Künstliche Intelligenz
Hitzewelle: Satellitenaufnahme zeigt Oberflächentemperaturen wie im Sommer
Die aktuelle Hitzewelle in weiten Teilen Europas spiegelt sich inzwischen sogar in Satellitenaufnahmen wider. Das zeigt ein Bild der Europäischen Weltraumagentur ESA, das auf Daten des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus beruht. Es zeigt die Oberflächentemperaturen in Europa und dass sie Anfang der Woche in weiten Teilen Süd- und Westeuropas sowie in Großbritannien deutlich über 30 Grad Celsius gelegen haben. Die Temperaturen auf der Erdoberfläche können im Sommer noch einmal deutlich über der Lufttemperatur liegen, weil Steine und Erde die Hitze viel länger speichern, erläutert die ESA.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Hitzerekorde purzeln
Die aktuelle Hitzewelle dauert schon seit Tagen an, in mehreren Ländern wurden dabei Saisonrekorde aufgestellt. So wurden in Großbritannien Lufttemperaturen von 35 Grad Celsius erreicht, das liegt deutlich über dem bisherigen Mairekord. Auch in Irland wurden bisherige Rekordmarken deutlich übertroffen, ergänzt die ESA. Die Hitze ist aber nicht auf Westeuropa beschränkt, in Ungarn seien ebenfalls Rekordtemperaturen von mehr als 32 Grad Celsius gemessen worden. In Süd- und Zentraleuropa, in Italien, Spanien, Deutschland und der Schweiz gab es vor allem über das Pfingstwochenende ungewöhnlich hohe Lufttemperaturen. Die Aufnahme der Bodentemperaturen stammt vom Dienstag.
Das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus umfasst gegenwärtig 11 Satelliten, die den Namen Sentinel tragen und nummeriert sind. Sie werden in sechs Kerngruppen zusammengefasst, die unterschiedliche Daten sammeln. Sie beobachten kontinuierlich die Erdoberfläche und die Ozeane, aber auch die Erdatmosphäre. Die gesammelten Daten sind frei im Internet verfügbar, auch die regelmäßig gemachten Satellitenbilder mit einer Auflösung von 10 m. Die Messungen zur Bodentemperatur stammen von Sentinel-3B, der unter anderem noch die Meeresspiegelhöhen erfasst und Multispektralbilder aufnehmen kann. Der Satellit deckt den gesamten Globus alle zwei Tage ab.
(mho)
Künstliche Intelligenz
KI-Agent im Browser: „Let’s Build K.I.T.T. With JavaScript“
Inspiriert vom intelligenten Auto K.I.T.T. in der TV-Serie Knight Rider aus den 1980er Jahren zeigt Nico Martin eine moderne Adaption im Browser – mit JavaScript.
Weiterlesen nach der Anzeige
Der englischsprachige Vortrag auf der enterJS 2025 kombiniert KI-Techniken wie Retrieval-Augmented Generation (RAG) und Function Calling mit fortgeschrittenen Browser-APIs wie WebBluetooth, um einen KI-Agenten zu entwickeln, der Persönlichkeit, Erinnerungsvermögen und autonome Entscheidungsfähigkeiten besitzt. Dabei setzt Nico Martin aktuelle Browsertechnologien wie WebAssembly und WebGPU ein, um einen KI-Agenten zu entwickeln, der komplett offline laufen und den Datenschutz wahren kann.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier eine Vimeo-Video (Vimeo LLC) geladen.
enterJS 2025: Let‘s Build K.I.T.T. With JavaScript (Nico Martin)

Nico Martin ist autodidaktischer Webentwickler und Google Developer Expert für Webtechnologien sowie KI/ML aus der Schweiz. Kreatives Programmieren und das Ausloten der Grenzen des Browsers waren schon immer seine Leidenschaft. Diese Begeisterung teilt er, wann immer es möglich ist, in Workshops, Artikeln oder Vorträgen.
(mai)
Künstliche Intelligenz
Mosaik und aufgefächert: Die Bilder der Woche 22
Welchen optischen Unterschied es in der Natur macht, ob eine Blüte geschlossen oder sonnengeöffnet erstrahlt, oder ein Vogel steif auf einem Ast sitzt versus weit entfaltet, zeigt sich bei den Bildern dieser Woche. Die urbanen Themen leben von scheinbar zusammengesetzten Puzzleteilen. Mal ist es die Grafik an der Wand einer Straßenbahnhaltestelle, dann ein Mix aus Glaselementen, die zusammen ein gigantisches, rundes Fenster ergeben.
Weiterlesen nach der Anzeige
Erfreuen Sie sich mit uns am Kontrast aus schwungvollen und kantigen Motiven, die unsere Galeriefotografen für Sie zusammengetragen haben.
Licht und Schatten von Lightpix84

