Apps & Mobile Entwicklung
TSMC COUPE: Silicon Photonics im Substrat/Interposer setzt Konkurrenz zu

Eine größere Baustelle bei TSMC ist Silicon Photonics. Hier gibt es vielfältige Anbieter, die man mit kompletter Integration toppen will. Vor allem die Thematik rund um Co-Packaged Optics (CPO) hat das Unternehmen auf dem Schirm und könnte mit kompletter Integration via COUPE die Mitbewerber übertreffen.
COUPE steht bei TSMC für Compact Universal Photonic Engine. Das Ziel ist es, ein echtes Co-Packaged-Optics-Paket zu schnüren und keine halben Lösungen, die es auf dem Weg dorthin aber definitiv geben wird. Denn in kleinen Schritten geht es bei CPO bisher voran, von der komplett losgelösten Lösung mit optischen Verbindungen im gleichen System, angeschlossen aber noch über ein Kupferkabel, über Silicon Photonics auf dem gleichen PCB, dann dem Substrat und Package bis schließlich zum Finale direkt im Interposer.
Die vom Konzern genannten Boni insbesondere für die komplette Integration am Ende, die laut eigener Aussage nur TSMC umsetzen könne, sind durchaus gewaltig. Die Latenzen sollen bereits bei der Lösung direkt im Substrat effektiv um den Faktor 10 gegenüber einer aktuellen Version „mit Kabel zum Board“ reduziert und die Effizienz verdoppelt werden. Die Basis dafür ist ein 200Gbps micro-ring modulator (MRM), die Serienproduktion hierfür beginnt im zweiten Halbjahr, erklärte TSMC auf Nachfrage. In der nächsten Generation direkt im Interposer sollen die weiteren Vorteile riesig ausfallen, sowohl beim Thema Latenz als auch bei der Effizienz.
TSMC war eher spät dran, was die gesamte Thematik angeht, und startete 2021 auf kleinem Niveau. Aber durch die fortschrittlichsten Technologien dürfte das Unternehmen in den kommenden Jahren den Mitbewerbern durchaus den Rang ablaufen. Erste ehemalige Partner bei Globalfoundries wie Ayar Labs sind nach zwei Generation zu TSMC gewechselt. Voran geht aber einmal mehr Nvidia, die groß auf COUPE schwenken werden. Die allererste Generation bei Nvidia kommt jedoch wohl nur zum Teil von TSMC, SPIL übernimmt hier Restarbeiten. Ähnlich ist es bei Broadcom, auch sie werden von SPIL zu TSMC wechseln.
AMD nutzt die Enosemi-Globalfoundries-Connection
Medial machte zuletzt die Rückkehr von AMD zu Globalfoundries die Runde, um Chips für Silicon Photonics zu beziehen. Was als Neuheit verkauft wurde, entspricht aber nur der halben Wahrheit. Denn im letzten Jahr hatte AMD das Unternehmen Enosemi übernommen, das wiederum Silicon-Photonics-Produkte auf Basis von Globalfoundries‘ IP entwickelt hat bei Globalfoundries ließ. Entsprechend kommen nun auch die darauf basierenden Lösungen von AMD von Globalfoundries.
Wie lange das so bleiben wird, ist jedoch abzuwarten. Da die Riesen Broadcom und Nvidia zu TSMC COUPE wechseln, könnte dies auch bei AMD in Zukunft der Fall sein. Denn vor allem des Gesamtpaket bei TSMC, fast alles aus einer Hand zu bekommen, dürfte neben den besten Fertigungstechnologien durchaus eine Rolle spielen.
Weitere Meldungen und Neuheiten von der Auftaktveranstaltung für dieses Jahr gibt es auf der Themenseite:
- TSMC Technology Symposium 2026
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von TSMC vorab unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
Apps & Mobile Entwicklung
Thermal Grizzly: Erste Lüfter, WireView II, eine Noctua Edition und TG Coating
Thermal Grizzly hat auf der Computex gleich eine ganze Palette an neuen Produkten vorgestellt. Mit den Gehäuselüftern „DeltaMate Purrformante“ in zwei Dimensionen befindet sich auch der Einstieg in ein ganz neues Produktsegment darunter. Updates gab es auch für WireView und die Full-Cover-GPU-Wasserkühler der DeltaMate-Serie.
