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UX/UI & Webdesign

KI-Workflow für Designer – Schritt fur Schritt vom Briefing bis zum Ergebnis


Nicht das Tool entscheidet, wie gut du mit KI arbeitest. Der Workflow entscheidet es. Erfahre in diesem Artikel wie du KI in deinen Arbeitsablauf sinnvoll integrieren kannst.

Wer Midjourney oder ChatGPT einfach irgendwo in seinen Prozess einstreut, ohne zu wissen wo und warum, bekommt zufällige Ergebnisse.

Manchmal gut, oft nicht. Wer dagegen versteht, an welcher Stelle KI wirklich hilft und an welcher sie eher stört, der spart Zeit und kommt zu besseren Lösungen.

Dieser Artikel beschreibt einen Workflow, der sich in der Praxis bewährt hat. Nicht als starres Schema, das du 1:1 übernehmen sollst, sondern als Orientierung. Du wirst ihn an deinen eigenen Prozess anpassen. Das ist ausdrucklich erwünscht.

KI-gestütztes DesignKI-gestütztes Design
KI-gestütztes Design

Was ist ein KI-gestützter Designworkflow?

Ein KI-gestützter Designworkflow bedeutet nicht, dass KI deinen Job übernimmt. Es bedeutet, dass du KI-Tools gezielt in bestimmte Phasen deines Prozesses einbindest, während du die Kontrolle über Richtung, Entscheidungen und Qualität behältst.

Der Unterschied zum gelegentlichen Tool-Einsatz ist die Absicht. Wer ab und zu einen Prompt eintippt, wenn ihm nichts einfällt, nutzt KI als Notlösung. Wer seinen Workflow strukturiert, weiss von Anfang an:

Diese Phase beschleunige ich mit KI, diese Phase mache ich bewusst selbst, und hier prüfe ich das Ergebnis kritisch.

KI ist ein Assistent, kein Autopilot.

Diese Unterscheidung klingt einfach, wird aber im Alltag schnell verwischt. Deshalb lohnt es sich, sie am Anfang einmal klar zu formulieren.

KI-Workflow für Designer – Schritt fur Schritt vom Briefing bis zum Ergebnis 1KI-Workflow für Designer – Schritt fur Schritt vom Briefing bis zum Ergebnis 1

Phase 1: Das Briefing verstehen und schärfen

Die meisten Projekte scheitern nicht in der Ausarbeitung. Sie scheitern am Anfang, weil das Briefing unklar ist oder Fragen stellt, die niemand laut ausgesprochen hat. KI kann dir helfen, diese Lücken frühzeitig zu entdecken.

Briefings mit KI analysieren

Gib ein Briefing vollständig in ChatGPT oder Claude ein und bitte darum, Ungenaues, Widersprüchliches oder Fehlendes zu benennen. Das Ergebnis überrascht regelmässig: Fragen tauchen auf, die du sonst erst in der zweiten Projektbesprechung gestellt hättest.

Ein typischer Prompt dafür könnte so aussehen:
„Hier ist ein Projektbriefing für eine Website. Identifiziere offene Fragen, unklare Anforderungen und Punkte, die vor dem Start geklärt werden müssen.“

Mehr brauchst du nicht. Die KI liefert eine strukturierte Liste, die du im nächsten Kunden-Call direkt abarbeiten kannst.

Konzeptions Kit mit hilfreichen VorlagenKonzeptions Kit mit hilfreichen Vorlagen
Konzeptions Kit mit hilfreichen Vorlagen

Zielgruppen-Personas entwickeln

Personas entstehen oft aus Annahmen, nicht aus Fakten. KI kann dabei helfen, diese Annahmen zu schärfen und auf Plausibilität zu prüfen.

Beschreibe, was du über die Zielgruppe weisst, und lass dir Fragen stellen, die du noch nicht beantwortet hast. Kombiniert mit echten Nutzeraussagen oder Kundenfeedback, das du einspielst, entsteht eine deutlich präzisere Grundlage.

Wettbewerbsrecherche beschleunigen

Statt stundenlang durch Konkurrenz-Websites zu scrollen, kannst du KI bitten, typische Muster einer Branche zu beschreiben. Nicht als Ersatz für eigene Recherche, sondern als ersten Überblick:

  • Was sind gängige Positionierungsansätze?
  • Welche visuellen Sprachen dominieren?
  • Wo liegen offensichtliche Lücken?

