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Team Group NV5000 2 TB SSD im Test
Gleich in zweifacher Hinsicht ist die Team Group NV5000 SSD ein Exot: Sie nutzt erstens einen Controller aus dem Hause Realtek und zweitens kommt NAND-Flash von Intel zum Einsatz. Was diese Kombination im Vergleich zu anderen SSDs mit PCIe 4.0 leistet, klärt der Test.
Die Team Group NV5000 im Überblick
Der Name ist Programm, denn die NV5000 ist mit bis zu 5.000 MB/s spezifiziert. Das ist heute bestenfalls noch Mittelklasse, denn viele PCIe-4.0-SSDs reizen die Schnittstelle mit über 7.000 MB/s bereits aus. SSDs mit PCIe 5.0 sind noch viel schneller.
Im Formfaktor M.2-2280 bietet die Serie Speicherkapazitäten von 500 GB, 1 TB und 2 TB. Für den Test hat der Hersteller die Version mit 2 TB zur Verfügung gestellt, die mit 5.000 MB/s beim sequenziellen Lesen und 3.000 MB/s beim sequenziellen Schreiben angegeben wird. Angaben zu den maximalen IOPS macht Team Group ebenso wenig wie zur Leistungsaufnahme.
Unter dem Aufkleber, der mit einer Schicht aus Graphen einen gewissen Kühleffekt besitzen soll, sitzen die eher ungewöhnlichen Komponenten. Das ist zum einen der 8-Kanal-Controller Realtek RTS5772DL, der im hiesigen Markt sehr selten zu finden ist. Die Adata Legend 860 gehört zu den wenigen Ausnahmen. Der Chip ist „DRAM-less“ gestaltet, kann also auf keinen dedizierten DRAM-Cache zurückgreifen. Stattdessen sorgt die NVMe-Funktion Host Memory Buffer (HMB) für einen kleinen, vom Hauptspeicher abgezweigten Cache. Im Alltag ist dieser in der Regel ausreichend.
Ein heutzutage seltener Anblick sind auch die Speicherchips, deren Kennung „PF29F04T2AOCTJ1“ sie als TLC-NAND aus dem Hause Intel/Micron identifiziert. Die auch als B27A bezeichnete 96-Layer-Generation stammt noch aus dem Joint Venture IM Flash Technologies (IMFT), das allerdings schon vor über sechs Jahren sein Ende fand.
Garantie und TBW im Vergleich
Bei üblichen fünf Jahren Garantie erlischt diese nach Überschreiten einer vom Hersteller festgelegten Schreibmenge vorzeitig: die „Total Bytes Written“ (TBW). Bei der Team Group NV5000 mit 2 TB liegt diese bei 640 TB. Das liegt deutlich unter dem gängigen Wert für 2-TB-SSDs mit TLC-Speicher von 1.200 TB. Schafft man sich hiermit Luft für einen späteren Wechsel auf QLC-NAND? Bei der Kingston NV2 (Test), die sowohl TLC- als auch QLC-Speicher nutzt, liegt der Wert ebenfalls bei 640 TB.
Preise und Eckdaten im Überblick
Die Team Group NV5000 ist aktuell zu Preisen von rund 140 Euro (1 TB) und 210 Euro (2 TB) zu haben. Für das Modell mit 500 GB gibt es zur Stunde kein Angebot.
PCIe 5.0 vs. PCIe 3.0/4.0 und SATA im neuen Testsystem
Die Probanden müssen im Test gegen die High-End-Konkurrenz mit PCIe 5.0 wie der SanDisk WD_Black SN8100 (Test) und der Samsung 9100 Pro (Test) sowie die Flaggschiffe der PCIe-4.0-Generation in Form der WD_Black SN850X (Test) und der Samsung 990 Pro (Test) antreten. Auch ein Vergleich mit SSDs der langsameren Sorte auf Basis von PCIe 3.0 und SATA sowie mit externen Modellen wird gezogen.
