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UX/UI & Webdesign

Wie feiert man am besten sein Agentur-Jubiläum? So wie die Typonauten! › PAGE online


Vor 25 Jahren gründeten Ingo Krepinsky und Stefan Krömer ihre Designagentur Die Typonauten – in einer Zeit des Umbruchs, ganz so wie heute. Von ihren Projekten, Fonts und Erfahrungen erzählt »Oberflächlich mit Tiefgang« – und führt gleichzeitig durch die Geschichte der Markenkommunikation.

Wie feiert man am besten sein Agentur-Jubiläum? So wie die Typonauten! › PAGE online
B-Movie Retro / B-Movie Splatter: Font von Die Typonaten

Wie feiert man sein Jubiläum? Gemeinsam, mit Wegbegleiter:innen, Kolleg:innen, mit Auftraggebenden vielleicht und mit Freund:innen und Familie.

Oder gleich mit der gesamten Design-Community. Ganz so, wie die Bremer Designagentur Die Typonauten es gemacht hat.

Und das in einer Publikation, 300 Seiten stark, die durch die gesamte Agenturgeschichte führt.

Und die Projekte vorstellt, die vom Redesign der Bremer Fernwärme, dem Branding für den Verein Historische Fahrräder e.V. und dem Erscheinungsbild der Literaturwoche Bremen führen. Zu eigenen Schriften wie der Dimitri, der B-Movie Retro oder Oklahoma Pro, zu zahlreichen Preisen, Toprankings – und zu Unveröffentlichtem.

25 Jahre Designgeschichte

Die Idee zu dem Buch entstand »beim Kramen im Planschrank«, wie es von den Typonauten-Gründern Ingo Krepinsky und Stefan Krömer heißt. »Wir merkten, dass man doch viel vergisst – was bei einigen Dingen auch nicht wirklich schlimm ist«, so Krömer.

Und so reizte es sie, »eine Auswahl der guten und wichtigen Sachen zu treffen und diese sorgfältig zusammenzustellen«.

»Oberflächlich mit Tiefgang« haben sie ihren über 300 Seiten starken Rückblick genannt, der immer auch ihren Humor beweist – und auch die Geschichte des Kommunikationsdesigns selbst nachzeichnet. Und dabei auch den letzten großen Umbruch in der Designbranche zeigt, um 2000 herum, als QuarkXPress das dominierende Layoutprogramm war, wie die Typonauten sich erinnern und der Apple-Rechner der Standard.

Als das Digitale immer mehr Raum einnahm und Montagen, Repros und klassische Satzbetriebe ersetzte, Webdesign aufkam und Gestaltende erstmals auf den gesamten Produktionsprozess Einfluss nahmen.

Das war ein großer Transformationsprozess und das Berufsfeld veränderte sich, ganz so wie aktuell durch KI. Dem würde sie jetzt deshalb »vielleicht mit etwas mehr Gelassenheit als früher« begegnen, heißt es.

Leidenschaft für Typografie

Auch die eigene Entwicklung der Designagentur lässt sich anhand der Projekte verfolgen: von Buch- und anderen Printprojekten über die Gestaltung von Websites hin zu umfänglichen Kommunikationsprojekten und dem heutigen Schwerpunkt Energie- und Versorgungswirtschaft. Und auch dort ist die Transformation abzulesen. Und das vom Corporate Design über kampagnenstarke Markenkommunikation bis hin zu qualitätsgesichertem Dokumentenmanagement, wie Krepinsky sagt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Leidenschaft für Typografie, die schon in dem Agenturnamen zu finden ist und auch in dem Buch. Und das mit zahlreichen selbst gestalteten Schriften, die heute von ihnen auf dem Markt sind.

Was für eine Freude und eine Herausforderung Kommunikationsdesign ist, zieht sich durch das gesamte Buch, was es kann, was für eine Kraft es hat und welche Entwicklung es in den letzten 25 Jahren nahm.

Das legt auch ein umfangreiches Interview in dem Buch dar, das Antje Dohmann, Typofachfrau der PAGE, führte.

Und das alles ist natürlich besonders gestaltet: Leuchtend Gelb und mit einem Halbleinen-Hardcover, vierfacher Heißfolienprägung und Bohrung, mit Sonderfarben, auf ungestrichenem Feinpapier (Icon Classic smooth matt white 120 g; Design Offset naturweiß 160 g; säurefrei, alterungsbeständig), mit Fadenheftung, Kapitalband und dreiseitigem Farbschnitt.

Oberflächlich mit Tiefgang: Ingo Krepinsky, Stefan Krömer (die Typonauten GmbH), 304 Seiten, über 900 Abbildungen; Deutsch; 1. Auflage: limitiert und handnummeriert (300 Exemplare), 105 Euro, ISBN 978-3-00-085447-7
Erhältlich direkt bei Die Typonauten.



