Apps & Mobile Entwicklung
Gemini Intelligence: Google macht Android 17 zum Agenten-Betriebssystem
Google treibt mit Gemini Intelligence die Automatisierung voran und macht Android 17 damit zu einem Agenten-Betriebssystem, das teils eigenständig agieren und den Nutzer bei alltäglichen Aufgaben unterstützen kann. Gemini Intelligence kommt zuerst auf Pixel- und Samsung-Galaxy-Smartphones. Android 17 bietet aber noch mehr Neues.
Mit Slogans wie „AI is the new UI“ wird im aktuellen KI-Zeitalter von einigen der Big-Tech-Player darauf hingearbeitet, dass Anwender mehr mit einer Künstlichen Intelligenz interagieren, die dann die jeweiligen Aufgaben (automatisiert) ausführt, anstatt Apps selbst zu starten und innerhalb dieser in sich geschlossenen „Silos“ zu arbeiten.
Was ist ein Agent?
In diesem Zusammenhang ist bei KI auch von Agenten die Rede. Ein KI-Agent ist ein Programm mit künstlicher Intelligenz, das selbstständig Aufgaben ausführen kann. Anders als ein normaler Chatbot reagiert ein KI-Agent nicht nur auf einzelne Fragen, sondern kann Ziele verfolgen, Informationen sammeln, Entscheidungen treffen und Aktionen ausführen – zum Beispiel Termine planen, E-Mails beantworten oder Daten analysieren. Dabei nutzt er oft Sprachmodelle, Werkzeuge und Zugriff auf andere Programme, um Probleme möglichst eigenständig zu lösen. Er wird „Agent“ genannt, weil er ähnlich wie ein menschlicher Assistent eigenständig handelt: Er nimmt Informationen wahr, verfolgt ein Ziel und führt passende Aktionen aus, statt nur auf einzelne Befehle zu reagieren.
Gemini Intelligence kann Aufgaben übernehmen
Unter dem Oberbegriff „Gemini Intelligence“ führt Google neue KI-Funktionen ein, die im Verlauf des Sommer zuerst auf Endgeräten von Google selbst und Samsung Einzug halten sollen. Sie sollen aber generell auf Android-Endgeräten zur Verfügung stehen, also auch Smartwatches, Smart Glasses, im Auto und auf den neuen Googlebooks.
Gemini Intelligence soll in Android in erster Linie für einen gewissen Grad der Automatisierung sorgen, demnach als Agent eigenständig ausgewählte Aufgaben ausführen. In den USA und in Südkorea führt Gemini bereits seit Februar mehrstufige Anfragen automatisiert im Hintergrund aus. Die neue App-Automatisierung umfasst zum Beispiel das Buchen von Sportkursen in unterstützten Apps oder das Heraussuchen eines Lehrplans in Gmail und die dazu passende Online-Bestellung von Büchern. Gemini sei für die Logistik verantwortlich, während der Nutzer sich um andere Dinge kümmern kann, erklärt Google.
Gemini kann nach Opt-in den Bildschirm auslesen
Mehr Kontext soll Gemini über den Zugriff auf den Bildschirm oder den Upload eines Bildes erhalten. Eine Einkaufsliste aus der Notizen-App kann Gemini auslesen und daraufhin eigenständig den Warenkorb füllen und eine Bestellung ausführen. Eine interessante Reisebroschüre in der Hotellobby entdeckt? Die Lösung: Ein Foto für Gemini knipsen und nach einer passenden Tour für sechs Personen auf Expedia fragen. Der Agent kann daraufhin alle weiteren Schritte der Buchung selbst vornehmen, aber wartet im letzten Schritt noch auf eine manuelle Bestätigung durch den Anwender.
Gemini only acts on your command and stops the moment the task is complete. All
that’s left for you is the final confirmation.
Google
Android kann mehr Formulare ausfüllen
Das Betriebssystem soll Anwender auch beim Ausfüllen von Formularen besser unterstützen. Dafür wird „Autofill with Google“ mit Gemini und Personal Intelligence verknüpft – aber nur dann, wenn vom Nutzer per Opt-in bestätigt. Selbst komplexe Formulare mit sehr vielen Textfeldern soll das Betriebssystem dann eigenständig ausfüllen können. Die benötigten Informationen kann sich Gemini nach dem Opt-in selbst aus dem Datenbestand des Endgerätes zusammensuchen. Das funktioniert in unterschiedlichsten Apps, darunter auch der Browser, den Google mit Gemini ebenfalls intelligenter machen und zu einer agentischen App wandeln will.
