The Collexion wieder klarer erkennbar gemacht, indem in den Ohrmuscheln wieder ein großes L und R prangt, das es beim XM6 nicht gibt.
Das Design des 1000X The Collexion fällt dank Kunstleder und Edelstahl edler aus als beim XM6, der auch nach außen viel Kunststoff zeigt. Im Detail, etwa beim Falten der Ohrmuscheln, muss man dafür aber auch wieder Abstriche in Kauf nehmen. Insgesamt stiehlt der 1000X The Collexion dem WH-1000XM6 aber klar die Show.
Technische Neuerungen beim 1000X The Collexion
QN3-SoC mit V3-Prozessor
Der 1000X setzt auch auf das QN3-SoC, verbindet ihn nun aber mit dem V3-Prozessor, während im XM6 noch die Kombination aus QN3 und V2 steckt. Während mit dem erneuten Einsatz des QN3 zunächst keine Veränderungen beim ANC und der Effizienz zu erwarten sind, sorgt der neue V3-Prozessor dafür, dass die 1000X nun Bluetooth 6.0 statt Bluetooth 5.3 nutzen.
Veränderungen bei den Audio-Treibern
Auch bei den Audio-Treibern gibt es Veränderungen. Eine neue Membran mit ausgerichteten Kohlenstofffasern soll durch eine höhere Steifigkeit für mehr Details in den Höhen sorgen und eine breitere Klangbühne erzeugen. Abgesehen davon wurden die Treiber von den WH-1000XM6 übernommen.
Kein USB-Audio und kein Passivbetrieb
Auch die 1000X unterstützen wie die XM6 kein USB-Audio, können also keine Tonsignale über den USB-C-Anschluss beispielsweise von einem verbundenen Smartphone oder PC empfangen. Neu ist jedoch, dass die 1000X auch keine passive Audiowiedergabe per Kabel mehr unterstützen, die der XM6 noch beherrscht. Spielt man Musik via Klinkekabel ein, muss der 1000X The Collexion demnach immer eingeschaltet sein.
Was jedoch erneut problemlos funktioniert, ist die Musikwiedergabe während der Kopfhörer über USB-C aufgeladen wird.
LE Audio mit LC3, AAC, SBC und LDAC
Bei der Funkverbindung setzt der 1000X The Collexion wie erwähnt auf Bluetooth 6.0, wobei erneut Multipoint unterstützt wird, so dass zwei Endgeräte gleichzeitig mit dem Kopfhörer verbunden sein können. Zwischen diesen lässt sich die Wiedergabe dann nahtlos wechseln, etwa um Anrufe auf dem Smartphone mit den Kopfhörern anzunehmen, während man gerade über sie einen Film auf dem Tablet guckt.
Bei den Audio-Codecs gibt es im Vergleich zu den XM6 keine Neuerungen. Der 1000X unterstützt LDAC, LC3, AAC und SBC. Für LC3 wird LE Audio unterstützt, was in der App aktiviert werden muss. In dieser kann auch festgelegt werden, ob LE Audio oder Bluetooth Classic bevorzugt werden soll. Nutzt man LE Audio, unterstützt der neue 1000X auch Auracast, mit dem Audioinhalte an mehrere Kopfhörer gleichzeitig gestreamt werden können und das langfristig in öffentlichen Bereichen und Museen eingesetzt werden soll. Wie der XM6 trägt auch der 1000X The Collexion dank der HD-Codecs wieder die Hi-Res-Audio-Zertifizierung.
LDAC unterstützt bis zu 990 kbit/s, 24 Bit und 96-kHz-Sampling. In der App kann der Nutzer erneut wählen, ob er „Priorität auf stabile Verbindung“ oder „Priorität auf Klangqualität“ legt, was die Wahl des Codecs beeinflusst. Bei „Priorität auf Klangqualität“ kann unter Android LDAC genutzt werden.
12 Mikrofone für ANC und Telefonie
Vom XM6 übernommen hat der 1000X die zwölf Mikrofone, 6 je Ohr, 2 nach innen und 4 nach außen gerichtet. Die Technik des ANC entspricht also auch in diesem Punkt beim neuen Modell der des XM6.