Die ersten Lüfter von Thermal Grizzly
Mit den DeltaMate Purrformante steigt Thermal Grizzly in den Markt für Gehäuselüfter ein. Die in 120 mm und 140 mm in Schwarz verfügbaren Lüfter sitzen in einem verwindungssteifen Aluminiumrahmen, was es dem Hersteller ermöglicht hat, den Durchmessers des Rotors mit den Flügeln vergleichsweise groß ausfallen zu lassen. Die Bohrungen zum Verschrauben im Gehäuse sind unter magnetisch befestigten Blenden versteckt.
Die Lüfter ermöglichen Daisy-Chaining, die Verbindung findet über USB-A statt. Der jeweils letzte Lüfter einer Reihe wird wiederum mittels USB-A-auf-4-Pin-PWM/RGB-Adapterkabel mit dem Mainboard verbunden.
Die Roadmap kennt vier Varianten der neuen Lüfter:
- DeltaMate Fan – P120 Black
- DeltaMate Fan – P120 Black (Triple Pack)
- DeltaMate Fan – P140 Black
- DeltaMate Fan – P140 Black (Triple Pack
WireView (Pro) II in teurer und günstiger
WireView Pro II Noctua Edition
Der WireView Pro II (Test) besitzt einen Lüfter, der je nach Setup (z.B. Grafikkarten-Luftkühler vs. Custom-Wakü) nie, selten oder häufig zu hören sein kann. In der neuen, etwas größeren WireView Pro II Noctua Edition hat Thermal Grizzly den bisher verwendeten 30-mm-Lüfter gegen einen rahmenlosen Noctua NF-A4x10 PWM getauscht und zusammen mit Noctua das Lüftergitter daran angepasst.
Der Aufpreis hat es allerdings in sich: 199 Euro werden für diese Version verlangt, 60 Euro mehr als für das Standardmodell. Thermal Grizzly verweist dabei darauf, dass die Kosten zu einem Großteil dem Zukauf des Lüfters geschuldet sind. Er sei aber auch wirklich sehr, sehr gut.
WireView II
Am anderen Ende der Preisskala präsentiert Thermal Grizzly mit dem WireView II eine günstigere Version, die auf einen Lüfter, das Display und die Möglichkeit zum Anschluss externer Temperatursensoren verzichtet. Die Anzahl der genutzten Platinen kann damit von zwei auf eine reduziert werden.
Der WireView II kommt ansonsten mit derselben Funktionalität wie der WireView Pro II auf den Markt, der Preis liegt bei 79 Euro. Vorerst sind zwei Varianten geplant: Normal Black und Reversed Black. Eine Kabelversion oder eine weiße Variante stehen nicht auf der Roadmap.
Neue Beschichtung für DeltaMate GPU Block
Eine Alternative zur Nickelbeschichtung, die mit der Zeit optisch an Qualität einbüßt, hat Thermal Grizzly in Kooperation mit dem Schweizer Hersteller für PVD- und PECVD-Beschichtungsanlagen Platit vorgestellt.
Vier verschiedene Varianten wurden vor Ort anhand des DeltaMate GPU Block präsentiert:
- TG X: Beschichtung auf Nitrid-Basis
- TG O: Mehrschichtige Beschichtung auf Oxynitrid-Basis
- TG C: Mehrschichtige Beschichtung auf Kohlenstoffbasis
- TG M: Mehrschichtige metallische Beschichtung, deren Korrosionsbeständigkeit gegenüber der Metalllegierung Gallium-Indium (GaIn) sie besonders geeignet für Anwendungen mit Kontakt zu Flüssigmetall-Wärmeleitpaste macht.
