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TSMC A13/A12-Fertigungsprozess: „1,2 nm“ mit Super Power Rail (ohne High-NA-EUV) ab 2029

Mit den Fertigungsprozessen A13 und A12 geht TSMC in die nächste Dekade. Kombiniert mit Super Power Rail wird A12 die Flaggschiffserie. Realisiert werden soll das alles weiterhin ohne High-NA-EUV, wie TSMC auf Rückfrage verdeutlicht. Die modernsten Low-NA-EUV-Belichter geben das alles problemlos her, erklärt der Hersteller.
Dr. Kevin Zhang, Senior Vice President und Deputy Co-COO bei TSMC (und zuvor auch mal 12 Jahre bei Intel), erläuterte am Vorabend des Symposiums in den USA gegenüber der Presse die kommenden Entwicklungsschritte – mit extrem hohem technischen Verständnis. Auf dem Papier sieht es dabei so aus, als würden die Schritte kleiner werden. Dies ist aber der Zweigleisigkeit geschuldet, die TSMC derzeit fährt: Es gibt einen Standardprozess, und dann eine Linie, die auf BSPD, also die rückseitige Stromversorgung der Chips setzt.
Diese Zweigleisigkeit wird aktuell beim N2-Prozess eingeführt. Denn der kommende Fertigungsschritt A16 ist eigentlich N2 im Herzen, jedoch mit Backside Power Delivery (BSPN) ausgestattet. Der Nachfolger von N2 ohne BSPD wird der A14-Prozess, der Nachfolger von A16 mit BSPD letztlich deshalb A12. Die Basis dafür ist entsprechend der A14-Prozess mit Optimierungen. Auch hier setzt TSMC auf das sogenannte Super Power Rail (SPR), der besten Adaption von BSPD mit direktem rückseitigem Kontakt (die ganz rechte Lösung im Bild). Intel nutzt seit Panther Lake in Intel 18A die mittlere Variante mit Power VIAs.
A14-Prozess bekommt Shrink auf A13
Auf den A14-Prozess folgt im Standardverfahren binnen eines Jahres der A13-Prozess. Dies wiederum ist heutzutage vergleichbar mit dem Schritt von N3E auf N3P oder zukünftig N2 auf N2P. Mit einem optischen Shrink kann etwas Fläche von rund sechs Prozent eingespart werden, hier und da gibt es zudem minimale Vorteile durch den zeitlichen Versatz des Prozesses, sodass zusätzliche design-technology co-optimizations (DTCO) greifen und eine verbesserte Leistung und Effizienz versprechen. Da die Design-Tools und –Regeln identisch bleiben, können A14-Kunden schnell und direkt auf den angepassten Prozess schwenken.
High-NA-EUV bei TSMC weiterhin kein Thema
Stolz erklärte Zhang, dass TSMC auch bei den Prozessen für das Jahr 2029 auf High-NA werde verzichten können. Bisher hat das Unternehmen stets eine Möglichkeit gefunden, es wirtschaftlich mit den bestehenden Belichtern zu realisieren – auch heute monierte TSMC den sehr hohen Preis des rund 400 Millionen Euro teuren Systems. Die Entscheidung, wann High-NA bei TSMC zum Einsatz kommt, ist damit erneut vertagt worden, nachdem es im letzten Jahr bereits hieß, dass es vor 2029 nicht gebraucht wird.
Bei Intel könnten die ersten High-NA-Systeme eventuell ab 2027/2028 in der Produktion genutzt werden, aber auch hier klang es zuletzt danach, dass es eher später als früher wird. Ab dem Jahr 2030 dürften die High-NA-EUV-Systeme zudem einen deutlich höheren Reifegrad erreicht haben und so bestehende Low-NA-EUV-Systeme besser ergänzen können. Vermutlich tendiert TSMC erst dann zu einer Integration.
