Connect with us

Künstliche Intelligenz

Sind OLEDs jetzt komplett unproblematisch? | c’t 3003


OLED-Monitore dominieren die Verkaufscharts, aber sind sie auch alltagstauglich? c’t 3003 hat den MSI MPG322URXD 646 Stunden lang als Hauptmonitor genutzt – für Gaming und Textarbeit. Das Ergebnis hat uns überrascht.

Weiterlesen nach der Anzeige

(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guck mal hier, ich bin hier auf einer Preissuchmaschine und guck mir die meist angeklickten Monitore an. Hm, Platz 1 OLED, Platz 2 OLED, Platz 3 auch OLED, Platz 4 OLED, ah ja, Platz 5 ist ohne OLED, zumindest im Namen, ah, okay, ist auch ein OLED. Ja, okay, einen einzigen Monitor gibt es in den Top 10, der nicht OLED ist. Und das liegt vermutlich auch nur daran, dass der mit 159 Euro extrem preisgünstig ist.

Ja, ich muss zugeben, dass ich nicht so richtig doll im Monitor-Game drinstecke, und deswegen einigermaßen überrascht war, wie populär OLED inzwischen geworden ist. Sind OLEDs jetzt tatsächlich Mainstream? Hatten die nicht immer noch Probleme mit Einbrennen und mit zu niedriger Helligkeit für so sonnendurchflutete Räume? Ja, das gucken wir uns jetzt alles mal an. Ich habe mir den für mich am besten passenden OLED besorgt. Ich habe den ein halbes Jahr lang als Hauptmonitor intensiv getestet, genau 646 Stunden lang. Außerdem zeige ich euch, ganz wichtig, wie ihr den für euch passenden Monitor findet. Und da habe ich wirklich sehr konkrete Tipps, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Monitore gehören übrigens zu den Computerteilen, die nicht teurer geworden sind in den letzten Monaten. Nice, bleibt dran.

Liebe Hackerinnen, liebe Internetsurfer, herzlich willkommen hier bei…

Ja, wenn man ehrlich ist, Hardware kaufen ist ja eigentlich erstmal vorbei, nachdem die Computerhersteller alle beschlossen haben, dass sie nur noch an KI-Rechenzentren liefern wollen und alle anderen völlig egal sind. Aber was ich festgestellt habe, Monitore sind nicht teurer geworden. Und da trifft sich das ganz gut, dass ich meinen 27-Zöller irgendwie zu klein und auch zu kontrastarm fand. So ein Ultra-Wide-Teil wollte ich aber nicht haben, weil ich bei mir die zugegeben sehr spezifische Anwendung habe, dass ich ständig Bildschirmaufnahmen für unsere 3003-Videos mache und unsere Videos sind halt im Seitenverhältnis 16:9 und nicht 21:9. Okay, ja, ja, ja, man kann auch mit 21:9 Monitoren 16:9 capturen. Das bedeutet aber, dass ich da ständig rumkonfigurieren müsste und dazu habe ich keine Lust. Außerdem finde ich 16:9 sowieso irgendwie ganz gut, weil es mein Sichtfeld ausfüllt und ich nicht die ganze Zeit hin und her gucken muss. Aber hey, das ist mein Geschmack, kann bei euch alles total anders aussehen.

Ich bin auf jeden Fall auf geizhals.de gegangen und obwohl ich das schon lange benutze, war ich wirklich überrascht, wie detailliert man da die Dinge filtern kann, wenn man da so richtig reingeht. Und das ist jetzt eine ehrliche Aussage von mir, obwohl, und jetzt Disclaimer, mein Arbeitgeber Heise Mehrheitsaktionär bei Geizhals ist. Übrigens auch Alleingesellschafter da bei billiger.de und guenstiger.de. Okay, über die Namen können wir nochmal sprechen. Die populärste Preissuchmaschine hierzulande ist übrigens Idealo. Die gehört mehrheitlich dem Axel-Springer-Konzern. Idealo kann man natürlich auch benutzen bei der Monitorsuche, aber ganz ehrlich, Geizhals ist vor allem bei Technik-Sachen viel detaillierter. Das sage ich als Keno, nicht als Heise-Mitarbeiter. Und ich finde auf jeden Fall auch, dass die Geizhals-Website sehr gut zu Heise und c’t passt. Die verschwendet keine Energie auf Design. Funktion folgt Form. Ganz wichtig.

Weiterlesen nach der Anzeige

Hat man das Ding aber einmal gecheckt, ist das wirklich super praktisch. Guck mal, ich klicke hier auf Monitore und dann gibt es da über 3000 Produkte, aber ich grenze das jetzt ein und klicke dann halt das an, was mir wichtig ist. Also ich weiß, dass mir 27 Zoll zu klein sind. Also 31,5 Zoll und maximal bis 37,5 Zoll, weil mehr kriege ich nicht auf meinen Schreibtisch. Und 16:9 will ich auch, hatte ich am Anfang gesagt, also klicke ich das an und dann bleiben noch 384 Modelle übrig. Das ist schon mal deutlich weniger. Außerdem will ich 4K-UHD-Auflösung, aha, nur noch 209. Bildwiederholfrequenz habe ich jetzt keine extrem starke Meinung, aber ich will glaube ich mehr als 60, also ab 120. Und jetzt das Wichtigste, kein IPS oder VA, das ist alles LCD, nein, ich will ja OLED. Zack, runter auf 46.

