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PCIe 6.0: Micron startet die Massenfertigung der ersten SSD


Micron startet mit der Produktion der SSD 9650, der ersten SSD mit PCIe 6.0. Damit kehrt sich die Richtung um: Während bei früheren PCIe-Versionen immer zuerst die Mainboards kamen und später die SSDs, kommt die Micron 9650 lange vor den Boards auf den Markt.

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Micron bewirbt die 9650 mit durchaus beeindruckenden Werten für einen Erstling einer neuen PCIe-Generation. 28 GByte/s soll die SSD beim Lesen schaffen, beim Schreiben sind es 14 GByte/s – servertypisch deutlich weniger, solche SSDs arbeiten ohne den bei Client-SSDs üblichen SLC-Cache. Auch bei im Serverbereich deutlich wichtigeren Zugriffen auf zufällige Adressen soll die SSD neue Spitzenwerte liefern, 5,5 Millionen IOPS beim Lesen stehen 900.000 IOPS beim Schreiben gegenüber.

Die 9650 kommt in zwei Bauformen, nämlich den EDSFF-Varianten E1.S und E3.S, dazu gesellen sich wie bei Micron üblich Pro- und Max-Versionen. Letztere haben etwas weniger Speicherplatz, weil Micron in der Firmware mehr Speicher für das Overprovisioning reserviert und damit auch eine höhere Schreiblast verspricht. Die Kapazitäten reichen von 6,4 beziehungsweise 7,68 TByte bis hin zu 25,6 beziehungsweise 30,72 TByte; die Endurance der Max-Varianten liegt jeweils beim 2,5-fachen der Pro-Modelle bei zufälliger Belastung.

Zu exakten Terminen oder Preisen hat Micron noch keine Informationen herausgegeben.

Im Desktop-Bereich wird es noch einige Jahre dauern, bis PCIe 6.0 interessant wird. Der Chef des Controller-Herstellers Silicon Motion, Wallace C. Kou, hatte im Sommer 2025 bei AMD und Intel kein Interesse feststellen können.

In die Rechenzentren aber könnten in diesem Jahr die ersten Rechner mit PCI Express 6.0 Einzug halten. AMD arbeitet an den Epyc-Kernen Zen 6, Intel am Xeon 7 alias Diamond Rapids. Andere Hardware ist aber schon verfügbar: Nvidias ConnectX-8 SuperNICs, Broadcoms PCIe-Switch-Chips der Serie Atlas 3 PEX90144 und Marvells PCIe-Retimer-Chips der Baureihe Alaska P beherrschen bereits PCIe 6.0. Auch Diodes hat Switches und Retimer für PCIe 6.0 im Angebot.


(ll)



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Backblaze: Ausfallraten von Festplatten sinken weiter


Backblaze, ein Anbieter von Cloud-Speicher, hat seinen jährlichen Bericht zu Festplattenausfällen veröffentlicht. Der Bericht deckt das gesamte Jahr 2025 sowie langfristige Trends ab. Mit einer Analyse von über 337.000 Festplatten liefert das Unternehmen detaillierte Einblicke in Ausfallraten, Zuverlässigkeit und die Leistung verschiedener Modelle.

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Die Ausfallrate über alle Festplatten hinweg (durchschnittliche jährliche Ausfallrate, AFR) sank nach Angaben des Unternehmens auf 1,36 Prozent, im Vorjahr lag die AFR noch bei 1,55 Prozent. Insgesamt sind im vierten Quartal 2025 943 Laufwerke ausgefallen, damit mussten die Techniker durchschnittlich rund 30 Laufwerke pro Tag tauschen.

Die Daten zeigen, dass Festplatten mit höheren Kapazitäten zunehmend dominieren: Modelle mit 14 bis 16 TB machten über 52 Prozent der eingesetzten Geräte aus. Besonders zuverlässige Modelle wie die Toshiba MG08ACA16TA mit einer AFR von 0,90 Prozent stachen hervor. Andererseits zeigten ältere Modelle wie die HGST HUH728080ALE600 mit einer AFR von über 10 Prozent deutliche Schwächen.

