Apps & Mobile Entwicklung
Lara Croft kehrt zurück, Might & Magic, und mehr!
Es ist wieder die Zeit der Woche, in der wir die beiden beliebtesten App-Stores auf dem Markt durchforsten und herausfinden, welche Spiele und Apps es wert sind, auf eurem Smartphone installiert zu werden. Ihr werdet eine viel jüngere (und grünere) Lara Croft in ihrem eigenen Mobil-Auftritt finden, neben anderen Spielen und Produktivitäts-Apps, die sicherlich einen Platz auf eurem Gerät verdienen.
Wenn ihr die vergangenen Empfehlungen noch nicht ausprobiert haben, sollten Sie das unbedingt nachholen. Ansonsten können wir uns gleich auf alle fünf Empfehlungen stürzen. Es handelt sich um Apps, die sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store zu finden sind.
Grabräuber
Wow, ein Konsolenspiel auf einem Smartphone? Wie weit hat sich die Technik entwickelt? Das ist ein komplettes, kompromissloses Erlebnis – es gibt keine seltsamen, nur für Mobilgeräte geeigneten Abkürzungen oder fehlende Levels – und legt die Messlatte dafür, wie eine „Triple-A“-Portierung in meiner Handfläche aussehen sollte, wirklich hoch. Ich bin begeistert, denn ich habe das Spiel immer noch auf meinem Gaming-Laptop.
Die Benutzeroberfläche ist überraschend gut gestaltet, denn Touchscreen-Spiele neigen dazu, unübersichtliche Bedienelemente zu haben. Sie ist jedoch in hohem Maße anpassbar und sehr reaktionsschnell. Ich würde immer noch empfehlen, einen physischen Controller zu verwenden, aber die virtuelle Steuerung lässt sich ebenfalls gut nutzen. Tasten, die gerade nicht benötigt werden, werden einfach ausgeblendet. So kann man die cineastischen Ansichten der Insel genießen, ohne dass ein riesiger Joystick die Sicht versperrte.
Die Darstellung ist einfach unglaublich: Die Beleuchtung und die Charaktermodelle sehen fast so gut aus, wie ich sie vom großen Bildschirm in Erinnerung habe. Die Geschichte ist immer noch so fesselnd wie eh und je, und die Entwicklung, die Lara von einer verängstigten Überlebenden zu einer abgehärteten Entdeckerin durchmacht, ist einfach spitzenmäßig. Natürlich solltet ihr euer Handy häufig aufladen, denn dieses Spiel saugt den Akku schnell leer. Denkt auch daran, genügend Speicherplatz auf eurem Handy zu haben, da das Game eine ganze Menge davon beansprucht.
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Lasst euch nicht vom Preis abschrecken. Euch erwartet eine ausgefeilte, düstere und atmosphärisch dichte Reise, die beweist, dass Mobile Gaming auch mit großen Titeln umgehen kann, wenn es richtig gemacht wird. Wenn du diese Version von Laras Geschichte noch nie gespielt hast, oder wenn du einfach nur einen Nostalgietrip mit besserer Grafik suchst, kann ich dir dieses Spiel nur empfehlen.
Tavern Tale
Ich bin immer neugierig auf Spiele, die ein spannendes Abenteuer mit ein wenig Management verbinden. Es scheint, dass Tavern Tale genau den richtigen Punkt getroffen hat. Die Prämisse ist eigentlich ziemlich cool – die ganze Welt wurde von einer Hexe in einen mysteriösen Würfel gestopft, und meine winzige Taverne ist der einzige sichere Zufluchtsort. In letzter Zeit ist es mein „Chill-out“-Spiel, bei dem ich ein paar gefährliche Pfade im Würfel erkunde und mich dann in die Wärme des Kamins zurückziehe, um mich neu zu sammeln.
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Die Benutzeroberfläche ist genau das, was ich von einem modernen „gemütlichen“ RPG erwarte – sie ist bunt, auf eine niedliche 3D-Art etwas klobig und wirklich einfach zu navigieren. Ich finde es toll, dass die Taverne als zentraler Anlaufpunkt dient, so dass sie sich weniger wie ein Menü anfühlt, sondern eher wie eine Heimatbasis, in der ich mich tatsächlich gerne aufhalte.