Der Wechsel auf PCIe 5.0 seitens der SSDs machte auch einen Wechsel des Testsystems von ComputerBase nötig. Die Wahl fiel auf AMDs aktuelle AM5-Plattform mit einem B650E-Mainboard von Asus und dem mit 65 Watt TDP antretenden 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 7900 (Test). Der primäre M.2-Slot des Mainboards erhält PCIe 5.0 x4 direkt über die CPU. Beim Betriebssystem fand ein Umstieg auf Windows 11 statt.
Nachfolgend werden die aktuell für SSD-Tests verwendeten Hard- und Software aufgelistet.
- Windows 11 Pro 22H2 22621.1413
- AMD Ryzen 9 7900
- Asus B650E-F Strix Gaming WiFi
- DDR5-5200, 38-38-38-84
- AMD-Chipsatztreiber 5.02.19.2221
- GeForce RTX 2080 Ti mit GeForce-Treiber 531.29
- GeForce RTX 3080 Ti mit GeForce-Treiber 552.22 (Zusatztest Direct Storage)
- SoftPerfect RAMdisk 4.4
- Asus BIOS 1222
Die Angabe und die dauerhafte Verwendung der konkreten Version von Windows 11 sind entscheidend, denn Microsoft hat zuletzt verstärkt an der Datenträger-Leistung im Explorer gearbeitet. So erzielt die neue Plattform beim Kopieren aus der RAM-Disk auf eine sehr schnelle SSD über 6,0 GB/s, während die alte Plattform mit denselben SSDs bei unter 2,5 GB/s an eine Grenze stieß. Auch das Kopieren auf der SSD ist mit dem neuen System und insbesondere mit dem aktuelleren Windows viel schneller. Die letzten inkrementellen Updates für Windows 11 22H2 brachten dabei noch einmal einen deutlichen Schub gegenüber der ersten Hauptversion aus dem 4. Quartal 2022 – mit der lag das Limit im Explorer noch bei knapp unter 4,0 GB/s.
Ein Benchmark musste raus
Zuletzt förderte der sogenannte Avocados-Benchmark, der offiziell als BulkLoadDemo für Microsofts DirectStorage-API bekannt ist, seltsame Ergebnisse zutage. Die eigentlich schnellsten Modelle konnten so nur kurzfristig die Spitzenleistung von rund 30 GB/s ermöglichen, brachen bei nachfolgenden Messungen aber spürbar ein, wodurch ihr Durchschnittswert geringer als erwartet ausfällt.
Mit Temperaturproblemen ist das nicht zu erklären, gerade weil neue Flaggschiffe viel weniger Energie benötigen als etwa die E26-Generation. Auch die sehr schnelle Corsair MP700 Pro XT (Test) verfehlte so das Spitzenfeld deutlich, was eigentlich nicht sein kann. Da die Ursache nicht zu ergründen war, verzichtet ComputerBase fortan auf diesen Benchmark.
Testergebnisse und Benchmarks
Das Testmuster wurde für die nachfolgenden Tests, sofern nicht anders vermerkt, unter dem SSD-Kühler des Asus ROG Strix B650E-F WiFi mit darüber blasendem 120-mm-Lüfter getestet.
Schreibleistung (SLC-Modus)
Wie ausdauernd der SLC-Modus ausfällt, testet ComputerBase wie folgt: Eine komprimierte RAR-Datei mit 10 GB Größe wird aus einer RAM-Disk mit fortlaufender Nummer in der Dateibezeichnung so oft ohne Pause auf die leere Test-SSD geschrieben, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist (grün). Für jeden Kopiervorgang wird die erreichte Transferrate protokolliert. Direkt nach dem letzten Transfer werden 50 Prozent der erstellten Dateien gelöscht. Im Anschluss wird der SSD für die interne Speicherverwaltung eine halbe Stunde Ruhe gegönnt. Dann wird sie abermals mit den RAR-Dateien vollgeschrieben (gelb). Der Test soll die Abhängigkeit des SLC-Modus vom Füllgrad der SSD ermitteln beziehungsweise aufzeigen, ob der einmal genutzte SLC-Modus sich nach Ruhephasen erholt.
