Künstliche Intelligenz
Wearables von anderen Anbietern: Apple erweitert Funktionsumfang in der EU
Apple will künftig auch die sogenannten Live-Aktivitäten (Live Activities) auf Fremdgeräte weiterreichen. Im Rahmen der von der EU vorgeschriebenen Öffnung von iOS für Wearables von Drittanbietern wäre dies eine weitere Kategorie, die unterstützt wird. Umgesetzt wird dies allerdings frühestens mit iOS 26.5, das derzeit im Betatest ist und wohl nicht vor Ende April oder im Mai erscheint. Es ist unklar, ob Apple dabei auf die Forderungen aus dem Digital Markets Act (DMA) oder es sich quasi um ein „Bonusfeature“ handelt, das der Konzern erstmals außerhalb der Apple Watch freigibt. Möglicherweise nimmt Cupertino an, dass die EU-Kommission auch die Live-Aktivitäten, mit denen man aktuell laufende Vorgänge wie Bestellungen oder das Warten auf einen Mietwagen beobachten kann, nicht nur auf der Apple Watch sehen will.
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EU-Funktionen für Wearables und anderes Zubehör
Der aktuell geplante Funktionsumfang ist für Apple-Verhältnisse bereits breit. So soll erstmals „echte Benachrichtigungen“ auf konkurrierenden Wearables wie die von Samsung, Google oder Garmin auftauchen können, auf die man auf dem Gerät dann auch reagieren kann – dieses „Notification Forwarding“ ist mehr als die aktuelle, simple Weiterleitung der eigentlichen Nachricht per Bluetooth.
Weiterhin gibt es ein neues Annäherungspairing (Proximity Pairing), bei dem man ein Gerät wie einen Kopfhörer nur in die Nähe des iPhone bringen muss, um den Kopplungsvorgang auszulösen. Das geht bislang nur mit AirPods und Beats-Geräten. Schließlich kommen nun besagte Live-Aktivitäten hinzu. Da diese auch grafische Elemente enthalten, dürfte die Umsetzung von Hersteller zu Hersteller abweichen. Es ist auch denkbar, dass nicht jeder Anbieter von Wearables das Feature auch umsetzt. Alle Funktionen will Apple noch 2026 bereitstellen.
Voraussetzungen für Entwickler und Geräteanbieter
Passend dazu hat Apple auch an seinen Lizenzbedingungen für Entwickler geschraubt. Diesen ist nun zu entnehmen, dass das Forwarding von Live-Aktivitäten zum Funktionsumfang gehört. Es ist demnach unter anderem verboten, die Funktion zu Werbe-, Profiling- oder Ortsüberwachungszwecken zu nutzen.
Zudem dürfen die Daten nicht zum Trainieren von KI-Modellen verwendet werden. Schließlich ist auch eine Weiterleitung der Daten an andere Anwendungen oder Geräte verboten. Entwickler müssen diese gegenüber Apple explizit kommunizieren und erhalten dann ein entsprechendes Entitlement. Die Daten sind zudem verschlüsselt, ein Ablegen von Benachrichtigungen in der Cloud oder auf dem Empfangsgerät selbst ist nicht vorgesehen.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Sichere Softwareentwicklung: Vortrag für die heise devSec in Marburg einreichen
Am 22. und 23. September findet die heise devSec 2026 statt. Die zehnte Auflage der Konferenz zu sicherer Softwareentwicklung wandert dieses Jahr nach Marburg. Weiterhin lautet das Motto „Sichere Software beginnt vor der ersten Zeile Code“.
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Der Call for Proposals ist noch bis zum 14. April geöffnet. Vor der großen Konferenz im Herbst findet am 11. Mai die Online-Konferenz KI und Security statt.
Die heise devSec 2026 richtet sich an IT-Profis, die das Thema Security im Blick haben und sich den damit verbundenen Herausforderungen stellen müssen. Vor allem Softwareentwicklerinnen und -architekten, Projektleiter und Teamleiterinnen sowie Sicherheits- und Qualitätsbeauftragte nehmen an der heise devSec teil.
Security in allen Phasen der Softwareentwicklung
Im Call for Proposals suchen die Veranstalter iX, heise security und dpunkt.verlag bis zum 14. April Vorträge und Workshops unter anderem zu folgenden Themen:
- Entwurf und sichere Architekturen
- KI in der Softwareentwicklung
- Security by Design, Security Engineering
- Supply Chain Security
- Sichere Freie und Open-Source-Software und deren Entwicklung
- Korrekter Einsatz von Kryptografie
- Compliance-orientierte Entwicklung für deutsche und internationale Märkte
- DevSecOps
- Sichere Software und datenschutzkonforme Umsetzung
Erfahrungsberichte sind besonders gern gesehen. Das Programm wird Mitte Mai veröffentlicht. Bis dahin können Frühentschlossene Tickets für die Herbstkonferenz zum besonders günstigen Blind-Bird-Tarif von 1049 Euro kaufen.