Ja, und da muss ich erstmal runterscrollen, weil da erstmal so für mich eher unwichtige Sachen kommen. Für mich dann aber wichtig, der USB-C-Teil. Ich will da Laptops und andere Sachen über USB-C anschließen, die dann nicht nur geladen werden, sondern ich auch Tastatur und so verwenden kann, die am Monitor hängen. Also so klassische Dockingstation-Funktion, halt ohne Dockingstation, nur mit dem Monitor. Das Bild soll natürlich auch übertragen werden über USB-C. Das ist für mich praktisch, weil ich sehr oft unterschiedliche Geräte teste und so kann ich die mit einem Kabel anschließen und muss da nicht so ewig rumfummeln. Ich klicke also hier auf DisplayPort inklusive USB-C zweimal und Power Delivery. Ab 65 Watt würde ich mal sagen, das reicht mir, um die Teile aufzuladen. Und dann sind wir auf einmal schon bei 23 Geräten.

So, und jetzt wird es richtig interessant. Das ist so ein Klassiker bei Displays und auch bei Notebooks. Also ist mir schon öfter aufgefallen. Ich checke dann ganz oft nicht, wo die Unterschiede bei so leicht unterschiedlichen Typbezeichnungen sind. Also UXWRD versus UXURXDE versus UXWRD. Aber auch hier ganz schön Acer Predator X32 X5 BMIIPHUZX. Okay, ganz easy, ne? Also wenn da jetzt ein Buchstabe anders ist, wie unterscheidet sich das Gerät dann? Aber was man jetzt machen kann, und das ist in diesem Fall echt für mich das Killer-Feature, also ihr klickt hier auf diese beiden Pfeile und dann wird das Gerät zur Vergleichsliste hinzugefügt und dann klickt ihr alle an, die ihr vergleichen wollt, also für euch in die engere Auswahl kommen und dann werden hier die Unterschiede gelb markiert. Ja, super, und jetzt kann ich auch die Unterschiede sehen bei den leicht veränderten Typbezeichnungen. Wie gesagt, funktioniert nicht nur bei Monitoren, funktioniert auch super mit Laptops unter anderem und auch bei Fernsehern und bei allen möglichen Dingen. Super praktisch.

Ja, und da ist mir dann auch aufgefallen, dass nur einer der Monitore, die hier bei mir in der engeren Auswahl waren, über USB-C DisplayPort 2.1a unterstützt. Was ich schon sehr gerne hätte, weil es ist nicht garantiert, dass die älteren Standards 4K mit 120Hz ohne DSC können. DSC, wenn ihr euch das jetzt fragt, das ist so eine theoretisch fürs Auge unsichtbare Kompression, die aber manchmal Probleme macht. Zum Beispiel habe ich schon mal beobachtet, wenn man mit Alt-Tab aus dem Spiel raustappt und der Bildschirm dann ein paar Sekunden schwarz wird. Also meistens ist DSC kein Problem, aber wenn ich das irgendwie vermeiden kann, dann nehme ich doch lieber DisplayPort 2.1a, weil da geht es ohne Kompression. Und deswegen habe ich mich dann am Ende für den MSI MPG 322URX DE entschieden.

Ja, klick mal auf bestellt. So schnell ist der da. Nice. Und beim Auspacken kickt hier direkt meine Grobmotoriker-Panik ein. Wie fragil ist das Ding bitte? Und sind OLEDs sowieso? Ja, ich check, dass das nice aussieht, wenn es quasi keinen Rahmen gibt. Aber beim Handling muss man da wirklich extrem aufpassen. Auch so Fingerabdrücke sind sofort brutal zu sehen und müssen vorsichtig weggeputzt werden. Und das finde ich, sollte man wirklich immer sagen bei OLEDs. Wenn ihr irgendwas richtig Robustes haben wollt, was man auch ein bisschen grob behandeln kann und was ihr öfter von A nach B tragen wollt, dann sind vor allem so große OLEDs vielleicht nichts für euch. Das ist wirklich oft sehr filigran alles. Ist ja auch logisch, OLEDs brauchen halt keine Hintergrundbeleuchtung, weshalb die extrem dünn gebaut werden können. Das ist ja auch einer der Vorteile. Und das ist meistens natürlich auch kein Problem, wenn ihr das irgendwo fest installieren wollt. Aber ich sag das trotzdem einfach mal dazu, wenn ihr oft auf LANs oder so geht, dann vielleicht besser ein Monitor mit einem stabileren Gehäuse. Wie bei LCDs. Hier seht ihr hier deutlich den Unterschied bei meinem alten LCD-Monitor.

So, das jetzt hier zum Gehäuse. Aber wie ist das Bild denn jetzt? Und ey, ja, das ist super. Ich muss ehrlich sagen, dass das ein riesiger Unterschied gegenüber meinem 4K IPS LCD ist. Guck mal hier, das sind die beiden untereinander. Oben mein alter 27 Zöller mit IPS LCD und unten der 32 Zöller mit OLED. Und das sieht man auch deutlich. Das Schwarz ist halt schwarz und nicht grau. Und die Farben kicken auch richtig rein. Aber wenn man die Vorhänge aufzieht und die Sonne reinkommt, dann sieht man auch, das Display spiegelt definitiv mehr als bei meinem alten Monitor. Das ist jetzt nicht so schön in hellen Umgebungen, aber was ich dann doch erstaunlich fand, die Helligkeit reichte auch bei dem OLED für helle Räume, also wo die Sonne reinknallt. Das sind hier beide Monitore bei voller Helligkeit untereinander, also geht schon. Aber so richtig Spaß macht der OLED halt vor allem in dunklerer Umgebung, das muss man schon sagen.