Das 2-TB-Modell mit TLC-Speicher (3 Bit/Zelle) wird zunächst komplett im SLC-Modus (1 Bit/Zelle) beschrieben. Daher gibt es bis zu einem Drittel der Speicherkapazität (~700 GB) eine hohe Schreibrate von teils über 4.000 MB/s. Im Anschluss werden die Zellen mit den verbliebenen 2 Bit beschrieben. Das geschieht mit etwa 400 MB/s deutlich langsamer.
- Schwarz/Weiß: NVMe-SSDs (PCI Express 5.0, M.2)
- Rot: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
- Blau: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
- Grün: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)
- Gelb: SATA-SSDs (2,5 Zoll)
Hinweis: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind.
Leseleistung
Zur Überprüfung der praktischen Leseleistung wird der Installationsordner des Spiels Shadow of the Tomb Raider (SotTR, 32 GB) auf das Testmuster kopiert und anschließend in die RAM-Disk gelesen. Das Gegenstück sollte in diesem Fall also erneut keinen Flaschenhals darstellen. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Die Team Group NV5000 zählt zu den langsameren SSDs mit PCIe 4.0 und erreicht nur etwa 3.000 MB/s im praktischen Lesetest. Allerdings bleibt die Leistung auch bei hohem Füllstand stabil, was nicht für alle SSDs dieser Klasse gilt.
Kopierleistung
Als Kopiertest (Lesen + Schreiben) hat die Redaktion einen 195 GB großen Steam-Ordner mit fünf installierten Spielen auf der SSD dupliziert. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Im Kopiertest reicht es für das untere Mittelfeld, wo sich die Team Group NV5000 zunächst ein enges Duell mit der Kioxia Exceria Plus G3 (Test) liefert. Bei hohem Füllstand hat die NV5000 die Nase deutlicher vorn.
Gaming-Leistung
Aufgrund zuletzt nicht mehr nachvollziehbarer Resultate verzichtet die Redaktion auf den DirectStorage-Benchmark (Avocados). In diesem Abschnitt wird fortan nur noch der auf die Gaming-Leistung von Massenspeichern ausgerichtete 3DMark Storage verwendet.
Auch im 3DMark Storage bewegt sich die Team Group NV5000 auf den hinteren Rängen. Die kleine MP44S vom gleichen Hersteller ist gut 20 Prozent besser.
Office-Leistung
Der Quick System Drive Benchmark des PCMark 10 soll leichtere Aufgaben im Alltag widerspiegeln. Das Szenario reicht vom Schreiben, Lesen und Duplizieren von Bilddateien über die Anwendung von Adobe Illustrator und Photoshop bis Microsoft Excel.
Mit hoher Latenz und niedrigem Durchsatz reicht es nur für 1.668 Punkte. Das ist die unterste Liga der PCIe-4.0-SSDs und selbst manche PCIe-3.0-SSD schneidet hier besser ab.
Theoretische Leistung
Der CrystalDiskMark hat sich quasi zum Standard-Benchmark der Branche gemausert und dient auch den SSD-Herstellern zur Ermittlung der beworbenen Leistungswerte. Wenig praxisnah, wird der Test an dieser Stelle zur Überprüfung der theoretischen Spitzenleistung verwendet.
Im Benchmark liefert die Team Group NV5000 dann doch ab und erreicht beim sequenziellen Lesen wie Schreiben sogar mehr als der Hersteller im Datenblatt angibt (5.000/3.000 MB/s). Das zufällige Lesen und Schreiben liegt der SSD aber alles andere als gut. Das in Kombination mit hohen Latenzen erklärt auch das schlechte Abschneiden in manchem Testabschnitt.
