Künstliche Intelligenz
Quantenphysik liefert erstmals perfekte, zertifizierbare Zufallszahlen
„Gott würfelt nicht“ ist wohl eines der berühmtesten Zitate von Albert Einstein. Mit diesem Ausspruch drückte er seinerzeit seinen Missmut gegenüber der noch jungen Quantenphysik aus. Diese sagte vorher, dass das Ergebnis von Quantenexperimenten intrinsisch zufällig sei. Absurd, meinte Einstein, denn er konnte sich nicht vorstellen, dass die Physik zufällige Elemente enthielt.

Andreas Wallraff und Renato Renner (v.l.n.r.) neben der 30 Meter langen Verbindung zwischen zwei Quantenchips. Mit dem Experiment erzeugten ETH-Forschende erstmals zertifiziert perfekte Zufallszahlen.
(Bild: Kilian Kessler / ETH Zürich)
In der Tat ist echter Zufall extrem selten. Dies ist ein großes Ärgernis für die Kryptografie und Security, da Verschlüsselungsalgorithmen häufig auf Zufallszahlen beruhen. Wer sich bereits mit Zufallszahlengeneratoren befasst hat, weiß, dass diese meist komplexe Methoden nutzen, um nur scheinbar zufällige Zahlen zu erzeugen. Doch Algorithmen befolgen Regeln und diese sind, definitionsgemäß, nicht zufällig. Für einige Anwendungen mag dies reichen, für andere, wie die Verschlüsselung sensibler Daten, nicht.
Ein Forschungsteam der ETH Zürich um Renato Renner und Andreas Wallraff konnte nun einen Meilenstein demonstrieren. In seinen Quantenexperimenten erzeugte das Team erstmals perfekte, zertifizierbare Zufallszahlen mithilfe einer Methode namens Zufallsverstärkung. Die Methode könnte die digitale Sicherheit massiv erhöhen und die Forschenden bezeichnen ihr Experiment als Demonstration eines Quantenvorteils, da sie ein Ergebnis erzielen konnten, das mit herkömmlichen Methoden nicht möglich wäre. Die Ergebnisse erschienen im Fachmagazin Nature.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Quantenphysik liefert erstmals perfekte, zertifizierbare Zufallszahlen“.
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Künstliche Intelligenz
Nie wieder Daten verlieren | c’t 3003
Backups sind das langweiligste Pflichtthema überhaupt – bis sie einmal wirklich gebraucht werden. c’t 3003 zeigt, wie ein vollautomatisches Backup-Setup für den Homeserver in drei Schritten entsteht: Docker-Volumes konsistent sichern, deduplizierte Snapshots mit Restic oder Kopia anlegen und eine verschlüsselte Offsite-Kopie per Rclone in die Cloud schieben. Vier Tools, ein System, das wirklich funktioniert und nachts von alleine läuft.
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Transkript des Videos
(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)
Guckt mal hier: Mein Homeserver macht das gerade vollautomatisch. Backups. Von allem. Keine Benachrichtigungen, kein manueller Trigger. Ich liege im Bett und trotzdem werden gerade alle meine Daten gesichert. Nextcloud, Fotos, Dokumente, Docker-Container, wirklich alles. Und wenn heute Nacht mein Haus abbrennt, ein Blitz einschlägt oder ich morgen früh auf die falsche Mail klicke und mir Ransomware einfange, ich verliere nichts. Nicht eine einzige Datei.
Und ich sage euch ganz ehrlich: Vor ein paar Monaten hätte ich das nicht sagen können. Ich hatte zwar irgendwas, das ich Backup genannt habe, aber es war halbgar, ungetestet und im Ernstfall wäre ich damit aufgeschmissen gewesen. Ich habe mich dann einmal wirklich intensiv damit beschäftigt, alles neu aufgebaut und das Ergebnis ist so gut, dass ich es euch in diesem Video zeigen will.
Weil Backups kein langweiliges Pflichtthema sind, Backups sind der Unterschied zwischen „Mist, alles weg“ und „Kein Problem, in ein paar Minuten ist alles wieder da“. Und genau dieses System läuft danach komplett von alleine, das bauen wir heute zusammen auf. Also, bleibt dran.