Für Telefonate nutzt Sony wie beim WH-1000XM6 auch beim 1000X sechs dieser zwölf Mikrofone mit Beamforming. Über die NC/AMB-Taste des Kopfhörers lässt sich das Mikrofon beim Telefonieren auch wieder jederzeit stummschalten. Nutzt man da eben erwähnte LE Audio wird die Bandbreite des Audiosignals für Telefonate verdoppelt. Wer häufig mit dem 1000X telefoniert, sollte dies deshalb aktivieren.
360 Reality Audio Upmix für Filme, Musik und Spiele
Bietet der WH-1000XM6 bereits 360 Reality Audio Upmix for Cinema, so ergänzt der 1000X dies um 360-Upmix-Modes für Spiele und Music. Auch für Musik und Spiele lässt sich somit nun ein virtueller Surround-Sound aktivieren, der dem jeweiligen Inhalt angepasst ist. Das Stereosignal wird in jedem der drei Modi vom Virtualiser auf mehrere Kanäle hochgemischt.
Der Effekt ist deutlich und sofort wahrnehmbar. Je nach Film, Musikstück oder Spiel ergibt dies einen sehr gelungenen Effekt, der den Klang vor allem deutlich öffnet und weiter klingen lässt. Gerade diese weitere, räumliche Klangbühne ist es auch, die die Modi von einem einfachen Equalizer-Preset unterscheidet. Und tatsächlich fallen die drei Modi auch sehr unterschiedlich aus. Upmix Film und Spiele sind für Musik überhaupt nicht geeignet, da sie zu dumpf klingen. Upmix Musik stellt hingegen die Höhen sehr viel breiter dar.
Sony hat den 360-Upmix-Modes auf dem 1000X eine eigene Taste an der linken Ohrmuschel spendiert. Die oberste Taste schaltet ab Werk zwischen Upmix Music und Upmix Cinema hin und her. In der App können zusätzlich Upmix Spiele und Hintergrundmusik als Modi aktiviert werden, die ebenfalls durchgeschaltet werden sollen. Die Auswahl über die Taste wird jeweils von einer kurzen Ansage, welcher Modus gerade gewählt wurde, begleitet.
DSEE Ultimate statt DSEE Extreme
Auch bei der Digital Sound Enhancement Engine (DSEE) gibt es beim 1000X The Collexion gegenüber dem WH-1000XM6 eine Veränderung. Nutzt der XM6 DSEE Extreme, so kann der 1000X auf DSEE Ultimate zurückgreifen – als erster Kopfhörer überhaupt.
Grundsätzlich versucht DSEE durch Komprimierung verloren gegangene Frequenzen wiederherzustellen. Eine Art Upscaling-Technologie für Musik. Die Extreme- und Ultimate-Variante von DSEE nutzen eine Deep-Neural-Network-gestützte AI-Technologie, um in Echtzeit beispielsweise die Instrumentierung und den Musikstil zu erkennen und daraus abgeleitet Frequenzen wiederherzustellen. Die Funktion kann in der Sound-Connect-App von Sony ein- und ausgeschaltet werden.
Die größten Unterschiede ergeben sich, wenn man DSEE Ultimate beim Einsatz von Hi-Res-Audio aktiviert. Auch wenn der Effekt der Technik sofort hörbar ist, ist nur schwer herauszuhören, ob wirklich Frequenzen ergänzt oder diese nur unterschiedlich repräsentiert wiedergegeben werden.
10-Band- und Gaming-Equalizer und Background Music
Auch beim 1000X The Collexion bietet Sony einen 10-Band-Equalizer in der App, wobei die vorgespeicherten Presets angepasst oder neue, eigene erstellt werden können, die sich dann auch speichern lassen.
Auch der mit dem XM6 eingeführte Gaming-Equalizer ist beim 1000X wieder mit von der Partie. Der Gaming-Equalizer verstärkt die für Schritt- und Schuss-Geräusche üblichen Frequenzen, so dass Spieler Gegner besser wahrnehmen können.
Zudem bietet auch der 1000X den von den zuletzt veröffentlichten Sony-Kopfhörern bekannten Background-Music-Effekt. Mit ihm lässt sich Musik so abspielen, als würde sie leise im Hintergrund wiedergegeben. Besonders bei der Arbeit sorgt die Musikwiedergabe so für weniger Ablenkung, dudelt aber wie früher die Radios in vielen Büros im Hintergrund weiter.