Temperaturen
Das Graphen-Pad im Aufkleber allein (Szenario „ohne Kühler“) wirkt keine Wunder. Bereits nach einer Minute Dauerschreiblast wird die Marke von 70 °C erreicht. Die Temperatur steigt weiter auf bis zu 79 °C an. Danach sinken die Temperaturen ab und steigen erst gegen Ende im gemäßigten Tempo wieder an.
Bei Betrachtung der Schreibrate zeigt sich eine Drosselung der Leistung, die ein Überhitzen verhindert. So muss es sein.
Wird die SSD unter dem Kühler vom Mainboard platziert, sind zu hohe Temperaturen Geschichte und mit kaum mehr als 50 °C wird auch nicht mehr gedrosselt.
Leistungsrating
Im Durchschnitt liegt die Leistung der Team Group NV5000 auf sehr niedrigem Niveau und etwa auf Augenhöhe mit der älteren Kingston NV2 (Test). Selbst eine Crucial P310 (Test) im Mini-Format und mit QLC zieht ihr davon und liegt damit „nur“ im Mittelfeld. Die Spitze der PCIe-4.0-SSDs hat einen Vorsprung von über 50 Prozent.
Hinweis zum Diagramm: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind. Da nicht alle SSDs in demselben Umfang getestet werden konnten, bleiben einige Modelle mit dem Ergebnis „0“ außen vor.
Fazit
Beim Blick unter die „Graphen-Haube“ wurde es spannend, denn die Team Group NV5000 nutzt ganz andere Komponenten als gewohnt. Den Realtek-Controller hatte ComputerBase zuvor noch nicht getestet und den TLC-Speicher aus der 96-Layer-Generation von Intel und Micron schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Bei den Tests stellte sich jedoch schnell Ernüchterung ein, denn die Resultate sind im Vergleich zur aktuellen Konkurrenz mit PCIe 4.0 einfach schlecht. In vielen Abschnitten liegt die NV5000 auf den hintersten Plätzen und wird selbst von Mainstream-Modellen mit QLC deutlich überflügelt.
Ob der Controller mit schnelleren Speicherchips eine bessere Leistung abgeliefert hätte, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. In dieser Kombination sind jedenfalls Latenz und wahlfreie Leistung (4K Random) wirklich schlecht.
Dass die komplette SSD-Kapazität im SLC-Modus betrieben wird, ist ein seltener positiver Aspekt. So können große sequenzielle Schreibtransfers zügig erfolgen und auch darüber hinaus stehen immerhin noch rund 400 MB/s zur Verfügung.
Nur wenn der Preis stimmt, ist die NV5000 vielleicht doch einen Blick wert, sofern die Leistung für den Käufer eine untergeordnete Rolle spielt. Das getestete 2-TB-Modell kostet allerdings aktuell rund 210 Euro. Das ist mehr als eine Crucial P310 oder eine WD Blue SN5100 kosten, die beide trotz QLC-NAND wesentlich schneller sind.
- SLC-Modus für knapp 700 GB
- Eine der langsamsten PCIe-4.0-SSDs
- Hohe Latenz
- Schlecht bei 4K Random
Mehr Informationen zu SSDs gewünscht? Die 17. Episode von „CB-Funk – der ComputerBase-Podcast“ bietet Details satt. Welche Unterschiede gibt es eigentlich zwischen SATA und PCIe Gen 3 bis 5 sowie TLC und QLC? Wie testet die Redaktion, was gilt es beim Kauf einer neuen SSD zu beachten und welche Modelle sind empfehlenswert? Die 17. Folge CB-Funk liefert Antworten.
CB-Funk lässt sich nicht nur über den eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem direkt in den Podcast-Apps eurer Wahl abonnieren und hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music und Deezer.
ComputerBase hat die NV5000 SSD leihweise von Team Group zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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XG10: Kioxias schnellste „AI-PC-SSD“ startet mit PCIe 5.0 und DRAM

Kioxia bringt eine weitere PCIe-5.0-SSD für den OEM-Sektor. Die XG10 ist die neue Speerspitze mit PCIe 5.0, 8-Kanal-Controller und DRAM-Cache. Bis zu 14.000 MB/s und 2 Millionen IOPS werden versprochen. Die Speicherkapazitäten reichen von 512 GB bis 4 TB.
