Künstliche Intelligenz
Polyarc reagiert auf VR-Krise und bringt Klassiker „Moss“ auf PC und Konsolen
Die mittlerweile zwei Hauptteile und ein Spin-off umfassende VR-Reihe „Moss“ soll im Sommer 2026 in einer überarbeiteten Fassung unter dem Titel „Moss: The Forgotten Relic“ erscheinen. Das Spiel soll beide Teile zu einem Gesamtpaket bündeln und neben PC auch auf Playstation, Xbox sowie Nintendo Switch erscheinen. Damit verlässt die Reihe erstmals ihre ursprüngliche Plattform Virtual Reality.
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Neue Version mit Anpassungen für klassische Steuerung
„Moss“ gilt als eines der prägenden VR-Spiele der vergangenen Dekade und ist ein Paradebeispiel dafür, wie gut ruhige und erzählerische Erlebnisse in Virtual Reality funktionieren können. „Moss“ (2018) und „Moss: Book II“ (2022) eignen sich auch ideal für VR-Einsteiger oder Menschen, die anfällig für Motion Sickness sind, da es keine künstliche Bewegung erfordert.
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Stattdessen blicken Spieler in der VR-Brille auf eine detailreiche Diorama-Welt und erleben ein märchenhaftes Abenteuer, das wie ein interaktives Bilderbuch inszeniert ist. Dabei spielt sich „Moss“ auf zwei Ebenen ab: Um die Maus Quill per Controller durch die jeweiligen Areale bewegen zu können, müssen Spielende auch die räumlich wahrgenommene Umgebung manipulieren.
Dadurch hebt sich die Reihe spürbar von reinen Plattformern ab. Um dieses hybride Spielerlebnis auf den Monitor zu übersetzen, führt Entwickler Polyarc eine sogenannte „Smart-Follow-Kamera“ ein. Dadurch soll sich die Perspektive automatisch anpassen. Neben besserer Grafik und flüssigerer Darstellung nennt das Studio für die überarbeitete Version auch neue Zwischensequenzen und eine Option, Kämpfe zu überspringen. Zusätzlich integriert die Neuauflage sämtliche Zusatzinhalte, darunter den „Twilight Garden“-DLC.
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VR-Krise als Auslöser
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Warum die Entwickler diesen Schritt nun gehen, dürfte mit dem Rückzug Metas aus der Spieleentwicklung und -förderung zu tun haben. Polyarc erklärte im April, dass ein größeres Projekt eingestellt wurde, nachdem keine Finanzierung gesichert werden konnte. In der Folge musste das Studio laut eigenen Aussagen rund zwei Drittel der Belegschaft entlassen.
Solche Entwicklungen sind aktuell branchenweit zu beobachten. Der britische VR-Publisher nDreams musste ebenfalls Stellen abbauen, schloss Entwicklerstudios und stellte den Online-Shooter „Frenzies“ ein. Zuletzt berichteten entlassene Angestellte auf LinkedIn von der Schließung des Traditionsstudios Survios. Eine offizielle Bestätigung steht noch immer aus. Auch Survios ging bereits diesen Schritt und portierte das VR-Spiel „Alien: Rogue Incursion“ auf PC und Konsolen – wohl ohne Erfolg.
(joe)
Künstliche Intelligenz
Play-System-Update: Quick Share ermöglicht Datentransfer per QR-Code zu iPhones
Immer mehr Android-Smartphones erhalten die Möglichkeit, Daten über Quick Share mit Apples AirDrop auf iPhones und Macs zu versenden. Gleichzeitig verteilt Google, wie vergangene Woche versprochen, eine weitere Funktion für Geräte, die noch keinen AirDrop-Support erhalten haben oder keinen bekommen werden.