Gboard versteht das Diktieren in natürlicher Sprache
Das Gboard, Googles Tastatur, erfährt mit „Rambler“ ein Upgrade, um aus natürlicher Sprache bessere Textnachrichten zu erstellen, die gewisse Füllwörter wie „ums“ und „ahs“ oder die im Englischen beliebten „likes“ beim Diktieren herausfiltern. Rambler ist Teil von Google Intelligence und soll dafür sorgen, dass Anwender beim Diktieren nicht mehr über jedes einzelne Wort nachdenken müssen, sondern vollständig natürliche Sprache mit geläufigen Denkpausen und Füllwörtern nutzen können.
Neue Widgets per Prompt erstellen
Der generative Aspekt von Gemini zeigt sich in Android 17 mit den per Prompt erstellbaren Widgets. Mit „Create My Widget“ können Anwender per Gemini-Prompt ihre eigenen Android-Widgets erstellen, die dann spezifische Aufgaben ausführen oder Anzeigen bereitstellen können. Ein Koch-Widget kann dem Anwender zum Beispiel fortlaufend proteinreiche Rezepte erstellen oder ein angepasstes Wetter-Widget nur Informationen zur Windgeschwindigkeit und Niederschlag ausgeben. „Create My Widget“ soll neben Smartphones auch auf Wear OS kommen.
Gemini Intelligence kommt dabei auf allen Google-Plattformen im neuen Design von Material 3 Expressive. Googles letztes Jahr erstmals eingeführte Designsprache setzt auf kräftige Farben, flexible Formen, größere Typografie und fließende Animationen, um die Benutzeroberfläche persönlicher, lebendiger und intuitiver wirken zu lassen.
Android 17 erhält mehrere Upgrades
Abseits der agentischen Fähigkeiten spendiert Google dem Betriebssystem weitere Features wie die neuen Screen Reactions, mit deren Hilfe Anwender den Bildschirm und parallel sich selbst als Overlay filmen und dabei auf den Bildschirminhalt reagieren können, ohne dafür einen Greenscreen zu benötigen. Das Feature soll im Sommer zuerst auf Pixel-Smartphones kommen.
Upload-Pipeline für Instagram in höherer Qualität
Google verändert zudem die Upload-Pipeline für Social Media, damit Uploads auf Instagram dieselbe oder sogar eine höhere Qualität aufweisen als unter iOS. Auch unter Android werden jetzt Ultra-HDR-Uploads, die Videostabilisierung und die Nachtsicht unterstützt. Exklusiv für Android sind das KI-Upscaling von Fotos und Videos sowie das Trennen der Tonspur vom Video, um daran Veränderungen in der Edits-App von Instagram vorzunehmen. Und nach der nativen iPad-Unterstützung gibt es Instagram jetzt auch unter Android in einer Tablet-Version.
Adobe Premiere für Android
Für professionelle Anwender kommt Adobe Premiere nach dem Apple-Ökosystem „diesen Sommer“ auch auf Android und bietet dort auch Vorlagen und Effekte speziell für YouTube Shorts. Auch den von Samsung mitentwickelten und von Qualcomm unterstützten APV-Codec (Advanced Professional Video) will Google vermehrt fördern.
Apps können Pausen empfehlen
Den Bereich „Digitales Wohlbefinden“ erweitert Google in Android 17 über die Bildschirmzeit hinaus um den neuen „Pause Point“, um Anwender bei langer monotoner App-Nutzung zu mehr Auszeiten zu bewegen. Pause Point kann Nutzer in „ablenkenden Apps“ zu kleinen Pausen von zum Beispiel 10 Sekunden motivieren oder zu einem Wechsel zu einer anderen App anregen. Pause Point lässt sich dabei auch so einstellen, dass es sich erst nach einem Neustart des Smartphones wieder deaktivieren lässt.
3D-Emoji erscheinen plastischer und realistischer
Neue Emoji halten – angefangen mit Pixel – ebenfalls Einzug, dieses Mal in neuer 3D-Ausführung, womit die Emoji plastischer und realistischer erscheinen sollen.
Einfacher von iOS zu Android umziehen
Den Umzug auf die Android-Plattform will Google vereinfachen, indem gemeinsam mit Apple ein neuer Transferprozess entwickelt wurde, der Passwörter, Fotos, Nachrichten, Apps, Kontakte und Homescreen-Layouts umfasst. Im weiteren Verlauf des Jahres soll der drahtlose Transferprozess auch eSIM-Profile umfassen.
