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Medienbericht: Vorstandsumbau bei Telefónica wahrscheinlich


Der Deutschlandchef von Telefónica Deutschland, Santiago Argelich Hesse, könnte in absehbarer Zeit die Vorstandsressorts neu ordnen. Einem Medienbericht zufolge ist der Privatkundenbereich unter Andreas Laukenmann betroffen. Künftig wollen sich demnach in Teilen Hesse selbst, sowie Technologievorstand Malik Rao darum kümmern.

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Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen, es geht demnach um die Bereiche Marketing, Customer Operations und Vertrieb. Ein Sprecher von Telefónica wollte sich gegenüber dem Blatt nicht äußern.

Dass Laukenmanns Posten wackeln könnte, wurde erstmals im Oktober bekannt. Als Telefónica Deutschland den Vertrag mit seinem damaligen CEO Markus Haas vorzeitig auflöste, gerieten auch der Privatkundenchef und Alfons Lösing ins Visier, zuständig für Partnerschaften, etwa mit 1&1.

Grund für die Abberufung von Haas soll der Verlust des Großkunden 1&1 an Wettbewerber Vodafone gewesen sein. Lösing ist aktuell weiterhin Vorstand, fest steht aber schon: Sein Nachfolger soll Jörg Kablitz werden, der von Paypal zu Telefónica Deutschland wechseln soll.

Es sind die Auswirkungen eines größeren Kurswechsels, der vom Telefónica-Hauptsitz in Spanien kommt. Nachdem der Konzern Anfang Januar 2025 seinen langjährigen Vorstandschef José María Álvarez-Pallete gegen Marc Murtra auswechselte, änderte sich auch die Stellung des deutschen Zweigs im Konzern. Dieser galt unter Álvarez-Pallete stets als verlässlicher Gewinnbringer. Murtra hingegen will seine neue Strategie für den Gesamtkonzern bald vorstellen – und darin spielt Haas keine Rolle mehr.

Sollte auch noch ein großer Teil von Laukenmanns Ressort in Teilen an Rao gehen, würde es seinen Einfluss im Konzern nochmal massiv erweitern. Rao startete 2019 als Technologievorstand bei Telefónica Deutschland. Im November 2024 übernahm er zusätzlich den Geschäftskundenbereich. Jetzt könnte noch ein Teil des Privatkundengeschäfts hinzukommen – und die Führung des Deutschlandgeschäfts insgesamt sich deutlich straffen.

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(nen)



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Mikrobengestützte Energieversorgung erzeugt Strom für Unterwassersensoren


Ein Forschungsteam der Michigan Technological University (Michigan Tech) hat im Rahmen des Programms „Biological Undersea Energy“ (BLUE) der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) des US-Verteidigungsministeriums ein mikrobengestütztes Energieversorgungssystem zur Stromversorgung von Meeressensoren entwickelt. Das teilte die Michigan Tech am Montag mit. Das System wandelt gelöste organische Stoffe und Biomasse aus dem Meer in elektrischen Strom um. Durch die Zufuhr neuer Biomasse lädt sich die Batterie quasi selbst auf.

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Unterwassersensoren werden für die zivile Meeresforschung, aber auch für militärische Zwecke zur Aufklärung benötigt. Da es sich meist um langfristige Missionen handelt, suchen Wissenschaftler nach Wegen, um die Stromversorgung der Sensorik möglichst lange aufrechtzuerhalten, ohne sie austauschen zu müssen. Denn der Austausch der Batterien ist aufwendig und entsprechend kostenintensiv.

Forscher der Michigan Tech haben deshalb ein System einer mikrobiellen Brennstoffzelle entwickelt, die sich selbst kontinuierlich aus der Biomasse des Meeres speist. Die dabei genutzten Mikroben lösen Stoffwechselprozesse aus, die Elektronen von einer Anode zu einer Kathode transportieren und so Strom erzeugen, der zur Versorgung von Umwelt- und Aufklärungssensoren genutzt werden kann.