Und dafür lacht ihr mich jetzt vermutlich aus. Mein alter Monitor hatte maximal 60 Hertz und ich dachte, dass man auch nicht unbedingt mehr braucht für so Büroarbeit. Aber 120 bzw. 240 Hertz ist ein Game Changer. Das habe ich also wirklich in dem Moment, wo ich den OLED angeschlossen habe, sofort gemerkt. Und das Interessante ist, das ist nie nur beim Gaming so, sondern das ist auch schon bei ganz normalen Sachen wie Fenster hin und her schieben, Maus bewegen. Es ist einfach alles viel, viel, viel geschmeidiger und ich will da nicht mehr von weg. Die Frage ist, ob man wirklich mehr als 120 Hertz braucht. Mein Testmonitor hat hier 240 Hertz. Ich bin mir nicht so sicher, ob man den Unterschied 120, 240, ob das so einen Riesenunterschied macht. Sollen wir das mal detailliert testen? Also bis wann Menschen das überhaupt wahrnehmen können? Gerne in die Kommentare schreiben. Aber auf jeden Fall 120 Hertz, das will man schon haben. Also ich zumindest.

Ja okay, und was ich auch noch loben kann, ist die Blickwinkelabhängigkeit. Die ist nämlich nicht vorhanden. Das Teil sieht von allen Seiten super aus. Das ist bei guten LCDs zwar auch besser geworden, aber so gut wie OLED, schwierig. Wir müssen aber natürlich jetzt noch zu den zwei OLED-Elefanten im Raum kommen. Und das ist zum ersten einmal die ungleichmäßige Pixelmatrix, beziehungsweise konkreter. Ich habe bei früheren OLEDs so eine gezackte Textdarstellung wahrgenommen, beziehungsweise Farbsäume. Das war auf jeden Fall bei älteren OLEDs immer ein Problem. Aber ganz ehrlich, ich könnte jetzt das große Fass aufmachen, das alles im Detail erklären. Aber bei dem OLED-Monitor hier ist das für mich kein Problem. Obwohl die RGB-Subpixel nicht gleichmäßig angeordnet sind, sondern ungleichmäßig. Bei der weniger blaue und rote Subpixel als grüne verwendet werden. Das ist so, aber ich kann es nicht wahrnehmen. Guck mal hier, das ist einmal Text auf dem LCD und das ist einmal Text auf dem OLED. Also wenn ich mir einbilde, dann kann ich auf dem OLED so ganz leichte Farbsäume sehen. Also in dieser Videoaufnahme, bloß im Auge, beim normalen Arbeiten nicht. Aber ich kann mir das auch bei dem LCD einbilden, ehrlich gesagt. Ich finde sogar, dass das Bild hier in dieser Aufnahme sogar bei den OLEDs ein bisschen gleichmäßiger aussieht. Aber wie gesagt, das ist ganz dicht dran mit der Kamera. Ihr seid ja mindestens 30 Zentimeter weg davon und dann nehme zumindest ich das alles nicht mehr wahr. Deshalb ist das meines Erachtens kein Problem. Wenn das für euch trotzdem ein Thema ist und ihr Angst davor habt, dass ihr das wahrnehmt, dann könnt ihr auch einfach noch ein bisschen abwarten, denn sowohl Samsung als auch LG, also die OLED-Panel-Hersteller, Die haben beide angekündigt, bei den kommenden Modellen die Subpixel klassisch anzuordnen. Also in der RGB-Matrix, beziehungsweise gleichmäßiger. Ich habe einen Heise-Artikel dazu verlinkt, wenn euch das interessiert. Aber wie gesagt, meines Erachtens macht auch die aktuelle Generation, zumindest bei dieser hohen Auflösung, ganz wichtig, kein Problem. Also bei geringeren Auflösungen und bei den 21:9, da kann man es vielleicht wahrnehmen, aber hier bei meinem 4K-Monitor eben nicht.

Und jetzt der zweite Elefant im Raum, Einbrennen. Ein Riesenthema, immer schon, und zwar gerade bei für Büroarbeiten genutzten Monitoren. Ich sag mal, ich schreibe ständig Texte in, ja, Nextcloud Office. Checkt ihr, checkt ihr, ich habe nicht Microsoft Word gesagt. Ja, und da habe ich das Fenster oft an der gleichen Stelle und dann habt ihr natürlich auch immer die Icons vom User Interface an der gleichen Stelle. Und das war ja immer so gefährliches Territory bei OLED. MSI hat aber in dem Monitor, den ich getestet habe, etliche Funktionen eingebaut, die das verhindern sollen, zum Beispiel Pixel Shift. Damit nicht immer die gleichen Pixel die gleichen Farben darstellen müssen, wird das Bild alle zwei Minuten um wenige Pixel verschoben. Hatte ich die ganze Zeit an, ist mir nicht einmal aufgefallen. Das gleiche gilt für Static Screen Detection, Taskbar Detection und Logo Detection. Der Monitor prüft die ganze Zeit, ob es irgendwelche Bildelemente gibt, die sich lange Zeit nicht verändern und dimmt die dann etwas runter. Kann man alles abstellen? Habe ich nicht abgestellt? Hatte ich alles auf Standard? Habe ich nicht einmal wahrgenommen.

Jetzt kommt was, was mir aufgefallen ist, nämlich OLED Care 2.0. Sobald der Monitor vier Stunden gelaufen ist und in den Standby geht, dann läuft so eine Pixel-Auffrischung, wobei dann so Helligkeitsunterschiede ausgeglichen werden. Das heißt, wenn einzelne Pixel viel heller geleuchtet haben als andere, werden die anderen auch gealtert, eben damit gleichmäßig altert. Also angenommen, ihr habt acht Stunden an dem Bildschirm arbeitete und das Teil schaltet sich dann ab, weil ihr Feierabend macht, dann wird nach ungefähr zehn Minuten automatisch dieser OLED-Care-Modus aktiviert und dieser Prozess dauert so eine Viertelstunde immer. Und in vielen Fällen kriegt ihr das also gar nicht mit, weil das passiert nur, wenn der Monitor in Standby geht. Aber wenn ihr während dieses Prozesses wiederkommt und an den Rechner geht, dann wundert ihr euch womöglich, warum der Monitor auf einmal kein Bild anzeigt. Ihr könnt dann den Einschaltknopf drücken und dann wird der Prozess abgebrochen. Ihr könnt wieder ganz normal daran arbeiten oder spielen. Das lässt sich viermal abbrechen. Dann beim fünften Mal, wenn ihr es beim fünften Mal abbrechen wollt, dann zwingt euch der Monitor dazu. Dann müsst ihr also diese Viertelstunde warten. Ich hatte das in meinem halben Jahr mit diesem Monitor nicht einmal, dass ich das nicht abbrechen konnte. Also ich hatte das schon, dass der in diesen Care-Modus gegangen bin, als ich mal wiedergekommen bin oder so, aber dann habe ich es immer manuell abgebrochen und dann hat er den Care-Modus halt gemacht, wenn ich dann das nächste Mal Pause gemacht habe. Also diese viermal beziehungsweise fünfmal habe ich nicht einmal ausgekostet, dass ich da diesen Modus anschalten musste.