Binnen weniger Wochen stellt Kioxia nun bereits die dritte neue Client-SSD-Serie für OEM-Systeme vor. Während die EG7 mit QLC-NAND und PCIe 4.0 den Einstieg bildet, war die BG8 Kioxias erste OEM-SSD mit PCIe 5.0.
Kioxia XG10 mit der höchsten Leistung
Mit der XG10 folgt jetzt ein weiteres Modell mit PCIe 5.0, das allerdings noch mehr Leistung bietet als die BG8. Bei der XG10 setzt Kioxia auf einen Controller mit acht Kanälen und einem dedizierten DRAM-Cache, während es bei der BG8 lediglich vier Kanäle und HMB-Support gibt.
Der maximale Durchsatz liegt mit 14.000/12.000 MB/s beim sequenziellen Lesen/Schreiben ebenfalls höher als bei der BG8 mit 10.300/10.000 MB/s. Die maximalen IOPS werden mit 2 Millionen lesend und 1,6 Millionen schreibend angegeben.
Kioxia sieht „AI PCs“, Workstations und Gaming-Plattformen als Einsatzgebiete für die XG10.
Auch die Leistungsaufnahme ist hoch
Mit der höheren Leistung geht allerdings eine deutlich höhere Leistungsaufnahme einher. Laut der Tabelle von Storage Review benötigt die XG10 hohe 10 Watt im aktiven Betrieb, während die BG8 bei nur 5 Watt liegt.
Je nach Modell unterschiedlicher TLC-NAND
Wie bei der BG8 setzt Kioxia auf TLC-Speicher der Generation BiCS8. Allerdings gilt das nur für die Modelle mit 2 TB und 4 TB Speichervolumen. Bei den Varianten mit 512 GB und 1 TB soll hingegen noch der ältere BiCS6 TLC verwendet werden.
Großer Leistungssprung zur XG8
Die XG10 tritt nach rund vier Jahren in die Fußstapfen der XG8-Serie. Da letztere noch auf PCIe 4.0 setzt, fällt der Leistungssprung entsprechend groß aus. Kioxia wirbt mit einer Verdoppelung der sequenziellen Transferraten sowie höherem Durchsatz beim zufälligen Lesen und Schreiben.
Designed as the successor to the KIOXIA XG8 Series, the KIOXIA XG10 Series adopts PCIe® 5.0 interface, enabling improvements in both sequential and random performance. Compared to the previous generation(1), the new drives achieve up to 2x sequential read, more than 2x sequential write, and increases of approximately 122 % in random read and 158 % in random write performance – supporting faster data access and improved system responsiveness.
Kioxia
Preise und Verfügbarkeit
Bei OEM-Produkten werden Preise nicht öffentlich kommuniziert, sodass es dazu keine Angaben gibt. Es ist aber möglich, dass sich die XG10 in den Endkundenhandel „verirrt“. Käufer sollten dann aber bedenken, dass es bei OEM-Produkten keine Herstellergarantie gibt.
Bei einigen Geschäftskunden aus dem PC-Bereich sollen Muster der XG10 bereits im Einsatz sein. Die Auslieferung von PCs mit dem Serienprodukt soll noch im Laufe des zweiten Quartals 2026 beginnen.
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Cinebench 2026: Wie schnell ist dein System beim Rendern?
Wie schnell sind deine CPU und deine GPU im Render-Benchmark Cinebench 2026? Miss nach und teile deine Ergebnisse im Community-Benchmark. Huch, das gab es hier doch schon mal? Ja, richtig, Ende 2025. ABER noch im alten Setup. Mit den deutlich verbesserten Community-Benchmarks 2.0 rufen wir zum „Benchmarking Next-Gen“ auf!
