Nur Stunden, nachdem OpenAI das Video-KI-Tool Sora überraschend eingestellt hatte, kündigte Elon Musk auf X an, den umstrittenen KI-Bild- und Videogenerator Grok Imagine massiv auszubauen. Er spricht von einer Verdoppelung seines Engagements, bezeichnet die nächste Version als „episch“ und stellt weitere Updates in Aussicht.
The next @Grok Imagine release will be epic.
We are doubling down.
— Elon Musk (@elonmusk) March 25, 2026
Und es geht noch weiter: Nikita Bier, Head of Product bei X, kündigt zudem an, dass die „full power of Grok“ direkt in den Algorithmus integriert werden soll. Das würde die Funktionsweise der Plattform grundlegend verändern – laut Bier handelt es sich um das bislang wichtigste Update seit Bestehen von X. Die Ankündigung reiht sich in ein bereits angekündigtes, umfassendes Algorithmus-Update von Elon Musk ein.
The full power of Grok on the algorithm launches next week. It will be the most important change we’ve done on X.
— Nikita Bier (@nikitabier) March 26, 2026
Etwa zeitgleich bewarb Musk ein Grok-Abomodell für rund zehn US-Dollar im Monat, mit dem Nutzer:innen Bilder und kurze Videos generieren können.
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Grok zieht in den Algorithmus ein
Künstliche Intelligenz erstellt nicht nur Inhalte, sondern beeinflusst maßgeblich, welche Inhalte auf Social-Plattformen und dergleichen sichtbar werden. Noch mehr AI Features in Grok dürften diese Entwicklung weiter antreiben. Inhalte lassen sich schneller produzieren, personalisieren und an Trends anpassen. Für Marketer entstehen neue Möglichkeiten für Skalierung, Testing und Performance-Optimierung. User erhalten damit eine Social Experience, die noch stärker auf individuelle Interessen zugeschnitten ist, gleichzeitig aber auch ein höheres Suchtpotenzial aufweist.
Im Kontext des Grok-Ausbaus verweist Nikita Bier auf Auswertungen zur Plattformaktivität, die eine steigende Verweildauer auf X zeigen. Nach einem Rückgang im Frühjahr und Sommer 2025 zieht die durchschnittliche Verweildauer seit Herbst deutlich an und erreicht zum Jahreswechsel 2025/2026 ein neues Hoch.
Higher. pic.twitter.com/y0RPotKpY6
— Nikita Bier (@nikitabier) March 26, 2026
Deepfake-Skandale zeigen: Grok und Co. sind ein echtes Problem
Viele sehen erhebliche Risiken durch AI Content und algorithmische Steuerung, die über Fragen von Social-Media-Sucht hinausgehen. Besonders X steht im Fokus der Debatte: Grok Imagine wurde und wird immer noch zur Erstellung und Verbreitung sexualisierter, nicht einvernehmlicher Deepfakes genutzt. Betroffen sind vor allem Frauen und sogar Minderjährige. Die Problematik liegt nicht nur in einzelnen Vorfällen, sondern in der technischen Leichtigkeit, mit der solche Inhalte erzeugt und verbreitet werden können – und darin, dass es in vielen Ländern noch keine klaren gesetzlichen Regelungen gibt, die solche Taten wirksam ahnden. Konkrete, umfassende Gegenmaßnahmen bleiben bislang aus. Zwar wurden Funktionen eingeschränkt und Anpassungen angekündigt, doch die Kritik an unzureichenden Schutzmaßnahmen bleibt bestehen. In Deutschland könnte sich die Lage nun verändern.
Endlich erhält die Debatte durch einen aktuellen Deepfake-Skandal rund um Collien Fernandes und Christian Ulmen, der durch eine Recherche des Spiegel öffentlich wurde, die nötige Aufmerksamkeit. Fernandes hat Strafanzeige gegen ihren Ex-Ehemann gestellt und wirft ihm unter anderem vor, täuschend echte Fake-Profile von ihr in sozialen Netzwerken erstellt und darüber zahlreiche Männer kontaktiert zu haben. Dabei soll er sich als sie ausgegeben, sexuelle Gespräche geführt und intime Bilder sowie Videos verschickt haben, die den Eindruck erwecken sollten, es handle sich um authentische Aufnahmen von ihr. Die Bundesregierung arbeitet inzwischen verstärkt an einem Gesetz gegen digitale Gewalt, so ein Bericht auf tageschau.de, das unter anderem die Erstellung und Verbreitung pornografischer Deepfakes strafbar machen soll.
ChatGPT zitiert Grokipedia:
Vertrauensbruch im Wissens-Stack