Ich habe mir übrigens am Ende des halben Jahres auch ganz genau mit einfarbigen Bildschirminhalten angeguckt, ob ich ein Brennmuster sehen kann und ich habe keine gefunden. Wie gesagt, nach 646 Betriebsstunden und laut Monitor 82 Auffrischungsvorgängen. Aber offenbar auch nach längerer Zeit passieren keine schlimmeren Dinge. Also der YouTube-Channel Monitors Unboxed hat das nämlich zwei Jahre lang ausprobiert. Interessanterweise mit dem Vorgängermodell von dem, was ich hier getestet habe, dem MPG 321 statt MPG 322. Die benutzen beide das gleiche von Samsung hergestellte OLED-Panel Und ja, da kann man bei genauem Hingucken was erkennen, richtig viel ist das nicht. Was ich ganz interessant finde, obwohl da 659 dieser Auffrischungsvorgänge durchgelaufen sind, ist die SDR-Maximalhelligkeit nur von 243 auf 238 Nits runtergegangen. Das ist ziemlich wenig. Also für mich heißt das, Einbrennen macht mir persönlich keine großen Sorgen. Gibt bei MSI auch noch eine 3-Jahres-Einbrenn-Garantie.

Ich könnte jetzt auch nochmal alle kleinen, kleinen Gaming-Funktionen hier durchhecheln, aber da habe ich ehrlich gesagt keine Lust zu, weil da sind die meisten auch eher quatschig. Also vor allem die Bildverbesserungsfunktionen, die sehen meiner Meinung nach gruselig aus. Okay, man kann eine sogenannte Optix-Funktion anschalten, da wird ja der mittlere Teil des Bildschirms so vergrößert, hilft womöglich bei Shootern. Ja, habe ich nicht verwendet, wir Profis brauchen das nicht, ne, wisst ihr? Ne, keine Ahnung.

Was ich aber wirklich oberpraktisch finde, die USB-Hub-Funktion. Man hat halt einmal eine USB-C Buchse plus zweimal USB-A und einmal USB-B. Und da kann ich dann einfach zum Beispiel mein Notebook über ein USB-C Kabel anschließen. Und dann wird das aufgeladen, das Bild wird übertragen, mein Audio Interface ist verbunden, was am Monitor hängt mit Mikrofon und Lautsprechern und meine Tastatur, die auch über USB am Monitor hängt auch. Will ich einen anderen Rechner benutzen, stöpsel ich einfach mein eines USB-C Kabel um und zack, fertig. Das geht übrigens auch unter Linux, hier zum Beispiel mit meinem Framework Laptop hier. Und das auch übrigens problemlos mit 240 Hertz. Kurioserweise geht das mit meiner Linux-Maschine sogar besser als mit meinem Apple MacBook Air M2. Das kann nämlich nur 120 Hertz, aber das liegt nicht am Monitor, sondern an Apple. Für 240 Hertz braucht man Pro, Max oder Ultra bei Apple. Ja, okay.

Mein Fazit. Wäre das kein Testgerät, was ich zurückschicken muss, würde ich den Monitor auf jeden Fall behalten. Ich muss mir mal überlegen, ob ich jetzt wirklich 850 Euro auf den Tisch legen will dafür. Aber mir hat das alles schon sehr gut gefallen. Also das super tintige Schwarz, die 32 Zoll Größe, die USB-C Hub-Funktion, vor allem die 240 Hertz. Ich habe echt Probleme, jetzt wieder zurück zu meinem alten 27 Zöller mit 60 Hertz zu gehen. Die Sachen, die ich für mich kritisieren würde, sind an erster Stelle ganz klar die krass spiegelnde Oberfläche. Die stört mich interessanterweise am meisten von allen Kritikpunkten. Also deutlich mehr als die etwas geringere Helligkeit. die reicht für mich auch, wenn die Sonne richtig reinknallt. Aber die Spiegelungen, die nerven mich. Ja, und ich finde auch etwas beunruhigend, dass das Teil so papierdünn ist und ich hätte echt Angst, wenn ich damit umziehen müsste. Ja, okay, ist vielleicht eine Spezialangst bei mir. Ja, und diese Zwangspausen mit der OLED-Auffrischung, ah, das ist so ein Mini-Ärgernis, was mich letztendlich nicht so richtig nervt. Weil das kann man ja eben viermal abbrechen, bis man dazu gezwungen wird, diese Viertelstunde zu warten. Und das habe ich bei mir immer hingekriegt. Also klar, wenn ihr jetzt so Leute seid, die irgendwie 30 Stunden am Stück gamen oder so, aber also normalen Nutzungszyklen sollte das eigentlich immer passen, dass das dann gemacht wird, wenn ihr den Monitor gerade nicht benutzt. Achso, der Monitor hat übrigens auch keinen Lüfter, falls euch das noch interessiert. Da gibt es ja manchmal Geräte, die manchmal so unangenehme Geräusche machen, ist hier nicht der Fall.