Doch die Wissenschaftler stießen bei ihrer Arbeit auf ein Problem: In Ozeanen, in denen herkömmlicherweise diese Arten der Sensorik eingesetzt werden, reichen die vorhandenen benötigten organischen Stoffe nicht aus. Stattdessen herrscht dort eine hohe Sauerstoffkonzentration – keine optimalen Bedingungen, um eine mikrobielle Brennstoffzelle betreiben zu können. Hinzu kommt, dass es eine Obergrenze für die Energiemenge gibt, die aus einer mikrobiellen Brennstoffzelle gewonnen werden kann. Denn die Mikroben benötigen einen Großteil ihrer Energie selbst, um wachsen zu können. Lediglich der Rest, der übrig bleibt, könne zur Stromerzeugung genutzt werden. Entsprechend sei es eine Herausforderung, ein solches System mit Meerwasser effektiv betreiben zu wollen, sagen die Wissenschaftler.

Die Forscher der Michigan Tech setzen deshalb in ihrer mikrobiellen Brennstoffzelle auf granulierte Aktivkohle. Damit schlagen die Wissenschaftler gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen reichern sie damit das durch das System fließende organische Material aus dem Meereswasser passiv an. Zum anderen schaffen sie ideale Lebensbedingungen für die Mikroben. Dabei werden der Durchfluss des Meerwassers und der Austausch so gesteuert, dass die Mikroben genügend Zeit haben, um organische Substanzen abzubauen und Energie zu erzeugen.

„Diese Mikroben siedeln sich bevorzugt in Biofilmen an. Wenn sie auf der Aktivkohle einen Biofilm bilden – selbst wenn die Brennstoffzelle mit Sauerstoff versorgt wird –, finden die Mikroben dort sauerstofffreie Bedingungen vor. Unter diesen können sie jene Stoffwechselprozesse durchführen, die mit der Energiegewinnung in Zusammenhang stehen“, erklärte Amy Marcarelli, Professorin für Biowissenschaften und leitende Wissenschaftlerin des Projekts.

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Das Design haben die Wissenschaftler immer wieder optimiert, um eine möglichst kontinuierliche Stromerzeugung zu erzielen. Da das mikrobielle Brennstoffzellensystem weitgehend aus Standardkomponenten aufgebaut ist, mussten weitere Anstrengungen unternommen werden, um sie etwa vor dem Wasserdruck, Korrosion und anderen Umwelteinflüssen zu schützen.

Das Forschungsteam hat vier mehr als 225 kg schwere Prototypen der mikrobiellen Brennstoffzelle bereits in einem Feldversuch in der Galveston Bay vor der texanischen Küste in der Nähe von Houston in rund 9 m Wassertiefe getestet. Dabei erzeugten drei der vier Systeme Strom. Der Test wird nun ausgeweitet. Dann sollen zehn der mikrobiellen Brennstoffzellen in Chesapeake Bay vor der Küste Virginias bei Norfolk erprobt werden. Ziel dabei ist es, die Leistung der Systeme im ganzjährigen Langzeiteinsatz zu erforschen. Außerdem soll festgestellt werden, in welchen Seegebieten die mikrobielle Brennstoffzelle zur Unterwasserstromerzeugung effizient eingesetzt wird und wie sie verkleinert und leichter gemacht werden kann.


(olb)



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c’t-Podcast: „Sie wollen das Narrativ des Versagens bekämpfen“


Eigentlich schien es zunächst gar keine Geschichte zu sein: Die Schweizer Tech-Journalistin Adrienne Fichter vom Magazin Republik hat gemeinsam mit Kollegen in einer aufwendigen Recherche fast 60 Transparenz-Anfragen an Schweizer Behörden gestellt. „Wir wollten wissen, welche Bundesbehörden die Software von Palantir nutzen“, sagt Fichter im c’t-Podcast „They Talk Tech“ mit Svea Eckert und Eva Wolfangel.

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Das Ergebnis: Null. Der Bund arbeitet bislang nicht mit Palantir zusammen. Doch die Anfragen führten zu etwas Erhellenden: einem internen Evaluationsbericht des Schweizer Armeestabs, der Palantirs Software eingehend bewertet. Der kam unter anderem zum Schluss, dass es Probleme mit den Grundrechten geben könnte und entschied sich dagegen.

Das US-Softwareunternehmen Palantir Technologies ist in Europa allgegenwärtig. In Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern kooperiert der Datenanalyseanbieter mit Behörden, Armee und Geheimdiensten. Die Frage, ob diese Zusammenarbeit mit demokratischen Grundrechten vereinbar ist, wird selten so klar beantwortet wie in der Schweiz. Und noch seltener zieht eine solche Antwort rechtliche Konsequenzen für diejenigen nach sich, die darüber berichten.