Liebe Hackerinnen, liebe Internet-Surfer, herzlich willkommen hier bei …
So, bevor wir loslegen, ganz kurz die Ausgangslage: Wenn ihr einen Homeserver betreibt, egal ob das ein fettes NAS ist, ein kleiner Mini-PC oder ein Raspberry Pi, dann sammelt sich da mit der Zeit einfach unfassbar viel an. Bei mir läuft da zum Beispiel Nextcloud, meine Fotobibliothek mit Immich, ein Paperless-NGX für meine ganzen Dokumente, ein paar Datenbanken, Smart-Home-Kram. Ich glaube, ich habe da aktuell so ein Dutzend Docker-Container am Start und die wollen genauso wie der ganze andere Kram richtig gesichert werden. Und auch wenn ihr RAID auf eurem NAS verwendet, das ist halt kein Backup.
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Was wir stattdessen wollen, ist die gute alte 3-2-1-Regel. Also drei Kopien eurer Daten auf zwei verschiedenen Medien und eine davon außer Haus. Und genau daran hangeln wir uns jetzt entlang. Wir bauen das in drei Schritten. Schritt 1, wir sichern die Basis, also alle eure Docker-Container. Schritt 2, wir bauen das richtig fette, deduplizierte Backup. Und Schritt 3, wir schaffen eine verschlüsselte Kopie davon aus dem Haus in die Cloud oder auf einen kleinen Raspi, der bei euren Eltern steht. Vier Tools, drei Schritte und am Ende schlaft ihr deutlich besser.
Das gilt übrigens genauso für euren Desktop-Rechner. Egal, ob Windows, macOS oder Linux, Restic und Kopia laufen auf allen drei Systemen nativ. Ihr könnt also eure Desktop-Daten mit denselben Tools und in dieselben Repositories sichern, die wir gleich aufbauen.
Schritt 1: Docker Volume Backups
Fangen wir ganz unten an, beim Fundament. Wenn euer Homeserver mit Docker-Containern läuft, und das tun ja die meisten, dann liegen die ganzen wichtigen Daten eurer Container in sogenannten Volumes. Also die Datenbank von eurer Nextcloud, die Konfiguration von eurem Smart Home, die Einstellungen von 20 verschiedenen Diensten. Und die lassen sich einfach mit einem Tool sichern: docker-volume-backup. Das ist ein winziger Docker-Container, der gesellt sich einfach zu eurem bestehenden Setup dazu und sichert im Hintergrund eure Volumes weg.
Es gibt für die meisten Homeserver bzw. NAS-Systeme auch spezielle Lösungen. Also hier zum Beispiel für mein Unraid-System kann ich einfach AppData Backup aus dem App Store installieren und habe dann direkt hier grafisch alle wichtigen Einstellungen. docker-volume-backup funktioniert aber halt auf allen Homeservern, ist also eine Universal-Lösung und das Schöne: Ihr konfiguriert das komplett über eure docker-compose-Datei, also genau da, wo ihr eh alle eure anderen Docker-Container definiert habt. Ihr legt einen neuen Service an, nennen wir ihn Backup, gebt ihm das Image offen/docker-volume-backup und dann mountet ihr da einfach alle Volumes rein, die gesichert werden sollen.
Den Zeitplan macht ihr über einen ganz normalen Cron-Ausdruck. Ihr schreibt also in eure Config die Zeile BACKUP_CRON_EXPRESSION und als Wert den Cron-Ausdruck für 3 Uhr nachts, also eine 0, eine 3 und dann dreimal ein Sternchen. Und zack, läuft euer Backup jede Nacht um drei. Da seid ihr eh im Bett wahrscheinlich, da ist auf dem Server nichts los, perfekt.
Und jetzt kommt der Teil, der das Tool richtig clever macht und der euch vor einem ganz fiesen Anfängerfehler bewahrt. Stichwort: Datenkonsistenz. Stellt euch vor, docker-volume-backup fängt an, eure Nextcloud-Datenbank zu sichern und mittendrin schreibt die Datenbank gerade neue Daten rein. Was ihr dann sichert, ist so ein halbgarer Zwischenzustand, im Fachjargon ein „inconsistent backup“. Und das fällt euch halt erst auf, wenn ihr es wiederherstellen wollt und die Datenbank sich weigert zu starten.
docker-volume-backup löst das ganz elegant. Ihr packt einfach an den Container, der gesichert werden soll, ein kleines Label dran. Das heißt docker-volume-backup.stop-during-backup und ihr setzt das auf true. Und dann stoppt das Tool genau diesen Container kurz vor dem Backup, sichert in Ruhe das Volume und startet ihn danach automatisch wieder. Damit das funktioniert, müsst ihr dem Backup-Container noch den Docker-Socket reinreichen, also die Datei docker.sock, und zwar so, wie es ist.