Ja, am Ende muss man sich halt einfach selbst überlegen, ob man sich so einen Luxusmonitor gönnen will. Es ist ja alles super individuell. Es gibt natürlich auch gute Monitore, die deutlich günstiger sind oder auch mal auf dem Gebrauchmarkt gucken. Ich würde aber sagen, dass ich glaube ich an anderer Stelle eher sparen würde als am Monitor. Ist aber wie gesagt meine Meinung. Wie seht ihr das? Gerne in die Kommentare schreiben. Ich lese das alles, zumindest an den ersten Tagen nach Veröffentlichung. Und ja, tschüss.

c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


(jkj)



Source link

Künstliche Intelligenz

Ultrahuman Ring Air im Test: Guter Smart Ring ohne Pflicht-Abo für rund 300 Euro


Der Ultrahuman Ring Air trackt Schlaf, Herzfrequenz und HRV ohne Abo-Zwang – kompakt, leicht und unauffälliger als eine Smartwatch.

Wer ungern eine Smartwatch trägt, aber trotzdem Gesundheitsdaten im Blick behalten will, findet in smarten Ringen eine kompakte und unauffällige Alternative – die in den vergangenen Jahren enorm besser geworden ist.

Einer der aufstrebenden Anbieter ist Ultrahuman. Die Idee zum indischen Unternehmen entstand in einem Muay-Thai-Trainingscamp in Thailand: Dort erkannte einer der späteren Gründer, dass nicht nur Diabetiker von Stoffwechseldaten profitieren, sondern eigentlich jeder, der Training und Ernährung optimieren will.

Das Flaggschiff ist der Ultrahuman Ring Air: ein smarter Ring, der kaum am Finger auffällt und Schlaf, Herzfrequenz, HRV, Hauttemperatur sowie Blutsauerstoff trackt – ganz ohne Abonnement. Wie gut das im Alltag funktioniert, zeigt unser Test.

Design & Tragekomfort

Der Ultrahuman Ring setzt auf Understatement: Unser Testmuster in Roségold kommt ohne Kerbungen, Muster oder Markierungen daher – schlicht, elegant, glatt. Am Finger fällt er kaum auf, denn der Ring ist angenehm leicht mit nur 2,4 g und stört im Alltag so gut wie gar nicht. Was uns allerdings fehlt, ist eine kleine Kerbe, die anzeigt, wo die Sensoren optimal sitzen sollten – das kennen wir von Oura.

Das matte Finish sieht schick aus, wirkt im direkten Vergleich aber etwas weniger hochwertig als bei der Konkurrenz. Zudem vermuten wir, dass der Ring schnell Kratzer einfangen dürfte – auch wenn unser Exemplar den Test bislang unbeschadet überstanden hat. Neben Roségold gibt es die Farben Gold, Schwarz, mattes Dunkelgrau und mattes Silber namens „Raw Titanium“ sowie eine glänzende Silbervariante in „Space Silver“.

Vor dem finalen Kauf sollte man unbedingt das Sizing-Kit nutzen, das vorab kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Die Attrappe sollte mindestens 48 Stunden am Finger bleiben, denn Finger schwellen im Tagesverlauf an. Praktischerweise liefert Ultrahuman sogar ein Vorschaupaket aller verfügbaren Ringmaterialien mit. Verglichen mit anderen smarten Ringen der Konkurrenz fällt der Ultrahuman etwas zu groß aus – wir haben bewusst eine Nummer kleiner gewählt und statt Größe 10 zur 9 gegriffen. Das hat sich bewährt. Hier hilft das Sizing-Kit enorm.

Im Alltag sitzt der Ring bei uns am Mittelfinger. Der Zeigefinger liefert laut Hersteller zwar präzisere Messergebnisse, ist aber wenig alltagstauglich – Türklinken, Kaffeetassen, Tastaturen: Man eckt ständig an. Beim Sport wechseln wir den Ring aber gezielt auf den Zeigefinger, um bestmögliche Daten zu erhalten.

Einrichtung & App

Zur Nutzung des Rings ist die Ultrahuman-App erforderlich, erhältlich im Google Play Store und im Apple App Store. Zum Kalibrieren empfiehlt Ultrahuman, den Ring mindestens 14 Tage zu tragen – die App informiert dabei laufend darüber, wie weit der Eichvorgang fortgeschritten ist.

Der Startscreen liefert eine Übersicht der wichtigsten Vitalwerte: Morgens steht etwa der Schlafbericht ganz oben, darunter folgen weitere „Core Metrics“ mit Schlafdaten, Werten zur dynamischen Erholung, Bewegung und zusätzlichen Metriken. Die Synchronisierung morgens dauert allerdings recht lange. Über ein Plus-Zeichen rechts unten im Ring-Tab lassen sich ferner Workouts starten, Aktivitäten hinzufügen, Mahlzeiten tracken, den Puls messen oder Atemübungen durchführen.

Weiter unten finden sich Vitalwerte sowie sogenannte „Power Plugs“ – kleine Zusatzfeatures mit Sonderfunktionen, etwa eine Anzeige für das ideale Koffeinfenster für Kaffeetrinker oder das zirkadiane Fenster. Dafür gibt es sogar eine Art von App-Store. Einige Power Plugs sind kostenlos, weitere gibt es nur gegen Aufpreis als Abonnement. Die Afib-Erkennung soll etwa helfen, Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen – kostet bei Ultrahuman allerdings 6 Euro im Monat oder 50 Euro im Jahr.

Insgesamt ist die Navigation etwas unübersichtlich – der Starttab packt zu viele Informationen auf einmal. Sämtliche Daten finden sich ausschließlich dort, während die übrigen Tabs hauptsächlich auf andere Ultrahuman-Produkte hinweisen. Ein separater Bereich für Schlaf oder Sport wäre deutlich praktischer gewesen – bei Oura etwa ist das übersichtlicher gelöst. Immerhin: Der Wochenbericht von Ultrahuman ist gut gelungen.