Das Teilen von Dateien auf unterschiedlichen Plattformen wird ebenfalls erweitert. Das zu AirDrop von Apple kompatible Quick Share ist nach der Verfügbarkeit für Google und Samsung im weiteren Verlauf des Jahres auch für Smartphones von Honor, OnePlus, Oppo und Xiaomi vorgesehen. Quick Share kann zum Teilen von inkompatiblen Smartphones auch einen QR-Code für iOS-Geräte generieren. Außerdem soll Quick Share in Apps wie unter anderem WhatsApp integriert werden.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Google unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Mehr Speicher trotz Speicherkrise: Apple testet M5 Ultra im Mac Studio mit bis zu 768 GB RAM

Die Speicherkrise hat Apple bereits zu Preiserhöhungen und der Streichung von mehreren Speicherkonfigurationen des Mac Studios geführt, auch ein künftiger M5 Ultra soll sich deshalb bisher verzögern. Intern soll der Konzern jetzt einen Mac Studio mit M5 Ultra und 768 GB an Arbeitsspeicher testen.
Deutlich mehr Arbeitsspeicher beim M5 Ultra?
Über Apples Pläne zum M5 Ultra und dem künftigen Mac Studio berichtet Marc Gurman von Bloomberg unter Berufung auf interne Quellen im Konzern. Demnach soll der neue SoC unter dem Codenamen J775 entwickelt werden und wegen Herausforderungen bei der Verfügbarkeit und den Kosten verzögert worden sein.
Der GPU-Ausbau soll sich gegenüber dem M3 Ultra nicht groß verändern. Es ist jedoch zu erwarten, dass die GPU-Architektur des M5 übernommen wird und daher auch die KI-Beschleuniger in der GPU in das Ultra-Modell wandern. Der M5 Ultra könnte sich dann deutlich von allen anderen Apple-Chips im Bereich der KI-Leistung absetzen, jedoch auch in Spielen neue Rekorde für den Konzern aufstellen.
Veröffentlichung nicht garantiert
Wie Gurman auch selbst erwähnt, steht die Konfiguration jedoch unter einem schlechten Stern: Selbst ein so großer Konzern wie Apple hat Schwierigkeiten, genug Speicherchips zu ergattern, und hat beim Vorgänger die Konfigurationen auf 96 GB limitiert. Ein 768-GB-Modell würde dementsprechend einen großen Sprung im Sortiment des Herstellers darstellen.
Preis könnte über 20.000 Euro liegen
Offen bleiben zudem auch Fragen zum Preis, denn die besagte 96-GB-Konfiguration kostet gegenwärtig rund 6.299 Euro. Beim MacBook Pro verlangt Apple nach den jüngsten Preiserhöhungen für 128 GB gegenüber der 64‑GB‑Variante einen Aufschlag von 1.760 Euro. Bei diesem Preis pro 64 GB zusätzlich zu den 96 GB könnte ein Mac Studio mit 768 GB an Arbeitsspeicher weit über 20.000 Euro kosten.
M5 Ultra folgt auf M3 Ultra
Die Ultra-Chips sind seit Einführung mit dem M1 Ultra die Speerspitze von Apple Silicon, sie vereinten bisher immer zwei Max-Chips und kombinierten so die theoretische Rohleistung. Zuletzt hat Apple dies beim M3 Ultra getan, beim M4 hat sich der Konzern nur auf die Max-Reihe beschränkt – und verkauft den M3 Ultra neben dem M4 Max im aktuellen Mac Studio.
Mit dem M5 Ultra können Nutzer dementsprechend einen deutlichen Sprung gegenüber dem bisherigen M3 Ultra erwarten, denn die Leistung in Mehrkern-Anwendungen oder GPU-Anwendungen dürfte sich beinahe verdoppeln, auch wenn die Skalierung nicht in allen Fällen perfekt sein sollte.
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Indie-Hit Meccha Chameleon: Geni(t)ale Verstecke begeistern Spieler

Verstecken zu spielen macht nicht nur Kindern Spaß. Erwachsene erfreut mit diesem Prinzip Meccha Chameleon, der jüngste Indie-Hit auf Steam. Das klassische Kinderspiel erweitert der Titel um einen Pinsel und eine Farbpalette zur Tarnung. Der Kostenpunkt: Kaum mehr als 6 Euro.
Nach weniger als zwei Wochen verzeichnet der Entwickler „lemorion_1224“ 10 Millionen verkaufte Exemplare und mehr als 28.000 sehr positive Bewertungen auf Steam. Das Spielprinzip kommt also an. Das liegt an der Mischung: Kombiniert wird eine Bühne für Kreativität und soziales Miteinander.
