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Künstliche Intelligenz

Eon dringt auf Pflicht für Smart Meter in allen Haushalten


Deutschlands größter Energiekonzern Eon hat sich für eine Verpflichtung von Netzbetreibern ausgesprochen, alle Haushalte mit intelligenten Stromzählern auszustatten. „Hätte ich einen Wunsch frei, wäre es ein verpflichtender Rollout von Smart Metern in Deutschland“, sagte Eon-Vertriebsvorstand Marc Spieker im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa und der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX in Essen. Eon ist Deutschlands größter Verteilnetzbetreiber.

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Smart Meter messen alle 15 Minuten den Stromverbrauch eines Haushalts und übermitteln die Daten an die Netzbetreiber und Energielieferanten. Mit solchen intelligenten Messsystemen können Haushalte genau sehen, zu welcher Tageszeit sie wie viel Strom verbraucht haben. Haben Verbraucher einen speziellen Stromtarif abgeschlossen, können sie etwa den Betrieb einer Waschmaschine oder das Laden eines E-Autos in Zeiten mit viel Sonnen- und Windenergie legen, in denen Strom günstiger ist. Zugleich können Netzbetreiber mit den Daten ihr Netz besser steuern.

Bislang sind Netzbetreiber nur unter bestimmten Bedingungen zur Umrüstung bei privaten Kunden verpflichtet, etwa wenn in den Haushalten eine Wärmepumpe oder eine größere Sonnenstromanlage angeschlossen wurde. In Europa hinkt Deutschland daher bei der Umrüstung weit hinterher: Während in vielen Ländern die Smart-Meter-Quote bereits bei 80 Prozent und mehr liegt, waren es in Deutschland Ende September 2025 nur knapp 4 Prozent – das entspricht gut zwei Millionen Geräten.

Dem Eon-Vorstandsmitglied ist das zu wenig: „Das geht zu langsam und das geht auch viel zu lasch. Dass die Netzbetreiber, die immer noch nicht vorankommen, nicht auch einfach mal sanktioniert werden, das ist nicht in Ordnung“, sagte Spieker. So sollten bei einer zukünftigen Smart-Meter-Pflichtausrüstung zu langsame Netzbetreiber nach einem Jahr das Recht verlieren, in ihrem Netzgebiet die Zähler auszuwechseln. Andere Unternehmen könnten dies dann übernehmen. Bis zum Jahresende 2025 hatte Eon nach eigenen Angaben hierzulande fast eine Million Geräte verbaut.

Spieker sieht viele Vorteile durch Smart Meter. „Dort, wo wir im Viertelstundenrhythmus unseren Kunden ihren Verbrauch nennen können, können wir ihm ganz andere Lösungen anbieten.“ So gebe es in Großbritannien einen bestimmten Tarif, bei dem der Strom am späten Nachmittag mehr und sonst weniger koste. Die Kundinnen und Kunden hätten sich darauf eingestellt und sparten jetzt pro Monat im Schnitt fünf bis zehn Euro. „Das ist für viele Kunden megarelevant. Und das bringt die Leute dazu, ihren Verbrauch sinnvoll zu verschieben.“

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Als anderes Beispiel nannte Spieker flexible Ladetarife für Elektroautos. „Wir können auch Optimierung anbieten, wenn ein Haushalt eine Photovoltaik-Anlage hat.“ Wenn ein Energiespeicher vorhanden sei, könne man darlegen, was die Kunden damit alles machen könnten.

Spieker verantwortet im Eon-Vorstand sowohl das Geschäft mit Privat- als auch mit größeren Kunden. In diesem bündelt Eon Großprojekte mit der Industrie und Kommunen wie etwa die Entwicklung von Wärmenetzen.

Zwar gibt es in Deutschland keine Umrüstpflicht für alle Kunden. Seit Anfang 2025 hat aber jeder Haushalt das Recht, einen Smart Meter zu beantragen. Der jeweils lokal zuständige Netzbetreiber hat dann vier Monate Zeit, diesen einzubauen. Die Kosten bei einem freiwilligen Einbau tragen die Verbraucherinnen und Verbraucher. Bei Mietobjekten muss der Vermieter zuvor um Erlaubnis gefragt werden.

