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Eric Schwarz hat keine Angst vor großen Gefühlen › PAGE online


Eric Schwarz braucht gerade mal vier Bilder, um von der Liebe zu erzählen, von Sehnsucht und Begehren und von den Zweifeln. Das ist so berührend wie erhellend – und ungemein tröstend. So wie jetzt in seinem Comicband »Fühl zu viel«.

Eric Schwarz hat keine Angst vor großen Gefühlen › PAGE online

Wir haben die Arbeiten des Illustrators und Comicautors Eric Schwarz, der zwischen Paris und Saarbrücken pendelt, vor einigen Jahren auf der Pictoplasma entdeckt.

Gefeiert war sein Talk, in dem er tief in große Gefühle eintauchte und zeigte, wie er sie in seinen lyrischen Comics in nur vier Bildern destilliert.

Meistens im monochromen Blau und immer so umwerfend offen auf den Punkt, dass man sich staunend selbst mit seinem manchmal quälenden Gedanken darin wiederfindet, man sich gesehen fühlt und durchatmet, dass man damit nicht alleine ist.

»Gefühle hinaus in die Welt zu geben, macht es viel leichter, sie loszulassen«, sagt Eric Schwarz selbst und erzählt von Liebe, Begehren und Leiden, von Sehnsüchten und Selbstzweifeln.

Und vor allem auch von der Intensität von Liebe und davon, was sie so besonders macht.

Große Gefühle

»Fühl zu viel« hat er seinen neuen Comic-Sammelband genannt, der mit seinen visuellen und auch sprachlichen Metaphern verblüfft.

»In meiner Erinnerung warst du größer« ist zu lesen, »Morning Routine: Herausfinden, ob du meine Posts gesehen hast« oder »Du kannst dich bewegen, ich passe mich an«.

Dazu nehmen die Gefühle die unterschiedlichsten Formen an, breitet eine Blume ihre Wurzeln zu weit aus, wird die eigene Persönlichkeit Huckepack genommen, werden Steine behauen oder die Liebe wie eine Zitrone ausgepresst.

Das ist alles entwaffnend offen und verströmt jede Menge Mut, sich selbst zu öffnen.

Die monochromen Illustrationen von Eric Schwarz sind im New York Times Magazine, in der Bloomberg Businessweek oder der Dresdner Oper zu finden – und jetzt auch auf gleich 208 Seiten in seinem ersten Comicband. Und garantiert ist: danach wird man sicherlich anders fühlen.

Eric Schwarz: Fühl zu viel, 208 Seiten, Edition Moderne, 15 Euro, ISBN 978-3-03731-293-3

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»You shape the world. Do it with love« › PAGE online


Das PAGE-Geburtstagsshirt: Wie der Artist und Illustrator Eric Schwarz aus 40 Jahren Designgeschichte vier Bilder und einen Satz macht.

»You shape the world. Do it with love« › PAGE onlineBild: Eric SchwarzWir kennen Eric Schwarz schon eine Weile. Genauer gesagt seit dem Tag, an dem er auf der Pictoplasma in Berlin auf die Bühne ging, von Begehren und Selbstzweifeln sprach und nicht nur uns damit beeindruckte. Seine Comics, meistens in diesem unverwechselbaren Blau und meistens mit nur vier Panels, treffen immer mitten ins Herz und haben seitdem ihren Platz in unserer Community.

40 Jahre PAGE sind 40 Jahre Geschichten aus, mit und über die Kreativbranche. Zum Jubiläum wollen wir diese Geschichten weitererzählen und laden dazu Artists ein, PAGE als Plattform zu nutzen, ihre Haltung sichtbar zu machen. Fragen zu stellen, die sie bewegen, und Antworten in die Welt zu tragen, die größer sind als ein einzelnes Projekt.

Den Anfang macht Eric Schwarz mit einer Frage, die uns seit vier Jahrzehnten beschäftigt: Design setzt Zeichen – wie wichtig ist Design heute? Seine Antwort sind vier Bilder, zwei Farben und ein Satz, der sich festsetzt.

Das Shirt gibt es direkt in Erics Shop. PAGE bringt seine Community ein, Eric bringt das Werk und seine Handschrift. Was dabei entsteht, ist genau das, was gute kreative Partner ausmacht: zwei Seiten, die sich gegenseitig stärken, weil sie an dieselbe Idee glauben.