Das gibt dir einen strukturierten Ausgangspunkt für die eigene Recherche.

Ein gutes Briefing ist die Hälfte des Projekts. KI hilft dir, die Fragen zu stellen, die das Briefing besser machen.

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Phase 2: Konzept und Ideenfindung

Die frühe Konzeptphase ist die Phase, in der KI am meisten bringt und gleichzeitig am stärksten in die Irre führen kann. Beides hängt davon ab, wie du sie einsetzt.

Visuelle Richtungen schnell erkunden

Früher bedeutete das Sondieren von Designrichtungen: stundenlange Moodboard-Recherche und -Erstellung, Abgleich mit Referenzprojekten, erste Skizzen. Heute kannst du mit Midjourney, Adobe Firefly oder Nano Banana in kurzer Zeit zwanzig visuelle Ansätze generieren, die unterschiedliche Stimmungen und Stile abbilden.

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Schnelle Moodboard-Richtungen dank KI.

Der Wert liegt nicht im generierten Bild selbst. Der Wert liegt darin, dass du dich schnell positionieren kannst:
Diese Richtung stimmt, diese nicht, und jene hat etwas, das ich weiterentwickeln will. Du fungierst als Kurator, nicht als Produzent.

Kreativtechniken mit KI kombinieren

Wer klassische Kreativitätstechniken kennt, kann sie direkt mit KI verknüpfen. Die SCAMPER-Methode zum Beispiel lässt sich wunderbar als Prompt-Struktur nutzen:
Substituieren, Kombinieren, Anpassen, Modifizieren, Anders verwenden, Eliminieren, Umkehren.

Bitte die KI, eine bestehende Idee durch jede dieser Linsen neu zu betrachten, und du bekommst Variationen, auf die du alleine vielleicht nicht gekommen wärst. Eine Übersicht weiterer Kreativtechniken, die auch mit KI gut funktionieren, findest du im Kreativtechniken-Artikel im Webdesign Journal.

Wann du den KI-Output verwirfst

Nicht jedes KI-Ergebnis ist ein Ausgangspunkt wert. Wenn du merkst, dass alle generierten Varianten generisch wirken, kein visueller Charakter erkennbar ist und das Ergebnis genauso gut zu zehn anderen Projekten passen würde, dann verwirfst du es und änderst den Ansatz.

Das ist keine Niederlage. Das gehört zum Prozess. KI macht Fehlversuche günstiger, nicht unmöglich.

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Phase 3: Das Design ausarbeiten

In der Ausarbeitungsphase verändert sich die Rolle von KI. Weniger Exploration, mehr gezielte Unterstützung bei konkreten Aufgaben.

Farb- und Typografiesysteme entwickeln

KI-Tools können Farbpaletten vorschlagen, die auf einem Stimmungsbild oder einer kurzen Beschreibung basieren. Das ist nützlich als Ausgangspunkt, aber selten das Endergebnis. Farbe trägt in guten Designs immer Bedeutung. Diese Bedeutung musst du selbst setzen.

Bei Typografie funktioniert ähnliches:
Beschreibe die Persönlichkeit einer Marke und lass dir Schriftkombinationen vorschlagen. Google Fonts Kombinator oder dedizierte KI-Typo-Tools liefern Vorschläge, die du dann auf ihre Eignung prüfst.

Bildinhalte generieren und vorbereiten

KI-generierte Bilder haben ihren Platz im Webdesign, aber dieser Platz ist nicht überall. Für abstrakte Hintergründe, generische Illustrationen oder schnelle Visualisierungen in Präsentation und Konzeptphase sind sie gut geeignet. Für den finalen Einsatz auf einer Unternehmenswebsite, wo Authentizität und Wiedererkennbarkeit wichtig sind, sind echte Fotos oder spezialisierte Illustrationen meist die bessere Wahl.

Kenne diesen Unterschied und kommuniziere ihn transparent gegenüber deinen Kunden.

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Die linken Bilder gehen noch durch, die rechten wirken dann wie Stockfotos, halt nur KI-generiert.

Copy und Microcopy vorformulieren

Button-Beschriftungen, Fehlermeldungen, Formular-Labels, Abschnittsüberschriften. Diese Texte schreiben Designer häufig nebenbei, ohne viel nachzudenken. KI kann hier sinnvoll entlasten: Beschreibe den Kontext, den gewünschten Ton und die Funktion des Elements, und lass dir Formulierungsvorschläge geben. Du prüfst und entscheidest. Das spart Zeit und verbessert die Qualität.

