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Sicherheits­lücke in Wechsel­richtern: Hoymiles verspricht Update bis Ende August


Nachdem der CCC vor wenigen Tagen öffentlich auf Sicherheitslücken in Wechselrichtern für Balkon- und Dachsolaranlagen des chinesischen Unternehmens Hoymiles hingewiesen hatte, reagiert das Unternehmen und stellt ein Firmware-Update in Aussicht. Gleichzeitig erklärt Hoymiles, es seien weniger Wechselrichter betroffen.

Betroffene Wechselrichter seit 2023 nicht mehr verkauft

Laut Hoymiles betrifft die vom CCC veröffentlichte Sicherheitslücke, die durch die Stellungnahme indirekt bestätigt wird, nur Mikro-Wechselrichter der HM-Serie, die seit August 2023 zudem gar nicht mehr vertrieben werden würden. Das aktuelle Produktportfolio des Herstellers sei von der vom CCC genannten Sicherheitslücke nicht betroffen, so Hoymiles gegenüber dem pv magazine. „Wir haben Kenntnis von dem vom Chaos Computer Club veröffentlichten Bericht. Cybersicherheit hat bei Hoymiles höchste Priorität, und wir nehmen alle sicherheitsrelevanten Meldungen ernst“, so Hoymiles weiter. Dass der Vertrieb vor rund 3 Jahren eingestellt wurde, ist bei Geräten, die geplant 20 Jahre lang betrieben werden, allerdings kein Trost.

Firmware-Update bis Ende August

Gleichzeitig stellt Hoymiles ein Firmware-Update für betroffene Wechselrichter der HM-Serie bis Ende August in Aussicht. Geplant sei derzeit die Veröffentlichung am 30. August. Durch das Firmware-Update soll eine AES-128-CBC-Verschlüsselung für die Kommunikation eingeführt werden und vor der Veröffentlichung werde man das Update einer Cybersicherheitsprüfung gemäß RED EN 18031 unterziehen. Alle aktuellen Produkte auf dem Markt würden diese EU-Funkgeräterichtlinie bereits vollständig einhalten. Wie sich das Update auf die Steuerung über OpenDTU auswirkt, bleibt vorerst offen. „Alle im Einsatz befindlichen Wechselrichter der HM-Serie arbeiten weiterhin normal. Kunden müssen ihre Anlagen nicht abschalten oder Geräte austauschen“, so Hoymiles in einem Statement gegenüber pv magazine.

Frühzeitig oder spät reagiert?

Der CCC hatte öffentlich gemacht, dass die Sicherheitsschlüssel der Hoymiles-Wechselrichter durch einen geheimen Befehl von jedem in der Umgebung abgefragt werden können, wodurch anschließend eine Kommunikation und Steuerung mit dem Wechselrichter möglich ist, die auch das Aufspielen einer veränderten Firmware ermögliche. Nicht ganz klar ist, wann Hoymiles diese Sicherheitslücke tatsächlich bekannt war und man reagiert hat. Während der CCC berichtet, dass sich der Hersteller „taub gestellt“ habe, weshalb man die Lücke öffentlich gemacht habe, erklärt Hoymiles, dass man „unmittelbar“ nach Bekanntwerden einen internen Reaktionsprozess aktiviert und eine Taskforce eingerichtet habe. Ob dies nach Kontaktaufnahme durch den CCC oder die medienwirksame Veröffentlichung der Fall war, bleibt offen. Wie Hoymiles erklärt, habe man auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert und über die geplanten Schritte in Kenntnis gesetzt.



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DRAM-Ausbaupläne im Detail: Viel zusätzliche Kapazität bis 2030 ist dennoch nicht genug


Die DRAM-Hersteller rüsten massiv auf. Geplant sind umfangreiche Kapazitäts­erweiterungen bis 2030, aber selbst diese werden wohl nicht ausreichen. Laut Aussagen von SK Hynix frage die Kundschaft aktuell effektiv nach der fünffachen Menge des heutigen Stands, aber bis 2030 wird man sie maximal verdoppeln können. Die Details.

