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tirreno im Test: Betrugserkennung nach dem Login


Wer Webdienste öffentlich anbietet, bekommt früher oder später ungewollten Besuch. Gegen diese bösen Akteure schützen Firewalls, Reverse-Proxys, Systeme zur Einbruchserkennung und IP-Blocker wie Fail2Ban. Allerdings helfen Blockaden nur bedingt, denn IP-Adressen allein sagen wenig aus. Wer sein Surfvergnügen etwa durch Apples iCloud Private Relay leitet, teilt sich die Exit-IP-Adresse mit vielen anderen und möglicherweise auch mit schwarzen Schafen.

Nur weil ein Client von einer unspektakulären IP-Adresse kommt und ein gültiges Passwort präsentiert, ist die Gefahr nicht automatisch gebannt. Denn auch nach dem Login kann viel Unfug passieren. Beispielsweise kommt der Kunde eines Webshops seit vielen Jahren von einer IP-Adresse aus Deutschland. Kurz nach der letzten Bestellung gelingt eine erfolgreiche Anmeldung aus Indien, gefolgt von einem Passwortwechsel. Für einen klassischen IP-Blocker ist das legitim, obwohl hier offensichtlich Zugangsdaten abgeflossen sind.

  • Das Securityframework tirreno ist eine Betrugserkennungssoftware, die ohne Cloud und KI auskommt.
  • Die Integration erfolgt durch Codeschnipsel in der zu schützenden Anwendung.
  • tirreno erkennt böswilliges Verhalten anhand von Indizien wie IP-Adresse, GeoIP, Uhrzeit, E-Mail-Adresse oder User Agent.


Markus Stubbig

Markus Stubbig

Markus Stubbig ist Systementwickler mit Schwerpunkt Netzwerk und Linux im Automobilumfeld.

Hier setzen Systeme zur Betrugserkennung wie tirreno an. Sie agieren als inoffizielle Mitarbeiter des Securityteams und überwachen die Anwender. Erscheint ihnen das Verhalten ungewöhnlich, schlagen sie Alarm. User bemerken das an ihrem gesperrten Konto und Administratoren und Administratorinnen sehen detailliert, welche Indizien zu dieser Sperrung geführt haben. Dabei ersetzt tirreno nicht die vorhandenen Komponenten des Sicherheitskonzepts, sondern ergänzt sie.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „tirreno im Test: Betrugserkennung nach dem Login“.
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Apple öffnet App Store in Brasilien für alternative Marktplätze


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

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Nach der EU und Japan führt Apple jetzt auch in Brasilien alternative App-Marktplätze ein und lässt dort andere Zahlungsmethoden für In-App-Käufe und digitale Güter zu. Der iPhone-Hersteller hatte dazu kürzlich eine Vereinbarung mit der brasilianischen Wettbewerbsbehörde Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE) getroffen, die von Apple eine Öffnung eingefordert hatte. Am Donnerstag kündigte Apple die konkreten Änderungen an.

Die Öffnung in Brasilien ist Ergebnis eines drei Jahre andauernden Kartellfalls in dem südamerikanischen Land. Ende Dezember 2025 hieß es in Medienberichten, dass die Anordnungen der Wettbewerbsbehörde schon im April 2026 umgesetzt werden sollen. Augenscheinlich hat es etwas länger gedauert. Apple erklärte, dass man mit der Behörde zusammengearbeitet habe, um Schutzmaßnahmen gegen neue Bedrohungen einzuführen, die aus der Öffnung entstehen.

Der Konzern im US-amerikanischen Cupertino lässt weiterhin keine Zweifel daran, dass er die verordneten Öffnungen problematisch findet. Die neuen Optionen eröffneten „neue Möglichkeiten für Malware, Betrug, Täuschungsversuche sowie Risiken für Datenschutz und Sicherheit“, bemängelt Apple in seiner Verlautbarung. Wie in der EU soll es eine Basisprüfung von iOS-Apps geben, einen Genehmigungsprozess für App-Marktplätze sowie Anforderungen, die dazu beitragen, Kinder vor unangemessenen Inhalten und Täuschungsversuchen zu schützen. Ganz ausschließen ließen sich die Risiken dadurch aber nicht.

