Apps & Mobile Entwicklung
KI-Rückbau: Microsoft verabschiedet sich von Copilot-Taste im Tastatur-Layout

Gemeinsam mit den Copilot+ PCs erweiterte Microsoft das Layout der Windows-Tastatur im Frühjahr 2024 um die Copilot-Taste, die je nach Gerät die rechte Strg-Taste oder Kontextmenü-Taste ersetzt hat. Nun erfolgt der Schritt zurück. Nutzer können die Copilot-Taste künftig neu belegen.
Microsoft bestätigt den Schritt in einem Support-Dokument. Wer die Copilot-Taste nicht nutzen will, um den KI-Assistenten zu starten, kann damit künftig etwa die ursprüngliche Strg- oder Kontextmenü-Belegung wiederherstellen.
Neue Option kommt im Verlauf des Jahres
Die neuen Optionen sollen im Verlauf des Jahres mit einem Update ausgeliefert werden. Im Bereich „Bluetooth und Geräte“ in den Einstellungen lässt sich die Belegung dann in den Tastatur-Optionen anpassen.
Schon vor kurzem hat Microsoft laut Windows Central die Option eingeführt, die Copilot-Taste mit der Suche oder anderen Windows-Apps zu verbinden. Drittanbieter-Apps werden bis dato noch nicht unterstützt.
Es ist eine Ankündigung, die im Prinzip für die Abkehr von einem Konzept steht, in das Microsoft im Frühjahr 2024 viele Hoffnungen steckte. Copilot+ PCs sollten die neue Generation der KI-PCs sein, neben der integrierten NPU war die Copilot-Taste eine der Vorgaben, die PC-Hersteller erfüllten mussten, um Geräte entsprechend klassifizieren zu können. Es war laut Microsoft die erste signifikante Änderung an der Windows-Tastatur seit 30 Jahren.
Am Markt verfangen haben die Copilot+ PCs bis heute nicht. Exklusive Funktionen wie Recall entwickelten sich eher zum Desaster, weitere sind weitestgehend bedeutungslos, wie ComputerBase bereits Anfang des Jahres analysiert hat.
So steht die Copilot-Taste sinnbildlich für eine Strategie, die an den Nutzern vorbei entwickelt wurde. So zerstückelte die Änderung am Tastatur-Layout etwa Workflows von Nutzern, die die rechte Strg-Taste nutzten.
Den Rückbau der Copilot-Integration innerhalb von Windows 11 vollzieht Microsofts bereits im Rahmen der Runderneuerung des Betriebssystem. Abschied von der Taste zu nehmen, ist die konsequente Fortsetzung dieser Strategie.
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Niederlage für Elon Musk: Richterin stellt das Musk-vs.-OpenAI-Verfahren ein
Richterin Yvonne Gonzales Rogers hat das Verfahren Musk vs. OpenAI nach elf Verhandlungstagen eingestellt. Die Jury hatte zuvor diesen Schritt nach zweistündiger Beratung einstimmig empfohlen. Für Elon Musk ist es eine Niederlage, er konnte sich mit seinen Vorwürfen nicht durchsetzen.
Zentraler Grund für die Einstellung des Verfahrens sind abgelaufene Fristen in zwei Klagepunkten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das gilt zunächst für Verletzung von Treuhandpflichten – also Musks Vorwurf, OpenAI-CEO Sam Altman und Präsident Greg Brockman hätten vermeintlich OpenAI als Charity „gestohlen“. Damit hinfällig ist auch der Klagepunkt, Microsoft habe sich beteiligt. Ebenso verjährt sind die Rücktrittsforderungen gegen Altman und Brockman.
Musk hätte eher klagen müssen
Um zu verhindern, dass sich OpenAI von einer gemeinnützigen Organisation in eine gewinnorientierte Struktur wandelt, hätte Musk binnen drei Jahren gegen die Pläne vorgehen müssen. Als er die Klage im Jahr 2024 eingereicht hatte, war diese Zeit aber schon lange abgelaufen. Er selbst war 2017 noch in die internen Diskussionen involviert, die Struktur von OpenAI zu wandeln. Dabei musste er im Verlauf des Verfahrens einräumen, diese Pläne damals selbst vorangetrieben zu haben, bis er das Unternehmen im Streit verließ.
Die Jury hatte bei diesem Verfahren eine beratende Funktion, die Entscheidung lag bei Richterin Gonzales Rogers. Weil es aber „erhebliche Beweise“ gebe, die den Befund der Jury stützen, war sie bereit, das Verfahren sofort einzustellen.
Laut Gonzales Rogers handelt es sich bei der abgelaufenen Verjährungsfrist um eine Tatsachenfrage. Daher rechnet sie Musk auch keine große Chance vor einem Berufungsgericht aus.