Wie schnell unterschiedliche Prozessoren und Grafikkarten auf unterschiedlichen Betriebssystemen in Cinebench 2026 sind? Zum Jahreswechsel wollten wir das schon einmal wissen, allerdings noch im alten Community-Benchmark-Setup.
Mit dem neuen Setup (Community-Benchmarks 2.0: Alles, was ihr zur Teilnahme wissen müsst!), das erst vor wenigen Tagen im Community-Benchmark zu Forza Horizon 6 Premiere gefeiert hat, wagen wir daher einen zweiten Anlauf. Erstmals mit:
- automatischer Ergebnisübernahme und
- aussagekräftigen Ranglisten für CPUs und GPUs.
Wir hoffen daher erneut auf rege Teilnahme – vielleicht zum zweiten, möglicherweise auch zum ersten Mal? Mitmachen können in diesem Fall Nutzer unter:
Alle Details zu Cinebench 2026
Alle Details zu Cinebench 2026, allen voran die Systemvoraussetzungen für die verschiedenen Tests, hat bereits der letzte Community-Benchmark bereitgehalten. Wir verweisen an dieser Stelle daher auf den alten Bericht.
Alle Details zum neuen Benchmark-Verfahren
Alle Details zum neuen Setup und eine Anlaufstelle für den Fall, dass es Fragen oder Wünsche nach bisher nicht abgedeckten System-Komponenten, Treibern etc. pp. gibt, liefern hingegen der nachfolgende Artikel und Jans kurzer Überblick im Video – jeweils am Beispiel Forza Horizon 6, aber das Gesagte kann 1:1 auf Cinebench 2026 übertragen werden.
- Community-Benchmarks 2.0: Alles, was ihr zur Teilnahme wissen müsst!
Bei Cinebench im Speziellen noch wichtig: Die Option Advanced Benchmark muss unter „Datei/File“ aktiviert sein, damit die Option Minimum Test Duration, die den Benchmark eine bestimmte Zeit lang (in Schleife) laufen lässt, deaktiviert werden kann.
Ergebnisse einreichen
Mit dem integrierten Benchmark ermittelte Messwerte müssen über das nachfolgende Formular eingesendet werden. Informationen zum eigenen System werden dabei nicht mehr als Fließtext, sondern per Dropdown und Checkboxen angegeben. Alle Details dazu liefert der folgende Artikel:
- Community-Benchmarks 2.0: Alles, was ihr zur Teilnahme wissen müsst!
Was für die Teilnahme vorausgesetzt wird, ist ein Account bei ComputerBase. Zu dessen Registrierung reicht die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse aus:
- Jetzt einen Account bei ComputerBase anlegen
Wird eines der Formulare abgeschickt, erstellt das CMS automatisch einen Beitrag im Kommentar-Thread dieses Artikels, parallel dazu werden die übermittelten Ergebnisse direkt in die Datenbank eingetragen. Vor dem Absenden also bitte noch einmal alles auf seine Richtigkeit hin prüfen!
Teilnehmer können in dem Beitrag im Forum durch das Editieren weitere Informationen ergänzen, darunter bitte auch ein Screenshot mit den Ergebnissen, oder auch Details zu den gewählten OC-Taktraten oder cTDP-Einstellungen.
Das Formular muss nicht vollständig ausgefüllt werden, auch ausgewählte Ergebnisse können gemeldet werden. Weitere Messwerte können durch ein erneutes Absenden des Formulars später noch hinzugefügt werden – aber bitte jedes Ergebnis nur einmal melden!
Happy Benchmarking!
Fehlt eine CPU, eine Grafikkarte oder ein Treiber? Bitte einfach in diesem oder im nachfolgend verlinkten Artikel darauf hinweisen und wir kümmern uns kurzfristig uns darum! Bitte nicht einfach eine falsche Alternative auswählen. 😎
- Community-Benchmarks 2.0: Alles, was ihr zur Teilnahme wissen müsst!
