Künstliche Intelligenz
Satelliten-Internet: Starlink erhält Betriebsgenehmigung in Vietnam
Die vietnamesische Regierung hat dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk die Genehmigung erteilt, seinen Satelliten-Internetdienst Starlink im Land einzuführen. Das berichteten am Wochenende staatliche vietnamesische Medien.
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Demnach erteilte das Ministerium für Wissenschaft und Technologie der vietnamesischen Starlink-Tochter Starlink Services Vietnam am vergangenen Freitag eine Lizenz zur Erbringung von Telekommunikationsdiensten mit Netzwerkinfrastruktur, insbesondere einem festen Satelliten-Telekommunikationsnetz. Des Weiteren erhielt das Unternehmen eine Genehmigung für die Nutzung von Funkfrequenzen und Funkgeräten. Das bedeutet, dass Starlink legal Übertragungs- und Empfangsinfrastruktur in Vietnam bereitstellen darf.
Fünfjährige Pilotphase
Gemäß der erteilten Funkfrequenzlizenz wird das Unternehmen in der ersten Bereitstellungsphase vier Gateway-Stationen und maximal 600.000 Endgeräte in Vietnam einsetzen. Die Pilotphase ist auf fünf Jahre angelegt und läuft vor dem 1. Januar 2031 aus, schreibt die vietnamesische Tageszeitung Hanoi Times.
Das vietnamesische Onlineportal Vietnamnet spricht von einem „bedeutenden Meilenstein auf Vietnams Weg zur Stärkung seiner nationalen digitalen Infrastruktur“. Der Schritt sei „mehr als nur eine administrative Entscheidung“; er signalisiere, „dass Vietnam sich entschlossener für die Weltraumtechnologie der nächsten Generation öffnet, bei der der Internetzugang nicht mehr durch bergiges Gelände, vorgelagerte Inseln oder langjährige Infrastruktur-Blindspots eingeschränkt ist“. Die Entscheidung könne „als strategischer Schub für die Konnektivitätsinfrastruktur angesehen werden, der das Internet aus dem Weltraum offiziell in die digitale Entwicklungsstrategie des Landes integriert“.
Starlink für abgelegene Gebiete
Vietnam hat laut Hanoi Times eine Internetabdeckung von mehr als drei Vierteln der Bevölkerung, wobei der primäre Zugangskanal Mobilfunkverbindungen sind. In städtischen Gebieten gibt es flächendeckendes Glasfaser-Breitband und 4G-Abdeckung; in den großen Städten werden schrittweise 5G-Dienste ausgebaut. Dominiert wird der Markt von großen einheimischen Betreibern wie Viettel, VNPT und MobiFone. Diese investieren massiv in Glasfasernetzwerke für Privathaushalte und eine landesweite Mobilfunkabdeckung. Allerdings bestehen weiterhin Lücken in der Abdeckung in abgelegenen Bergregionen, Grenzgebieten und vorgelagerten Inseln. Dort ist der Aufbau einer terrestrischen Infrastruktur kostspielig und technisch schwierig.
Die Einführung des Starlink-Satelliten-Internets soll Vietnam eine Breitbandverbindung im gesamten Staatsgebiet ermöglichen, insbesondere in diesen schwer zugänglichen Gegenden. Vietnamnet spekuliert, dass SpaceX 1,5 Milliarden US-Dollar in Vietnam investieren könnte.
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Das SpaceX-Projekt Starlink zum Aufbau eines Satelliten-Netzwerks ist ein ehrgeiziges Projekt von Elon Musk, das Verbrauchern überall auf der Welt Hochgeschwindigkeits-Internet liefern soll. Starlink verfügt heute über mehr als 9.400 aktive Satelliten im All. Anfang des Jahres genehmigte die US-Telekommunikationsbehörde FCC SpaceX den Start von 7.500 weiteren Starlink-Satelliten.
Monatelanges Tauziehen
Der Lizenzerteilung in Vietnam ist ein monatelanges Verfahren vorausgegangen. Im März vergangenen Jahr schuf die vietnamesische Regierung die rechtlichen Rahmenbedingungen, die SpaceX den Betrieb seines Internetdienstes im Land ermöglichen.
Dass der US-Raumfahrtkonzern jetzt die Genehmigung erhielt, deuten Beobachter als politisches Signal. Es wird erwartet, dass Tô Lâm, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams, nach Washington reisen wird, wo er Ende der Woche an der konstituierenden Sitzung des von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen „Friedensrats“ teilnehmen wird. Noch wurde die Reise nicht offiziell angekündigt.