»Wir brauchen mehr Liebe gegen all die Angst und den Hass«

Stefan Lara Torres im Gespräch mit Eric Schwarz über Hände, die eine Welt formen, und das, was er PAGE zum Geburtstag wirklich sagen wollte.

Stefan: Eric, was war dein erster Gedanke, als PAGE mit der Idee für ein Geburtstagsshirt auf dich zugekommen ist? Und wie ist dann das Shirt entstanden?
Eric: In unserem Gespräch hast du mir viel von PAGE und von den aktuellen Entwicklungen in der Designwelt erzählt. Als Illustrator versuche ich immer, aus Inhalten eine Idee abzuleiten – und so war es auch nach unserem Gespräch.

Dein Motiv zeigt Hände, die von Panel zu Panel eine Welt formen. War dir von Anfang an klar, dass es ein Comic-Strip werden soll?
Nein. Ich arbeite zwar oft im Comic-Format, weil es sich so gut eignet, um komplexe Ideen darzustellen, und ich mich so mittlerweile sehr gut ausdrücken kann. Dennoch versuche ich, mich am Anfang nicht auf ein bestimmtes Format festzulegen. Doch als die Idee schließlich in meinem Skizzenbuch entstand, war schnell klar, dass sie Entwicklung braucht und deshalb ein Strip wird.

PAGE wird 40 in einer Zeit, in der generative KI immer stärker unsere Welt gestaltet, sie »shaped«. Was bedeutet in diesem Zusammenhang die Botschaft »You shape the world. Do it with love.«, die auf deinem Shirt steht?
Erstens: Als Gestalter gestalten wir die Welt und haben dabei Einfluss auf die Ideen, die wir in die Welt tragen. Deswegen finde ich, dass wir darauf achten sollten, dass unsere Ideen die Welt verbessern. Und gerade in der heutigen Zeit brauchen wir mehr und mehr Liebe gegen all die Angst und den Hass.
Zweitens glaube ich, dass es in Zeiten von generativer KI noch viel wichtiger ist, dass wir uns auf die Liebe zu unserem Handwerk besinnen. Ich glaube, dass man den Unterschied zwischen Arbeiten, die mit Liebe gemacht sind, und Arbeiten, die ohne Herz entstanden sind, immer deutlich sehen wird.

Du lebst zwischen Saarbrücken und Paris, arbeitest für Kulturinstitutionen, queere Communities und Zeitschriften. Für wen machst du eigentlich Kunst, wenn niemand ein Briefing schickt?
Für alle, die meine Comics und Graphic Novels lesen möchten. Sie sind meist selbst initiierte Projekte, die ich dann an Verlage bringe. Ich habe auch meine eigene Marke und meinen Onlineshop, in dem ich Bücher, Shirts und Art Toys verkaufe. Da gibt es immer etwas zu tun!

Was soll jemand fühlen, der dein Shirt trägt?
Stolz! Hoffentlich stolz darauf, kreativ zu sein. Stolz darauf, die Welt zu verbessern. Stolz darauf, die mit ganz viel Liebe entstandene Arbeit eines Comickünstlers in die Welt hinauszutragen. Und auch stolz darauf, Teil der PAGE-Community zu sein. Happy Birthday!

So bekommst du das Shirt

Das PAGE-Geburtstagsshirt gibt es ausschließlich im Shop von Eric Schwarz unter comicblues.myshopify.com für 40 Euro (Unisex Organic Cotton T-shirt with Digital Print, Farben white und navy), verschiedene Größen, sicherer Checkout über Shopify. Eric organisiert Druck und Versand selbst. Kein Umweg, kein Zwischenhändler!

Zweiteiliges Bild eines Models in einem Raum mit roten, grafischen Postern: Links sitzt die Person frontal auf einem Hocker und trägt ein weißes T-Shirt mit kleinem „PAGE & Comicblues“-Logo auf der Brust. Rechts ist die Rückansicht zu sehen mit einem großen blauen Comic-Print aus vier Panels, in denen Hände eine Erde formen, sowie dem Text „40 years of PAGE. Celebrating design.“ und „You shape the world. Do it with love!“.Bild: Eric Schwarz
Zweiteiliges Bild einer Person in einem hellen Atelier: Links sitzt sie mit dem Rücken zur Kamera an einem Tisch mit Pinseln und trägt ein dunkles T-Shirt mit weißem Comic-Print aus vier Panels („40 years of PAGE. Celebrating design.“ und „You shape the world. Do it with love!“). Rechts ist die Person im Profil zu sehen, hält eine Holzkiste mit Malfarben und trägt das gleiche Shirt mit kleinem „PAGE & Comicblues“-Logo auf der Brust.Bild: Eric Schwarz