Auf dem Schlachtfeld ist die Steuerung sehr reaktionsschnell, was eine Erleichterung ist, denn obwohl es sich um ein „gemütliches“ Spiel handelt, können die Roguelike-Kämpfe überraschend schnell werden. Es ist eine der seltenen mobilen Benutzeroberflächen, bei denen man nicht das Gefühl hat, dass sie den Bildschirm mit einer Million winziger Grafiken vollstopfen, was das ganze Erlebnis viel eindringlicher macht.
Ich weiß, dass ich süchtig bin, wenn ich jedes Mal, wenn ich das Spiel gestartet habe, das Gefühl hatte, „nur noch eine Runde“ zu spielen. Das Game schafft es, das normalerweise stressige Roguelike-Genre in eine warme, düstere Fantasy-Decke zu hüllen, so dass ich immer wieder zurückkehren wollte.
Might & Magic Fates TCG
Ich muss sagen, dass ich als langjähriger Fan des Might & Magic-Universums sowohl aufgeregt als auch ein wenig skeptisch war, als ich hörte, dass Ubisoft ein neues Kartenspiel herausbringen würde. Als ich es spielte, fand ich, dass es für einen mobilen Titel eine überraschend tiefgehende Erfahrung ist. In der Tat ist es perfekt, um eine schnelle Partie zu spielen, egal ob ich unterwegs bin oder einfach nur auf der Couch liege. Es fühlte sich wie ein echter Versuch an, die klassische High-Fantasy-Erzählung in ein modernes, wettbewerbsorientiertes Kartenspielformat zu bringen.
Die Benutzeroberfläche ist für mich einer der Höhepunkte; sie ist schlank, ausgefeilt und sieht genauso aus, wie ein erstklassiger 2026-Titel aussehen muss. Alles, vom Deckbau-Bildschirm bis zum eigentlichen Schlachtfeld, fühlt sich sehr „High-Fantasy“ an, mit leuchtenden Runenrändern und flüssigen Animationen, die mein Handy nicht überhitzen. Mir gefällt sehr, wie intuitiv die Karteninteraktionen sind – einfach ziehen und ablegen, und die visuelle Rückmeldung ist gelungen und erfolgt prompt.
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Dieser Titel hat meine Sehnsucht nach einem strategischen Kartenspiel mit viel Hintergrundwissen für unterwegs definitiv gestillt. Es handelt sich nicht nur um ein einfaches Spin-Off, sondern um eine gut durchdachte Ergänzung der Reihe, die das Ausgangsmaterial respektiert und gleichzeitig für neue Spieler zugänglich ist. Jeder, der auf Spiele wie Hearthstone oder Magic: The Gathering steht und etwas mit mehr klassischem RPG-Feeling sucht, wird hier einen geeigneten Kandidaten finden.
Pixel-Lesezeichen
Ich muss zugeben, dass ich eine Art digitaler Hamster bin, wenn es um interessante Artikel und zufällige Videos geht, es war aber immer schwierig, sie alle zu organisieren. Seit kurzem verwende ich Pixel Bookmarks auf meinem Handy, und es ist wirklich ein frischer Wind im Vergleich zu den unordentlichen, eingebauten Lesezeichenordnern, die die meisten Browser bieten.
Pixel Bookmarks wird als moderner Link-Manager vermarktet und bisher wurde es dem Hype gerecht. Denn es ist der zentrale „Warteraum“ für alles, was ich später lesen oder ansehen möchte. Das erste, was mich beeindruckt hat, war die Benutzeroberfläche; sie verwendet die saubere Material-You-Designsprache, wodurch sich alles sehr glatt und nativ anfühlt.
Ich erhalte einen Überblick über visuelle Miniaturansichten und Untertitel, damit ich mich daran erinnern kann, warum ich einen Link überhaupt gespeichert habe. Das Navigieren durch die App ist ein Kinderspiel. Sie ist flott und nicht mit unnötigen Menüs überladen. Ich schätze es sehr, dass ich zwischen einer visuellen Kartenansicht und einer kompakteren Liste wechseln kann, je nachdem, wie tief ich in die Materie eindringen möchte.

Letztendlich ist Pixel Bookmarks eine der Anwendungen, von denen ich nicht wusste, dass ich sie brauche, bis ich sie tatsächlich benutzt habe. Es ist der perfekte Mittelweg für alle, die Tools wie Notion zu komplex finden, aber Standard-Browser-Lesezeichen für zu primitiv halten.