Teilweise finden sich in der App noch englischsprachige Bereiche oder missverständliche Übersetzungen. Zudem übertreibt es der Ring mit Benachrichtigungen auf dem Smartphone – die ebenfalls teils auf Englisch erscheinen.

Eine Offline-Nutzung ist nicht vorgesehen. Die Datenschutzbedingungen und die allgemeinen Geschäftsbedingungen gibt es nur auf Englisch. Ein Vermerk gibt nur vage an, dass Daten auf internationalen Servern landen. Es gibt zwar einen EU-Vertreter für den Datenschutz bei Ultrahuman – allerdings sollte man damit rechnen, dass Daten trotzdem außerhalb der EU verarbeitet werden.

Aktivität & Tracking

Gemessen werden unter anderem Herzfrequenz, Stresswerte und Schritte – wobei die Schrittzählung eher ungenau und so als grobe Annäherung zu verstehen ist. Aktivitäten erkennt der Ring automatisch und fragt anschließend nach, was genau durchgeführt wurde – das funktioniert halbwegs verlässlich, je nach Batteriemodus – dazu später mehr. Für gezieltes Training lässt sich über die Plus-Taste ein Workout-Modus mit einer Vielzahl an Trainingsprofilen starten.

Der Ring trackt zudem den Wert für VO2max. Dieser beschreibt, wie viel Sauerstoff der Körper bei maximaler Anstrengung verwerten kann – vereinfacht gesagt: Je höher der Wert, desto fitter und ausdauernder ist man.

Beim Training haben wir den Ring am Zeigefinger getragen, um möglichst genaue Werte zu erzielen. Anfangs zeigte er teils erhöhte Pulswerte – vermutlich, weil Finger und Haut darunter noch nicht aufgewärmt waren. Beim Joggen waren die Messergebnisse dann verlässlich und wichen nur rund drei bis fünf Schläge von einer Sportuhr ab. Beim Intervalltraining lieferte der Ring zwar meistens plausible Werte, gelegentlich kam es jedoch gelegentlich zu einem drastischen Abfall der Herzfrequenz – den es laut Sportuhr und Brustgurt schlicht nicht gab.

Für gleichmäßiges Cardio-Training lässt sich der Ring also gut nutzen, für HIIT-Einheiten eher weniger. Und zum Krafttraining eignen sich smarte Ringe wegen des Verletzungsrisikos ohnehin nicht – ein Ring und eine Hantel sind keine gute Kombination.

Schlafanalyse & Gesundheit

Für die meisten Käufer dürfte die Schlafanalyse das interessanteste Feature sein – und hier spielt ein Ring seinen großen Vorteil aus: Verglichen mit einer Uhr stört er nachts deutlich weniger. Der Ultrahuman Ring unterteilt den Schlaf in verschiedene Phasen: Wach, REM, Tiefschlaf und leichter Schlaf. Er zeigt sowohl die Zeit im Bett als auch die reine Schlafzeit an. Dazu bewertet er, wie effizient der Schlaf war, ob der Zeitpunkt des Zubettgehens optimal lag und wie erholsam die Nacht insgesamt war.

Wichtig zu wissen: All diese Werte sind lediglich algorithmische Annäherungen – wie bei allen Uhren und Ringen. Als Datengrundlage dient primär die Herzfrequenz, ein EEG wie im Schlaflabor wäre weitaus genauer. Die Ergebnisse sollte man daher als grobe Tendenz verstehen, nicht als medizinische Diagnose. Insgesamt wirkten die Werte der Schlafanalyse plausibel – sowohl bei den Wachphasen als auch bei den einzelnen Schlafphasen – und wichen kaum von Konkurrenzprodukten wie dem Oura Ring ab.

Eine zentrale Metrik ist der Herzfrequenz-Abfall im Schlaf sowie die Herzfrequenzvariabilität (HRV). Letztere beschreibt die winzigen Schwankungen im Abstand zwischen zwei Herzschlägen. Klingt paradox, ist aber so: Je unregelmäßiger das Herz in Ruhe schlägt, desto besser. Eine hohe HRV spricht für gute Erholung und Fitness, eine niedrige kann auf Stress, Überlastung oder eine aufkommende Erkrankung hindeuten. Im Test fiel etwa auf, dass unsere HRV zu niedrig war. Unser Herzschlag sank zudem erst spät in der Nacht ab – ein mögliches Indiz für Stress oder zu hohen Koffeinkonsum.

Basierend auf diesen Daten ermittelt der Ring ein sogenanntes Cardio-Alter. Hier war auffällig, dass wir anfangs unter unserem tatsächlichen Alter lagen, dann aber drastisch absackten – vermutlich bedingt durch schlechteren Schlaf und nachlassende HRV. Allerdings lässt die App einen hier etwas allein und erklärt nicht detailliert, was die Werte bedeuten und was man konkret dagegen tun kann. Auch die Hauttemperatur misst der Ring, um etwa auf sich anbahnende Infekte hinzuweisen – im Test blieben die Werte durchweg unauffällig.

Überdies zeigt die App den generellen Stressfaktor sowie die dynamische Erholung anhand von Ruhepuls, HRV und Pulsverlauf über den Tag verteilt. Kombiniert mit den erfassten Aktivitäten gibt der Ring eine Einschätzung, wie erholt man ist. Anhand der Schlafdaten zeigt er zudem eine Tendenz an, wie schnell man derzeit altert – insbesondere das Gehirn. Im Test bescheinigte uns der Ring auch hier wenig Schmeichelhaftes: Wir altern zu schnell. Die persönliche Erkenntnis daraus: weniger Kaffee trinken und am Schlaf arbeiten.