Über Eric Schwarz

Artist, Illustrator und Comicautor, pendelt zwischen Saarbrücken und Paris. Er studierte Kommunikationsdesign in Saarbrücken und spezialisierte sich in Brüssel auf Graphic Storytelling. Seine monochromen Webcomics über Liebe, Begehren und Selbstzweifel erscheinen im New York Times Magazine, in der Bloomberg Businessweek und waren Teil der Dresdner Oper. Bei der Pictoplasma Berlin sprach er über große Gefühle. Der Saal blieb still.

Sein erster Comicband ist 2026 erschienen:
Eric Schwarz: »Fühl zu viel«
208 Seiten, Edition Moderne, 15 Euro. ISBN 978-3-03731-293-3

Projekt »40 Jahre PAGE«

Du bist Artist, Illustrator:in oder Designer:in und möchtest mit PAGE gemeinsam ein Projekt starten? Dann melde dich direkt bei Stefan Lara Torres: stefan.laratorres@ebnermedia.de

Produktübersicht mit zwei T-Shirt-Varianten von PAGE & Comicblues: Oben ein weißes Shirt mit kleinem Logo auf der Brust und großem blauen Comic-Print auf dem Rücken („40 years of PAGE. Celebrating design.“ und „You shape the world. Do it with love!“). Unten ein dunkles Shirt mit identischem Motiv in weißer Liniengrafik auf dem Rücken sowie schlichtem Logo auf der Vorderseite.Bild: Eric Schwarz
Person von hinten in einem Atelier mit farbigen Postern an der Wand, trägt ein dunkles T-Shirt mit großem weißen Comic-Print auf dem Rücken: vier Panels mit Händen, die eine Erde formen, sowie den Schriftzügen „40 years of PAGE. Celebrating design.“ und „You shape the world. Do it with love!“.Bild: Eric Schwarz



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Was für eine Schrift! Und was für eine Geschichte! › PAGE online


12 Jahre lang arbeitete Nina Stössinger, Schweizer Typedesignerin bei der ikonischen New Yorker Foundry Frere-Jones, an der Cassis, die so persönlich wie unique ist und aus ihrem Leben, von belgischen Straßenschildern und amerikanischer Typografie erzählt.

Was für eine Schrift! Und was für eine Geschichte! › PAGE online

Diese Schrift hat eine lange Geschichte. Sie geht zurück bis ins Jahr 2014, als die Schweizer Typedesignerin Nina Stössinger, die seit 10 Jahren für die renommierte Foundry Frere-Jones Type arbeitet, ihren Abschluss im TypeMedia Programm in Den Haag gemacht hatte und anschließend nach Norwegen reiste.

Um ihre Abschlussarbeit hinter sich zu lassen, begann sie eine neue Schrift zu zeichnen. Eine geometrische Sans-Serif mit offenen und lebendigen Kurven und vertikal angeschnittenen Anschlüssen.

Sie sollte großzügig in ihren Proportionen sein, aber dennoch kompakt, einfach, klar, optimiert für größere Darstellungen. Und Nina Stössinger wollte, dass »sie handwerklich wirkt, nicht akademisch; dass sie eher Selbstbewusstsein als Eleganz ausstrahlt. Und gefühlvoller und sympathischer, als geometrische Sans-Serifs oft wirken – nicht autoritär oder kalt.«

Gestisch nahezu, direkt, frisch und fröhlich.

So begann sie eine Schrift zu entwerfen, die später die Cassis wurde.

Und sie ging ihr so von der Hand. Dass sie nicht aufhören konnte, an ihr zu arbeiten, wie sie Kolleg:innen schrieb und dass es sich so selbstverständlich anfühle, sie zu zeichnen.

Nicht glatt, sondern mit Charakter

In einem Blogpost der New Yorker Foundry Frere-Jones Type beschreibt Stössinger nicht nur, wie die Cassis entstand, sondern auch, wie generell ihre eigenen Schriften entstehen.

Dass sie dabei selten analytisch arbeitet, sondern dass sie plötzlich aus dem »großen Topf mit Buchstabensuppe« hervorstechen, der in ihrem Kopf hin- und herschwankt, voller Eindrücke der Buchstaben, die ihr auf der Straße begegnen, der vielen Fotos, die sie davon macht. Jeder, der mit ihr unterwegs sei könne ein Lied davon singen, sagt sie.