Ambient Sound Modus
Auch der 1000X The Collexion beherrscht wieder die von Sonys Kopfhörern bekannte „Adaptive Geräuschsteuerung“, die in der Sound-Connect-App aktiviert werden kann. Mit ihr können Klang und Geräuschunterdrückung automatisch dem zuvor erlernten Ort und der Bewegung angepasst werden. So lässt sich im Zug beispielsweise automatisch ANC aktivieren, um Büro hingegen immer der Transparenzmodus. Welche Einstellung in welchem erkannten Modus genutzt werden soll, lässt sich in der App individuell sehr genau konfigurieren.
Kürzere Akkulaufzeit
Der Sony 1000X The Collexion bietet laut Sony 24 Stunden Akkulaufzeit bei aktivierter Geräuschunterdrückung. Das sind rund 6 Stunden weniger als der WH-1000XM6, bei dem Sony offiziell 30 Stunden Akkulaufzeit mit ANC angibt. Ohne ANC nennt Sony für den 1000X bis zu 32 Stunden.
Aufgrund der kurzen Testzeit lässt sich die Akkulaufzeit derzeit nur hochrechnen. Dies führt im Test mit aktiviertem ANC in unterschiedlich lauter Umgebung bei mittlerer Lautstärke zu einer erwarteten Akkulaufzeit von 25 Stunden.
Wird während der Wiedergabe kurz der Ein-/Ausschalter gedrückt, wird der aktuelle Ladestand in 10er-Schritten angesagt. In der App lässt sich auch eine genauere Prozentanzeige des Akkustands einsehen.
Touch und Tasten zur Steuerung
Bei der Bedienung geht der 1000X The Collexion keine neuen Wege, bietet für die 360-Upmix-Modi aber wie erwähnt eine zusätzliche Taste an der linken Ohrmuschel. Davon abgesehen setzt er wie der WH-1000XM6 auf eine Kombination aus Touch, Tasten, Kopfgesten und Sprache zur Bedienung.
Die Wiedergabe und Lautstärke werden via Touch über die rechte Ohrmuschel gesteuert, das ANC, der Transparenzmodus und das Ein- und Ausschalten über je eine Taste an der linken Ohrmuschel. Auch die Platzierung des 3,5-mm-Klinkenanschluss links und des USB-C-Anschlusses rechts hat sich nicht verändert. Neben dem USB-C-Anschluss sitzt ins Kunstleder eingelassen eine kleine LED, die über den Ladezustand Aufschluss gibt. Neben der Power-Taste zeigt eine blaue LED den Verbindungsstatus an.
Touch steuert Wiedergabe und Lautstärke
Das Touchfeld an der Außenseite der rechten Ohrmuschel steuert die Musikwiedergabe und die Lautstärke. Doppeltes Tippen startet und pausiert die Wiedergabe, horizontales und vertikales Wischen springt einen Track vor oder zurück und erhöht oder reduziert die Lautstärke. Einmaliges Tippen ist zur Vermeidung von Fehleingaben nicht belegt. Tippt man den Touchsensor an und hält ihn gedrückt, lässt sich der Sprachassistent des Smartphones aktivieren oder ein gerade eingehender Anruf ablehnen. Auf Wunsch lässt sich die Touchsteuerung über die rechte Ohrmuschel in der App auch ausschalten.
ANC und Mute über Taste
Die NC/AMB-Taste, die beim 1000X nicht beschriftet ist, ermöglicht den schnellen Wechsel zwischen der aktiven Geräuschunterdrückung, dem Transparenzmodus und der Deaktivierung beider Modi, sofern letzterer in der App für das Durchschalten aktiviert ist.
In der App lässt sich erneut einstellen, wie stark Umgebungsgeräusche im Transparenzmodus verstärkt werden sollen. Dies ist in Stufen von 1 bis 20 möglich. Die Option „Fokus auf Stimme“ sorgt auch beim neuen Modell für ein Hervorheben von Sprache aus der Umgebung. Über die App kann der Taste zudem eine Quick-Access-Funktion zugewiesen werden, wenn sie zwei oder drei Mal gedrückt wird.