BNESIM
Ich habe viel Zeit damit verbracht, nach dem perfekten Reisebegleiter zu suchen, mit dem ich ohne teure Roaming-Gebühren in Verbindung bleiben kann, wenn ich ins Ausland fahre. Schließlich habe ich mich entschlossen, BNESIM auszuprobieren. Da es sowohl im Play Store als auch im App Store erhältlich ist, war der Einstieg sehr einfach. Ich bin wirklich beeindruckt, wie viel hier in eine einzige App gepackt wurde – es geht nicht nur um Daten, sondern es ist, als hätte ich einen globalen Telekommunikationsknotenpunkt in meiner Tasche. Egal, ob ich grenzüberschreitend unterwegs bin oder nur eine Backup-Leitung zu Hause benötige, offenbar wurde an alles gedacht, was ein moderner Nomade braucht.
Die Benutzeroberfläche erweist sich als überraschend schlank und modern, was ich von einer Telekom-App nicht erwartet hätte. Das Navigieren durch die verschiedenen Abschnitte, um Daten zu kaufen oder eine virtuelle Nummer einzurichten, ist ziemlich intuitiv, und ich hatte nicht das Gefühl, in Menüs zu ertrinken. Die App ist so übersichtlich, dass es nur ein paar Fingertipps braucht, um mein Guthaben abzurufen oder meine eSIM aufzuladen. Die Einrichtung des Kontos war eine schmerzlose Angelegenheit, was eine gute Sache ist.
Was die Vorteile angeht, so ist die Flexibilität der größte Pluspunkt. Ich finde es toll, dass die Datentarife nicht auslaufen – für jemanden wie mich, der nicht jeden Monat verreist, ist das ein echter Vorteil. Außerdem ist der Zugriff auf virtuelle Nummern aus über 100 Ländern eine tolle Sache, um auch unterwegs erreichbar zu bleiben. Auf der anderen Seite kann die schiere Anzahl der Optionen anfangs ein wenig überwältigend sein, wenn man nur einen schnellen Datentarif möchte. Ich empfand die „KI“-Funktionen eher als „aufgesetzt“ denn als wesentliche Tools. Aber es macht trotzdem Spaß, mit ihnen zu spielen.
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Insgesamt hat sich BNESIM definitiv einen Platz auf meiner „Must-have“-Reiseliste verdient. Es nimmt mir den Stress, jedes Mal, wenn ich in einem neuen Land lande, eine lokale SIM-Karte zu finden. Und die Tatsache, dass es so nahtlos mit iPhone und Android-Geräten funktioniert, ist ein großer Bonus.
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Steam: Valve testet neue Startseite für Desktop und Steam Deck

Im Rahmen des Steam-Betaprogramms können Spieler fortan eine neue Startseite für den Desktop-Client, Big-Picture-Modus und das Steam Deck ausprobieren. Spiele sollen sich leichter finden lassen, indem mehr Inhalte und Informationen angezeigt werden. Qualitativ legt Valve mit höherer Auflösung für das Artwork der Spiele nach.
Die Überarbeitung der Startseite lässt sich über die Teilnahme an der Steam-Client-Beta ausprobieren. In den Steam-Einstellungen finden Spieler den entsprechenden Schalter. Auswirkungen hat das Beta-Update auf den klassischen Desktop-Client, den Big-Picture-Modus und die Steam-Oberfläche auf dem Gaming-Handheld Steam Deck.
Vereinheitlichung der Elemente der Benutzerfläche
Valve will mit der Beta laut eigener Beschreibung unter anderem erreichen, dass die im Laufe der Jahre eingeführten neuen Bereiche und Möglichkeiten, wie Anwender die Spiele auf der Plattform entdecken und mehr über sie erfahren können, auf einer Startseite mit einem einheitlichen Erscheinungsbild dargestellt werden. Das Ziel sei auch gewesen, die verschiedenen Elemente der Benutzerfläche zu vereinheitlichen, ohne dass dabei die Einzigartigkeit der einzelnen Bereiche verloren geht.
Im Bereich „Angesagt und empfohlen“ werden dem Spieler jetzt detailliertere Informationen angezeigt, warum ein Spiel vorgeschlagen wird, sowie eine Zusammenfassung von Nutzerrezensionen. Sobald der Mauszeiger über das Artwork eines Spiels bewegt wird, startet ein kurzer „Mikrotrailer“ des Spiels. Dem Karussell der vorgeschlagenen Games hat Valve zudem eine schnelle Vorschau auf benachbarte Titel hinzugefügt. Spielern bleibt aber die Option, die Anzeige der Mikrotrailer und animierten Marketingelemente in den Shop-Einstellungen von Steam zu deaktiviert.