Akku & Laden

Der Ring bietet drei Akku-Modi: einen Turbomodus zur permanenten Überwachung, einen intelligenten Chill-Modus, bei dem nicht ständig gemessen wird, sowie einen sparsamen Batteriemodus, der nur wesentliche Bewegungen erfasst.

Weniger überzeugend schlägt sich der Ultrahuman Ring Air bei der Akkulaufzeit. Trotz eines für einen smarten Ring recht üppigen Akkus von 24 mAh (Größe 9) hielt er im sparsamen Chill-Modus lediglich knapp sechs Tage durch. Im intensiven Turbomodus mit permanenten Messungen waren es rund vier Tage. Dabei trugen wir den Ring rund um die Uhr – außer unter der Dusche und im Fitnessstudio.

Zum Laden liegt ein Ladegerät bei, ein USB-C-Netzteil muss man allerdings selbst mitbringen. Vollständig geladen ist der Ring in knapp zwei Stunden. Ein Ladecase mit integriertem Akku für unterwegs – wie man es etwa von Earbuds kennt – sucht man vergeblich.

Preis

Die UVP für den Ultrahuman Ring Air liegt bei 379 Euro, mittlerweile hat sich der Straßenpreis aber auf rund 319 Euro eingependelt – je nach Farbe und Größe variiert er allerdings. Am günstigsten ist derzeit das Modell in Raw Titanium ab 290 Euro, für die Roségold-Variante werden aktuell 367 Euro fällig. Wer bei der Farbwahl flexibel ist, kann also sparen.

Fazit

Der Ultrahuman Ring Air ist besonders leicht, äußerst angenehm zu tragen und kommt ohne Pflichtabonnement aus. Er bietet sich vorrangig dafür an, den Schlaf zu analysieren und fortlaufende Aktivitäten sowie den Herzschlag zu überwachen. Die Schlafanalyse hinterlässt einen guten Eindruck, und auch für gleichmäßiges Cardio-Training eignet sich der Ring – wenngleich er nur etwa so genau misst wie ein günstiger Fitness-Tracker. Für HIIT oder Krafttraining ist er dagegen kaum geeignet, wie die meisten smarten Ringe.

Einige Sonder-Features sind aber gebührenpflichtig. Die App könnte übersichtlicher sein, zumal die meisten Tabs eher als Werbung für weitere Ultrahuman-Produkte dienen. Auch inhaltlich gibt es Luft nach oben: So attestierte uns der Ring wiederholt schlechte Cardio-Werte im Schlaf und über den Tag verteilt – ohne jedoch konkrete Maßnahmen oder genauere Erklärungen zu liefern. Das verunsichert eher, als dass es hilft.

Kleine Schwächen gibt es auch beim Design: Der Ring wirkt nicht ganz so hochwertig wie die Konkurrenz. Eine Markierung zur optimalen Sensorausrichtung vermissen wir ebenfalls. Ein Ladecase fehlt im Lieferumfang. Wer vorwiegend den Schlaf überwachen und die generelle Aktivität samt Herzfrequenz im Blick behalten will, findet hier dennoch eine gute und bezahlbare Lösung ohne Abo-Zwang.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Dieselpreis eilt von Rekord zu Rekord – Poker um Entlastung


Während die Spritpreise in Deutschland von Rekord zu Rekord eilen, wird in der Politik über weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Preisanstiegs diskutiert. Die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell an den Tankstellen hat zumindest in den ersten drei Tagen seit der Einführung noch keine sinkenden Preise zur Folge gehabt: Der ADAC meldete an Karfreitag erneut einen Rekordpreis für Diesel.

Weiterlesen nach der Anzeige

Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) sagte der dpa: „Weitere Maßnahmen wie eine mögliche Entlastung über die Kfz-Steuer müssen nicht nur schnell, sondern vor allem zielgenau wirken, um Haushalte und Wirtschaft nachhaltig zu entlasten. Die zusätzlichen Steuereinnahmen des Staates durch den Ölpreisschock müssen wir den Bürgern zurückgeben.“ Müller leitet gemeinsam mit Armand Zorn (SPD) eine Arbeitsgruppe der schwarz-roten Bundesregierung.

Ein Liter Diesel kostete am Donnerstag nach Angaben des ADAC im Tagesdurchschnitt 2,346 Euro – ein neuer Höchststand. Der bisherige Rekord von 2,327 Euro am Mittwoch wurde damit schnell übertrumpft. Aus Sicht des ADAC lassen sich die hohen Preise nur teilweise durch den vom 1. auf den 2. April gestiegenen Ölpreis erklären.

Seit Mittwoch dürfen die Spritpreise an den Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöht werden. Vorbild für diese Maßnahme ist Österreich, dort wird und wurde auch schon lange vor dem Krieg im Iran so verfahren. Am Mittwoch und Donnerstag sorgte die neue Regelung an den deutschen Tankstellen für große Preissprünge, ebenso am Freitag.

Nach Daten des ADAC lag der durchschnittliche Preis für einen Liter Super E10 um 11:45 Uhr noch bei 2,127 Euro. Bis 12.15 Uhr stieg der Literpreis für diesen Kraftstoff demnach auf durchschnittlich 2,222 Euro pro Liter – ein Plus von 9,5 Cent. Diesel war erneut noch stärker betroffen und stieg durchschnittlich um 11,7 Cent von 2,349 Euro pro Liter auf 2,466 Euro.

„Die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell hat die Preisentwicklung eher befördert als begrenzt“, sagte eine ADAC-Sprecherin. „Die Preise sind seitdem auf einem zu hohen Niveau.“ SPD-Politiker Zorn nannte das erste Paket, zu dem neben der neuen Regel für Tankstellen auch mehr Befugnisse des Bundeskartellamts gegen überhöhte Preise gehören, einen wichtigen ersten Schritt, um für mehr Transparenz an der Zapfsäule zu sorgen. CDU-Politiker Müller sagte, der steigende Ölpreis schlage sich in steigenden Kosten für Verbraucher nieder. Eine abschließende Bewertung des neuen Preismodells an Tankstellen sei verfrüht. Beide betonten, dass das Kartellamt seine neuen Möglichkeiten auch nutzen müsse.