Kleiner Hinweis für alle, die das besonders sauber machen wollen: Docker-Socket-Zugriff bedeutet im Prinzip Root-Zugriff auf den Host. Wer das einschränken will, der schaut sich mal Tecnativas docker-socket-proxy an, der lässt nur die API-Endpunkte durch, die das Backup-Tool auch wirklich braucht. Die paar Sekunden Downtime mitten in der Nacht kriegt eh keiner mit und dafür habt ihr dann garantiert saubere Daten.
Aber falls ihr eine Datenbank gar nicht stoppen wollt, geht das auch eleganter. docker-volume-backup kann nämlich auch Befehle ausführen, bevor das Backup losgeht. Ihr könnt also zum Beispiel sagen: „Mach mir kurz einen sauberen MySQL-Dump“ und sichert dann diesen Dump statt der rohen Datenbank-Dateien. Beide Wege führen zum Ziel.
Bleibt die Frage, wohin schreibt das Ding die Backups? Und da ist das Tool angenehm flexibel. Standardmäßig packt es eure Volumes in eine tar.gz-Archiv-Datei, also schön komprimiert, das kann lokal in einen Ordner gehen, auf ein Netzwerklaufwerk per NFS oder SMB oder, und das ist ziemlich nice, direkt in einen S3-kompatiblen Cloud-Speicher. Es kann sogar WebDAV, Dropbox oder Google Drive. Und alte Backups räumt es auf Wunsch auch gleich selbst, damit euch nicht nach drei Monaten die Platte überläuft. Dafür gibt es die Retention-Einstellung. Wer mag, lässt das Archiv direkt vom Tool auch per GPG verschlüsseln. Die ganze Dokumentation zu dem Tool verlinke ich euch unten in der Beschreibung.
Schritt 2: Heavy-Duty-Backup mit Restic und Kopia
Hier holen wir uns ein Backup, das richtig was kann. Bisher haben wir die Docker-Volumes gesichert, jetzt sichern wir wirklich alle Daten, die auf unserem Homeserver oder NAS gespeichert sind. Und bevor ich euch die zwei Tools gleich zeige, müssen wir ganz kurz über zwei Zauberwörter reden. Weil die beide Werkzeuge erst so genial machen: Deduplizierung und Snapshots.
Fangen wir mit Deduplizierung an. Stumpfe Backups wie unser tar.gz-Archiv von eben sichern jeden Tag alles komplett neu. Auch die 50.000 Fotos, die sich seit gestern kein Stück verändert haben. Also voll der Quatsch. Deduplizierung dreht das um. Die Tools zerlegen eure Daten in kleine Blöcke und speichern jeden einzigartigen Block nur ein einziges Mal. Wenn sich morgen nur eine einzige Datei ändert, landet auch nur dieser eine geänderte Block im Backup. Das spart viel Zeit und Speicherplatz.
Und dann Snapshots. Jedes Mal, wenn so ein Backup läuft, entsteht ein Snapshot, also ein eingefrorener Zustand eurer Daten zu genau diesem Zeitpunkt. Das Geniale: Weil dedupliziert wird, kostet euch jeder weitere Snapshot fast nichts extra, ihr könnt also problemlos hunderte Snapshots aufheben und jederzeit in der Zeit zurückreisen. Wie sah dieser Ordner am 3. März aus? Ein Befehl später seid ihr da.
So, und genau dieses Prinzip beherrschen unsere zwei Kandidaten für Schritt 2. Es ist im Kern dasselbe Konzept, nur die Verpackung ist komplett unterschiedlich. Fangen wir mit dem Tool an für die Terminal-Fraktion, Restic. Restic ist ein reines Kommandozeilen-Tool. Kein Fenster, keine Buttons, keine Klickibunti-Oberfläche, nur ihr und die Shell. Restic arbeitet mit einem sogenannten Repository. Das ist einfach der Ort, an dem eure Backups liegen. Das kann ein Ordner auf eurem NAS sein, eine zweite Festplatte, ein SFTP-Server oder S3. Ziemlich egal. Ihr legt das einmal an mit dem Befehl restic, dann der Pfad zum Repository und dahinter das Wort init.
Und jetzt kommt der wichtigste Punkt überhaupt und der Grund, warum ich Restic so mag: Restic verschlüsselt. Immer. Von Haus aus, es gibt gar keine Option, das Backup unverschlüsselt anzulegen. Beim Anlegen vergebt ihr ein Passwort und ab dann ist jedes einzelne Byte in eurem Repository mit AES-256 verschlüsselt. Das gilt zurzeit sogar noch als quantensicher. Das heißt, selbst wenn euch jemand die ganze Backup-Platte klaut oder euer Cloud-Anbieter gehackt wird, eure Daten sind dann nichts als Datenmüll für die. Riesig wichtig, gerade beim Homeserver finde ich.