Eon ist Deutschlands größter Energieversorger mit hierzulande zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Gaslieferverträgen. In Deutschland ist das Unternehmen über zahlreiche Tochtergesellschaften außerdem der größte Strom-Verteilnetzbetreiber mit einem Anteil von rund einem Drittel der Netzlänge.


(afl)



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BMW verkauft weniger Autos in den USA: Elektroautos belasten Bilanz


BMW hat auf dem wichtigen US-Markt im ersten Quartal weniger Autos verkauft. Der Absatz der Stammmarke BMW sank im Jahresvergleich um 3,9 Prozent auf 84.231 Autos, wie das Unternehmen heute in Woodcliff Lake (New Jersey) mitteilte. Bei der Kleinwagenmarke Mini gab es ein Minus von 10,2 Prozent auf 6.261 Pkw. Die Ergebnisse hätten die Trends am Markt widergespiegelt, sagte US-Chef Sebastian Mackensen laut Mitteilung. Gemessen daran habe sich BMW im Vergleich mit dem Gesamtmarkt gut geschlagen.

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Vor allem Elektro- und Hybridautos gerieten unter Druck. Die Verkäufe von elektrifizierten Autos – also batteriebetriebene (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) sackten um die Hälfte auf weniger als 10.000 Fahrzeuge ab. Auf dem US-Markt haben Elektroautos derzeit einen schweren Stand. US-Präsident Donald Trump hatte Subventionen für elektrische Antriebe gestrichen und Abgasregeln geändert. Das ließ die Nachfrage einbrechen.

Die stark in den USA vertretenen großen Hersteller Stellantis, Ford und General Motors steuerten daraufhin in ihrer Elektroautostrategie um und wurden von milliardenschweren Abschreibungen belastet.

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(fpi)



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Artemis-Mission: Apple Immersive beim Start zum Mond


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Auf ihrem aktuellen Weg zum Mond hat die Crew der Artemis-2-Mission zwar leider keine Blackmagic-Stereokameras dabei. Doch dank einer Kooperation mit der Firma Cosmic Perspective soll es zumindest ein hochauflösendes 3D-Video vom Start für Apple Immersive Video geben. Das bestätigte das auf das Filmen von Weltraummissionen spezialisierte Unternehmen laut Apple Insider.

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Auf X war in einem Video zu sehen, wie die ersten Blackmagic-Kameras aufgebaut wurden. Dabei handelt es sich offenbar um die 30.000 US-Dollar teuren URSA-Cine-Immersive-Geräte. Man habe gerade eine „erste Runde“ der Artemis-Kameras platziert. Es sollten aber noch weitere aufgebaut werden. Cosmic Perspective arbeitet dabei mit der NASA zusammen, hat also Zugang zu speziellen Flächen.

Unklar ist noch, wann die 180-Grad-Aufnahmen zu sehen sein werden. Apple selbst hat bislang noch keine Angaben gemacht. Neben Spatial Video wurden auch 3D-Tonaufnahmen gemacht, hieß es. So soll es möglich werden, den Artemis-2-Start möglichst realistisch nachvollziehen zu können. Die Mission dauert insgesamt 10 Tage und führt erstmals seit Jahrzehnten Menschen wieder zu einer Mondumrundung.

Apple versucht seit Längerem, Nutzer über sein Apple-Immersive-Video-Format zur Vision Pro zu locken. Die URSA zeichnet mit 8160 x 7200 Bildpunkten pro Auge sowie einer Bildwiederholrate von 90fps auf. Apple vertreibt dann vor allem Kurzfilme, unter anderem von spektakulären Klettertouren, Parcours-Veranstaltungen, Tieraufnahmen und mehr. Zuletzt hatte der Konzern auch begonnen, Baskettballspiele der L.A. Lakers zu übertragen. Ganze Spielfilme in Apple Immersive Video gibt es bislang aber noch nicht.