Die Auswertung verdeutlicht auch, dass Ausfallraten stark von Alter, Kapazität und Hersteller abhängen. Neue 26-TB-Festplatten wurden erstmals integriert und wiesen im ersten Quartal eine AFR von nur 0,40 Prozent auf. Zudem zeigt die Quartalsanalyse Schwankungen: Während die AFR im vierten Quartal auf 1,13 Prozent sank, lag sie im dritten Quartal bei 1,55 Prozent.

Zwei Laufwerkstypen absolvierten das vergangene Quartal ohne Ausfälle: Die beiden Seagate-Laufwerke ST8000NM000A (8 TByte) und ST16000NM002J (16 TByte), mit einem Fehler kamen eine ältere HGST-Platte sowie zwei weitere Seagate-Laufwerke mit 12 und 16 TByte aus. Bei Seagate verzeichnete Backblaze auf der anderen Seite mit der 10-TByte-Festplatte ST10000NM0086 aber auch eine Ausfallrate von mehr als 5 Prozent.

In früheren Jahren nutzte Backblaze keine Server-Festplatten für seine dauerlaufenden Systeme, sondern möglichst günstige Desktop-Festplatten. Heute kauft das Unternehmen jedoch fast ausschließlich hochwertige Server-Festplatten.

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Eine Einschätzung, wie lange eine einzelne Festplatte in einem System funktionieren wird, lässt sich aus den Daten nicht errechnen. Dennoch bietet die Statistik eine Orientierungshilfe bei der Auswahl von Festplatten. Der Bericht unterstreicht zudem die Bedeutung regelmäßiger Backups, da technische Verbesserungen allein keine absolute Datensicherheit garantieren können. Das vollständige Datenset ist auf der Backblaze-Website verfügbar.


(ll)



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IT-Sicherheitstag Mainz: Supply Chain Security im Fokus


Unter dem Leitthema „Supply Chain Security – Sicherheit in vernetzten Wertschöpfungsketten“ laden heise und die Hochschule Mainz Fach- und Führungskräfte aus IT und Informationssicherheit zu einer eintägigen Konferenz auf den Campus der Hochschule ein.

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Digitale Wertschöpfungsketten sind heute eng vernetzt, mit entsprechenden Risiken. Sicherheitslücken bei Dienstleistern, Software-Zulieferern oder Logistikpartnern können direkte Auswirkungen auf die eigene Organisation haben. Der IT-Sicherheitstag Mainz beleuchtet daher, wie Unternehmen Transparenz in komplexen Lieferketten schaffen, Drittparteien-Risiken bewerten und regulatorische Anforderungen strukturiert umsetzen können.

Das detaillierte Programm wird in Kürze veröffentlicht. Geplant sind Fachvorträge und Diskussionsformate mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, die aktuelle Bedrohungsszenarien, regulatorische Entwicklungen und technische Lösungsansätze rund um Supply-Chain-Angriffe einordnen.

Für Schnellentschlossene ist ab sofort ein vergünstigtes Blind-Bird-Ticket erhältlich:
180 Euro (inkl. 19 % MwSt.) statt regulär 279 Euro. Eine Tagesverpflegung ist im Ticketpreis enthalten.

Die Veranstaltung bietet neben dem Fachprogramm Gelegenheit zum Austausch mit Referierenden, Partnern und anderen IT-Sicherheitsverantwortlichen aus der Region.


(kaku)



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Mission Mondnacht: Startup plant günstige Energieerzeugung auf dem Erdtrabanten


In der Dunkelheit des Weltraums ist Energie die wertvollste Währung. In der Nähe der Sonne ist Photovoltaik der Standard. Solarpanele stoßen bei Langzeitmissionen im tiefen All oder während der zweiwöchigen Mondnacht aber an ihre physikalischen Grenzen. Das lettische Startup Deep Space Energy schickt sich nun an, diese Lücke durch einen alternative Energiequelle zu schließen und die europäische Raumfahrt unabhängiger und effizienter zu machen: Mit dem Abschluss einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 350.000 Euro sowie weiteren 580.000 Euro aus öffentlichen Aufträgen und Zuschüssen der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der NATO und der lettischen Regierung rückt die Kommerzialisierung neuartiger Radionuklidbatterien in greifbare Nähe.