Weitere Meldungen und Neuheiten von der Auftaktveranstaltung für dieses Jahr gibt es auf der Themenseite:
- TSMC Technology Symposium 2026
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von TSMC vorab unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Thermal Grizzly: Erste Lüfter, WireView II, eine Noctua Edition und TG Coating
Thermal Grizzly hat auf der Computex gleich eine ganze Palette an neuen Produkten vorgestellt. Mit den Gehäuselüftern „DeltaMate Purrformante“ in zwei Dimensionen befindet sich auch der Einstieg in ein ganz neues Produktsegment darunter. Updates gab es auch für WireView und die Full-Cover-GPU-Wasserkühler der DeltaMate-Serie.
Die ersten Lüfter von Thermal Grizzly
Mit den DeltaMate Purrformante steigt Thermal Grizzly in den Markt für Gehäuselüfter ein. Die in 120 mm und 140 mm in Schwarz verfügbaren Lüfter sitzen in einem verwindungssteifen Aluminiumrahmen, was es dem Hersteller ermöglicht hat, den Durchmessers des Rotors mit den Flügeln vergleichsweise groß ausfallen zu lassen. Die Bohrungen zum Verschrauben im Gehäuse sind unter magnetisch befestigten Blenden versteckt.
Die Lüfter ermöglichen Daisy-Chaining, die Verbindung findet über USB-A statt. Der jeweils letzte Lüfter einer Reihe wird wiederum mittels USB-A-auf-4-Pin-PWM/RGB-Adapterkabel mit dem Mainboard verbunden.
Die Roadmap kennt vier Varianten der neuen Lüfter:
- DeltaMate Fan – P120 Black
- DeltaMate Fan – P120 Black (Triple Pack)
- DeltaMate Fan – P140 Black
- DeltaMate Fan – P140 Black (Triple Pack
WireView (Pro) II in teurer und günstiger
WireView Pro II Noctua Edition
Der WireView Pro II (Test) besitzt einen Lüfter, der je nach Setup (z.B. Grafikkarten-Luftkühler vs. Custom-Wakü) nie, selten oder häufig zu hören sein kann. In der neuen, etwas größeren WireView Pro II Noctua Edition hat Thermal Grizzly den bisher verwendeten 30-mm-Lüfter gegen einen rahmenlosen Noctua NF-A4x10 PWM getauscht und zusammen mit Noctua das Lüftergitter daran angepasst.
Der Aufpreis hat es allerdings in sich: 199 Euro werden für diese Version verlangt, 60 Euro mehr als für das Standardmodell. Thermal Grizzly verweist dabei darauf, dass die Kosten zu einem Großteil dem Zukauf des Lüfters geschuldet sind. Er sei aber auch wirklich sehr, sehr gut.
WireView II
Am anderen Ende der Preisskala präsentiert Thermal Grizzly mit dem WireView II eine günstigere Version, die auf einen Lüfter, das Display und die Möglichkeit zum Anschluss externer Temperatursensoren verzichtet. Die Anzahl der genutzten Platinen kann damit von zwei auf eine reduziert werden.
Der WireView II kommt ansonsten mit derselben Funktionalität wie der WireView Pro II auf den Markt, der Preis liegt bei 79 Euro. Vorerst sind zwei Varianten geplant: Normal Black und Reversed Black. Eine Kabelversion oder eine weiße Variante stehen nicht auf der Roadmap.
Neue Beschichtung für DeltaMate GPU Block
Eine Alternative zur Nickelbeschichtung, die mit der Zeit optisch an Qualität einbüßt, hat Thermal Grizzly in Kooperation mit dem Schweizer Hersteller für PVD- und PECVD-Beschichtungsanlagen Platit vorgestellt.
Vier verschiedene Varianten wurden vor Ort anhand des DeltaMate GPU Block präsentiert:
- TG X: Beschichtung auf Nitrid-Basis
- TG O: Mehrschichtige Beschichtung auf Oxynitrid-Basis
- TG C: Mehrschichtige Beschichtung auf Kohlenstoffbasis
- TG M: Mehrschichtige metallische Beschichtung, deren Korrosionsbeständigkeit gegenüber der Metalllegierung Gallium-Indium (GaIn) sie besonders geeignet für Anwendungen mit Kontakt zu Flüssigmetall-Wärmeleitpaste macht.