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Einseitiges Teilen
Google hält Wort: Das Unternehmen versprach im Zuge der Android Show I/O Edition eine neue Funktion, mit der Nutzerinnen und Nutzer per Quick Share von jedem Android-Smartphone Inhalte mit iPhones teilen können. Hierfür wird in Quick Share ein QR-Code erzeugt, den iPhones nur abscannen müssen, um an das geteilte Foto, Video oder Dokument zu gelangen.
Diese Funktion verteilt der Hersteller tatsächlich als Update über die Google-Play-Systemdienste: Das Feature ist in der Google-Play-Dienste-Version 26.18 vom 11.05.2026 enthalten, wie das Unternehmen in einem Supportdokument erklärt. Auf einem Pixel 8, das derzeit keinen AirDrop-Support besitzt, steht das neue Feature tatsächlich zur Nutzung bereit.

Über einen QR-Code können Android-Nutzer Inhalte mit iPhone-Besitzern teilen.
(Bild: Andreas Floemer / heise medien)
Beim Aufrufen von Quick Share zeigt die App unter dem Punkt „An Geräte in der Nähe senden“ ein QR-Code-Symbol an. Tippt man darauf, so öffnet sich ein Overlay mit einem QR-Code und dem Hinweis, dass die Dateien mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Google-Server hochgeladen und nach 24 Stunden gelöscht werden.
Die Lösung unterstützt im Unterschied zu Googles AirDrop-Support offenbar nur eine Richtung, also von Android zu iOS. Bei Geräten, die sich schon mit Apples AirDrop verstehen, lassen sich auch Dateien von einem Apple- auf ein Android-Gerät übertragen.
Weitere neue Play-System-Funktionen
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Abseits der QR-Funktion in Quick Share enthält das Play-System-Update noch weitere Features, die auf allen Geräten mit Unterstützung von Googles Play-Diensten bereitgestellt werden.
Im Bereich Sicherheit und Datenschutz liefert die neue Version einen Schutz vor Telefonbetrug aus: Laut Google sollen Anrufe automatisch beendet werden, wenn sie Telefonnummern unterstützter Banken vortäuschen. Ferner habe Google Funktionen des erweiterten Sicherheitsprogramms verbessert, nähere Details dazu verrät Google nicht.
Neu ist Google zufolge auch die Option, die Einstellungen für „Autofill mit Google“ zu sichern und wiederherzustellen.
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(afl)
Künstliche Intelligenz
Codex für Mac: OpenAI testet neue Fernsteuerung via ChatGPT-iPhone-App
Nutzer von Codex können ihren macOS-Rechner künftig über die ChatGPT-App auf dem iPhone kontrollieren. Ein entsprechendes „Preview“-Feature hat OpenAI Ende letzter Woche auf X angekündigt. Ausgewählte User können damit ihren Rechner von außen steuern, während sie unterwegs sind, so das Unternehmen. Dateien, Apps und sogar der Browser auf dem Mac sollen zugänglich sein. In einem weiteren Schritt wird die Funktion auch unter Windows eingeführt, wenn darauf die Codex-App läuft – einen konkreten Zeitpunkt nannte OpenAI allerdings nicht. Immerhin soll die ChatGPT-App unter Android bereits von Anfang an Macs fernsteuern können, sofern Nutzer dies genehmigen, hieß es weiter.
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Zugriff auf die gesamte Entwicklermaschine
Codex in der ChatGPT-Mobil-App kann laut OpenAI neue Tasks auf dem Mac starten, nächste Schritte vom Nutzer bestätigen oder ablehnen lassen, den Output und die Ausführung einer App kontrollieren. Codex läuft dabei sowohl auf Desktops als auch Notebooks mit macOS, sofern diese am Internet hängen und aktiv sind.
Laut OpenAI wird Codex derzeit von wöchentlich mehr als vier Millionen Nutzern verwendet. Das Unternehmen hat dabei festgestellt, wie wichtig regelmäßige „Check-ins“ für die User sind, um Vorgänge bei dem Coding-Agenten am Laufen zu halten. Damit könnten auch unnötige Nacharbeiten vermieden werden. Codex mache schnellere Fortschritte, wenn man dem System den richtigen Kontext mitgeben kann – und das nun auch mobil.