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Herzstück der Innovation ist ein Generator, der auf dem natürlichen Zerfall von Radioisotopen basiert. Das sind Materialien, die als Nebenprodukt in zivilen Kernreaktoren anfallen und durch ihren Zerfall Wärme abgeben. Herkömmliche thermoelektrische Radioisotopengeneratoren (RTGs) werden schon seit Jahrzehnten in der Raumfahrt eingesetzt. Die Lösung von Deep Space Energy verspricht hier eine hohe Effizienzsteigerung. Laut Firmengründer Mihails Ščepanskis benötigt ihr System für die gleiche elektrische Leistung fünfmal weniger Brennstoff als aktuelle Standardmodelle.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Für den Betrieb eines Mondrovers würden lediglich zwei Kilogramm Americium-241 ausreichen, einem künstlichen und hochradioaktiven Aktinoid, das primär durch den Zerfall von Plutonium-241 in Kernbrennstoffen entsteht. Klassische Systeme verschlingen rund zehn Kilogramm der kostbaren Substanz.

Diese Effizienz ist mehr als eine technische Spielerei. Deep Space Energy sieht sie als Schlüssel zur europäischen Souveränität im All. Die weltweiten Produktionskapazitäten für Americium-241 sind stark begrenzt und werden erst Mitte der 2030er Jahre ein Niveau erreichen, das großflächige Missionen erlaubt. Durch den reduzierten Bedarf könnten europäische Missionen zum Mond oder in den tiefen Weltraum fünf Jahre früher starten als bisher geplant. Angesichts der Transportkosten von bis zu einer Million Euro pro Kilogramm Nutzlast auf die Mondoberfläche verspricht die Gewichtsreduzierung zudem Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe.

Über die wissenschaftliche Exploration hinaus zielt Deep Space Energy auf den strategisch wichtigen Verteidigungssektor ab. Das Startup betont zwar, dass seine Generatoren nicht für Waffensysteme konzipiert sind. Doch ihre Rolle als Backup-Energiequelle für militärische Satelliten ist bedeutsam. In hohen Umlaufbahnen wie dem Geostationären Orbit (GEO) sichern solche Batterien die Redundanz kritischer Aufklärungs- und Frühwarnsysteme. Sie machen Satelliten immun gegen Angriffe, die auf die Zerstörung von Solarpaneelen abzielen. Zudem gewährleisten sie den Betrieb auch in Phasen ohne direkte Sonneneinstrahlung.

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Ščepanskis verweist auf die geopolitischen Lehren der jüngeren Vergangenheit: Der Ukraine-Krieg habe verdeutlicht, wie fatal die Abhängigkeit von US-Satellitennetzwerken wie Starlink sein könne, wenn der Informationsfluss unterbrochen würde. Eine eigene, robuste Energieversorgung für europäische Aufklärungssatelliten sei daher eine Grundvoraussetzung für eine eigenständige Sicherheitsarchitektur. Das Baltikum positioniert sich dabei zunehmend als Innovationshub für solche kritischen Technologien. Deep Space Energy etwa nimmt als erstes lettisches Unternehmen im NATO-Diana-Programm für Wirtschaftskooperationen eine Vorreiterrolle ein.

Langfristig sieht das Unternehmen sein Hauptfeld in der aufstrebenden Mondökonomie. Für Programme wie Artemis oder das Moon Village ist das Überleben der Technik während der extremen Mondnacht – mit Temperaturen von minus 150 Grad Celsius und einer Dauer von über 350 Stunden – die größte Hürde. Die Technologie aus Lettland könnte Rovern und Stationen erlauben, über mehrere Tag-Nacht-Zyklen hinweg aktiv zu bleiben und so die Erforschung permanent beschatteter Krater ermöglichen.


(nie)



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