Zweimaliges Drücken ist zudem mit dem Stummschalten des Mikrofons vorbelegt, sofern diese Option der App aktiviert wird.
Kopfgesten für Anrufe
Ebenfalls vom XM6 geerbt hat der 1000X die Option, Anrufe per Kopfgeste zu steuern. Durch ein Nicken oder Schütteln lassen sich Anrufe annehmen und abweisen. Auch diese Option muss aber zunächst in der App aktiviert werden und ist im Auslieferungszustand ausgeschaltet.
Trageerkennung und Speak-to-Chat
Ebenso erneut vertreten sind Funktionen wie Auto-Play/Auto-Pause – also das automatische Pausieren der Musikwiedergabe, wenn man den Kopfhörer abnimmt, und das automatische Fortsetzen der Wiedergabe, wenn der Kopfhörer wieder aufgesetzt wird. Dies funktioniert auch beim 1000X The Collexion schnell und zuverlässig. Mit Speak-to-Chat kann zudem automatisch die Lautstärke reduziert und in den Transparenzmodus gewechselt werden, wenn man anfängt zu reden. Die Lautstärke wird automatisch nach dem Ende des Gesprächs wieder angehoben., wobei man hier eine Verzögerung von 5, 15 oder 30 Sekunden in der App einstellen kann.
Der Sensor für die Trageerkennung liegt wie beim XM6 in der linken Ohrmuschel. Wird diese angehoben, pausiert die Wiedergabe sehr schnell und zuverlässig. Nur die rechte anzuheben, reicht somit nicht aus.
Transparenz bei Handauflegen
Ebenfalls vom XM6 bekannt ist die Möglichkeit, die Hand auf die Sensorfläche der rechten Ohrmuschel zu legen, um den Transparenzmodus zu aktivieren und die Lautstärke der Musikwiedergabe zu reduzieren. So lassen sich Durchsagen am Bahnhof schnell verstehen, denn der Sensor reagiert beim Handauflegen sofort.
Klang des Sony 1000X The Collexion
Auch der 1000X The Collexion klingt nach Sony. Das bedeutet, dass er vergleichsweise warm und angenehm klingt, da der Bass betont ist. Im Vergleich zum WH-1000XM6 klingt der 1000X in diesem Bereich sogar noch etwas kräftiger, wärmer und wuchtiger. Entsprechend geht der Tiefbass in Titeln wie St Jude von Florence + The Machine bei leiser Wiedergabe etwas später verloren als beim XM6.
Zudem hebt der WH-1000XM6 Stimmen und Instrumente weniger hervor als der neue 1000X. Diese klingen beim 1000X The Collexion tatsächlich präsenter und klarer definiert. Im direkten Vergleich ist der Klang des 1000X The Collexion deshalb spektakulärer als beim WH-1000XM6.
In der Praxis erweist sich auch das neue Modell zudem als sehr guter Allrounder, der jedes Genre und jedes Musikstück unaufgeregt wiedergeben kann.
Der Unterschied zwischen der Wiedergabe über Bluetooth und im aktiven Kabelbetrieb ist sehr gering und meist nicht bis kaum zu hören. Einen passiven Kabelbetrieb, in dem der WH-1000XM6 nicht überzeugen konnte, bietet der 1000X The Collexion gar nicht erst.
Das Einschalten der aktiven Geräuschunterdrückung wirkt sich abermals nicht hörbar auf den Klang des Sony 1000X The Collexion aus.
Analyse des Frequenzverlaufs
ComputerBase führt auch bei neuen Kopfhörern Messungen zum Frequenzverlauf durch. Hierfür wird auf das miniDSP Headphone & Earphone Audio Response System (H.E.A.R.S.) in Verbindung mit der Software REW zurückgegriffen. Hierbei handelt es sich nicht um eine IEEE-standardisierte Messstation, sie liefert jedoch gute Vergleichswerte, die insbesondere eine Vergleichbarkeit der betrachteten Kopfhörer untereinander ermöglichen. Die Mikrofone im rechten und linken Ohr des miniDSP H.E.A.R.S. sind kalibriert. Der Schalldruck ist bei allen Kopfhörern bei 300 Hz auf circa 84 dB kalibriert. Ein idealer Verlauf entspräche somit einer geraden Linie bei 84 dB. Alle Messungen werden nach Herstellervorgaben von 20 Hz bis 20 kHz mehrfach und mit unterschiedlichen Kopfhörerpositionen durchgeführt, um diese Einflüsse zu berücksichtigen und einen falschen Sitz zu erkennen. Die Ergebnisse sind wie in den Graphen dargestellt leicht geglättet.