Licht und Schatten
(Bild: Lightpix84)
Das warme Sonnenlicht lässt die feinen Konturen dieser Tulpe leuchten. Die Makroaufnahme zeigt ihre geschwungenen Blütenblätter in kräftigem Rot und Orange, während tiefe Schatten einzelne Formen fast verschwinden lassen. Licht und Dunkel wechseln sich ab wie Wellen und verleihen der Blume eine fast abstrakte Wirkung. Durch die enge Perspektive werden Strukturen und Farben in den Mittelpunkt gerückt, wodurch aus einer Frühlingsblüte ein stilles Spiel aus Form, Farbe und Stimmung wird.
Pointe du Raz von The real Peter Gunn

Pointe du Raz
(Bild: The real Peter Gunn)
Vor der rauen Küste der Bretagne ragt ein einsamer Leuchtturm aus der bewegten See empor. Dunkle Wolken, aufgewühltes Wasser und die kleinen Silhouetten der Menschen am Ufer verstärken die dramatische Stimmung. Die Aufnahme arbeitet mit klaren Ebenen: felsiger Vordergrund, tosende Wellen und der Turm im Zentrum des Bildes. Das kühle Licht und die fast monochromen Farben verleihen der Szene eine stille, beinah melancholische Wirkung. So zeigt das Foto die Kraft des Meeres und die geringe Bedeutung des Menschen in dieser Kulisse.
Weiterlesen nach der Anzeige
Der Fotograf berichtet: „Die Aufreihung dieser drei legendären Leuchttürme im äußersten Westen der Bretagne (Phare de la Vielle (vorn), Phare de Goulenez (das ist der große Leuchtturm auf der Île-de-Sein) und Phare Ar-Men, der weit draußen vor der Küste steht) entstand eher zufällig. Der Phare d’Ar-Men war in ca. 20 km Entfernung auf dem Original-RAW nicht zu erkennen. Erst in der Nachbearbeitung und Kontrastanhebung wurde er sichtbar. Die Darstellung als SW-Aufnahme mit eher kühler Tonung und quadratischem Zuschnitt soll die Außergewöhnlichkeit dieser atemberaubenden Landschaft am Atlantik betonen.“
Hannover 3 von anbeco4macro

Hannover 3
(Bild: anbeco4macro)
Gelbe und schwarze Flächen verwandeln diese Wand einer Bahnhaltestelle in ein riesiges Schachbrett. Davor läuft eine Person im hellblauen Hoodie genau durch den Lichtkegel und hebt sich sofort vom Hintergrund ab. Die klare Geometrie und die starken Kontraste geben diesem Streetfoto einen grafischen Look und gleichzeitig wirkt dieser flüchtige Moment auch ganz alltäglich – ein kurzer Blick auf die urbane Kulisse von Hannover.
Zilpzalp von Carl-Peter Herbolzheimer

Zilpzalp
(Bild: Carl-Peter Herbolzheimer)
Mit weit aufgefächerten Flügeln startet dieser Zilpzalp aus dem Moos. Die leichte Unschärfe, die sich über einen Großteil des Bildes zieht, macht die schnelle Bewegung des kleinen Singvogels direkt spürbar. Anstelle eines perfekt eingefrorenen Moments zeigt die Aufnahme Dynamik und Energie. Trotzdem bleibt der Blick durch das weiche Licht und die natürlichen Farben klar auf dem Vogel und seinen fächerförmigen Flügeln haften.
En Passant von zooom!

En passant
(Bild: zooom!)
Die riesige Kreisform des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses in Berlin wirkt wie ein Rahmen für das Leben dahinter. Hinter der Glasfassade zeichnen sich Treppen, Geländer und Sitzreihen ab. Unten durchqueren ein Radfahrer und ein Passant die Szene und setzen einen spannenden Größenkontrast zur monumentalen Architektur. Die frontale Perspektive ordnet Linien und Formen streng symmetrisch. Gleichzeitig bringen die beiden Menschen Bewegung in die klare Geometrie. Das Schwarz-Weiß verstärkt die grafische Wirkung und lenkt den Blick auf Struktur, Rhythmus und Proportionen.
Gänseblümchen II von Daborius

Gänseblümchen
(Bild: Daborius)
Ein Gänseblümchen, umgeben von schillernden Lichtkreisen, die es wie aus einer anderen Welt erscheinen lassen. Das weiche Bokeh taucht die Wiese in bunte Farben und lenkt den Blick direkt auf die Blüte in der Bildmitte. Die geringe Schärfentiefe löst den Hintergrund fast komplett auf, wodurch das Motiv leicht und verträumt wirkt. Gerade der Kontrast zwischen der schlichten Pflanze und dem funkelnden Farbenspiel macht den Reiz dieses Makrofotos aus.
Der Fotograf beschreibt sein Vorgehen so: „Die Aufnahme entstand bei Spaziergang im Park. Bei jedem Spaziergang nehme ich meine Kamera, 1–2 Objektive und Lametta mit. Dieses Mal hatte ich Pentax K-1 MK II, Zwischenringe und ein TT ARTISAN-100-mm-Objektiv mit. Im park habe ich einzelne Gänseblümchen gefunden. Im Hintergrund habe ich Lametta platziert. Zur Technik: Pentax K-qkm II + Zwischenringe + TT-ARTISAN 100mm, ISO 400, 1/8000s, F/ 2.8, DXO photolab 8.“
5/8 Rohrweihe von analoochjehtooch