Zudem verhandeln Vietnam und die Vereinigten Staaten weiter über ein Handelsabkommen, nachdem es Hanoi gelungen ist, die Zölle für Ausfuhren vietnamesischer Waren in die Vereinigten Staaten auf 20 Prozent herunterzuhandeln. Anfang dieses Monats führten beide Seiten eine sechste Verhandlungsrunde, ohne jedoch eine endgültige Einigung zu erzielen.
(akn)
Künstliche Intelligenz
BMW verkauft weniger Autos in den USA: Elektroautos belasten Bilanz
BMW hat auf dem wichtigen US-Markt im ersten Quartal weniger Autos verkauft. Der Absatz der Stammmarke BMW sank im Jahresvergleich um 3,9 Prozent auf 84.231 Autos, wie das Unternehmen heute in Woodcliff Lake (New Jersey) mitteilte. Bei der Kleinwagenmarke Mini gab es ein Minus von 10,2 Prozent auf 6.261 Pkw. Die Ergebnisse hätten die Trends am Markt widergespiegelt, sagte US-Chef Sebastian Mackensen laut Mitteilung. Gemessen daran habe sich BMW im Vergleich mit dem Gesamtmarkt gut geschlagen.
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Elektro- und Hybridautos unter Druck
Vor allem Elektro- und Hybridautos gerieten unter Druck. Die Verkäufe von elektrifizierten Autos – also batteriebetriebene (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) sackten um die Hälfte auf weniger als 10.000 Fahrzeuge ab. Auf dem US-Markt haben Elektroautos derzeit einen schweren Stand. US-Präsident Donald Trump hatte Subventionen für elektrische Antriebe gestrichen und Abgasregeln geändert. Das ließ die Nachfrage einbrechen.
Die stark in den USA vertretenen großen Hersteller Stellantis, Ford und General Motors steuerten daraufhin in ihrer Elektroautostrategie um und wurden von milliardenschweren Abschreibungen belastet.
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(fpi)
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Artemis-Mission: Apple Immersive beim Start zum Mond
Auf ihrem aktuellen Weg zum Mond hat die Crew der Artemis-2-Mission zwar leider keine Blackmagic-Stereokameras dabei. Doch dank einer Kooperation mit der Firma Cosmic Perspective soll es zumindest ein hochauflösendes 3D-Video vom Start für Apple Immersive Video geben. Das bestätigte das auf das Filmen von Weltraummissionen spezialisierte Unternehmen laut Apple Insider.
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URSA-Kameras von Blackmagic Design
Auf X war in einem Video zu sehen, wie die ersten Blackmagic-Kameras aufgebaut wurden. Dabei handelt es sich offenbar um die 30.000 US-Dollar teuren URSA-Cine-Immersive-Geräte. Man habe gerade eine „erste Runde“ der Artemis-Kameras platziert. Es sollten aber noch weitere aufgebaut werden. Cosmic Perspective arbeitet dabei mit der NASA zusammen, hat also Zugang zu speziellen Flächen.
Unklar ist noch, wann die 180-Grad-Aufnahmen zu sehen sein werden. Apple selbst hat bislang noch keine Angaben gemacht. Neben Spatial Video wurden auch 3D-Tonaufnahmen gemacht, hieß es. So soll es möglich werden, den Artemis-2-Start möglichst realistisch nachvollziehen zu können. Die Mission dauert insgesamt 10 Tage und führt erstmals seit Jahrzehnten Menschen wieder zu einer Mondumrundung.
Basketball auch live in 180 Grad
Apple versucht seit Längerem, Nutzer über sein Apple-Immersive-Video-Format zur Vision Pro zu locken. Die URSA zeichnet mit 8160 x 7200 Bildpunkten pro Auge sowie einer Bildwiederholrate von 90fps auf. Apple vertreibt dann vor allem Kurzfilme, unter anderem von spektakulären Klettertouren, Parcours-Veranstaltungen, Tieraufnahmen und mehr. Zuletzt hatte der Konzern auch begonnen, Baskettballspiele der L.A. Lakers zu übertragen. Ganze Spielfilme in Apple Immersive Video gibt es bislang aber noch nicht.