Für den Sony 1000X The Collexion wird die Messung sowohl bei Nutzung von Bluetooth als auch beim Anschluss per Kabel im aktiven Betrieb durchgeführt.
Sowohl über Bluetooth als auch im aktiven Kabelbetrieb zeigt der 1000X The Collexion einen bassbetonten Frequenzverlauf. Der Bereich zwischen 100 Hz und 1 kHz verläuft relativ ähnlich und flach. Die grundsätzliche Abstimmung ist in beiden Fällen vergleichbar: kräftiger Bass, zurückgenommene Mitten, etwas unruhiger Hochton.
Im aktiven Kabelbetrieb wirkt der 1000X dabei etwas glatter. Der Einbruch im Präsenzbereich um 5–7 kHz ist vorhanden, aber nicht ganz so stark wie über Bluetooth. Im Brillanzbereich steigt der Pegel dann wieder sichtbar an. Klanglich ist der aktive Kabelbetrieb somit etwas ausgeglichener.
Durch die Anhebung bei 2-3 kHz werden bei dieser Abstimmung neben dem Bass insbesondere Stimmen und Instrumente in den Vordergrund gestellt. Der Abfall bei 6-7 kHz sorgt hingegen auch dafür, dass S-Laute nicht zu dominant werden. Dennoch ist der Dip in diesem Bereich sehr markant.
Im Vergleich zu dem WH-1000XM6 zeigt sich zwar eine ähnliche Grundabstimmung, der Bassbereich ist beim 1000X jedoch wieder energiegeladener, nachdem Sony ihn mit dem XM6 im Vergleich zum XM5 etwas zurückgenommen hatte. Zudem hebt der XM6 Stimmen und Instrumente weniger hervor als der 1000X. Dies deckt sich damit, dass diese beim 1000X The Collexion präsenter klingen.
Das ANC des 1000X The Collexion im Test
Sony selbst bewirbt den 1000X The Collexion nicht mit der besten Geräuschunterdrückung, sondern schreibt diese weiterhin dem WH-1000XM6 zu. Sieht man sich die technischen Daten mit QN3-SoC, V3-Prozessor und 12 Mikrofonen an, erscheint dies zunächst unverständlich, denn rein auf dem Papier müsste der 1000X mindestens ebenbürtig sein.
Doch in diesem Punkt kommt das neue Design des 1000X zum Tragen. Ein höherer Tragekomfort mit weniger seitlichem Anpressdruck wirkt sich negativ auf die passive Isolierung des Kopfhörers aus, also wie stark dieser Umgebungsgeräusche auch ohne aktiviertes ANC allein durch seine Bauform und Abdichtung schon vom Ohr fernhält. Und in diesem Punkt ist der 1000X dem XM6 tatsächlich unterlegen, denn der XM6 sorgt schon ohne ANC für mehr Ruhe.
Nichtsdestotrotz sorgt auch der 1000X für eine sehr gute Dämpfung der Umgebung und viele Geräusche sind bei aktiviertem ANC gar nicht mehr wahrzunehmen – bei der Musikwiedergabe ohnehin nicht. Gespräche etwa in einem Café werden durch den 1000X aber ebenso wenig vollständig eliminiert, wie das Tippen auf einer Tastatur. Sie sind jedoch stark gedämpft.
Ein störendes Grundrauschen gibt es auch beim 1000X nicht, so dass der Kopfhörer auch ohne Musikwiedergabe mit aktiviertem ANC genutzt werden kann, wenn man einfach nur Ruhe möchte.
Auch wenn der XM6 leicht überlegen ist, da er besser isoliert, ist die Geräuschunterdrückung des Sony 1000X The Collexion erneut hervorragend.
Wind bei ANC
Auch der neue 1000X The Collexion filtert Wind bei aktivierter Geräuschunterdrückung wie der WH-1000XM6 gut heraus. Während der Musikwiedergabe fällt auch direkt auf die Mikrofone treffender Wind nicht störend auf.