KI in Figma

Die Figma-Integration von KI-Funktionen wächst. Auto-Layout, generative Inhalte, Styling-Vorschläge und bald auch Copilot-Funktionen direkt in der Arbeitsoberfläche. Es lohnt sich, diese Entwicklung im Blick zu behalten und neue Features früh auszuprobieren. Nicht jede neue Funktion ist sofort sinnvoll im Alltag, aber wer fruehzeitig ein Gefühl dafür entwickelt, ist später im Vorteil.

KI beschleunigt die Ausarbeitung.
Aber Komposition, Konsistenz und die letzte Entscheidung bleiben bei dir.

Phase 4: Review und Qualitätskontrolle

Dieser Schritt wird im Zusammenhang mit KI selten erwähnt. Dabei ist er einer der nützlichsten.

KI als kritischer Sparringspartner

Zeig der KI dein fertiges Design, beschreibe, was du damit erreichen willst, und bitte um eine kritische Einschätzung:

  • Was könnte missverstanden werden?
  • Welche Elemente wirken unklar?
  • Wo gibt es mögliche Zugangsbarrieren?

Die KI sieht kein Bild. Sie reagiert auf deine Beschreibung. Das zwingt dich, das Design in Worte zu fassen, und allein das kann Schwächen sichtbar machen, die dir beim Betrachten nicht aufgefallen wären.

Accessibility-Checks

Farbkontraste prüfen, Alternativtexte für Bilder formulieren, Screenreader-taugliche Strukturen sicherstellen. KI kann dabei helfen, Checklisten abzuarbeiten und Alternativtexte zu formulieren. Die finale Prüfung mit echten Tools wie dem Farbkontrast-Prufer oder einem Screenreader bleibt Pflicht.

Texte gegenlesen lassen

Kurze Texte werden im Design oft vom Designer selbst formuliert und selten noch einmal prüfend gelesen. Lass die KI Tonalität, Verständlichkeit und Konsistenz prüfen. Besonders bei mehrsprachigen Projekten kann das viel Zeit sparen.

Was KI im Review übersieht

KI prüft nicht, ob ein Design zum Unternehmen passt. Sie weiss nicht, welches Gefühl ein Kunde beim ersten Sehen haben soll. Sie kennt keine Unternehmensgeschichte und keinen Marktkontext. Diese Einschätzung bleibt deine Aufgabe.

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Phase 5: Übergabe und Dokumentation

Dokumentation ist der Teil des Designprozesses, den die meisten am liebsten überspringen würden. KI nimmt ihm zumindest einen Teil der Schwere.

Technische Dokumentation erstellen

Beschreibe die wichtigsten Design-Entscheidungen und lass dir eine strukturierte Dokumentationsvorlage daraus entwickeln. Abstands- und Grössenregeln, Farbsystem, Schrifthierarchie, Komponentenverhalten. Das Grundgerüst kann KI liefern, du füllst es mit den spezifischen Inhalten deines Projekts.

Styleguide-Texte formulieren

Erklärende Texte in Styleguides sind oft trocken und schwer verständlich. KI kann helfen, diese Texte klarer und lesbarer zu machen. Beschreibe, für wen der Styleguide gedacht ist und welchen Wissensstand du voraussetzt, dann lass dir die Formulierungen vorschlagen.

Kundenpräsentation vorbereiten

KI kann dir dabei helfen, eine schlussige Argumentationslinie für die Präsentation zu entwickeln. Welche Designentscheidung braucht welche Erklärung? Welche Fragen stellt ein Kunde typischerweise? Wie formulierst du einen Konzeptansatz so, dass er verständlich und überzeugend ist, ohne zu technisch zu werden?

Die Präsentation selbst, die Dramaturgie, der Aufbau, das Timing, das bleibt deine Aufgabe. Aber die Vorbereitung geht schneller.

Welches Tool für welchen Schritt

Eine vollständige Tool-Übersicht würde diesen Artikel sprengen. Die folgende Tabelle zeigt einen praxisnahen Einstieg.