Unspektakuläres Ende eines Tech-Dramas
Damit endet der lang erwartete und heftig umkämpfte Tech-Prozess des Jahres unspektakulär. In den elf Verhandlungstagen kam es zu der Befragung von zahlreichen prominenten Personen, darunter Sam Altman, Greg Brockman, Microsoft-CEO Satya Nadella sowie die ehemaligen OpenAI-Führungskräfte Mira Murati und Ilya Sutskever.
- Elon Musk vs. OpenAI: Musk kämpft in den ersten Prozesstagen mit seiner Version der Geschichte
- Elon Musk vs. OpenAI: Wie Sam Altman vor Gericht auf die Lügen-Vorwürfe reagiert
Elon Musk sagte an drei Tagen vor Gericht aus. Er machte bei seiner Befragung allerdings keine gute Figur, Prozessbeobachter hatten ihm vor dem Verfahren ohnehin schlechte Chancen ausgerechnet. Bestätigt haben sich hingegen Sorgen, es ging vor allem darum, den Ruf der Beteiligten zu sabotieren, analysiert The Verge. Es wurde demnach nichts erreicht, außer schmutzige Wäsche zu waschen.
Klage ist kein Hindernis für Börsengang mehr
Angesichts des anstehenden Börsengangs ist die Einstellung des Verfahrens für OpenAI dennoch ein Erfolg. Das KI-Unternehmen plant diesen Schritt für das Jahresende, die Bewertung könnte bei über 1 Billion US-Dollar liegen. Teil des Plans ist die Umwandlung der Unternehmensform, mit dem Ende des Verfahrens wurde nun ein potenzielles Hindernis aus dem Weg geräumt.
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Montech Ten: Ein kleines Gehäuse bietet drei Layout-Optionen

Montech baut mit dem „Ten“ ein kleines Gehäuse, das in drei unterschiedlichen Layouts aufgebaut werden kann. Von der Flexibilität verspricht sich der Hersteller bessere Raumausnutzung: Das Gehäuse muss nicht universell für jede Rechnerkonfiguration funktionieren, sondern kann sich drei Mal spezialisieren.
3 Layout-Optionen im Detail
In der Standardkonfiguration, die Montech „M1“ nennt, funktioniert das Ten wie ein übliches Micro-ATX-Gehäuse. Das Netzteil, entweder im ATX- oder SFX-Formfaktor, sitzt dann hinter der Front, Mainboard und Grafikkarten befinden sich an üblicher Position. Kühler können in der M1-Version bis zu 155 Millimeter hoch werden. Gedacht ist dieser Aufbau laut Hersteller für luftgekühlte Rechner.
Die M2-Variante soll ideal für Wasserkühlungen sein. Im Grunde ändert sich allerdings nur eines: Das Layout wird invertiert, die Grafikkarte also unter den Deckel gesetzt. Ein 360-mm-Radiator kann dadurch am Gehäuseboden statt an der Oberseite verbaut werden. Ans Seitenteil passt zudem ein weiterer Wärmetauscher, sofern die Grafikkarte nicht über ein separat zu erwerbendes Riser-Kabel vertikal montiert wird.
In der dritten, i3 genannten Version soll das Ten seinen Fußabdruck minimieren, aber Kompatibilität zu „High-Performance-Ausrüstung“ beibehalten. Das ist irreführend formuliert, weil die Größe des Gehäuses konstant bleibt. Was sich ändert, ist erneut das Layout: Mainboard und Grafikkarte werden in Sandwich-Position, also hintereinander, platziert, was erneut den Zukauf eines Riser-Kabels nötig werden lässt. CPU-Kühler dürfen daher nur noch 55 Millimeter hoch werden, der Einsatz einer Wasserkühlung ist naheliegend.
Festplatten werden unter dem Netzteil, hinter der Front sowie anstelle von Lüftern oder einem Radiator am Gehäuseboden platziert. Die Ausgestaltung der Belüftung obliegt dabei dem Käufer und seiner Konfiguration, mitgeliefert wird nur ein 92-mm-Lüfter mit PWM-Anschluss im Heck. Unterstützt wird die Belüftung durch große Mesh-Flächen an allen Seiten, auch am linken, normalerweise aus Glas gefertigtem Seitenteil. Einen Staubfilter besitzt das Ten nur an der Unterseite.
Preis und Verfügbarkeit
Das Ten soll zu einer Preisempfehlung von rund 70 US-Dollar zuzüglich Steuern in den Handel kommen. Wann das Modell in Europa erhältlich sein wird, ist noch unbekannt.
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16″-Notebook: Asus ExpertBook P5 G2 mit vollschlanken 1,78 Kilo
Asus bringt mit dem ExpertBook P5 G2 ein neues Business-Notebook auf den Markt. Das Modell mit der Bezeichnung P5605CCA richtet sich vor allem an professionelle Anwender, Lehrkräfte und Unternehmen, die ein robustes Arbeitsgerät für Büro, Homeoffice und mobile Einsätze suchen.