Zusätzliche DRAM-Kapazität kommt nicht über Nacht

Kaum ein Thema ist aktuell so präsent wie Speicher. Überall wird er benötigt, aber wenn man ihn denn überhaupt bekommen kann, ist er teuer. Das Angebot ist viel zu gering für die Nachfrage, entsprechend hoch sind die Preise. Und das wird sich auch auf absehbare Zeit nicht ändern, sodass einige Analysten aktuell raten, lieber jetzt noch zuzugreifen, statt zu warten, denn im kommenden Jahr und vermutlich auch noch Anfang 2028 wird die Situation wohl noch schlimmer sein als jetzt. Erste zusätzliche Kapazität wird frühestens 2028 online gehen. Ehe diese jedoch im Markt spürbar ankommt, vergeht noch einmal viel Zeit. Ohnehin hängt vieles davon ab, wie viele zehntausend Wafer pro Monat es werden, um nicht nur den sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein darzustellen.

Genau so, gefühlt kleckerweise, wird der Ausbau vonstatten gehen. Kein Speicherhersteller verdoppelt seine Kapazität innerhalb von ein bis zwei Jahren, dafür braucht es eher vier bis fünf Jahre. Genau diese Marschrichtung hatten Samsung und SK Hynix als Marktführer zuletzt noch einmal klargestellt. Ein Analyst von Citrini hat versucht, die Entwicklung zusammenzufassen.

Gemäß den vorliegenden Daten haben die großen Speicherhersteller Samsung, SK Hynix, Micron und CXMT zum Ende dieses Jahres eine Kapazität von insgesamt rund 2 Millionen Wafern im Monat für die DRAM-Fertigung. Bis Ende 2030 könnte diese Zahl auf 4,8 Millionen Wafer im Monat anwachsen. Diese Zahl inkludiert alle Fertigungsstufen von D1a, D1b, D1c bis D1d und stellt nur die theoretische maximale Kapazität vor Yield und Zuweisung dar. Gerade durch diese Faktoren kann das, was letztlich als Chip mit einer gewissen Kapazität im Markt ankommt, als Menge deutlich abweichen.

CXMT hat viel Kapazität, aber …

Dass CXMT bereits fast zu Micron aufgeholt hat, ist auf den ersten Blick überraschend, doch das eine Unternehmen (CXMT) fertigt nur DRAM, während Micron auch alle anderen Speicherarten produziert. Mit einer auf den ersten Blick vergleichsweise geringen DRAM-Kapazität sowie den anderen Bereichen hat Micron zuletzt eine Quartalsgewinn von 26 Milliarden US-Dollar erzielt.

CXMT wiederum steht laut aktuellem Bericht der Financial Times bei bestenfalls 4,8 Milliarden US-Dollar, Module mit CXMT-Chips sind dabei im Handel aber kaum günstiger*.

Zwischen theoretischen Kapazitäten, Technologien, Ausbeute und letztlich Verkäufen mit Gewinn klafft im Vergleich zu den westlichen Herstellern noch eine große Lücke. Ein Börsengang von CXMT könnte laut Reuters aber bereits am 15. Juli erfolgen und zusätzliches Geld in die Kasse spülen.

DRAM-Kapazität Ende dieses Jahres (Prognose)
DRAM-Kapazität Ende dieses Jahres (Prognose) (Bild: X)

Massiver Ausbau in den kommenden fünf Jahren

Samsung und SK Hynix fführen bei den westlichen Herstellern den Ausbau an. In China übernimmt die kombinierte Kraft von CXMT, YMTC, Swaysure, JHICC und eventuell noch weiteren Unternehmen. Der Staat zwingt CXMT und seine Partner dazu, die Grundlagen auch anderen Herstellern zur Verfügung zu stellen, damit schnell Speicher primär für die eigenen Bedürfnisse gebaut werden kann. Im besten Fall könnte diese kombinierte Kraftanstrengung die Menge Speicher hervorbringen, die Samsung Ende 2030 produziert. Bei Samsungs Ausbauplänen spielt wiederum mit hinein, dass vermutlich rund ein Drittel für NAND genutzt wird.