Apple greift für seine Öffnung in Brasilien auf Instrumente und Vorgehensweisen zurück, die man vor einigen Jahren für die Erfüllung des Digital Markets Act (DMA) in der Europäischen Union geschaffen hat und die inzwischen auch in Japan Anwendung finden. So wird es neue Geschäftsbedingungen für Brasilien geben, die unter anderem die Einführung einer Provision für Kerntechnologien vorsieht. Diese hat eine Höhe von fünf Prozent und ähnelt der Kerntechnologiegebühr in der EU, die Apple für seine Basisleistungen erhebt, die trotzdem anfallen, wenn Entwickler ihre Apps über alternative Marktplätze vertreiben.

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Zudem wird es eine Provision von 15 Prozent auf Transaktionen für digitale Güter und Services geben, die über eine Website getätigt werden, die mit der App des Entwicklers verlinkt ist. Für Zahlungsabwicklungen über Apples App Store fällt eine zusätzliche Gebühr von fünf Prozent an. Die App-Store-Provision beträgt je nach Programm zehn oder 21 Prozent. Unter diesen neuen Geschäftsbedingungen sollen Entwickler, die digitale Waren und Services in Brasilien verkaufen, Apple denselben oder einen geringeren Betrag als heute zahlen. Wer keine digitalen Waren und Services verkauft, zahlt weiterhin keine Provisionen oder Gebühren an Apple.

Zum Schutz von Kindern konnte sich Apple mit der Behörde in Brasilien auf einige Vorkehrungen verständigen. Apps in der Kinderkategorie des App Store dürfen keine Links auf externe Webseiten mit Kaufmöglichkeiten enthalten. Für Nutzer unter 18 Jahren müssen Apps, die alternative Zahlungsmethoden verwenden, einen Schutzmechanismus einbauen, der vor einem Kauf die Zustimmung der Eltern oder Erziehungsberechtigten einholt. Auch dürfen Apps für Minderjährige nicht auf externe Transaktionsseiten verlinken. Apple arbeitet zudem an einer neuen API, über die Eltern Käufe außerhalb von Apples eigenem In-App-Kauf-System überwachen und genehmigen können.

Apple weist in seiner Mitteilung darauf hin, dass ähnliche Öffnungen in Europa und Japan dazu geführt haben, dass bestimmte App-Typen – darunter Pornografie-Apps – auf iOS verfügbar wurden, die zuvor nicht erlaubt waren. Inzwischen sind alternative App-Marktplätze in 29 Ländern verfügbar. Man sehe diese Entwicklung als warnendes Beispiel auch für Brasilien. Die Neuerungen stehen Entwicklern ab iOS 26.5 zur Verfügung.


(mki)



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Spuren einer Millionen Jahre alten kosmischen Explosion im Meeresgrund entdeckt


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Vor mehr als 100 Millionen Jahren kam es in der Nähe unseres Sonnensystems zu einem sehr seltenen und dramatischen Ereignis, einem sogenannten r-Prozess. Die Spuren davon hat ein deutsch-australisches Team auf dem Grund des Zentralpazifiks gefunden.

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Das Team des Helmholtz-Zentrum Dresden – Rossendorf (HZDR) und der Universitäten von Canberra und Sydney hat Eisen-Mangan-Krusten untersucht, mineralische Ablagerungen aus der Tiefsee. Darin fanden sie neben Spuren der radioaktiven Isotope Eisen-60 und Curium-247 auch das sehr seltene und langlebige Plutonium-244.