Unendliches Scrollen für die Startseite
Rabattierte Spiele und spezielle Events werden auf der Startseite jetzt von größeren Artworks mit höherer Auflösung begleitet. In der Entdeckungsliste ist das Stöbern ohne Verlassen der aktuellen Seite möglich. Außerdem zeigt Steam Kurzbeschreibungen und andere relevante Informationen an, sobald der Mauszeiger über diverse Elemente der Startseite bewegt wird. Die Benutzeroberfläche wurde auch dahingehend aktualisiert, um einen besseren Kontrast und eine bessere Lesbarkeit zu bieten. Hinzu kommt das unendliche Scrollen auf der Startseite, sodass nach unten hin immer wieder neue Elemente ergänzt werden.
Zwei neue Bereiche für Rabatte
Zwei neue Bereiche bietet die Startseite ebenfalls. Zum einen führt die Wunschliste Spiele auf, für die gerade ein Rabatt gewährt wird. Und zum anderen gibt es jetzt einen dedizierten Bereich für Zusatzinhalte mit Rabatt für Spiele aus der eigenen Bibliothek.
Apps & Mobile Entwicklung
Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Docking Station im Test
Thunderbolt 5, DisplayPort 2.1 und ein interner M.2-Steckplatz für SSDs: Mit der Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Docking Station liefert Ugreen aktuelle Technik für aktuelle Notebooks, die sich mit bis zu 140 Watt bei 240 Watt Gesamtleistung laden lassen. Im Test offenbart das Dock nur eine einzige Schwachstelle.
Die Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Docking Station ist das neue Flaggschiff von Ugreen mit 17 Anschlüssen für Datenübertragung, Video, Netzwerk, Speicher und Stromversorgung und einer integrierten M.2-Speichererweiterung fürs Notebook. Die Docking Station ist also nicht mehr nur Bindeglied zwischen Notebook, Monitor, Peripherie und Speichermedien, sondern kann mit einer M.2-SSD selbst zum externen Speicher werden. Mit Thunderbolt 5 erreicht das Dock eine Bandbreite von bis zu 120 Gbit/s (unidirektional) beziehungsweise 80 Gbit/s (bidirektional). Um nicht nur das verbundene Notebook mit Energie zu versorgen, sondern auch alle angeschlossenen Geräte und Medien, liefert die Docking Station eine Gesamtleistung von 240 Watt.
Diese Leistung und Technik hat einen hohen Preis. Die unverbindliche Preisempfehlung der Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Docking Station beträgt 459,99 Euro. Zum Verkaufsstart kostet sie allerdings mit 69 Euro Rabatt vorerst nur 390,99 Euro. Ugreen gewährt auf die Docking Station zwei Jahre Garantie.
Die Anschlüsse des Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5
Für die Verbindung zwischen der Ugreen Docking Station und dem Notebook kommt Thunderbolt 5 zum Einsatz. Ein passendes Kabel liefert Ugreen mit. Thunderbolt 5 liefert bis zu 120 Gbit/s in eine Richtung und bis zu 80 Gbit/s bei dem Datentransfer in beide Richtungen. Das ist eine Verdopplung der Bandbreite gegenüber Thunderbolt 4, das bis zu 40 Gbit/s übertragen kann.
Zu beachten ist, dass bei Windows-Notebooks keine Thunderbolt-3-Geräte unterstützt werden. Geräte mit Thunderbolt 5, Thunderbolt 4 und USB 4 werden hingegen unterstützt. Bei MacBooks können allerdings auch die M1-, M2- und M3-Modelle mit Thunderbolt 3 genutzt werden.
Über den Thunderbolt 5 Upstream zum Notebook kann das verbundene Gerät auch mit bis zu 140 Watt geladen werden. Selbst stromhungrige Notebooks lassen sich so mit Energie versorgen, sofern sie das Laden über Thunderbolt unterstützen.