Samsungs DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose)
Samsungs DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose) (Bild: X)
SK Hynix' DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose)
SK Hynix‘ DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose) (Bild: X)
Microns DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose)
Microns DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose) (Bild: X)
Chinas DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose)
Chinas DRAM-Kapazität im Jahr 2030 (Prognose) (Bild: X)

Viele Fragezeichen bei China bleiben – aber sie kommen

Ein großes Fragezeichen steht in China zudem über der verwendeten Technologie. Bisher wurden primär westliche Tools genutzt, nun müssen lokal gefertigte Maschinen übernehmen und sollen dies ab 2027 und 2028 auch verstärkt tun. Dies wiederum hat jedoch große Auswirkungen auf den tatsächlichen Durchsatz und die Ausbeute und lässt dementsprechend sehr viel Spielraum für die am Ende tatsächlich gelieferten Bits in den Markt. Da Geld bei derart wichtigen Projekten für das Land aber quasi keine Rolle spielt, dürften zusätzliche Anlagen dies ausgleichen.

HBM braucht eine viel größere Wafermenge

Viel hängt auch davon ab, wie sich der Markt für HBM entwickelt. HBM3 benötigt aufgrund größerer Dies, TSVs und eines breiteren Interfaces bereits dreimal so viel Silizium für die gleiche Menge an Bits wie DDR5. Bei HBM4E steigt das Verhältnis schon auf 4:1, erklärte Micron vor über einem Jahr. Mit HBM5 dürfte es noch weiter ansteigen, ein Teil der neuen Kapazität wird am Ende also bereits dafür gebraucht, um die gleiche Menge Bits nur für schnelleren HBM zu produzieren. Mehr Chips kommen so effektiv nicht in den Markt.

HBM3E consumes three times the amount of silicon compared to D5 to produce the same number of bits. Looking ahead, we expect the trade ratio to increase with HBM4, and then again with HBM4E when we expect it to exceed 4 to 1. This sustained and significant increase in silicon intensity for the foreseeable future contributes to tightness for industry leading edge node supply and constrains capacity for non-HBM products.

Micron

Selbst 2030 fehlt noch viel Kapazität

Am Ende sieht die Prognose für das Jahr 2030 nicht rosig aus. Denn selbst mit allen Ausbauten könnten nach bisherigen Daten nur 76 Prozent des prognostizierten Bedarfs gedeckt werden. Da zuletzt die Prognosen zudem eher noch schlechter wurden, könnte die Lücke noch größer werden. Ohnehin bleibt abzuwarten, ob all diese Prognosen zutreffen werden und wie sich der Markt tatsächlich entwickeln wird.

Die Kapazität deckt 2030 nur 76 Prozent des Bedarfs
Die Kapazität deckt 2030 nur 76 Prozent des Bedarfs (Bild: X)

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Public Betas: Jedermann kann jetzt iOS 27 und mehr ausprobieren


Public Betas: Jedermann kann jetzt iOS 27 und mehr ausprobieren

Bild: Apple

Apple hat die Public Betas der zur WWDC vorgestellten neuen Betriebssysteme zum Testen freigegeben. Interessierte Nutzer können iOS 27, iPadOS 27, macOS 27, tvOS 27, watchOS 27 und visionOS 27 ab sofort vor dem finalen Herbst-Release ausprobieren. Der Fokus liegt auf Optimierungen, kleineren Designanpassungen und KI-Features.

Die öffentlichen Beta-Versionen geben Anwendern außerhalb der Entwickler-Community erstmals die Möglichkeit, Apples neue Betriebssysteme in einem weitgehend stabilen und fehlerfreien Zustand auszuprobieren. Fehler könnten potenziell noch enthalten sein, auch sollten vorab Backups erstellt werden, doch gelten die Public Betas als weitgehend stabil im Vergleich zu den ersten Developer Betas.

Optimierungen für mehr Leistung und Stabilität

Die 27er-Releases sollen den großen Umbruch für Apple Intelligence und die neue Siri AI bringen, auch wenn der neue KI-Assistent aufgrund von Streitigkeiten rund um den Digital Markets Act erst einmal nicht in Europa verfügbar ist. Von den vollständig neuen KI-Features einmal abgesehen bringen die neuen Betriebssysteme vor allem zahlreiche Optimierungen mit sich, die sie schneller und stabiler im Alltag machen sollen. Außerdem gibt Apple Nutzern eine neue Option in puncto Design zur Hand, mit der sich die Intensität der Liquid-Glass-Effekte einstellen lässt.