Zu finden sind die Apple-Immersive-Video-FIlme über die TV-App auf dem Headset. Sie sind kostenlos verfügbar. Über Apples Filmeladen lassen sich auch 3D-Streifen in voller Länge erwerben. Diese haben allerdings eine wesentlich geringere Auflösung als die 8K, die Apple-Immersive-Video anbietet. Die Vision Pro sucht immer noch nach einer „Killer-App“. Das Anschauen von Filmen gilt als eine der beliebtesten Anwendungen. Das Headset wird immer noch nur von Apple selbst vertrieben und kostet mindestens 3700 Euro.

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(bsc)



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Essen setzt Uber-Mindestpreise nach Gerichtsentscheid aus


Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen hat die Stadt Essen ihre Mindestpreis-Vorgaben für Taxi-Konkurrenten wie Uber oder Bolt ausgesetzt. Die Stadt halte die Hinweise des Gerichts für nachvollziehbar und werde ihre Verfügung überarbeiten, teilte sie mit. Bis zur Überarbeitung werde die Regelung vorläufig nicht mehr angewendet.

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Mit den seit Jahresbeginn eingeführten Preisvorgaben hatte die Stadt Essen die Taxi-Branche schützen wollen, die sich bundesweit gegen den Druck durch Mietwagen-Konkurrenz wie Uber und Bolt zur Wehr setzt. Dagegen hatten eine Mietwagen- und eine Vermittlungsgesellschaft geklagt.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte dem Eilantrag in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss stattgegeben. Die Essener Regelung sei in ihrer derzeitigen Form nicht rechtmäßig. Die Kammer bemängelte, dass die Stadt ihre Regelung nicht eindeutig genug formuliert habe.

Durch die Entscheidung im Eilverfahren wurden die Mindestpreise für Fahrten mit Uber und Bolt in Essen aber nicht generell aufgehoben, wie das Gericht betont hatte. Der noch nicht rechtskräftige Beschluss galt zunächst nur für die beiden Antragsteller, die vor Gericht gezogen waren. Mit der Entscheidung der Stadt werden die Mindestpreis-Vorgaben nun für alle Uber- und Bolt-Fahrer im Stadtgebiet bis auf Weiteres nicht durchgesetzt.

Mit den Mindestpreisen will die Stadt Essen die Taxi-Branche vor einem ruinösen Wettbewerb schützen. Fahrten, die über Mobilitäts-Apps wie Uber und Bolt gebucht werden, dürfen seit dem Jahreswechsel nicht mehr sehr viel günstiger sein als eine Fahrt mit dem Taxi. Maximal sieben Prozent Rabatt auf den Taxi-Preis sind für spontane Fahrten mit Uber und Co. noch erlaubt. Ein anhaltender Preiskrieg zwischen Taxiunternehmen und Mietwagenfirmen sorgt bundesweit für ähnliche Debatten.

Doch die Regelung der Stadt Essen sei zu unbestimmt, bemängelten die Richter. Vor allem bleibe unklar, wie der Mindestpreis berechnet werden müsse, wenn eine Fahrt über die Essener Stadtgrenze hinausführt. Außerdem überschreite die Stadt Essen ihre Kompetenzen, wenn sie einen Mindestpreis für eine Fahrt in eine andere Stadt festlegen wolle.

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Der Wettbewerb zwischen Taxis und der immer größeren Zahl an Mietwagenfahrern sorgt in vielen Städten für Streit. Taxis sind an einen von der Stadt festgelegten Tarif gebunden und zählen zum öffentlichen Personenverkehr, für den das Personenbeförderungsgesetz klare Auflagen wie die Betriebs- und Tarifpflicht vorsieht – denn Taxi-Unternehmen müssen zum Beispiel jede auch noch so kurze Fahrt annehmen und auch betrunkene Fahrgäste an ihr Ziel bringen.

Das gilt für die privaten Mietwagenfahrer nicht. Sie bieten ihre Fahrten über Apps wie Uber und Bolt an – und unterbieten die Preise der Taxis nicht selten um 30 bis 40 Prozent.

Essen ist nach Angaben des Bundesverbands der Mietwagenfahrer „Wirfahren“ die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die den privaten Fahrern Mindestpreise vorschreibt, um die Taxi-Branche zu schützen. Auch bundesweit sind solche Modelle bislang die Ausnahme. Entsprechend groß war der Widerstand der Mietwagenfahrer gegen die Mindestpreise.

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(nen)



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