Ein Backup zu machen ist dann schon fast langweilig einfach. Ihr tippt restic, den Pfad zum Repository, dann das Wort backup und dahinter die Ordner, die gesichert werden sollen. Beim ersten Mal dauert das, klar, da muss alles einmal durch, aber jeder weitere Lauf ist dann ziemlich schnell, weil Restic eben nur noch die Änderungen abgleicht. Eure ganzen Sicherungsstände seht ihr mit dem Befehl restic snapshots. Das ist eine schöne Liste mit Datum und Uhrzeit.
Und jetzt das Feature, das ich richtig feiere: Ihr gebt restic mount ein plus einen Ordner, in den gemountet werden soll. Und Restic hängt euch sein komplettes Repository als ganz normales Verzeichnis ins System ein. Ihr klickt euch da durch wie auf einem Netzlaufwerk: ein Ordner pro Snapshot, sucht euch die Datei von vor drei Wochen raus und zieht sie einfach raus. Kein kompliziertes Restore-Kommando, nichts, einfach Copy-Paste aus der Vergangenheit.
Restic ist also schnell, sicher, schlank und plattformunabhängig und Open Source. Der einzige Haken: Es ist und bleibt halt Kommandozeile. Ihr müsst euch das selber per Cron-Job oder mit einem kleinen Skript automatisieren und ihr müsst euch in der Shell wohlfühlen. Und genau für alle, die das nicht tun, kommt jetzt die Alternative:
Kopia ist technisch quasi der gleiche Schlag Tool wie Restic: clientseitige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit AES-256, Deduplizierung, dazu von Haus aus Komprimierung mit modernen Algorithmen wie zstd, Open Source. Aber, und das ist der ganze Witz, Kopia bringt eine richtige grafische Oberfläche mit, die KopiaUI. Und das fühlt sich einfach komplett anders an. Statt restic init zu tippen, klickt ihr hier im Fenster auf Repository erstellen und wählt aus einer langen Liste euer Speicherziel aus. Und diese Liste ist lang. Lokaler Ordner, ein Netzlaufwerk, SFTP, Google Drive, AWS S3, Backblaze B2 und so weiter. Ihr vergebt euer Passwort, fertig ist das Repository. Wenn ihr ein lokales Backup machen möchtet, dann müsst ihr beim Erstellen des Containers die Backup-Festplatte direkt angeben.
Backups laufen in Kopia über sogenannte Policies, also Regeln, und auch die klickt ihr euch einfach zusammen. Ihr sagt, sichere mir diesen Ordner und stellt mit ein paar Schiebereglern und Dropdowns ein, wann das passieren soll und wie viele Snapshots aufgehoben werden. Das ist exakt die Aufbewahrungslogik, die wir bei Restic mühsam als forget-Befehl eintippen mussten, nur eben als Häkchen.
Was ich an Kopia außerdem mag: die Ignore-Regeln. Es gibt ja immer Kram, den ihr nicht mitsichern wollt, irgendwelche Cache-Ordner, temporäre Dateien, dieser ganze Krempel. In Kopia legt ihr dafür ganz simpel Ausschlussmuster fest. Das hält euer Backup schön schlank und das Wiederherstellen genauso entspannt. Ihr klickt in der Oberfläche auf einen Snapshot, browst durch euren Ordner wie im normalen Dateimanager und holt euch raus, was ihr braucht. Die Zeitreise von Restic, nur eben mit der Maus.
Also die ganz ehrliche Einordnung zwischen den beiden: Eigentlich können beide praktisch das Gleiche und beide sind wirklich gut. Restic ist mein Tool, wenn ich Dinge sauber skripten und automatisieren will und eh schon im Terminal lebe. Kopia ist das Tool, das ich jedem empfehle, der einen Homeserver hat, aber kein Kommandozeilen-Nerd ist. Oder der das einfach in einer schicken Oberfläche im Blick behalten will. Nehmt das, womit ihr euch wohlfühlt.
Schritt 3: Das Offsite-Backup
Das Szenario, das wir jetzt abdecken, ist das unangenehmste von allen. Euer Haus brennt ab oder es wird eingebrochen und der ganze Server ist weg. In dem Fall sind ja alle Kopien, die brav nebeneinander zu Hause lagen, gleichzeitig futsch. Deshalb braucht eine davon einen anderen Ort. Und anderer Ort heißt für die meisten von uns die Cloud. Oder eben die Wohnung von euren Eltern, Freunden oder so.