Die Software liefere faszinierende Ergebnisse, sei in der Visualisierung von Bewegungen von Zielpersonen und der Auswertung unstrukturierter Daten europäischen Alternativen überlegen, so der Bericht. Die Fachleute in der Armee sprachen trotzdem eine klare Empfehlung aus: nicht beschaffen. Neben der Grundrechtsproblematik bemängelten sie die mangelnde Kontrollierbarkeit der Software und die Sorge, dass sensible Daten in US-Rechenzentren abfließen könnten. „Wenn wir das nicht selber testen können, können wir das für unproblematische Datenflüsse benutzen, aber nicht für die sensiblen“, fasst Fichter die Haltung der Armee zusammen.

Die Recherche schlug weit über die Schweiz hinaus Wellen. Der Guardian berichtete unter anderem, und im britischen Unterhaus befragten Abgeordnete die Regierung, warum sie die Zusammenarbeit mit Palantir ausbauen wolle, wenn die Schweizer Armee Bedenken angemeldet habe. Auch in Deutschland habe der Bericht zu Fragen geführt, hat Fichter erfahren. „Es hat Palantir in einer empfindlichen Phase getroffen“, sagt Fichter, „weil sie offenbar Mühe haben, in Europa zu expandieren.“ Das Unternehmen kämpfe darum, in Europa als Erfolgsgeschichte dazustehen, und ein Nein der Schweizer Armee passt nicht in dieses Bild.

Insbesondere, da die Republik auch aufdecken konnte, wie sehr Palantir sich bemüht hat: Über sieben Jahre hinweg habe der Konzern immer wieder Kontakt gesucht zu Schweizer Behörden, „die haben eigentlich permanent versucht, irgendwie bei irgendeinem Bundesamt reinzukommen.“

Gerade weil es keine Enthüllungsgeschichte war, sondern eine Geschichte des Versagens, traf es den Konzern. „Dieses Narrativ des Versagens, das wollten sie bekämpfen.“ Palantirs juristische Reaktion kam Ende Dezember 2025, die Klage läuft noch. Eine Anwaltskanzlei forderte eine Gegendarstellung, weitere Schriftsätze folgten. „Unser Anwalt sagt, das ist American Style“, berichtet Fichter: viele absurde Punkte, die den Journalistinnen Zeit raubten für weitere Recherchen. Selbst Fichters LinkedIn-Posts habe die Kanzlei ausgewertet, um zu belegen, dass die Journalistin nicht objektiv sei.

Die inhaltlichen Forderungen seien kaum ernst zu nehmen, sagt sie: Man dürfe nicht das Wort „Verkaufskampagne“ verwenden, einen Firmensprecher nicht als Mediensprecher bezeichnen, Guardian-Artikel nicht als Quelle zitieren. Das Vorgehen habe „Slap-Charakter“, eine strategische Klage, die einschüchtern und von weiterer Arbeit abhalten soll.

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Palantir hat sich mit der Klage keinen Gefallen getan. Schließlich wurde der Fakt, dass die Schweiz die Software wegen der Grundrechte und der Intransparenz ablehnt, erst dadurch international diskutiert.

Svea Eckert und Eva Wolfangel besprechen in der aktuellen Folge außerdem den Social-Engineering-Angriff, über den Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und weitere Abgeordnete ihre Signal-Accounts verloren haben: wie Angreifer legitime Verifikationscodes abgreifen, um fremde Geräte an bestehende Konten zu koppeln – und warum Signal selbst dabei nicht gehackt wurde.

„They Talk Tech“ erscheint jeden Mittwoch überall, wo es Podcasts gibt. Svea Eckert und Eva Wolfangel diskutieren ein Tech-Thema oder treffen inspirierende Frauen aus und rund um die Tech-Welt.


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Gartner: Souveräne Cloud nur in USA und China möglich


Vollständige technologische oder digitale Souveränität lässt sich nach Einschätzung von Gartner derzeit kaum außerhalb der USA und Chinas erreichen. Ursachen dafür sind die Dominanz der großen Hyperscaler sowie anhaltende Abhängigkeiten bei Infrastruktur, Plattformdiensten und Lieferketten. Darauf wies Gartner-VP-Analyst Douglas Toombs auf der Konferenz „IT Infrastructure, Operations & Cloud Strategies“ in Sydney hin.