Thermal Grizzly nimmt die Beschichtung auf Anlagen von Platit selbst am Firmensitz in Hohen Neuendorf bei Berlin vor.
Experiment mit Industriediamanten
Ein Experiment stellte Thermal Grizzly mit einem Direct-Die-CPU-Wasserkühler aus, der den Kontakt zu den Ryzen-Chips über weniger als 1 mm dünne, für die bessere Handhabung mit Wärmeleitpaste allerdings hauchdünn metallisch beschichtete Industriediamanten herstellt.
Interne Tests hätten allerdings ergeben, dass der Zusatznutzen trotz der extrem hohen Wärmeleitfähigkeit von Diamant (2.300 W/(m*K) vs. 390 W/(m*K) bei Kupfer) die Kosten nicht rechtfertige, daher wird es ein solches Produkt nach aktuellem Stand nicht zur Serienreife schaffen. Einen Produktnamen gibt es hingegen schon: „Mycro Direct-Die Diamond“.
Wer am Stand in Taipeh aufmerksam den Blick nach oben schweifen ließ, konnte noch ein neues Produkt entdecken: einen Radiator. Am Ende hat sich Thermal Grizzly aber dagegen entschieden, auch dieses neue Produkt bereits in Taipeh zu zeigen.
Apps & Mobile Entwicklung
Clockwork Revolution: Steampunk-Zeitreisen im Jahr 2027 auf PC und Xbox
Clockwork Revolution gibt mit neuem Gameplay ein spannendes Lebenszeichen von sich und zeigt eine weitere von vielen möglichen Realitäten im Spiel. Beginnen sollen die Steampunk-Zeitreisen mit weitreichenden Entscheidungsmöglichkeiten im kommenden Jahr, wo der Titel einer der potentiell interessantesten Neuerscheinungen ist.
Mehr als ein Jahr nach dem letzten Gameplay-Trailer gibt es wieder Neues von inXiles neuestem Action-Rollenspiel. Was dort gezeigt wird, ist jedoch nur eine Version der Spielwelt, das heben die Entwickler ausdrücklich hervor. Denn wer die Hauptfigur Morgan sei und was aus ihr und damit der viktorianischen Metropole Avalon werde, entscheiden Spieler. Und das soll ausdrücklich weitreichende Auswirkungen haben.
Zeitreisen ändern alles
Der Kniff dafür sind Zeitreisen. Sowohl der Spieler als auch die große Gegenspielerin Lady Ironwood begeben sich regelmäßig in die Vergangenheit, um Schlüsselstellen der Geschichte umzuändern. Die Auswirkungen sehen sie sofort und in gravierender Form nach ihrer Rückkehr. Als Wegweiser durch die sich immer weiter verzweigenden Entscheidungen dient der Begleiter Prentice. Der fliegender Roboter leitet durch die Zeit und sorgt dafür, dass der Spieler über das „Chronometer“ Zeit manipulieren kann. Im Trailer wird gezeigt, wie diese Fähigkeiten zum Neupositionieren von Objekten im Kampf und zum Problemlösen genutzt werden.
Um die Auswirkungen deutlicher hervorzuheben, werden dem Spieler Mitglieder der Gang Rotten Row Hooligans als Begleiter an die Seite gestellt. Sie sind nicht als „Follower“ zu verstehen, sondern die Crew im Hintergrund mit eigenen Leben – und zu verlieren, wenn Spieler anfangen mit der Zeit und Ereignissen herumzuspielen, versprechen die Entwickler. Viele Auswirkungen solle man nicht kommen sehen.
Nächstes Jahr geht es los
Starten soll Clockwork Revolution im kommenden Jahr, einen genauen Termin oder ein Quartal nennt Microsoft aber noch nicht. Insofern ist damit zu rechnen, dass der Titel eher für die zweite Jahreshälfte vorgesehen ist. Wie Gears of War: E-Day handelt es sich um ein „Xbox Console exclusive“-Spiel, das auf der Xbox Series X|S, über den Game Pass und auf dem PC gespielt werden kann. Die PlayStation 5 wird nicht bedient.