Letzteres entsteht in einem r-Prozess, eine Abkürzung für Rapid Neutron-Capture Process. Das ist ein Neutroneneinfangprozess, der bei hohen Neutronen-Dichten und Temperaturen abläuft und bei dem ein Atomkern in sehr kurzer Zeit extrem viele Neutronen einfängt. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Plutonium aus sehr seltenen kosmischen Explosionen stammt, wie sie etwa beim Verschmelzen zweier Neutronensterne oder sehr energiereichen Supernovae auftreten würden“, sagt Anton Wallner, Leiter der Abteilung Beschleuniger-Massenspektrometrie und Isotopenforschung am HZDR.

Danach habe sich das im interstellaren Medium verteilt und sei über Millionen Jahre hinweg kontinuierlich auf die Erde herabgeregnet, sagte Wallner weiter. Daraus schloss das Team, dass das Isotop bei einem Prozess entstand, der vergleichsweise lang her ist, denn nur so hatte das Isotop genügend Zeit gehabt, sich wie ein gleichmäßiger Schleier im interstellaren Medium zu verteilen. Aus der Halbwertszeit von Plutonium-244, die bei 80 Millionen Jahren liegt, ermittelten die Forscher, dass das r-Prozess-Ereignis – das letzte in unserer kosmischen Nachbarschaft -– vor mehr als 100 Millionen Jahren stattfand.

Das Eisen-60, das die Forscher ebenfalls in der Kruste nachwiesen, stammt hingegen von deutlich jüngeren Ereignissen: Das Isotop war in zwei Zonen konzentriert, anders als das gleichmäßig verteilte Plutonium. Der Eisen 60-Verlauf zeige zwei eindeutige Signaturen erdnaher Supernova-Explosionen, teilte das Team mit. Diese müssen aber jüngeren Datums sein, da die Halbwertszeit von Eisen-60 nur 2,62 Millionen Jahre beträgt.

Eisen-Mangan-Krusten sind Ablagerungen der Metalle aus dem Meerwasser. Sie wachsen millimeterweise über Millionen Jahre. Dabei nehmen sie auch Stoffe aus ihrer Umgebung auf und lagern sie ein, darunter auch Isotope aus dem Weltall.

Deren Konzentration ist dabei äußerst gering: ein Plutonium-Atom zwischen rund zehn Trilliarden anderer Atome. Erst seit kurzem steht die Technik zur Verfügung, um solche geringen Mengen zu detektieren. „Wir brauchen nur 100 Plutonium-Atome in der Endprobe, um eines davon im Detektor einzufangen. Diese Sensitivität ist weltweit einzigartig“, sagt Michael Hotchkis, leitender Wissenschaftler am VEGA. Das Instrument der Australian Nuclear Science and Technology Organisation in Sydney ist die derzeit einzige Maschine, die empfindlich genug ist, derartige kosmische Spuren nachzuweisen.

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Die Verschmelzung von Neutronensternen ist sehr selten. Zwei Ereignisse dieser Art wurden in den vergangenen letzten Jahren anhand von Gravitationswellen erfasst. Sie fanden aber beide in anderen Galaxien statt.


(wpl)



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App to date: Updatest für den Mac im Test


Wer unter macOS Programme von außerhalb des App Stores bezieht, muss deren Updates selbst im Blick behalten. Zwar weisen viele Programme schon beim Start auf Aktualisierungen hin, häufig passt der Zeitpunkt aber nicht. Wer sein System auf dem neuesten Stand halten will, muss zudem alle Apps einzeln starten.

Updatest durchsucht den Mac nach verfügbaren Aktualisierungen und kann sie größtenteils auch in einem Rutsch installieren. Es füllt damit die Lücke, die MacUpdater nach dem Ende der Weiterentwicklung Anfang 2026 hinterlassen hat. Das recht junge Tool zeigt sich mit einer moderneren, dreigeteilten Oberfläche und nistet sich auf Wunsch in der Menüleiste ein.

Im Hauptfenster listet Updatest nicht nur verfügbare Updates auf, sondern auch alle installierten Programme. Diese ordnet das Tool der jeweiligen Update-Quelle zu. So nutzen viele Entwickler das Sparkle-Framework, um beim Start nach Aktualisierungen zu suchen und die Installation anzustoßen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „App to date: Updatest für den Mac im Test“.
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