Und das Tool dafür heißt Rclone. Rclone wird gerne als rsync für Cloud-Speicher beschrieben und das trifft es ziemlich gut. Es ist ein Kommandozeilenprogramm, dessen einziger Job es ist, Dateien zwischen eurem Rechner und über 70 verschiedenen Cloud-Anbietern hin- und herzuschaufeln. Backblaze B2, AWS S3, Wasabi, OneDrive, Dropbox, Google Drive, Mega, pCloud, eine andere Nextcloud, ganz normales WebDAV. Die Liste ist absurd lang.
Und ganz wichtig, damit ihr die Rolle von Rclone richtig versteht, Rclone ist nicht euer Backup-Tool. Rclone ist ein Logistik-Dienstleister. Das eigentliche Backup haben wir schon, das hat Restic oder Kopia in Schritt 2 gebaut. Rclones Job ist es, genau dieses fertige Backup zu nehmen und quasi aus dem Haus zu schaffen. Es ist quasi der Paketdienst für eure Daten. Eingerichtet wird das mit dem Befehl rclone config, das ist ein interaktiver Assistent, der euch Schritt für Schritt durch die Verbindung zu eurem Cloud-Anbieter führt.
Und jetzt der Punkt, der Rclone für den Homeserver so wertvoll macht und bei dem ihr unbedingt aufpassen müsst. Wenn ihr ein Backup zu irgendeinem Cloud-Anbieter schiebt, dann liegen eure Daten ab dann auf einem fremden Server. Also wollt ihr die verschlüsseln. Rclone hat dafür das Crypt-Remote. Damit legt ihr quasi eine Verschlüsselungsschicht über euren Cloud-Speicher. Ihr richtet euer Cloud-Ziel ein, in dem Fall hier habe ich mal meinen Google Drive verbunden, und dann packt ihr ein Crypt-Remote oben drauf. Ab dann verschlüsselt Rclone jede Datei lokal auf eurem Server, also schon bevor sie das Haus verlässt und erst die fertig verschlüsselten Brocken gehen hoch. Es verschlüsselt auf Wunsch sogar die Dateinamen und die Ordnerstrukturen mit. Beim Cloud-Anbieter liegt dann nur noch unlesbarer Datensalat. Das heißt aber auch, dass ihr euer Crypt-Passwort wirklich gut sichern müsst, denn ohne gibt es keinen Zugriff auf das Backup mehr.
Der eigentliche Upload ist dann fast schon unspektakulär. Ein einziger Befehl reicht aus: rclone sync, dann euer lokaler Backup-Ordner und dahinter euer Crypt-Ziel in der Cloud. Und Rclone gleicht dann euren lokalen Backup-Ordner mit der Cloud ab. Wieder gilt: Es überträgt nur, was sich geändert hat. Es ist extrem bandbreiteneffizient und falls eure Leitungen beim Upload nicht in die Knie gehen sollen, drosselt ihr das einfach mit der Option bwlimit, zum Beispiel auf 10 MB pro Sekunde. Den Befehl packt ihr wieder in einen nächtlichen Cron-Job und ab dann passiert das komplett von alleine.
So, jetzt haben wir alles. Aber ganz wichtig, testet das auch mal produktiv. Also probiert unbedingt mal eine Datei oder einen Docker-Container aus eurem Backup wieder in euer Produktivsystem einzuspielen, weil ein Backup, das ihr nicht ab und zu auch mal ausprobiert, ist irgendwie auch mehr Hoffnung als Sicherheit. Also zieht alle paar Monate mal eine Datei aus eurem Restic-Mount und spielt einmal einen Docker-Container aus dem Volume-Backup zurück. Das dauert 10 Minuten und ihr wisst, dass euer System wirklich funktioniert.
Und jetzt würde mich wirklich interessieren, wie sichert ihr euren Kram? Haben wir was übersehen? Seid ihr Team Restic, knallhart auf der Kommandozeile oder Team Kopia mit der schönen Oberfläche? Oder macht ihr noch gar nichts und habt jetzt beim Zuschauen so ein leicht flaues Gefühl im Magen bekommen? Auch völlig okay. Schreibt es einfach in die Kommentare und wenn ihr ein Backup-Setup habt, an das wir hier gar nicht gedacht haben, immer her damit.