Thermal Grizzly nimmt die Beschichtung auf Anlagen von Platit selbst am Firmensitz in Hohen Neuendorf bei Berlin vor.
Experiment mit Industriediamanten
Ein Experiment stellte Thermal Grizzly mit einem Direct-Die-CPU-Wasserkühler aus, der den Kontakt zu den Ryzen-Chips über weniger als 1 mm dünne, für die bessere Handhabung mit Wärmeleitpaste allerdings hauchdünn metallisch beschichtete Industriediamanten herstellt.
Interne Tests hätten allerdings ergeben, dass der Zusatznutzen trotz der extrem hohen Wärmeleitfähigkeit von Diamant (2.300 W/(m*K) vs. 390 W/(m*K) bei Kupfer) die Kosten nicht rechtfertige, daher wird es ein solches Produkt nach aktuellem Stand nicht zur Serienreife schaffen. Einen Produktnamen gibt es hingegen schon: „Mycro Direct-Die Diamond“.
Wer am Stand in Taipeh aufmerksam den Blick nach oben schweifen ließ, konnte noch ein neues Produkt entdecken: einen Radiator. Am Ende hat sich Thermal Grizzly aber dagegen entschieden, auch dieses neue Produkt bereits in Taipeh zu zeigen.
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Clockwork Revolution: Steampunk-Zeitreisen im Jahr 2027 auf PC und Xbox
Clockwork Revolution gibt mit neuem Gameplay ein spannendes Lebenszeichen von sich und zeigt eine weitere von vielen möglichen Realitäten im Spiel. Beginnen sollen die Steampunk-Zeitreisen mit weitreichenden Entscheidungsmöglichkeiten im kommenden Jahr, wo der Titel einer der potentiell interessantesten Neuerscheinungen ist.
Mehr als ein Jahr nach dem letzten Gameplay-Trailer gibt es wieder Neues von inXiles neuestem Action-Rollenspiel. Was dort gezeigt wird, ist jedoch nur eine Version der Spielwelt, das heben die Entwickler ausdrücklich hervor. Denn wer die Hauptfigur Morgan sei und was aus ihr und damit der viktorianischen Metropole Avalon werde, entscheiden Spieler. Und das soll ausdrücklich weitreichende Auswirkungen haben.
Zeitreisen ändern alles
Der Kniff dafür sind Zeitreisen. Sowohl der Spieler als auch die große Gegenspielerin Lady Ironwood begeben sich regelmäßig in die Vergangenheit, um Schlüsselstellen der Geschichte umzuändern. Die Auswirkungen sehen sie sofort und in gravierender Form nach ihrer Rückkehr. Als Wegweiser durch die sich immer weiter verzweigenden Entscheidungen dient der Begleiter Prentice. Der fliegender Roboter leitet durch die Zeit und sorgt dafür, dass der Spieler über das „Chronometer“ Zeit manipulieren kann. Im Trailer wird gezeigt, wie diese Fähigkeiten zum Neupositionieren von Objekten im Kampf und zum Problemlösen genutzt werden.
Um die Auswirkungen deutlicher hervorzuheben, werden dem Spieler Mitglieder der Gang Rotten Row Hooligans als Begleiter an die Seite gestellt. Sie sind nicht als „Follower“ zu verstehen, sondern die Crew im Hintergrund mit eigenen Leben – und zu verlieren, wenn Spieler anfangen mit der Zeit und Ereignissen herumzuspielen, versprechen die Entwickler. Viele Auswirkungen solle man nicht kommen sehen.