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UX/UI & Webdesign

tyyp – Nachhaltige Notizbücher aus Deutschland – Design Tagebuch


In Zeiten digitaler Flüchtigkeit erlebt das Notizbuch, als Ausdruck analoger Rückbesinnung, seit einigen Jahren eine stille Renaissance. In Berlin-Köpenick fertigt die Manufaktur tyyp nachhaltige Notizbücher und Schreibwaren. Die regional in höchster handwerklicher Qualität produzierten Notizbücher sind ein beständiger, langlebiger Begleiter, mit denen Kreativschaffende, seien Designer, Grafiker, Autoren oder Architekten, ihre Ideen festhalten und zu Papier bringen können. Für dt-Leser stehen drei Notizbücher nach Wahl bereit.

tyyp – nachhaltige Notizbücher, Quelle: typp

Hinter dem Label tyyp steht Kommunikationsdesigner Christoph Andrews, dessen Abschlussarbeit „Typographie als Objekt“ den Ausgangspunkt für die Unternehmensgründung bildete – und zugleich den gestalterischen Kern bis heute definiert.

tyyp-Notizbücher werden in Handarbeit in der eigenen Berliner Manufaktur gefertigt, häufig in kleinen Auflagen und mit modular aufgebauten Materialien. Dieses System ermöglicht Flexibilität, reduziert Ressourcenverbrauch und bleibt dennoch wirtschaftlich tragfähig – ein Ansatz, der im Spannungsfeld zwischen Designanspruch und Nachhaltigkeit konsequent wirkt.

„Ich liebe es, wenn Design nicht nur ‘gut aussieht’, sondern sich in der Hand richtig anfühlt – und im Alltag funktioniert.“

– Christoph Andrews –

Zum Produktsortiment gehören neben Notizbüchern, Jahreskalender, Notizblöcke sowie Sonderanfertigungen personalisierter Notizbücher, Präsentations- und Dokumentenmappen. Hinsichtlich der verwendeten Materialien verfolgt tyyp eine klare Linie: Recyclingpapiere, FSC- oder Blauer-Engel-zertifizierte Komponenten sowie langlebige Konstruktionen sollen die Nutzungsdauer erhöhen. Die Gestaltung folgt dabei einem bewusst zeitlosen Ansatz – minimalistisch, typografisch geprägt, funktional. Die Objekte treten nicht laut auf, sondern setzen auf Reduktion und Beständigkeit.

tyyp Logo, Quelle: tyypGestaltung, Produktion und Vertrieb werden bei tyyp als zusammenhängendes System verstanden. Dass Kunden von Unternehmen wie BMW oder öffentlichen Institutionen bis hin zu Privatnutzern reichen, zeigt, dass dieser leise, reduzierte Ansatz auch im Markt funktioniert.

tyyp ist ein gutes Beispiel für eine Generation kleiner Designmanufakturen, die nicht auf maximale Skalierung setzen, sondern auf Qualität, Transparenz und Haltung – und damit dem Notizbuch eine neue, zeitgemäße Relevanz verleihen.

tyyp – nachhaltige Notizbücher aus Deutschland, Quelle: tyyp

Verlosung

dt-Leser können jeweils eines von drei Notizbüchern gewinnen – Größe/Format und Farbe nach Wahl. Wer bis zum 18. April 20:00 Uhr einen Kommentar hinterlässt, nimmt an der Verlosung teil. (Hinweis: Mehrfachkommentieren unter Verwendung unterschiedlicher Mail-Adressen zieht den Ausschluss von der Verlosung nach sich!).

Alle dt-Leser können an der Verlosung teilnehmen. dt-Mitglieder, die an dieser Stelle einen Kommentar hinterlassen, haben eine dreimal höhere Gewinnchance.



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UX/UI & Webdesign

»I don’t think in terms of layouts, more in big gestures« › PAGE online


No one thinks as freely as Irma Boom when it comes to book design. She transforms books into objects and sometimes even encourages readers to tear the pages into pieces. No wonder she is celebrated as the world’s best book designer.

»I don’t think in terms of layouts, more in big gestures« › PAGE online
Irma Boom

Already her first book was a sensation. When Irma Boom was still learning the craft, she was commissioned to design the official annual Dutch postage stamp books. Even back then, she didn’t care in the slightest about the rules of book design, and instead went her very own way. And she still does. Sometimes she puts the entire contents of a book on its cover, then roughens the paper to feel like fabric. Boom – which means tree in Dutch – works worldwide and also exhibits internationally, designs for the most exciting artists, and turns extraordinary projects into publications.