Wenn euch das Video geholfen hat, dann lasst gerne ein Abo da, hört auch mal bei unserem Podcast rein, macht eure Backups, testet euren Restore und habt noch einen schönen Resttag. Tschüss!
c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.
(rum)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Das beste Headset für Büro & Homeoffice – Poly vor Jabra & Logitech
Im Büro oder Homeoffice sollen Bluetooth-Headsets die Arbeit durch guten Sound und praktische Funktionen unterstützen. Wir zeigen die zehn besten Exemplare.
Für die Arbeit im Büro und im Homeoffice sind Bluetooth-Headsets ideal. Egal, ob für ein Telefonat mit einem Kunden oder für das nächste Teams-Meeting – ein Headset erleichtert die Online-Kommunikation. Die Wahl des richtigen Modells hängt dabei nicht nur von der Soundqualität der Lautsprecher und der Aufnahmequalität des Mikrofons ab. Tragekomfort und Funktionsumfang spielen eine ebenso große Rolle.
Wer nur an einem Meeting pro Tag teilnimmt und sonst wenig telefoniert, dürfte mit den meisten Headsets problemlos zurechtkommen. Telefoniert man jedoch viel, sollte das Headset auch nach längerer Zeit noch bequem auf dem Kopf sitzen. Funktionen wie ANC, die gleichzeitige Verbindung von Smartphone und PC sowie die Trageerkennung über Sensoren im Headset können den Arbeitsalltag zudem bereichern und erleichtern. Ein ausdauernder Akku oder die Möglichkeit des Schnellladens sind bei Vielnutzung ebenfalls ungemein wichtig.
In unserer Bestenliste zeigen wir die zehn besten Bluetooth-Headsets und erklären, worauf es bei einem guten Bluetooth-Headset ankommt.
Welches ist das beste Bluetooth-Headset?
Unser Testsieger ist das Poly Voyager Focus 2 UC für 136 Euro. Es überzeugt mit einer Mischung aus gutem Sound, nützlichem Zubehör und einer hervorragenden Verarbeitung. Praktische Funktionen wie das sowohl links als auch rechts verwendbare Mikrofon oder die Trageerkennung machen es zudem flexibel einsetzbar.
Als Technologiesieger geht das Jabra Evolve 3 85 ab 359 Euro hervor. Das äußerst hochwertige und bequeme Headset besticht durch sein verstecktes Mikrofon, Top-ANC und einen astreinen Klang. Dank der App passt man den Sound und die Funktionen auf die eigenen Arbeitsanforderungen an.
Der Preis-Leistungs-Sieger ist das Jlab Epic Work für 100 Euro. Es bringt bis zu 90 Stunden Akkuleistung, ANC, solide Soundqualität und eine Ladestation mit, die auch als USB-Hub verwendet werden kann.
Welches Headset hat den besten Klang?
Im beruflichen Einsatz zählt beim Klang vor allem eines: Das Gegenüber muss in Telefonaten und Videokonferenzen klar und verständlich zu hören sein. Während das mit allen Headsets möglich ist, die wir im Rahmen dieser Bestenliste getestet haben, sticht besonders unser Technologiesieger Jabra Evolve 3 85 mit seinem erstaunlich guten Sound hervor. Er überzeugt sogar beim Musikhören und Videoschauen durchweg und kann dank Equalizer per App weiter angepasst werden.
Bei der Sprachqualität des Mikrofons überzeugen ebenfalls die beiden Jabra-Evolve-3-Modelle am meisten. Sie zeichnen unsere Stimme trotz des Verzichts auf einen dedizierten Mikrofonarm ohne Rauschen klar und verständlich auf. Auch das Jlab Epic Work, unser Preis-Leistungs-Sieger, liefert eine solide Sprachqualität ab. Wichtig ist hier auch immer eine brauchbare Geräuschunterdrückung. Gerade in belebten Großraumbüros kann es gerne mal etwas lauter werden und im Gespräch mit dem Kunden nicht nur stören, sondern auch unprofessionell wirken.
Was macht ein gutes Headset für Büro und Homeoffice aus?
Neben Klang- und Sprachqualität ist vor allem auch der Tragekomfort wichtig. Je nach Job trägt man das Headset mehrere Stunden am Stück und möchte nicht alle paar Minuten die Kopfhörer verschieben, um unangenehme Druckstellen zu vermeiden. Neben weichen Polstern tragen auch das Gewicht, die Klemmstärke des Kopfbands und eine höhenverstellbare Halterung zum Tragekomfort bei. Lassen sich die Ohrmuscheln vollständig nach innen rotieren, kann man das Headset auch bequem um den Hals tragen.