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CPU (Multiple Threads)
CPU (Single Core)
CPU (Single Thread)
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4,7 Sterne
Cinebench von Maxon ist der bekannteste Multi-Core-Benchmark für CPUs.
- Version 2026.1 Deutsch
- Version 2024.1 Deutsch
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Im Test vor 15 Jahren: Googles Nexus S mit Android in Reinform

Nachdem Google mit dem Nexus One einen ersten gefloppten Anlauf startete, ein eigenes Smartphone auf den Markt zu bringen, folgte mit dem Nexus S (Test) ein zweiter Versuch. Für Anwender war vor allem die unveränderte und saubere Android-Version interessant.
Schnelles Single-Core-SoC
Das Nexus S wurde in Zusammenarbeit mit Samsung entwickelt. Optisch war das sofort offensichtlich, da die Ähnlichkeit zum Samsung Galaxy S unverkennbar war. Bei dem Bildschirm handelte es sich um ein 4 Zoll großes LCD mit 800 × 480 Pixeln und einem kapazitiven Touchscreen. Während in Deutschland ein Super-LCD zum Einsatz kam, gab es das Nexus S in anderen Ländern mit einem Super-AMOLED-Bildschirm. Eine weitere Besonderheit war, dass das Display konkav ausgelegt war – laut Samsung, um das Zerkratzen des Glases zu vermeiden. Die Abmessungen betrugen 123,9 × 63,0 × 10,9 mm bei einem Gewicht von 129 Gramm.
Im Inneren war ein von Samsung entwickeltes SoC mit einem Cortex-A8-Kern mit einem GHz sowie einer PowerVR-SGX540-Grafikeinheit verbaut. Dem standen mit 512 MByte ein eher mäßig großer Arbeitsspeicher zur Seite. Der Massenspeicher fiel mit 16 GByte ebenfalls eher beschaulich aus – eine Erweiterung des Speichers mittels einer SD-Karte war zudem nicht möglich.
In Sachen Konnektivität gab es nichts zu meckern: alle damals üblichen Standards wurden unterstützt. Anders sah es bei der verbauten Kamera aus. Für Fotos standen fünf Megapixel zur Verfügung, die Farben waren allerdings blass und Bilder hatten teilweise einen Blaustich. Die Videofunktionalität fiel noch ernüchternder aus: Statt den üblichen 720p oder 1.080p anderer Smartphones mussten Besitzer des Nexus S mit 480p auskommen. Bei der Verarbeitung gab es keine großen Mängel, aber insgesamt wirkte das Nexus S wenig elegant und zudem durch den vielen Kunststoff nicht besonders hochwertig.
Im Alltag nur OK
Im Alltagsgebrauch konnte das Nexus S weder besonders positiv noch negativ herausstechen. Pluspunkte gab es für die gute Gesprächsqualität und überdurchschnittliche Akkulaufzeit von etwa zwei Tagen bei leichter Nutzung. Auf der anderen Seite war der verbaute Lautsprecher für die Freisprechanlage unklar. Zudem verzichteten Samsung und Google darauf, eine Status-LED zu verbauen. Das bedeutete in der Praxis, dass keine Anzeige für ungelesene Nachrichten oder verpasste Anrufe vorhanden war. Auch wenn das Smartphone vollständig aufgeladen war, war daher nicht direkt ersichtlich. Das Nexus S verfügte über keine physischen Tasten unterhalb des Displays und setzte stattdessen auf beleuchtete Sensortasten. Aufgrund der schwachen Hintergrundbeleuchtung waren aber weder diese noch das Display selbst bei Sonneneinstrahlung ablesbar.
Fazit
Der große Anreiz bei dem Nexus S war das saubere Android, das ohne Bloatware oder andere Anpassungen ausgeliefert wurde. Davon abgesehen war das Nexus S zwar kein schlechtes Smartphone, aber auch kein besonders gutes. Für etwa 350 Euro gab es zahlreiche andere Smartphones zur Auswahl und empfehlenswert war das Nexus S nur für wenige Anwender.
In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:
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