An der Vorderseite finden sich davon folgende Anschlüsse: Power-Taste, 3 × USB-C, TF- und SD-Kartenleser und der Audio-Combo-Anschluss für ein Headset mit Mikrofon. Der TF-/SD-Kartenleser unterstützt Karten bis zu 312 MB/s. An der Rückseite sind dementsprechend folgende Anschlüsse platziert: Audio-In und Audio-Out, 3 × USB-A, LAN mit 2,5 Gbit/s, DisplayPort 2.1, 2 × Thunderbolt 5 (Downstream), Thunderbolt 5 Upstream und der Stromanschluss für das externe Netzteil, das bis zu 240 Watt liefert.
Das Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 misst 13,3 × 13,3 × 5,5 cm und wiegt ohne externes Netzteil rund 870 Gramm.
Transferraten der Anschlüsse
Für einen Test der Transferraten der unterschiedlichen Anschlüsse greift ComputerBase auf eine externe Thunderbolt-3-SSD, eine an einem SATA-USB-A-Adapter betriebene Samsung 840 Pro und die Seagate Innov8, eine externe USB-3.1-HDD, zurück. Bei allen wird die Übertragungsgeschwindigkeit zum Notebook mit ihrem jeweiligen Anschluss ermittelt, wobei 10 GB übertragen werden.
Sowohl über Thunderbolt, USB-A als auch USB-C sind die Transferraten über das Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 nahezu identisch zu denen, die erzielt werden, wenn die jeweiligen Speichermedien direkt an das Notebook angeschlossen werden. Ob der externe Speicher langsam oder schnell ist, spielt dabei keine Rolle.
Der Netzwerkanschluss des Ugreen-Docks bietet 2,5 Gbit/s und ist somit auf schnellere Netzwerke ausgelegt, auch wenn noch keine 10 GbE geboten werden. Ein angeschlossenes Notebook muss so aber nicht auf WLAN zurückgreifen, sondern kann automatisch den schnelleren LAN-Anschluss nutzen. Um die Bandbreite des LAN-Ports zu testen, kommt die Thunderbolt-3-SSD zum Einsatz, die am Dock angeschlossen ist und auf die über das Netzwerk zugegriffen wird. Dafür ist das Ugreen-Dock an einen 10-Gigabit-Switch angeschlossen, mit dem auch ein PC verbunden ist, der über eine 10-Gigabit-Netzwerkkarte verfügt. Die Transferrate von der Thunderbolt-3-SSD zum Computer liegt bei rund 261 MB/s, womit das Schnittstellenlimit der 2,5-Gigabit-LAN-Verbindung des Docks erreicht wird.
Die Ladeleistung des Ugreen-Docks
Bis zu 240 Watt soll die Docking Station maximal bereitstellen können, wobei hierzu auch die Leistungsaufnahme des Docks selbst und der M.2-SSD gezählt werden muss, sofern eine verbaut wird. Die Docking Station allein benötigt rund 10 bis 15 Watt während des Betriebs – im eingeschalteten Stand-by ohne verbundene Geräte zeigt das Messgerät 0 Watt an.
Über die beiden linken USB-C-Anschlüsse an der Vorderseite werden 60 Watt unterstützt, die allerdings auf beide Anschlüsse aufgeteilt werden. Wird nur ein Gerät verbunden, kann dieses allein bis zu 60 Watt nach PD abrufen, was im Test zum Beispiel mit dem Aufladen der Ugreen Nexode Powerbank 20k 165W (Test) auch problemlos geklappt hat. Werden zwei Geräte verbunden, stehen diesen zusammen maximal 60 Watt zur Verfügung, jedem dann jedoch noch maximal 30 Watt. Es kann also nicht ein Gerät 50 Watt und das andere 10 Watt abrufen. Wie schnell der dritte USB-C-Anschluss Geräte lädt, gibt Ugreen nicht an. Die beiden hinteren Thunderbolt-5-Anschlüsse liefern jeweils bis zu 15 Watt. Die USB-A-Anschlüsse liefern jeweils bis zu 4,5 Watt.
Wer nur diese Leistungsaufnahmen addiert, kommt bereits auf 243,5 Watt Gesamtleistung. Alle Ports gleichzeitig liefern diese Leistung also nicht. Ugreen erklärt gegenüber ComputerBase, dass die Ladeleistung der Ports dynamisch dem Bedarf angepasst wird, sofern das Limit von 240 Watt überschritten wird – was in der Praxis sehr selten der Fall sein dürfte.