Nächstes Jahr geht es los
Starten soll Clockwork Revolution im kommenden Jahr, einen genauen Termin oder ein Quartal nennt Microsoft aber noch nicht. Insofern ist damit zu rechnen, dass der Titel eher für die zweite Jahreshälfte vorgesehen ist. Wie Gears of War: E-Day handelt es sich um ein „Xbox Console exclusive“-Spiel, das auf der Xbox Series X|S, über den Game Pass und auf dem PC gespielt werden kann. Die PlayStation 5 wird nicht bedient.
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Kompakter 6-Zoll-E-Reader: Boox Go 6 (Gen. 2) richtet sich vor allem an mobile Nutzer

Die zweite Generation des Go 6 soll laut Boox ein kompakter E-Book-Reader sein, der sich an Reisende, Pendler und andere mobile Nutzer richtet. Das neue Modell kombiniert handschriftliche Notizfunktionen mit der Flexibilität von Android und will Lesen, Schreiben sowie die digitale Organisation in einem handlichen Gerät vereinen.
Für kleines Gepäck gemacht und von diesem inspiriert
Im Mittelpunkt der neuen Generation steht ein vollständig überarbeitetes Design, für das laut Hersteller Reisekoffer als Vorbild gedient haben sollen. Die strukturierte Rückseite mit griffigen Rillen und abgerundeten Kanten soll nicht nur optische Akzente setzen, sondern zugleich die Handhabung verbessern. Mit Abmessungen von lediglich 109 × 149 × 6,8 mm soll sich der Reader problemlos in Jackentaschen, Handtaschen oder kleinerem Gepäck verstauen lassen und so zum ständigen Begleiter werden. Das geringe Gewicht von 160 g soll diesen Anspruch zusätzlich unterstreichen.
Fast 6 Jahre altes Android als OS
Das sechs Zoll große Graustufen-Display löst mit 1.072 × 1.448 Bildpunkten auf und erreicht eine Pixeldichte von 300 ppi, wodurch Texte scharf dargestellt werden sollen. Eine Vordergrundbeleuchtung mit integriertem Blaulichtfilter soll Inhalte zudem auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen gut lesbar halten. Angetrieben wird der neue Reader von einem nicht näher bezeichneten Achtkern-SoC aus dem Hause Qualcomm, dem 3 GB Arbeitsspeicher sowie 32 GB interner Speicher zur Seite stehen. Letzterer lässt sich zusätzlich per microSD-Karte erweitern. Zur weiteren Ausstattung zählen WLAN im 2,4- und 5-GHz-Band sowie Bluetooth 5. Für die Energieversorgung sorgt ein Akku mit einer Kapazität von 1.500 mAh, der für eine ausreichende Laufzeit sorgen soll.
Die technische Ausstattung ist bei der Nutzung des nicht mehr ganz taufrischen Android 11 und vor allem bei der damit verbundenen Unterstützung des Google Play Store jedoch erforderlich. Dadurch lässt sich der E-Book-Reader mit einer Vielzahl zusätzlicher Anwendungen ausstatten, was die Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert. Bereits ab Werk unterstützt der Go 6 (Gen. 2) zahlreiche Dateiformate, dank Android-Unterstützung können darüber hinaus beispielsweise über die aufgespielte Kindle-App auch DRM-geschützte E-Books auf dem neuen Reader gelesen werden.
Stiftunterstützung für größere Nutzungsmöglichkeiten
Neu ist zudem die Unterstützung des im Lieferumfang enthaltenen InkSense Plus-Stylus. Dieser erweitert den klassischen Funktionsumfang eines E-Book-Readers noch einmal um Anmerkungen in Büchern, Markierungen von Textpassagen sowie handschriftliche Notizen. Der Stift bietet die üblichen 4.096 Druckstufen, unterstützt Neigungserkennung und verfügt über eine Taste, die individuellen mit Funktionen belegt werden kann.
Verkaufsstart hat begonnen
Der Boox Go 6 (Gen. 2) ist ab sofort in den vier Farbvarianten Plum, Stone, Shell und Custard erhältlich. Für den E-Book-Reader nennt der Hersteller eine unverbindliche Preisempfehlung von 199,99 Euro.
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