Online-Konferenz im Mai zu KI und Security
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Am 11. Mai findet zusätzlich der Special Day „KI und Security“ statt. Er widmet sich einerseits den Angriffsvektoren auf KI-Anwendungen und andererseits Best Practices, mithilfe von KI Software sicherer zu entwickeln.
Das Programm steht schon fest und bietet folgende Vorträge:
- Security im Spannungsfeld von AI und Dev
- Sicherheitsnetze für den sicheren Einsatz von Coding-Agenten
- KI-Code und der Cyber Resilience Act
- Vibe-Hacking & Security-Agenten
- LLM-Security: Die OWASP-Liste der Angriffsvektoren
- Hands-on LLM Security – Schwachstellen und Gegenmaßnahmen
Tickets für die Online-Konferenz sind bis zum 20. April zum Frühbucherpreis von 249 Euro (zzgl. MwSt.) verfügbar. Teams ab drei Personen erhalten im Ticketshop automatisch einen Gruppenrabatt.
Wer über die heise devSec inklusive der Special Days auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich für den Newsletter eintragen.
(rme)
Künstliche Intelligenz
Satellitenbilder-Stopp: Planet Labs folgt Aufforderung der US-Regierung
Das Unternehmen Planet Labs stellt aufgrund einer Aufforderung der US-Regierung mit Verweis auf den Iran-Krieg die Veröffentlichung aktueller Satellitenaufnahmen aus dem Nahen Osten weitestgehend ein. Das berichteten unter anderem die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine E-Mail des US-Anbieters an dessen Kunden. Aufnahmen sollen demnach bis auf Weiteres nur noch in Einzelfällen freigegeben werden. Die Einschränkung gelte unter anderem für den Iran sowie die betroffenen Staaten rund um den Persischen Golf.
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Unter anderem Journalisten und Forscher nutzen solche Satellitenaufnahmen, um zum Beispiel die Folgen von Angriffen in der Region oder die Bewegung von Schiffen zu dokumentieren. Die Aufnahmen sind vor allem hilfreich für Gebiete, die sonst schwer zugänglich sind – sei es wegen laufender Kampfhandlungen, ihrer Lage oder Beschränkungen durch die örtlichen Behörden. Inzwischen gehen die iranischen Behörden auch massiv gegen Satelliteninternet-Terminals vor, um den Informationsfluss zu kontrollieren.
Planet Labs hatte die Veröffentlichung von Aufnahmen aus der Region nach Beginn des Iran-Kriegs vor gut fünf Wochen bereits aus Sicherheitsgründen verzögert. Auch das Konkurrenzunternehmen Vantor habe die Veröffentlichung von Satellitenaufnahmen aus der Region bereits eingeschränkt, hieß es in den Berichten weiter. Die US-Regierung befürchtet, dass aktuelle Satellitenaufnahmen Gegnern wie dem Iran für deren Angriffe nutzen könnten.
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(nen)
Künstliche Intelligenz
10 Jahre HTC Vive: Vom gescheiterten Smartphone-Pionier zum VR-Vorreiter
Als HTC Anfang der 2010er-Jahre zunehmend an Bedeutung im Smartphone-Geschäft verlor, stand das taiwanesische Unternehmen vor einer grundlegenden Neuausrichtung. 2011 hielt HTC noch rund 14 Prozent Marktanteil, doch wenige Jahre später war davon kaum etwas übrig. Apple und Samsung festigten ihre Vorherrschaft, chinesische Hersteller fluteten den Markt und interne Fehlentscheidungen sowie eine unklare Produktstrategie führten zu einem drastischen Absturz. In dieser Phase begann für HTC die Suche nach neuen Geschäftsfeldern. Virtual Reality rückte gerade wieder in den Fokus der Tech-Welt.
Innerhalb des Unternehmens wuchs die Überzeugung, dass VR eine Chance bot, sich in einem noch wenig besetzten Technologiebereich neu zu positionieren. Als HTCs damalige Chefin Cher Wang den strategischen Wandel absegnete, legte sie den Grundstein für das „Viverse“, das HTCs XR-Ambitionen bündeln sollte. Doch ohne einen starken Partner hätte HTC diese Transformation wohl nicht geschafft.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „10 Jahre HTC Vive: Vom gescheiterten Smartphone-Pionier zum VR-Vorreiter „.
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