Zu finden sind die Apple-Immersive-Video-FIlme über die TV-App auf dem Headset. Sie sind kostenlos verfügbar. Über Apples Filmeladen lassen sich auch 3D-Streifen in voller Länge erwerben. Diese haben allerdings eine wesentlich geringere Auflösung als die 8K, die Apple-Immersive-Video anbietet. Die Vision Pro sucht immer noch nach einer „Killer-App“. Das Anschauen von Filmen gilt als eine der beliebtesten Anwendungen. Das Headset wird immer noch nur von Apple selbst vertrieben und kostet mindestens 3700 Euro.
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(bsc)
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Essen setzt Uber-Mindestpreise nach Gerichtsentscheid aus
Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen hat die Stadt Essen ihre Mindestpreis-Vorgaben für Taxi-Konkurrenten wie Uber oder Bolt ausgesetzt. Die Stadt halte die Hinweise des Gerichts für nachvollziehbar und werde ihre Verfügung überarbeiten, teilte sie mit. Bis zur Überarbeitung werde die Regelung vorläufig nicht mehr angewendet.
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Mit den seit Jahresbeginn eingeführten Preisvorgaben hatte die Stadt Essen die Taxi-Branche schützen wollen, die sich bundesweit gegen den Druck durch Mietwagen-Konkurrenz wie Uber und Bolt zur Wehr setzt. Dagegen hatten eine Mietwagen- und eine Vermittlungsgesellschaft geklagt.
Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte dem Eilantrag in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss stattgegeben. Die Essener Regelung sei in ihrer derzeitigen Form nicht rechtmäßig. Die Kammer bemängelte, dass die Stadt ihre Regelung nicht eindeutig genug formuliert habe.
Durch die Entscheidung im Eilverfahren wurden die Mindestpreise für Fahrten mit Uber und Bolt in Essen aber nicht generell aufgehoben, wie das Gericht betont hatte. Der noch nicht rechtskräftige Beschluss galt zunächst nur für die beiden Antragsteller, die vor Gericht gezogen waren. Mit der Entscheidung der Stadt werden die Mindestpreis-Vorgaben nun für alle Uber- und Bolt-Fahrer im Stadtgebiet bis auf Weiteres nicht durchgesetzt.
Mindestpreise sollen ruinösen Wettbewerb verhindern
Mit den Mindestpreisen will die Stadt Essen die Taxi-Branche vor einem ruinösen Wettbewerb schützen. Fahrten, die über Mobilitäts-Apps wie Uber und Bolt gebucht werden, dürfen seit dem Jahreswechsel nicht mehr sehr viel günstiger sein als eine Fahrt mit dem Taxi. Maximal sieben Prozent Rabatt auf den Taxi-Preis sind für spontane Fahrten mit Uber und Co. noch erlaubt. Ein anhaltender Preiskrieg zwischen Taxiunternehmen und Mietwagenfirmen sorgt bundesweit für ähnliche Debatten.
Doch die Regelung der Stadt Essen sei zu unbestimmt, bemängelten die Richter. Vor allem bleibe unklar, wie der Mindestpreis berechnet werden müsse, wenn eine Fahrt über die Essener Stadtgrenze hinausführt. Außerdem überschreite die Stadt Essen ihre Kompetenzen, wenn sie einen Mindestpreis für eine Fahrt in eine andere Stadt festlegen wolle.
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Mietwagenfahrten sind oft 30 bis 40 Prozent günstiger
Der Wettbewerb zwischen Taxis und der immer größeren Zahl an Mietwagenfahrern sorgt in vielen Städten für Streit. Taxis sind an einen von der Stadt festgelegten Tarif gebunden und zählen zum öffentlichen Personenverkehr, für den das Personenbeförderungsgesetz klare Auflagen wie die Betriebs- und Tarifpflicht vorsieht – denn Taxi-Unternehmen müssen zum Beispiel jede auch noch so kurze Fahrt annehmen und auch betrunkene Fahrgäste an ihr Ziel bringen.
Das gilt für die privaten Mietwagenfahrer nicht. Sie bieten ihre Fahrten über Apps wie Uber und Bolt an – und unterbieten die Preise der Taxis nicht selten um 30 bis 40 Prozent.
Essen ist nach Angaben des Bundesverbands der Mietwagenfahrer „Wirfahren“ die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die den privaten Fahrern Mindestpreise vorschreibt, um die Taxi-Branche zu schützen. Auch bundesweit sind solche Modelle bislang die Ausnahme. Entsprechend groß war der Widerstand der Mietwagenfahrer gegen die Mindestpreise.
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