Funktionen wie ANC (Active Noise Cancelling), Sidetone und Hearthrough können für die Arbeit unglaublich praktisch sein, spiegeln sich aber auch im Preis wider. Mit ANC blendet man Hintergrundgeräusche aus, was vor allem in Konzentrationsphasen hilfreich ist. Das Feature wirkt sich allerdings auch stärker auf den Akkuverbrauch aus.
Hearthrough ist vor allem bei Over-Ear-Kopfhörern nützlich, da man deutlich besser die Außengeräusche wahrnimmt. So kann man sich mit Kollegen unterhalten, ohne das Headset abnehmen zu müssen. Sidetone spielt hingegen die eigene Stimme beim Sprechen über die Kopfhörer ab, wodurch man ein besseres Gefühl für die eigene Lautstärke bekommt.
Vieltelefonierer sollten zudem auf einen starken Akku Wert legen oder ein Headset wählen, das man auch per Kabel am PC verwenden kann. Nützliches Zubehör wie Ladestationen sind hilfreich, wenn man das Headset beispielsweise über die Nacht aufladen möchte. Manche Headsets unterstützen auch Schnellladen, wodurch bereits wenige Minuten Ladezeit mehrere Stunden Akkulaufzeit ermöglichen.
Was ist der Unterschied zwischen Headset und Headphone?
Als Headphones bezeichnet man Kopfhörer, die primär dem Medienkonsum dienen. Sie sind entweder als In-Ear- oder Earbud-Variante ausgeführt oder werden als On-Ear- und Over-Ear-Modelle über ein Kopfband verbunden auf dem Kopf getragen. Headsets ergänzen dieses Konzept um ein integriertes Mikrofon und eignen sich dadurch auch für die Online-Kommunikation im beruflichen wie privaten Umfeld. Bei den meisten Modellen sitzt das Mikrofon an einem fest verbauten oder abnehmbaren Arm.
Sowohl Headphones als auch Headsets kommen entweder mit On-Ear- oder Over-Ear-Polstern. On-Ear-Polster liegen dabei auf dem Ohr, während Over-Ear-Polster das Ohr umschließen. Wir bevorzugen die Over-Ear-Variante, da sie vor allem bei längerem Tragen für uns deutlich bequemer ist. Der Nachteil: Sie schirmen Außengeräusche viel stärker ab, was für die Arbeit nicht immer von Vorteil ist.
Eine Sonderrolle nehmen monaurale Headsets ein. Sie verfügen nur über eine einzige Ohrmuschel. Viele gängige Stereo-Headsets gibt es häufig in einer zusätzlichen Ausführung als monaurale Variante.
Der Vorteil eines monauralen Headsets: Man bekommt die Umgebung besser mit, falls man beispielsweise im Büro oder zu Hause im Homeoffice ansprechbar sein will. Zudem dürfte die Mono-Variante für viele deutlich angenehmer zu tragen sein bei sehr langen Telefonkonferenzen. Dieser Vorteil kann aber schnell zum Nachteil werden, denn man bekommt viel von der äußeren Geräuschkulisse mit. Musikhören nur mit einer Ohrmuschel macht auch keinen Spaß ohne Stereo-Sound. Ein monaurales Headset bietet sich vorwiegend für Personen an, die nebenbei mit anderen Kollegen oder Familienmitgliedern interagieren müssen – sei es zu Hause oder in einem Großraumbüro. Wer mehr Ruhe bei einer Videokonferenz will, sollte zu einem Stereo-Headset greifen.
In-Ear-Kopfhörer oder auch Earbuds zeichnen sich hingegen dadurch aus, dass man sie im Ohr trägt. Der Treiber führt den Schall direkt in den Gehörkanal hinein. Zwar verfügen sie heutzutage ebenfalls über Mikrofone, doch durch den größeren Abstand zum Mund nehmen diese auch deutlich mehr Umgebungsgeräusche auf – für den Büroeinsatz ist das nicht immer ideal. Die besten günstigen In-Ear-Kopfhörer zeigen wir in unserer Bestenliste.
Kann man ein Headset an jedes Telefon anschließen?
Für die Verbindung mit einem Bluetooth-Headset muss das Endgerät natürlich ebenfalls über Bluetooth verfügen. Moderne Laptops und Smartphones sind dazu normalerweise immer in der Lage. Je nach Headset liefert der Hersteller zudem auch einen USB-Funk oder USB-Bluetooth-Dongle mit. Der bietet nicht nur eine stabilere Verbindung als rein über Bluetooth, sondern ermöglicht so auch älteren Computern, sich mit dem Headset zu verbinden.