Sehr guter Transparenzmodus
Der Transparenzmodus des Sony 1000X The Collexion bietet erneut eine sehr natürliche und gute Wiedergabe der Umgebung, ohne den Klang zu hart oder scharf wiederzugeben. Der Grad der Verstärkung lässt sich in der App wieder von 1 bis 20 einstellen, wobei Stufe 20 eine Verstärkung der Umgebung darstellt, sie also über den Kopfhörer etwas lauter wiedergibt als sie tatsächlich ist. In dieser maximalen Stufe ist auch ein leichtes Grundrauschen im Transparenzmodus zu hören, wenn gerade Stille ist oder keine Musik abgespielt wird. Wer seine Umgebung wahrnehmen möchte, ist trotzdem mit dieser höchsten Stufe im Alltag am besten bedient.
Auch der 1000X bietet in der App die Funktion „Fokus auf Stimmen“. Sie sorgt dafür, dass gezielt nur die Frequenzbereiche von Stimmen verstärkt werden, während störende Umgebungsgeräusche weiterhin ausgeblendet werden. Das funktioniert im Alltag überraschend gut, so dass Lärm weiterhin ausgeblendet bleibt.
Wind beim Transparenzmodus
Starker Wind, der direkt auf ein Mikrofon trifft, ist bei aktiviertem Transparenzmodus allerdings deutlicher zu hören als bei aktivierter Geräuschunterdrückung. Vor allem direkt von vorne kommender Wind überträgt sich hörbar auf die Ohren.
Hervorragende Telefonie ohne Lärm
Die Telefonie über den 1000X The Collexion ist wie beim XM6 hervorragend. Die Stimme des Träger ist klar, präsent, warm und natürlich. Hintergrundgeräusche abseits von kurzen Klangereignissen wie Vogelgezwitscher werden effektiv herausgefiltert, so dass man selbst in lauter Umgebung noch gut telefonieren kann.
Latenz im Vergleich
Die Latenz des Sony 1000X The Collexion wird im Test unter Android sowohl mit LDAC als auch LE Audio getestet und unter iOS mit AAC. Einen speziellen Low-Latency-Modus bietet der Kopfhörer abseits von LE Audio nicht, das in den Bluetooth-Einstellungen des Smartphones nach dem Verbinden des Kopfhörers manuell aktiviert werden muss.
Synchronisiert die genutzte App Bild und Ton nicht, ist bei einer Bluetooth-Übertragung immer ein kurzer Versatz zwischen Bild und Ton sichtbar, der bei der reinen Musikwiedergabe jedoch nicht ins Gewicht fällt.
Der 1000X bietet über LE Audio eine etwas kürzere Verzögerung als über LDAC oder AAC, sie bleibt jedoch weiterhin sichtbar, sofern keine Synchronisation erfolgt.
Fazit
Sony selbst sieht den 1000X The Collexion als Premium-Kopfhörer, der ein luxuriöseres Design als der WH-1000XM6 und den besten Klang bieten soll, während der WH-1000XM6 weiterhin als Kopfhörer mit dem besseren Noise Cancelling antritt. Der 1000X The Collexion ist zum 10-jährigen Jubiläum eine Auskopplung aus der 1000X-Serie, also kein Nachfolger des WH-1000XM6. Ob künftig beide Modellreichen parallel fortgeführt werden, hängt wohl auch vom Erfolg des deutlich teureren, neuen Modells ab. Denn 449 Euro UVP des XM6 steht eine UVP von 630 Euro beim 1000X The Collexion gegenüber. Äußerlich merkt man dem Kopfhörer diesen Aufpreis sofort an. Das flächige Kunstleder statt Kunststoff und der Edelstahl an den Scharnieren und dem Kopfband heben die Optik und Haptik des 1000X deutlich über den WH-1000XM6. Der 1000X The Collexion stiehlt dem WH-1000XM6 deutlich die Show.
Das Gesamtpaket aus Klang, ANC, Transparenzmodus und umfangreichen Extras, die man über die App konfigurieren und nutzen kann, ist auch beim 1000X The Collexion erneut hervorragend. Bei den Funktionen steht der 1000X The Collexion dem WH-1000XM6 ansonsten in nichts nach und bietet mindestens denselben, bei den Upmix-Modi sogar mehr Funktionsumfang als das normale Modell.