Phase Tools (Auswahl) Hauptnutzen
Briefing ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity Lücken aufdecken, Fragen generieren
Design-Konzept Midjourney, Firefly, Nano Banana Visuelle Richtungen explorieren
Ausarbeitung Figma AI, ChatGPT, Claude, Typo-Tools Variationen, Copy, Systeme
Review ChatGPT, Claude, Contrast Checker Sparringspartner, A11y-Checks
Dokumentation ChatGPT, Claude, Notion AI Struktur, Formulierungen, Klarheit

Fehler, die sich leicht vermeiden lassen

Wer KI neu in seinen Workflow integriert, macht ähnliche Fehler. Die gute Nachricht: Die meisten sind schnell erkannt und schnell behoben.

  • Zu früh auf den KI-Output verlassen. Wer in der Konzeptphase den ersten visuellen Vorschlag direkt weiterentwickelt, ohne breiter zu erkunden, verschenkt das grösste Potential von KI. Erst Breite, dann Tiefe.
  • Prompts zu vage formulieren. „Mach etwas Modernes“ liefert generische Ergebnisse. Je konkreter die Beschreibung, desto nützlicher die Ausgabe. Zielgruppe, Stimmung, Kontext, Einschränkungen, all das gehört in einen guten Prompt.
  • KI-Ergebnisse unreflektiert übernehmen. Ein KI-generiertes Bild, das gut aussieht, ist kein fertiges Design. Es ist ein Ausgangspunkt. Die Entscheidung, ob es geeignet ist, triffst du.
  • Den Kunden aus dem Prozess verlieren. Wer mit KI schneller wird, läuft Gefahr, weniger rückzufragen. Kundenfeedback und echte Nutzerperspektiven lassen sich nicht durch KI ersetzen.
  • KI als Beweis behandeln. „Die KI hat gesagt, das ist gut“ ist kein Argument. KI ist ein Werkzeug ohne Urteilsvermögen. Die Verantwortung für das Ergebnis liegt bei dir.

Schneller werden ist das eine. Besser werden ist das andere. Mit einem guten KI-Workflow kannst du beides erreichen.

Fazit

Ein guter KI-Workflow macht dich nicht zum Automatisierer. Er macht dich zu einem Designer, der weiss, wo seine Zeit und Energie am meisten bringen, und wo Maschinen die Routinearbeit übernehmen können.

Der Schlüssel ist Struktur. Nicht jeder Schritt im Designprozess profitiert gleich stark von KI. Wer das versteht, setzt KI gezielt ein statt wahllos. Das spart nicht nur Zeit, es verbessert auch die Qualität der Ergebnisse.

Fang mit einer Phase an. Nicht mit fünf gleichzeitig. Such dir die Phase aus, in der du gerade den grössten Zeitaufwand hast, und experimentiere dort. Wenn das funktioniert, erweiterst du den Ansatz Schritt für Schritt.

Weiterführende Artikel

KI-Kompass für Designer – Strategie, Workflow und Tätigkeiten im Überblick
Prompting für Kreative – So sprichst du mit der KI, damit sie dich versteht
Designprozess neu gedacht – Kreativität, Struktur und die Rolle der KI
Kreativitätstechniken – Klassische Methoden, die auch mit KI funktionieren



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Es kommt auf gute Teamstrukturen an › PAGE online


Satte 95 % nutzen Figma, aber es gibt immer noch zu wenig Ressourcen, um die Nutzung zu optimieren. Auch der organisatorische Support fehlt. Und das, obwohl Designsysteme doch eigentlich die Zusammenarbeit zwischen Design und Entwicklung verbessern sollen.

Es kommt auf gute Teamstrukturen an › PAGE online

Die Teams, die mit den Systemen arbeiten, sind sehr klein – auch in großen Unternehmen. Das lässt Rückschlüsse zu, die die Zufriedenheit betreffen. Da ist es nur nachvollziehbar, dass sich alle Beteiligten mehr Ressourcen wünschen. Das ist auch für den erfolgreichen Einsatz wichtig, denn auf die Teamstrukturen kommt es an.

Dieser Report gibt einen Überblick über den Stand der Designsysteme in 2026. Wir haben einige Punkte näher betrachtet.

Mehr Vertrauen durch bessere Kommunikation & Schulungen

Akzeptanz und Vertrauen sind laut Bericht immer noch nicht optimal, auch wenn insgesamt 42 % ein hohes Vertrauen in die Systeme haben und 49 % sehen es eher als moderat. Also müsste es in den Bereichen der Kommunikation der Systemstabilität und dem Zeitfaktor noch weiter Verbesserungen geben. Denn das seien Faktoren, die Vertrauen schaffen.