Bis zu 3 externe Displays
Bis zu drei Displays können über den DisplayPort 2.1 und die beiden Thunderbolt-5-Anschlüsse mit der Docking Station verbunden werden. Ob drei Displays auch angesteuert werden können, hängt vom Notebook und dessen Grafikchip ab. M4-MacBooks unterstützen beispielsweise zwei externe Displays mit bis zu 6K@60Hz. M1-, M2- und M3-MacBooks mit Thunderbolt 3 unterstützen hingegen maximal ein externes Display mit 4K@60Hz. Über das Ugreen-Dock kann ein einzelner Monitor theoretisch mit bis zu 8K bei 60 Hz angesprochen werden.
Auch schnelle Bildwiederholraten von bis zu 240 Hz bei 4K-Auflösung sind mit dem Dock dank TB5 mit DP Alt Mode und DisplayPort 2.1 jedoch kein Problem.
HDMI wird am Gerät selbst nicht geboten, aber ein USB-C-zu-HDMI- oder DisplayPort-zu-HDMI-Adapter kann problemlos genutzt werden, wenn der Monitor dies erfordert.
M.2 für schnellen Speicher
An der Unterseite des Docks ist eine Abdeckung mit einer Schraube, unter der sich der M.2-Steckplatz verbirgt. In diesen kann eine M.2-NVMe-SSD eingesetzt werden. Als Formate werden 2230, 2242, 2260 und 2280 unterstützt. Bis zu 8 TB lassen sich so derzeit zusätzlich im Dock unterbringen, auf die von verbundenen Geräten jederzeit zugegriffen werden kann. So lässt sich theoretisch auch bei Notebooks, bei denen sich der interne Speicher nicht erweitern lässt, dieser einfach vergrößern, ohne dass eine externe SSD per USB verbunden werden muss.
Der M.2-Anschluss ist nach PCIe Gen4 x4 angebunden, unterstützt also in der Theorie einen Datendurchsatz von knapp 8 GB/s.
Für die Kühlung der eingesetzten M.2-SSD liegt ein Wärmeleitpad bei, das die Unterseite der Abdeckung mit der SSD verbindet.
Transferrate der internen M.2-SSD
Als interne M.2-NVMe-SSD kommt eine Samsung 980 Pro mit 1 TB (Test) zum Einsatz, die je nach Test 3.600 bis knapp 4.000 MB/s erreicht.
Mit einer realen Datenübertragungsrate im Test von 3.888 MB/s (lesend) wird diese Leistung auch beim Einbau der SSD in das Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 beim Zugriff über das verbundene Notebook abgerufen. Beim Schreiben auf die SSD im Dock wird diese Geschwindigkeit mit knapp 2.000 MB/s im Test nicht ganz erreicht, aber im Alltag reicht das immer noch mehr als aus.
Aktive Kühlung
Bis zu 240 Watt Leistung und schnelles Thunderbolt 5 lassen sich trotz massivem Gehäuse nicht gänzlich passiv kühlen. Das Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 nutzt deshalb einen kleinen Lüfter am hinteren Boden, der warme Luft nach hinten aus der Docking Station bläst und über die Seiten frische Luft einsaugt. Auf diese Weise soll aber auch ein dauerhaft stabiler Betrieb unter Maximalbelastung gewährleistet sein. Die Betriebstemperatur gibt Ugreen mit 0 bis 40 Grad Celsius an.
Schon bei geringer Leistungsaufnahme von nur rund 15 Watt, die erreicht wird, indem ein aufgeladenes MacBook Air M4, eine SSD im Dock, LAN und zwei Monitore verbunden sind, läuft der integrierte Lüfter nach kurzer Zeit an. In ruhiger Umgebung ist er hörbar, wenn es ansonsten still ist. Nicht störend laut, durchaus sehr leise, aber eben hörbar. Dafür dreht er auch bei 60 Watt Last nicht auf, sondern bleibt auf diesem leisen Niveau. Auch ohne installierte M.2-SSD zeigt sich dieses Verhalten. Hier hängt es vor allem davon ab, was für ein Notebook man nutzt. Hat dieses schon einen hörbaren Lüfter, wird dieser das Dock übertönen. Ist das Notebook hingegen im Alltag unhörbar leise und es auch ansonsten ruhig, wird man den Lüfter des Ugreen-Docks hören.
Dabei scheint durchaus noch Spielraum zu bestehen, den Lüfter erst später einzuschalten. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Docking Stations wird das Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 im normalen Betrieb gerade einmal handwarm – an manch anderer Docking Station verbrennt man sich hingegen fast die Finger. Viele Nutzer dürften ein wärmeres Gehäuse mit lüfterlosem Betrieb vorziehen.