Die vollzogenen Veränderungen auch in Bereichen wie Kindersicherheit, Fotos oder Suche fassen mehrere zur WWDC von der Redaktion erstellte Artikel zusammen:

Wer die neuen Betriebssysteme ausprobieren möchte, kann diese auf einer Reihe aktueller und älterer Geräte von Apple installieren, wie nachfolgende Übersicht zeigt, die auch nicht länger unterstützte Produkte im Vergleich zu 2026 hervorhebt.



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MSI Afterburner: Heatmap zeigt das Boost-Verhalten der GPU


MSI Afterburner: Heatmap zeigt das Boost-Verhalten der GPU

MSI Afterburner soll mit Version 4.6.7 Beta 4 eine neue Heatmap für den Spannungs- und Taktkurven-Editor erhalten. Gelbe Markierungen zeigen an, welche Kombinationen aus Spannung und Taktrate eine Nvidia-Grafikkarte während realer Lasten besonders häufig verwendet.

Gelbe Punkte zeigen das Verhalten der GPU

Der Spannungs- und Taktkurven-Editor, häufig auch „V/F Curve Editor“ genannt, war bereits Bestandteil von MSI Afterburner. Er zeigt, welche Taktrate eine Grafikkarte bei einer bestimmten Spannung anstrebt. Nutzer können die Kurve verändern, um die GPU zu übertakten oder bei gleicher Leistung mit einer niedrigeren Spannung zu betreiben.

Bisher war dabei allerdings nicht ohne Weiteres ersichtlich, welche Punkte der Kurve während Spielen oder anderen Anwendungen tatsächlich genutzt werden. Genau hier setzt die neue Heatmap an. Sie zeichnet das Verhalten der Grafikkarte auf und markiert häufig verwendete Kombinationen aus Spannung und Taktrate mit gelben Punkten beziehungsweise Abstufungen.

Dadurch soll schneller erkennbar werden, in welchen Bereichen der Kurve sich eine GPU unter realen Bedingungen bewegt. Nutzer können ihre Einstellungen anschließend gezielter anpassen, statt nur einzelne theoretische Punkte der Kurve zu verändern.

Aktiviert werden soll die Ansicht im Kurveneditor mit der Taste M. Eine separate Ansicht oder ein zusätzliches Programm sind demnach nicht notwendig.

Hilfreich für Übertakten und Undervolting

Von der neuen Ansicht sollen vor allem Nutzer profitieren, die ihre Grafikkarte manuell übertakten oder untervolten. Beim Undervolting wird versucht, eine bestimmte Taktrate mit möglichst niedriger Spannung stabil zu erreichen. Das kann Leistungsaufnahme, Temperatur und Lüfterlautstärke reduzieren.

Die Heatmap kann dabei zeigen, welche Teile der Kurve für ein bestimmtes Spiel oder eine Anwendung überhaupt relevant sind. Wer beispielsweise erkennt, dass eine GPU einen bestimmten Spannungsbereich besonders häufig nutzt, kann sich beim Optimieren auf diesen Abschnitt konzentrieren.

Die Funktion erhöht allerdings nicht automatisch die Leistung und ersetzt auch keine Stabilitätstests. Änderungen an Spannung und Taktrate müssen weiterhin in verschiedenen Spielen und Anwendungen überprüft werden. Eine Einstellung, die in einem Benchmark stabil läuft, kann in einer anderen Last dennoch Fehler verursachen.

Zunächst nur als Beta

Die Heatmap soll Bestandteil von MSI Afterburner 4.6.7 Beta 4 werden. Wann die Beta veröffentlicht wird beziehungsweise allen Nutzern zur Verfügung steht, ist noch nicht abschließend geklärt. Auch einen Termin für eine stabile Version mit der neuen Funktion gibt es bislang nicht.

MSI führt auf seiner offiziellen Produktseite derzeit Version 4.6.6 als finale Ausgabe und Version 4.6.7 als „Beta 2“. Afterburner funktioniert nicht nur mit Grafikkarten von MSI, sondern auch mit Modellen anderer Hersteller.

Downloads

  • MSI Afterburner

    4,8 Sterne

    MSI Afterburner ist ein Tool zum Übertakten von Nvidia- und AMD-Grafikkarten.

    • Version 4.6.6 Deutsch
    • Version 4.6.7 Beta 3 Build 17352 Deutsch



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