Geht es um die Zufriedenheit in puncto organisatorischem Support, sank die Prozentzahl von 42 % auf 32 %.  Das ist kein guter Wert, wenn man bedenkt, dass laut Report 82 % berichten, dass Designsysteme die Zusammenarbeit zwischen Design und Entwicklung eigentlich verbessern.

Aber es wird scheinbar an einigen Stellschrauben gedreht, zumindest zwecks der Dokumentation und dem Informationsfluss, denn ganze 90 % der Teams bieten das bereits an. Wobei es hier auch Nachbesserungsbedarf gibt, denn nur 40 % haben Workshops und Trainings implementiert, 34 % Onboarding-Materialien und 19 % Videos. 1-1-Hilfe gibt es immerhin zu 71 %. Aber Webinare sind bei den Befragten nur zu 6 % vorhanden.

Übrigens: Tool-King ist weiterhin Figma mit 95 % Nutzung.

Auf die Teamstrukturen kommt es an!

Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz von Designsystemen sind die Teams selbst und wie sie organisiert sind. Schon im Report des vorigen Jahres war der Punkt Ressource ein kritischer. Es wurde bemängelt, dass es einfach zu wenig Leute geben würde, die die Designsysteme managen. Das ist weiterhin der Fall, viele Teams berichten, dass sie mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen unzufrieden sind.

Der Report sagt, dass 87 % der Organisationen ein dediziertes Designsystem-Team haben, was im Vergleich zu Vorjahren leicht gestiegen ist. Die Teams selbst seien aber eher klein, meist bestünden sie aus nur 1–2 Personen, selten gebe es große Teams.

Aber die durchschnittliche Teamgröße wächst mit der Unternehmensgröße. Das ist nur eine logische Konsequenz, denn wo mehr Leute, da auch mehr Ressourcen. Schaut man sich aber die genauen Zahlen an, fällt auf, dass die Teams wirklich klein sind.

  • 1–100 Mitarbeitende (2), 100-1.000 (4), 1.000-5.000 (5), 5.000+ (11)

Daraus resultiert, dass sich die Teams unterbesetzt fühlen. Und das ist in allen Unternehmensgrößen gleichermaßen der Fall.

Die Herausforderungen & KI

Nicht überraschend nennen knapp mehr als die Hälfte Ressourcenknappheit als Herausforderung. Das betrifft auch das Community-Management. 10 % der Teams sehen Schwierigkeiten bei Integration und Aktualisierung.

Erfreulich ist, dass es hinsichtlich der Barrierefreiheit Fortschritte gibt, aber es gibt noch einiges an Verbesserungsbedarf.

Insgesamt stellen technologische Anpassungen auch eine große Herausforderung dar.

Im letzten Jahr ging es zudem darum, dass mehr Automatisierungen gewünscht sind. Diese sind trotz vorhandener Technologien immer noch wenig verbreitet. 37 % automatisieren, 32 % planen es und 68 % haben keine Automatisierung.

Besonders gefragt sind Dokumentations- und Prozessautomatisierung. Viele Teams wünschen sich Automatisierung bei Figma-Variablen, Release Notes, Asset-Generation und Versionierung. Hier kommt KI ins Spiel: Sie wird hauptsächlich für Code- und Dokumentationsgenerierung genutzt. 71 % verwenden KI für Code-Generierung und 60 % für Dokumentationsgenerierung.

Allerdings gibt es weiter Bedenken, denn 61 % befürchten, dass die KI nicht zuverlässig genug ist.

 

Der Report wurde von der Designsystem-Management-Plattform Zeroheight Mitte März 2026 veröffentlicht. 



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Studio Godewind › PAGE online


PAGE gefällt …: Studio Godewind, Designagentur aus Hamburg, die Brandings mit klugen Details und Packagings mit schönsten Illustrationen versieht, die das Buchdesign liebt – und den Moment im Prozess, wenn die Lust auf Veränderung spürbar wird.

Studio Godewind › PAGE online
© Evoto Bild: BJOERN LEXIUS

Name Studio Godewind

Location Hamburg-Altona

Web www.studiogodewind.de

Schwerpunkte Wir machen strategisch fundiertes Branding und Editorial Design für Marken, Produkte, Literatur und Soziales.