Enterprise-Umgebungen und Remote-SSH
ChatGPT für Mobilgeräte hat dabei stets Zugriff auf den Live-Status des Entwickler-Macs. Es gibt laut OpenAI Klarheit über Threads, Projektkontext, Plugins und Genehmigungen. Mobile Nutzer sollen mehr als nur einzelne Tasks steuern können, sondern vollständige Projekte. Neben den Dateien stehen auch notwendige Permissions und Credentials zur Verfügung. ChatGPT bekommt auch Screenshots, Terminal-Ausgaben, Diffs, Testergebnisse und Approval-Anfragen.
OpenAI betont, man habe zur Absicherung einen neuen „Secure Relay Layer“ entwickelt, der Maschinen ansprechbar mache, „ohne sie dem öffentlichen Internet auszusetzen“. Wie genau die Technik funktioniert, wurde noch nicht kommuniziert – denkbar wären Ansätze wie Tailscale. Neben einzelnen Dev-Maschinen soll ChatGPT für Mobilgeräte auch Zugriff auf Enterprise-Coding-Umgebungen bekommen. Interessant: Die Preview der Funktion soll auch für Free- und Go-Nutzer zur Verfügung stehen. Die verfügen allerdings nur über eine geringe Anzahl an Coding-Token. Remote-SSH soll es ebenfalls geben.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Messenger: Microsoft entfernt den „Together Mode“ aus Teams
Microsoft schickt mit dem „Together Mode“ von Teams eine Darstellungsform in den Ruhestand, die während der Coronapandemie eingeführt wurde und die digitale Zusammenarbeit verbessern sollte. Das hat die Microsoft-Produktmanagerin Katarina Tranker in einem Blogeintrag mitgeteilt. Da kündigt sie auch an, dass der Modus ab dem 30. Juni aus Teams entfernt werden soll. Damit soll primär dafür gesorgt werden, dass sich Meetings in Teams auf unterschiedlichen Geräten stärker gleichen. Zudem sollen sich die für die Entwicklung Verantwortlichen dadurch besser darauf konzentrieren können, die Videoqualität, die Stabilität und die Performance des Messengers zu verbessern.
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Weniger Ermüdung
Der „Together Mode“ von Teams wurde Anfang Juli 2020 vorgestellt. Es handelte sich um eine von mehreren Darstellungsformen für Teams-Meetings mit mehreren Teilnehmerinnen oder Teilnehmern. Die ließen sich dabei nicht mehr nur freistellen und vor einem alternativen Hintergrund platzieren, sondern in ein gemeinsames Bild montieren. Zur Auswahl standen unter anderem die Sitze in einem Hörsaal oder der Tresen eines Cafés. Zur Einführung hatte der Konzern erklärt, dass in eigenen Studien eine erhöhte Hirnstrom-Aktivität bei Probanden festgestellt wurde, die den Modus benutzt haben. Das Unternehmen meinte, dass mit einer solchen Darstellungsform die Ermüdung geringer und die Aufmerksamkeit höher auszufallen schien.
Im Rahmen des jetzt angekündigten Updates soll der „Together Mode“ aus Teams entfernt werden; Organisationen, die ihn zur Darstellung ihrer Marke genutzt haben, sollen stattdessen auf eigene Hintergründe ausweichen. Im Gegenzug soll eine moderne Galerie eingeführt werden, die je nach Zahl von Teilnehmenden automatisch angepasst werden soll. Ziel seien bessere Bildwiederholraten und eine einheitlichere Qualität über Gerätegrenzen hinweg. Die Verringerung der Auswahl bei den Darstellungsformen soll jetzt unter anderem die kognitive Belastung für die Teilnehmenden verringern, ergänzt die Produktmanagerin noch.
(mho)
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