5/8 Rohrweihe
(Bild: analoochjehtooch)
Diese Rohrweihe, aufgenommen im spanischen El Taray, scheint direkt auf die Kamera zuzusteuern. Die weit gespannten Flügel zeichnen eine starke Diagonale durch das Bild und verleihen der Aufnahme viel Energie. Gleichzeitig sorgt der sanft verschwommene Hintergrund dafür, dass jedes Detail des Gefieders und der intensive Blick des Greifvogels sofort ins Auge fallen. Ein Moment voller Spannung, der die Kraft und Eleganz dieses Jagdvogels eindrucksvoll zeigt.
(vat)
Künstliche Intelligenz
Digitalisieren und Restaurieren: So retten Sie alte Fotos & Filme | c’t uplink
Verstaubte Kartons mit Dias, Filmrollen und VHS-Kassetten lagern auf so manchem Dachboden. Sie bergen Erinnerungen an Silberne Hochzeiten, Familienurlaube und Kindheiten – und werden mit der Zeit nicht besser. Doch wie rettet man diese Schätze?
Weiterlesen nach der Anzeige

Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …
Im c’t uplink sprechen wir darüber, wo man am besten anfängt und welche Werkzeuge dabei helfen können. Die c’t-Redakteurinnen Ulrike Kuhlmann und Greta Friedrich und der c’t-Redakteur André Kramer diskutieren, ob man sich selbst an diese Aufgabe wagen oder doch lieber einen Dienstleister beauftragen sollte.
Ulrike Kuhlmann hat sich für die c’t-Ausgabe 10/2026 mit der Digitalisierung von Filmen befasst. „Die erste Hürde ist, ein Abspielgerät zu organisieren. Da kann man im Bekanntenkreis fragen oder bei Ebay gucken, es gibt aber auch Verleiher“, erzählt Ulrike. Um das Video zu digitalisieren, brauche es außerdem einen Videograbber, bevor es dann mit der passenden Software ans Bearbeiten gehe.
Bei KI immer genau hinschauen
André Kramer hat für die Artikelstrecke sechs KI-Werkzeuge getestet, die dabei helfen sollen, digitalisierte Fotos zu restaurieren: „Früher musste man teure Software kaufen, heute kann man sie monatsweise abonnieren und teils kostenlos nutzen – das macht den Einstieg sehr viel niedrigschwelliger.“ Einige der getesteten Dienste richten sich an Profis, andere an Endnutzer, entsprechend unterschiedlich seien ihre Ergebnisse.
Faszinierend waren die Resultate, die mithilfe solcher KI-Tools entstanden. Hier sahen Fotos aus dem frühen 20. Jahrhundert plötzlich aus wie mit dem Smartphone geschossen – doch es schlichen sich auch etliche Fehler und Ungereimtheiten ein. „Wenn die erste Begeisterung abflaut, sieht man plötzlich: Moment, das Hemd ist ein anderes, die Schuhe auch und der Hund hat einfach die Rasse gewechselt“, erzählt André. „Meine Erkenntnis war, dass man sich das Resultat schon sehr, sehr genau angucken sollte.“
Und wohin nun mit all den Dateien, die beim Digitalisieren entstehen? Ulrike empfiehlt: „Wenn man viel Arbeit in die Digitalisierung und Bearbeitung investiert hat, sollte man sich unbedingt ein paar Gedanken zu einem Ablagesystem machen.“ Die uplink-Runde gibt Tipps dazu, wie man die Dateien sinnvoll organisiert, sicher speichert und die Originale geschützt aufbewahrt.
Weiterlesen nach der Anzeige
Zu Gast im Studio: André Kramer, Ulrike Kuhlmann
Host: Greta Friedrich
Produktion: Carine Kinarian
Unsere Tipps dazu, wie Sie alte Filme und Fotos digitalisieren und restaurieren, lesen Sie in der c’t-Ausgabe 10/2026, auf ct.de sowie in der c’t-App für iOS und Android.
► c’t Magazin
► c’t auf Mastodon
► c’t auf Instagram
► c’t auf Facebook
► c’t auf Bluesky
► c’t auf Threads
► c’t auf Papier: überall, wo es Zeitschriften gibt!
(gref)
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenPetra‑AI: KI soll Frauen in der Perimenopause unterstützen