Start 2017

Strukturen Wir sind ein festes Team von 5 Leuten mit ganz unterschiedlichen Backgrounds aus Editorial, Strategie, Live Communication und klassischer Grafik – alle aber mit dem Schwerpunkt Branding. Und so arbeiten wir auch in unseren Projekten: Strategische Grundlagen, tragfähige Gestaltungskonzepte und dann ein Team aus Expert:innen für die jeweiligen Touchpoints. Für alles, wo das Ergebnis besser wird, wenn wir es nicht selbst machen, greifen wir auf unser tolles Netzwerk aus Freelancer:innen zurück.

Inspiration Bücher, Ausstellungen, Städtereisen – aber vor allem der Austausch mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen.

Ideensuche Erst verstehen, dann gestalten. Wir ziehen viele unserer Ideen aus dem direkten Gespräch mit unseren Auftraggeber:innen. Je besser wir die Branche, das Produkt, das Buch – worum auch immer es gerade geht – verstehen, desto klarere Bilder entstehen in unseren Köpfen. Im Branding arbeiten wir dann meist explorativ auf einem großen gemeinsamen Figma Board und nähern uns über Moods, Schriften, Farben und Formen ersten Ideen an. Bei Büchern lesen wir uns – wenn es schon ein Manuskript gibt – so tief rein, wie es das Projekt-Timing zulässt. Da ist die Geschichte, das Setting, die Vita der Autor:in dann meist schon Inspiration genug, um aus dem Gefühl zu einem Buch ein Cover zu entwickeln.

Arbeitsweise Das hängt immer davon ab, an welcher Stelle des gesamten Kreations-Prozesses wir einsteigen. Oft arbeiten wir mit Auftraggeber:innen in Transformationsprozessen, wie Kulturwandel, Generationswechsel oder inhaltlicher Neuausrichtung. Dabei entwickeln wir dann klare strategische Leitlinien für unsere Arbeit und die nächsten Schritte – und reden viel: mit den Stakeholdern und mit den Mitarbeitenden, die der Prozess betrifft. Das ist einer der besten Momente der Arbeit – wenn man merkt, dass da Bewegung in die Sache kommt, die Leute Lust darauf haben, das sich was verändert. Da wird viel Energie frei, auf die wir dann mit unserer Gestaltung aufsetzen können.
Im Gestaltungsprozess gibt es immer relativ früh den Moment, in dem jemand im Raum fragt: »Wollen wir mal gemeinsam drauf gucken?« und dann zeigen alle ihren bisherigen Stand, diskutieren, geben Feedback, schmeißen Sachen raus und reißen neue Sachen an. Das läuft iterativ, bis wir mit unserer ersten Schulterblick-Präsentation zufrieden sind. Ab da kommen unsere Auftraggeber:innen in den Abstimmungsprozess mit rein und gemeinsam bringen wir das Projekt dann an den Start.
Uns ist wichtig, dass am Ende alle – auf Kundenseite und bei uns im Team – mit Stolz auf das Ergebnis schauen können. Je nach Projekt geht’s dann im stetigen Austausch mit unseren Auftraggeber:innen weiter in die Ausarbeitung und Produktion.
Hier kommt unser großartiges Netzwerk ins Spiel: Ohne unsere Druckereien, Fotograf:innen, PR-Leute, Programmierer:innen und Expert:innen für Buchbinderei, Verpackungen, Messe oder Event wären unsere Projekte oft nur schöne Bilder. Aber mit ihnen können wir sicher sein, dass das Endergebnis herausragend wird.

Held:innen Jessica Walsh, Alex Center, Paula Scher, Brian Collins, Miranda July, Gerrit Ahnen, Tom Wibberenz und Angela Kühn.

Für wen wir einmal im Leben arbeiten möchten Auf der Wunschliste stehen gerade: Branding für eine Hotelkette – gern auch mit Einfluss auf das Interior-Design, Markenarbeit für ein Unternehmen oder Produkt mit Social Cause, hochwertig gestaltete und produzierte Geschäftsberichte und immer immer immer mehr Bücher.

Kund:innen Vagabund Brauerei, Lufthansa Technik, BGW, S. Fischer Verlage, Atelier Tietchen, Rowohlt Verlag, westermann Gruppe

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Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.





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