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Geopolitische Spannungen, regulatorische Unsicherheiten und die starke Marktstellung US-amerikanischer Cloudanbieter haben die Debatte um digitale Souveränität zuletzt weiter angeheizt. Vor allem in Europa suchen Unternehmen und Behörden nach Wegen, ihre Abhängigkeit von US-Hyperscalern zu verringern und Datenhoheit sowie regulatorische Kontrolle abzusichern.

„Derzeit gibt es keine geeigneten nicht-US-amerikanischen Alternativen zu den großen Hyperscalern – außer in China, wo der Schutz geistigen Eigentums Bedenken aufwirft“, erklärte Toombs laut den von Gartner veröffentlichten Konferenz-Highlights. Echte technologische Souveränität sei daher außerhalb dieser beiden Länder zurzeit nicht möglich.


Berg vor blauem Hintergrund

Berg vor blauem Hintergrund

Für den IT Summit 2026 suchen wir praxisnahe Berichte von Menschen, die Projekte zur digitalen Souveränität planen, leiten oder umsetzen. Vorträge und Keynotes auf dem IT Summit dauern 45 Minuten inklusive 5 Minuten Fagen und Antworten. Idealerweise kombinieren sie praktische Erfahrungen mit technischer Tiefe, sodass die Zuhörer und Zuhörerinnen konkrete Learnings mit nach Hause nehmen. Reichen Sie Ihre Vortragsideen bis zum 31. Mai 2026 ein.

Gartner meint damit nicht nur, wo Daten physisch liegen. Technologische Souveränität umfasse auch die Kontrolle über Cloud-Infrastruktur, Management-Software, Sicherheitsmechanismen, Supportprozesse und die zugrunde liegenden Lieferketten. Selbst lokal betriebene Varianten globaler Cloudplattformen blieben meist technisch und organisatorisch an ihre Anbieter gebunden.

Gleichzeitig beobachtet Gartner eine wachsende Nachfrage nach Kontrolle, Portabilität und digitaler Autonomie. Unternehmen müssten sich gegen Risiken wie regulatorische Änderungen, Sanktionen, Sicherheitsvorfälle oder Ausfälle einzelner Anbieter wappnen. In Europa prägen seit Jahren vor allem mögliche Zugriffe US-amerikanischer Behörden auf Daten europäischer Kunden die Diskussion, etwa über den Cloud-Act oder FISA-Regelungen.

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Besonders kritisch sieht Gartner die fehlenden Exit-Strategien vieler Cloudkunden. Organisationen müssten klar festlegen, unter welchen Bedingungen sie einen Anbieter verlassen. Wer das versäume, schaffe Folgeprobleme und bringe seine Teams in eine kaum lösbare Lage, warnte Toombs. Nötig seien konkrete Auslöser, feste Budgets und realistische Zeitpläne.

Ein Cloud-Exit beschränkt sich dabei nicht auf den Export von Daten. Vor allem cloudnative Anwendungen, proprietäre Plattformdienste und eng integrierte PaaS-Angebote erschweren einen Wechsel erheblich. Migrationen komplexer Unternehmensanwendungen ziehen sich laut Gartner häufig über mehrere Jahre.

Als Strategien nennt Gartner Sovereign-Cloud-, Hybrid- und Multicloud-Ansätze. Hinzu kommen Konzepte wie „Shelter in Place“, bei dem Unternehmen trotz bekannter Risiken bewusst bei ihrem bisherigen Anbieter bleiben, oder „Hide in Plain Sight“, bei dem sie sensible Daten und Workloads stärker segmentieren oder verschlüsseln.

Die großen US-Anbieter versuchen derweil aktiv, ihre Kunden mit eigenen, als souverän beworbenen Angeboten für Europa zu halten. AWS baut etwa an einer „European Sovereign Cloud“ mit eigenständigen EU-Strukturen und zusätzlichen Compliance-Zusagen. Parallel treiben europäische Anbieter und Behörden eigene Initiativen voran, darunter Projekte von Schwarz Digits sowie Kooperationen mit dem BSI für souveräne Cloud- und Sicherheitslösungen sowie ein gemeinsames Notsystem europäischer Anbieter für den Fall einer Cloudabschaltung.

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(fo)



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