Manche Headsets unterstützen die zeitgleiche Verbindung mit zwei oder mehreren Geräten, Multipoint genannt. Dadurch kann das Headset am Smartphone und parallel am PC genutzt werden. So lassen sich etwa Anrufe auf dem Smartphone über das Headset annehmen, während man weiterhin mit dem PC verbunden bleibt. Moderne Headsets unterstützen teilweise auch Google Fast Pair, wodurch die Einrichtung mit dem Android-Smartphone auf nur einen Klick reduziert wird.
Welches ist das beste Headset zum Zocken?
Die Anforderungen an ein Gaming-Headset sind deutlich höher als an ein reguläres Business-Headset. Während Bluetooth für den Einsatz im Büro ausreicht, ist die Latenz vieler Bluetooth-Verbindungen für anspruchsvolle Spiele häufig zu hoch, weswegen hier auf eine 2,4-GHz-Funkverbindung gesetzt wird. Auch die verminderte Sound- und Sprachqualität, die Bluetooth im Vergleich zur Funk- oder Kabelverbindung mit sich bringt, ist hier ein Ausschlusskriterium. Gerade für kompetitive Online-Spiele ist ein klarer und verzögerungsfreier Sound essenziell, um etwa Schritte der Gegner oder andere Soundeffekte orten und registrieren zu können.
Fazit
Bluetooth-Headsets für Büro und Homeoffice müssen mehr leisten als nur guten Klang und eine solide Sprachübertragung: Sie sollten auch nach mehreren Stunden noch bequem sitzen. Zusatzfunktionen wie ANC, Equalizer, Trageerkennung oder eine mitgelieferte Ladestation sind nicht für jeden ein Muss, machen den Arbeitsalltag aber merklich angenehmer.
Auch hier gilt: Wer mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt einen größeren Funktionsumfang, mehr Komfort und eine bessere Qualität. Unser Testsieger ist das Poly Voyager Focus 2 UC, der Technologiesieger ist hingegen das Jabra Evolve 3 85. Als Preis-Leistungs-Sieger hat sich das Jlab Epic Work herausgestellt.
Künstliche Intelligenz
US-Behörden sorgen sich um wachsenden „Anti-Tech-Extremismus“
US-Sicherheitsbehörden nehmen technikkritische Bewegungen unter Beobachtung und warnen intern vor einem wachsenden „Anti-Tech-Extremismus“. Das geht aus internen Unterlagen verschiedener Behörden wie des US-Heimatschutzministeriums oder der Bundespolizei FBI hervor, über die das US-Magazin Wired berichtet. Demnach herrscht in Sicherheitskreisen etwa die Sorge, dass die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) schwerwiegende gesellschaftliche Konsequenzen haben könnte.
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Angst vor „Unruhen“
So heißt es laut Wired in einem Papier einer New Yorker Anti-Terror-Einheit: „Die chaotische Atmosphäre, die in den nächsten fünf Jahren durch die sich rasch entwickelnde KI-Technologie entstehen könnte, könnte zu weiträumigen Protesten führen, die in Unruhen und gewalttätige extremistische Aktivitäten gegen die Technologie ausarten, insbesondere in großen Ballungsräumen wie New York City.“
Dabei geraten neben radikalen Kritikern offenbar auch Protestveranstaltungen und öffentliche Versammlungen in den Fokus der Behörden. So seien Demonstrationen gegen Tesla in den Dokumenten erwähnt worden. Laut dem Bericht haben verschiedene „Fusion Center“, die in den USA der Koordination zwischen Bundesbehörden und lokalen Sicherheitsbehörden dienen, auch über technikkritische Äußerungen bei öffentlichen Sitzungen von Gemeinderäten oder Schulverwaltungen berichtet. Auch ein Informationsvideo einer Non-Profit-Organisation, das über negative Folgen von Datenzentren sprach, sei in einem früheren Sicherheitsbericht markiert worden.
Überwachung durch Dienstleister
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Dabei bebachten nicht nur Sicherheitsbehörden diese neue Spielart des mutmaßlichen Extremismus, sondern laut dem Bericht auch von privatwirtschaftlichen Firmen, die im Auftrag des Staates zum Beispiel Social Media überwachen und für Sicherheitszwecke auswerten. So habe ein Unternehmen über Aktivitäten auf einem Discord-Server berichtet, auf dem zur Gewalt gegen Tech-CEOs und Kraftwerke aufgerufen worden sei.
(rie)
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