Hardware-Spezifikationen auf Umwegen
Im Inneren setzt Asus mit einem Intel Core Ultra 7 aus der aktuellen 300er-Serie auf aktuelle Hardware. Genauere Angaben, zum Beispiel zum Display liefert der US-Webauftritt von Asus, da die deutsche Seite gesperrt ist – für Asus besteht in Deutschland für Notebooks nämlich weiterhin ein Verkaufsverbot.
Das ExpertBook P5 G2 ist laut Asus US mit einem Intel Core Ultra 7 356H ausgestattet, dazu gesellen sich 32 GB Arbeitsspeicher, der auf 64 GB aufgestockt werden kann, und eine 1 TB große PCIe 5.0 SSD, zwei weitere M.2-SSDs können optional hinzugefügt werden. Standardmäßig enthält das Notebook einen 50-Wattstunden-Akku (optional 64 Wh). Das Display hat das Format 16:10 und löst mit 2.560 × 1.600 Pixeln auf. Touch oder OLED werden nicht geboten. Wi-Fi 7 ist mit an Bord. Damit zielt das Notebook auf typische Business-Szenarien wie Multitasking, große Dateien, Videokonferenzen und produktives Arbeiten mit mehreren Anwendungen gleichzeitig.
Für den deutschen Markt gibt es eine erste unsortierte Listung auf Geizhals, diese ergänzt noch 144 Hertz für das Display. Für das Bundle mit 32 GB Arbeitsspeicher werden 1.700 Euro aufgerufen. Die Verfügbarkeit wird mit 3 Wochen angegeben, allerdings bei nur einem einzigen Händler. Diese können das Verkaufsverbot so umgehen, indem sie Ware von Asus aus dem Ausland beziehen.
Sicherheit im Fokus
Beim Thema Sicherheit fährt Asus eine umfangreiche Liste an Funktionen auf. Das ExpertBook P5 G2 unterstützt „Windows 11 Secured-core“-Technologien und wird mit Asus ExpertGuardian beworben. Das BIOS soll dem NIST-SP-800-193-Standard entsprechen, was vor allem für IT-Abteilungen interessant sein dürfte. Für viele Anwender ist diese Norm allerdings eher ein sperriger Begriff als ein greifbarer Vorteil. Vereinfacht gesagt geht es dabei um Schutzmechanismen gegen Firmware-Manipulationen und für die Integrität des Systems. Ergänzt wird das Paket durch eine Webcam-Abdeckung, optionalen IR-Login, einen Nano-Kensington-Lock-Slot und eine einjährige McAfee+ Premium-Mitgliedschaft.
KI darf nicht fehlen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt, wie so häufig, auf KI-Funktionen. Asus bündelt diese unter anderem in der Software-Suite MyExpert und ExpertMeet. Dazu gehören Funktionen wie automatische Meeting-Zusammenfassungen, Echtzeitübersetzungen, To-do-Listen und eine Suche über lokale sowie Cloud-Dateien. Das klingt in der Pressemitteilung erwartungsgemäß nach einem großen Produktivitätssprung, wie stark der Nutzen im Alltag tatsächlich ausfällt, dürfte aber maßgeblich davon abhängen, wie gut die Tools in bestehende Arbeitsabläufe eingebunden werden – wenn überhaupt.
Kein Leichtgewicht
Beim Gehäuse verweist Asus auf ein robustes Aluminiumdesign in der Farbe Misty Grey und die Erfüllung des MIL-STD-810H-Standards. Das Gerät soll damit für den anspruchsvollen Geschäftsalltag gerüstet sein. Interessant ist allerdings die Einordnung des Gewichts: Asus spricht von einem schlanken und leichten Design, nennt aber ein Gewicht ab 1,78 Kilogramm. Für ein 16-Zoll-Business-Notebook ist das nicht ungewöhnlich, aber auch nicht unbedingt ein Wert, den man ohne Weiteres als besonders leicht bezeichnen würde. Immerhin gibt es auch von Asus Notebooks in der 16-Zoll-Klasse, die einiges leichter sind und trotzdem den MIL-STD-810H-Standard unterstützen.
Zur Ausstattung gehören außerdem eine spritzwassergeschützte Tastatur, ein als „robust“ beworbener RJ45-LAN-Anschluss und ein Kühlsystem mit „Asus ExpertCool“-Label, das bei geschlossenem wie geöffnetem Deckel stabile Leistung ermöglichen soll. Für Unternehmen (außerhalb von Deutschland) dürfte zudem der beworbene Businesssupport relevant sein, mit Vor-Ort-Reparatur, technischer Unterstützung und 24/7-Kundendienst.
Preis und Verfügbarkeit
Auf der in zwei Wochen startenden Computex in Taipeh ist mit weiteren Einzelheiten zu rechnen. Neben der bereits erwähnten, unsortierten Listung nennt Asus für die Schweiz einen Einstandspreis von 2.799 Schweizer Franken (rund 2.500 Euro) – Unterschiede bei der Ausstattung sind je nach Modellvariante möglich. Aufgrund des besagten Verkaufsverbots wird kein Preis für Deutschland genannt.
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