Einzig bei der Akkulaufzeit und der aktiven Geräuschunterdrückung muss sich der neue 1000X The Collexion dem WH-1000XM6 geschlagen geben. Wer maximale Stille möchte, kann deshalb weiterhin zum XM6 greifen. Gleiches gilt, wenn das Design nicht im Vordergrund steht und man stattdessen lieber Geld spart – auch dann ist der XM6 die richtige Wahl. Wer jedoch einen edleren, dünneren Kopfhörer mit mehr Platz für die Ohren und höherem Tragekomfort möchte, für den ist der 1000X The Collexion die bessere Wahl.
ComputerBase hat den 1000X The Collexion leihweise unter NDA von Sony zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Von hinten wie von vorne: Philips bringt Business-Monitor mit Doppel-Display

An manchen Einsatzorten wäre ein beidseitig nutzbarer Monitor praktisch. Philips führt ein solches Modell ein. Der 24B2D5300 besitzt ein IPS-Display mit 24 Zoll, Full HD und 120 Hz und zwar im Doppelpack auf beiden Seiten. USB-C, HDMI und Audio sind ebenfalls „gespiegelt“.
Dual-Displays zur beidseitigen Betrachtung gibt es schon länger, diese werden zum Beispiel als digitale Schaufenster im Einzelhandel eingesetzt. Philips wirbt aber damit, dass es sich beim 24B2D5300 um den ersten eigenständigen Monitor mit einem „Dual-Screen“ handelt.
Vom Format her erinnert das Gerät an tragbare Monitore ohne klassischen Standfuß. Im breiteren unteren Teil befindet sich ein Großteil der Elektronik inklusive der Anschlüsse. Weiter oben ist dafür auch kein Platz, denn dort ist der schmale Display-Rahmen beidseitig mit einer Anzeige bestückt.
Dual-Screen für Arbeit und im Kundenumgang
Der Monitor richtet sich an Geschäftskunden und soll zum Beispiel die Zusammenarbeit fördern. Doch auch der Einsatz in einer Bibliothek, an Schulen oder einer Rezeption im Hotel ist denkbar, denn Mitarbeiter wie Kunde können so gleichzeitig auf die gleichen Inhalte schauen. Es ist aber auch möglich unterschiedliche Inhalte anzuzeigen. Dafür sind entsprechende Anschlüsse vorhanden.
Doppeltes IPS-Display mit 24″ und 120 Hz
Die beiden Displays sind identisch und nutzen die IPS-Technik, die aufgrund der hohen Blickwinkelstabilität bei seitlicher Betrachtung Vorteile bietet. Auf einer Diagonale von 23,8 Zoll werden 1.920 × 1.080 Pixel dargestellt. Daraus resultiert eine Bildpunktdichte von 93 ppi. Das LED-Backlight soll eine Helligkeit von bis zu 300 cd/m² ermöglichen. Philips nennt außerdem 8 Bit Farbtiefe, ein Kontrastverhältnis von 1.500:1 sowie 4 ms Reaktionszeit. Die Schutzfolie auf den Displays soll Reflexionen mindern und besitzt den Härtegrad 3H.
Die Stromversorgung des 5,32 kg schweren Dual-Screen-Monitors übernimmt ein externes Netzteil. Philips gibt die typische Leistungsaufnahme mit knapp 24 Watt an. In den Fuß ist eine USB-Anschlussbox integriert, die jeweils einen USB-C-Upstream-Port pro Display sowie jeweils zwei USB-A-Downstream-Ports pro Display bietet.
USB-C und HDMI für jede Seite
Auf beiden Seiten sind zudem die gleichen „Front“-Anschlüsse mit je einmal HDMI 1.4, USB-C Upstream und einem Audioausgang zu finden. Via USB-C können angeschlossene Geräte mit bis zu 65 Watt versorgt werden. Der Monitor verfügt außerdem über integrierte Lautsprecher und lässt sich über ein Drehgelenk um 180 Grad um die eigene Achse schwenken.
Preis und Verfügbarkeit
Der Philips 24B2D5300 soll im Laufe des Monats zur unverbindlichen Preisempfehlung von 429 Euro erhältlich werden.
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