This fall, »Susie« will be published, a unique declaration of love from singer and artist Nick Cave to his wife. While Irma Boom keeps jumping to her feet to fetch a book from the shelf in her Amsterdam office, we talk about the relationship between books and bodies, about ideas that seem to appear out of nowhere—and why she was almost thrown out of the Vatican libraries.

PAGE: You were always interested in conceptual art. What fascinates you so much about it?

Irma Boom: I think, basically the imagination. For me, there is so much more to see in abstract art than in figurative art. Instead of seeing what is shown to me, abstraction gets my brain working.



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Porträt der Woche: Katharina Wanke › PAGE online


PAGE gefällt…: Design von Katharina Wanke aus Hamburg, die Gestaltung in Zeiten von KI als einen körperlichen Prozess versteht, Events schillern lässt und das Year of the Firehorse glühen – und die ein Faible für Typografie hat, für Organisches und »happy accidents«.

Porträt der Woche: Katharina Wanke › PAGE onlineBild: ANTINE KARLA YZER

Name Katharina Wanke

Location Hamburg

Web @katharina.wnke

Start Ich habe Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg studiert und dabei einen Schwerpunkt für feministische Designtheorie und experimentelle Typografie entwickelt. Angetrieben vom theoretischen Diskurs und dem Bedürfnis, die flachen Oberflächen von Bildschirm und Digitaldruck zu verlassen, suche ich in meiner Praxis die bewusste Auseinandersetzung mit Materialien und deren Widerstand, Eigenlogik und gestalterischem Potenzial. In einer Zeit, in der KI-generierte, digitale Designs immer glatter, körperloser und vorhersehbarer werden, verstehe ich Gestaltung als ein im Raum verorteter, körperlicher Prozess — als Arbeit mit Dingen, die Reibung generieren und Spuren hinterlassen. Meine Arbeiten bewegen sich daher im Spannungsfeld von Design, Kunst und Handwerk. Nach einem Praktikum bei Studio Dumbar in den Niederlanden studiere ich inzwischen im Master an der HfBK Hamburg, wo die unmittelbare Nähe zur freien Kunst mich weiterhin prägt. Seit zwei Semestern habe ich einen Lehrauftrag an der HAW Hamburg und erforsche diese Themen und Arbeitsweisen zusammen mit Studierenden.

Stil Meine Arbeiten wurden von Grafiker:innen als »zu künstlerisch« und von Künstler:innen als »zu grafisch« oder „angewandt“ bezeichnet. Ich denke, genau darin liegt der Reiz — ich bewege mich gerne zwischen den Welten und grade diese Irritation macht es meiner Meinung nach spannend. Ausgangspunkt ist für mich immer Typografie, da sieht man ganz klar, dass ich aus der Grafik komme. Mein Einsatz von beispielsweise Farben und Materialien überschreitet aber häufig bewusst die Konventionen des klassischen Grafikdesigns.

Lieblingsmotive Typografisch-grafische Figuren kombiniert mit organischen, abstrakten Formen oder Oberflächen.

Technik In meinem Gestaltungsprozess wechsle ich konstant zwischen digitalen und analogen Prozessen. Oft starte ich mit analogen Skizzen oder ausgehend von den Eigenschaften eines Materials. Dann gehe in den digitalen Entwurfsprozess, in dem cmd+z viel Freiheit gibt, um dann wieder ins Material zu gehen. Dort entstehen dann nochmal viele ungeplante, spontane und widerrufbare »happy accidents«, die den Gestaltungsprozess interessant machen.

Inspiration Ich fühle mich häufig inspiriert von Interior- oder Produktdesign. Dort kommen oft spannende Materialien,
Oberflächen und Farbwelten zusammen. Inzwischen gestalte ich auch Objekte wie Taschen, Ringe oder Möbelstücke selbst.

Kunden Aram Bartholl, HAW Hamburg, HfBK Hamburg, Softrot Kollektiv, Qualitize, FC St. Pauli

Großformatiger Druck mit rotem Rechteck und stilisiertem, hellrosa Augenmotiv lehnt auf gestapelten Holzstühlen; Hintergrund mit gelb gefliester Wand und schwarzem Graffiti.
Siebdruck, DINA2. Gewinner Mut zur Wut Bild: Katharina Wanke
Das Year of the Firehorse
Zwei Hände halten ein Buch vor blauem Himmel; Cover mit unscharf überlagerter Typografie und Titel »Aram Bartholl Kunstverein Roterburg« in Weiß.
Kunstkatalog für Aram Bartholl in Zusammenarbeit mit Rebecca Söhlke Bild: Katharina Wanke
Weißer kurzärmeliger Pullover mit schwarzer, grafischer Tierzeichnung liegt auf grünem Rasen mit verstreuten weißen Gänseblümchen; Draufsicht bei natürlichem Licht.
Textilarbeit in Zusammenarbeit mit Katharina Mumme Bild: Katharina Wanke

 

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