Plötzlich entstehen Verbindungen oder Muster, der Keim einer Idee melde sich zu Wort und möchte gezeichnet werden.

Deshalb hatte die Cassis auch erst den Namen »Anvers«, der französische Name von Antwerpen. Einige Jahre zuvor hatte Nina Stössinger die Stadt auf einer Art Klassenfahrt mit TypeMedia besucht – und die Straßenschilder dort ließen sie nicht mehr los.

Gerade auch, weil sie aus mehreren Generationen stammten. Die einen waren aus emailliertem Blech und mit geradlinigen, geometrischen Buchstaben versehen, andere mit vertikalen Einschnitten an den Kurvenenden. Und beide sah man immer wieder auf verschiedenen Straßenseiten.

Selbst in der Schweiz aufgewachsen, in »einer geordneten und gepflegten visuellen Umgebung, in der die serifenlosen Schriftarten so sauber sind wie die Bürgersteige und Oberflächen«, faszinierten die charaktervollen Schilder in Antwerpen umso mehr.

Haltung statt Genauigkeit

Aus diesem Hintergrund heraus entstand die Cassis als geometrische Sans-Serif-Schrift mit einer »einfachen, monolinearen Buchstabenform, bei der runde Formen ins Kreisförmige tendieren und die Proportionen zumindest so tun, als würden sie einem geradlinigen Rezept folgen«.

Die Geometrie der Cassis beschreibt Nina Stössinger als »ein wenig schief; gelebt, praktisch, abgenutzt«.

Die Haltung habe Vorrang vor der Genauigkeit. Auch deshalb sei die Cassis nur annähernd symmetrisch, die Breiten nie wirklich gemessen und die Rundungen etwas zu kantig.

Klar war von Anfang an, dass die Enden der Kurven vertikal geschnitten sind, um sie schärfer und aktiver wirken zu lassen. Den Kontrast hingegen hat sie »ein wenig weiter in Richtung mathematischer Gleichheit zwischen Horizontalen und Vertikalen getrieben als es als ausgewogen und „korrekt“ gilt« und so kein völlig glatter und monolinearer Eindruck entsteht.

Insgesamt entstand im Laufe der Arbeit das Ziel, nicht eine bestimmte Epoche heraufzubeschwören, sondern einen ganz eigenen Raum zu schaffen. Selbstbewusst und unique.

Heimweh und scharfe Enden

So sind die Kurven ein wenig »zu« aufgeblasen, die Kurvenenden gestisch und neigen dazu, ihre »ideale« Breite ein wenig zu überschreiten, und die Querbalken nehmen so viel Breite ein, wie sie können, ohne dabei »falsch« zu wirken, heißt es von ihr.

Und neben den Schildern in Antwerpen kamen dann irgendwann noch die Eindrücke aus New York hinzu, wo Nina Stössinger im Sommer 2016 mit zwei Koffern ankam, um als Senior Typeface Designerin bei Frere-Jones Type zu starten.

Dort fand sie unendliche Inspiration bei ihrer Suche nach rauer Geometrie, gleichzeitig wurde die Cassis, durch die Einflüsse der US-amerikanischen, sanfteren Typografie, deren Entwicklung nicht durch zwei Weltkriege unterbrochen wurde,» lockerer und gestischer.«

Aber auch etwas Heimweh umweht die Cassis, die jetzt erschienen ist. Und das ist in ihrem Namen zu finden, der an die Schwarzen Johannisbeeren erinnert, die in dem Garten ihrer Kindheit wuchsen und der aber gleichzeitig auch an die scharfen Enden der Schrift erinnert.

Die Cassis ist in sieben Schriftstärken erhältlich und unterstützt über 200 Sprachen. Sie deckt alle wichtigen Sprachen des lateinischen Alphabets in West-, Mittel- und Osteuropa, Nord-, Mittel- und Südamerika sowie Vietnam ab und eignet sich für Branding genau wie für Corporate Identitys oder Titeldesign.

 

 



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Koto rebrandet die Erfolgsapp Yazio › PAGE online


Statt Silhouetten schlanker Körper, Kilo-Zeichen oder einem bunten Apfel, wie er das Keyvisual von Yazio zuvor bestimmte, hat die Agentur Koto die erfolgreiche Abnehm-App jetzt mit einem fröhlichen Yeti versehen – und setzt so auf Emotion.

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