Apps & Mobile Entwicklung
Kompakter 6-Zoll-E-Reader: Boox Go 6 (Gen. 2) richtet sich vor allem an mobile Nutzer

Die zweite Generation des Go 6 soll laut Boox ein kompakter E-Book-Reader sein, der sich an Reisende, Pendler und andere mobile Nutzer richtet. Das neue Modell kombiniert handschriftliche Notizfunktionen mit der Flexibilität von Android und will Lesen, Schreiben sowie die digitale Organisation in einem handlichen Gerät vereinen.
Für kleines Gepäck gemacht und von diesem inspiriert
Im Mittelpunkt der neuen Generation steht ein vollständig überarbeitetes Design, für das laut Hersteller Reisekoffer als Vorbild gedient haben sollen. Die strukturierte Rückseite mit griffigen Rillen und abgerundeten Kanten soll nicht nur optische Akzente setzen, sondern zugleich die Handhabung verbessern. Mit Abmessungen von lediglich 109 × 149 × 6,8 mm soll sich der Reader problemlos in Jackentaschen, Handtaschen oder kleinerem Gepäck verstauen lassen und so zum ständigen Begleiter werden. Das geringe Gewicht von 160 g soll diesen Anspruch zusätzlich unterstreichen.
Fast 6 Jahre altes Android als OS
Das sechs Zoll große Graustufen-Display löst mit 1.072 × 1.448 Bildpunkten auf und erreicht eine Pixeldichte von 300 ppi, wodurch Texte scharf dargestellt werden sollen. Eine Vordergrundbeleuchtung mit integriertem Blaulichtfilter soll Inhalte zudem auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen gut lesbar halten. Angetrieben wird der neue Reader von einem nicht näher bezeichneten Achtkern-SoC aus dem Hause Qualcomm, dem 3 GB Arbeitsspeicher sowie 32 GB interner Speicher zur Seite stehen. Letzterer lässt sich zusätzlich per microSD-Karte erweitern. Zur weiteren Ausstattung zählen WLAN im 2,4- und 5-GHz-Band sowie Bluetooth 5. Für die Energieversorgung sorgt ein Akku mit einer Kapazität von 1.500 mAh, der für eine ausreichende Laufzeit sorgen soll.
Die technische Ausstattung ist bei der Nutzung des nicht mehr ganz taufrischen Android 11 und vor allem bei der damit verbundenen Unterstützung des Google Play Store jedoch erforderlich. Dadurch lässt sich der E-Book-Reader mit einer Vielzahl zusätzlicher Anwendungen ausstatten, was die Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert. Bereits ab Werk unterstützt der Go 6 (Gen. 2) zahlreiche Dateiformate, dank Android-Unterstützung können darüber hinaus beispielsweise über die aufgespielte Kindle-App auch DRM-geschützte E-Books auf dem neuen Reader gelesen werden.
Stiftunterstützung für größere Nutzungsmöglichkeiten
Neu ist zudem die Unterstützung des im Lieferumfang enthaltenen InkSense Plus-Stylus. Dieser erweitert den klassischen Funktionsumfang eines E-Book-Readers noch einmal um Anmerkungen in Büchern, Markierungen von Textpassagen sowie handschriftliche Notizen. Der Stift bietet die üblichen 4.096 Druckstufen, unterstützt Neigungserkennung und verfügt über eine Taste, die individuellen mit Funktionen belegt werden kann.
Verkaufsstart hat begonnen
Der Boox Go 6 (Gen. 2) ist ab sofort in den vier Farbvarianten Plum, Stone, Shell und Custard erhältlich. Für den E-Book-Reader nennt der Hersteller eine unverbindliche Preisempfehlung von 199,99 Euro.
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenPetra‑AI: KI soll Frauen in der Perimenopause unterstützen
-
Social Mediavor 3 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniX-Workshop KRITIS: Zusätzliche Prüfverfahrenskompetenz für § 8a BSIG