Fazit
Die Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Docking Station ist mit sehr vielen Anschlüssen und sogar einem internen M.2-Steckplatz für SSDs ausgestattet und verrichtet ihren Dienst im Test zuverlässig und problemlos. Angeschlossene Geräte werden jederzeit zuverlässig erkannt und mit dem Notebook verbunden und auch die interne SSD lässt sich als externe Speichererweiterung, die immer automatisch mit dem Notebook verbunden wird, schnell ansprechen.
Mit insgesamt bis zu 240 Watt Ausgangsleistung wird nicht nur das Notebook mit bis zu 140 Watt schnell geladen, sondern über USB-C lassen sich bei Bedarf bis zu 60 Watt für ein Smartphone oder Tablet abrufen.
Nutzt man die beiden Thunderbolt-Anschlüsse an der Rückseite für Displays, steht kein Thunderbolt-Port mehr für Peripherie zur Verfügung. Besitzt man ein externes Speichermedium, das über Thunderbolt angeschlossen werden soll, um maximale Leistung zu erzielen, sollte man deshalb den DisplayPort des Ugreen-Docks nutzen. Schnelle Bildwiederholraten externer Monitore sind dank der aktuellen Anschlüsse kein Problem für die Docking Station von Ugreen.
Nicht jedem gefallen wird, dass an der Vorderseite ausschließlich USB-C-Anschlüsse platziert sind und nicht wenigstens auch ein USB-A-Anschluss für klassische USB-Sticks. Da die Rückseite des Docks häufig mit Kabeln belegt und schlecht zugänglich ist, wird man für USB-A deshalb schnell wieder zu einem Adapter greifen.
Ein Manko und für viele wahrscheinlich ein entscheidendes, ist der integrierte Lüfter, der schon bei geringer Last nach kurzer Zeit anspringt und dann auch dauerhaft läuft. Er ist zwar sehr leise, auf dem Schreibtisch bei ansonsten lautloser Umgebung jedoch zu hören. Ärgerlich, zumal die Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Docking Station im Betrieb selbst mit eingebauter SSD kaum warm wird. Hier hätte Ugreen also vielleicht noch etwas Spielraum gehabt, den Lüfter erst bei höheren Temperaturen drehen zu lassen.
An Technik und Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Sie fällt hervorragend aus. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung der Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Docking Station von 459,99 Euro hat die üppige Ausstattung allerdings auch ihren Preis. Zum Verkaufsstart kostet sie derzeit mit 69 Euro Rabatt 390,99 Euro*.
Die Anker Prime TB5 Docking Station mit 14 Anschlüssen kostet derzeit hingegen 419 Euro*. Die CalDigit TS5 Plus bietet mit 20 Anschlüssen zwar noch mehr, ist aber selbst für 600 Euro* schlecht verfügbar und soll zudem starke Probleme mit Überhitzung haben.
ComputerBase hat die Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Docking Station leihweise von Ugreen zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Apps & Mobile Entwicklung
Wer ist Schuld? Der RAM!: Raspberry Pi 4, 5, 500+ und fast der ganze Rest werden teurer

Die Raspberry Pi Foundation hat eine Preiserhöhung für einen Großteil des aktuellen Portfolios angekündigt. Betroffen sind die Einplatinen-Computer Raspberry Pi 4 und 5, der Tastatur-Mini-PC Raspberry Pi 500(+) und die Compute Module. Hintergrund: Der teurere LPDDR4(X). Parallel wird ein Raspberry Pi 4 mit 3 GB eingeführt.
Nur 1- und 2-GB-Systeme sind sicher
Der Aufpreis beläuft sich bei den Raspberry Pi auf 25 US-Dollar je 4 GB Speicher, beim Raspberry Pi 500+ mit 16 GB LPDDR4X sind es mit 150 US-Dollar sogar 37,50 US-Dollar pro 4 GB. Ausgenommen sind die Varianten mit nur 1 oder 2 GB RAM. Dafür ist auch der neue Raspberry Pi AI HAT+ 2 betroffen.
Eine neue Wahl mit 3 GB
Ganz neu ist die Variante des Raspberry Pi 4 mit 3 GB LPDDR4-3200, er wird für 83,75 US-Dollar ins Programm aufgenommen und kann ab sofort bestellt werden.
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