In Mecca Chameleon teilen sich zwei bis zehn Spieler auf privaten oder öffentlichen Servern in zwei Teams auf. Das eine versteckt sich, das andere muss diese Gruppe anschließend innerhalb eines Zeitlimits aufspüren. Was die Jagd besonders macht, ist das Pinsel-Werkzeug. Damit können Spieler ihre Figur der Umgebung anpassen und sie so wie ein Chamäleon verschwinden lassen und sich ganz offen im Sichtfeld „verstecken“. Neben Farben kann auch die Haltung der Figur angepasst werden.
Geni(t)ale Verstecke
Dass das von der Ideenvielfalt seiner Nutzer lebt, ist offenkundig. Und Ideen haben sie: Sie tarnen sich unter anderem als Pferdegenital, Kuh, Bücherstapel oder WC-Rolle, die nach Beginn der Runde plötzlich neben der Toilette hängt. Bemängelt werden nur ein paar technische Probleme, die trotz Unreal Engine 5 nicht mit der Bildrate zu tun haben. Die eigentlich nicht benannten Systemanforderungen sind niedrig, wenn die Angabe eines „Intel Core i5“ als solche gelten darf.
Kritisch sind andere Aspekte: Der Server-Browser funktioniere nicht immer zuverlässig, das Interface sei teils kompliziert und Tastenbelegungen seien fest vorgegeben. Spaß mache es trotzdem. In öffentlichen Lobbys könne es zudem vorkommen, dass sich Spieler mit rechtsradikaler Symbolik bemalen. Kritik daran wird auf Steam jedoch von anderen Nutzern mit persönlichen Angriffen quittiert. Am meisten Spaß macht das Spiel jedoch ohnehin mit Freunden, verrät ein Überfliegen der Rezensionen. Zahlreiche schnelle Updates haben bereits einige Details verbessert und neue Karten eingefügt. Einen großen Patch haben die Entwickler für den kommenden Freitag angekündigt.
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Hilft günstig gegen Hitze: Thermalright Assassin Classic mit Kühler-Fokus

Thermalright verspricht mit dem Assassin Classic-6 SE günstige Hilfe gegen Hitze – zumindest auf Prozessoren. Der Kühler konzentriert sich auf Basics, also vor allem die Kühlung. Dabei bleibt er vergleichsweise kompakt.
Für ordentliche Temperaturen bringt der Assassin Classic-6 SE alle Zutaten mit. Vorrangig sind dies 6 Heatpipes. Sie liegen allerdings direkt auf dem Heatspreader auf, was in der Regel etwas schlechter funktioniert als sie in eine Kupferplatte einzulassen, die die Wärmeverteilung verbessert. Die beiden äußeren Heatpipes setzt Thermalright zudem etwas ab, um auch die äußeren Bereiche des Prozessors zu kühlen.
Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf das 120-mm-Format, also auf eine relativ große Lamellenfläche, schrumpft es aber auf eine Höhe von nur 152 Millimetern. Damit passt der Assassin Classic-6 SE auch in Budget-Gehäuse, die in diesem Punkt gerne Einschränkungen setzen. Größere Design-Eskapaden spart sich der Hersteller dabei und setzt dem Lamellenturm lediglich eine Abdeckung auf. RGB-LEDs oder gar ein Display stehen nicht auf der Ausstattungsliste.
Die Belüftung übernimmt ein 120-mm-Lüfter des Typs TL-NT12. Ihn gibt es bei Thermalright nicht einzeln, er wird nur in Verbindung mit der Assassin-Classic-Serie gelistet und ist damit spezifisch den Kühlern vorbehalten. Das Modell dreht maximal mit 1.850 U/Min und wird über Gummiauflagen am Rahmen vom Kühler entkoppelt.
Bilder vom Montagematerial stellt Thermalright nicht bereit. Wahrscheinlich kommt das übliche Montagekit des Herstellers zum Einsatz, bei dem erst die Halterung und dann der Kühler montiert wird. Dazu passt, dass sich der Assassin Classic-6 SE auf aktuellen AM4- und AM5-Plattformen sowie den Intel-LGA 1200, 1700 und 1851 montieren lässt.
Preis und Verfügbarkeit
Angaben zum Preis hat Thermalright nicht gemacht. Der Kühler muss sich allerdings um die 30-Euro-Marke am Markt bewegen, um konkurrenzfähig zu sein. Das zeigt allein das Portfolio von Thermalright selbst auf: Den Peerless Assassin 120 SE in Doppelturm-Bauweise verkauft das Unternehmen im eigenen Amazon-Store ab 34 Euro, den Einzelturm Burst Assassin 120 Evo ab 30 Euro.
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