Weiterlesen nach der Anzeige

Nach einer Sitzung der Arbeitsgruppe vor einer Woche hatten die Koalitionsfraktionen mitgeteilt, verschiedene mögliche Maßnahmen zur Entlastung der Autofahrer zu prüfen. Dazu zählen eine temporäre Entlastung über die Pendlerpauschale, eine Pauschalentlastung über Daten der Kfz-Steuer, eine befristete Senkung der Energiesteuer und die Senkung der Stromsteuer für alle. Daneben geht es um einen Spritpreisdeckel sowie die Einführung einer Übergewinnsteuer – eine Extra-Steuer für kriegsbedingte Profite von Mineralölkonzernen.

Für beide Maßnahmen sprach sich Zorn aus. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche lehnte eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne ab. „Anstatt sehenden Auges in verfassungsrechtliche Schwierigkeiten zu laufen, würde ich mir Vorschläge wünschen, die eine zielgerichtete Entlastung von Pendlern mit langen Arbeitswegen ermöglichen, wie etwa die temporäre Erhöhung der Pendlerpauschale“, sagte Reiche der „Augsburger Allgemeinen“.

Sie verwies auf Gerichtsprozesse gegen die Sondersteuer, welche die Ampel-Koalition während des Energieschocks infolge des russischen Überfalls auf die Ukraine erlassen hatte. „Dem Bundesfinanzministerium ist sicherlich bekannt, dass in aktuell laufenden Verfahren vor dem Bundesfinanzhof die Verfassungskonformität von Übergewinn-Regelungen infrage gestellt wird“, meinte die CDU-Politikerin.

Auch die Ökonomin Veronika Grimm hält von einer Übergewinnsteuer nichts. Die bisherigen, von der Bundesregierung umgesetzten Maßnahmen hält sie ebenfalls für wenig wirksam. Sie sieht die Lösung vor allem in weniger Energieverbrauch. „Die Regierung muss die Preise wirken lassen, damit die Energienachfrage sinkt. Tankrabatte und Preisdeckel verzerren die Preise, sie sind der falsche Weg“, sagte Grimm der „Rheinischen Post“. Einem strengeren Tempolimit könnte sie einiges abgewinnen: „Das wäre kein Schaden – vielleicht sogar ein kluges Signal, damit die Menschen die Situation ernst nehmen.“

„Jeder gesparte Tropfen Sprit ist im Moment gut für den Geldbeutel der Bürger. Beschäftigte brauchen jetzt ein Recht auf mobiles Arbeiten und Homeoffice überall dort, wo die Tätigkeit es zulässt und keine betrieblichen Gründe entgegenstehen“, sagte Lang den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer seine Arbeit grundsätzlich nicht von zu Hause erledigen könne, müsse gezielt entlastet werden – mit Geld aus einer Übergewinnsteuer. „Wer in der Krise außergewöhnliche Gewinne macht, soll auch einen Beitrag dazu leisten, ihre Folgen abzufedern“, sagte Lang.


(nie)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Chatkontrolle: Ausnahme für Suche in Privat-Chats endet


Ab diesem Samstag dürfen Online-Plattformen in der EU im Kampf gegen Kinderpornografie keine private Kommunikation mehr durchsuchen. Eine Übergangsregelung für die sogenannte freiwillige „Chatkontrolle“ läuft heute aus, über eine dauerhafte Lösung wird in der Europäischen Union noch verhandelt.

Weiterlesen nach der Anzeige

Eine zeitlich befristete Ausnahme von europäischen Datenschutzregeln hatte es den Anbietern von Online-Kommunikation erlaubt, auch privat gesendete Inhalte auf Darstellungen von Kindesmissbrauch zu kontrollieren. Unternehmen wie WhatsApp, Instagram, Microsoft und Google konnten etwa Inhalte mit automatisierten Programmen scannen, um verbotene Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch aufzuspüren und zu melden. Dabei ging es vor allem um Bilder und Videos.

Eine erneute Verlängerung der Übergangslösung scheiterte, weil das Europäische Parlament die Ausnahme beschränken wollte. Nach dem Willen eines Großteils der Abgeordneten sollten Kontrollen etwa nur bei konkreten Verdachtsfällen möglich sein. Solchen Einschränkungen wollten die EU-Staaten bisher allerdings nicht zustimmen.

Beide Seiten verhandeln nun, wie eine dauerhafte Lösung aussehen könnte. Ob und wann sie sich einigen, ist offen. Zunächst greifen nun wieder die EU-Datenschutzregeln. Unabhängig von der europäischen Diskussion über „Chatkontrolle“ können deutsche Ermittlungsbehörden in konkreten Strafverfahren auch weiterhin auf private Kommunikation zugreifen.

Ursprünglich hatte die EU-Kommission 2022 einen Vorschlag für ein dauerhaftes System gemacht. Allerdings ist das Vorhaben umstritten. Datenschützer bezeichnen die Möglichkeit zum flächendeckenden Scannen als anlasslose Massenkontrolle, ineffektiv beim Schutz von Kindern.

Weiterlesen nach der Anzeige

Dagegen kritisierte etwa Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), das Auslaufen der Übergangsreglung sei ein „schwerer Rückschlag für den Schutz unserer Kinder“. Auch die EU-Kommission, der Präsident des Bundeskriminalamts Holger Münch sowie große soziale Netzwerke wie Meta, TikTok und Snapchat hatten die Verlängerung der Ausnahme mit Verweis auf den Schutz von Kindern gefordert.


(wid)



Source link

Weiterlesen

Beliebt